Umfrageergebnis anzeigen: Ich fahre...

Teilnehmer
43. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • ... ausschließlich auf Großcons

    1 2,33%
  • ... hauptsächlich auf Großcons

    3 6,98%
  • ... etwa zu gleichen Teilen sowohl auf Großcons als auch kleinere Cons

    9 20,93%
  • ... hauptsächlich auf kleinere Cons

    20 46,51%
  • ... ausschließlich auf kleinere Cons

    10 23,26%
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Ergebnis 1 bis 10 von 22
  1. #1
    Quin
    Quin ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Quin

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    Großcons vs. kleinere Veranstaltungen

    Ich starte mal aus Neugier einen neuen Thread, der sich mit der Frage befassen soll ob die Forumsteilnehmer hier lieber auf Großcons oder auf kleinere Veranstaltungen gehen und wie sie diese Entscheidung begründen.
    Zur Defintion: Mit Großcons meine ich die Klassiker wie Epic Empires, Drachenfest, Conquest of Mythodea und andere Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern. Mit kleineren Veranstaltungen meine ich alles mit weniger Teilnehmern :-) Das Genre begrenze ich hier mal auf Fantasy-LARP.

    Zur Begründung: Mir ist aufgefallen, dass hier wohl etliche Mitglieder schon mindestens auf einem Großcon waren und die Bewertungen dieser Veranstaltungen teilweise stark auseinandergehen. Hierbei soll allerdings erstmal keine Differenzierung zwischen den Großcons untereinander vorgenommen werden (also nicht: Conquest ist viel cooler als Drachenfest), sondern das Phänomen Großcon als solches von kleineren und mittleren Cons abgegrenzt werden. Die Abgrenzung ergibt sich nicht nur aus der Teilnehmerzahl sondern auch aus der professionellen und kommerziellen Organisation großer Veranstaltungen, die so (zumeist) bei kleineren Cons nicht gegeben ist.
    Auch ist die Frage, wer primär auf Großcons und wer auf kleinere Cons geht, durchaus interessant bei der Bewertung der Spielphilosophie und der generellen Einstellung unseres Hobbys gegenüber. Ich nehme hier an, dass jemand der ausschließlich auf Großcons geht, andere Schwerpunkt im und Erwartungen ans LARP setzt, als jemand der nur auf kleineren Veranstaltungen zu finden ist.

    Ich würde euch also bitten einfach mal eure Stimme abzugeben und diese in einem Post kurz zu begründen.

    Vielen Dank und have fun ;-)

  2. #2
    Turis
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    Fingerwundschreiber Avatar von Turis

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    Ich fahre hauptsächlich auf kleinere Cons, wobei ich in den letzten zehn Jahren etwa 4-5 mal auf dem CoM und einmal auf dem EE war (Turniertage und Manövertage zähle ich mal nicht mit, das sind für mich keine typischen Großcons).
    Das hat mehrere Gründe: Ich bevorzuge kleinere Cons, da sie persönlicher sind, die Großcons sind aus meiner Sicht oft Massenabfertigungen (mag natürlich jeder anders sehen), wobei das EE für mich eine Ausnahme darstellt. Würde das Utopion näher an meinem Wohnort liegen würde ich jedes Jahr aufs EE fahren. Das CoM habe ich spätestens nach dem ersten Mal nur noch besucht, weil unsere Gruppe in der Mehrheit das gerne erleben wollte.
    Ob einer Orga kommerziell oder aus Spaß an der Freude arbeitet ist mir letztlich egal, wobei ich vermute, dass man das Kommerzielle am Conpreis deutlich spüren würde, aber der "Service" entsprechend kundenfreundlicher sein dürfte. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich lieber Kunde oder lieber Larp-Kollege sein will...
    Abseits von diesen Gründen liegen mir die Großcons in den Sommermonaten zu dicht beeinander, so dass ich eh nicht mehr als eine besuchen wollen würde. Ich möchte gerne 4-5 mal im Jahr auf Con und dass möglichst verteilt aufs Jahr, so dass ich mich in jedem Quartal auf etwas Urlaub freuen kann.

    Was die Schwerpunkte und Erwartungen angeht musst du etwas präziser fragen. Bin mir nicht sicher was, und vorallem wie ausführlich, du da erfahren möchtest.
    Geändert von Turis (26.03.2014 um 16:28 Uhr)

  3. #3
    Quin
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    Fingerwundschreiber Avatar von Quin

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    Zu Schwerpunkte und Erwartungen:
    Ich nehme an, dass jemand der primär auf Großcons unterwegs ist andere Erwartungen an die z.B. die Ausstattung der NSC oder der Requisiten stellt. Mit den Kulissenaufbauten eines namhaften Regensburger Veranstalters kann ein privat organisierter Con mit weniger Teilnehmern und daher auch geringeren finanziellen Mitteln nicht mithalten. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere LARPer, der "High-End"-Kulissen und -NSC-Gewandungen, professionelle Licht- und Soundeffekte und detaillierte Lager- und Stadtaufbauten von Großcons gewöhnt ist, auf kleineren, weniger professionellen Cons möglicherweise enttäuscht ist oder sich zumindest nicht so sehr in ein Fantasysetting reinversetzen kann wenn er den klassischen Foliendungeon betritt und ihm eine Horde mittelmäßig ausgestatter NSC auflauert.
    Ich glaube auch, dass der Schwerpunkt, den LARPer die haupsächlich auf Großcons fahren setzen, ein anderer ist. Der Schwerpunkt hierbei liegt wohl eher auf der Massenschlacht und dem ambientigen Lager- oder Stadtleben, wohingegen kleiner Cons wahrscheinlich eher plotbezogene Schwerpunkte setzen.
    Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, aber deswegen frage ich ja :-)

  4. #4
    Maria
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    Alter Hase Avatar von Maria

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    Meine Großcon-Erfahrung sieht so aus: 1. New Order, 1x Epic Empires, 3x DF (allerdings Funkstelle), 1x CoM (Theater)

    Als SC würde ich nie aufs CoM fahren, DF nur dann, wenn ich erste Staffel kriegen würde und eine sehr tolle Gruppe hätte - sonst ist es das viele Geld einfach nicht wert, weil ich Großcons als "teuer" empfinde für das, was ich persönlich davon rauskriege.Bei beiden ist mir zudem die Spackenquote in den Massenkämpfen zu hoch und es gibt auch visuelle Totalausfälle.
    Epic Empires dagegen habe ich mich seit 2011 immer angemeldet und mich immer wieder abmelden müssen, da meine Uni-Klausurenphase danach lag.

    Ich bevorzuge kleine Cons, weil die Stimmung deutlich intensiver aufgebaut werden kann, man genug zu tun hat (nicht nur ambientig vorm Zelt lungern und kochen) und es mehr persönliche Heldenmomente geben kann (das ist auf Großcons meist nur den "Big Playern" vorbehalten). Meist kennt man die kleine Orga und sieht ganz genau, wie sehr sie sich den Arsch aufgerissen haben.

  5. #5
    bradley
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    War bisher nur auf kleineren (hier: unter 500), allerdings reizt mich das EE als einziges Großcon schon sehr und würde mich daher freuen wenn diejenigen die schonmal da waren dazu ihre Erfahrungen etwas ausführen.

  6. #6
    Maria
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    1. EE ist das von der Spielerausrüstung her "schönste" Großcons. Bösartig formuliert: Es ist das Con der Gewandungsfanatiker.
    Es gibt zwar keine eindrucksvollen Großbauten wie auf DF und CoM, aber dafür jede Menge Ambiente ganz unterschiedlicher Art, sei es der Elfenwald, die Zugbrücke, die Fluchtburg des Norrelag, die Kapelle des Pilgerlagers etc.

    2. EE ist das kampftechnisch härteste Großcon, die SL greift so gut wie nicht ein, daher muss man sich schon genau überlegen, ob man sich reinwirft. Kampfart mit Kopfschlägen, Infight, über Mauern klettern etc. ist normal.

    3. EE hat keine Spielerbeschäftigung orgaseits mehr, seit der Theki-Olympic-Games-Plot gekippt wurde, d.h. die einzelnen Lager haben eine viel stärkere Verantwortung, selbst für Spielangebote zu sorgen.

    4. EE ist das Con der Konzeptlager. Ob du Spaß haben wirst, hängt ganz klar mit deiner Identifizierung mit einem der Themenlager zusammen.

    5. EE ist ein kleines Großcon. Da auch die Lager über das Utopion verteilt liegen, fallen die 800-1000 Leute nicht so sehr auf. Die Menschenwellen wie auf DF und CoM in der Endschlacht gibt es nicht.

    6. Das EE hat fast keine Händler. Verglichen mit DF und noch mehr CoM sind die Larp-Shopping-Möglichkeiten ein Witz.

  7. #7
    Nount
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    Zitat Zitat von Quin Beitrag anzeigen
    Von daher könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere LARPer, der "High-End"-Kulissen und -NSC-Gewandungen, professionelle Licht- und Soundeffekte und detaillierte Lager- und Stadtaufbauten von Großcons gewöhnt ist, auf kleineren, weniger professionellen Cons möglicherweise enttäuscht ist oder sich zumindest nicht so sehr in ein Fantasysetting reinversetzen kann wenn er den klassischen Foliendungeon betritt und ihm eine Horde mittelmäßig ausgestatter NSC auflauert.
    Ich habe es bisher genau umgekehrt erlebt - nämlich, dass kleinere Cons besser ausgestattet sind als Großcons.

    Meine Statistik: Ca. 80-100 Cons in den letzten 10,5 Jahren, davon an Großcons: 1x Drachenfest, 1x Epic Empires, 3x Zeit der Legenden (falls das als Großcon zählt).
    Manövertage und Turniertage zähle ich nicht zu Großcons - warum, schreibe ich unten.

    Auf Großcons braucht man aufgrund der Masse an Spielern eben auch Massen an Kulissen - da ist auf kleinen Cons das Verhältnis Orga/SC besser. Klar, es gibt immer engagierte Spieler/NSCs auf Großcons, aber die gibt es auf kleinen Cons genauso, und auf letzteren ist die Atmosphäre m.E.n. viel dichter. Außerdem stört mich auf Großcons die VIP-Situation, deshalb bin ich da nicht öfter zu finden.

    Zur Definition: Für mich ist ein Großcon nicht nur durch die Teilnehmeranzahl definiert - die Turniertage/Manövertage z.B. sind eher kein "Großcon", sondern nur ein normales Ambiente-Con mit vielen Teilnehmern, das mit DF oder CoM sehr wenig gemeinsam hat.
    Großcons zeichnen sich m.M.n. auch durch verschiedene Lager und damit eine bestimmte Struktur aus.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  8. #8
    Gerwin
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    Als jemand der sowohl kleine als auch größere Veranstaltungen besucht hat, kann ich sagen, dass die "Spezialeffekte" oder (angeblich) besser ausgerüstete NSC für mich persönlich keine Rolle spielten. Ausschlaggebender Vorteil von Großcons ist einfach die Vielzahl von Spielmöglichkeiten. Je kleiner die Veranstaltung, desto größer die Wahrscheinlichkeit dass sich schon alle kennen. Und das führt oft zu nahezu inzestiösen Converhalten, bei dem auch oft das "haben wir schon immer so gemacht" Prinzip gilt.

    Eine kleinere Veranstaltung wird, in meinen Augen, dann interessant, wenn man bereit ist, sich in den entsprechenden "internen Kreis" einzufügen. Es gibt halt weniger Möglichkeiten einem ungewünschten Spielstill auszuweichen. Wenn IT-Papst XY feststellt, dass Kampfweise Z voll gefährlich ist, dann gilt das meist für das ganze Con. Auf Großcons geht man halt hundert Meter weiter, und gut ist die Sache.

    Der theoretische Vorteil guter Kleinveranstaltungen ist für mich eine eher geschlossene IT-Welt. Der Veranstalter hat größere Möglichkeiten auf die entsprechenden Charaktere schon bei der Anmeldung Einfluss zu nehmen. Dinge die "nicht unbedingt" in mein Fantasyverständnis passen (Dämonen, Vampire, Werwölfe nach WoD, die meisten Tierwesen) sind gefühlt tatsächlich seltener. Auch ist der Plot meist "überschaubar". Wenn man die richtige Gruppe hat (oder IT findet) würde ich eine Kleinveranstaltung meist vorziehen.

    Der große Nachteil vieler Kleinveranstaltungen (für mich) ist, sie spielen ihre Vorteile nicht aus. Oft kommen dann doch eigenartige Konzepte zusammen, weil irgendwer "die Orga kennt", "die Freundin von XY ist" oder sonstwie den "ich mach dass hier schon seit Jahren" Joker ausspielen kann.

    Kurz gesagt: Wenn ich entsprechend Zeit mit der Conauswahl verbringen will, und auch bereit bin, das Risiko des "Totalreinfalls" zu tragen, dann ziehe ich eine Kleinveranstaltung vor. Geht es mir vor allem darum Anschluss an neue Leute zu finden, realistisch (und hart) zu kämpfen, am Abend einen in der "Stadt" zu heben und ist mir der Plot im wesentlichen egal (kurz gesagt Larphooligantum) dann wähle ich eine Großveranstaltung.

  9. #9
    Jeremias
    Jeremias ist offline
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    Ich gehe definitiv anzahlmässig auf mehr kleine Cons, habe aber eine erkleckliche Grosscon-Erfahrung: 10x DF (SL bzw. Funkstelle), 5x ZdL (SL), 4x NO/CoM (2xSC, 2x NSC). An kleineren Cons habe ich wahrscheinlich mehr als 100 Cons seit 2002 mitgemacht, und habe selber ca. 2 Dutzend Cons mitgestaltet.

    Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal seit 2006 auf ein Grosscon als SC gehen, nämlich das ZdL. An sich finde ich Marias Punkte entscheidend: Auf kleineren Cons kann man mehr persönliche Heldenmomente erleben (Hunderte Orks auf dem Barai, Dämonenexorzismus auf dem Schwarzen Mond, etc.), auf grossen Cons habe ich als Aussenstehender oft das Gefühl, dass man mehr den Big Playern unterworfen ist. Was ich denen nicht neide, aber es reizt mich dann halt nicht. Ausserdem ist oft die Spielerschaft homogener und die Orga ansprechbarer als das naturgemäß auf den grossen Cons der Fall sein kann.

  10. #10
    bogenschütze
    bogenschütze ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von bogenschütze

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    Ich war noch nicht auf vielen Cons. Einmal CoM, zwei mal DF und sonst nur ein paar mal im Wald gekloppt. Ich bastle meist...
    Gruß, Bogenschütze

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