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  1. #1
    Ferenz
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    Grünschnabel

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    Wo Kleidung kaufen? Fürst im Sommer

    Hallo zusammen,

    ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Ich benötige Sommertaugliche Kleidung für meinen Charakter.

    kurz zum Charakter:
    Ich spiele den Fürsten in unserer kleinen Larp-Gruppe bestehend aus 3-4 Leibwächtern, einer Köchin und einer Schneiderin. Das Fürstentum an sich ist relativ klein und unbedeutend weswegen ich auch nicht so unter den anderen Adeligen, welche sich auf einem Con herum treiben heraus stechen möchte.

    Wir spielen dieses Konzept seit Oktober 2013 und haben auch schon in Schnee und Regen mit unserer Kleidung durchgehalten. Nun habe ich jedoch das Problem, dass der Sommer kommt und ich leider nicht weiss wo ich eine passende Kleidung beziehen soll. Ich hätte gerne, kurze, luftige Klamotten die trotzdem gut aussehen.

    Ich dachte an ein schönes Hemd, eine passende kurze Hose, ein Barett und Lederstiefel mit langen strümpfen und ein paar weitere Accessories. Alles zusammen schön Farbenfroh.

    Leider finde ich nur Kleidung die aussieht als wäre sie aus Plastik oder aber sie ist dick, gefüttert und ich würde bei hohen Temperaturen wohl innerhalb weniger Minuten dahin schmelzen.

    Ich bin nicht neu im Larp, jedoch neu in der Rolle als Fürst und darum bitte ich Euch mir etwas unter die Arme zu greifen! (auch falls ich absolut falsche Vorstellungen vom Erscheinungsbild eines Fürsten habe).

    Für Hemd und Hose wollte ich zusammen nicht mehr als 200 euro ausgeben.

    Lg Ferenz

  2. #2
    Sadayori
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    Hallo Ferenz! Zunächst eine Anmerkung, die nichts mit deiner eigentlichen Frage zu tun hat... Es wäre bei dem von dir beschriebenen Gefolge meiner Meinung nach besser, wenn du dich nicht als "Fürst" bezeichnen würdest, jemand so hochrangiges hätte vermutlich mehr Leute dabei und an einen Fürst würde ich auch wesentlich höhere Ansprüche an Gewandung und Ausrüstung stellen. Sei lieber ein Ritter! Dann muss deine Gewandung auch nicht zu protzig sein.

    Zu deiner eigentlichen Frage: kurze Hose geht zumindest bei mittelalterlich angelehnter Darstellung gar nicht, erst recht nicht als Adliger. Da sind kurze Ärmel schon grenzwertig, die fände ich persönlich aber noch vertretbar. Habt ihr euch ungefähr an eine irdische Zeit angelehnt? Dann kannst du dich an der Mode dieser Zeit orientieren. Falls es mehr "Fantasy" und historische Korrektheit egal ist, würde ich als Grundgerüst zu einer Hose und einer Tunika aus Leinen raten. Die Tunika würde ich recht lang machen, mindestens bis zum Knie, eher noch 10-20 cm länger. Leinen trägt sich im Sommer angenehm. Darüber würde ich noch ein ärmelloses Oberteil ziehen, entweder vorne offen und mit Knöpfen / Haken und Ösen zum Verschließen, oder auch vorne geschlossen. Das würde ich aus dünner Wolle machen, im Idealfall mit Leinen gefüttert. Wolle sieht einfach etwas edler aus und fällt besser, das wirkt mehr nach Adel. Mit einer Schicht Leinen drunter geht das auch im Sommer.

    Solche Kleidung kann man aber kaum von der Stange kaufen, also musst du selber schneidern oder schneidern lassen. Google mal "LARP Schneider", da findest du sicher genug websites.
    "Wenn ich doch nur ein Schwert hätte!"

  3. #3
    Ferenz
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    Grünschnabel

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    Hallo Sadayori,

    vielen Dank für deinen Hinweis! Gibt es etwas gleichwertiges zum Ritter das auch ohne Rüstung und Schwert auskommt? Mein Charakter selbst besitzt zwar Land und Untergebene, ist jedoch kein Krieger.

    Der Kleidungsstil sollte 15/16 Jahrhundert sein. Jetzt wo ich etwas spezieller weiss, wonach ich suchen muss, fällt es mir schon leichter danke dir!

  4. #4
    Cartefius
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    Schwierig, das ganze kommt ja auch stark darauf an, was so der allgemeine Stil eurer Gruppe ist, und was du an sonstigen Ausrüstungsgegenständen hast: Adlige gibt es im Larp ja sowohl mit Pelz und Wikinger-Tunika als auch mit barockem Gehrock.

    Ganz allgemein würde ich für so ziemlich alle Stilrichtungen eine Bekleidung nur mit Hemd und Hose nicht für sinnvoll halten, das Hemd alleine ist halt eher "Unterwäsche". Ob man da zu einem langen Obegewand aus leichtem Stoff greift oder zu etwas kurzärmeligen wie einem Gilet ist Geschmackssache, und meiner Erfahrung nach kommt man auch mit langer Kleidung im Sommer erstaunlich gut klar, wenn sie aus den richtigen Materialien (Wolle und Leinen) besteht.

    Das Hauptproblem ist: Kleidungs aus solchem Material bekommt man nur schwer als Stagenware, wie du schon angemerkt hast ist das oft billiges Kunstfaser- oder maximal Bauwollzeug, und mit Teilen, die herausragend "fürstlich" aussehen ist es noch schwieriger. Im Notfall würde ich da den Hauptteil des Geldes in das Oberteil stecken, und bei Hemd und Hose auf günstigere Lösungen zurückgreifen.

  5. #5
    Cartefius
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    Ah, da war ich schon zu spät, aber Sadayori hat ja im Prinzip schon das gleiche geschrieben. :-)

    Bei Kleidung des 15ten und 16ten Jahrhunderts würde man normalerweise die Kombination Hemd-Hose-Wams tragen, wobei die Ausführung sich je nach Zeit unterscheidet. Als Inspiration mal ein paar Bilder von einem Schneider, der Sachen aus dem Zeitraum anfertigt:
    http://www.medievaldesign.com/eng-pr...form_chiave=29
    Ganz am Ende dieser Epoche, wenn es Richtung Tudorstil geht, tauchen auch langsam Kniebundhosen auf, wie man am ersten Beispiel auf der Seite sehen kann.

    Das Problem ist: Sachen aus der Epoche gibt es eigentlich gar nicht von der Stange, nichtmal als grobe Annäherung.

  6. #6
    Ferenz
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    Danke dir, der link ist gut und ich habe auch schon ein paar Dinge gefunden die mir gefallen. Vielleicht lässt sich ja was in Rücksprache mit einer Schneiderin die ich kenne machen Um günstiger dabei weg zu kommen.

    Ich denke das wichtigste wird wohl wirklich ein schönes Obergewand sein, wie du bereits sagtest.

  7. #7
    Tee
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    Um dich endgültig zu verwirren noch ein anderer Ansatz:
    Stell dir eine sehr, sehr weites Gewand mit langen, weiten Ärmeln vor.
    Das ist wenn du einen feinen leichten Stoff nimmst, im Sommer sehr luftig (da kannst du auch nur ganz wenig drunter tragen, wenn es sehr heiß sein sollte .)
    Ein Konzept mit langen, anliegenden Strümpfe und Stiefeln halte ich nicht für das Nonplusultra einer Sommerklamotte.

    Und eine übergroße Menge Stoff macht einfach mehr her als wenn man nur ein bischen oder nur gerade so die nötige Menge Stoff nimmt ( ein Problem warum viele Klamotten von der Stange - abgesehen vom Material- billig wirken). Nimm das dünnste und leichteste Material das du finden kannst, aber davon jede Menge: Leinen-Voile, ganz dünner Baumwollbatist, Halbleinen oder wenn du es ganz edel willst Seidenchiffon.... Nimm lieber einen günstigeren Stoff (nix glänzendes, möglichst kein reines Polyester) aber davon doppelt bis dreimal soviel. Weiße Naturstoffe kannst du auch einfärben, falls sich nichts in der gewünschten Farbe findet.

    Ich könnte mir etwas wie eine nur locker gegürtete Houppelande luftig genug vorstellen (ist zwar eher Anfang bis Mitte 15Jhd. als Ende, aber was solls. So genau scheint ihr ja nicht festgelegt zu sein, ist er halt ein bischen altmodisch im Sommer). Da brauchst du eigentlich nix großartiges mehr darunter und ein paar leichte Schuhe tun es auch.

    Falls du mehr Details willst kann man z.B. mit Biesen/Falten arbeiten, Partien smoken, extra aufbauschen oder schlitzen. Das sind alles Techniken, die zeitaufwendig sind, aber durch die zusätzliche Bearbeitung des Grundmaterials schon viel zur hochwertigen Ausstrahlung beitragen.

    Falls deine Hofschneiderin auch im richtigen Leben nähen kann, kriegt sie das sicher hin. Und wenn sie sich unsicher ist helfen wir gerne.

  8. #8
    Ferenz
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    Grünschnabel

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    Danke für den Tipp. Dass viele Stoffe kühl halten kann ich mir gut vorstellen (Beduinen). Sowas wäre natürlich auch sehr angenehm Ich muss mal schauen ob ich das hinbekomme, so dass es gut aussieht. Hach so viele gute Ideen, echt nicht leicht sich zu entscheiden

    Gab es eigentlich noch andere Hüte für Ritter außer das Barett? Ich sehe selten etwas anderes als dies auf Cons.

  9. #9
    Cartefius
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    Natürlich, die Anzahl an spätmittelalterlichen Hüten ist geradezu unübersichtlich groß, und auch wenn das Barett zu einigen Renaissance-Moden passt, so ist das "historische" Barett auch etwas anderes als das typische Larpshop-Barett das man im Larp so häufig sieht.
    Um mal ein Einstieg zu liefern:
    http://www.diebehueterin.de/index1280.html

  10. #10
    Ferenz
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    Grünschnabel

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    wow, ich glaub zukünftig wird meine Schneiderin einen Bollerwagen mit einer Hutsammlung hinter mir herziehen!

    Ich glaub ich mag die italienische Mode, in beiden Links die du mir geschickt hast.

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