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  1. #1
    Drogoth
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    Konsequentes handeln bei Soldverweigerung?

    Aus gegebenem Anlass frage ich einmal in die Runde, was ihr für mögliche IT Konsequenzen in betracht ziehen würdet, wenn einem Söldner nach erfolgreichem Soldverhältnis sein Sold verweigert wird.
    Er kann diese Situation ja nun nicht auf sich sitzen lassen, denn sonst könnte sich herumsprechen, dass man nichts zu befürchten hat, wenn man ihn Prellt.
    Diverse Varianten von "Mordor-Inkasso" bis hin zu aktivem Rufmord und Attentaten bin ich bereits durchgegangen, aber was für Möglichkeiten haltet ihr für Larptauglich?

    Beispiel für solch eine Situation: Eine einflussreiche Edeldame heuert einen Söldner als Leibwache an. Auf die Frage hin, was denn nun langsam einmal mit seiner Soldzahlung wäre, erwidert sie damit, dass es eine Ehre sei für sie zu arbeiten, wie er denn dazu käme Sold zu erwarten. Direktes Handeln wäre aufgrund ihres Einflusses und der Umgebung Selbstmord, und so ist der Söldner vorerst gezwungen sich damit abzufinden und ihm Nachhinein einen Plan zu entwickeln ihr diese Beleidigung heimzuzahlen.
    Geändert von Drogoth (21.05.2014 um 12:09 Uhr)
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  2. #2
    Xram
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    Also ich würde folgendermaßen Handeln:

    a) Edeldame umschnitzen und stiften
    b) Edeldame als Geisel nehmen und Lösegeld fordern
    c) Den Tag abwarten und in der Nacht plündern und alternativ umschnitzen

    Kommt aber auch auf deinen Charakter an, wenn er ein gutgläubiger Idiot ist, dann muss man ja (ot) damit rechnen dass das passiert und it ist es dem Charakter dann zwar nicht recht, aber er schiebts auf seine Gutgläubigkeit.

    Wenn es ein hartes Söldnerschwein ist, würde ich konsequent handeln.

  3. #3
    Dutch
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    Die Rahmenbedingung ist "Direktes Handeln wäre aufgrund ihres [der Edeldame] Einflusses und der Umgebung Selbstmord,"
    Die genannten Varianten a) bis c) ignorieren die grundlegende Rahmenbedingung, sind InTime also nicht konsequent sondern unlogisch. Die "Konsequenz" ergibt sich nur aus der OutTime-Überlegung, dass man nach vollbrachter Extrem-Reaktion einfach mit dem Charakter in den Wald läuft, sich vielleicht noch eine halbe Stunde vor Verfolgern versteckt, und dann mit gekreuzten Armen grinsend wieder vor die Mitspieler tritt. Motto: "Ätsch, ihr habt mich nicht gekriegt."

    Konsequent wäre z.B. das Anrufen von bespielbaren InTime-Instanzen, wie z.B. eine Söldnergilde. Man kann auch versuchen, sich mit anderen Söldnern zu organisieren und Druck aufzubauen. Man kann auch versuchen, den Ruf besagter Edeldame mit Intrigen zu beschädigen, damit sich eine Mehrheit von Charakteren bereits ist, für das Problem des Söldners einzutreten. Das halte ich für konsequentes verhalten, das zugleich auch für eine größere Anzahl Spieler Spiel erzeugt.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  4. #4
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Dutch Beitrag anzeigen
    Konsequent wäre z.B. das Anrufen von bespielbaren InTime-Instanzen, wie z.B. eine Söldnergilde. Man kann auch versuchen, sich mit anderen Söldnern zu organisieren und Druck aufzubauen. Man kann auch versuchen, den Ruf besagter Edeldame mit Intrigen zu beschädigen, damit sich eine Mehrheit von Charakteren bereits ist, für das Problem des Söldners einzutreten. Das halte ich für konsequentes verhalten, das zugleich auch für eine größere Anzahl Spieler Spiel erzeugt.
    Das, eben lokal verfügbare Mittel nutzen (Ein Gericht, ein Herrscher, eine Gilde), um so Gerechtigkeit zu erlangen, oder eben Rufschädigung (von Briefen an die Freunde der Dame bis zum Anheuern eines Ausrufers), sind die Mittel, die man da mMn am besten - und problemlosesten - einsetzen kann.

    Einen anderen Charakter wegen Zahlungsunwilligkeit einfach töten halte ich für keine sonderlich spielfördernde Variante, ebenso das anheuern von Auftragsmördern. Diese beiden Varianten erfordern, um keinen OT-Ärger zu schaffen, schon die richtigen Leute im richtigen Spielumfeld. Ein Auftragsmörder könnte ja z.B. erstmal subtile Hinweise hinterlassen, daß es ja nicht so weit kommen muß, wenn jemand noch flott seine Schulden begleicht. Und das "umschneiden" ist bei generell "rauheren" Charakteren auf einer Con bzw. in der Hintergrundwelt sicher eher drin als z.B. auf einem üblichen Adelige-und-Knechte-Setting.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    Chevalier
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    Daraus lernen und sich künftig nicht mehr ausschließlich hinterher ausbezahlen lassen. Offenbar wurde der Dame nicht vorher die Bedingungen des Dienstverhältnisses klar gemacht. Und da würde ich sagen sit der Söldner selbst schuld. Natürlich würde ich das Dienstverhältnis sofort beenden, da ihr "Ehre sie bewachen zu dürfen" mit meinem "Ehre von mir bewacht worden zu sein" abgegolten ist. Und zwar egal wo. Und wenn sie alleine im Wald zurückbleibt.

    Die vexinischen Spießersöldner haben einen Artikelbrief. Der wird dem Soldherren vorher verlesen. Darin heißt es unter anderem:

    "Sie sind verpflichtet, sieben Tage zu dienen bei einem Sold von vier vexinischen Centime (Anm.: was einem vexinischen Centime entspricht ist Verhandlungssache, wird aber meist mit 1 Centime = 1 Kupfer übersetzt) pro kämpfendem Kopf wovon die Hälfte zur Anstellung gezahlt wird. Sie sollen auch Geduld haben, wenn sich die Auszahlung des Restsoldes bis zu einem halben Monat verzögert, und daraus kein Recht herleiten, Wach- oder Kriegsdienst zu verweigern. Der Capitaine erhält für die Dauer seines Dienstes den doppelten Sold."

    Damit kriegt man einen vergleichsweise guten Lohn offiziell, wobei durch die Endklausel ggf. auch Leute, die nicht so viel Kupfer haben um 10 Söldner auf einmal die volle Summe bezahlen zu können einen Auzsweg haben, ohne dass wir leer ausgehen, weil wir vorher eben die Hälfte schon ausgezahlt bekommen haben.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  6. #6
    Calum MacDaragh
    Calum MacDaragh ist offline
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    Die Edeldame zahlt nicht? Dann ist sie offensichtlich keine Adlige, sondern eine gemeine Betrügerin. Adlige sind gebildet und wissen daher natürlich, dass das Wort Söldner von dem Sold kommt, den man ihnen zahlen muss. Ehre gilt dem Adel viel, daher würde sich eine echte Adlige niemals bei so einer Soldprellerei erwischen lassen. Daher kann diese "Dame" also nur eine gemeine Hochstaplerin sein, die umgehend als solche bei den lokalen Autoritäten und am besten auch gleich der gesamten restlichen Bevölkerung als solche gemeldet werden muss. Die örtlichen Adligen sind sicher entsetzt, dass hier jemand ihren Stand in Verruf bringt und werden da bestimmt eine Summe für die Ergreifung der Betrügerin aussetzen. Die örtlichen Adligen sind gerade nicht erreichbar? Na dann handeln wir bestimmt in ihrem Sinne, wenn wir die Verhaftung der Betrügerin in vorauseilendem Gehorsam bewerkstelligen.

    Ich würde einfach soviel IT-Rabatz machen, dass die gute Dame freiwillig zahlt, um das Theater zu beenden.
    Na diobair caraid's a charraid!
    www.daracha.de

  7. #7
    Chevalier
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    IT würde das durchaus logisch sein, Calum, aber wir wissen doch alle OT: Leute, die so einen Dünnsinn verzapfen von wegen "eine Ehre sein sie zu bewachen ist Bezahlung genug" die sind auch ansonsten nicht in der Lage sowas richtig auszuspielen, wenn es daran geht sie für so ein handeln zu bestrafen. as habe ich einmal erlebt. Endete mit unendlichen Diskussionen darüber ob ein Adliger überhaupt irgendwen bezahlen muss...besonders wenn man OT gar kein IT-Geld für sowas dabei hat aber als Edeldame THEORETISCH natürlich reich genug wäre... buärks...
    ...
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  8. #8
    bradley
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    Also eine "Edeldame" die Söldner anheuert, ohne überhaupt IT-Geld zu besitzen, kann a) schon garnicht IT-reich sein und muss b) selbst wenn sie einen bestätigten Titel hat als Betrügerin angesehen werden, da sie Leute angeworben hat und von vornherein wusste, das sie diese nicht bezahlen kann.

    Die kann man aber dann auch nicht unter Druck setzen zu zahlen.

  9. #9
    Tee
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    Na ja, aber es gäbe ja auch so fantasievolle Strafen wie " mit Eselsohren geschmückt am Pranger stehen"...

  10. #10
    bradley
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    Auf das sie beim nächsten Con die Taschen voller Gold hat.

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