Dieser Beitrag wurde am 16. Juni 2007 in der Kategorie Cons, Larp allgemein eingereicht. Ihr könnt am Ende des Artikels einen Kommentar hinterlassen und den Beitrag bewerten. Die Trackback-URL für diesen Beitrag findet du hier
 

„Bring mich zu meinem Hut! Du …….“ , oder ein Conbericht aus Sichtweise eines NSCs Teil II

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Dies ist der zweite Teil des Conberichts von Yak, einem Gardisten der Latratores. Onnurth 2 ist ein Con der Würzburger SL, der einen Teil der Silbermeerkampagne darstellt. Schon der erste Teil sorgte für beträchtliches Amusements meinerseits und deshalb empfehle ich euch aus diesen Teil zu lesen. Passend zu dem Bericht gibt es bei den Latratores die Bilder des Cons.

„Bring mich zu meinem Hut! Du …….“ , oder ein Conbericht aus Sichtweise eines NSCs Teil II

Der Morgen bricht an und leichte Müdigkeitserscheinungen aufgrund einer durchzechten Nacht machen sich in meinen Knochen breit, als der Appell zum Aufrüsten durch das Lager erschallt. Die Kundschafter sind schon zurück und haben berichtet, dass die Eindringlinge (ich spucke auf den Boden), Fremde, ihr neubezogenes Land wohl nicht aufgeben wollen. Schnell werfe ich mir meine Rüstung über und überprüfe die Schärfe meiner Axt. Zufrieden grinsend reihe ich mich in die Formation ein und warte auf den Abmarschbefehl.
„Männer! Gestern haben wir unsere Forderungen klargemacht. Das ist unser Land! Das Land der weißen Hexe! Wollen wir uns das….“ Mit halbem Ohr folge ich der Rede unseres Hauptmanns, der uns auf die folgende Schlacht einstimmen will. Ich konzentriere mich lieber und überprüfe noch einmal den Sitz meiner Ausrüstung. Ungewollte Aufmerksamkeit richtet sich auf mich und ich werde in die Reserve eingeteilt. Reserve…klingt eigentlich ganz gut, da ich nicht damit rechnen muss meinen Kopf in der vordersten Reihe hinzuhalten. Wenn da nur nicht dieses „und die Reserve hält sich für Spezialaufträge bereit!“ gewesen wäre. In Blockformation marschieren wir ins Dorf ein und die Truppe teilt sich auf um möglichst wenig Angriffsfläche an den Flanken zu bieten. In der vordersten Reihe tat sich etwas, scheinbar Vertreter des Dorfes, die sich ihrer Lage wohl nicht so recht bewusst waren. „Reserve! Wegmachen!“ Ich schlucke einen Fluch hinunter und mein Trupp sprintet los. Leider können die Bauern entkommen und wir werden zurückbeordert. Im Dorf kann ich erste Trupps ausmachen die sich zusammenschließen um uns entgegenzutreten. Wir haben die Fremden unterschätzt und schon ist unsere Front in heftige Kämpfe verwickelt. Die linke Flanke droht zu fallen und wir preschen in die Reihen der Feinde um unseren Männern Zeit zum Formieren zu geben. Ich fluche als sich meine Axt in einem Schild verkeilt und spüre kalten Schmerz in meiner Seite. Stahl bahnt sich einen Weg durch mein Kettenhemd und mit zusammengebissenen Zähnen reiße ich meine Axt frei um sie noch einmal zu schwingen. Dann wird es dunkel.

Ich öffne meine Augen ….

Glaubt ja nicht, dass der simple Tod den Vertrag mit der Hexe beendet….

Mein Geist entschwindet…

Instinkte übernehmen die Kontrolle…..

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Kurzum, der 10 Uhr Angriff am Samstag endete durch vollständige Aufreibung unserer Truppen und wir zogen uns wieder ins NSC Lager zurück um die nächsten Schritte einzuleiten. Das lief dann erstmal so ab, „Wie wär’s, wollen wir nicht irgendein crazy Ritual mit einem Spieler abziehen und ihn dann ins Spielerlager zurück schicken?“. Unser Auftrag war es also dann einen Spieler aufzutreiben, was überraschend einfach war. Wir bildeten zwei Trupps die die Order hatten einen Spieler einzufangen und liefen los. Hierbei muss ich anmerken das wir immer einen Waldweg um das Gelände benutzten um das Gelände zu umlaufen und dann von Vorne auf das Spielergelände zu gelangen. Dieser Weg war allerdings intime, sowie der Wald außen herum. Bei der 10 Uhr Schlacht davor ist die ganze Armee mit gekreuzten Armen gelaufen und ich denke das die zwei Spieler, welche nun einfach auf dem Weg standen, deswegen dachten wir wären keine Gefahr. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht mehr weiß was wir genau mit dem Spieler angestellt haben, aber vielleicht kann sich ja einer der Nekromanten noch mal in einem Kommentar dazu äußern.
Dann war erstmal Pause bis zum späten Nachmittag, um den Spielern die Möglichkeit zu geben sich von der ersten Schlacht zu erholen. Die nächste Aktion war ein Sklavenhändler, welcher den Spielern seine Ware anbot. Nun ist es so, dass die Spieler den „Lichti“ (die Guten) Status verkörperten und da geht Sklaverei ja nun mal gar nicht. So wurden sie mehr oder weniger dazu forciert den Sklavenhändler um die Ecke zu bringen, was dann einen Fluch in Form einer Mumie auf den Plan rief. Ich muss wieder zugeben, dass sich mir ab und zu die Zusammenhänge nicht so ganz erschlossen, aber ich denke es ist einfach gut den Spielern ein wenig Action zu bieten. Danach war wieder Sendepause und am Horizont konnte man die ersten Anzeichen eines Gewitters ausmachen. Als nächstes stand wieder ein Großangriff auf dem Plan. Als wir dann auf Anweisung hin soviel wie möglich aufgerödelt hatten, brach die Hölle über uns herein. Das Gewitter war wirklich heftig und ohne Fenster, Hauswand und Dach über dem Kopf wirkt so etwas noch mal um einiges beeindruckender. Jedenfalls regnete es in Strömen und die doch beachtliche Ansammlung an Metall unter dem SL Zelt, wo sich alle NSC sammelten, begann einige Spieler aufgrund des heftigen Gewitters recht nervös zu machen. Etwas störend fand ich die NSC Einweisung der „Weiße Hexe“ Truppen, die, warum auch immer, im Freien stattfand.
Sobald der Regen jedoch ein wenig nachgelassen hatte, marschierten wir los und mit Blitz und Donner im Rücken marschierten Krieger der weißen Hexe, Untote, Nekromanten und Assassinen ins Spielerlager. Die Untoten hatten den Auftrag für Ablenkung zu sorgen, während die anderen Truppen Guerilla-Angriffe starteten. Ganz witzig ist hierbei mal wieder, dass Dunkelheit und „Psst, wer seid ihr?“ „Wer seid ihr denn?“ „Was, wer seid ihr?“ „Macht sie weg!“ dazu führte, dass der Trupp in dem ich war zwei unserer eigenen Assassinen umknüppelte. Obwohl wir die Order hatten nur „einmal“ am Leben zu sein, hatte es mein Trupp geschafft diverse Zelte, die intime waren, zu säubern und noch den Tempel der Spieler zu entweihen. Alles in allem ein sehr erfolgreicher Angriff.
Am Sonntag ging dann eine neue Phase los, der Obsidianer. Auf Onnurth ging es ja darum, dass sich die Weiße Hexe mit dem Drachen Aurum, dem Beschützer der guten um das Land kämpft und der Obsidianer, hatte wohl eine Möglichkeit gefunden wie man die Weiße Hexe bannen kann. Dazu mussten die Spieler 10 Fragmente zusammentragen, die das Artefakt bildeten. Das Ganze konnte natürlich auch gegen den Drachen eingesetzt werden, weshalb die NSCs parallel zu den Spielern auch in den Wald geschickt wurden um Fragmente zu suchen. Die Spieler hatten wohl schon Fragmente und haben mit Hilfe eines Rituals feine Linien sichtbar machen können, welche sie zu den restlichen Teilen führten. Die NSC dagegen hatten die Seele des Obsidianers auf zwei Nekromanten aufgeteilt, welche es ihnen ermöglichte die Teile zu finden. So zogen wir also los, mit ein wenig Vorsprung, und leider ging das erste von zwei Teilen an die Spieler, weil die NSCs und eine SL daran vorbeigelaufen waren und es einfach nicht entdeckt hatten. Die Aufgabe der meisten NSCs war es jedoch die Spieler durch plänkeln aufzuhalten und den Nekromanten mehr Zeit zu erkaufen. So ergatterten wir dann auch ein Fragment und nach dem Bericht eines Nekromanten gelang es ihnen nur im letzten Moment durch ein Ritual zurück ins NSC Lager zu teleportieren und vor den Spielern zu flüchten.
Da die NSC nun also von den Platten wussten und auch um ihr Geheimnis, war ein ausreichender Grund für die Endschlacht gefunden! Die Platten an uns bringen und den Drachen bannen. Als kleine Herausforderung packte die SL noch zwei Eiselementare oben drauf, welche 20 Treffer aushielten und nur magisch angreifbar waren. Leider ist so eine Schlacht mit Worten nur recht schwer zu beschreiben und meine Wenigkeit war schon nach 10 Minuten draußen. Ein paar Highlights gab es aber schon. Zum einen, hatten die Spieler eine recht passable Barrikade errichtet, welche wir gleich erstürmten und so ihre Barrikade in unsere verwandelten. Dann war da noch das Problem mit den Elementaren. Wie ich das mitbekommen habe hat nur ein Spieler eine magische Waffe dabei gehabt und die Magier haben den Ernst der Lage wohl nicht so recht erkannt, also SL Kommentar zum einen Elementar „Lass dich jetzt mal langsam fallen“ und das andere hat nach einiger Zeit ordentlichen Austeilens die Order bekommen sich gegen seinen Beherrscher zu wenden und den Spielern zu helfen. Was wohl aber die Spieler sowie die SL überraschte, war die Tatsache, dass einige NSCs es schafften alle übrigen Fragmente des Artefakts an sich zu bringen und damit zu flüchten………
Damit hatten die Spieler dieses Con verloren, da die NSCs nun den Drachen bannen konnten und die Weiße Hexe ungehindert schalten und walten durfte.
Die überlebenden Spieler, scheinbar waren die Charaktere von 2-3 Spielern intime ums Leben gekommen, wollten nun in einem verzweifelten Ritual versuchen doch noch an das Artefakt zu kommen. Aber so wie ich das mitbekommen hatte wollten sie einen Teleport ins Ungewisse versuchen und scheinbar auf die Milde der SL bauen. Diese machte ihnen jedoch mit Pyrotechnik klar, dass dieser Versuch nur den Tod aller bedeuten würde.
Wir NSCs waren natürlich in Feierstimmung und als Bauern ging es wieder ab in die Taverne! So saß die Latratores-Crew feiernd zusammen bis irgendwann einer unserer Truppe aus einem Rundgang aus dem Spielerlager zurückkam und erzählte, er habe den Überlebenden eine Mitfahrgelegenheit auf unserem Schiff angeboten….. Die Idee war eigentlich ganz gut und so hat uns die SL auch gleich ein Schiff zugesprochen.
Warum ich meinen Kapitän umgebracht habe, schließlich das Kommando über ein Schiff hatte, jedoch ganz alleine damit auf offener See war, der Motivator eine ganz fiese Sache ist und meine Latratores-Kollegen auf einem Schiff mit Ruderzombies davon segelten, ist eine andere Geschichte.
Es sei jedoch gesagt, dass die Spieler von der Insel fliehen konnten und wir alle noch eine Menge Spaß hatten!

Yak von den Latratores


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Ein Kommentar vorhanden

  1. Kommentar von zAc vom 19. Juni 2007 um 15:15

    Servus… ja, dem Spieler, dem wir (die Nekromanten) Blut abgezapft haben, ist leider nichts weiteres widerfahren. Wir hatten das zwar in der Hinterhand und wollten damit etwas anstellen, aber dazu ist es leider nicht gekommen. Tatsache war, das die die Spieler das Con haben aus dem Ruder laufen lassen, so dass die SL bemüht war den Verlauf wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Schad, wir hätten wirklich gerne ein nettes Ritual mit ihm gemacht :-)


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