Der kleine Larphelfer - Waffen und Rüstungen im Larp
Dies ist der dritte Beitrag der Larphelfer Reihe die sich hauptsächlich an Larpeinsteiger richtet und ihnen Hilfe und Tipps anbietet um in dieses schöne Hobby einsteigen zu können.
Waffen und Rüstungen sind genauso wichtig wie eine ordentliche Gewandung. Für den Anfänger wird sogar meist die erste Anschaffung eine Waffe sein. Allerdings ist eine Larp-Waffe nur von der Form her vergleichbar mit einer Richtigen Waffe aus Metall. In diesem Artikel gehe ich auf die verschiedenen Angebote an Waffen und Rüstungen ein und gebe ein paar Tipps und Hinweise. Im Anschluss auch ein paar Links, die Anleitungen zum selber Bauen geben.
Eine Waffe im Larp ist nicht dazu da einen Gegner real zu verletzen, sondern um einen Treffer im Spiel deutlich zu machen. Ähnlich wie beim Gotcha (Paintball) spürt man den Treffer und kann so leichter darauf reagieren (Verletzung ausspielen). Die Treffer sind jedoch nicht annähernd so fest und schmerzhaft wie beim Paintball. Um das umzusetzen stellt man die Waffen aus Schaumstoff her, mit einem Kern aus einem Fieberglasstab um dem ganzen Formstabilität zu geben. Der Kernstab ist aber auch schon wieder ein Problem, da man sicher gehen muss, dass er nicht durch den Schaumstoff austritt und den Mitspieler verletzt. Deswegen ist das Stechen oder Werfen mit einer Larpwaffe die einen Kernstab enthält streng verboten. Für so etwas gibt es extra Kernstablose Waffen wie Wurfdolche, Wurfsteine, ….
Eine einhändig geführte Waffe macht im Larp einen Schadenspunkt, d.h. dass sie entweder einen Punkt vom Rüstungsschutz abzieht oder, falls die Rüstung schon kaputt ist oder eine Stelle getroffen wurde an der man keine Rüstung trägt, die Waffe macht einen Schaden den man sich von seinen Lebenspunkten abzieht und welchen man wie eine Verletzung ausspielen muss. Bei einem Armtreffer benutzt man den Arm nicht mehr, lässt ihn nutzlos herabhängen. Ein Beintreffer führt zu humpeln, etc. Eine zweihändig geführte Waffe verursacht 2 Punkte Schaden. Fernkampfwaffen wie Bogen, Armbrust oder Wurfmesser verursachen einen Punkt Schaden der je nach Waffe und Regelwerk sogar bestimmte Formen von Rüstung ignorieren kann. Bei allen Waffen gibt es nocheinmal Unterschiede in der Ausführung je nach Rasse, Klasse und auch oft Kultur wie beispielsweise Elf oder Ork, Söldner oder Ritter, Römer und Kelten.
Ganz klar ist die bekannteste Form der Waffe im Larp das Schwert . Das Schwert in seiner Grundform existiert in vielen verschiedenen Ausführungen, als Dolch, Wurfmesser, Kurzschwert, Langschwert, Rapier, Säbel, Degen, Anderthalb-Händer und Zweihänder.
Desweiteren gibt es noch Äxte und Hämmer in allen möglichen Einhand- oder Zweihandausführungen.
Eine kompliziertere Sache ist da schon die Stangenwaffe. Ein Speer ist ja eigentlich eine Stoßwaffe, aber im Larp ist dieses nunmal verboten. Man kämpft mit diesen Waffen eher wie mit einer Sense. Diese Waffen solltet ihr euch erst einmal im Einsatz auf einem Larp ansehen bevor ihr euch für solch eine Waffe entscheidet.
Die Fernkampfwaffen kann man in Projektilwaffen oder Wurfwaffen unterscheiden. Armbrust, Bogen und Blasrohr oder Wurfmesser, Wurfstein und Wurfaxt. Es gibt aber auch Latex-Bierkrüge oder Wurfschädel. Man muss nur etwas suchen. Wurfwaffen dürfen keinen Kernstab enthalten und bei Projektilwaffen muss man darauf achten, das sie eine maximale Zugkraft von 20-30 lbs., das entspricht etwa 9 bis 13 kg nicht überschreiten. Desweiteren müssen die Pfeile oder Bolzen, welche ja einen starren Schaft besitzen, an der Spitze durch einen durchstoßsicheren gepolsterten Kopf gesichert sein. Ich empfehle hier sich diese Projektile bei bekannten Händlern zu kaufen und diese nicht selber zu bauen, da hier für mich Sicherheit vor Kostensparen geht und man den Pfeil oder Bolzen eben nicht kurz vor dem Ziel abbremsen kann wie bei einer Nahkampfwaffe.
Die Rüstung im Larp hat einen anderen Stellenwert im Larp. Im Gegensatz zur Waffe, die weit weniger wiegt als eine reale Waffe, soll die Rüstung möglichst realistisch sein und auch ein entsprechendes Gewicht besitzen. Während man sich also seine Fertigkeiten im Kampf selber durch Training erarbeitet, ist es bei Rüstungen so, dass man das Gewicht ertragen muss wenn man einen Rüstungsschutz haben will. Hier muss man eben abwägen zwischen Bequemlichkeit und Rüstungsschutz.
Grob kann man die verschiedenen Rüstungen in Lederrüstung, Kettenrüstung und Plattenrüstung einteilen. Die Rüstungsschutzzonen kann man in Kopf, Torso, Ober- und Unterarme sowie Ober- und Unterschenkel einteilen. Je nachdem welche Art von Rüstung man an welcher Zone trägt erhält man einen Gesamtrüstungsschutz, der sich aus den Einzelwerten zusammensetzt. Diesen hat man der Einfachheit halber überall wo man ein Rüstungsteil trägt. Treffer werden dann vom Gesamtrüstungsschutz abgezogen, bis dieser auf 0 gebracht wurde. Danach geht es an die Lebenspunkte. Eine weitere Möglichkeit seine Lebenspunkte zu schützen stellt der Schild dar. Dieser hat jedoch keine Rüstungspunkte welche zum Gesamtrüstungsschutz dazu gezählt werden, sondern er besitzt ein gewisses Kontingent an Trefferpunkten die er aushält bevor man ihn ablegen muss.
Warum ist es so schwierig für Neueinsteiger gute Larpshops zu finden?
Und bevor es ans Selbermachen geht:
Larp Waffen auf Larp-schwert.de
Larp Rüstungen auf Larp-ruestung.de
Larp Lederrüstungen von Lederjoe
Larp Waffen und Rüstungen von Ars United
Larp Ausrüstung von Leuengold
Hier könnt ihr auch weitere Larp Händler finden
Wer sich nun also die Arbeit machen will sich seine Larp Ausrüstung selbst herzustellen, der findet im Forum Zahlreiche Tipps unter Bauanleitungen und Selbstgemachtes und kann auch eigene Ideen vorschlagen und diskutieren lassen.
Hier noch eine allgemein gehaltene Anleitung zum Larpwaffenbau auf Larpwiki.
3 Kommentare vorhanden



Der Artikel ist leider nicht allgemein gültig gehalten, sondern geht von der speziellen Sichtweise der Punkteregelwerke aus. Bei der DKWDDK-Spielphilosophie sieht die Welt dagegen komplett anders aus. Für Anfänger ist der Artikel daher nur eingeschränkt zu empfehlen bzw. mit Vorsicht zu genießen.
Gruß,
Section31
für Anfänger gänzlich ungeeignet!
Ich denke doch, dass dieser Artikel die vorhandene Situation im Larp sehr gut darstellt. Natürlich sollte man sich vor einem Con das dort verwendete Regelwerk durchlesen und entsprechende Abweichungen beachten, trotzdem wird es am Ende auf diese Grundlagen zurück kommen.
Die Aussage “Bei DKWDDK ist das komplett anders” kann ich hier nicht verstehen, da hier beim “Du Kannst Was Du Darstellen Kannst” auch ein Punktesystem eingesetzt wird. Außerdem schützt man sich hier auch mit Rüstung und verursacht den Schaden mit Waffen, welche entsprechende Schadenspunkte verursachen.
Einzig bei der Rüstung gebe ich zu, dass man hier auch eine Schaumstoffplattenrüstung anziehen könnte um bequem an die Rüstungspunkte zu kommen. Dies ist meist jedoch für Spieler verpönt und wird wenn überhaupt nur bei Nichtspielern eingesetzt.
Der Kommentar von Mo ist leider etwas dürftig und bedarf wohl noch einer Erklärung.