Thema: Befugnisse von Charakteren im fremden Land
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8138
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 09:34 Titel: Befugnisse von Charakteren im fremden Land |
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Erst einmal entschuldigung für den Titel, ich hab keine Ahnung ob der Anführungszeichen verträgt.
Ausgelagert aus dem "Inquisitionsthread":
| Zitat: | | Er hat dann natürlich keine speziellen Inquisitor-Befugnisse und sollte sich auch darüber im Klaren sein. |
Dass ist soweit richtig (oder auch nicht richtig). Ich bin immer noch der Ansicht dass Larps für gewöhnlich in einen Gebiet mit fehlender oder zumindest geschwächter Staatsgewalt, zumindest (!) aber ohne größeres stehendes Heer stattfinden. Von daher hat Befugnisse wer die Möglichkeit hat sich Befugnisse zu nehmen (und dass wäre der Kerl mit der größten, best(aus)gerüsteten Gruppe). Im Nachhinein kann man darauf natürlich noch immer auf anderen Cons reagieren. Eine Ansage wie "wir haben nun niemand um es durchzusetzen, nach eurer Abreise trefft ihr aber auf Vollstrecker XYZ und seine Mannen" fände ich nun eher störend. Ist aber natürlich Geschmack.
Aber du hast recht, Befugnisse alleine auf Grund der "Inquisitorstellung" gibt es in der Ferne. Die Befugnisse ergeben sich aber auch im eigenen Land nicht etwa aus dem Begriff "Inquisitor" sondern lediglich aus der Möglichkeit mit staatlicher Erlaubnis oder sogar Unterstützung gegen Ketzer vorzugehen.
Zum Vergleich:
Die Polizei die einer Demonstration gegenübersteht ist ernstzunehmen nicht gemäß irgendeines Gesetzes sondern wegen ihrer Möglichkeit notfalls auch mit Gewalt vorzugehen und wegen der Angst vor Strafverfolgung. Was passiert wenn die Polizei diese Befugnisse im eigenen Land NICHT mehr durchsetzen kann zeigen der 1. Mai in Berlin und einige Aufmärsche in Ostdeutschland eindrucksvoll.
ABER:
Das gilt (logisch betrachtet) generell für jeden Charakter in der fremde. Der Ritter in der fremde hat keinerlei Befugnisse irgendjemanden Befehle zu geben...AUSSER er bringt sein eigenes Gefolge mit. Es gibt somit kein "Gott gegebenes" Recht für fremde Ritter Schwerter zu tragen, Duelle zu führen und ähnliches...ausser dieses Recht steht JEDEN in diesen Land zu (zumindest meiner Meinung nach). Beleidigt mich nun ein Ritter/Adliger/sonstiger Anführer in seiner Heimat habe ich also in der Theorie jedes Recht diesen Menschen einfach einmal niederzuschlagen...schlicht weil er mich stört (selbiges gilt natürlich auch für die Gegenseite).
Ausnahme wäre hier wenn man sich (anders als ich dass für logisch halte) in jeden Larpland darauf geeinigt hat dass fremde Ritter mit besonderen Rechten ausgestattet werden die dem "einfachen Soldaten" nicht zustehen. Dann ist aber die Frage warum dass 1. nie festgehalten wurden und 2. nicht für Inquisitoren und ähnliches gilt.
Lange Rede (die einfach mal raus musste ) kurzer Sinn: Haben Charaktere im allgemeinen (ohne konkrete Ansage der Orga) in der fremde mehr Rechte als andere? Und wenn ja....welche? _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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inLarp

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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3541 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 11:10 Titel: Re: Befugnisse von Charakteren im fremden Land |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Das gilt (logisch betrachtet) generell für jeden Charakter in der fremde. Der Ritter in der fremde hat keinerlei Befugnisse irgendjemanden Befehle zu geben...AUSSER er bringt sein eigenes Gefolge mit. Es gibt somit kein "Gott gegebenes" Recht für fremde Ritter Schwerter zu tragen, Duelle zu führen und ähnliches...ausser dieses Recht steht JEDEN in diesen Land zu (zumindest meiner Meinung nach). |
Doch, genau auf das Gott gegebene Recht berufen sich aber Ritter nunmal. Adel, Geburt, Ausbildung usw.
Desweiteren reist ein Ritter, ausser er ist auf einsamer Queste, nicht eben alleine umher. Ein gefolge ist in meinen Augen, wie auch immer das Aussieht, Pflicht für einen Ritter. Ebenso ein Wappen, Schwert und eine möglichst schriftliche Legitimation Titel und Schwert zu führen. Denn der oftmals aufgeführte "Adelsbrief" bzw. "Ritterbrief" ist genau dies: eine Legitimation so aufzutreten, wie Adlige und Ritter das tun. Und der wird allgemein anerkannt. Entschuldige wenn wir nicht in modernen Zeiten leben, wo wir eine mittelländische Landkriegsordnung oder ähnliches haben. Hier zählen Überlieferungen und Traditionen, auch ohne dass sie alle aufgeschrieben wurden.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Beleidigt mich nun ein Ritter/Adliger/sonstiger Anführer in seiner Heimat habe ich also in der Theorie jedes Recht diesen Menschen einfach einmal niederzuschlagen...schlicht weil er mich stört (selbiges gilt natürlich auch für die Gegenseite). |
In seiner Heimat? Der des Ritters? Ansonsten hast du als Nicht-Adeliger, wenn du einen Adligen schlägst überall auf der Welt im Fäntelalter mit einem zu rechnen: einer Strafe. Und die geht von Wehrgeld bis zur Schlinge um den Hals. Zumal ein Ritter eine Beleidigung nicht ohne Grund ausspricht. Ausser er ist der Rübenbaron, der mit Piratenkopftuch und anonym unterwegs ist. Den darfst du wegmachen. Eine legitimation seines Titels kann er dir ohnehin nicht zeigen.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Ausnahme wäre hier wenn man sich (anders als ich dass für logisch halte) in jeden Larpland darauf geeinigt hat dass fremde Ritter mit besonderen Rechten ausgestattet werden die dem "einfachen Soldaten" nicht zustehen. Dann ist aber die Frage warum dass 1. nie festgehalten wurden und 2. nicht für Inquisitoren und ähnliches gilt.
Lange Rede (die einfach mal raus musste ) kurzer Sinn: Haben Charaktere im allgemeinen (ohne konkrete Ansage der Orga) in der fremde mehr Rechte als andere? Und wenn ja....welche? |
Kurz: man hat sich allgemein darauf geeinigt. Schon deshalb, weil der normale Soldat weder Ausbildungstechnisch noch Rüstungstechnisch einem Ritter gewachsen wäre und der Ritter eben nicht alleine unterwegs ist (abgesehen davon dass ein SOLDAT ohnehin Mitglied einer offiziellen militärischen Einheit ist und dann der Ritter sowieso höchstens mit dessen Vorgesetzten sprechen würde). Allerdings wird der Ritter dort mehr und hier weniger davon Gebrauch machen. Ritter sind keine Idioten. Wenn er merkt, dass er in der Minderzahl ist mit seinen Absichten wird er die Klappe halten und seine eigenen Wege finden den Frechling durch seine Spießer verknüp...äh dann wird der komische Nicht-Adelige bestimmt einen Unfall erleiden.
Inquisitoren sind nicht von adligem Stand. Inquisitoren sind in aller Regel Kleriker und müssen nicht einmal geweiht sein. Oft sind es sogar Laien (siehe auch in Richtung Sigmar-Krieger vom Orden des Hammers, die nicht geweiht sind und dennoch Liturgien sprechen können!). Und auch Ritter haben, selbst wenn sie herrisch auftreten, vor Religion gleich welcher Art Respekt. Die schänden keine fremden Tempel in einem fremden Land, während sie mit dem Aufknüpfen aufständischer Bauern wenig Probleme haben.
Ein Inquisitor jedoch dient in erster Linie seinem Gott. und der wird in einem fremden Gott kaum der landeseigene Gott sein. Wenn er es ist erkennt man dort auch die Autorität des Inquisitors an. Ist er es nicht erwartet man vom Inquisitor die Klappe zu halten erstmal und den anderen, ggf. den Rittern, den Vortritt zu lassen. Das sind unausgesprochene aber allgemeingültige Regeln imho.
Die musst du nicht für logisch halten. Unlogisch ist vieles. _________________
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Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
DSA-GG&P2012 - Die große Kabinettstjoste 31.8. bis 02.09.2012
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Dossmo

Alter: 28 Anmeldedatum: 23.03.2011 Beiträge: 832 Wohnort: Dortmund
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 11:39 Titel: Re: Befugnisse von Charakteren im fremden Land |
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| Chevalier hat Folgendes geschrieben: | Doch, genau auf das Gott gegebene Recht berufen sich aber Ritter nunmal. Adel, Geburt, Ausbildung usw.
Desweiteren reist ein Ritter, ausser er ist auf einsamer Queste, nicht eben alleine umher. Ein gefolge ist in meinen Augen, wie auch immer das Aussieht, Pflicht für einen Ritter. Ebenso ein Wappen, Schwert und eine möglichst schriftliche Legitimation Titel und Schwert zu führen. Denn der oftmals aufgeführte "Adelsbrief" bzw. "Ritterbrief" ist genau dies: eine Legitimation so aufzutreten, wie Adlige und Ritter das tun. Und der wird allgemein anerkannt. Entschuldige wenn wir nicht in modernen Zeiten leben, wo wir eine mittelländische Landkriegsordnung oder ähnliches haben. Hier zählen Überlieferungen und Traditionen, auch ohne dass sie alle aufgeschrieben wurden. |
Und da haben wir nunmal oft das Problem. Adelsbrief? *pfff* Ist in der Satteltasche, respektiert meine Autorität, Gesindel!
Da macht man sich Mühe, malt für seinen Herrn in stundenlanger Arbeit so ein Ding, komplett mit Wappen, Ahnenreihe und dazugehörigem Behältnis, das der Knappe am Gürtel trägt und dann kommt Ritter Haumichtot von Spalthausen ohne jeglichen Beweis der Herkunft und verhält sich wie die Axt im Walde. Alles kaputt.
Allen vorangestellt sei auch der Hinweis, dass ein guter Ritterspieler sich an die ritterlichen Tugenden halten solle. Pöbeln, sinnloses Zerhacken von Mensch und Ding, Beleidigen und ähnliche Untaten sind damit ja schonmal per sè vom Tisch. Wenn mans richtig macht. Der Bettler kriegt keinen Tritt, sondern eine Münze und ein "(Hier bevorzugte Gottheit einsetzen) segne dich.".
Dazu kommt natürlich das Gefolge: null Gefolge vs. zwei Knappen, zwei Priester, vier Akolyten, Schmied, Koch, Herold und ein Trupp Soldaten. Und schon hat man die Autorität aus dem Hut gezaubert.
Allgemein würde ich sagen: Auftreten, Ausstattung und Gefolge kombiniert ergeben das Maß an Befugnissen, das man sich herausnehmen kann, wenn man in der Fremde unterwegs ist.
D.
p.s.: Ich hoffe, ich hab nicht allzuviel vom Cheavlier wiederholt  _________________ [Haralds Mutter] |
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stephan_harald
Alter: 43 Anmeldedatum: 18.12.2007 Beiträge: 1546 Wohnort: Essen
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 12:51 Titel: |
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Ich gehe mal von den Standard Cons aus wo ich so hingehe.
(max. 100 Spieler)
In der Regel kennen sich die meisten Spieler mehr oder weniger, und die Charaktere untereinander. Gehen wir auf ein COn einer Fremdorga, so gehen wir in einer größeren der kleineren Gruppe (klein 4-5 Leute)
Gehen wir aber mal vom Regelumfeld aus, so wird der, der Anführer der es schafft die meisten anderen Spieler um sich zu scharren, meistens ist das dann ein Ritter oder Äquivalent, gerne auch in Zusammen arbeit mit anderen Rittern. Die heuern dann ggf. auch Sölnder an.
Dieses in einem Fremden Land...ist bei mir im Umfeld eigentlich weniger die Regel. Meistens sind die Länder befreundet und man kennt sich. Ritter Kunibert aus Burgund, ist sagen wir mal in Danglar, Allerland, Vallconnan etc. gerne gesehen, war oftmals schon dort und wird respektiert.
Bei uns wird Adel, entsprechendes auftreten halt auch noch honoriert, bis hin zum Kniefall beim Gesinde. Allerdings steht man bei mir im Spielumfeld stark auf optische Reize. Sieht der Freiherr nach Freiherrr aus wird er so behandelt, steht der Herzog in Schnürlederhose und Piratenhemnd wird er als armer Irrer ausgelacht (es sei denn er hat 30 Mann Gefolge hinter sich, dann wird er aufgrund seines bescheidenen Modischen Geschmackes ausgelacht)
Alles in allem wird meiner Meinung nach dieses Ritter im Fremden Land und die Armee hinter den Hügeln deutlich überschätzt. Wir alle wissen OT, das natürlich immer und überall die landeseigene Ordnungsmacht visibel dargestellt toll wäre, aber eigentlich ausser in bestimmten Settings nur ein Traum ist.
So viele NSCs oder SPieler die Lust auf solche Charaktere haben bekommt man einfach nicht zusammen.
Vor allem würde dieses Setting für die Helden auch wenig Sinn machen, denn dann würde ja die Ordnungsmacht das ORk Problem lösen und nicht die Anwesenden Helden.
Ich würde mal nicht so viel mit IT-Logik argumentieren das macht wenig Sinn, in einem Setting wo MAgie normal ist, und neben Zwergen auch Drachen auftauchen können, und eine Muskete weniger Schaden macht als ein Flitzebogen, oder max. den gleichen. |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8138
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 12:59 Titel: |
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Ich fasse mal
| Zitat: | | Schon deshalb, weil der normale Soldat weder Ausbildungstechnisch noch Rüstungstechnisch einem Ritter gewachsen wäre und der Ritter eben nicht alleine unterwegs ist (abgesehen davon dass ein SOLDAT ohnehin Mitglied einer offiziellen militärischen Einheit ist und dann der Ritter sowieso höchstens mit dessen Vorgesetzten sprechen würde). Allerdings wird der Ritter dort mehr und hier weniger davon Gebrauch machen. Ritter sind keine Idioten. |
Und
| Zitat: |
Allgemein würde ich sagen: Auftreten, Ausstattung und Gefolge kombiniert ergeben das Maß an Befugnissen, das man sich herausnehmen kann, wenn man in der Fremde unterwegs ist. |
zusammen. Und würde dem im allgemeinen Recht geben. Ein Ritter kann aufgrund überlegener Ausrüstung, entsprechenden Auftreten und dem nötigen Gefolge durchaus (auch in fremden Ländern) eine Authoritätsperson sein. Dann hängt dass ganze aber nicht am Begriff Ritter sondern erneut an der Möglichkeit die entsprechend authoritäre Position auch durchzusetzen. Ebenso wäre ein "Überfallkommando" aus 30 gut gerüsteten Nordmännern auf den meisten Cons eine Authorität. Oder eine römische Legion.
Ich habe aber schon viele objektiv (!) schlecht dargestellte Ritter erlebt die weder ein entsprechendes Gefolge noch eine entsprechende Rüstung noch entsprechende Zivilkleidung oder ein authoritäres Auftreten hatten. Ritter sind eine beliebte Rolle (und viele verfehlen eben den entsprechenden objektiven Anspruch....wir reden hier nicht von meinen Anspruch ). Ein derartigen Mensch räume ich auch IT nicht die entsprechenden "Ritterprivilegien" ein...da er auf mich IT nicht den Eindruck einer entsprechenden Respektsperson macht.
Das gleiche gilt für die Inquistion. Der einzelne Hexenjäger macht nur selten auf einer größeren Veranstaltung einen wirklich beeindruckenden Eindruck. Rückt die Inquisition nun aber mit 10 zwei Meter Palladinen, 30 Ordenskriegern, entsprechenden "Auszubildenden", Trommler, Gelehrten, Fahnenträgern und Co an (fiktives Beispiel) so hat sie alleine aufgrund dieser Präsenz auf einen Con die Möglichkeit gewisse Rechte durchzusetzen.
Es ist eben (wie auch beim Ritter) in meinen Augen das Auftreten im Einzelfall..und nicht alleine ein Wort dass irgendwo auf irgendeinen Charabogen steht.
Ich hoffe niemanden auf die Füße zu treten und entschuldige mich sonst im voraus.
Gruß
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 13:04 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Oder eine römische Legion. |
Mit ner Legion bist Du keine Autoritätsperson, sondern Dein eigenes Großcon...  _________________ So long
Justav |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3541 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 13:20 Titel: |
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@Gerwin
Schlecht dargestellte Ritter oder sonstige Adlige werden von anderen Ritter auch ebenso behandelt: schlecht. So wurde dieser seltsame Graf im Schnürhemd halt auch nie zu ihren welchen gemütlichen Treffen der anderen gut dargestellten Adligen oder zur Weinverkostung eingeladen. Wir Adligen wissen halt auch, wem wir wie usnere kalte Schulter zu zeigen haben.
Jemand hat keinen Adelsbrief? Dann wird er auch nicht wie ein Adliger behandelt.
Eine Nordmann-Truppe hat 30 Mann aufzuweisen? Kein Ritter mit ein bisschen Verstand wird die gegen sich aufbringen wollen. _________________
...
Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
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Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012 |
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Hellstorm

Alter: 24 Anmeldedatum: 22.04.2010 Beiträge: 53 Wohnort: Leipzig
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 13:44 Titel: |
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Vieleicht sehe ich das ein wenig zu pragmatisch aber jeder hat die Befugnisse die er durchsetzen kann.
Ob nun mit Gewalt,Verstand oder durch genügend Fürsprecher.
All das kann natürlich durch Setting und Conumstände beeinflusst werden. _________________ Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd. |
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inLarp

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Schlachtross

Alter: 25 Anmeldedatum: 10.06.2010 Beiträge: 640 Wohnort: Wien
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 13:51 Titel: |
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| Hellstorm hat Folgendes geschrieben: | Vieleicht sehe ich das ein wenig zu pragmatisch aber jeder hat die Befugnisse die er durchsetzen kann.
Ob nun mit Gewalt,Verstand oder durch genügend Fürsprecher.
All das kann natürlich durch Setting und Conumstände beeinflusst werden. |
Dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen.
Ob richtig oder falsch so sieht die Larp-Realität aus, bzw ich habe es bis jetzt so erlebt. _________________ "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | Lustige Tatsache:
Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager" |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8138
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 13:59 Titel: |
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Sehe ich etwas anders.
Einerseits gibt es OT "Gentleman agreements" die in keinen Regelwerk stehen...die ich aber dennoch (auch als stärkerer) nicht durchsetzen kann. Als Beispiel wäre hier Vergewaltigung oder (anhaltende) Sklaverei zu nennen. Ich bin mir ziemlich sicher die meisten Spieler würden nicht begeistert sein wenn ich nun meine 20 Nordmannenkumpels zusammentrommeln würde und das nächste Kleincon mal für ein Viking nutzen . Auch wenn ich die Möglichkeit hätte derartige Dinge durchzusetzen.
Ebenso ist für mich eben nicht völlig geklärt wie mit entsprechenden Charakteren umzugehen ist. Ich gehe jetzt davon aus dass mein gut ausgerüsteter Nordmann auf Con einen gut ausgerüsteten Ritter trifft und der Ritter (aus irgendeinen Grund) meine Unterstüzung braucht.
Hier ergeben sich verschiedene Möglichkeiten:
Nordmann braucht Unterstützung von Ritter und ist unfreundlich/herrisch=
Ritter hilft nicht sondern reagiert möglicherweise aggressiv.
Nordmann braucht Unterstützung von Ritter und ist freundlich=Ritter hilft für gewöhnlich nicht da ihn die Probleme des einfachen Volkes nicht interessieren.
Ritter braucht Unterstützung von Nordmann und ist unfreundlich=Nordmann hilft nicht da er sich ein derartiges Verhalten von einen Fremden nicht gefallen lässt.
Ritter braucht Unterstützung von Nordmann und ist freundlich=(Idealfall?) Nordmann hilft weil er den Ritter als Authoritätsperson anerkennt? _________________ Lieber Larpeinsteiger:
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Nount

Alter: 27 Anmeldedatum: 08.06.2007 Beiträge: 1863 Wohnort: Osnabrück und Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 14:16 Titel: |
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| Zitat: | | Ich hoffe niemanden auf die Füße zu treten und entschuldige mich sonst im voraus. |
Bist du! Du hast mindestens 1 Million mal "autoritär" mit h geschrieben  _________________ Entspanne dich.
Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt.
Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky) |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3541 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 14:22 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Hier ergeben sich verschiedene Möglichkeiten:
Nordmann braucht Unterstützung von Ritter und ist unfreundlich/herrisch=
Ritter hilft nicht sondern reagiert möglicherweise aggressiv.
Nordmann braucht Unterstützung von Ritter und ist freundlich=Ritter hilft für gewöhnlich nicht da ihn die Probleme des einfachen Volkes nicht interessieren.
Ritter braucht Unterstützung von Nordmann und ist unfreundlich=Nordmann hilft nicht da er sich ein derartiges Verhalten von einen Fremden nicht gefallen lässt.
Ritter braucht Unterstützung von Nordmann und ist freundlich=(Idealfall?) Nordmann hilft weil er den Ritter als Authoritätsperson anerkennt? |
Merkwürdige Logikreihenfolgen. Und natürlich hilft ein Ritter, wenn das einfache Volk um seine Unterstützung bittet, sofern es sich um ein gerechtes Anliegen handelt, das nciht gegen den Rittercodex verstößt.
Und ein Nordmann hilft doch auch wohl eher nicht weil es um eine Autoritätsperson geht, sondern eben weil er drum gebeten wurde oder sich Gewinn verspricht. _________________
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4519 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 16:22 Titel: |
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Hier spielen meiner Meinung nach zwei Aspekte eine Rolle:
Das eine ist eine weitgehend länderübergreifende Auffassung von "Stand", die ich eigentlich erstmal als durch die meisten Hintergründe gegeben voraussetzen würde. In einem feudalen, religiösen Land würde ich z.B. davon ausgehen, dass auch ausländische Ritter und Geistliche (sofern als solche Erkennbar und nicht im direkten Widerspruch zur lokalen Herrschaft und Kirche) mit einem gewissen Respekt behandelt werden, und meine Charaktere würden dies auch tun.
Ebenso würde ich davon ausgehen, dass es da eine gewisse Solidarität und das angesprochene "Gentlemans Agreement" in irgendeiner Form zwischen den diversen Adelfamilien und religiösen Orden gibt, die einem in den meisten Ländern eine gewisse privilegierte Behandlung zusichert. Auf einer niedrigeren, aber ähnlichen Stufe würde ich ein ähnliches Privileg reisenden Gelehrten, Handwerkern, Händlern und sonstiger Vertreter "ehrbarer Zünfte" gegenüber Tagelöhnern, Vagabunden und Söldnern sehen.
Das ganze ist aber selbstverständlich auch beschränkt: Einer Bitte um Hilfe oder Gastfreundschaft einer Person des eigenen Standes würde man vermutlich entsprechen, einem unabgesprochenes Eindringen in den eigenen Verfügungsbereich hingegen würde man vermutlich streng entgegentreten.
Ob dann im Zweifelsfalle das Wort eines ortsansässigen Händlers vor Gericht schwerer wiegt als das eines auf der Durchreise befindlichen Adligen bleibt dann aber letztendlich situationsabhängig.
In einer Welt ohne Ausweispapiere und Bürgerverzeichnisse bedeutet aber "Stand" und "standesgemäße Behandlung" selbstverständlich, dass man auch ein standesgemäßes Auftreten besitzen muss, der Baron, der wie ein Vagabund aussieht, bleibt solange Vagabund, bis ihn jemand höheren Ranges als Baron anerkennt.
Das wäre jetzt der theoretische Teil, also die Hintergrundsituation, die ich in meinem Spiel üblicherweise simulieren möchte.
Dazu kommt der zweite Aspekt, nämlich der der Durchsetzbarkeit, und der wird mindestens so stark durch OT-Gründe wie durch IT-Gründe beeinflusst.
Erstmal hat natürlich das Wort von jemandem mit zwanzig Bewaffneten im Rücken zwangsläufig mehr Gewicht als von einem Einzelnen, und sich in so einer Situation auf die imaginäre Armee "hinter den sieben Bergen" zu berufen ist albern.
Für genauso albern halte ich es aber auch, die Spielsituation bewusst zu durchbrechen und zu sagen: "Hehe, hinter den sieben Bergen liegt nur die Autobahn und der Lidl, deswegen kann ich mich hier benehmen wie die Axt im Walde!".
In solchen Fällen stehe ich nämlich als Orga häufig vor der Wahl: Greife ich in solchen Fällen (die SC plündern den örtlichen Tempel, schlagen den Baron nieder oder ermorden den Bürgermeister) hart und konsequent durch, dann sind danach einige Spielercharaktere tot, andere landesweit gesucht und der Con ist im Grunde gelaufen. Ignoriere ich das ganze hingegen, kann es sein, dass massiv Spielablauf und Ambiente gestört werden.
Ganz grundsätzlich muss ich aber auch sagen, dass ein Spiel, dass sich ständig nur um Macht, Respekt, Repressalien und die Frage, wer wem was verbieten kann dreht, für mich grundsätzlich wenig reizvoll ist. Ich habe kein großes Bedürfnis danach, andere im Larp nach meiner Pfeife tanzen zu lassen, ich brauche keinen ständigen Wettstreit, wer der härteste, coolste und rebellischste SC ist, und ich empfinde nur wenig Freude dabei, anderen Leuten gewaltsam mein Spiel ins Gesicht zu drücken.
Meiner Meinung nach funktionieren sämtliche Konzepte, die im Spiel dominierend wirken, Raum greifen und darauf angewiesen sind, dass andere Charaktere ihr Spiel als Reaktion auf diesen Charakter in ganz besonderer Weise gestalten, am besten dadurch, dass man es einfach reizvoll für die Leute macht, freiwillig mitzumachen.
Wenn die Leute hingegen keinen Bock darauf haben, mit deinem Baron, Inquisitor, Nordmannsöldner oder Barockwissenschaftler zu spielen, dann helfen auch alle Hinweise auf "aber eigentlich bist du gefälligst verpflichtet dazu, weil..." nicht. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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Tine

Anmeldedatum: 03.03.2008 Beiträge: 546 Wohnort: Regensburg
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 17:14 Titel: |
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Was der Cartefius sagt. _________________ SEMPER PROBUS |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8138
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Direktlink | Verfasst am: 25.07.2011, 17:15 Titel: |
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| Zitat: | | In einem feudalen, religiösen Land würde ich z.B. davon ausgehen, dass auch ausländische Ritter und Geistliche (sofern als solche Erkennbar und nicht im direkten Widerspruch zur lokalen Herrschaft und Kirche) mit einem gewissen Respekt behandelt werden, und meine Charaktere würden dies auch tun. |
Die wenigsten Larpländer sind feudal oder religiös. Sonst würde ein derartiger Mischmasch an Kulturen und Religionen von den lokalen Machthabern gar nicht geduldet.
| Zitat: | | Ignoriere ich das ganze hingegen, kann es sein, dass massiv Spielablauf und Ambiente gestört werden. |
Hier stellt sich wieder definitiv die Frage....was will man für ein Larp. Zunächst einmal will ich festhalten dass (in meinen Augen) dass Ambiente in keinster Weise durch derartige Aktionen gestört würde. Im Gegenteil. Es ist nur logisch dass es unter Kriegstreibenden und Söldern/Kriegern/Kämpfern auch zu derartigen Ausfällen kommt. Das Verhalten von Soldaten im Krieg bittet dafür genug Beispiele. Bei den ganzen "hard as hell" Charakteren ist es eigentlich verwunderlich wie friedlich Larpcharaktere miteinander und mit NSCs umgehen.
Beim Spielablauf stellt sich die Frage was für einen Spielablauf man will. Will man einen weitgehend linearen Spielablauf bei dem die Hauptaufgabe der Spieler dadrin liegt einen gleichförmig aufgebauten Plot ähnlich einer Schnitzeljagd zu folgen und sieht als SL sein Con vor allen für Plotjäger und Schlachtenbummler als geeignet an...gebe ich dir recht. Jegliches eigenständiges Handeln der Charaktere abseits des Plots (und sei es noch so logisch) stört hier den Spielablauf.
Gibt man (von mir bevorzugt) den Charakteren lediglich einen groben Rahmen vor...eine Richtung in welche sie ungefähr gehen können..lässt aber auch Ausbrecher von diesen Konzept zu (kurz gesagt...die Alternative für jeden der eigentlich auch noch schönes Charakterspiel betreiben will und nicht nur dem ach so tollen Plot hinterherhecheln) ist der Rückschluss auf einen gestörten Spielablauf keinesfalls zwangsläufig gegeben. Warum auch? Das Spiel entwickelt sich einfach für Teile der Spieler in eine andere Richtung als geplant. Damit sollte die SL doch umgehen können.
| Zitat: | | Für genauso albern halte ich es aber auch, die Spielsituation bewusst zu durchbrechen und zu sagen: "Hehe, hinter den sieben Bergen liegt nur die Autobahn und der Lidl, deswegen kann ich mich hier benehmen wie die Axt im Walde!". |
Dass ist...so unangenehm das auch sein mag..nicht albern..sondern die absolute Wahrheit. Man beachte hier als Beispiele für Ausländer die sich aufgrund ihrer Waffenstärke wie die Axt im Walde benahmen das Beispiel der Amerikaner in Kriegsgefängnissen, der Europäer in Afrika oder jedes x-beliebigen Volkes auf Raubzug. All diese Leute sind nicht gerade "nett, freundlich, zuvorkommend und voller Furcht vor der siebten Kavalerie hinter dem Berg".
Will eine Orga derartige Inhalte nicht sondern einen eher linearen Plot (was sie gerne tun kann) hat sie aber (wie meist) nicht die nötige Manneskraft um ihre Gesetze sinnvoll durchzusetzen..dann tut sie gut daran einen OT-Hinweis zur Conbeschreibung zu stellen. Ob der nun heißt "Charaktere die gegen unsere Gesetze verstoßen werden bei uns nicht zugelassen"; "Wir lehnen destruktives Spiel ab und wollen nur mit Lenor gewaschene Charaktere" oder "Jeder der Gesetze bricht muss damit rechnen von der siebten Kavalerie (dargestellt durch zwei dickliche NSC) aufgegriffen und vor den Richter gebracht zu werden". Fehlt ein derartiger Hinweis dann kann ich mich (noch) an IT-Gesetze halten (oder es lassen) ich kann IT-Respektspersonen respektieren (oder sie umbringen wenn sie mir zu sehr auf die Füße treten) und ich kann den Ritter mit 2 Mann Gefolge auslachen wenn ich einer Gruppe mit 20 Mann angehöre und er plötzlich aufgrund seiner Geburt Respekt verlangt. Ich habe (zumindest in meinen Augen) direkt nach der Abreise nichts zu befürchten. Treffe ich natürlich auf einen späteren Con ohne Gruppe auf den gleichen Ritter mit 5 Mann Gefolge kann es passieren dass ich ein Problem habe. Ebenso sollte ich vielleicht nicht in eine Baronie zurückkehren wenn ich auf dem Con davor die Tochter des Barons geschwängert/entführt/beraubt/whatever habe.
| Zitat: | | Meiner Meinung nach funktionieren sämtliche Konzepte, die im Spiel dominierend wirken, Raum greifen und darauf angewiesen sind, dass andere Charaktere ihr Spiel als Reaktion auf diesen Charakter in ganz besonderer Weise gestalten, am besten dadurch, dass man es einfach reizvoll für die Leute macht, freiwillig mitzumachen. |
Selbst destruktivste Konzepte beruhren auf der Freiwilligkeit des gegenübers. Ich habe es noch nie erlebt dass ein Tierwesenjäger welcher Coleur auch immer dem erlegten Tierwesen seine Maske vom Kopf reißt und im Feuer verbrennt damit es auch ja tot bleibt. Ich habe es noch erlebt dass der edelste Ritter den rebellischsten Soldaten gegen dessen OT-Willen einfach mal hingerichtet hat. WENN es zu definitiv unfreiwilligen Handlungen kam dann eigentlich immer durch SL Ansage und nicht durch irgendwelche SC mit irgendwelchen Sonderrechten.
Dass Problem ist nur dass oft nicht ersichtlich ist ob eine Freiwilligkeit wirklich gegeben ist oder nicht. Woher soll ich wissen ob mein gegenüber nun noch Spaß hat...wenn ich meine gehobene Machtposition (sei diese nun aufgrund Geburt/Stand/gesellschaftlicher Schicht/zahlmässiger Überlegenheit/körperlicher Überlegenheit/besserer Ausrüstung/Geschlecht/whatever) ausspiele und mich auf Rechte berufe die er nicht hat? Woher soll der Inquisitor OT Wissen ob dass Tierwesen vor ihm noch Spaß hat..oder ob er vielleicht schon zu weit geht. Hier hilft nur Fragen auf 2 Ebenen:
1. Vorher bei der Orga.
2. im konkreten Fall vielleicht erneut kurz beim konkreten gegenüber.
oder man lässt derartige Charaktere gleich zu Hause und setzt eben darauf dass wir alle im gleichen mehr oder weniger logischen Einheitsbrei spielen und (zumindest auf Con) total lieb haben. Nicht mein Con...andere findens toll.
Nur noch kurz zum Ritterbeispiel:
Jeglicher Vergleich mit realen Rittern hinkt (eigentlich) an mehreren Punkten. Die Anzahl realer Ritter die einfach mal so durchs Land reisten...viele tausend Kilometer..war...vorsichtig ausgedrückt...überschaubar. Man "kannte" sich in gewissen Kreisen...und aus diesen "Kennen" kam auch ein gewisser Respekt. Die Anzahl an Larprittern aus Larpländern ist (zumindest auf den Cons die ich besucht habe) schon lange nicht mehr überschaubar. Ein Adels/Ritterbrief ist nicht wie im realen Leben ein "Gütesiegel" der für eine gewisse Befähigung des gegenübers spricht. Nein...jeder kann sich ein Land ausdenken und für dieses Ritterbriefe ausstellen soviel er will. Somit sind auch Ritterspieler in keiner Weise "qualifizierter" als nicht Ritterspieler. Im realen bürgt es ja auch für eine gewisse Sicherheit wenn ich dem Ritter eine gewisse Priviligierung einräume, er im Kampf eine herausgenommene Stellung einnimmt. Denn er hat eine jahrelange Ausbildung die ihn (unter anderen) auch dazu befähigt Truppen zu führen. Im Larp hat aber kaum ein Ritter OT diese Fähigkeit.
Von daher durchbricht hier die Larprealität in meinen Augen die "echte Realität".
Grüße
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Thema: Befugnisse von Charakteren im fremden Land
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