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Thema: Berührung Treffer, Waffenkontakt?


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<< Lederrüstung: Nur Fantasy oder Real? Wiedermal ein neuling :) >> 
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Xardas



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.07.2009, 12:12    Titel: Berührung Treffer, Waffenkontakt?

Da ich eben der Thread wegen ausspielen des Waffengewichts gelesen habe, kamen mir auch noch 2 ähnliche fragen.

Wie seht ihr das?

1. Berührung = Treffer?
Sagt ihr, dass jede Berührung ein Treffer ist? Also meiner Meinung nach, gehört ein gewisses "ausholen" schon dazu. Wie seht ihr das, bei so typischen Situationen, wenn jemand euch mit dem Schwert nur berührt und es auch absichtlich nur so macht, weil ist ja sicherer dass er dann selbst nicht getroffen wird. Und er eben nicht ausholen muss.

Ist vielleicht schwer die Situation zu erklären, ich meine eben wenn jemand sein Schwert erstmal frontal neben den Körper führt, und dann einen Schlag/Berühren aus 10-20 cm Entfernung macht. Teilweise ist es auch der Entfernung nichtmal schnell, sondern wirklich eher ein Schwert an den Körper führen und Berühren, anstatt dass man von einem Schlag sprechen kann.

Besonders bei stumpfen Wuchtwaffen (Kampfstab) finde ich es albern. Wie seht ihr das? Treffer?


2. Stumpfe Waffe etwas weg drücken, Treffer von langer Wuchtwaffe?
Ich habe letzte mal mit Freunden abwechselnd etwas "gekämpft". Also eben mit Larp waffen bisschen gespielt. Ab und zu kam die Situation, besonders wenn der Gegenüber eine stumpfe lange Waffe hatte, dass man so nahe zusammen kam, dass man die Stumpfewaffe des Gegenübers mit einer hand etwas weg drücken konnte.

Wir hatten uns dann überlegt, dass es nicht schlimm ist. Zum einen tut es der Waffe nichts, zum anderen ist es "realitisch" (auch wenn das jetzt nicht so wichtig ist), zum anderen fanden wir, dass dies ja auch genau der Nachteil bei so einer Stumpfen langen waffe ist. Mit Infight hat es unserer Meinung gar nichts zu run, weil man wirklich nur die Waffe etwas weg drückt mit der Hand.
Sonst wäre es ja wie ein Schwert in lang, was man dazu noch überall selbst anfassen kann, weil es keine Klinge hat.

Besonders bei langen Stangenwaffen kommt es dazu und ist meine ich auch die einzige Möglichkeit (wenn man kein Schild hat) an den Gegner mal ran zu kommen. Ansonsten kommt man irgendwie nie an den Gegner, wenn der eine mindestens doppelt solange Stangen/Wuchtwaffe hat und die auch noch hinten packt und nach unten hält, also immer auf die Beine/Füsse geht. Es war schlicht unmöglich, außer eben mit etwas Einsatz (Waffe an Stumpferstelle mal mit Hand weg drücken, etwas fester parrieren mit der eignen Waffe, etc)

Auch bei dem Kampfstab kamen wir zu dem 1. Thema^^ von mir, dass man hier doch mal mehr ausholen muss, wenn der Treffer zählen soll. Ansonsten wie gesagt, hätte so eine Waffe ja (fast) nur vorteile gegenüber einem Schwert. Sie ist lang, man kann sie halten wo man will und ist so sehr flexibel, obendrein wäre dann ein Treffer genauso gezählt als hat man ein Schwert in der Hand. Was aber bei einer Wuchtwaffe meiner Meinung nach nicht sein sollte. Da sollte es dann schon ein "gespielter" Wuchtschlag sein.

Schöne Grüße


Zuletzt bearbeitet von Xardas am 10.08.2009, 23:50, insgesamt einmal bearbeitet
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 21.05.2012    Titel:

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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.07.2009, 13:00    Titel:

Ich halte das so:
Kann man die Waffe so einsetzen, wie sie auch im echten Leben funktioniert, bestehe ich darauf, daß das getan wird. Schwerter, Äxte, Knüppel, etc. müssen einen gewissen Schwung besitzen, um eine Wirkung zu zeigen.

Ist die Waffe durch OT-Sicherheitsregeln nur eingeschränkt nutzbar, akzeptiere ich auch "Ersatzhandlungen". Bei einem Degen würde ich auch "Fuchteltreffer" werten, genauso muß bei mir niemand mit einem Speer oder einer ähnlichen Langwaffe weit ausholen, ein "antippen" von der Seite genügt.

Für beide Zählweisen gilt aber, daß ich eine allzuhohe Trefferfrequenz ebenfalls nicht in vollem Umfang werte. ("Stakkatoschläge"). Das gilt dann auch z.B. für Speere. Auch wenn ich da ein antippen akzeptiere, muß zwischen diesen eine realistische Zeit liegen (real eben zurückziehen und neu zustechen).
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Besserwisserboy



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.07.2009, 20:49    Titel:

Gerade was Stangenwaffen betrifft stimme ich Kelmon zu. Da sollten auch die Treffer der Stange und nicht nur des Kopfteils zählen, da zustechen ja verboten ist.
Ansonsten richtet sich meine Reaktion auf Waffentreffer auch nach dem Gegner. Manche Leute haben extreme Angst jemanden beim Kampf zu verletzen und kämpfen dann mit der "Antipptechnik". Insbesondere bei kleineren, leichten Mädels ist mir das des öfteren vorgekommen. Da spiele ich halt auch solche Treffer aus. Sie kämpfen ja nicht deshalb so um irgendwelche Vorteile zu bekommen, sondern aus Unsicherheit.
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Konrad




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 15:28    Titel:

Kelmon hat Folgendes geschrieben:
Ich halte das so:
Kann man die Waffe so einsetzen, wie sie auch im echten Leben funktioniert, bestehe ich darauf, daß das getan wird. Schwerter, Äxte, Knüppel, etc. müssen einen gewissen Schwung besitzen, um eine Wirkung zu zeigen.

Das sehe ich genauso. Wer meint, ein einfaches touchieren lässt einen gerüsteten Gegner blutend zusammenbrechen, sollte daran erinnert werden, dass die Waffen im Larp KEINE Jedi-Lichtschwerter sind...

Kelmon hat Folgendes geschrieben:

[...] genauso muß bei mir niemand mit einem Speer oder einer ähnlichen Langwaffe weit ausholen, ein "antippen" von der Seite genügt.

Das sehe ich anders.
Sicher, Stangenwaffen sind optisch schön und eine "Stangenwald" ist schöner anzusehen als ein "Türwall"
Dennoch sehe ich keinen Grund, dieses Waffen auf diese Weise zu bevorzugen. Stangenwaffen haben allein durch ihre Länge bereits einen Vorteil, den anderen Waffen nicht unbedingt haben.
Ein Stich ist zudem eine sehr starker Angriff, weil er schnell erfolgt und den kürzesten Weg zum Gegner nimmt. Viel schwerer zu parieren als Hiebe mit langem Weg.
Ich finde, wer argumentiert, es sei realistisch, Stangenwaffen stechen zu lassen, deshalb müsse man diese Stich-Simulation erlauben / anerkennen, muss auch anderen Waffen ebenso behandlen. Schwertern zu Beispiel. Die Teile sind ja nicht umsonst so spitz an einem Ende. Smile

Ansonsten wirkt es für mich nur nach einer Sonderregel, die Stangenwaffen bevorzugt, weil man gerne mehr davon sehen möchte.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 21.05.2012    Titel:

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Klaufi



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 15:40    Titel:

Du übersiehst aber, dass man mit Stangenwaffen wie Speeren normalerweise auch kaum was anderes machen kann als stechen, im Gegensatz zum Schwert Wink Daher find ich das eigentlich schon in Ordnung so, wobei es dann aber kein sanftes Berühren sein sollte, ein wenig merken sollte mans schon noch. Oder alle fangen an mit Speeren wie mit Kampfstäben zu kämpfen, aber das fände ich ehrlich gesagt peinlich.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 15:50    Titel:

Viele Schwerter mögen spitz am Ende sein, sie bleiben aber die längste Zeit hauptsächlich Hiebwaffen. Und was danach kommt - eben die primär für den Stich konzipierten Waffen - sehe ich ja ebenfalls von der Ausnahmeregel betroffen.

Es ist ein Unterschied, ob eine Waffe mehrere Angriffsarten zulässt, von dene dann eine wegfällt, und ob eine Waffe gar nicht auf die normale Weise eingesetzt werden kann.

Einen Speer schwingt man aber nunmal nie. Da ist Vorbeistechen und antippen eine glaubhaftere Ersatzbewegung als mit einem Speer in weitem Bogen auszuholen.
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Konrad




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 15:50    Titel:

Warum kann man mit Stangenwaffen nicht ausholen? Kann man mit Bidenhändern und großen Wuchtwaffen doch auch.

Und wer mal gegenüber einem Stangenwald gestanden hat, der diese Stiche anwendet, weiß was ich meine. Die räumen alles weg, auch den Schildwall (1,60 + 1,10 Türen mal ausgenommen)
Das Argument, man sei ja dafür empfindlich gegen Fernkampfwaffen ist meiner Meinung nicht sehr stark, das es meiner Erfahrung nach seltenst mal genügend Bogenschützen gibt, um den Stangenwald entscheidend zu schwächen.

Stangenwaffen sind schick und stimmungsvoll... Aber: sie sind potenziel auch Powergamer-tauglich, zumindest wenn sie in Gruppen auftauchen.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 15:55    Titel:

Ich habe sowohl oben als auch im letzten Posting "Speer" geschrieben, nicht "Stangenwaffe". Es gibt Stangenwaffen, mit denen man schlägt (Hellebarde, Luzerner Hammer, etc.), und von denen rede ich nicht.

Einen Speer schwingt man nicht. Das wäre in etwa so sinnlos wie das Zustechen mit einem Streitkolben.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 21.05.2012    Titel:

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Konrad




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 16:05    Titel:

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass eine so geführte Stangenwaffen einen gewaltigen Vorteil gegenüber allen anderen Waffen hätte.
Zumindest müsste der Spieler dann im Gegenzug auch "Stiche" mit dem Schwert akzeptieren...
Was aber auch wieder blödsinnig wäre Sad


Kann man mit einer Hellebarde nicht sogar ganz vorzüglich stechen? Das ist ja das böse an Hellebarden, dass sie schnelle Stiche und wuchtige Axtschläge verteilen können.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 16:37    Titel:

Konrad hat Folgendes geschrieben:
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass eine so geführte Stangenwaffen einen gewaltigen Vorteil gegenüber allen anderen Waffen hätte.

Wo siehst Du da einen Vorteil? Alles, was man tut ist, die Waffe in einer übertragenen Handlung so führbar zu machen, wie es in der Realität auch möglich wäre.

Zitat:
Zumindest müsste der Spieler dann im Gegenzug auch "Stiche" mit dem Schwert akzeptieren...
Was aber auch wieder blödsinnig wäre Sad

Nochmal: Ein Schwert wird hauptsächlich oder gänzlich zum Hieb eingesetzt. Daß der Stich wegfällt schränkt den Nutzen eines Schwertes nicht großartig ein.
Ein Speer wäre mit Wegfall des Stiches nutzlos. Oder erklär mir mal, wie Du den im Spiel führen würdest.

Zitat:
Kann man mit einer Hellebarde nicht sogar ganz vorzüglich stechen? Das ist ja das böse an Hellebarden, dass sie schnelle Stiche und wuchtige Axtschläge verteilen können.

Habe ich Gegenteiliges behauptet?
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Konrad




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 17:28    Titel:

Oh je. das riecht ein bisschen nach Quote-War... Confused
Kelmon hat Folgendes geschrieben:

Wo siehst Du da einen Vorteil? Alles, was man tut ist, die Waffe in einer übertragenen Handlung so führbar zu machen, wie es in der Realität auch möglich wäre.

Stiche sind kurze, schnelle Attacken. Viel schwerer zu parieren als Hiebe, besondes die, die man weit ausholt. Steht man einer Gruppe aus Speerträgern die alle stechen gegenüber, ist man nahezu chancenlos.

Zitat:
Nochmal: Ein Schwert wird hauptsächlich oder gänzlich zum Hieb eingesetzt. Daß der Stich wegfällt schränkt den Nutzen eines Schwertes nicht großartig ein.
Ein Speer wäre mit Wegfall des Stiches nutzlos. Oder erklär mir mal, wie Du den im Spiel führen würdest.

Ich sehe das nicht so, dass Schwerter nahezu ausschließlich für ausholende Hiebe genutzt werden. Richtschwerter waren doch sogar extra vorne Rund, damit sie für den "ehrlichen Kampf" unbrauchbar waren.
Also nochmal Smile: Ein Stich ist eine schnelle, kaum zu parierende Attacke. Speeren diese zu erlauben, Schwertern nicht, schränkt das Schwert gegenüber dem Speer ein.
Warum kann man den Speer nicht verwenden wie jede anderen Stangenwaffen auch? Wegen des Realismus? Was ist mit Kopftreffern, Tritten, Remplern usw? Larp-Kampf sieht ohnehin nicht "echt" aus. Von daher sehe ich keinerlei Probleme damit, dass Speere ebenso eingesetzt werden wie alle anderen Langwaffen.

Zitat:
Zitat:
Kann man mit einer Hellebarde nicht sogar ganz vorzüglich stechen?

Habe ich Gegenteiliges behauptet?

Klang für mich durchaus so, dass du sagst NUR Speere sollen den Vorteil des Stechens bekommen, Hellebarden usw hingegen nicht. Das wäre für mich dann noch unverständlicher, dass man auch noch die Art der Stangenwaffen unterscheidet um Vorteile und Einschränkungen einzubauen.
Dann müsste man für alle Waffen Sonderregeln einführen. Von "Rüstungsbrechend" bis "kürzere Haltbarkeit". Dazu dann noch die Wirkung die verschiedene Waffen gegen bestimmte Rüstungstypen hätten (Kurzschwert gegen Platte?). Das führt meiner Meinung nach zu Chaos und Unübersichtlichkeit.

Verteidigst du dass so sehr, weil dein Römer einen Speer trägst? Ich glaube zwar nicht, dass du, der wohl eher "realistische" Charaktere spielst, ein Powergamer bist, aber das Einführen solcher Sonderregeln für bestimmte Waffentypen öffnet meiner Meinung nach Powergaming Tür und Tor. Mindestens so schlimm, wie es die Kombination aus Schaumstofftür und Kopftrefferverbot tut.
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manamagic



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 18:51    Titel:

Kelmon hat recht wenn er sagt, dass ein Schwert eine Hiebwaffe ist. Die Spitze eines Schwertes ist dazu da Schnitte zu verursachen. Deshalb wird mit einem Schwert fast ausschließlich gehoben.

Anders natürlich bei Stichwaffen wie Degen, Florett etc. Mit einem Rapier oder Säbel wird gehoben und gestochen. Diese Waffen sind in der Tat schwieriger zu pariern. Werden auch ausschließlich einhändig geführt.
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Arthy



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 19:31    Titel:

Bei einem Anderthalbhänder wurde aber durchaus das eine oder andere Mal zugestochen. Sieht man auch hier sehr schön, bei der Gruppe die sich bemüht sehr realistisch zu kämpfen:

http://www.youtube.com/watch?v=HC5FIyfI8TA&feature=PlayList&p=5C8D7FB0B2CA487F&index=0&playnext=1
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Besserwisserboy



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 19:56    Titel:

Ist es nicht etwas unsinnig darüber zu diskutieren ob mit Schwertern gestochen wurde oder nicht, wenn es im LARP eh nicht erlaubt ist?

Deswegen kann man halt auch mit Speeren nicht zustechen, sondern muß auf eine andere Kampftechnik ausweichen.
Bei einem Kampf Mann gegen Mann sieht ein weites Ausholen mit Speer auch sehr lächerlich aus. Im Schildwall hat man da eh fast nur die Möglichkeit von oben auszuholen, was zu noch mehr Kopftreffern und Nörgelei führt!

@ Konrad: Wie sollte denn deiner Meinung nach ein Speer geführt werden?
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.07.2009, 20:35    Titel:

Ah, ich sehe, wo das Mißverständnis evtl. herkam. Vielleicht hast Du den letzten Teil meines ersten Postings überlesen, wo ich das davor gesagte relativierte:
Zitat:

Für beide Zählweisen gilt aber, daß ich eine allzuhohe Trefferfrequenz ebenfalls nicht in vollem Umfang werte. ("Stakkatoschläge"). Das gilt dann auch z.B. für Speere. Auch wenn ich da ein antippen akzeptiere, muß zwischen diesen eine realistische Zeit liegen (real eben zurückziehen und neu zustechen).

Also: Auch wenn ich mit einem Speer in Schneller Folge zustechen kann, heißt das nicht, daß das damit auch gewollte ist. Auch wenn für manche Waffen Sonderregelungen notwendig sein mögen, heißt dies schließlich nicht, daß diese mißbraucht werden sollten.

Was das Richtschwert angeht: Dabei handelt es sich um Waffen aus einer Zeit, in der eben schon der Stich den Hieb in der Wichtigkeit abgelöst hat. Zumindest die Exemplare mit der runden Sptze. Interessant wären hier Quellen und Funde zu Richtschwertern aus dem Früh- und Hochmittelalter. Das Einzige, was mir hierzu einfällt, ist allerdings die "Kreuzfahrerbibel" (~1250), in der die zu Hinrichtungen (Enthauptung) eingesetzten Schwerter nicht andrers aussehen als die zum Kampf genutzten.

Zitat:
Klang für mich durchaus so, dass du sagst NUR Speere sollen den Vorteil des Stechens bekommen, Hellebarden usw hingegen nicht.

Oh, in der Tat will ich das damit sagen. Im Gegensatz zu einem Speer bietet eine Hellebarde nunmal die Möglichkeit, damit zuzuschlagen. Daher braucht man hier keine "Extrawurst".

Zitat:
Warum kann man den Speer nicht verwenden wie jede anderen Stangenwaffen auch? Wegen des Realismus? Was ist mit Kopftreffern, Tritten, Remplern usw?

Habe ich doch erklärt: Stichst Du mit einem Streitkolben zu? Wohl kaum. Warum dann einen Speer schwingen?

Den Verweis auf fehlende Kopftreffer halte ich für nicht angebracht. Das Auslassen einer Handlung ist ja etwas ganz anderes als eine unstimmige Ersatzhandlung. Wenn ich mit dem Schwert kämpfe und nicht auf einen Kopf schlage, dann "fehlt" dem Kampf ja nichts. Wenn ich mit einem Speer über den Kopf aushole und jemanden dann mit der "breiten Seite" treffe...dann wirkt das seltsam. Zumindest mehr als "vorbeistechen" und "antippen".
Um es auf einen anderen Fall zu übertragen: Einfach keinen Windstoß zu zaubern wirkt nie seltsam. Einen Windstoß zu zaubern und als Komponente eine Taschenlampe einzusetzen tut es.

Zitat:
Dann müsste man für alle Waffen Sonderregeln einführen. Von "Rüstungsbrechend" bis "kürzere Haltbarkeit". Dazu dann noch die Wirkung die verschiedene Waffen gegen bestimmte Rüstungstypen hätten (Kurzschwert gegen Platte?). Das führt meiner Meinung nach zu Chaos und Unübersichtlichkeit.

Wer braucht schon Regeln für sowas Wink
Ich denke, wir haben da schlicht ein unterschiedliches Verständnis davon, was ein Regelwerk leisten soll, und wie. Ich brauche in meinen Regeln keine "Fairness". Keinen durch die Bank weg gleichen Waffenschaden, keine Waffenkategorien, kein "gleiches Recht für alle". Regeln sehe ich primär als Hilfe an, die man in Anspruch nehmen kann, um sich irgendwelchen pappnasigen Aktionen zu entziehen.
Könnte eben der Grund dafür sein, daß ich eher häufig Leuten unterliege, die die Regeln voll ausnutzen...aber das ist mir an sich völlig egal. schließlich kann ich dann auch Dein Heilern was von ihrem Handwerk abschauen Wink

Zitat:
Verteidigst du dass so sehr, weil dein Römer einen Speer trägst? Ich glaube zwar nicht, dass du, der wohl eher "realistische" Charaktere spielst, ein Powergamer bist, aber das Einführen solcher Sonderregeln für bestimmte Waffentypen öffnet meiner Meinung nach Powergaming Tür und Tor. Mindestens so schlimm, wie es die Kombination aus Schaumstofftür und Kopftrefferverbot tut.

Ich trage ein Pilum, das ist aber nur zum Werfen bevor es in den Nahkampf geht. Was Du da ansprichst ist genau der Grund, warum ich keinen Stoßspeer (eine Hasta) trage - es wäre mir gefühlt "zu stark". Darum bleibe ich bei Großschild und Kurzschwert.

@Arty: Ja, eben nach Techniken des Spätmittelalters. Als - wie schon gesagt - Stiche im Kampf wichtig wurden. Aber davor waren sie es eben nicht.

@Besserwisserboy: Nein, ist es nicht, da wir über die Übertragung realer Kampftechniken auf den LARP-Kampf reden, und es von daher durchaus interessant ist.
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Zuletzt bearbeitet von Kelmon am 19.07.2009, 21:03, insgesamt einmal bearbeitet
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