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Thema: Böse Gewandungen. Wo ist die Grenze?


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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 17:39    Titel:

Da die Sexismusdebatte jetzt wirklich den Umfang sprengen würde lagere ich die mal in den Chatthread aus.

Zitat:
Und gerade bei orks oder anderen Fremdrassen oder gar Untoten schliesst er sich eh aus


Zwangsläufig? Mal was von Halborks gehört? Die entstehen nicht indem sich zwei Viertelorks paaren...ne.

Zitat:

<Achja, die Wikinger waren nicht in allen Fällen immer auf Viking, manche einfach als Händler unterwegs, von daher gehört das bei einem Nordmann ja nun auch nicht gerade zwingend dazu.


Achja...Orks müssen nicht primitiv und brutal sein. Die gibt es auch als Gänseblümchenvariante. Der eine mag dass eine...der andere das andere. Generell ist (abseits von familiären Klein(st)veranstaltung) ein Nordmann auf Viking nicht problematischer als die Händlervariante. Der eine spielt dass eine lieber...der andere dass andere. Und es ging lediglich darum dass derartige Situationen durchaus passend sein KÖNNEN..und dass auch bei nicht ganz abwegigen Charakterkonzepten.
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Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 17:56    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
du zeichnest dieses Bild da mit Absicht. Wie willst du denn sonst gegen den aktiven vorgehen wenn du OT-Agressiv bist: (...)


Ganz allgemein: "STOP!" Wenn das Spiel dann nicht untrbrochen wird, ist es Ernst. Und ich kann Aeshma gut verstehen, wenn er seine persönliche Zeitspanne zwischen "STOP!" und handgreiflicher Nothilfe beim Verdacht auf eine nicht-spielerische sexuelle Belästigung/Vergewaltigung eher kurz schätzt... er ist da nicht der einzige...

Ich kenne eigentlich keine andere Situation auf einem Con, wo das der Fall; theoretisch vorstellen könnte ich mir "Tavernen-Schlägereien bzw Messerstechereien" (weswegen das Verbot von stehenden Klingen auf Großsons durchaus sinnvoll ist), oder einen Real-Sadisten, der plötzlich vom gespielten Foltern ins echte übergleitet... aber doch eher sehr theoretisch...

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Man traut sich einfach (sozial) nicht ein "warum nicht?" oder "finde ich gut" anzuklicken/anzugeben.


Ich vermute sogar, hier geht es mehr ind ei andere Richtung: Ohne sich große Gedanken drüber zu machen, würde viele, v.a. Männer (inkl mir früher) sagen:"Warum nicht? Wenn auch wie wild gemordet wird und beide es darstellen wollen." Sowohl bei mir als auch bei anderen habe ich beobachtet, dass hier eine Reflektion des Themas eher dazu führt, darauf zu verzichten bzw den "allgemeinen Konsens" zu akzeptieren.

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Würde die Forenwelt eins zu eins mit der Larpwelt übereinstimmen dann müsste jeder Krieger einen Helm tragen, Bundeswehrstiefel wären verboten (oder zumindest nicht mehr gerne gesehen), Gewandung aus Pannesamt äußerst selten und es dürfte deutlich mehr Furries als Minimaltierwesen geben. Ist dass so? Kaum.


Weil LARP-Foren und Cons kaum miteinander zu tun haben. Wink

BTW, "Krieger nur mit Helm" ist mE auch in LARP-Foren bei weitem kein Konsens (schon eher "keine schwere Rüstung ohne Helm"), während Pannesamt-Gewandungen tatsächlich recht selten geworden sind. Wink

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Die Mehrheit der Larper dürfte bei einer Umfrage: "Möchtet ihr an den Nationalismus oder ein anderes faschistisches System angelehnte Symbolik auf Con" übrigens auch nein anklicken.


Ich frag mich, welche Symbole Du meinst. Hakenkreuze, SS-Runen oder ital. fasces sehe ich auf Fantasy-Con eigentlich nie. Oder gehts jetzt um Endzeit-Truppen?

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Die Mehrheit auf Con hat (zumindest theoretisch) keinerlei Möglichkeit irgendjemanden irgendetwas zu verbieten oder irgendwie OT in das Spiel anderer einzugreifen.


Stimmt; aber mE wünscht die Mehrheit der Orgas keine sexuelle Gewalt als Spielinhalt, und die geben auf ihrer Veranstaltung bzw in Masse fürs LARP die Richtung vor. Wink

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Niemand wird einfach "vergewaltigt" (auch wenn er/sie freiwillig mitmacht).


Aus eigener Erfahrung aus den 90ern: Andere tun das nicht, wenn es als "nromaler Spielinhalt" angesehen wird. Wo ich einen Überblick drüber habe wurde ein Spielabbruch, "Nein" oder "Stop" immer akzeptiert, aber dieses "Spiel" wurde (selten) auch ohne vorherige Absprache an andere SpielerInnen herangetragen (das große I ist hier pro forma).
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So long

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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:07    Titel:

Zitat:
Ganz allgemein: "STOP!" Wenn das Spiel dann nicht untrbrochen wird, ist es Ernst. Und ich kann Aeshma gut verstehen, wenn er seine persönliche Zeitspanne zwischen "STOP!" und handgreiflicher Nothilfe beim Verdacht auf eine nicht-spielerische sexuelle Belästigung/Vergewaltigung eher kurz schätzt... er ist da nicht der einzige...


Ich gebe hier nur folgendes zu bedenken. Schreit ein dritter (nicht Beteiligter, nicht Gefährdeter, keine SL) STOP sehe ich im allgemeinen (nicht nur bei Vergewaltigungs- oder Folterszenen) keinerlei Veranlassung mein Spiel zwangsläufig abzubrechen (außer vielleicht aus Rücksichtsnahme). Die Gefahr einer tatsächlichen Vergewaltigung auf Con ist derartig gering (gegen null gehend) dass hier auch meiner Meinung nach auch keinerlei Bedarf einer Aufklärung besteht (insbesondere nicht wenn beide Parteien wie üblich halbwegs bekleidet sind...ich erkläre meinen gegenüber im Nachtkampf auch nicht "Achtung..dass ist ne Polsterwaffe..nichts echtes").

Sollte einer der wagemutigen Retter tatsächlich auf die (äußerst dumme) Idee kommen handgreiflich zu werden kann er sich (zumindest von meiner Seite aus) auf 2 Dinge einstellen.

1. Im Regelfall das Ende des Cons für seine Person....denn zu verteidigen weiß ich mich schon...und zumindest der Herr "Otto Normallarper" zieht da den kürzeren.

2. Eine Anzeige wegen (versuchter) Körperverletzung die strafrechtlich gar nicht so ohne ist. Es gibt keinen (ich wiederhole keinen) Grund in einer derartigen Situation handgreiflich zu werden...selbst wenn diese Spielszenen durch die Orga ausdrücklich verboten wären besteht dazu keinerlei Veranlassung (oder ein Recht).

Dass hat jetzt nichts mit "ich hab die dicksten Eier" zu tun. Aber wo körperliche Gewalt angewendet wird um einen (wenn auch unwillkommenen) Spielstill zu unterbinden hört für mich dann doch langsam der Spaß auf.
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Schlachtross



Alter: 25
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:17    Titel:

OT Handgreiflich zu werden ist im LARP IMMER die dümmste aller Möglichkeiten da gebe ich Gerwin durchaus recht. Und wer aus welchem Grund auch immer OT Handgreiflich wird hat auf Con nichts mehr verloren.
Warum das so ist wurde auch schon mehrfach erörtert.

Man kann auch unliebsame Situationen fast immer IT lösen - bei so einer IT recht "klaren" Situation wie Folter oder Vergewaltigung lasst sich das ohne weiteres mit IT Gewalt auflösen.


Andererseits finde ich es äußerst bedenklich einen "Stop"-Ruf zu ignorieren. Es ist allgemeiner Konsens das "Stop" zu einer unterbrechung des Spiel führt und damit immer der letzte Rettungsanker ist.
Das MUSS einfach für ALLE verbindlich sein.
Wenn man sich darauf nichtmehr verlassen kann dürfte die Zahl derer die für "interresante" oder "gefährliche" Szenen zur Verfügung stehen drastisch sinken.



und Gerwin hat einfach auch Bowlingkugeln im Schritt.... Smile
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"Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
Kelmon hat Folgendes geschrieben:
Lustige Tatsache:
Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:20    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Schreit ein dritter (nicht Beteiligter, nicht Gefährdeter, keine SL) STOP sehe ich im allgemeinen (nicht nur bei Vergewaltigungs- oder Folterszenen) keinerlei Veranlassung mein Spiel zwangsläufig abzubrechen (außer vielleicht aus Rücksichtsnahme).


Das würde ich ganz schnell überdenken. Da im vorgestellten Falle das sofortige Eingreifen auf eine direkte Nähe schließen lässt: Wenn wenige Meter neben Dir laut Stop gebrüllt wird, ist es ein Gebot der Situation, das eigene Spiel sofort zu unterbrechen und zu rezipieren, warum andere einen Spielabbruch fordern. Sowohl Sicherheit als auch Höflichkeit machne es mE unmöglich, im eigenen kleinen Freizeituniversum zu verweilen, während andere in nächster Nähe ganz offensichtlich (bzw offen hörbar) ein Problem haben.

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Aber wo körperliche Gewalt angewendet wird um einen (wenn auch unwillkommenen) Spielstill zu unterbinden hört für mich dann doch langsam der Spaß auf.


Das nennt sich Notwehr oder Nothilfe, und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und nach einem deutlichen STOP-Ruf ist es kein Spielstil mehr, sondern die Vorspiegelung einer Straftat...

Aber zur Beruhigung, und weil es alles hochtheoretisch ist: Wink

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Mir geht es weniger um die konkrete Situation (auch wenn es durchaus Situationen gegeben hat in denen ich...wenn ich keine Rücksicht auf Homikus Humanismus und Gundala Gutmensch genommen hätte...zu einen derartigen Mittel gegriffen hätte..mit Spaß für alle (2-3) Beteiligten). Mir geht es vielmehr um Aussagen wie "Die Allgemeinheit sieht dass so und so"..."


Auch wenn ich dank einiger Deiner Aussagen hier im Forum befürchte, dass unsere Spielweisen gerade im Bezug auf IT/OT-Sexismus beim aufeinandertreffen (nicht gewaltsam Wink) kollidieren könnten, bin ich von einem überzeugt: Deine Stellungnahmen zum Thema "IT-Vergewaltigung" speist sich v.a. aus Deiner Lust an Grundsatz-Debatten in Internet-Foren... dass kenne ich von... anderen...
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So long

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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:29    Titel:

Zitat:

Das nennt sich Notwehr oder Nothilfe, und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und nach einem deutlichen STOP-Ruf ist es kein Spielstil mehr, sondern die Vorspiegelung einer Straftat...


Ist es nicht. Ich könnte dir jetzt lang und breit erklären warum an diesen Punkt KEIN Notwehrrecht vorliegt. Kurz runtergebrochen: Es ist (aufgrund der Situation) JEDEN (auch den Stoprufer) klar dass keine echte Gewalttat vorliegt. Denkst du ein echter Vergewaltiger behält die Hose an? Unfug.

Zitat:
Wenn wenige Meter neben Dir laut Stop gebrüllt wird, ist es ein Gebot der Situation, das eigene Spiel sofort zu unterbrechen und zu rezipieren, warum andere einen Spielabbruch fordern


Dass kann man machen. Ich würde aufschauen, merken wer Stopp ruft, sehen dass keine Gefahr ausgeht....und einfach weitermachen. Wer das (unerwünschte) Spiel eines anderen durch ein Notfallkommando unterbricht...der hat auch keinen Schutz verdient.

Zitat:
Deine Stellungnahmen zum Thema "IT-Vergewaltigung" speist sich v.a. aus Deiner Lust an Grundsatz-Debatten in Internet-Foren... dass kenne ich von... anderen...


Generell manchmal ja (siehe Sexismusdebatte im Chatthread). An diesen Punkt aber eher...nein. Ich hätte echt mal Lust ein wenig an dieser Spirale zu drehen...aber (noch) steht mir tatsächlich meine Rücksichtnahme im Weg.

Zitat:

Wenn man sich darauf nichtmehr verlassen kann dürfte die Zahl derer die für "interresante" oder "gefährliche" Szenen zur Verfügung stehen drastisch sinken.


Ich glaube du verstehst was falsch. Bei Beteiligten (!) reagiert man natürlich auf Stop-Rufe. Auch auf "Halt...! Ich will nicht mehr....! Ich muss mal Pippi....oder..."Du tust mir weh" (was durchaus problematisch werden kann). Bei Unbeteiligten ohne jegliche Gefährdung...sehe ich dass etwas anders. Gerade wenn man das Notfallkommando missbraucht. Sonst lauf ich demnächst jeden Kämpfer ohne Helm hinterher und schreie "Stop! Du bist ein Sicherheitsrisiko".

Smile.
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:42    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Ist es nicht. Ich könnte dir jetzt lang und breit erklären warum an diesen Punkt KEIN Notwehrrecht vorliegt. Kurz runtergebrochen: Es ist (aufgrund der Situation) JEDEN (auch den Stoprufer) klar dass keine echte Gewalttat vorliegt. Denkst du ein echter Vergewaltiger behält die Hose an? Unfug.


Auch sexuelle Belästigung mit anner Hose rechtfertigt ein körperliches Eingreifen. Und sei es, dennjenigen zu packen und wegzuziehen.

Nein, wenn jemand nach einem deutlichen STOP-Ruf lustig weiter eine Vergewaltigung mimt, ist mir nicht ersichtlich, dass der jetzt auch nur noch spielt. Besonders da diese Situation in meiner Phanatsie nicht in der vollbesetzten Taverne oder auf einem Schlachtfeld statt findet, sondern eher in einer dunklen Ecke, und das Opfer sich (gespielt oder nicht gespielt) wie ein Opfer verhält.

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Dass kann man machen. Ich würde aufschauen, merken wer Stopp ruft, sehen dass keine Gefahr ausgeht....und einfach weitermachen. Wer das (unerwünschte) Spiel eines anderen durch ein Notfallkommando unterbricht...der hat auch keinen Schutz verdient.


Dass ist jetzt nicht mehr lustig. Ich halte Dich für eine Gefahr für Deine Mitspieler, wenn Du das auch nur annähernd ernst meinst; und dann auch glaubst, selber brachial gewalttätig werden zu dürfen, wenn andere Dir darauf auch nur körperlich nahe kommen.

Stop heißt Stop; dass Spiel ist vorbei, und zwar so lange, bis man genau weiß, warum. "Kurz aufblicken, niemand sehen, der verblutet oder wie am SPieß brüllt (außer STOP), und dann weiter inner Routine", ist eine nicht akzeptable Einstellung.
Sad
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:50    Titel:

Zitat:
Dass ist jetzt nicht mehr lustig.


Ich denke dass kommt deutlich auf die Situation an. Habe ich den Eindruck dass mein gegenüber sich WIRKLICH nur aufspielen will oder eine ungeliebte (aber nicht verbotene...bzw sogar erlaubte) Situation zu unterbrechen sehe ich kaum einen Grund die Situation abzubrechen (höchstens zu unterbrechen).

Zugegeben...ist die Situation nicht ganz klar (Nachts im Wald kommt tatsächlich mal jemand vorbei, irgendjemand betritt plötzlich das Zelt ohne mit etwas derartigen zu rechnen) halte ich eine längere Spielunterbrechung für gerechtfertigt. Spätestens wenn der Stop-Rufer aber dass "okay" vom unterlegenen bekommt hat er auch die Finger von mir zu lassen. Denn ab diesen Zeitpunkt geht es definitiv nicht mehr darum jemanden (in einer missverständlichen Situation) zu helfen (was löblich ist) sondern lediglich darum denn eigenen Spielwunsch (oder Unwunsch) durchzusetzen. Und mit dieser Person habe ich dann tatsächlich kein Mitleid mehr wenn sie meint mich grob anfassen zu müssen.

So die "differenzierte Betrachtungsweise". Aber die ist natürlich wesentlich weniger einleuchtend.

Grüßle

Gerwin
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 18:59    Titel:

Okay, dann wirds wohl doch nichts mit der Schlägerei; wäre vermutlich auch nicht gut für mich... Wink

Solange Du bzw das Opfer (wer immer das jetzt auch ist) die Situation solange unterbrichst, dass klar wird, dass es IT ist, bleibt nur die Frage, wann man die hier geführte Debatte auch mit den Beteiligten führt; sofort oder später. Körperliche Mittel sind raus.

Hier wird es wirklich weniger auf den "Täter" denn auf das "Opfer" ankommen.

BTW, ich gehe natürlich davon aus, dass es ganz klar ein IT-"Opfer" oder eben ein reales Opfer gibt, auf Grund dessen Reaktion ich "Vergewaltigung" denke. Sind zwei Personen in einer dunklen Ecke intim würde ich vermutlich von menschlicher Sexualität (ganz ohne Gewalt) ausgehen und nicht von Rollenspiel in irgend einer Form; is mir auch egal, wenn da der Elb völlig unklischeemäßig mit der Orkin rummmacht...

Wink
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 19:21    Titel:

Letzten Endes müsste man (in meinen Augen) so lange unterbrechen bis auch der Stop-Rufer beruhigt ist (Wir gehen davon aus er macht sich tatsächlich Sorgen). Und genau da liegt dass Problem. Neben Leuten die solche Spiele einfach nicht sehen wollen, aufgeblähten Mackern die endlich mal ne Frau retten wollen, Emmaleserinnen und anderen Menschen die meinen anderen vorschreiben zu können was nun an diesen Punkt richtig und was falsch ist wird es (eventuell) einen geringen Prozentsatz an Menschen geben die sich denken "Mist, was passiert da gerade..ist ja furchtbar". Und diese Menschen wird es so lange geben bis mir gelungen ist einen Gedankenwandel unter den Larpern herbei zu führen weg von "Ihhhh...und was wenn dass jetzt doch real ist" und hin zu "Ach watt..lass die machen..es ist Con". Also...tendenziell nie.

Interessant fand ich die Regelung die es für so etwas anscheinend mal auf den CoM gab. Vergewaltigungen sind okay..aber nur in Anwesenheit mindestens einer SL. Spätestens dann sollten alle Besorgten beruhigt sein.

Großes Problem: Man "bindet" eine der wertvollen SLs für sein Privatvergnügen.
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profoss




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 31.07.2011, 13:27    Titel:

Vergewaltigungen als Privatvergnügen. Ja großartig.
Ich finde es gut, das Vergewaltigungen her ein no-Go auf Cons sind.
Man kann ja gerne als Halbork im hintergrund stehen haben, ob der durch vergewaltigung oder eine merkwürdige Liebe oder Rebellion entstanden ist, aber ich habe bisher auch sehr sehrt selten halborks getroffen.
Man kann auch gerne im hintergrund stehen haben und es in seltenen Fällen zum besten geben, dass der Vater ein Wikinger war und die Mutter eine Nonne, aber das ist nichts was man jedem auf die Nase bindet und vor allem nichts was ich im Spiel sehen will, auch nicht angedeutet (im Zelt verschwinden und hinterher wieder derangiert und unglücklich herauskommen).
Es gibt genug ansdere Möglichkeiten den Bösewicht darzustellen ohne auf sexuelle Gewalt zurückgreifen zu müssen.
Schon unter der Gefahr, dass es eben eskliert, sei es durch das angegriffene Mädchen/Frau oder die Mitspieler, oder dass jemand es eben nicht nur andeuten will.
Die Gefahr sehe ich da nämlich eher gegeben als bei Folterungen oder Mord.
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 31.07.2011, 14:09    Titel:

Zitat:
Schon unter der Gefahr, dass es eben eskliert, sei es durch das angegriffene Mädchen/Frau oder die Mitspieler, oder dass jemand es eben nicht nur andeuten will.


Auch wenn ich diese Sache für ein übles Totschlagargument halte (Was wenn jemand eine IT- oder Larpeskalation nun persönlich nimmt und plötzlich zur echten Waffe greift. Im Gegensatz zur Vergewaltigung durch einen Larper auf Con kam es zu so etwas ja schon...wie im Chatthread letztens demonstriert wurde sogar mit tödlichen Ausgang) denke ich dass dieses Argument letzten Endes sticht. Zumindest so lange dieses Bedenken letzten Endes da ist...muss man es leider Gottes auch akzeptieren.

Zitat:
Vergewaltigungen als Privatvergnügen. Ja großartig.


Extensive Gewalt als Privatvergnügen. Wie furchtbar !

Zitat:
sei es durch das angegriffene Mädchen/Frau oder die Mitspieler,


Ich finde es noch immer sexistisch derartige Dinge alleine auf den bösen männlichen Part zu beschränken. Dieses entspricht WEDER der OT Realität..noch der IT-Realität (siehe mein Beispiel und das Goblinbeispiel von Schlachtross) noch ist es notwendig. Nur am Rande...unter "Mädchen" verstehe ich eine minderjährige Frau. Das würde das ganze in eine völlig andere Richtung drehen.
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profoss




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 31.07.2011, 14:32    Titel:

"Extensive Gewalt als Privatvergnügen" die aber im Rahmen bestimmter Settings auch als Kinderspiel dient, also in einem gewissen Rahmen Gesellschaftlich in Ordnung ist, auch wenn es bigott erscheint. (Ritter, Cowboys/Indianer, Wikinger, Römer...)
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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 31.07.2011, 14:52    Titel:

Und die Darstellung von Vergewaltigung ist gesellschaftlich nicht in Ordnung? Schau dir mal nen üblichen Horrorfilm an oder les das letzte japanische Schundheftchen SmileSmileSmile.

Sorry..aber das Argument trägt nun in meinen Augen ganz und gar nicht. Kinder haben genauso gerne Macht über andere wie Erwachsene. Kinder haben ein sehr ausgeprägtes Empfinden für Schwäche und Stärke, und wenn sie merken dass jemand schwach ist können ihre Spiele äußerst sadistisch werden. Nur auf die Idee jemanden im Spiel zu vergewaltigen kommen sie für gewöhnlich nicht (sie sind ja auch nicht geschlechtsreif).

Alles in allen gleitet dass aber nun wirklich zu einer Diskussion der Diskussion willen ab (zumindest von meiner Seite). Ich habe verstanden was Hana und profoss meinen auch wenn ich die Ansicht an einzelnen Punkten nicht ganz teile. Ich sehe die Darstellung (im Gegensatz zum rein rechtlich schwierigen Diebstahl) auch nicht für generell verboten sondern (so lange sie nicht wörtlich verboten ist) eher für ein "Verbot mit Erlaubnisvorbehalt". Ich darf zwar nicht von einen Einverständnis ausgehen (wie beim schlagen mit Polsterwaffen)...sobald mein gegenüber aber einverstanden ist..ist es erlaubt.

In der Conpraxis würde dass ja bedeuten dass (bei zu vielen Gutmenschen auf dem Con) sich entweder jemand bei der SL beschwert (und ich mich an deren Ansage selbstverständlich als sozialer Mensch halten würde) oder die SL selbst einen entsprechenden Passus in ihr Regelwerk aufnimmt. Letzteres ist ja oft genug gesehen.

Aber wie gesagt, so lange derartig große Einwände bestehen bin ich da vorsichtig (bzw. verzichte im Zweifel lieber auf eine ambientige Szene).

Grüßle

Gerwin
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EricPoehlsen



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 31.07.2011, 22:12    Titel:

Schlachtross hat Folgendes geschrieben:

Andererseits finde ich es äußerst bedenklich einen "Stop"-Ruf zu ignorieren. Es ist allgemeiner Konsens das "Stop" zu einer unterbrechung des Spiel führt und damit immer der letzte Rettungsanker ist.
Das MUSS einfach für ALLE verbindlich sein.


Hier stimme ich voll und ganz zu und widerspreche Gerwin ganz entschieden. "STOPP", egal von wem gerufen, muss bedeuten, dass alle aktiven Spielhandlungen umgehend eingestellt werden und jeder sollte sich umgehend vergewissern ob er selbst in die betreffende Situation involviert ist.

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Denkst du ein echter Vergewaltiger behält die Hose an? Unfug.

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung kann auch im angezogenen Zustand vorliegen, dafür ist es nicht zwingend nötig die Hosen runter zu lassen!
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