Thema: Böse spielen... warum?
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Hana

Alter: 27 Anmeldedatum: 03.01.2007 Beiträge: 2856 Wohnort: Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 09:07 Titel: |
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Das richtig coole Konfliktspiel auf Cons hatte ich nie mit "bösen" Charakteren. Sondern mit "guten".
[Edit: Und nein, ich spiele auch selbst keine "bösen" Charaktere ] _________________ Liverollenspiel im Münsterland:
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inLarp

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Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6126 Wohnort: Edigheim
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 09:26 Titel: |
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Das kannich nur unterschreiben. _________________ Blümchen
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| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 10:14 Titel: |
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Ich denke dass ist dann halt wieder ne Frage was man schon als böse ansieht. Um ehrlich zu sein würde ohne SCs die in meinen Augen das Prädikat "böse" verdienen wirklich ne Menge fehlen. Sobald die "bösen" sich allerdings auf das "generische Bösesein" beschränken machen sie sich selbst im wesentlichen zu nichts anderen als NSCs die eben ihre Zeit damit verbringen bevorzugt schwächere, als gut empfundene Gruppen zu verhauen. Auch das böse braucht eben Ziele und einen Antrieb, und der Antrieb sollte vorzugsweise nicht "soviel Tod und Verderben wie möglich verbreiten" sein.
Das Thema "für Konflikte wird im Larp einfach viel zu schnell die Waffe gezogen" sehe ich aber in dieser Allgemeinheit etwas anders. Klar gibt es immer Spieler die bei jeder Kleinigkeit die Waffe ziehen was auf Dauer nervig wird. Kommt es aber dennoch mal zu einen größeren Konflikt halte ich ein verhandeln/ausdiskutieren/klären in welcher Form auch immer für eher "an der Situation vorbei". Zumindest dann wenn eine Seite eindeutig unterlegen ist. Ich habe es zu oft schon erlebt dass solche Gespräche im wesentlichen genutzt wurden um der unterlegenen Gruppe Zeit zu geben sich Verstärkung zu holen (aus einer OT-Logik heraus) damit es am Ende einen für beide Seiten schönen Kampf gibt. Find ich persönlich aber recht unsinnig. Entweder ich habe gar nicht vor zu kämpfen (was mit der richtigen Gruppe durchaus möglich ist) und akzeptiere deshalb auch dass eine schwächere Gruppe mir ab und zu gewaltig auf die Füße tritt. Oder ich spiele einen Charakter der ein gewisses "Gewaltpotenzial" in sich trägt, und an diesen Punkt warte ich mit Sicherheit nicht bis Unterstützung angekommen ist oder mein gegenüber sich genug erholt hat sondern freue mich über die Schwäche.
Um es kurz zu an einen Beispiel klarzumachen (ich glaub es ist sonst schwer zu verstehen was ich meine): Lästern zwei Amazonen gegenüber eines Tisches mit Barbarenkriegern über Männer so gibt es letzten Endes zwei (für mich) logische Möglichkeiten: entweder die Krieger akzeptieren das Gelästere als "dummes Geschnatter" und gehen gar nicht drauf ein, oder die Amazonen sind nach kürzester Zeit den Kneipenboden sehr nah und überlegen sich beim nächsten mal in welcher Gesselschaft man lästert. Die Möglichkeit 3 (es wird ein heftiges Streitgespräch angefangen bei dem man zwar vielleicht hitzig diskutiert, sich am Ende aber ohne gezogene Waffen trennt) mag zwar für besondere Charaktertypen in Betracht kommen, wird jedoch in meinen Augen sehr häufig gewählt (ich erinnere mich jetzt konkret an 3-4 ähnliche Situationen in denen es ausdiskutiert wurde, und nur an eine ähnliche Situation in denen letztens Endes keine Bedenken bestanden die Waffe zu ziehen). Ein Ritter oder ein sonstiger "Ehrenmann" mag es vielleicht in Betracht ziehen ein Duell zu fordern oder seinen gegenüber die Möglichkeit zu geben "Verbündete zu holen" um einen fairen Kampf zu erwirken. Spätestens wenn dann der gegenüber mit einen Dutzend *statt der abgemachten 5* Verbündeten kommt überlegt er es sich beim nächsten mal aber zweimal.
Ein weiterer Punkt wäre dass auch heute wer privat eine Waffe bei sich trägt diese für gewöhnlich auch einsetzen wird (gemeint sind hier keine Minischlagstöcke oder Pfefferspray zur Selbstverteidigung etc). Meiner Meinung nach setzt ein kriegerischer Chara seine Waffe im Regelfall genauso gewissenlos ein wenn es zu einen Konflikt kommt, und dass völlig unabhängig ob ihm nun ein SC oder ein NSC gegenübersteht. Das einzige was aus meiner Sicht heraus hier ausschlaggebend wäre ist die "Schwere des Konfliktes". Jemand "abzustechen" wegen eines blöden Spruches, eines Anrempelns oder eines sonstigen "Fehlgriffes" ist wohl übertrieben. Sobald der Konflikt allerdings eine gewisse Schwere erreicht hat ist dass friedliche diskutieren in einer Welt in welcher angesichts der "Jeder trägt Waffen" Mentalität die Schwelle zur Gewalt realistisch betrachtet eher niedrig sein dürfte...eine eher unschöne Angelegenheit
Gerwin
der schon im vorraus klarstellt, dass hier nur eine natürlich angreifbare persönliche Einschätzung abgegeben wird. |
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 230
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 10:24 Titel: |
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| Leander hat Folgendes geschrieben: | | Ich glaube nicht, dass er in jedem Konfliktspiel direkt eine Störung sieht. |
Och, auf Abenteuercons eigentlich schon.
Konfliktspiel ist in meinen Augen, die eigenen Interessen durchsetzen zu wollen, auch gegen die Interessen einer anderen Partei.
Und da sehe ich gepflege Sticheleien und kleingehaltene Streitchen nicht als Konfliktspiel. Beispiele wären eben die genannte Elfe, das Elfen-Zwerge-Gezicke oder "Wer hat die bessere Kultur"-Konkurrenz, etwa zwichen Bretonen und Imperialen oder Horasiern und Weidenern.
Die Kunst liegt halt darin, sowas nicht hochkochen zu lassen. Aber eigentlich trau ich das den meisten Spielern noch zu.
Auf der anderen Seite hat Justav ja einige Beispiele für Wannabe-Konfliktspieler genannt. Verräter und Lagermeuchler gehen in meinen Augen gar nicht. Nicht nur ist es arg widersinnig, dass man solche Sicherheitsrisiken überhaupt mit auf die Reise nimmt. Es sind auch Rollen, die entweder "versteckt rumböseln" (null Mehrwert), oder wenn sie auffliegen kaum noch IT ignorierbar sind. Sprich: Leute die das Setting sabotieren, ohne Mehrwert Resourcen binden (SL und NSCs) und anderen wenns publik wird auch noch ihr Spiel aufdrücken. Unnötig wie ein Kropf.
Die Flut an "Wir sind die Guten, nicht die Netten"- und die "Ich mag da aus prinzip nicht mit, ihr müßt was anderes machen"-Typen hab ich auch gefressen. Aber zugegben, die Ausbremser sind ne Kategorie harmloser as die Saboteuere. Sie sorgen halt "nur" dafür, dass kein Wir-Gefühl aufkommt und jede Entscheidung 2-3 Stunden braucht.
Aber was anderes erwartet man ja von einem Lager aus Spielern eigentlich schon nicht mehr...
Dazu kommt dann die Erwartungshaltung solcher "das Spiel kommt um mich nicht rum"-Spieler, dass der Haupt-Konflikt doch bitte ne Pause zu machen hat während man mit Querschießen/Nabelschau/Häuptlingsrat beschäftigt ist. Das finde ich IT unstimmig und OT u.a. wegen NSC-Leerlauf und begrenzter Spielzeit recht nervig.
| Zitat: | Sobald der Konflikt allerdings eine gewisse Schwere erreicht hat ist dass friedliche diskutieren in einer Welt in welcher angesichts der "Jeder trägt Waffen" Mentalität die Schwelle zur Gewalt realistisch betrachtet eher niedrig sein dürfte...eine eher unschöne Angelegenheit
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Auf allen meinen bisherigen Abenteuercon-Settings (bedrohter Adliger lädt zur Verteidigung, Feldzug gegen die Dunke Armee, Expedition) fände ich solche eskalierenden Konflikte sehr unstimmig. Eigentlich gibt das Setting ein Mindestmaß an Zusammenhalt/Führung vor, aber die Spieler schaffen es halt nicht über mehr als "Horde von undisziplinierten, führungslosen Halsabschneidern" darzustellen. Wahrlich keine Ruhmestat. (Wobei ich das zum Glück noch nicht so krass erlebt hab.)
| Zitat: | | Sobald die "bösen" sich allerdings auf das "generische Bösesein" beschränken machen sie sich selbst im wesentlichen zu nichts anderen als NSCs die eben ihre Zeit damit verbringen bevorzugt schwächere, als gut empfundene Gruppen zu verhauen. Auch das böse braucht eben Ziele und einen Antrieb, und der Antrieb sollte vorzugsweise nicht "soviel Tod und Verderben wie möglich verbreiten" sein. |
Wenn ich mich OT mit Spielern kloppen will, dann ist das finden einer dazu passenden IT-Motivation das kleinste Problem. Lawful-Evil-Ritter, totalitärer Sozialdarwinist, gewissenloser Plünderer, Kultist einer bösen Gottheit, Gewalt-Junkies oder einfach nur ein Geknechter mit nem bösen Schinder im Rücken. Oder Kombinationen daraus. Ist letztlich für das Szenario und dessen Verlauf auch ziemlich egal.
Tatsächlich, und das ist das erstaunliche, gibt es sogar "böse" SCs, die es schaffen oben genannte Gruppen sogar noch als "die Guteren" darstehen lassen.
(Also eigentlich. Als NSC-Bauer hat man ja trotzdem zu den SCs zu halten...)
Zuletzt bearbeitet von Rufus am 21.07.2010, 11:02, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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inLarp

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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4523 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 10:43 Titel: |
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| Zitat: | | Klar gibt es immer Spieler die bei jeder Kleinigkeit die Waffe ziehen was auf Dauer nervig wird. Kommt es aber dennoch mal zu einen größeren Konflikt halte ich ein verhandeln/ausdiskutieren/klären in welcher Form auch immer für eher "an der Situation vorbei". |
Was für mich genau das Problem ausmacht, ist, dass die möglichen Reaktionen eben so oft auf diese beiden Möglichkeiten reduziert werden: Entweder man diskutiert basisdemokratisch bei einem Gurkentee, oder man zieht die Gummischwerter und haut sich gegenseitig auf 0 LP.
Bei dem Beispiel mit den Amazonen etwa gibt es doch eine Menge andere Möglichkeiten, und die für mich naheliegendste wäre natürlich eine gepflegte Kneipenschlägerei, mit Fäusten, nicht mit Waffen. Auch eine Herausforderung zum Kampf, sei es Ringen vor der Tür, Armdrücken, Wettlaufen oder Messerwerfen, würde für mich auch für diese Charaktere hervorragend passen. Ebenso könnte man das ganze schön mit Flüchen und Beleidigungen sich langsam steigern lassen, um den eskalierenden Streit dann durch Dritte zu unterbinden, indem z.B. ein halbes Dutzend kräftige Burschen die Zankhähne vor die Tür setzen (im Western meist mit Umweg über die Pferdetränke).
All diesen Situationen ist gemeinsam, dass sie interessante und unterhaltsame Spielszenen generieren, eine Menge Anspielmöglichkeiten für andere Spieler bieten, und trotzdem auch im Falle einer "Niederlage" der Charakter zwar vielleicht ein bisschen von seinem Stolz runterschlucken muss, aber der Spieler nicht Gefahr läuft, seinen Charakter zu verlieren. Dabei ist es natürlich aber auch in der Verantwortung des Spielers, die Charaktere so anzulegen und auszuspielen, dass die ganze Bandbreite solcher Reaktionen möglich ist. Der berühmte Finsterduddel, der jede Befleckung seines Ehrgefühls nur durch Blut abwaschen kann, ist natürlich dafür ungeeignet, obwohl auch solch ein Charakter, wenn mit viel Fingerspitzengefühl gespielt, durch einen Ehrencodex oder einfach nur chronisches Pläneschmieden zu limitiert sein kann, dass es nicht zum äußersten kommt.
Was den beschriebenen "schnellen Griff zur Waffe" angeht: Ich glaube, das ist doch sehr stark Auslegungssache. Ich wüsste jetzt nicht von griffigen realhistorischen Beispielen, bei denen ein Großteil der Bevölkerung immer mit Waffen herumgelaufen ist, denke aber eher, dass gerade unter solchen Bedingungen vermutlich sehr viel Wert darauf gelegt sein worden wird, Konflikte eben auf vielerlei nicht-tödliche Weisen austragen zu können, z.B. durch eine Schlägerei in der keiner Waffen verwendet oder ein Duell bis zu ersten Blut. Man sollte immer bedenken, dass anders als im Larp, wo immer ein Heiler zur Stelle ist, eigentlich ein fäntelalterlicher Krieger Angst vor jeder Verletzung haben sollte, weil sie ihn umbringen oder verkrüppeln könnte. Wenn deswegen z.B. in einem Söldnerlager jeder kleine Streit gleich mit Schwertern ausgetragen worden wäre, währe vermutlich nach ein paar Wochen Feldzug kaum jemand mehr am Leben gewesen. |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 11:33 Titel: |
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| Zitat: | | Bei dem Beispiel mit den Amazonen etwa gibt es doch eine Menge andere Möglichkeiten, und die für mich naheliegendste wäre natürlich eine gepflegte Kneipenschlägerei, mit Fäusten, nicht mit Waffen. Auch eine Herausforderung zum Kampf, sei es Ringen vor der Tür, Armdrücken, Wettlaufen oder Messerwerfen, würde für mich auch für diese Charaktere hervorragend passen. Ebenso könnte man das ganze schön mit Flüchen und Beleidigungen sich langsam steigern lassen, um den eskalierenden Streit dann durch Dritte zu unterbinden, indem z.B. ein halbes Dutzend kräftige Burschen die Zankhähne vor die Tür setzen (im Western meist mit Umweg über die Pferdetränke). |
Zumindest direkt körperliche Auseinandersetzungen wie Boxen oder Ringen meide ich IT lieber. Der Grund dafür ist meiner Meinung nach einfach der Situation des Larpes geschuldet. Es gibt für mich noch kein schlüssiges System eine derartige Auseinandersetzungen zu simulieren. Entweder es mutiert zu einen bloßen Ansagen von "Werten" was dazu führt dass der 15 jährige Pimpf (mit waffenloser Kampf 9 auf den Bogen) den 2 Meter/ 120 Kilo Koloss (mit waffenloser Kampf 1) mal eben nett zu Boden schickt. Oder es artet in angedeuteten Schlägen aus deren Ausspielen in das Ermessen der Spieler gelegt wird (und wirkt meist lächerlich, beziehungsweise ist oft auch im Regelwerk wie jeglicher waffenloser Kampf verboten). Die in meinen Augen schlechteste Alternative habe ich mal zu Beginn meiner Larpzeit erlebt als es auf einen Con einfach einen abgetrennten Bereich in der Stadt mit Sägemehl gab in welchen man seine Kräfte im Ringen messen konnte. Die Idee mag gut sein, die OT-Voraussetzungen und Fähigkeiten der Spieler waren aber derartig verschieden so dass man nur von Glück sagen kann dass niemand verletzt wurde.
Als "Kampfsportler" habe ich da vielleicht auch eine etwas sonderbare Ansicht, aber meiner Meinunug nach gehört Kampfsport (auch in angedeuter Form) in keinster Weise ins Larp. Der Preis für die Sicherheit oder die Darstellbarkeit wäre einfach zu hoch.
Flüche und Beleidigungen: trifft meiner Meinung nach den Kern bei eher harmlosen Streitereien, ab einer gewissen schwere aber einfach nicht mehr das "Mittel der Wahl"
Um irgendwie dennoch aus dem Zwiespalt rauszukommen dass einerseits eine passende Reaktion her muss, ich aber auch niemand den geliebten Chara unbedingt "gefährden" will trage ich persönlich ein Sax bei mir. Das Ding ähnelt als Larpwaffe eher einen Knüppel und ist auch IT nicht mehr sonderlich scharf. Lässt sich die Situation nicht anders klären gibt es meistens einen Hieb mit dem Ding auf den Arm ehe man sich umdreht und geht. Damit erzielt man in etwa die gleiche Wirkung wie in einen Handgemenge, und nur im seltensten Fall kamen bisher die Gegner nach.
Der "extrem reizbare" der auf jede Kränkung mit Totschlag reagiert, naja spätestens dieser Chara wird bald sehr alleine auf Cons sein. Oder selbst getötet (was wohl wahrscheinlicher ist).
Letzten Endes stimmt aber in meinen Augen dass man durch Konflikte eher nicht den Hauptstrang aufhalten sollte und auch ein "nicht ganz so guter Chara" aus mehr bestehen sollte als einen Gewaltfetish der ins IT übertragen wird. Zumindest dass mit den Hauptstrang erfordert, gerade wenn man wie ich kein Interesse an einer 24 Stunden "Beplottung" mit irgendwelchen manchmal sinnfreien Zeug, hat manchmal ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl. Aber das kriegt man als "böser" wenn man überleben will mit der Zeit.
edit: nur kurz zu den "Jeder Streit mit Waffen" Problematik: Auch wenn es vielleicht etwas unsinnig ist RL-Situationen ins IT zu übertragen, so würde ich dem an einen einzigen Punkt widersprechen. Beobachtet man heute zivile Personengruppe bei denen es recht klar ist dass ein Großteil Waffen trägt (klassische Rockerbanden wie Bandidos zum Beispiel) so herrscht da vielleicht ein etwas gröberer Umgangston, dennoch weiß aber jeder recht genau wie weit er gehen kann ohne seinen gegenüber wirklich zu verletzen..eben weil niemand ein Interesse daran hat gleich ein Messer im Rücken zu haben. Ebenso könnte ich mir dass bei mittelalterlichen Söldnern vorstellen. Im Larp fehlt diese "Respektgrenze" allerdings häufig, da niemand wirklich Angst vor Konsequenzen haben muss. |
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Benutzer755

Alter: 29 Anmeldedatum: 09.07.2009 Beiträge: 3495
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 11:47 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Der "extrem reizbare" der auf jede Kränkung mit Totschlag reagiert, naja spätestens dieser Chara wird bald sehr alleine auf Cons sein. Oder selbst getötet (was wohl wahrscheinlicher ist).
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Leider nicht. Spieler haben meist eine große Hemmung andere Spieler umzubringen. Da kann man als verdeckter NSC Pöbeln bis man umfällt, da die Spieler denken, es würde sich ebenfalls um einen Spieler handeln, braucht es viele Diskussionen und Überlegungen bis sie schließlich den Pöbelnden umbringen. Und dann auch nur gemeuchelt. Wütender Mob wäre mal interessant. Egal. Ich wollt nur anmerken, daß es a) böse Spieler gibt, im Sinne von "Ich messer alle ab", b) "ich spinne Intrigen" und c) "harmlose" böse, weil sie zwar leicht reizbar spielen, aber kocht die Situation hoch, lassen sie die Konsequenz, nämlich Gewalt anzuwenden, lieber fallen, weil dann doch Hemmungen bestehen.
LG
Benutzer755 _________________ Wenn man mich fragt, welche Farbe die Liebe hat
Würd ich antworten, die Glut von Kupfer matt...
(Jacab) |
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 13:20 Titel: |
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| Leander hat Folgendes geschrieben: | | Für gutes Konfliktspiel bin ich auch gerne zu haben, doch sollte man es so halten, dass es nicht unbedingt den ganzen Plot sprengt/die SC-Seite lähmt, und auf den Großteil dieser tollen, konfliktträchtigen Konzepte kann ich gerne verzichten. |
Mir ist der Plot ziemlich egal; Spiel, das zwischen SCs entsteht, geht da in idR vor, wenn man es OT betrachtet. IT muss man natürlich sehen, wie die Situation ist und welcher "Konflikt" gerade wichtiger erscheint.
| Aeshma hat Folgendes geschrieben: | | Interessanter weise, egal was ich tue -und sei es einfach nichts- wollen mich ständig Leute loswerden. |
Du bist/spielst also böse?!?
Will sagen, wenn Dich ständig andere "loswerden wollen" hört sich das für mich sehr nach einem gespielten Konflikt an. (Ich gehe mal davon aus, es geht nicht darum, dass die Orga Dich als Spieler vom Gelände haben will... )
| Aeshma hat Folgendes geschrieben: | | Generell braucht es auch keine "bösen" Charaktere für Konfliktspiel, sondern nur das "richtige" auftreten. |
Das sag ich doch die ganze Zeit: Es geht nicht um "generisch böse" SCs; die braucht idR kein Mensch, und auch Elfen und Hobbits kommen ohne aus.
Konflikte, die zu spannendem/spaßigem Spiel führen können, sind die unter mehr oder minder "normalen" SCs... allerdings nicht wenn alle einer Meinung sind, und das ist in meiner Wahrnehmung leider allzu oft der Fall.
| Hana hat Folgendes geschrieben: | | Das richtig coole Konfliktspiel auf Cons hatte ich nie mit "bösen" Charakteren. Sondern mit "guten". |
Ich könnte wetten, dass Du mit "gut" hier das meinst, was bei mir oben unter "böse" fällt: Chars mit Ecken und Kanten, die sich selber selbstverständlich auf Seiten "des Guten" verorten.
"Gut" kann ja mehreres bedeute, vom Lichtfascho, dem die Sonne aus dem A... scheint, über unsere heutige Vorstellung (gibt ja genug Chars, die Menschenrechte für Orks durchsetzen oder die Leibeigenschaft abschaffen wollen) bis hin zum einfachen "gut = nicht-böse".
| Rufus hat Folgendes geschrieben: | | Auf der anderen Seite hat Justav ja einige Beispiele für Wannabe-Konfliktspieler genannt. Verräter und Lagermeuchler gehen in meinen Augen gar nicht. |
Die Meuchelei-Geschichte ist etwas, was (wenn überhaupt) so sparsam zum Einsatz kommen sollte, dass es mit dem "gewöhnlichen Kofliktspiel" nicht gemein hat. Ein Mordanschlag braucht üblicherweise längere Vorbereitungszeit, als ein Con bietet.
| Rufus hat Folgendes geschrieben: | | Nicht nur ist es arg widersinnig, dass man solche Sicherheitsrisiken überhaupt mit auf die Reise nimmt. |
Hat zwar nichts mehr mit dem Thema zu tun, aber wenn man Verräter oder Meuchler als solche erkennt sind es keine Verräter oder Meuchler, sondern Deppen. Und die lässt man natürlich zu Hause. Wenn man sie nicht erkennt ist es auch nicht widersinnig, sie mitzunehmen.
Aber eigentlich meinte ich gerade soche Sachen nicht; wo spreche ich von Verrätern und Assassinen? Oder überhauppt von solchen Sachen, die niemand mitbekommt?
| Rufus hat Folgendes geschrieben: | | Sie sorgen halt "nur" dafür, dass kein Wir-Gefühl aufkommt und jede Entscheidung 2-3 Stunden braucht. |
Ist halt die Frage, wie Entscheidungen getroffen und exekutiert werden; wenn man als Harmoniebärchen auf jeden Rücksicht nimmt dauert das seine Zeit, klar.
Zu dem Wir-Gefühl: Das kommt auf, weil das Setting stimmt, die CSs zueinander passen etc.; wenn die Grundlage der gemeinsame SC-Status ist, kann ich dem nichts abgewinnen.
Wenn das Setting auf einer vorher beschlossenen Aktion mit gemeinsamen Anführer beruht (der Kriegszug gegen XY, und alle SCs sind von vorne herein Teilnehmer des Ganzen), gebe ich Dir allerdings Recht, dann sollte man sich entsprechend dieses Settings unterordnen (oder die Konsequenz für die Insubordination tragen, was spielerisch aber nur klappt, wenn das "Oberkommando" für solche sorgt). Viele Abenteuercons, auf denen ich mein LARPtag war, liefen aber eher auf ein "Alle treffen sich zufällig im Nirgendwo"-Szenario hinaus, und da muss man mit anderen Meinungen und Freigeistern eben umgehen... irgendwie...
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Was für mich genau das Problem ausmacht, ist, dass die möglichen Reaktionen eben so oft auf diese beiden Möglichkeiten reduziert werden: Entweder man diskutiert basisdemokratisch bei einem Gurkentee, oder man zieht die Gummischwerter und haut sich gegenseitig auf 0 LP. |
Dieses Problem sehe ich auch: Wenn das die beiden einzigen Arten des "Konliktspiels" sind kann ich fast verstehen, wenn man da keinen Bock drauf hat.
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Was den beschriebenen "schnellen Griff zur Waffe" angeht: (...) |
Auch wenn ich die Realhistorie in dem Punkt für weitestgehend nebensächlich halte (in Karl-May-Romanen tragen bspw fast alle Waffen) sehe ich das im Prinzip genau so. Wo Waffen alltäglich sind trägt man die Dinger offen mit sich herum, um klar zu machen, dass es keine gute Idee ist, eine bewaffnete Auseinandersetzung zu suchen.
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Der berühmte Finsterduddel, der jede Befleckung seines Ehrgefühls nur durch Blut abwaschen kann, ist natürlich dafür ungeeignet, obwohl auch solch ein Charakter, wenn mit viel Fingerspitzengefühl gespielt, durch einen Ehrencodex oder einfach nur chronisches Pläneschmieden zu limitiert sein kann, dass es nicht zum äußersten kommt. |
Solche "Leider muss ich Dich jetzt töten"-Chars braucht wirklich niemand. Wenn man einen Char so anlegt, dass Konflikt eigentlich nur über den Kampf auf Leben und Tod zu lösen sind oder der Char sonst tiefsten Depressionen verfällt, ist das wahrhaftig im wahrsten Sinne des Wortes destruktiv; sag ich, der offensichtlich nicht allzu schnell mit dieser Kategorisierung bei der Hand ist.
Völlig Off Topic:
| Rufus hat Folgendes geschrieben: | | (Also eigentlich. Als NSC-Bauer hat man ja trotzdem zu den SCs zu halten...) |
Wirklich? In der Zeit, in der ich viel Springer-NSC gemacht habe, ist Justav als "Tavernen-NSC" entstanden; also als reisender Char, den manche Spieler kennen und mit dem man sich abends in die Taverne setzen kann, ohne einen einheimischen Bauern spielen zu müssen... diesen schlug allzu oft das Mißtrauen der SCs derart entgegen, dass an einen entspannten Abend nicht zu denken war. _________________ So long
Justav |
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inLarp

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Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6126 Wohnort: Edigheim
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 14:01 Titel: |
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| Zitat: |
Du bist/spielst also böse?!? Wink
Will sagen, wenn Dich ständig andere "loswerden wollen" hört sich das für mich sehr nach einem gespielten Konflikt an. (Ich gehe mal davon aus, es geht nicht darum, dass die Orga Dich als Spieler vom Gelände haben will... Wink ) |
Konfliktspiel ist da selten.
Ist eher die beschriebene Situation. X Leute stehen vor mir und wollen entweder einen auf dicke Klöten machen, denn sie sind ja eh mehr, oder sie klopfen mich halt um.
Spiel entsteht da nie draus.
ich spiel nich böse
wurde schon gemöppelt, weil ich mich geweigert habe mit Feuerbälle um mich zu werfen ...
Grüße
Aeshma _________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
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Avoron Aschenfall

Anmeldedatum: 21.06.2010 Beiträge: 92
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 14:18 Titel: |
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| Zitat: |
Ist eher die beschriebene Situation. X Leute stehen vor mir und wollen entweder einen auf dicke Klöten machen, denn sie sind ja eh mehr, oder sie klopfen mich halt um.
Spiel entsteht da nie draus.
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Hm, wenn das öfters mit verschiedenen Leuten passiert ... trittst du vielleicht anderen Personen unbewusst ab und an auf den Schlipps (hinter deren Rücken über sie gelästert / Geld abgezockt / das Artefakt eingesteckt / wichtige Plotinfo für dich behalten etc.)? _________________ http://www.aschenfall.de
Eine Kurzvorstellung:
http://www.inlarp.de/larp-forum/avoron-aschenfall-gruesst-die-hiesige-larp-runde-t3852.html |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 14:29 Titel: |
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vielleicht hat Aeshma auch einfach nur eine "den müssen wir umhauen Ausstrahlung". Sowas gibt es eigenartigerweise, Leute die auf einen Con aus unerklärlichen Gründen Ärger anziehen wie ein Magnet, und dass schon kurz nach dem "CheckIn"  |
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Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6126 Wohnort: Edigheim
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 15:07 Titel: |
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Ihr habt wohl beide irgendwie recht.
Ich provozier auch mal Konflikte, aber es kommt nie was ausser dummes Waffenziehn.
Das macht mich immer traurig...
Und es macht mich traurig, wenn ich einfach den Kämpfern das Kämpfen überlass und dann wegen "unterlassener Hilfe" umgemöppelt werd
BTT:
Konfliktspiel im LARP ist zu engstirnig, da immer nur "runterkloppen" als interaktionsmöglichkeit gesehen wird.
Grüße
Aeshma _________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 15:24 Titel: |
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Sollte man in diesen Fall dann nicht eher versuchen ein "kreatives Konfliktspiel" zu fördern als ein Konfliktspiel im allgemeinen zu unterbinden/für schlecht zu heißen wie es hier ab und zu mal anklang?
Ich denke gerade für Spieler die den Sinn eines Larpes eben nicht darin sehen den ganzen Tag irgendwelche mächtige Artefakte zu suchen, Gegenstände zu analysieren, den regelmäßigen Wellen Untote zu trotzen um am Ende nach dem Sieg gegen den Oberuntoten (der irgendwie immer gleich aussieht) in der Taverne bis zur Bewusstlosigkeit zu Zechen kann ein soziales Interaktionsspiel eine gute Alternative bereit halten. Und soziale Interaktion beinhaltet eben auch sich nicht leiden zu können (und eventuell dennoch irgendwie miteinander klarkommen zu müssen).
Das "umhauen" von Spielern aus der eigene Gruppe/Seite wegen dem Nichtwerfen von Feuerbällen ist dann aber doch eine andere Sache. Sowas hätte man schön mit der Bezeichnung als unfähigen Magier und eventuell mit einen "Zwangserhitzung" des selbigen "bestrafen" können. Es gibt sowieso zu wenige angedeutete Scheiterhaufen. |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4523 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 16:27 Titel: |
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| Zitat: | | Zumindest direkt körperliche Auseinandersetzungen wie Boxen oder Ringen meide ich IT lieber. Der Grund dafür ist meiner Meinung nach einfach der Situation des Larpes geschuldet. Es gibt für mich noch kein schlüssiges System eine derartige Auseinandersetzungen zu simulieren. Entweder es mutiert zu einen bloßen Ansagen von "Werten" was dazu führt dass der 15 jährige Pimpf (mit waffenloser Kampf 9 auf den Bogen) den 2 Meter/ 120 Kilo Koloss (mit waffenloser Kampf 1) mal eben nett zu Boden schickt. Oder es artet in angedeuteten Schlägen aus deren Ausspielen in das Ermessen der Spieler gelegt wird (und wirkt meist lächerlich, beziehungsweise ist oft auch im Regelwerk wie jeglicher waffenloser Kampf verboten). |
Ok, ich gebe zu, dass es im Grunde kein System gibt, um unbewaffneten Kampf im Larp als gleichwertigen Ersatz zum klassischen Polsterwaffenkampfsport umzusetzen. Wenn einem dieser Aspekt wichtig ist ist der Ansatz also nicht die richtige Lösung.
Allerdings ist meine Meinung gerade bei Konfliktspiel auch, dass sich dieses am besten umsetzen lässt, wenn OT zwischen den IT befeindeten Parteien eine kooperative und freundschaftliche Atmosphäre herrscht, bei der sehr stark darauf geachtet wird, dem Gegenüber genug Freiräume und Spielansätze zu bieten, dass es für beide eine bereichernde Spielszene wird.
Ein wettkampfartiges Kräftemessen mit möglichst eindeutigen und entgültigem Ausgang hingegen eignet sich meiner Meinung nach für dieses Spiel gerade nicht, weil es meist damit endet, dass eine der Parteien sich aus diesem Spiel zurückziehen muss und die andere Partei plötzlich ohne Anspielpartner dasteht. |
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Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6126 Wohnort: Edigheim
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Direktlink | Verfasst am: 21.07.2010, 16:32 Titel: |
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| Zitat: |
Sollte man in diesen Fall dann nicht eher versuchen ein "kreatives Konfliktspiel" zu fördern als ein Konfliktspiel im allgemeinen zu unterbinden/für schlecht zu heißen wie es hier ab und zu mal anklang? |
Ich glaube gegen "gutes" (im Sinne der Darstellung und den Spiels, nicht der Gesinnung) Konfliktspiel, hat jeder ganz gern.
Nur kommt es viel zu selten vor, dass beide Pateien darauf achten, dem andren Part seine Freiräume zu lassen.
Meistens ist es eben ein "einer Gewinnt-einer Verliert".
Hat man einen guten Spielpartner, können Konflikte viel bedrohlicher (für Außenstehende) und Hochgeschaukelter wirken, als es ein umklopfen je könnte.
Nur sezt das voraus, dass sich beide Pateien einige sind, WIE der Konflikt aussehen soll...
Grüße
Aeshma
ODER: Was Cartefius sagt _________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
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Thema: Böse spielen... warum?
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