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Thema: Ceridischen Orden gründen - Tipps gesucht


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Bruder Leonhardt



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 00:07    Titel: Ceridischen Orden gründen - Tipps gesucht

Hallo,

ich larpe schon seit einigen Jahren und möchte nun gemeinsam mit einem guten Freund einen Kreuzritter-ähnlichen Charakter anfangen, sprich einen gläubigen, "fanatischen" Streiter für das Gute.

Wir beide sind 30 und 31 Jahre alt und mitten im Berufsleben, können uns also die für einen Ordensritter um 1200 notwendige Ausrüstung leisten, und sind auch schon fleißig bei der Beschaffung. Hierbei orientieren wir uns stark an historischen Vorgaben. Wir möchten die beiden Charaktere zunächst in einer kleinen Gruppe anspielen - wenn sie uns gefallen, könnten wir vielleicht weitere Bekannte dafür begeistern.

Realreligionen lässt man besser außen vor, daher lag für uns das Ceridentum recht nahe, auch wenn keiner von uns beiden bisher einen Ceriden gespielt hat.

Mir ist klar, dass eine Integration in einen bestehenden Orden gewisse Vorteile hätte, andererseits gefallen uns wiederum die Bannkreuzer nicht, und wir würden gerne eine Ordensregel, die weitgehend an der Templerregel orientiert ist, als Spielbasis nehmen - daher liegt es nahe, etwas eigenständiges aufzubauen.

Wie fangen wir da am Geschicktesten an? Ist das für andere Ceriden ein Problem, wenn plötzlich irgendwo ein bis dato unbekannter Orden "aufploppt"? Wie integriert sich das mit anderen Ceridenspielern?

Wir dachten, dass sich der Orden, neben der Verteidigung der sieben Manifeste, der Suche nach einer heiligen Reliquie widmet (vergl. die Suche nach dem heiligen Gral).

Ideen, Vorschläge, Meinungen?

Bin für alle Vorschläge, wie man das Thema am Besten angeht, dankbar.

Beste Grüße
Bruder Leonhardt
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 00:13    Titel:

Das Problem habt ihr ja irgendwo schon selbst erkannt: Ist eben seltsam, wenn da plötzlich ein neuer Orden existiert. Andererseits wäre es wohl kein Problem, wenn dieser Orden eben in einem Land aktiv ist, das von anderen Spielern nicht aktiv bespielt wird. In jedem Fall wäre es sicher sinnvoll, das Ganze mit den Urhebern des Ceridentums abzusprechen (Nebellegenden, wenn ich mich nciht völlig irre.)

Aber mal als Anregung: Auf dem Epic Empires gibt es das Pilerlager, das theoretisch allen Konfessionen offensteht, die zur Heiligen Clara pilgern wollen, de facto aber ziemlich mit Ceriden angefüllt ist. Das wäre mMn der ideale Ort für ein paar Ritter, an Ort und Stelle die Gründung eines neuen Ordens (o.ä.) auszurufen, der sich eben diesen Dingen verschrieben hat.
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Hubert




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 00:17    Titel:

Kelmon irrt nicht, der Nebellegenden e.V. ist der richtige Ansprechpartner. Ich würde dir auch empfehlen, zuerst den Kontakt mit ihnen herzustellen bevor irgendwas Konkreteres geplant wird.
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 00:51    Titel:

Ich würde allerdings stark dazu raten, darauf zu verzichten, einen weiteren 2-Mann-Orden auf die Larplandkarte zu setzen. Einer der Hauptgründe für das Ceridentum war, einen gemeinsam bespielten Hintergrund zu haben, bei der gerade die Tatsache, dass man eine gemeinsame religiöse und kulturelle Basis hat, für Spielansätze sorgt, die man im Larp nicht hat, und dieser Vorteil geht schon ein bisschen verloren, wenn jeder da wieder seinen eigenen Weg geht.

Es gibt ja auch nicht immer nur die Bannkreuzer, die Templer von Reutin z.B. sind glaube ich zwar bespielt, aber nicht komplett auf eine Ausrüstungsepoche festegelegt. Auch in Castoso gibt es wohl einen ceridischen Ritterorden, der grob an Hospitalier oder Johanniter im 12ten Jahrhundert angelehnt ist, vielleicht ist das ja auch was für euch.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Kelmon



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 01:05    Titel:

Was Cartefius sagt. Letztendlich findet sich sicher auch einer der vorhandenen Orden, der "Reliquiensucher" irgendwo gut unterbringen könnte.
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Bruder Leonhardt



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 01:18    Titel:

Danke für die bisherigen Tipps.

Die Frage war nicht, ob es besser wäre, zu einem der bestehenden Orden zu gehen. Das Thema ist mir bewusst, ebenso bewusst war die Entscheidung dagegen. Die Frage war, wie man einen neuen Orden integriert, falls das möglich ist. Wenn es wirklich ein Riesenproblem ist, würde ich mir notfalls eine neue Religion machen, auch wenn die nun wirklich keiner braucht.

Wenn mir jemand einen religiösen Ritterorden anbringt, der sich relativ streng an 1200 orientiert mit Gewandungsstandard und Kitguide sowie DKWDDK-Hang, 24h IT-Pflicht und ähnlichen Dingen, wäre das eine Option, sonst eher nicht. Daher ist die eigene Gruppe durchaus keine schlechte Option, das vermeidet Ärger und larpige Kompromisse, zu denen ich nicht bereit wäre Smile
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Gerwin



Alter: 29
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Beiträge: 8145

BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 05:49    Titel:

Das Problem was ich sehe ist, ihr habt einen ziemlichen Spagat vor euch. Einerseits kann ich sehr gut verstehen dass ihr was eigenes gründen wollt. Viele (nicht unbedingt alle) große Gruppen sind ein ziemlich weiter Spagat zwischen "so authentisch dass es in einen Historienfilm ohne Probleme mitspielen könnte" und "ist das WIRKLICH noch historisch????". Eine größere Anzahl an Mitspielern bedeutet häufig einen Kompromis in die eine oder andere Richtung. Und ein Kompromis ist nicht immer gut.

Andererseits:

Ein Orden ist definitiv nicht mit 2 Leuten bespielbar. Meistens auch nicht mit 3 oder 4...zumindest nicht als fanatische Streiter. Als jemand der ab und zu Grauzonencharaktere auf PvP-Veranstaltungen bespielt habe selbst ich (der vielen "guten" (TM) dann IT ein Dorn im Auge ist) meistens 5-6 teilweise wechselnde Begleiter bei mir. Der Angriff eures "Ordens" würde also, zumindest eigenständig, kaum funktionieren. Ich sehe da zwei Möglichkeiten das Problem zu lösen.

Entweder:

Ihr bekommt mehr Mitglieder/findet doch eine bestehende Organisation die euch zusagt. Ich denke der Wunsch einen fanatischen Ordenskrieger zu spielen (auch auf einen gewissen Niveau) ist für viele Leute reizvoll. Ich würde selbst über so etwas nachdenken, doch leider bin ich nur ein angehender Referendar. Da ich als "Made im Fleisch der Gesellschaft" leider nicht über die entsprechenden finanziellen Tauschmittel für eine Darstellung auf hohen Niveau verfüge vergesse ich die Idee lieber schnell wieder Smile. Andere haben aber sicher den gleichen Wunsch und die gleiche Kaufkraft.

ODER:

ihr lösst euch von der Ordensidee und gründet einen freien Zusammenschluss für Ritter aus der entsprechenden Zeit. Zwei bis drei Ritter die mit aufrichtigen Herzen für die Sache des guten (TM) kämpfen und vielleicht noch auf der Suche nach einer speziellen Gegenstand sind (der "heilige Gral" ...für unkreative) fände ich persönlich sehr gut. Die Ritter der Kokosnuss geben hier einen guten (Slapstick)eindruck wie so etwas funktionieren könnte. Selbstverständlich kann man eine derartige Gruppe auch fern von jeglichen Slapstickverhalten bespielen..es geht nur ums "Prinzip".

Insoweit wünsche ich euch viel Erfolg, schließe mich aber der Meinung der anderen an.

Grüß

noch cand. jur aber ref. jur in spe

Gerwin

*will auch ins Berufsleben...verdammt.*
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Bruder Leonhardt



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.01.2011, 20:16    Titel:

Finde die Anregungen sehr schön und sinnvoll, vielleicht lässt sich das ja kombinieren:

Im Mittelalter wurden Ritterorden auch zunächst von Gläubigen gegründet und anschließend durch weltliche und geistige Führer anerkannt.

Beispielsweise unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedarier

Teilweise konnte zwischen Gründung der Gemeinschaft und päpstlicher Anerkennung einige Zeit vergehen, etwa 15 Jahre bei den Johannitern.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, eine Glaubensgemeinschaft mit allem was dazugehört zu gründen und sinnvoll darzustellen - sich die entsprechende Anerkennung in anderen Ländern zu verdienen, wäre alleine schon schöner Stoff für den ein oder anderen Plot und wird sicher auch noch nicht passieren, wenn man nur aus zwei Mann besteht Smile
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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stephan_harald



Alter: 43
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.01.2011, 08:44    Titel:

Da hier sehr sehr wenige Ceridenspieler lesen, und noch weniger die wirklich Ahnung davon haben, empfehle ich euch dringend eure Idee einmal im www.larper.ning.com vorzustellen.

Gerade im Ceridentum kann eure Idee nicht gut aufgefasst werden, wenn ihr euch nicht deutlich von den Bannkreuzern abhebt.

Um es auch noch mal klar zu sagen: Nach Meinung vieler Ceriden und wohl auch der Religionserfindern sind Bannkreuzer grundsätzlich eigentlich nur in Ceridischen Ländern selber zu spielen. Ausserhalb ihres Religionsraumes haben die kaum eine Berechtigung.

Mein kleiner Tipp wäre eventuell auch mal im Larper Ning nach dem Pilgerlager zu suchen. Dies ist ein großes Lager mit vielen Ceriden vom Epic Empires die eigentlich so was in der Art machen. (Reliquien werden gesucht).

Ich bin nämlich der Meinung wenn man was neues in einer bespielten Religion machen will, sollte man das vorher mit einigen die das schon lange bespielen (oder gar erfunden haben) abstimmen, sonst kommt da nur Murks raus.

Stephan
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Nount



Alter: 27
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.01.2011, 09:14    Titel:

Bruder Leonhardt hat Folgendes geschrieben:
Im Mittelalter wurden Ritterorden auch zunächst von Gläubigen gegründet und anschließend durch weltliche und geistige Führer anerkannt.

Beispielsweise unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedarier

Teilweise konnte zwischen Gründung der Gemeinschaft und päpstlicher Anerkennung einige Zeit vergehen, etwa 15 Jahre bei den Johannitern.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, eine Glaubensgemeinschaft mit allem was dazugehört zu gründen und sinnvoll darzustellen - sich die entsprechende Anerkennung in anderen Ländern zu verdienen, wäre alleine schon schöner Stoff für den ein oder anderen Plot und wird sicher auch noch nicht passieren, wenn man nur aus zwei Mann besteht Smile

Sowas ist problematisch - nur, weil es etwas irgendwann im MA als Ausnahme auch mal gegeben hat, heißt das nicht, dass es im Larp gut wirkt.

Wenn da zwei Hanseln alleine als Orden herumspazieren, sieht das eben aus nach "Da wollte mal wieder jemand seine eigene Religion basteln, hat aber nicht genug Leute dafür zusammengekriegt" Confused

Man sollte immer auch überlegen, wie die OT-Wirkung ist. Eine IT-Begründung ist völlig irrelevant (und, wie gesagt, "hats im MA auch gegeben" reicht nicht aus, weil im Larp das Umfeld ein anderes ist als im MA.).
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Bruder Leonhardt



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.01.2011, 10:00    Titel:

Zitat:
Gerade im Ceridentum kann eure Idee nicht gut aufgefasst werden, wenn ihr euch nicht deutlich von den Bannkreuzern abhebt


Kein Problem. Symbol und Farben sehen anders aus, zudem gibt es außer dem Helm keine Plattenteile in der Rüstung, dafür beispielsweise verpflichtend Kettenbeinlinge- und -fäustlinge für die Ritter.

Ebenso wird die Ordensregel anders sein, und beispielsweise aus Larp-Gründen Gleichberechtigung enthalten. Ich sehe da eigentlich wenig Gemeinsamkeiten, bis auf das Ceridentum.

Den Tipp mit dem Ning werde ich beherzigen.

Zitat:
nur, weil es etwas irgendwann im MA als Ausnahme auch mal gegeben hat, heißt das nicht, dass es im Larp gut wirkt


Das ist nicht die Ausnahme, sondern der absolute Regelfall. Gerade viele kleine, kaum bekannte Orden wurden nach diesem Prinzip gegründet, aber sogar manche der heute noch existierenden großen Orden wie die Johanniter.

Hey, wir haben jetzt schon eine dienende Schwester, und starten bis Juni hoffentlich zu fünft. Das wird schon Smile[/quote]
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Nount



Alter: 27
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Beiträge: 1863
Wohnort: Osnabrück und Beckum

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.01.2011, 10:42    Titel:

Bruder Leonhardt hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
nur, weil es etwas irgendwann im MA als Ausnahme auch mal gegeben hat, heißt das nicht, dass es im Larp gut wirkt


Das ist nicht die Ausnahme, sondern der absolute Regelfall. Gerade viele kleine, kaum bekannte Orden wurden nach diesem Prinzip gegründet, aber sogar manche der heute noch existierenden großen Orden wie die Johanniter.

Ich meinte nicht, dass es nicht der Regelfall ist, dass ein Orden mit wenigen Leuten anfing, sondern dass es nicht der Regelfall ist, dass ein Orden wenige Leute hat (im Durchschnitt betrachtet).

Aber wenn ihr noch ein paar Leute auftreiben könnt, hört sich das schon besser an.
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