Thema: Chaosgott-Archetypen
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 230
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 14:36 Titel: |
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| Awatron hat Folgendes geschrieben: |
Das ist eben deine Meinung. Schon mal darüber nachgedacht, dass die Redaktion eben keine Tentakelmasken wollte? Weil das nach Lovecraft schreit?
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In Anbetracht einer dämonischen Riesenkrake in Havena, dem Krakenwappen der schwimmenden Heptarchie, von Tentakel-Mutationen an Charyptoroth-Kultisten und tentakelgesichtigen Daimonoid-Mensch-Hybriden: Nein, hab ich nicht.
(Wenn ich mich nicht irre, hat es sogar einen IT-Text mit "Iä Charyptoroth" irgendwo...)
| Awatron hat Folgendes geschrieben: |
Mein Vorschlag: Wenn du auf einen Con mit vorgegebenem Hintergrund gehen solltest, halte dich eifnach an den Hintergrund. Gibt echts nichts nervigeres als "Hallo, ich bin Khorne Berserker!" "Aha, und du machst in Tobrien was?". |
In Aventurien heißen die Khorne-Berserker halt u.a. Bluttempler zu Jergan ("Blutroter Tempel des Großen Verschlingers von Hemandu").
Aber abgesehen davon, dass die Rüstung im DSA-Stil gehalten ist (und daher nicht über Warhammer-Chaos-Helm und überfette Schultern verfügt) seh ich da ehrlich gesagt keinen Unterschied im Konzept. Aber vielleicht wäre das ja ein interessanter Ansatzpunkt für eine Diskussion.
Was gegen eine Kriegertruppe "Söhne des Blutgottes" spricht, wo die DSA-Redax ja ausdrücklich Platz für sowas in den Schattenlanden gelassen hat, seh ich auch nicht. |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 14:39 Titel: |
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| Zitat: |
Was die Rolle eben aufwerten würde wären die Klischees eines "Landwirtschafts-Priesters":
- Schürze für Landarbeit
- vielleicht ein zur Hacke auslaufender Wanderstab,
- eine eher bodenständige Kopfbedeckung die auch vor der Sonne schützt
- Taschen für Kräuter und Saatgut
- Verzierungen zum Thema Landwirtschaft (etwa Ähren Wink )
- gleichzeitig der formal-konservative Schnitt einer Geweihten-Gewandung. Womöglich eine Stola, vielleicht auch nur angedeutet oder aufgenäht.
Ich wage die These, dass letzteres deutlich mehr her macht, auch wenn die spezifische Peraine-Symbolik (Storch) fehlt. Und man kann den Char eben auch in einem Landstrich spielen, in dem die Landwirtschaftsgottheit Rhya heißt. |
Einspruch. Hintergründe wie DSA haben einen klar definierten sinnvollen Hintergrund...anders als die meisten offenen oder halboffenen Larphintergründe. An diesen Hintergründen sollte nicht geschraubt werden, nur weil irgendein Larper auf die Idee kommt "so sehe das aber besser aus". Ein Perainegeweihter hat eben auszusehen wie ein Perainegeweihter aus Drakensang oder einen Artwork...und nicht anders. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 230
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 17:23 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Einspruch. Hintergründe wie DSA haben einen klar definierten sinnvollen Hintergrund...anders als die meisten offenen oder halboffenen Larphintergründe. An diesen Hintergründen sollte nicht geschraubt werden, nur weil irgendein Larper auf die Idee kommt "so sehe das aber besser aus". Ein Perainegeweihter hat eben auszusehen wie ein Perainegeweihter aus Drakensang oder einen Artwork...und nicht anders. |
Dann sind Bannstrahler auch nur echt mit Wappenlappen?
Na, dann kann ich ja froh sein, dass in "Schattenlande" endlich eine "klassische" Kultistin mit Rock, Barbarengürtel, Stola und Zierkragen abgebildet ist. Wäre ja schrecklich, sowas zu spielen bevor es ein offizielles Bild dazu gibt.
Wobei: Ob das Bild auch für andere Kultisten als Anhänger Thargunitoths gilt? Für Männer? Darf man da auch noch ne Cotte drunter tragen, oder muss man auch im Winter halbnackt rumlaufen?
Und was mach ich mit den ganzen DSA-Spielern, die die Schattenlande-Spielhilfe nicht kennen? Spielen die nur Kultisten in Robe an?
Und was ist wenn der DSA-Con vor 1035 BF spielt? Gab es davor nur berobte Kultisten in Aventurien? Immerhin war der Hintergrund damals ja schon "klar definiert" - dass es noch kein solches Bild gab muss ja IT-Gründe haben, und kann ja nicht daran gelegen haben, dass es zum Thema nicht viel Material gab und die DSA-Redax ihr Kultisten-Konzept seitdem weiter durchdacht hat... |
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Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6126 Wohnort: Edigheim
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 17:28 Titel: |
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Naja auf dem Bild seh ich den generischen LARP-Anfänger
Kettenhemd,Schwert, Wappenlappen (und noch besser: Billigpeitsche ausm Orion)
Grüße
Aeshma _________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 18:02 Titel: |
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| Zitat: |
Na, dann kann ich ja froh sein, dass in "Schattenlande" endlich eine "klassische" Kultistin mit Rock, Barbarengürtel, Stola und Zierkragen abgebildet ist. Wäre ja schrecklich, sowas zu spielen bevor es ein offizielles Bild dazu gibt.
Wobei: Ob das Bild auch für andere Kultisten als Anhänger Thargunitoths gilt? Für Männer? Darf man da auch noch ne Cotte drunter tragen, oder muss man auch im Winter halbnackt rumlaufen? |
Ums kurz zu machen, weil bei dem Ton eh keine sinnvolle Diskussion drin sein wird:
Nein du darfst es nicht ändern und erwarten dennoch als das erkannt zu werden was du darstellst. Das schöne an geschlossenen Hintergründen ist dass sie eindeutig definiert sind, und wenn der Perainegeweihte nun einmal ein rosa Gewand und Elchhörnchen vom DSA verpasst bekommen hätte, dann trägt er ein rosa Gewandund Elchhörnchen. Trägt er sie nicht, ist es kein Perainegeweihter. Charaktere wie man sie will kann jeder spielen, auf offenen Cons oder Cons mit reinen Orgahintergrund der eben oft eher zusammengewürfelt und wenig professionel geschrieben ist. Wo fängt den sonst das "find ich gut" an..und wo hört es auf. Wir alle wissen dass Warhammerjungs die Jungs mit den überbreiten Schultern sind, wir alle wissen das Warhammersigmariten die fiesen Kerle mit der Glatze sind (für gewöhnlich) und wir alle wissen dass DSA keine männlichen Amazonen hergibt. Kann ich gut finden...oder scheiße. Es abzuändern hat für mich etwas von der mir erinnerlichen Diskussion über antike Charaktere die irgendwann das (etwas fragwürdige) Argument "Neee..die sind mir zu nackt...die müssen ne Hose tragen...mindestens..sonst wirds unglaubwürdig" hervorbrachte.
Wer mit einen Hintergrund nicht zurecht kommt oder von diesen abweichen will...gerne. Generische Veranstaltungen gibts genug. Die von dir gezeigten beiden Charaktere kann man durchaus hochwertige ausrüsten (ich sehe da übrigens keine Larpanfänger, die haben nämlich meistens weder ein Charaktergesicht, noch ein geschlossenes Kettenhemd (unvernietet hält ja auch..laut Forum) noch einen gut ausgearbeiteten Wappenrock. Zivil hast du natürlich einen gewissen Spielraum (davon ausgehend dass die Jungs nie in zivil gezeigt wurden)...jeder Versuch geschlossene Systeme aufzuweichen hat aber für mich etwas negatives...oder etwas von Besserwisserei.
Um es kurz zu machen (am Ende):
Dass ist ein Perainegeweihter wie er irgendwie durch mehrere Computerspiele und Bücher geistert. Gefällt er dir nicht weil beispielsweise die Kleidung zu eintönig ist, spiel halt was anderes. Natürlich kann man den Charakter durch ein paar Utensilien aufpeppen..das Gesamtbild (in diesen Fall lange Kutte mit Ähren) sollte aber gewahrt bleiben. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 230
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 18:12 Titel: |
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Auch wenn es in der Polemik des letzten Posts vermutlich untergegangen ist: Eigentlich wollte ich nur darauf hinweisen, dass im DSA-Hintergrund auch nicht alles Gold ist was glänzt, und Tischrollenspiel und Larp verschiedene Medien sind. Im Tischrollenspiel kann man eben sagen:"Euch begegnen zwei Bannstrahler" und gut ist. Im Larp muss man sie eben erkennen. Und das am besten am Archetyp, und nicht an irgendwelchen mehr oder weniger obskuren Hintergrund-Details. Gerade der Bannstrahler im Vordergrund wäre im Larp nicht als solcher zu erkennen, der hintere nur für "Insider" an der optionalen Geißel.
Und anstatt zu schauen welche Klischees und Archetypen gibt, eben um letztlich eine prägnantere Darstellung hinzukriegen, dreht sich der Großteil der Posts um ein "mein Hintergrund ist so anders, ganz speziell". Das ist schon irgendwie frustrierend.
@ Gerwin: Aventurien ist nicht eindeutig definiert. Ein typischer mittelreichischer Rondrageweihter hat mit den freakigen Al'Anfaner Rondrageweihten weniger gemein als mit den Myrmidia-Priestern aus dem Warhammer-Universum. |
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Ascan

Alter: 21 Anmeldedatum: 04.02.2008 Beiträge: 264 Wohnort: Raum Gießen
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 18:38 Titel: |
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Öhm... Beim Tischrollenspiel dienen die Artworks doch dazu, die Fantasie anzuregen und eben Beispiele zu zeigen. Ich wüsste nicht, dass sie - im Sinne von belegbaren Quellen - als unumstößliche Gewandungsvorgaben seitens der DSA-Reaktion gelten sollen. Wäre ja irgendwie quatsch, oder?
Und es geht ja auch nicht darum, ein DSA-Kultur/Ordens-Konzept in seinen Grundfesten zu ändern, sondern sinnvolle Dinge hinzuzufügen, die die Rolle unterstreichen.
Vielfach steht ja auch Ausrüstung etc in den Spielhilfen, ohne dass es dazu Bilder gibt.
Ja, Aventurien ist nicht eindeutig definiert (zumindest nicht in allen Dingen), einfach weil es dazu da ist, als Grundlage für P&P genutzt zu werden.  |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 18:55 Titel: |
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| Zitat: |
Und anstatt zu schauen welche Klischees und Archetypen gibt, eben um letztlich eine prägnantere Darstellung hinzukriegen, dreht sich der Großteil der Posts um ein "mein Hintergrund ist so anders, ganz speziell". Das ist schon irgendwie frustrierend. |
Die Frage ist doch für welche Art Cons. Wenn du nun von generischen Welten wie den Drachenlanden, den Mittellanden, Danglar oder dem Mythodea sprichst, klar. Hier wäre es durchaus sinnvoll sich einmal damit zu beschäftigen "was ist der kleinste gemeinsame Nenner von Chaos/Getreidepriestern/usw. Was ist der wesentliche Kern?"
Sobald du in eine definiertere Welt wie Warhammer, DSA oder Dungeons and Dragons eintauchst ist es aber egal was das Klischee ist. Selbst wenn der Klischeegeerntepriester eine Schürze, eine Sichel, und einen Sack voll Erntegut trägt...der Perainegeweihte tut dies eben nicht. Und selbst wenn meiner Meinung nach übergroße Schultern vor allen von Leuten getragen werden die es körperlich nicht bringen...kann ich zwar einen Mythodeachaoten spielen mit kleinen Schultern, aber eben keinen Warhammerchaoten. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
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inLarp

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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 230
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 19:55 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Selbst wenn der Klischeegeerntepriester eine Schürze, eine Sichel, und einen Sack voll Erntegut trägt...der Perainegeweihte tut dies eben nicht. |
Um mal aus "Aventurische Götterdiener" zu zitieren:
"Allgemein sind die Priester der Fruchtbarkeitsgöttin als Menschen der Tat bekannt. Sie arbeiten auf den Feldern mit, legen Gärten an und nehmen Entbindungen vor — keine Eigenheit der lebenden Natur ist ihnen unbekannt.
[...]
häufig wird eine — ebenfalls grüne — Schürze umgebunden.
[...]
Ausrüstung: Kampfstab, Tracht (je nach Region und Weihegrad), Umhängetasche mit Verbandsutensilien, Heilkräutern, ein scharfes Messer, Knochensäge und andere Werkzeuge."
Tut mir schon fast etwas leid, dass es jetzt zu einer Zitat-Schlacht gekommen ist. Aber gerade bei DSA wird viel mit Klischees gearbeitet, und das ist gut so. Da kann man für Archetypen und andere Hintergründe einiges mitnehmen - insbesondere da, wo DSA seine Stärken hat, etwa bei den Religionen und den Kulturen.
Andere Bereiche sind halt deutlich weniger stilsicher oder umfangreich ausgearbeitet. Und dazu gehören u.a. die Bösewichter - da haben beispielsweise diverse Tabletops einfach mehr zu bieten.
Gerade Larp mit seinen wenigen Akteuren lebt davon, dass Rollen nicht nur angedeutet werden, sondern dass man sie ausfüllt. Und das haben in meinen Augen auch die Spieler einer geschlossenen Spielwelt verdient.
Klar, man kann einen introvertierten Schreiberling spielen, den man als DSA-Insider an seiner grünen Kutte und dem Storchensymbol immer noch als Peraine-Geweihten erkennen wird. Der Hintergrund gibt auch solche Charaktere her. Laut Hintergrund sind auch Stadt-Druiden möglich, oder vermenschlichte Elfen. Aber ist es nicht auf für DSA-Larper schöner, wenn die Archetypen erfüllt werden? Wenn sie die Spielwelt erleben können statt sie nur zu identifizieren?
Und gerade für die Priester-Darstellung bietet DSA einiges. Für die Darstellung eines Dämonenknechts eher weniger. Jetzt kann man entweder auf kleiner Flamme kochen, und hoffen dass irgendwann mehr Material dazu herauskommt (ein Charyptoroth-Vademecum 2023 vielleicht?). Oder selbst schauen was die zugrundeliegenden Archetypen ausmacht, und wie man sie gut darstellt.
Das ist ja auch kein Hexenwerk. Jeder Tischrollenspiel-Spielleiter versucht glaub das Spielgeschehen so plastisch wie möglich rüberzubringen. Und wenn er anderswo etwas findet, was das offizielle Material ergänzt oder vertieft, dann wird das auch genutzt. Warum sollte man im Larp also anders vorgehen?
Und - um jetzt mal den Bogen zum Ursprungsthema zu schlagen - das ist der Punkt, an dem man beispielsweise bei den DSA-Dämonenanhängern auf Input von anderen Quellen angewiesen ist. Ich kann mir eine Robe hernehmen, alles mit der passenden Zhayad-Rune versehen, hintergrundgetreue Paraphernalia an den Gürtel hängen - und es wird so für sich trotzdem weder finster noch bedrohlich wirken. Es wird auch nicht das Wesen der Finstren Gottheit vermittelt. Die Leute werden die Symbole sehen, im Kopf die Quellenbücher durchgehen und "aha, die Rune steht für XYZ" denken. Das ist wenig mehr als Telling. Für eine aquatische Gottheit sollte es aquatisch wirken, für einen Kriegsgott brutal und kriegerisch etc.
Und da ist man wieder bei der Frage: Welche solcher Archetypen gibt es? Welche sind im Larp die wichtigsten? Wie setzt man sie um?
(Und zu letzterem gehört dann irgendwann: Was verkörpert den Aspekt an sich? Was ist Beiwerk des Hintergrunds?
Leuchtende Runen sind beispielsweise ein Mittel um "okkulte Magie" rüberzubringen. Vogelanleihen sind hingegen hintergrundsepzifischer Flavour. Zu einem finster-aquatischen Gott passen offensichtlich gut Tentakel, Schuppen, Glubschaugen und blasse, glibberigge Haut. Eine gefallene Göttin zu sein, einen rechtschaffenen Gegenspieler zu haben oder Wale zu hassen ist hingegen hintergrundspezifische Würze. Und Slaaneshs Fetisch für Zungen könnte doch tatsächlich ein Versuch sein "Sinnlichkeit" zu unterstreichen, und auch für ander Hintergründe taugen.) |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 20:52 Titel: |
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| Zitat: |
Klar, man kann einen introvertierten Schreiberling spielen, den man als DSA-Insider an seiner grünen Kutte und dem Storchensymbol immer noch als Peraine-Geweihten erkennen wird. Der Hintergrund gibt auch solche Charaktere her. Laut Hintergrund sind auch Stadt-Druiden möglich, oder vermenschlichte Elfen. Aber ist es nicht auf für DSA-Larper schöner, wenn die Archetypen erfüllt werden? Wenn sie die Spielwelt erleben können statt sie nur zu identifizieren? |
Dass können sie doch auch mit der Standarddsawelt. Selbst ein Larp mit einer gut gemachten Primitivstausstattung alla Drakensang wäre qualitativ ein deutlicher Schritt nach vorne. Wenn jetzt niemand ankäme der sagen würde "ach wie unrealistisch".
Versteh mich nicht falsch. Ein Larper kann seinen Hintergrund natürlich auf Larpverhältnisse anpassen, oder leichte Abwandlungen vornehmen. Was er nicht kann (oder sollte) ist vom klassischen Hintergrundbild (in den meisten Fällen Artwork) soweit abweichen dass der Hintergrund nicht mehr erkennbar ist oder als schlecht dargestellt wird. Es wäre beispielsweise möglich einen Kultisten einen Totenschädel in seine Hand zu geben um seine Rolle zu unterstreichen. Besagt der Hintergrund aber "meist männlich, klein und drahtig, häufig mit freien Oberkörper um Verzierungen und Wunden seines Gottes zu präsentieren" kann ich nicht sagen "Den Kultisten will ich, aber ich bin weiblich, groß, übergewichtig und trage ein Kleid aus den 17 Jahrhundert". Zumindest nicht wenn der Hintergrund (wie auf DSA-Cons) einheitlich ist.
Dein Chaosbild hört sich für mich persönlich übrigens sehr Lovecraftgeprägt an. Aber dass kann ein Irrtum sein.
Da ich selbst kein Chaos spiele und auch generell nicht viel davon halte (eben weil kaum jemand die Voraussetzungen mitbringt) halte ich mich aber erstmal zurück. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7434 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 17.01.2012, 20:58 Titel: |
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Ich will schon länger mal auf DSA-Cons spielen, sehe aber leider auf Bildern zu 90% nur generische Irgendwasse, die ich kein Stück mit Aventurien verbinden würde. Von daher stimme ich Gerwin zu, daß eher mehr als weniger Anlehnung an Artworks ein deutlicher Fortschritt wäre. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Thema: Chaosgott-Archetypen
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