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Thema: Chaosgott-Archetypen


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Rufus




Anmeldedatum: 14.03.2008
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 14:46    Titel: Chaosgott-Archetypen

Welche Chaosgott-Archetypen gibt es, und welche taugen für's Larp?

Die meisten Rollenspiel-Hintergründe haben einen gewissen Patheon an Chaosgötter/Erzdämonen/Böse Gottheiten. Wenn man jetzt die verschiedenen Rollenspielhintergründe vergleicht, dann erkennt man schon gewisse Archetypen. So hat fast jeder Fantasy-Hintergrund eine Gottheit der Zerstörung, und eine Gottheit der Pestilenz ist fast genauso häufig.

Das bessere Verständnis von Chaosgott-Klischees könnte sowohl helfen entsprechende Anhänger "erkennbarer" darzustellen, und trotzdem die Darstellung so "generisch" umzusetzen, dass sie für mehrere Hintergründe verwendet werden kann.

Daher:

Welche Chaosgott-Archetypen sind euch aufgefallen?
Welche Archetypen findet ihr für's Larp toll, welche überflüssig?

Damit die Diskussion nicht im luftleeren Raum stattfindet hier mal der Beginn einer Auflistung:

Gott des Krieges:
Der Brutale.

Beispiele:
Khorn (Warhammer)
Khaine (Warhammer)
Belhalar (DSA)

Gott der Seuchen:
Der eiternde Eklige.

Beispiele:
Nurgle (Warhammer)
Belzorash (DSA)
Ölige Pestilenz (Mythodea)

Gott der okkulten Magie, des verbotenen Wissens, des Wandels, des Wahnsinns und der Intrigen:
Der hinterlistige Wahnsinnige.

Beispiele:
Tzeentch (Warhammer)
Amazeroth (Wissen, DSA)
Lolgramoth (Verrat, DSA)
Nyarlathotep (Cthulhu-Mythos)

Gott der Sinnesfreuden:
Der Dekadente.

Slaanesh (Warhammer)
Belkelel (DSA)

Der Schlafende:
Eine (oft "aquatische") Chaos-Gottheit, die seit langer Zeit schläft oder gefangen ist.

Beispiele:
Cthulhu (Cthulhu-Mythos)
Rylantholeth (Epic Empires)
Charyptoroth (DSA)

Der Nekromant:
In nicht wenigen Hintergründen ist den Untoten eine eigene Chaos-Gottheit zugeordnet (etwa DSA), oder Nekromantie ist ein Kennzeichen der Chaos-Götter (Warzone/Chronopia).

Beispiele:
Thargunitoth (DSA)
Untotes Fleisch (Mythodea)


Was ist mit Gottheiten zum Thema "pervertierte Natur" oder "dunkle Technologie" - taugen die als eigentständige Archetypen?
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Awatron



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 14:53    Titel:

Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Die 4 Chaosgötter aus Warhamer (+1) sind eben aus Warhammer. Und schon gar nicht die DSA Dämonen mit Warhammer gleichsetzen. Und wenn du schon DSA Erzdämonen aufzählst. Zum Thema "pervertierte Natur" oder "dunkle Technologie" gibts auch da welche.
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Aeshma
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 15:21    Titel:

Finde die Gleichsetzung auch nicht gut...

Es gibt schon genug Leute die angeblich WH-Chaos spielen und wie Hillibillys Kinderstunde aussehn. Das onzept sollte mMn nicht noch mehr verwässert werden.

Nach meine WH-Verständnis sind schon die Beschreibung die du für die WH-Götter heranziehst schlicht falsch, bzw. viel zu Oberflächlich und werden dem realen HIntergrund nicht gerecht.

Die WH-Götter sind (eigentlich) bei weitem tiefgründiger, als sie durch "die breite Masse" dargestellt werden.

Khorne z.B. steht genauso für Ehre wie es Rondra im DSA tut...
Auch ein Khorne-Geweihter würde seine Waffe nicht gegen unbewaffnete heben, da sie eines Todes im Krieg garnicht würdig sind. Generell sollte (mMn) das "dein Schädel für seinen Thron" viel ernster genommen werden. Es ist für einen solchen Auserkorenen eine verdammte Ehre seinen Schädel unter dem Thron liegen zu haben. Da wird er wohl kaum jeden X-Beliebigen Hampelmann dazulegen lassen...

Nur so als Anregung das ganze mal etwas differenzierter zu betrachten.
In einem Satz wirst du keinem einzigen gerecht werden. Daher fine ich den Thread schwierig...

Grüße
Aeshma
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Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Awatron



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 15:27    Titel:

Vielleicht sollten wir einfach von "Bösen" Gottheiten reden. Oder Antagonisten Gottheiten.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Chevalier



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 15:30    Titel:

Geht mir ähnlich. Einen Kultisten eines der DSA-Erzdämonen wirst du äußerlich als solchen meist überhaupt nicht erkennen können. Die breite Masse von denen sieht ganz normal aus wie du und ich, während Warhammer-Chaoskultisten relativ schnell mit irgendwelchen auffälligen Veränderungen rechnen können, sei es erst die optische Verbesserung (groß, stark, kräftig, schön) ist es später die Verzerrung (Hörner, Augen, Klauen, Hufe, Tentakel...).

Vor allem find eich persönlich es immer extrem ätzend, wenn mir in den Mittellanden ein Aventurischer Erzdämon oder Gott begegnet. Der hat da mal so gar nichts zu suchen udn kann da auch gar nichts. Machtlos. Ok, man kann versuchen generisch das, was der Gott darstellt, umzusetzen und nicht den gleichen Namen zu verwenden...aber dann würde ich gar nicht erst diese Götter/Dämonen als Vorbild suchen sondern mir selbst ein Bild ausmalen von dem was cih haben möchte.
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Dennis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:02    Titel:

Man nehme die Reiter der Apokalypse und verpasse ihnen noch Hörner. Das dürften dann so die gesuchten Archetypen sein, denke ich Smile
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Rufus




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:05    Titel:

Gerade was die Kultisten angeht haben Warhammer und DSA doch deutliche Parallelen: In beiden Settings erhalten die Kultisten mit fortschreitender Verdammnis Geschenke ihrer Götter und werden immer unmenschlicher.


Code:
Khorne z.B. steht genauso für Ehre wie es Rondra im DSA tut...


Hüstel. Das sehe ich deutlich anders. Nicht umsonst ist einer seiner wesentlichen Aspekte der Blutrausch, und seine 40k-Einheit eben die Berserker.

Das soll nicht heißen, dass es keine ehrbaren Khornanhänger gibt (zumindest in den unteren Stufen der Verdammnis). Aber der Warhammer-Hintergrund gibt die nicht als Regel her.


Letztlich halte ich persönlich die Warhammer-Chaosgötter auch nicht für besonders tiefgründig. Da kann man zwar alles mögliche Reininterpretieren und dazuschreiben, aber die Konzepte selbst bleiben in bester GW-Manier an der Oberfläche. Dafür sind sie halt sehr stylish umgesetzt.


Woran würde man beispielsweise festmachen, dass Helme Haffax kein Khorn-Anhänger ist? Klar, er lebt in Aventurien und kennt ihn unter dem Namen Belhalar. Aber wo ist der konzeptionelle Unterschied?
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Aeshma
Moderator


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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:19    Titel:

Zitat:
Die breite Masse von denen sieht ganz normal aus wie du und ich, während Warhammer-Chaoskultisten relativ schnell mit irgendwelchen auffälligen Veränderungen rechnen können, sei es erst die optische Verbesserung (groß, stark, kräftig, schön) ist es später die Verzerrung (Hörner, Augen, Klauen, Hufe, Tentakel...).


Leider falsch. Die kleinen Kultisten sind einfache Menschen.
Mutationen usw bekommen eher wenige.

Zitat:
Letztlich halte ich persönlich die Warhammer-Chaosgötter auch nicht für besonders tiefgründig. Da kann man zwar alles mögliche Reininterpretieren und dazuschreiben, aber die Konzepte selbst bleiben in bester GW-Manier an der Oberfläche. Dafür sind sie halt sehr stylish umgesetzt.


Naja das kann man so oder so sehen... Aber da werden wir keinen Konsens finden. Ist für mich eine Frage wie weit man sich damit beschäftigt hat.

Zitat:
Woran würde man beispielsweise festmachen, dass Helme Haffax kein Khorn-Anhänger ist?

Wer?

Grüße
Aeshma
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Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 23.05.2012    Titel:

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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:48    Titel:

Helme Haffax, der Malcolm McDowell Aventuriens. Wink

http://www.wiki-aventurica.de/wiki/Helme_Haffax

(Bedauerlich, daß der übergelaufen ist, ich mochte den immer).
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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:52    Titel:

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Die WH-Götter sind (eigentlich) bei weitem tiefgründiger, als sie durch "die breite Masse" dargestellt werden.


Kann ich nicht unbedingt finden; die sind genauso zutreffend (wenn auch sicher verkürzt) wie alle solche Zuschreibungen in der Fantasy. Auch wenns natürlich ein sehr ausfürlicher und vielschichtiger Hintergrund ist. Wink

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Khorne z.B. steht genauso für Ehre wie es Rondra im DSA tut...
Auch ein Khorne-Geweihter würde seine Waffe nicht gegen unbewaffnete heben, da sie eines Todes im Krieg garnicht würdig sind.


So ein Quatsch; das Chaos inkl Khorne ist das absolut Böse; Khornes Diener töten genauso wahl- und ziellos wie die von Nurgle, und in ebensolchen Massen, wenn auch mit anderen Methoden.

Un der Vergleich Rodras mit Khorne ist wohl ebenso sinnvoll und korrekt wie der Rahjas mit Slaneesh...

Awatron hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht sollten wir einfach von "Bösen" Gottheiten reden. Oder Antagonisten Gottheiten.


Naja, die Dämonen inkl Erzdämonen sind bei DSA schon "chaotische Wesenheiten". Gerade bei anderen Systemen (D&D bspw), aber auch bei DSA gibt es nicht-chaotische, böse Götter (o.a.beliebiges überirdisches Wesen); dass das so extrem zusammenfällt ist eine WH-Besonderheit.
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Aeshma
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 16:53    Titel:

Hmm sagt mir immernoch nicht wirklich viel. Aus den paar Informationen, kann ich jedenfalls keine Verbindung zu Khorne herstellen @.@



Grüße
Aeshma
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Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 17:02    Titel:

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Hmm sagt mir immernoch nicht wirklich viel. Aus den paar Informationen, kann ich jedenfalls keine Verbindung zu Khorne herstellen @.@



Helme Haffax ist zu den Dämonenpaktieren übergelaufen, als Borbarad erschien. Sein erzdämonischer Paktpartner ist Belhalhar, die Pervertierung Rondras, der Kriegsgöttin und damit praktisch das aventurische Gegenstück zu Khorne als böser, dämonischer Herrscher von Krieg, Schlachten und Blutvergießen; mE drückt man das bei Belhalhar und Khorne am besten mit dem Wort "Gemetzel" aus, was auch der Unterschied zur Verehrung Rondras oder anderer Kriegsgottheiten ist.
Wink
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 17:06    Titel:

Während ich kein Problem darin sehe, Gottheiten bzw. Dämonen aus diversen Hintergrundwelten gewissen Aspekten zuzuordnen (ohne Zweifel gibt es alleine schon durch gegenseitiges Kopieren da viele Überschneidungen), aber als Basis für eine Darstellung?

Eher nein. Es gibt eben einen begrenzten Vorrat an im LARP umsetzbaren Stilmitteln, um eine Person einer der erwähnten Wesenheiten als zugehörig erscheinen zu lassen. Wenn man hier vage wird oder mischt geht meiner Vermutung nach das Klischee kaputt - aus dem Bösen Priester des X wird eben ein irgendwas, den man vielleicht irgendwo noch als "böse" und "dämonisch" erkennen könnte.


Ich denke es wird schnell klar, warum das nicht geht, wenn man den Spieß mal umdreht und das gleiche für "gute" Gottheiten tut:
Wie würde denn ein Priester wirken, der gleichermaßen Einflüsse von Rondra, Tempus, Mars und Ishtar vereint?
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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 17:14    Titel:

Zum eigentlich Ursprungbeitrag: Ich find die Zusammenstellung durchaus passend; als Vorbilder fürs LARP taugen die im Einzelfall durchaus, aber sie sind halt in ziemlich feste Schemata eingebunden: Eben in die detailiert ausgearbeiteten Hintergrundwelten. Entweder man übernimmt den gesamten Hintergrund, oder aber es bleibt eigentlich nur einE weitere böse Herrscher bzw Herrscherin des Krieges/der Nekromantie/der Unzucht/der bösen Magie/der Pestilenz/der Untreue/der Rache/der verfluchten See/des Geizes/der allgemeinen Unsympathie (unzutreffendes bitte Streichen). Die eigentlichen Chartaeristika verschiwmmen bzw müssen durch Eigenarbeit in den eigenen Hintergrund eingepasst werden.

Also Vorbild ja, Übernahmen eher nicht. Wink
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Justav
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Rufus




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.01.2012, 18:16    Titel:

Kelmon hat Folgendes geschrieben:
Eher nein. Es gibt eben einen begrenzten Vorrat an im LARP umsetzbaren Stilmitteln, um eine Person einer der erwähnten Wesenheiten als zugehörig erscheinen zu lassen. Wenn man hier vage wird oder mischt geht meiner Vermutung nach das Klischee kaputt - aus dem Bösen Priester des X wird eben ein irgendwas, den man vielleicht irgendwo noch als "böse" und "dämonisch" erkennen könnte.

Ich denke es wird schnell klar, warum das nicht geht, wenn man den Spieß mal umdreht und das gleiche für "gute" Gottheiten tut:
Wie würde denn ein Priester wirken, der gleichermaßen Einflüsse von Rondra, Tempus, Mars und Ishtar vereint?


Aber das ist doch der Punkt: Wenn man eine Rolle nur an den hintergrundtypischen Symbolen erkennt, dann erfüllt sie ja gerade nicht das Klischee.

Und das funktioniert eben auch auf der "Gegenseite": Auch dort gibt es Priester-Klischees: Der staatstragende Licht-Priester, der Kriegspriester, der Landwirtschafts-Priester, der Toten-Priester und der Priester der Gelehrsamkeit.

Und ein als solcher klischeetpischer Landwirtschaftspriester wird eben auf einer Aventurien-Con als Travia-Priester erkannt werden, auch wenn er von der "Mutter der Krumme" spricht, und "generische" Texte zu Aussaat und Ernte vorträgt. (Das soll natürlich niemanden davon abhalten, diesen Grundstock mit hintergrundtypischen Details zu würzen. Aber das wichtige ist imho ein klischeetypischer Grundstock.)


Die Frage ist halt: Welche solche Klischees gibt es auf der bösen Gegenseite? Relativ offensichtlich könnte man den Stil eines Cthulhu-Kultisten auch für einen Charyptoroth-Kultisten hernehmen. Und beide würden von generischen Texten zu einer finsteren Gottheit unter dem Meer profitieren.
Und das gilt imho auch für andere Archetypen Dunkler Götter.

Aber welche sind davon die gängigsten? Und welche die für Larp relevantesten?

Dunkle Technologie ist zum Beispiel ein Klischee, dass man immer wieder findet (Phyrexia in Magic, Algeroth bei Warzone, Agrimoth bei DSA etc.). Oft wird es aber auch mit dem Aspekt des Krieges in einen Topf geworfen (auch unter dem Gesichtspunkt der industrialisierten Kriegsführung als besonderem Alptraum). Aber will man diese Technologie wirklich im Larp haben, oder stört die auch OT? Die Mechanisten aus dem DF-Chaoslager sind ja auch nicht unumstritten.
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Thema: Chaosgott-Archetypen

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