Thema: Die besten Unterscheidungsmerkmale für Larpgruppen
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 11.06.2011, 16:18 Titel: |
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| Zitat: | | Du überschätzt das mit dem Trainiertsein. Ein Freund von mir spielt einen Ritter und ist topfit, aber im Spiel macht das für mich überhaupt keinen Unterschied gegenüber allen anderen Rittern. |
Mag sein dass ich es unterschätze. Ich halte aber (gerade auf kampflastigen Cons) ein gewisses Training durchaus für eine Art der Darstellung. Natürlich müsste das Training AUF die Darstellung gemünzt sein. Wenn ich nun einen Marathon laufen kann heißt dass noch lange nicht dass mir ein Lauf in Rüstung bei 40 Grad im Schatten weniger ausmacht als dem generischen Büroarbeiter.
Aber (siehe mal unten):
| Zitat: | | Einen Landeshintergrund zu entwerfen, der zu großen Teilen darauf abzielt, Spieler für ihr schlechtes Spiel in Rolle abstrafen zu können, halte ich aber einfach nicht für ein bereicherndes Konzept. |
Nein, darum geht es nicht (zumindest nicht bewusst..was Teufelchen einen immer so ins Ohr flüstern ist ja so eine eigene Sache). Nehmen wir mal das Beispiel raus. Der Ritter MUSS als Mensch der sich tendenziell (häufig) hinter einer dicken Wand aus Stahl, mehreren Waffenknechten, einen großen Schild und einen recht langen Schwert "versteckt" nicht unbedingt fit sein. Zumindest wäre dass für den Ritter selbst keine zwingende Voraussetzung für eine gute Darstellung. Nehmen wir nun einmal das fiktiven "frühgermanischen Krieger". Lassen wir ihn so ungefähr aussehen...und geben ihn einen Helm. Da diese Männer in einer gänzlich anderen Weise kämpfe als ein Ritter (nämlich keinen Zugriff auf hochwertige Panzerung haben..sondern im höchstenfall ein kurzes Kettenhemd besitzen) sind sie im Gegensatz zum Ritter auch im Larp auf eine gewisse körperliche Fitness angewiesen um überhaupt "den Hauch einer Chance" zu haben. Bei einen derartigen Stamm fände ich es zum Beispiel passend wenn sich der entsprechende Krieger erst einmal einer gewissen "Eignungsprobe" unterziehen muss...welche eben für den Ritter nicht mehr wichtig ist.
Zugegeben ....die Beispiele liegen jetzt so weit auseinander das man einwerfen könnte "zwischen der Kultur "germanischer Stammeskrieger und der Kultur "SpäMi-Ritter" liegen so viele Unterschiede...warum dass alles aufblähen?". Aber gerade darum geht es mir (inzwischen) ja. Ich habe den am Anfang vorhandenen Vorsatz aufgegeben Kulturen (deutlicher) voneinander abzugrenzen die dicht beeinander liegen (Ritter werden sich nun einmal häufig nur an ihren Wappenrock und vielleicht an Kleinigkeiten wie einer IT kaum bespielten Religion unterscheiden...dass ist auch gut so...da bin ich inzwischen überzeugt).
Das einzige Problem dass ich noch sehen würde (im Rahmen einer körperlichen Aufnahmeprüfung) wäre folgendes.
Generischer Germanenkrieger: "Ihr schützt euch per Stahl? Dass ist interessant. Bei uns müssen Krieger vor allem schnell und stark sein.
Ritter (leicht beleidigt): "Dass ist bei uns nicht anders. Ritter haben eine sehr strenge körperliche Aufnahmeprüfung".
Generischer Germanenkrieger: "Ach..interessant, dann können wir ja mal einen Wettlauf bis zur Stadt machen".
Ritter (weil OT keine Lust/Kraft auf derartige Spielereien: "Also früher als Knappe konnte ich das...aber heute als Ritter..ist ja alles lange her".
Gruß
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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inLarp

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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4523 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 11.06.2011, 16:36 Titel: |
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Und was bringt das jetzt konkret für die Darstellung? Macht es tatsächlich einen Unterschied, ob nun in Kultur A Krieger eine Aufnahmeprüfung machen, In Kultur B Krieger auf einer Akademie traniert werden, und in Kultur C Krieger für diesen Beruf durch Ziehen eines Loses aus einer großen Urne ausgewählt werden?
Meiner Meinung nach wird es in so ziemlich jeder Kultur fittere und weniger fitte Kämpfer geben, weil im Zweifelsfall ein tranierter und ein untrainierter doch besser sind als nur ein trainierter, und in jeder Larp-Kultur werden die von fitteren und weniger fitten Spielern dargestellt werden. Die Szene mit dem Wettrennen habe ich noch nicht erlebt, aber ich sehe jetzt nicht, wieso es einer bestimmten Konstellation von Landeshintergründen bedarf, um sie auf eine bestimmte Art zu spielen. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3548 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 11.06.2011, 21:53 Titel: |
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Weniger fitte Krieger sterben halt...auch im Larp. Nur gab es durchaus genug zeiten, wo ein krieger gar nciht gezwungen war zu kämpfen..und dann änderten sich plötzlich die Umstände und der 40jährige Mann, der nie im Leben seine Waffe gegen einen Menschen erhob muss diese dazu benutzen jemanden umzubringen...
Ich gehe ja gerne von der eigenen gruppe aus als Beispiel. Nehmen wir die Vexiner Spießer. Das sind Söldner. Die sind aber nicht als Krieger ausgebidlet worden IT. Die sind irgendwann aus den diversen gründen aus dem Vexin äh...verschwunden. So haben wir einen ehemaligen Schreiber, einen Schneider, einen Metzger (mich), einen Steinmetz..usw. Dementsprechend "trainiert" sind die auch. Unsere Größte Überlebenschance ist es den Gegner gar nicht an uns rankommen zu lassen durch unseren Wall aus Spießen. Ist der gegner aber im Nahkampf dran wird aus dem Spießerwall und dem Spießerigel ganz schnell ein übereinandergestapelter Spießerhaufen...
Worauf ich hinaus will: es gibt immer auch IT gute Gründe warum ein nomineller Krieger nicht per se wie ein Musterbildmann aussehen muss, um seine Berechtigung im Spiel zu haben. Das legitimiert keine "Zwölfen" oder "Riesenzwerge", aber mit Menschen gibt es fast immer gute Gründe, waum sie aussehen wie sie aussehen.
Aber um zum Anfang zurückzukommen: körperliche Eigenschaften im OT sind nur in ganz bestimmten Fällen für mich legitim sie von IT-Rollen abhängig zu machen und fast nie für einen Hintergrundabhängigkeit geeignet (wo ich sie gelten lasse sind z.B. Zwerge und Elfen). _________________
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Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
DSA-GG&P2012 - Die große Kabinettstjoste 31.8. bis 02.09.2012
Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012 |
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profoss
Anmeldedatum: 10.02.2008 Beiträge: 420
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Direktlink | Verfasst am: 11.06.2011, 22:27 Titel: |
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Schaun wir uns doch mal die heutigen "Berufskrieger" an, was dann wohl die Zeit- und Berufsoladaten wären. Die meisten, die ich in diesem Bereich kenne oder kannte, sind nicht unbedingt die schlankesten. Bei Polizisten, von einer Ausnahme abgesehen, sieht mein Bekanntenkreis ähnlich aus. Durchaus fit, ja, aber nicht so, dass man ihnen einen Marathon oder ähnliches zutrauen würde.
Ich finde nicht, dass jeder Kriegerspieler erstmal körperlich trainieren sollte, um überhaupt die Berechtigung zu haben diese Rolle zu spielen. Ich würde gerne wieder mal ein bischen Waffentraining machen und mehr laufen, aber mir fehlt dazu im Moment auch einfach die Zeit. Trotzdem spiele ich gerne Krieger, sogar Ritter, und habe Spass am Larp-Kampf. Und lasse mir das nicht nehmen, auch wenn Leute die 40 kg mehr wiegen als ich natürlich eher als Argument zählen, wenn es ums drohen geht.
ich denke, dass kulturelle Eigenheiten eine besseres Unterschiedungsmerkmal sind, und das sind oft Kleinigkeiten, die sich aber schön ins Spiel integrieren lassen. Das warme Bier finde ich ein tolles Beispiel. |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 00:36 Titel: |
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Wenn ich kurz ein Resümee ziehen darf (auch mal losgelösst von den OT-Merkmalen):
- im allgemeinen scheint eine Abgrenzung der verschiedenen Larpgruppen und Kulturen voneinander über Kleinigkeiten und Kleidung hinaus von den meisten nicht wirklich erwünscht, insbesondere wenn sich eine Gruppe über OT-Eigenschaften abgrenzt.
- Kleinigkeiten sind allerdings erwünscht (warmes Bier) und es scheint trotz einen von mir empfundenen "Larpstandard" durchaus gewünscht wenn eine Gruppe sich intensivere Gedanken über den Landeshintergrund macht (zum Beispiel das Verhalten von Adel und Volk).
- allzu große kulturelle Unterschiede sind eher unerwünscht...das "Zusammenspiel" von barbarisch/wilden Kulturen mit hochmittelalterlichen Gesellschaften scheint eher problematisch.
Was ich immer noch nicht ganz verstehe ist ein Zusammenhang zwischen einer OT-Abgrenzung und
| Zitat: | | Trotzdem spiele ich gerne Krieger, sogar Ritter, und habe Spass am Larp-Kampf. |
sowie
| Zitat: | | Aber um zum Anfang zurückzukommen: körperliche Eigenschaften im OT sind nur in ganz bestimmten Fällen für mich legitim sie von IT-Rollen abhängig zu machen und fast nie für einen Hintergrundabhängigkeit geeignet |
Für mich schwingt da eben immer irgendwie der Eindruck mit als wollte ich versuchen andere Larpgruppen (sei dass nun durch fruchtlose IT-Diskussionen, durch OT-Mobbing oder durch ein "gutes Beispiel") zu ändern. Ich empfinde es als völlig in Ordnung dass es Larpländer gibt in denen Frauen Ritter sein dürfen....und ich empfinde es als völlig in Ordnung dass in Vexim Bauer Hansel eben davon überzeugt wird Spießer Hans zu werden. Ich würde aber auch keinen negativen Punkt sehen wenn jetzt eventuell etwas unkoordinierte Spießer (die sogar noch Hintergrund ja unkoordiniert sein sollen) auf eine Kultur treffen bei der vielleicht die Kriegerangehörigen bereits im jüngsten Alter (und auch nach OT-Merkmalen) ausgesucht werden. Dann sind die Vexiner eben die Leute mit der guten Überzeugungskraft was Rekrutierung angeht....und die Leute aus dem Land XYZ sind eben die Leute mit der "Kriegerkaste" welche von Kindesbeinen an (und auch OT sichtbar) an den Kampf gewöhnt werden.
| Zitat: | | Schaun wir uns doch mal die heutigen "Berufskrieger" an, was dann wohl die Zeit- und Berufsoladaten wären. Die meisten, die ich in diesem Bereich kenne oder kannte, sind nicht unbedingt die schlankesten. Bei Polizisten, von einer Ausnahme abgesehen, sieht mein Bekanntenkreis ähnlich aus. Durchaus fit, ja, aber nicht so, dass man ihnen einen Marathon oder ähnliches zutrauen würde. |
Nur weil der Vergleich schon ein paar mal gekommen ist. Der Vergleich hinkt ziemlich. Ein moderner Soldat MUSS nicht unbedingt körperlich fit sein wie es der Herr Legionär oder der Normannenkrieger noch sein musste. Er braucht viel mehr ein gewisses Geschick, technischen Sachverstand, eine Gabe im schnellen erfassen und verarbeiten von Informationen und nicht zuletzt den Willen zu (Blinden) gehorsam. Dass eine gewisse "Fitness" auch dazu gehört ist ein anderes Thema...aber selbst verständlich benötigt es weniger körperliches Training einen Abzug zu betätigen als jemanden zu erstechen. Das liegt schon alleine an der körperlichen Hemmschwelle die beim erstechen eine ganz andere ist.
Bei Polizisten sieht das Beispiel noch ein wenig extremer aus. Ich kenne Polizisten die seid 20-30 Jahren im Dienst sind ohne je die Schusswaffe eingesetzt zu haben. Und ich denke dass ist nicht mal eine Seltenheit. Der Polizist muss natürlich eine gewisse Grundfitness haben. Im allgemeinen braucht er aber viel eher noch die Fähigkeit in extremen und neuen Situationen überlegt und deeskalierend zu reagieren. Und dafür braucht man wiederrum nicht wirklich dicke Muskeln...da gebe ich dir recht. Das Spiel kann man bei der Bereitschaftspolizei auf Demonstrationen immer recht gut beobachten. Während durchtrainierte "Modelathleten" hier manchmal alleine über ihr auftreten die ganze Wut auf sich ziehen (da wird der abgelehnte "starke Arm des Staates" eben besonders deutlich) braucht es manchmal nur einen Polizisten mit einer positiv-ruhigen und dennoch selbstsicheren Ausstrahlung und dem "gewissen etwas" um eine Situation zu entspannen.
ABER:
Ich will gar nicht behaupten dass in einer mittelalterlichen Welt alle Krieger Modelathleten waren. Wäre auch allzu leicht zu widerlegen..diese Behauptung. Ich halte eine Fantasywelt mit Zwangsrekrutierung durchaus für glaubhaft...ebenso wie ich auch andere Formen für glaubhaft halte. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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stephan_harald
Alter: 43 Anmeldedatum: 18.12.2007 Beiträge: 1546 Wohnort: Essen
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 07:22 Titel: |
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Ehm Gerwin... Du solltest mal von der körperlichen Attributsschiene ein wenig runterkommen.
Ich werde nun nicht Deinen Beitrag Satz für Satz zerpflücken... aber:
Wir machen immer noch ein Spiel und kein "wären wir im Damals, wäre aber Ritter XXX quasi ein Hochleistungssportler".
Sicher ist es wünschenswert wenn Ritter Kuni nicht nach 100mtr Rüstung tragen schnauft wie eine Dampflock. Das ist aber für mich nicht ein Ausschlag gebendes Kriterium für eine gute Darstellung. Maximal für das Pendel zum sehr gut.
Gruppen zu differenzieren funktioniert durch Optik aber nicht körperliche (Fremdrassendarstellung mal außen vor)
Ich gebe gerne ein Beispiel zum besten. Ich spiele einen Priester in einem Land das bis vor ein paar Monaten quasi eine Theokratiedikatur war. Mittlerweile ist der rechtliche weltlich Landesherrscher wieder an der Macht.
Dort gibt es aber einen klerikalen Orden, eigentlich ein Thema was am meisten bespielt wird. Wir haben alle die gleichen Farben, alle die gleichen Symboliken, wir haben Gebetsrituale, wir haben gleiche Sprüche, ein Thema was uns eint, und trotzdem sind wir alles Menschen und unterschiedlich. Da gibt es den fanatischen Predigtpriester, die äusserlich sehr kühle, aber extrem heissblütige Ordenskriegern, die total abgestumpfte Magierin (Vorsicht Magierin ist in diesem Kontext zwar das was man darunter versteht, wird aber in eine komplett andere Richtung gespielt), Es gibt den Sozialversager der vor lauter Gebissenwesen kaum ein Gebet rausbekommt, den reinen Krieger... usw. usw.
Trotzdem würde jeder sofort erkennen, dass alle diese Leute in eine Gruppe gehören.
Ich glaube auch nicht, dass ein Land eine bessere Ritter Darstellung hat, wenn Frauen keine Ritter spielen dürfen, eher im Gegenteil.
Stephan
dessen Ehefrau, neben Knappe, Ritter, Magierin, etc. so ziemlich alles mal spielt. |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4523 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 10:55 Titel: |
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| Zitat: | | - im allgemeinen scheint eine Abgrenzung der verschiedenen Larpgruppen und Kulturen voneinander über Kleinigkeiten und Kleidung hinaus von den meisten nicht wirklich erwünscht, insbesondere wenn sich eine Gruppe über OT-Eigenschaften abgrenzt. |
Diese Aussage habe ich eigentlich so nirgendwo gelesen, im Gegenteil. Was mir halt immer noch fehlt sind klar definierte Abgrenzungsmerkmale, die sich im Spiel auch umsetzen lassen.
Nehmen wir zum Beispiel die Sache mit der "Elitekriegerkaste": Das gibt es doch hundertfach, in jeder vierten Anfängergeschichte wird der Charakter mit sechs Jahren in die Tempeleliteleibgarde des Kriegsgotts eingezogen, wo er durch zehn Jahre knochenbrecherischen Eiltetrainings zum besten seiner Klasse heranwächst. Ebenso sind die Ithilien-Waldläufer und deren diverse Plagiate allesamt fiese kampfgestählte Spezialeinheiten, sämtliche Elfen- und insbesondere Drowkrieger sind aus einer jahrhuntertelangen Ausbildung in einer äonenalten Kriegerkultur hervorgegangen, die ihre sowieso übermenschlichen Fähigkeiten bis zum Äußersten gestählt haben, und die meisten Nordland-Barbaren haben eine Kultur voller Härte, ständigem Krieg und Entbehrung im Hintergrund, neben dem Conan zum Kuschelbär verblasst.
In der Praxis werden diese Figuren aber häufig von genau den gleichen Schreibtischtätern und Sofasitzern gespielt, die auch Bauer Jupp und Flimmi, den Magierlehrling spielen, sprich: Da klaffen einfach Spielrealität und Wirklichkeit auseinander.
Auf der anderen Seite hat ein Freund von mir mal von einem Schlachtencon erzählt, wie ihre leichtgerüstete Schützentruppe auf dem Rückzug problemlos von einer Truppe Plattenschweine eingeholt und aufgerieben wurden, die mit irrsinniger Geschwindigkeit den Berg heraufgesprintet sind. Später stellte sich dann wohl heraus, dass diese Gruppe aus Leuten bestand, die nebenbei Spieler einer lokalen Footballmanschaft waren...
Aber auch hier ist der Eindruck, der entsteht, doch meist nicht IT: "Oh, was werden die wohl für einen interessanten Hintergrund bespielen", sondern hauptsächlich OT: "Mann, sind die aber fit!".
| Zitat: | | - allzu große kulturelle Unterschiede sind eher unerwünscht...das "Zusammenspiel" von barbarisch/wilden Kulturen mit hochmittelalterlichen Gesellschaften scheint eher problematisch. |
Ich finde das eigentlich sehr bereichernd, und hätte das gerne häufiger, auch mit Kulturen die zeitlich weit nach dem Mittelalter angesiedelt sind, ebenso wie ich gerne mehr Kontrast zwischen Magie-Befürwortern und Magie-Ablehnern, Pazifisten und Faustrechtlern, Naturburschen und Fortschrittsjüngern, Kirchenbesuchern und Animisten und was es sonst noch so alles gibt hätte. Auch hier hapert es in der Praxis aber wiedermal an der Umsetzung, und in der Fähigkeit, solches Konfiltspiel auszuführen, ohne dass am Schluss einer sich OT untergebuttert fühlt. _________________ Mein Zeug auf
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8145
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 13:34 Titel: |
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Okay....ich denke ich habe einen Punkt verstanden. Es hat natürlich keinen Sinn sich Abgrenzungsmerkmale zu überlegen wenn man diese nicht einhalten kann. Wenn der Nordlandbarbar nun (körperlich) so aussieht wie der Bauer Karlo bringt es nichts wenn man in den Hintergrund schreibt "Unsere Krieger sind alles durchtrainierte Supermänner/Frauen". Ebenso würde ich wenn ich je einen Ritter spiele (oder einen Knappen) nie in meinen Hintergrund aufnehmen "Ritter V wurde im Schachspiel ausgebildet" und mich auch keiner Gruppe anschließen die ihre Ritter im Schachspiel ausbildet. Dafür sind meine OT-Kenntnisse im Schach einfach zu gering und die Gefahr zu groß vom Barbaren Cohen (der dummerweise hessischer Meister im Blitzschach ist) gänzlich deplatziert zu werden.
| Zitat: | | Aber auch hier ist der Eindruck, der entsteht, doch meist nicht IT: "Oh, was werden die wohl für einen interessanten Hintergrund bespielen", sondern hauptsächlich OT: "Mann, sind die aber fit!". |
Akzeptiert. Ich denke daran lässt sich auch wenig ändern. Vielleicht wäre ein besserer Eindruck entstanden wenn die Footballgruppe ein IT-Training (nein, nicht Football) abgehalten hätte...aber wahrscheinlich ist dieses Problem nicht zu knacken.
| Zitat: | | Ich glaube auch nicht, dass ein Land eine bessere Ritter Darstellung hat, wenn Frauen keine Ritter spielen dürfen, eher im Gegenteil. |
Es geht doch (immer noch nicht) um besser oder schlechter. Es geht nicht einmal um Geschmack. Es geht einfach um "anders". Auch wenn ich lieber Cola trinke kaufe ich mir ab und zu eine Pepsi um einen anderen Geschmack zu bekommen. Auch wenn ich lieber in gleichberechtigten Harmoniehintergründen spiele würde ich es ab und zu als willkommene Abwechslung ansehen aus diesen Hintergründen auszubrechen. Auch wenn ich einsehe dass normalerweise körperliche Eigenschaften nicht ausschlaggebend sind fände ich nun (fiktives Beispiel) die Barbarengruppe welche sich nur aus Topathleten zusammensetzt ...einmal im Jahr trifft um einen barbarisch harten Hintergrund zu bespielen und danach wieder die normalen Ritter/Wikinger/Drow/whatever darstellt als relativ spielbereichernd. Problem ist nur...derartige Gruppen sind eben "Ausnahmegruppen" die meist von Leuten bespielt werden die auch andere "Standardgruppen" bespielen. Von daher wäre ja der Unterschied zwischen Barbar X auf Con Z und Ritter W auf Con U wieder hinfällig..wenn hinter beiden Charakteren der Footballspieler Uwe steckt.
Gruß
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
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inLarp

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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 13:55 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Der Ritter MUSS als Mensch der sich tendenziell (häufig) hinter einer dicken Wand aus Stahl, mehreren Waffenknechten, einen großen Schild und einen recht langen Schwert "versteckt" nicht unbedingt fit sein. Zumindest wäre dass für den Ritter selbst keine zwingende Voraussetzung für eine gute Darstellung. |
Wenn die militärische Qualität sich v.a. in der mitgeschleppten Panzerung manifestiert, wird die Ausdauer automatisch zur wichtigsten bis einzigen Qualifikation, denn sie ist die Voraussetzung für den Gebrauch dieser militärischen Qualität; zumindest wenn diese von Fußgängern getragen wird...
Mal wieder ein Beispiel aus der Antike: Die griechischen Hopliten zeichneten sich gegenüber ihren nicht-griechischen Gegnern v.a. durch die überlegene Panzerung aus. Auch die inner-griechischen Auseinandersetzungen waren lange Zeit ganz von der schweren Infantrie und ihrer klassischen Fechtweise, der Phalanx, dominiert. Gut, das waren "Volksaufgebote", keine beruflichen Elitekrieger (Spartiaten mal ausgenommen, um die geht es nicht). Interessant ist aber, welche Disziplin es ins sportliche Breitenprogramm des alten Hellas geschafft hat: Nicht gladiatorenmäßige Kampfspielchen, sondern der Waffenlauf, da dieser den wichtigsten Aspekt der ganzen Hopliten-Fechtweise trainierte: Die Ausdauer, in Rüstung durchs Gelände zu stapfen.
Bei mehr oder minder ungerüsteten Stammeskriegern (Kelten & Germanen bspw) nahm auf der einen Seite der individuelle Mut, die persönliche Tapferkeit die Stelle der Disziplin ein, die für eine geschlossene Kampfweise notwendig ist. Als Ideal körperlicher Ertüchtigung stand reines Kräftemessen und schiere körperliche Kraft mE aber sehr hoch im Ansehen. Das Durch-die-Gegend-schleudern von möglichst großen Felsen oder Baumstämmen assoziiere ich eher mit den Barbaren als den "zivilisierten Völkern".
Dennoch (oder gerade darum) halte ich die ganze Vorauswahl-Geschichte für relativ unpasssend. Ich habe bisher kaum Chars rezipiert, bei der ich sagen würde, dass das Konzept von der mangelnden Fitness negativ beeinflusst wurde.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | - im allgemeinen scheint eine Abgrenzung der verschiedenen Larpgruppen und Kulturen voneinander über Kleinigkeiten und Kleidung hinaus von den meisten nicht wirklich erwünscht, insbesondere wenn sich eine Gruppe über OT-Eigenschaften abgrenzt. |
Wie so oft fällt das Verhalten, dass doch der eigentlich Kern dieser Idee, eine Rolle zu verkörpern sein sollte, völlig unter den Tisch. Sehr prägnant fand ich da bspw Cartefius Unterscheidung zwischen eher "volksnahem" oder "distanziertem Adel". Ich tendiere als Spieler von nichadligen Rollen eher zu ersterem, finde aber beides durchaus akzeptabel (nur nicht für mich als Lakai). In beiden Versionen kann das Adelsding wunderbar hervortreten und bespielt werden (oder auch nicht, eine Garantie für gutes Spiel ist kein konzept). Es ist mE ein recht gravierender Unterschied im Verhalten zweier prinzipiell "mittelalterlichen" Gruppen, der sich allein im Verhalten begründet.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Ein moderner Soldat MUSS nicht unbedingt körperlich fit sein wie es der Herr Legionär oder der Normannenkrieger noch sein musste. |
Doch, muss er, zumindest wenn man römische Legionäre und heutige NATO-Elite-Soldaten vergleicht. Der Grund liegt im entscheidenden militärischem Punkt, in dem Fintess zum Tragen kommt: Wieviel Ausrüstung, Panzerung und Bewaffnung kann man dem Soldaten aufbürden, ohne die Beweglichkeit über Gebühr einzuschränken. Dahinter gehen alle anderen Punkt, die Ausdauer betreffend, klar unter. Ein guter Schwertkämpfer/Scharfschütze zu sein hat natürlich auch militärischen Wert, es hat aber nichts mit dem Ausdauer/Fintness-Faktor zu tun, sondern ist davon weitgehend unabhängig.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Er braucht viel mehr ein gewisses Geschick, technischen Sachverstand, eine Gabe im schnellen erfassen und verarbeiten von Informationen und nicht zuletzt den Willen zu (Blinden) gehorsam. |
Auch das ist heute nicht mehr wahr; die heutige Infantrie gleicht in ihrer Kampfweise eher Barbaren/Guerilleros und ihren Taktiken denn dem Kampf im geschlossenen Truppenkörper, wo Disziplin alles ist. Allgemein die Subordniation ist natürlich erhalten geblieben und steht "barbarischem Denken" diametral entgegen, aber das ist etwas andere als blinder Kadaver-Gehorsam.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Der Polizist muss natürlich eine gewisse Grundfitness haben. |
Weswegen Polizisten auch Sport treiben müssen. Ist für die eine Zwangsveranstaltung, die in die Freizeit verlegt ist.
EDIT
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Akzeptiert. Ich denke daran lässt sich auch wenig ändern. Vielleicht wäre ein besserer Eindruck entstanden wenn die Footballgruppe ein IT-Training (nein, nicht Football) abgehalten hätte...aber wahrscheinlich ist dieses Problem nicht zu knacken. |
Vielleicht sollte man Begriffe wie "Elite" o.ä. weniger als Selbstcharakterisierung sehen, sonder sie nur ernst nehmen, wenn andere so was sagen. Hinter positiven Aussagen über andere LARP-Gruppen (oder auch einzelne SCs) steht ja häufig ein Beeindruckt-Sein von deren Auftreten; seien dass die "Ich hol den Späher bergauf auch in Vollplatte ein"-Kondimonster, die Gruppe disziplinierter Landsknechte in Reih & Glied, mit Trommlern vorneweg etc. pp.
Ob sich Gruppe XY als "die tollsten Ritter von dem Land, wo die stärksten aller Krieger wohnen" vorstellt sagt das doch gar nichts (sowohl bei IT- wie OT-Vorstellung), während reale Vorfälle bzw Leistungen einfach auf einem ganz anderen Blatt stehen. Und, BTW, ist doch wie in der Realität. Was hielten sich die Habsburger Ritter für tolle Hechte. Als sie dann von ein paar Hinterwäldlern aussn Bergen vermoppt worden waren sank der militärische Stern des Rittertums, aber jeder Potentat brauchte jetzt unbedingt ein paar Hinterwäldler, weil die ja offensichtlich sooo tolle Elitekrieger waren...  _________________ So long
Justav
Zuletzt bearbeitet von Justav am 12.06.2011, 14:29, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4523 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 13:57 Titel: |
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| Zitat: | | Okay....ich denke ich habe einen Punkt verstanden. Es hat natürlich keinen Sinn sich Abgrenzungsmerkmale zu überlegen wenn man diese nicht einhalten kann. Wenn der Nordlandbarbar nun (körperlich) so aussieht wie der Bauer Karlo bringt es nichts wenn man in den Hintergrund schreibt "Unsere Krieger sind alles durchtrainierte Supermänner/Frauen". |
Genau, es muss auch eine spielerische und wenn möglich eigenständige Umsetzung dazugehören.
Zum Beispiel fände ich es für eine Barbarengruppe, in deren Hintergrund sehr viel Wert auf körperliche Fitness und die Eignung zum Krieger gelegt wird, durchaus bereichernd, wenn bei diesen Kriegern analog zu einigen Fantasy-Barbarenklischees Streitigkeiten und Dispute ständig in körperliches Kräftmessen ausarten: Wenn du mir was befehlen willst, musst du mich erst im Armdrücken, Wettsaufen, Baumstammweitwurf, Bogenschießen oder Wettlauf besiegen! Das kann ja durchaus ritualisiert, und mit gewissen Haken und Ösen versehen sein, indem z.B. der herausgeforderte immer die Art des Wettstreits wählt (und so eventuell der kleine schmächtige Hjalf auch eine Chance gegen Alfrik, den Hünen hat, indem er ihn zum Wettrennen auffordert), und in erster Linie innerhalb der Gruppe stattfinden, so dass man nicht immer anderen Leuten diese Art von Spiel aufzwingt. _________________ Mein Zeug auf
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 12.06.2011, 14:28 Titel: |
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| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Zum Beispiel fände ich es für eine Barbarengruppe, in deren Hintergrund sehr viel Wert auf körperliche Fitness und die Eignung zum Krieger gelegt wird, durchaus bereichernd, wenn bei diesen Kriegern analog zu einigen Fantasy-Barbarenklischees Streitigkeiten und Dispute ständig in körperliches Kräftmessen ausarten: Wenn du mir was befehlen willst, musst du mich erst im Armdrücken, Wettsaufen, Baumstammweitwurf, Bogenschießen oder Wettlauf besiegen! |
Kann man machen, aber mich erinnert das eher an Orks...
Im Ernst, "Naturvölker" regeln interne Auseinandersetzungen in aller Regel anders, schon weil gruppeninterne Gewalt viel zu viele Nachteile hat, zB tote Stammesmitglieder. Eine solche Vorstellung ist sehr viel Fanatsy, sehr wenig Realität. Beides ist möglich, und, wie Du ja gebehtsmühlenartig und völlig zu Recht sagst: Man sollte sich über die Optionen im klaren sein und dann gezielt wählen.
BTW, wenn eine solche Entscheidungsfindung sich v.a. auf die "Führungspersonen" verschiedener Gruppierungen bezieht, nicht auf die Meinungsfindung innerhalb einer Gruppe, könnte das auch als ritterlich interpretiert werden (dann ohne Grunzen, versteht sich...). So ein kleines Duell als Entscheidungsfinder im Streit um den Vorstreit oder die Hierarchie fände ich nicht unpassend, in juristischen Verfahren ohnehin.
Um aber noch mal auf "meine" alte Barbarengruppe zu verweisen: Da wurde diskutiert, dass gehörte zu unserer Vorstellung unbedingt dazu, aber der Häutpling hatte das letzte Wort, und dann war Schluss mit der Debatte. Gabs sogar ne Formel für:
Shúum at umós Zaberaký slútosh kar, Askavár mok Sóbrath slútosh kryn. Zaberákh da Cárnun slútu. Wag wallúm Cárnun. _________________ So long
Justav |
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