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Thema: Elfensprache Sindarin und Quenya


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<< Charakterkonzept Attaché ein Highlander als Anfangscharakter? >> 
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Calum MacDaragh




Anmeldedatum: 16.10.2008
Beiträge: 424
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 13.02.2010, 02:18    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Besagte Spielerin saß beim durchgehen neben ihm und verbesserte dann seine Aussprache, die Fälle und den Satzbau.

Das kann schon sein, so schwierig ist das dann auch nicht. Zu den Zeiten, in denen ich mich da mehr mit beschäftigt habe, hätte ich sowas wahrscheinlich auch hinbekommen. Gerade die Aussprache ist weitestgehend mit dem Gälischen identisch, kann man das eine, kann man auch das andere. Reicht wenigstens für eine gute Simulation.

(<--- Gälischkenntnisse fürs Keltenlarp).

Lothenon (hat lange Sindarin.de betreut) hat auf seiner Seite Ellammath.de ein paar Aufnahmen von gesprochenen Gedichten - sehr hilfreich, um die eigene Aussprache zu üben.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:00    Titel:

Mae govannen alle zusammen Smile
Ich bin neu hier und wollte mal eine neutrale Meinung hören. Seit knapp 3 Jahren beschäftige ich mich jetzt mit [i]Sindarin[/i] und [i]Quenya[/i] und mir sind immer wieder Lücken in der Grammatik und in den Vokabeln aufgefallen. Besonders Quenya hat es mir angetan und ich finde es sehr schade wie lückenhaft diese Sprache ist. Da hab ich mir zwei Sachen überlegt:
1. Man könnte vielleicht ja mal selber Hand anlegen und Quenya so anwendbarer machen (so viel wäre da nicht mehr zu tun)
ODER
2. Tolkiens Sprachen haben mich sehr inspiriert und es macht mir großen Spaß Sprachen zu erfinden, da dachte ich mir ich erfinde eine "neue" Elbensprache die an unsere moderne Zeit ein bisschen angepasst ist. Aber ich wusste nicht wie da die Tolkienfans so reagieren würden.

Bitte sagt mir dazu ehrlich eure Meinung.
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Norvakh



Alter: 19
Anmeldedatum: 03.09.2009
Beiträge: 174

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:05    Titel:

Die meisten haben schon genug Probleme, sich einen Grundwortschatz und einfache Grammatik der bestehenden Elbensprache anzueignen. Eine neue Sprache würde zwar die alten Probleme lösen, aber keiner würde sie lernen. Wir haben es ja schon beim zwergischen schwer genug: Obwohl es soweit gar keine Alternative Sprache gibt, können trotzdem nicht mal ein knappes Dutzend Zwergenspieler ein paar Sätze in Kuzad spontan kreieren.
Lieber würde ich da versuchen, das Quenya etwas zu verbessern und mich an die richtigen Personen damit wenden (große Elbengruppen etc)

Agar
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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:14    Titel:

Eigentlich ist es auch keine neue Sprache, sondern viel mehr eine Genaralüberholung für Quenya um Lücken in der Grammatik und im Vokabular zu schließen. Dabei habe ich auch einige Early Qenya Vokabeln an das reife Quenya angepasst.

Aber deine Einwende finde ich verständlich
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Cartefius



Alter: 32
Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 4528
Wohnort: Bielefeld

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:16    Titel:

Zitat:
Bitte sagt mir dazu ehrlich eure Meinung.

Meiner Meinung nach ist es mit Larpsprachen ein bisschen wie mit Larpreligionen: Natürlich kann man sie für sich und aus Spaß an der Freude, oder auch als inszenierte Form der Darstellung betreiben. Sie gewinnen aber deutlich durch Interaktion mit anderen Spielern: Wenn man andere Leute mit dem gleichen Hintergrund trifft, und so eine Möglichkeit hat, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen und nach außen den Eindruck von Tiefe und Tradition zu vermitteln.

Deswegen wäre für mich eine weniger perfekte, aber dafür weiter verbreitete Sprache (oder auch Religion) im Larp eigentlich immer einer besser ausgearbeiteten 1-Personen-Show vorzuziehen. Wenn man das ganze so nah am Original hält, dass man trotzdem eine große gemeinsame Spielbasis hat, kann eine eigene Variation aber unter Umständen gehen.


Zuletzt bearbeitet von Cartefius am 15.03.2010, 17:17, insgesamt einmal bearbeitet
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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:16    Titel:

*Einwände (habe mich oben verschrieben)
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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:24    Titel:

Da hast du schon recht, aber Tolkien lebt halt nicht mehr und wird diese Sprache nie perfektionieren können. Und das finde ich halt schade weil ich glaube das viel mehr Quenya lernen würden wenn man sie auch mehr im Alltag benutzen könnte.

Und wie soll eine Sprache wachsen wenn sich niemand die Mühe macht sie weiterzuentwickeln?
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Justav




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Beiträge: 1326
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:32    Titel:

Gilfanon hat Folgendes geschrieben:
Mae govannen alle zusammen Smile
2. Tolkiens Sprachen haben mich sehr inspiriert und es macht mir großen Spaß Sprachen zu erfinden, da dachte ich mir ich erfinde eine "neue" Elbensprache die an unsere moderne Zeit ein bisschen angepasst ist. Aber ich wusste nicht wie da die Tolkienfans so reagieren würden.


Niemand wird Dir verbieten, Dir beliebig viele Fantasy-Sprachen auszudenken; selbst Spieler, die selber "orthodox nach Tolkien" spielen müssen wohl damit leben, dass Sindarin und Quenya nicht die einzigen IT-Elfensprachen sind. Insofern: Mach, und viel Spaß dabei.

Das Problem: Eine Sprache, die Du Dir ausdenkst, kann exakt eine Person: Du. Solange das nicht anders ist wird der Hauptaspekt einer Sprache (Mittel der Kommunkation zu sein) nicht erfüllt. Wink

Für unseren Barbarenstamm haben wir mal eine (rudmentäre, aber funtionale) Sprache entwickelt; da die aber keiner von beherrschte, geschweige denn fließend, blieb es bei ein paar rituellen Formeln un dem einen oder anderen Begriff, der es in den "allgemeinen Sprachgebrauch" schaffte.
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So long

Justav
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 17:50    Titel:

Wie gesagt, ich wollte erstmal ein paar Meinungen hören. Weil was nützt es mir eine Sprache zu *erfinden wenn sie niemand lernen will (auch wenn mir das Erfinden viel Spaß gemacht hat).
*ich schreibe jetzt mal erfinden, weil Tolkiens Quenya zwar das Grundgerüst bildet, aber es dennoch entscheidende Unterschiede gibt

Ich kann die Sprache zwar für meinen privaten Nutzen verwenden, aber wenn niemand mitmacht ist es ja auch für Katz.

Ich habe zwar auch mal aus Spaß ne eigene Geschichte geschrieben in der ich die Sprache einfügen könnte, aber das wars auch. Und ich gaube das wirkt ein bisschen wie ein billiger Tolkien-Abklatsch was ich hier mache Sad

Ach ja und wenn jemand fragen zu Quenya hat, versuche ich gerne zu helfen. In Sindarin bin ich zwar nicht mehr ganz so fitt, aber ich hoffe trotzdem das ich da helfen kann Smile
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Norvakh



Alter: 19
Anmeldedatum: 03.09.2009
Beiträge: 174

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 18:56    Titel:

Ich würde wie gesagt einfach versuchen, die Lücken im Quenya etwas zu schließen, aber dabei im Rahmen zu bleiben. Netzwerke wie das Ning in Kombination mit einem Thread hier im Forum, dem regen Austausch von ICQ/Skypedaten könnten doch eine Gruppe ermöglichen, die sich mit dem Ausbau von Quenya beschäftigt und das in die Larpspielerschaft transportiert.

Das Entwickeln einer neuen Sprache würde ich wirklich nicht empfehlen. Ein Haufen Arbeit für Nichts, ums kurz zu machen. Darauf läuft es nämlich hinaus, da die Leute lieber Sindarin und Quenya lernen, damit können sie sich nämlich eher unterhalten!

Agar, hat mal angefangen Sindarin zu lernen und es aufgegeben.
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Calum MacDaragh




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Beiträge: 424
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.03.2010, 20:49    Titel:

Naja, also ehrlich gesagt gibt es das schon längst... Smile

Einerseits haben die linguistisch interessierten Sindarin- und Quenyasprecher verschiedene Formen deduziert. Zwar sind diese Wörter bei Tolkien nicht belegt, eine Konstruktion analog von anderen Formen aber möglich. Also z.B. cae = Erde, *caeda = liegen. Die zweite Form ist nicht belegt, aber eben konstruierbar. Deswegen ist die auch mit einem * gekennzeichnet, was heißt: Nicht belegt.

Das ist nun fürs Larp eigentlich alles eher unwichtig, aber auch im Larp legen die Puristen unter den Sprechern der Elbensprachen da schon wert drauf.

Nichtsdestotrotz gibt es auch larptypische Wortkonstruktionen, die quasi ins Blaue hinein erfunden worden. Ich kann es nicht sicher sagen, aber ich glaube *mornechui (schwarzes Erwachen) = Kaffee ist so eine erfundene Form. Ich benutze das zwar spaßeshalber, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es das so bei Tolkien tatsächlich gibt.

Also lange Rede kurzer Sinn: Mach ruhig, gute Ideen und brauchbare Wörter werden sich durchsetzen. Ich würde solche Neuschöpfungen mal in den einschlägigen Foren (z.B. auf Sindarin.de, da gibts auch ein Quenya-Forum) vorstellen und mir da ein paar fundiertere Meinungen zu holen.
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Chevalier



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.03.2010, 10:28    Titel:

Ich bin Tolkien-Fundamentalist. Ich halte nichts von Dingen dazu erfinden, die der Meister nicht selbst so angelegt hat. Nennt es dann wie ihr wollt, aber Sindarin oder Quenya sind es nicht.

Abgesehen davon muss ich auch zugestehen dass ich nicht so viel Sinn darin sehe. Wann braucht man sowas? Es gibt nur einen einzigen Fall: Elben (nicht Elfen!) wollen untereinander reden, ohne das ein Nicht-Elb, der dabei ist, es verstehen kann. Oder ihr seid auf dem Mystiktrip und wollt euch geheimnisvoll exotisch geben. Das kann ich noch akzeptieren.

Aber wirklich richtig sprechen...ich glaube das können dann vielleicht ein Dutzend Personen. Ein Schicksal wie Klingonisch. Wink

Nutzt was da ist, meine ich. Und das reicht vollkommen aus für normale Larpzwecke.
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Gilfanon




Anmeldedatum: 15.03.2010
Beiträge: 6

BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.03.2010, 18:26    Titel:

Ich hab inzwischen nochmal nachgedacht, natürlich würde es mir auch reichen nur Quenya ein bisschen zu vervollständigen. Aber meine Kreativität ist mit mir durchgegangen und ich liebe einfach schöne Sprachen. Ich bin der Meinung nur weil eine Sprache "erfunden" wurde muss sie sie ja nicht schlechter sein als eine reale Sprache. Mir geht es dabei allein um die sprachliche Ästhetik. Und ich finde so viel Arbeit macht eine neue Sprache nun auch wieder nicht wenn man eine Vorstellung von dessen Klang hat.
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Alex
Moderator


Alter: 33
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Beiträge: 11083
Wohnort: Wahlhesse mit Ruhrpottherkunft

BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.03.2010, 00:29    Titel:

Manm, dann nennt man es einfach "erweitertes Quenya" und fertig is... grenzt es von Tolkien-Quenya klar ab, die Wurzeln sind Erkennbar und jeder weiß, was gemeint ist.

Und Chevalier: Einfach zur Darstellung der fremden Kultur der Elben find ich das toll, wenn die in ihrer eigenen Sprache sprechen, je mehr, desto besser.

Grüße,
Alex
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Calum MacDaragh




Anmeldedatum: 16.10.2008
Beiträge: 424
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.03.2010, 00:48    Titel:

Sprachen, die benutzt werden, werden eben auch verändert. Ist vielleicht in etwa mit dem heutigen Latein vergleichbar: Das wird auch von niemandem als Muttersprache gesprochen, da es aber noch benutzt wird, gibt es da heute auch Wörter wie Aeronavis für Flugzeug.

Und ich wage mal zu behaupten, dass die Anzahl der Menschen, die vom reinen Hören erkennen können, ob ein Wort belegbar ist oder nicht an zwei Händen abzuzählen ist. Im Larp ist das jedenfalls noch nie ein Problem gewesen.

Mal ganz davon ab, dass das meiste gesprochene Elbisch im Larp ein zusammenhangloses Kauderwelsch aus elbischen Lauten ist, das vor allem dazu dient, seine nichtelbischen Mitspieler zu beeindrucken. Wink
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