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Thema: Exotische Fremdrassen, eine Bereicherung?


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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 21:32    Titel: Exotische Fremdrassen, eine Bereicherung?

Nach dem Katzenthread (und auch auf die Gefahr hin hier gleich gesteinigt zu werden) würde ich gerne mal eine Diskussion über exotische Fremdrassen im allgemeinen beginnen.

Als Definition: Exotische Fremdrasse sieht jeder wohl noch anders und eine allgemeingültige Definition wird man hier kaum finden können. Für mich wäre eine Grenzziehung fast unmöglich...aber ich fasse darunter mal alles was irgendwie zum einen in Richtung Tierwesen geht und zum anderen in Richtung "Rasse mit betont Fremdartigen Konzept" (sprich sozusagen Ausserirdische die sich generell mit Absicht in eine exotische Richtung bewegen).

Als leidenschaftlicher Menschenspieler und mit der Chance auf dem diesjährigen CoM auf Grund von recht viel Leerlauf ein wenig zu beobachten sind mir ein paar Dinge aufgefallen.

1. Konfliktspiel?

Immer wieder wird ja gerne darauf hingewiesen dass Spieler dieser Konzepte das Konfliktspiel durchaus hinnehmen würden. Die Beobachtung hat das bestätigt, allerdings nur in gewissen Grenzen. Sobald es der Fremdrasse ans Leder ging war irgendwie recht schnell Schluss mit Konfliktspiel und man berief sich auf Dinge die ich (zumindest bei einen Menschen) schon sehr pappnässig finden würde ("Ich trag zwar nur eine Lederrüstung, aber magischen Rüstschutz" *in Verbindung mit dem zeigen eines blauen Bändchens unterm Fell "Ihr könnt mich nicht niederschlagen, dass geht anatomisch nicht" *gut, der war offensichtlich ein Anfänger..lustig wars dennoch*). Insbesondere wenn das Konfliktspiel den Tod der Fremdrasse beinhalten sollte, zum Beispiel um das Fell vor den Kamin zu legen, waren die Ausflüchte doch recht hoch. Die Frage die sich mir aufdrängt wäre an dem Punkt: Ist ein Spieler eines eventuell hochwertigen und arbeitsintensiven aber konfliktträchtigen Konzeptes wirklich bereit dieses sterben zu lassen als logische Konsequenz? Ich zweifle.

2. Aufmerksamkeit:

Eine Sache die mir extrem bei manchen Spielern aufgefallen ist war das (zumindest von aussen betrachtete) Gieren nach Aufmerksamkeit. Es macht einfach wenig Spaß wenn einen der Skave einen dicken NSC nach dem anderen wegschnappt und diesen dann auch noch im Duell scheinbar mühelos wegputzt (obwohl vorher drei "humanoide" Spieler dran verzweifelt sind). Klingt nun sicher etwas eigenartig, aber bin ich alleine mit der Beobachtung dass es vielen dieser Spieler zumindest auch um eine erhöhte Aufmerksamkeit geht die sie mit einen weniger exotischen Konzept gar nicht erreichen könnten?

3. Berichtigung?

Und hier ist wieder so ein Punkt wo für meine eigene Meinung noch etwas unschlüssig ist. Nehmen wir an dass sowohl Aufmerksamkeit gesucht wird (sehr wahrscheinlich) als auch der Konflikt nicht ausgetragen wird. Gibt es dann eine Berechtigung für die Invasion von Fremdwesen..oder könnte man nicht wirklich leichter zu exotischeren menschlichen Konzepten greifen? Einerseits muss man wohl als Besucher von Großcons auch mit etwas "anderen" Konzepten leben. Viele davon sind großartig anzusehen, mit viel Mühe in Kostümen und Darstellung. Auserdem wäre es ja sehr anmaßend jemanden eine Berichtigung zu entziehen nur weil das Konzept für einen selbst nicht "sooo spielbereichernd" ist.

Andererseits verkommen gewisse Veranstaltungen zwar in meinen Augen immer mehr zum Zoo (nicht zum Festival). Oder wie ein befreundeter Reeanactor sich ausdrückte:

"Also ich geb mir immer Mühe Larp und Reeanactment zu trennen um niemand zu stören...ABER WAS ZUM TEUFEL SUCHEN DIE GANZEN COSPLAYER HIER!"

Ich stell dass einfach mal zur Diskussion...gerade weil hier auch ab und zu Menschen mitlesen die wohl zur "Fremdrassenoberklasse" (positiv gemeint) gehören

Gruß

Gerwin.

((Die Rubrik ist schon mit Absicht gewählt. Wenn es stört...verschieben))
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 11.02.2012    Titel:

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Lorac



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 22:51    Titel: Re: Exotische Fremdrassen, eine Bereicherung?

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
1. Konfliktspiel?

Immer wieder wird ja gerne darauf hingewiesen dass Spieler dieser Konzepte das Konfliktspiel durchaus hinnehmen würden. Die Beobachtung hat das bestätigt, allerdings nur in gewissen Grenzen. Sobald es der Fremdrasse ans Leder ging war irgendwie recht schnell Schluss mit Konfliktspiel und man berief sich auf Dinge die ich (zumindest bei einen Menschen) schon sehr pappnässig finden würde ("Ich trag zwar nur eine Lederrüstung, aber magischen Rüstschutz" *in Verbindung mit dem zeigen eines blauen Bändchens unterm Fell "Ihr könnt mich nicht niederschlagen, dass geht anatomisch nicht" *gut, der war offensichtlich ein Anfänger..lustig wars dennoch*). Insbesondere wenn das Konfliktspiel den Tod der Fremdrasse beinhalten sollte, zum Beispiel um das Fell vor den Kamin zu legen, waren die Ausflüchte doch recht hoch. Die Frage die sich mir aufdrängt wäre an dem Punkt: Ist ein Spieler eines eventuell hochwertigen und arbeitsintensiven aber konfliktträchtigen Konzeptes wirklich bereit dieses sterben zu lassen als logische Konsequenz? Ich zweifle.


Faszinierend, ich wusste garnicht, dass Fremdrassen automatisch irgendwelche Sonderfähigkeiten haben(->Niederschlagsimmunität) oder irgendwas magisches(->Rüstschutz, was man um ein Vielfaches häufiger bei menschlichen Charakteren sieht, wo es niemanden kümmert)...
Jedenfalls kann ich sagen, dass solcher Unsinn in meinem Umfeld noch nicht vorgekommen ist.
Ansonsten hat glaube ich niemand Spaß am Sterben. Erstaunlicherweise finden das auch die Fremdrassenjäger selten lustig, wenn man mal Verstärkung zusammentrommelt, um den Spieß umzudrehen, auch wenn diese Charaktere meist weniger Aufwand bedeuten.
Plötzlich schmerzt ein Speer im Bein garnicht mal so sehr und regt den Getroffenen eher zu Geschwindigkeitsrekorden an...die Reaktionen scheinen bei PvP häufiger vorzukommen.
Wobei mich eh wundert, wieso es unbedingt zu einem Tod kommen muss. Ich halte fremdbestimmten Charaktertod für ziemlich sinnfrei.
Zum Thema Fell vor den Karmin legen, das nenne ich mal den dämlichsten aller Gründe. Religiöser Fanatismus, von mir aus, Rassenhass, auch OK, aber Fell vorm Karmin? Oo


Gerwin hat Folgendes geschrieben:
2. Aufmerksamkeit:

Eine Sache die mir extrem bei manchen Spielern aufgefallen ist war das (zumindest von aussen betrachtete) Gieren nach Aufmerksamkeit. Es macht einfach wenig Spaß wenn einen der Skave einen dicken NSC nach dem anderen wegschnappt und diesen dann auch noch im Duell scheinbar mühelos wegputzt (obwohl vorher drei "humanoide" Spieler dran verzweifelt sind). Klingt nun sicher etwas eigenartig, aber bin ich alleine mit der Beobachtung dass es vielen dieser Spieler zumindest auch um eine erhöhte Aufmerksamkeit geht die sie mit einen weniger exotischen Konzept gar nicht erreichen könnten?


Erhöhte Aufmerksamkeit hat man sicher, aber aber was das Wegschnappen dicker NSC angeht...ähm hallo? Oo
Wieder die Frage, seit wann Fremdrassen irgendwas können(also z.B. sich um mehr als maximal einen einzigen etwas stärkeren NSC pro Schlacht kümmern), was sich von Standardcharakteren abhebt.
Ich kann zumindest für die Charaktere in meinem Umfeld sprechen, die im Regelfall etwa menschliche Widerstandskraft haben und durch die Tatsache, dass man sich mit solchem Körperbau schlecht rüsten kann eher früher zu Boden gehen.
Das heißt also vieleicht, dass auf die Fremdrassen evtl. mehr oder eher dicke NSC zukommen, als auf unscheinbare(!) menschliche Charaktere, nicht aber, dass sie beim Angriff auf diese mehr Erfolg hätten.
Auch kommt man mit auffälliger menschlicher Gewandung sicher auf mehr dicke NSC, wenn man es denn drauf anlegt, als mit Hans, dem generischen Spießer Nr. 35.


Gerwin hat Folgendes geschrieben:
3. Berichtigung?

Und hier ist wieder so ein Punkt wo für meine eigene Meinung noch etwas unschlüssig ist. Nehmen wir an dass sowohl Aufmerksamkeit gesucht wird (sehr wahrscheinlich) als auch der Konflikt nicht ausgetragen wird. Gibt es dann eine Berechtigung für die Invasion von Fremdwesen..oder könnte man nicht wirklich leichter zu exotischeren menschlichen Konzepten greifen? Einerseits muss man wohl als Besucher von Großcons auch mit etwas "anderen" Konzepten leben. Viele davon sind großartig anzusehen, mit viel Mühe in Kostümen und Darstellung. Auserdem wäre es ja sehr anmaßend jemanden eine Berichtigung zu entziehen nur weil das Konzept für einen selbst nicht "sooo spielbereichernd" ist.


Jetzt wirds spätestens albern. Wo gibts denn die "Invasion" von (zumindest halbwegs ansehnlichen) Fremdwesen? Wenn ich wüsste, wo die ist, würde ich nur noch auf solche Cons gehen. Oo
Auf Großcons hat man vermutlich die einzige Gelegenheit mal mehr als 2-3 davon überhaupt zugleich zu sehen...
Auf Standardcons wird der Wert irgendwo je nach Veranstalltung zwischen 0 und 3 solcher Charaktere liegen.
Ansonsten kann man nicht jede Wirkung, die man anstrebt mit einem menschlichen Konzept erreichen. So gerne das propagiert wird, ich halte das für ziemlich utopisch.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:15    Titel:

Eines vorweg: Ich mag keine Tierwesen, Spielerdämonen, Halbdrachen und ähnliche abgehobenen Konzepte. Kein Stück.

Zu Gerwins Punkten:
1+2: Sehe ich einfach nicht. Ich glaube zwar, daß Du sowas beobachtet hast, glaube aber genauso, daß Du im gleichen Zeitpunkt an einer anderen Stelle nicht den Wikinger, den Ritter, den Römer gesehen hast, der ganz genauso Pappnasig spielt. Das hat, denke ich, nichts mit der bespielten Rolle zu tun.

3: Sowas ist eben vom Con abhängig. Auf einem low-fantasy-con mit der Ziege auf zwei Beinen anzukommen ist sicher eine blöde Idee, aber wnen der Con nunmal als High-Fantasy ausgeschrieben ist - oder ein "Anything-goes-Großcon" ist, hat da der Minotaurus genauso eine Berechtigung dazusein wie eben der Pirat oder Bauer. Ob man die Exoten auch als exotische Menschen spielen könnte...möglich...aber genauso kann man ja verlangen, daß man seinen Bauern auch als Tischler spielen könnte. Wenn jemand einen solchen Exoten spielt, dann sicherlich nicht (nur), weil er exotisch sein will, sondern weil er eine gewisse Rolle verkörpern will. Und das Recht dazu würde ich grundsätzlich niemandem nehmen wollen, solange das "wo" stimmt.
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Lorac



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:27    Titel:

@ Kelmon: Gerade was deinen Punkt 3 angeht, muss ich dir nochmal Recht geben. Es gibt für jeden Charakter den richtigen Con. Auf Großcons muss man halt mit allem rechnen und geht mit dem Wissen dorthin.
Ansonsten ist denke ich die Sache, dass es kaum einen universell passenden Charakter gibt.
Ein ceridischer Spießer auf einem High Fantasy Con ist halt genauso falsch, wie die aufrecht gehende Ziege auf einem Low Fantasy Con.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 11.02.2012    Titel:

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Turis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:36    Titel:

Schließe mich größtenteils Kelmon an.

Die Sache mit der Aufmerksamkeit erschien mir auf den ersten Blick passend, aber wenn man darüber nachdenkt, dass so manche Frau sich Elfenohren anklebt um schön zu sein (evtl =Aufmerksamkeit) oder ebenso mancher Krieger sich eine richtige auffällige Rüstung und ne dicke Waffe holt... naja, dann sieht das für mich nicht nach einer Eigenart der Exoten aus. Dass der Wunsch nach Aufmerksamkeit unter den Exoten vielleicht insgesamt höher ist, als unter den Kriegern/Elfen.. könnte ich mir vorstellen - mehr aber auch nicht.

Ich glaube eher, dass der Wunsch besteht das Hobby intensiver zu erleben, als man das sonst tun könnte. Jeder sucht die Intensivität anders: Plotjagd, Charakterspiel, Ambiente... und im Exotenkonzept wird vielleicht eine besonders gute Möglichkeit gesehen. Leider scheitert das aber wahrscheinlich an der Larp-Realität.

Ich empfinde Exoten oft leider auch eher als störend. Einerseits weil sie schlecht dargestellt sind (äußerlich), andererseits aber auch, weil ich keine Ahnung habe, wie ich mit sowas IT umgehen soll. Behandel ich sie wie normale Menschen, dann hat da keine Seite was von. Tue ich das nicht, läuft es auf Konfliktspiel hinaus. Da ich kein großer Freund von Konfliktspiel bin (jedenfalls nicht dem Maße), blende ich Exoten aus. Wenn sie gut gemacht sind, bestaune ich sie gerne OT, aber mit dem IT hat das nix zu tun.
Ich denke, wenn Exoten nur auf NSC-Seite vorkämen, also als Gegner oder als Festrolle, dann würde es mir leichter fallen damit zu spielen und wahrscheinlich könnten sie dann auch besser ihren Hintergrund darstellen und zum Setting passen.
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Klaufi



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:47    Titel:

Zitat:
Ich empfinde Exoten oft leider auch eher als störend. Einerseits weil sie schlecht dargestellt sind (äußerlich), andererseits aber auch, weil ich keine Ahnung habe, wie ich mit sowas IT umgehen soll. Behandel ich sie wie normale Menschen, dann hat da keine Seite was von. Tue ich das nicht, läuft es auf Konfliktspiel hinaus. Da ich kein großer Freund von Konfliktspiel bin (jedenfalls nicht dem Maße), blende ich Exoten aus. Wenn sie gut gemacht sind, bestaune ich sie gerne OT, aber mit dem IT hat das nix zu tun.
Ich denke, wenn Exoten nur auf NSC-Seite vorkämen, also als Gegner oder als Festrolle, dann würde es mir leichter fallen damit zu spielen und wahrscheinlich könnten sie dann auch besser ihren Hintergrund darstellen und zum Setting passen.


Tja, das ist halt das Problem an solch einem inkonsistenten Hintergrund wie man ihm im Fantasylarp hat. Wenn man nach festen Hintergründen spielt, wo entsprechende Wesen mit ihren Eigenarten auch schon bekannt sind, ist das denk ich mal weniger problematisch.
Vielleicht könnte man dem aber auch etwas neutral entgegengehen, zB. indem man andere fragt, ob sie sowas schonmal gesehen haben, dann würde vll. ein "Klar, die sind harmlos" oder "Oh, leg dich bloß nicht mit denen an" zurückkommen. Oder man fragt misstrauisch, wer oder was das vor einem nun sein sollte, allerdings ist das nicht sonderlich risikofrei (kann ja doch ein fieser NSC sein). Daher sollten Tierwesencharaktere am besten in Gruppen integriert werden, über welche man dann in den Kontakt kommt.
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Lorac



Alter: 26
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:50    Titel:

Turis hat Folgendes geschrieben:
Schließe mich größtenteils Kelmon an.

Die Sache mit der Aufmerksamkeit erschien mir auf den ersten Blick passend, aber wenn man darüber nachdenkt, dass so manche Frau sich Elfenohren anklebt um schön zu sein (evtl =Aufmerksamkeit) oder ebenso mancher Krieger sich eine richtige auffällige Rüstung und ne dicke Waffe holt... naja, dann sieht das für mich nicht nach einer Eigenart der Exoten aus. Dass der Wunsch nach Aufmerksamkeit unter den Exoten vielleicht insgesamt höher ist, als unter den Kriegern/Elfen.. könnte ich mir vorstellen - mehr aber auch nicht.


Soweit denke ich, kann ich dir zustimmen.

Turis hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube eher, dass der Wunsch besteht das Hobby intensiver zu erleben, als man das sonst tun könnte. Jeder sucht die Intensivität anders: Plotjagd, Charakterspiel, Ambiente... und im Exotenkonzept wird vielleicht eine besonders gute Möglichkeit gesehen. Leider scheitert das aber wahrscheinlich an der Larp-Realität.


Es scheitert eigentlich nichtmal so sehr, wie man annimmt. Die richtigen Mitspieler vorrausgesetzt funktioniert es für mich sogar erstaunlich gut.
Richtige Conauswahl und kompatible Charakterkonzepte in der Umgebung vorrausgesetzt.

Turis hat Folgendes geschrieben:
Ich empfinde Exoten oft leider auch eher als störend. Einerseits weil sie schlecht dargestellt sind (äußerlich), andererseits aber auch, weil ich keine Ahnung habe, wie ich mit sowas IT umgehen soll. Behandel ich sie wie normale Menschen, dann hat da keine Seite was von. Tue ich das nicht, läuft es auf Konfliktspiel hinaus. Da ich kein großer Freund von Konfliktspiel bin (jedenfalls nicht dem Maße), blende ich Exoten aus. Wenn sie gut gemacht sind, bestaune ich sie gerne OT, aber mit dem IT hat das nix zu tun.


Nicht jedes Charakterkonzept ist zur Interaktion mit Exoten geeignet, das will denke ich auch niemand abstreiten.
Je nach Conauswahl sollte man aber auch wenig bis keine davon sehen, wenn man ein solches Konzept spielt.

Turis hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, wenn Exoten nur auf NSC-Seite vorkämen, also als Gegner oder als Festrolle, dann würde es mir leichter fallen damit zu spielen und wahrscheinlich könnten sie dann auch besser ihren Hintergrund darstellen und zum Setting passen.


Die Sache ist, dass kaum jemand das Geld und die Mühe in eine NSC-Rolle investieren wird, wie er sie in einen brauchbaren SC stopft.
Klar kommt das heutzutage definitiv vor, aber der Regelfall dürfte es nicht sein.
Ich hätte mir für eine NSC-Rolle, die ich 1-2 mal spiele jedenfalls keine 1,5 Jahre reine Bauzeit gegeben...
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:53    Titel:

Exotenkonzepte sind tatsächlich, denke ich, nicht einmal per se unpassender als viele andere, akzeptierten Konzepte. Das Problem dürfte einzig und alleine darin liegen, daß sie aufwendig sind, dadurch eben auch selten sind.

Und der einzelne Stiermensch teilt nunmal das Schicksal solcher Charaktere wie dem alleine umherziehenden Priester einer neu erfundenen LARP-Gottheit. Es wirkt eben nach nichts.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 11.02.2012    Titel:

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Lorac



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 08.09.2010, 23:59    Titel:

Kelmon hat Folgendes geschrieben:
Exotenkonzepte sind tatsächlich, denke ich, nicht einmal per se unpassender als viele andere, akzeptierten Konzepte. Das Problem dürfte einzig und alleine darin liegen, daß sie aufwendig sind, dadurch eben auch selten sind.

Und der einzelne Stiermensch teilt nunmal das Schicksal solcher Charaktere wie dem alleine umherziehenden Priester einer neu erfundenen LARP-Gottheit. Es wirkt eben nach nichts.


Wobei versucht wird entgegen zu wirken, indem versucht wird Gruppen aufzubauen. Aus Gründen des Aufwands und der Kosten(und weil einige mitten im Bauprozess aus diversen Gründen die Segel streichen) dauert es nur verglichen mit "normalen" Charakteren erheblich länger, um so ein Vorhaben zu verwirklichen...
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Benutzer755



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 06:17    Titel:

Generell hab ich nix gegen Tierwesenspieler. OT find ich prima, was sie alles machen, IT sind sie ein wenig zum Staunen da. Wenn sie gut gemacht sind, selbstverständlich.

1. Konfliktspiel: Ich halte es da mit der Devise, solange es mir nix tut, tut ich dem auch nix. (Es geht hier ja nicht um Orks und so Kroppzeugs). Von daher weiß ich nix vom Konfliktspiel mit solchen Fremdrassen. Auch wenn der Lorac meine Kekse nicht wollte, aber die wollte Geschichte auch nicht. Aber ich denke schon, daß es sich einfach mehr einprägt, wenn ein "besonderer" Spieler pappnasig spielt, als wenn es ein generischer Hans ist. Dessen sollte man sich auf der einen und auch auf der anderen Seite bewußt sein.
"Für vor den Kamin!" - Mag im ersten Moment durchaus albern klingen, aber warum nicht? Ja, es ist ein zugegebenermaßen "einfacher" Grund, aber es soll im LARP ja auch "einfache" Menschen geben. Und wenn deren Weltsicht sagt, alles mit Fell ist Tier und wird so behandelt, warum nicht? Warum muß es höhere Gründe, wie Religion für sowas geben? Klar, als Exotenspieler würd ich für den Grund nicht sterben wollen, aber sinnig ist es für mich schon.

2. Aufmerksamkeit: Ich denke weniger, daß Exoten Aufmerksamkeit durch besondere Kräfte suchen. Eher die Aufmerksamkeit durch Kostüm und Ausstattung. Auch wenn daß jetzt vielleicht fies klingen mag, aber ich denke auch, daß es Exoten gibt, die Exoten spielen, weil sie meinen dadurch erst von vielen wahrgenommen und bewundert zu werden. Was ja auch funktioniert. Auf jeder Conbilderreihe, wo Lorac war, wird man Lorac auf mindestens einem Bild finden. Das ist zwar OT Aufmerksamkeit, aber immerhin. (Nein, Lorac, ich will Dir das jetzt nicht zuschreiben, es soll nur als Beispiel gelten.) Was mE auch hier vergessen wird, ist, daß es auch, wie ich denke, Exoten gibt, die sich als Spieler hinter einer Maske besser fühlen, als ohne. Schüchterne Menschen, die wie beim Karneval, die Sau mal rauslassen können, wenn keiner mehr weiß, wer sie wirklich sind. Auch das wiederum bitte nicht als böse Unterstellung sehen, sondern eben als Meinungsäußerung.
Ich mein, nicht umsonst gibt es Therapien, in denen Rollenspiele gespielt werden. Dann werden gute Taten dem Spieler zugeschrieben und schlechte dem Charakter. Um Selbstbewußtsein aufzubauen und ähnliches. Ich denke, da kann das Exotenspiel bei einem schüchternen Menschen genauso helfen.

Daraus resultiert aber, daß es dann nicht reicht, einen maskierten Menschen zu spielen, weil das eben doch eher Karnevalfeeling ist und nicht die große Veränderung mit der man richtig viel Aufmerksamkeit kriegt.

Öhm, und am Ende noch ne Frage: Wieso ist es unsinnig mit einem ceridischen Spießer auf ein High Fantasy Con zu gehen? Der Zusammenbruch oder die Bekehrung wären doch super Spielmöglichkeiten. Und das mein ich ehrlich so. Meine Güte, der Typ auf dem EE ging mir zwar IT voll auf die Nüsse, als er versuchte die Nordleute in der Stadt zu bekehren, oder als er vor der Schlacht, bei der wir belagert wurden, vor dem Tor stand und dasselbe nochmal probierte. Aber auf beiden Seiten hatten wir Spaß beim Spiel.

So, genug geschrieben. ;o)

LG
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(Jacab)
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Dennis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 06:29    Titel:

Wenn Exoten gut gemacht sind, verdienen sie auch Aufmerksamkeit. Das gilt aber ebenso für alle anderen gut gemachten Konzepte. Da gibts im Ning doch irgendwo Fotos von diesem Krakanter Bischof/Paladin oder von diversen eher historischen Rittern oder ich werf mal das Stichwort Lenora ein Smile
Der Kram mit den Fertigkeiten ist eher spielerabhängig und nicht spezifisch für Exoten. Was ich aber einsehe ist die Problematik mit dem Anspielen. Ich als Möchtegernexot suche da noch immer nach dem passenden Konzept für mich (Low Power, Mid- bis High-Fantasy, Betonung auf dem Mid. Aventurien mit einem Schuss Myranor). Ich möchte dann aber natürlich ungern sofort umgeschnitten werden - ok, beim Troll bin ich nicht böse drum, das gehört dazu - aber auch nicht nur als Mensch angespielt werden. Vermutlich passt es wirklich in einer bestehenden Gruppe am Besten. Da können sich dann notfalls Tierwesen selbst bespaßen oder eben menschliche Gefährten als "Kontaktbrücke" für andere Spieler dienen.

Gruß
Dennis
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Aeshma
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 07:49    Titel:

Für mich haben eigentlich nur wenige Exoten eine Existenzberechtigung.

Fursuits, die High-level Orks und... ja feddisch.

Ich zähle hier nichtmal Drow dazu, sage aber explizit, dass ich Drows auf Con einfach nicht mag. Das ist ne subjektive Sache...

Elfen... ja... nein... da streite ich mit mir selbst.
Wenn sie es schaffen wirklich als Elf rüberzukommen, sind sie eine bereicherung. Aber vom gefühlt her, würde ich sagen, dass wennman Elfen generell nicht mehr hat, würde man mehr gewinnen, denn verlieren..

Meine Meinung ist definitiv, dass man alles auch als Mensch spielen kann. Dann ist es eben keine Rasse sondern eine Kultur (was die Fantasyrassen ja eignetlich alle sind, wenn man sie "auszieht").

Frendrassenspiel sollte denen vorbehalten sein, die sich WIRKLICH bis ins Deteil mühe geben und vollends überzeugen.

Auch wenn ich mich mit der Meinung sicher nicht beliebt mache..

Grüße
Aeshma

Aus nem andren Threat:

Zitat:
Ich drücke s mal so aus:
JEDER der iene Fremdrasse spielt, sollte sein eigenes SPiel überprüfen, ob er als Mensch nicht den selben oder zumindest ähnlichen Effekt erzielt.
Bei vielen, macht es nämlich nur einen Unterschied: ob sie jetzt 3-4 Latexteile ankleben oder nicht.

_________________
Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde


Zuletzt bearbeitet von Aeshma am 09.09.2010, 07:59, insgesamt einmal bearbeitet
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 07:57    Titel:

@Aeshma: Da es um *exotische* Fremdrassen geht sind so normale Ding e wie Orks oder Elfen hier wohl eher nicht gemeint.
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Aeshma
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 08:00    Titel:

Ist mir schon klar, aber ich denke, dass einige Darsteller hier ein Niveau erreicht haben, dass man sie grundsätzlich dazuzählen kann.

Grüße
Aeshma
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Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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luthien368



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.09.2010, 08:53    Titel:

Interessante Frage, bringt mich auch zum Nachdenken, warum ich selbst ein Tierwesen spiele.

Warum eine"unexotische" Fremdrasse spielen? Natürlich ist es der Reiz, eine andere Kultur zu spielen, die einen interessiert - vielen sind die menschlichen Kulturen (auch im Fantasy-Bereich) wohl zu ausgelutscht, sie wollen andere, extremere Religionen, Kulturen, Traditionen, Riten, Mode, Charaktere etc. Problem ist natürlich, dass Interesse und Bastelwut, die bei sowas die fehlenden Defizite ausgleichen müssen (Ork-Klamotten werden selten im Laden verkauft, wer schwarze Haut hat, ist noch lange kein Drow, etc) oft nicht ganz übereinstimmen.

Warum eine "exotische" Fremdrasse spielen?

Diese Antwort kann ich natürlich nur von mir aus beantworten.
1. und wichtigster Grund - Der Spaß am Basteln: und wenn man was schönes Bastelt, macht es a mehr Spaß, auf etwas hinzuarbeiten, sich auf ein Thema zu konzentrieren, und b dieses dann auch zu verwenden und zu zeigen.

2. Kleidung macht Leute: wer kennt es nicht, erst wenn die Gewandung an ist, kann man den Char spielen. Genauso läuft es mit einem Fursuit, und mit Maske ist das noch extremer - genau wie man die Realität verlässt, wenn man eine Kamera vor dem Auge hat, verliert man eventuell vorhandene Schüchternheit etc. Das muss nicht heißen dass jeder, der so ein Teil trägt ein verstocktes Mauerblümchen ist. Das heißt auch nicht, dass man plötzlich völlig albern ist und auf den Tischen tanzt - es geht da um mehr, man kann weniger "man selbst" sein.

3. Angeben: Wer solch ein Kostüm endlich fertig hat und nicht stolz drauf ist und sagt, dass er sich nicht über Lobn und Aufmerksamkeit freut, der lügt. Is so. Natürlich genieße ich es, wenn die Leute mit leuchtenden Augen auf mich zukommen, mein Werk bewundern, Fragen stellen etc. Das gehört dazu und es macht einen Tierwesenspieler auch nicht weniger gut. So selbstlos ist niemand, dass er so eine sch*** Arbeit macht, um andere zu bespaßen Wink

4. Oben genannter Punkt: manchmal möchte man über das menschliche hinausgehen. Einiges geht vielleicht nicht als Mensch oder müsste mit Kulturen kombiniert werden, die einem nicht liegen. Mit einer Waffe wütend und brüllend auf einen Gegner zustampfen macht laune und dürfte auch zu einem Barbaren oder einem schwer gepanzerten Krieger passen - aber als halbwegs schlankes Mädel, die halt doch was auf Manieren hält, beides keine passenden Charaktere.

5. Schauspielen: LARP ist Improvisationstheater, das ist eine der beliebtesten Beschreibungen Muggeln gegenüber. Für mich ist es dann NOCH interessanter, nicht nur zu spielen, was der Mensch macht (denn da muss ich meist nicht viel drüber nachdenken - ein ängstlicher Mensch wird meist das selbe machen - egal ob fight oder flight oder was anderes, die Reaktionen sind bekannt) sondern mich in ein völlig anderes Wesen hinein zu fühlen - mit den Hufen scharren, Kopf schütteln, an der Schnauze kratzen, obwohl ich dort ja eigentlich nichts fühle, Schnauben, usw - all das macht für mich ein gutes Tierwesen aus. Nicht nur ein Mensch im Pelz.

6. Wie schon in Punkt 4 angedeutet - Körperbau: Annika kann sicherlich keine unproportionale Waffe tragen, und vor annika würde auch niemand weglaufen oder auch nur als halbwegs gefährlicher Gegner einstufen. Ohne Musclesuit käme ich da nicht weiter, dann fehlt der Kopf, dann sieht das ganze blöd aus, ... Obwohl ich persönlich absolut keine extra Fähigkeiten verwende (actually kann Liru eigentlich nichts außer laufen und kämpfen, und selbst das nur langsam und schwerfällig) ist sie mein einziger richtiger Kampfcharakter. Weil ich mich auch, dank Punkt 2, traue, zu kämpfen.

Just some thoughts...

Gruß Annika
_________________

Me@DA

Nächste Cons: ???
Letzte Cons: 12. November 2011 Tanzball in Düren (ehem. BORRR Ball) • 16. – 18.09.2011 Galgenhelden 1 • 03. – 07. August 2011 CoM • 02. – 05. Juni 2011 Ahornbach 5


FLOHMARKT

nett
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Thema: Exotische Fremdrassen, eine Bereicherung?

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