Thema: Feuerwaffen im Larp (Chancen und Probleme)
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:15 Titel: |
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| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Das ist halt genau der Punkt: Was ist denn eigentlich "das Genre", und anhand welcher Kriterien soll ein Außenstehender einschätzen, ob er mit seinem neuen Charakterkonzept "ins Genre" passt oder nicht? |
Meiner Wahrnehmung nach gehts gerade um das generische, nicht genauer beschriebene Fantasy-Con. Wir alle sind uns irgendwie einig, dass selbst da nicht alles hinpasst, nur weil man nicht speziell Rambo mit MG ausschließt. Unzählige andere Dinge und Konzepte passen unbestritten in dieses Setting. Und es gibt eine weite Grauzone, in die halt auch SchwaPu-Waffen fallen. Allerdings liegen sie mE im ziemlich dunkelgrauen Bereich...
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Wenn ich als Beispiel meinen Ätherwissenschaftler nehme, halte ich den durchaus für prinzipiell "fantasytauglich", "mittelalterlich" hingegen ist der auf keinen Fall, ganz anders als mein Geschützknecht, den ich als ziemlich "mittelalterlich" einordnen würde, der dafür aber eher wenig "fantasy" ist. |
Meiner Erfahrung nach könnten auch beide Chars von manchen ungern gesehen sein; sind irgendwie beide grau.
Wenn Dich meine Meinung interessiert: Den Wissenschaftler könnte ich in eine mir genehme Fantasy-Welt problemlos integrieren, solange er nicht Zugriff auf zu moderne Technik (Steampunk) hat; ist halt ein Gelehrter aus einer sehr fortgeschrittenen Kultur, was solls. Mit dem Geschützknecht ginge das insofern, dass es dann eben eine Fanatsy-Welt mit SchwaPu-Waffen ist. Grundsätzlich kein Problem... nur mag ich es halt nicht sonderlich, und würde es lieber ohne sehen.
Wenn ich genauer darüber nachdenke kann ich inzwischen sogar benennen, warum dass so ist: Die Verwendung von Pulver und die Weiterentwicklung der entsprechenden Waffen sind die Dinge, die militärhistorisch aus dem Mittelalter hinausführen. Zumindest gedanklich ist bei mir mit der ersten Muskete bzw der ersten Kanone der Weg geebnet zur modernen Disziplin, Lineartaktik, Kanonaden, stehenden Heeren und eben dem typisch-neuzeitlichen Krieg. Das hat mE nichts mehr mit der "klassischen" Tolkien/DSA/D&D-Fanatsy zu tun. Auch wenn ein Musketier noch kein preussisches Bataillone darstellt, stören mich irgendwie schon die ersten Anklänge an diese Entwicklung. _________________ So long
Justav |
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inLarp

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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7448 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:37 Titel: |
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Mhhh....an der Stelle frage ich mich, was man so allgemein von Feuerwaffen halten würde, wenn sie weniger in Händen des "Soldaten", sondern vielmehr eines "Erfinders/Bastlers/Wissenschaftlers" wären. Ob das die Akzeptanz bei manchen eventuell ändern würde. Gerade wenn die Feuerwaffe dann auch wie ein Experiment aussieht, und weniger wie ein "Fabrikmodell".
Ist aber irgendwo eher Theorie - denn zum einen ist es vermutlich albern, "brandneue Technik" zu spielen, wenn Feuerwaffen nunmal nicht so selten auf Cons auftauchen (und besagtem Wissenschaftler würde bei der ersten auftauchenden, voll funktionierenden Pistole mit 10x besserer Schlosstechnik sein Forschungsspiel flöten gehen sehen), und ganz persönlich wäre es nichts für mich, da ich die Rolle des Musketiers primär wegen der Kleidung angenommen habe. Die Muskete war einfach eine "Notwendigkeit". _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5262 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:42 Titel: |
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Wenn ganze "Die Drei Musketiere" Filme ohne Muskete auskommen... brauchst Du unbedingt ne Muskete? ?
Na komm, Du wolltest mal was tolles basteln und mit Lunte und so rumkulten. Sei ehrlich. Ist ja jetzt nix, wofür man sich schämen müßte..  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4528 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:48 Titel: |
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| Zitat: | | Ob das die Akzeptanz bei manchen eventuell ändern würde. Gerade wenn die Feuerwaffe dann auch wie ein Experiment aussieht, und weniger wie ein "Fabrikmodell". |
Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, bin aber für mich zu dem Entschluss gekommen, dass es wahrscheinlich deutlich unproblematischer für die allgemeine Rezeption wäre, so ein Gerät einfach als schießpulverfreien Bolzenwerfer oder ähnliches zu bauen. Gleicher Effekt, weniger Kontroverse. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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inLarp

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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5262 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:54 Titel: |
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Dabei sollte sich durch Fantasy doch so leicht jede Art von "Kraftpulver" und sonstwas "erklären" lassen...
Wenn man Orcblut mit Einhornspänen in Kontakt bringt, dann entsteht ein großer Knall und rosa Rauch... *Muhahaaa*
die gleiche Magie, die Feuerbälle möglich macht, könnte doch auch andere Projektile antreiben...
Aber dann dürften eben nur noch Magier mit Musketen schießen! Ob das wohl was grundlegend ändern würde....
Für mich auf jeden Fall, aus zwei Dingen, die ich nicht so mag würde eins werden. Machts einfacher!  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7448 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 21:55 Titel: |
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| Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben: | Wenn ganze "Die Drei Musketiere" Filme ohne Muskete auskommen... brauchst Du unbedingt ne Muskete? ?
Na komm, Du wolltest mal was tolles basteln und mit Lunte und so rumkulten. Sei ehrlich. Ist ja jetzt nix, wofür man sich schämen müßte..  |
Zu einem Musketier gehört für mich nunmal eine Muskete. Ich orientiere mich da nunmal primär an der Realität, nicht an Romanen. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Calum MacDaragh
Anmeldedatum: 16.10.2008 Beiträge: 424 Wohnort: Frankfurt am Main
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 22:00 Titel: |
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Und ich orientiere mich primär am Roman und nicht an der Realität - auf diesen Unterschied zwischen historischer und dramatischer Argumentation wollte ich schon vor zwei Seiten hinaus. _________________ Na diobair caraid's a charraid!
www.daracha.de |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7448 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 22:03 Titel: |
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@Calum: Das war anhand Deiner Postings schon klar; Was ich sage hat mit dem von Dir gesagten aber nichts zu tun, ist also kein Gegensatz wie Du ihn hinstellst.
Ich argumentiere nicht "historisch", sondern vielmehr geht es mir darum, daß die "3 Musketiere" eben die Ausnahme von der Regel waren. Wenn Du so willst die "Kuschelorks" oder die "Daywalker-Vampire" unter den regulären Musketieren.
Oder auch ganz anders: Helden. Romanhelden sehe ich aber - genau wie Aragorn oder Harry Potter - nicht als geeignete Vorlagen für LARP-Charaktere. Also dann den regulären Musketier. Der auch mWn in den Büchern von Dumas eine Muskete trägt. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

Zuletzt bearbeitet von Kelmon am 28.09.2011, 22:07, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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inLarp

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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5262 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 22:04 Titel: |
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Das sich einige lieber an Dingen orientieren, die "von höherer Stelle" autorisiert sind (die sog. Realität(TM), Internet, Common sence, Mehrheit, usw.) und andere eben ganz beherzt ihren Vorstellungen folgen können, sobald die sich im eigenen Kopf nur gut anfühlen,
Das wissen wir aber schon länger oder?  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 22:38 Titel: |
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| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | | Ich argumentiere nicht "historisch", sondern vielmehr geht es mir darum, daß die "3 Musketiere" eben die Ausnahme von der Regel waren. Wenn Du so willst die "Kuschelorks" oder die "Daywalker-Vampire" unter den regulären Musketieren. |
Das finde ich jetzt sehr hart, Athos, Porthos, Aramis und D'Artagnen gegenüber; immerhin gehörten die nicht zur billigen Standard-Infantrie, sondern waren Musketiere der Garde und damit Spezielkräfte. Die arbeiten idR nicht mit dem Standardwerkzeug des Fußsoldaten (und gehörten ja auch zu den berittenen Truppen). Uups, irgendwie hast Du evtl doch Recht...  _________________ So long
Justav |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7448 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 28.09.2011, 23:28 Titel: |
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Mein Musketier ist übrigens so entstanden, daß ich einfach mal einen "generischen Abenteurer für Abenteuercons" wollte, der Rapier & Parierdolch trägt. Und irgendwie führte bei der Vorlagenfindung dann eines zum anderen...denn wenn man ein Rapier hat, bedient man sich eben aus einer bestimmten Periode. Dann schaut man wie ein Kämpfer dieser Periode wohl so aussah, etc. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Hana

Alter: 27 Anmeldedatum: 03.01.2007 Beiträge: 2860 Wohnort: Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 29.09.2011, 08:41 Titel: |
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| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | | stephan_harald hat Folgendes geschrieben: | | Dazu kommt halt das viele real denken, das ein Schuss deutlich mehr Schaden anrichten kann und tut als ein Pfeil oder Bolzen. Wenn ich Pfeil und Bolzen noch an meiner Platte abprallen lassen kann, denken viele das dies bei einem Schuss nicht mehr geht (was ja Unsinn wäre, aber bitte die wenigsten Larper sind perfekt historisch gebildet) |
Ehrlichgesagt empfinde ich vielmehr, daß das nicht Feuerwaffenspezifisch, sondern bei Schusswaffen allgemein so ist. Nicht nur, daß ich extrem selten das Gefühl habe, daß Bolzen ud Pfeile nicht ausgespielt werden, sie werden sogar sehr oft "zu sehr" ausgespielt. Oder, je nach Sichtweise, werden Nahkampftreffer "zu wenig" ausgespielt. Wo der Kämpfer meist eben mehrere Schwerttreffer irgendwo wegstecken kann, gehen sehr, sehr viele beim ersten Pfeil in die Knie.
Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht weil wir alle mit Medien aufgewachsen sind, in denen Schusswaffen verheerende Auswirkungen hatten, Nahkampfwaffen nicht (Bei Robin Hood stecken Pfeile mal gerne in der Brust, Der Schwerttreffer sieht so aus, daß dr Held dem bösewischt auf die Rüstung haut, kein Blut fließt, und er dann umfällt). Mag sein, daß es anders aussehen würde, würde man im Fernsehen Amputationen durch Schwerttreffer und von Plattenpanzern abprallende oder zersplitternde Pfeilspitzen zeugen.  |
Über den Punkt habe ich nachgedacht, und bin für mich (keine Ahnung, wie das bei anderen ist) zu dem Schluss gekommen, dass das am Stichverbot von Nahkampfwaffen liegt. Alle Hiebe sind seitlich, da ist ein "Abgleiten" leicht vorstellbar oder weniger tiefe Schnittverletzungen, ein Stich (oder eben Pfeil oder Kugel, die ebenso frontal in den Körper eindringen) geht mehr "mitten in den Körper". Daher reagiere ich (würde ich reagieren) in recht ähnlicher Weise auf Pfeile, angedeutete Stiche oder Feuerwaffen (und deshalb komme ich auch mit der "Stichsimulation" durch "Vorbeistechen und beim Waffe-Zurückziehen Körper streifen" nicht klar, da fehlt mir das visuelle "frontal in den Körper").
Da ich solche Dinge aber gerade MAG (ich werde selten von Pfeilen getroffen und bedauere das!), ist "heroischer fallen wollen" gerade kein Grund, denn nach solchen Treffern kann man mMn viel schöner umfallen als nach den üblichen halben Streiftreffern von Nahkampfwaffen. _________________ Liverollenspiel im Münsterland:
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7448 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 29.09.2011, 10:08 Titel: |
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Spiel mal gegen mich, ich ramme Dir doch gerne mein Rapier (stichfähig) in den Bauch.
(Jetzt wo Du es sagst - die wenige Male, mit denen ich mal mit meinem Rapier von Orgaseite aus zustoßen durfte, wurden sie tatsächlich gefühlt "fataler" gespielt als Schläge mit der Klinge.)
Da wären wir dann also eben bei einem "Überausspielen" von in den Körper eindringenden Stichen aller Art, und bei einem "Unterausspielen" von Dingen, die Knochen brechen und Gliedmaßen zerschneiden.  _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5262 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 29.09.2011, 11:32 Titel: |
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Naja, wohl so gut wie jeder hat sich wohl schonmal geschnitten... eher wenige haben sich hingegen Dinge tiefer in den Körper gerammt...
Ich kann das ganz gut nachvollziehen, was Hana da anführt. tiefes Eindringen von Objekten IN den Körper ist de facto meist lebensbedrohlicher - zumindestens heilt es nicht einfach so von selbst mit nem Pflaster drauf - wie eben oberflächliche Schnitte.
Gab's in dem Zusammenhang nicht auch die Aussage, daß die römischen Gladiatoren eine gute Fettschicht über den Muskeln hatten, um eben genau solche Schnitte (und Schläge) besser wegstecken zu können?
Wenn ich da an meine eigene Vergangenheit denke, ich hatte einen Knochenbruch am Arm, diverse Prellungen, oberflächliche Schnittverletzungen durch Werkzeuge und Messer und einige Schürfwunden. Für nichts davon mußte ich ernsthaft die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen. (mal vom Röntgen des Arms abgesehen, den Gips haben die Schwestern drumgewickelt) Nur die eine tiefe Schnittwunde in der Hand (da bin ich mit nem Skapell abgerutscht) - die mußte genähnt werden. Aber die wäre auch ohne Nähen irgendwie wieder zusammengewachsen. Von der Thematik Wundbrand mal abgesehen, hätte ich also alle meine bisherigen Verletzungen auch im Mittelalter ganz gut überstehen können. Und ich bin sehr sehr dankbar, dß mir noch nie irgendwelche Dinge tief im Körper gesteckt haben!
Wunden mit einem langen dünnen Wundkanal neigen viel eher zu Infektionen, man weiß nie, welche Organe innen noch in Mitleidenschaft gezogen wurden, Projektile können wandern, Blutvergiftung hervorrufen, etc... Die meisten Opfer von Projektilen oder Degenstichen sind ja auch erst ein paar Tage später verstorben.
Also ja, ich halte es für plausibel, daß dies der wahre instinktive Beweggrund sein könnte. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Thema: Feuerwaffen im Larp (Chancen und Probleme)
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