Thema: Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp?
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Schwannis Moderator

Alter: 16 Anmeldedatum: 15.01.2010 Beiträge: 3924 Wohnort: Wo man über spitze Steine stolpert.
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Direktlink | Verfasst am: 22.08.2010, 21:42 Titel: Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp? |
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Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp? Mir ist nähmlich aufgefallen das in allen Kämpfen/Schlachten die ich bis jetzt gesehen habe, als Formation nur der berühmte Schildwall zum Einsatz kam. Deshalb wollte ich hier einfach mal rumfragen ob ihr auch der Meinung seit dass das Repertoire des 0815 Larpers über den Schildwall hinausreicht.
M.f.G
Schwannis _________________ Schwannis vult!
| Voiceless der Niedliche hat Folgendes geschrieben: | | Ein Holzgriff kann sich bekanntermaßen um den Hals des Gegners wickeln! |
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inLarp

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Ian

Alter: 22 Anmeldedatum: 21.12.2007 Beiträge: 1703 Wohnort: Vorderpfalz
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Direktlink | Verfasst am: 22.08.2010, 21:46 Titel: |
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Ja, man schickt die Musketen gegen die Spießer und freut sich dann, wie schnell der Igel Stacheln verliert.
So an sich ist mir im Larp noch nie eine richtige Taktik aufgefallen die mehr war als Schildwall oder Hinterhalt.
Soweit ich weiß, wurden auf dem UAF ein paar Vorgehensweisen eingeübt. _________________
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Trekke

Alter: 20 Anmeldedatum: 05.08.2009 Beiträge: 169 Wohnort: Aurich
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Direktlink | Verfasst am: 22.08.2010, 21:54 Titel: |
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Ich seh das Hauptproblem irgendwie in den 203984 Anführern, die die 3 verlorenen Soldaten befehligen. Wem soll man da denn noch zuhörn wenn alle brüllen "Vor! Vor! Vor!"
Beim UAF hats ja geklappt, weil da sowas wie eine Heerführung gab.^__^
lg
Tim _________________ Escape The World...
...Open The NeXt |
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Turis

Alter: 25 Anmeldedatum: 20.11.2006 Beiträge: 425 Wohnort: Velbert & Paderborn
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Direktlink | Verfasst am: 22.08.2010, 21:55 Titel: |
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Ich konnte einmal richtig schöne Schlachten beobachten und das war auf den Manövertagen. Von den Kämpfen dort schwärmen unsere Krieger immernoch.
Insofern: Ja, es kann Taktik geben, die über das langweilige Schildwallgekloppe hinaus geht.
Ich glaube, das scheitert im Allgemeinen daran, dass man natürlich keine ausgebildeten Soldaten da rum laufen hat, sondern Lehrer, Handwerker, Ärzte usw... Wobei mit genug Wille ist das machbar, aber der Wille fehlt. Der Wunsch nach Taktik und "wir folgen einem Anführer bis in den Tod"-Spiel besteht bei den wenigsten und zu viele Charakter wollen sich keiner Hierarchie unterordnen.
Und gerade bei so kurzer Zeit (3-5 Tage) und oft nur mangelhaften Bedrohungsambiente fällt es selbst dem charismatischsten Anführer schwer völlig Fremde zu einer Gruppe zu einen UND sich auch noch gegen ein dutzend anderer Möchtegern-Anführer durchzusetzen.
Auf NSC-Seite konnte ich das dagegen schon öfters beobachten. Wahrscheinlich weil man sich da im NSC-Bereich OT abspricht und mehr ein Wir-Gefühl aufkommt, weil man gemeinsam gegen die SCs vorgehen will. _________________
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inLarp

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Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 08:30 Titel: |
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| Zitat: | | Ich glaube, das scheitert im Allgemeinen daran, dass man natürlich keine ausgebildeten Soldaten da rum laufen hat, sondern Lehrer, Handwerker, Ärzte usw. |
Was bedeuten würde dass 1. jeder Soldat ein ausgebildeter Taktiker ist und 2. Berufssoldaten wenig Probleme damit hätten sich in ihrer Freizeit in ein entsprechendes Gefüge einzufügen.
Meiner subjektiven Erfahrung nach ist beides in der Allgemeinheit falsch..es gibt sowohl taktisch agierende, körperlich fite und sich einfügende Soldaten als auch das krasse Gegenteil. ~musste nur mal die Ehre der Nichtsoldaten hochhalten~
Die Sache ist aber halt das Taktik in erster Linie mal Disziplin voraussetzen würde. Was bringt all die Planung des Heerstabes wenn der Soldat zur verabredeten Zeit lieber schläft, würfelt oder flirtet? Und Menschen gerade auf einer größeren Veranstaltung ist es schwer den Teilnehmern klar zu machen das Larp eben nicht nur entspannend sondern auch schlafentziehend, psychisch anstrengend und vielleicht sogar schmerzhaft sein kann.
Was übrigens eine in letzter Zeit für mich immer öfter zu beobachtende Taktik ist ist die "Zermürbungstaktik" (welche ich mir durchaus historisch vorstelle) : Man schickt einfach über die Nacht in regelmässigen Abständen kleine Gruppen einfach so nah ans Tor bis jemand "ANGRIFF AUF DAS LAGER!" schreit. Dann zieht man sich langsam wieder zurück. Nach den fünften mal raus aus dem Schlafsack, gerüstet im Schnellverfahren, gekleidet aber ohne Schuhe noch schnell die Axt gegriffen und raus aus dem Zelt hatte selbst ich beim großen Angriff keine Lust mehr was auch an der OT-Reaktion einiger Spieler zuvor "Idiot brüll nicht so, ich will schlafen" liegt.
Da es jedoch wohl eher um taktische Manöver geht, auch die habe ich inzwischen öfter wenn auch im kleinen Maßstab beobachtet. Flankenangriffe auf die Seiten des Schildwalls mit leicht gerüsteten zum Beispiel. Oder das Druck ausüben an einer Stelle um dann an einer ganz anderen durchzubrechen.
Vom regelmässigen "Wir folgen unseren Anführer bis in den Tod" halte ich übrigens generell nur relativ wenig. Dafür sind mir meine Charaktere dann doch OT zu teuer und zu wichtig geworden. Und da ich weder etwas auf "magische Wiederbelebung" noch auf "Friedhofsspiel alla WoW" gebe ziehe ich mich in entsprechenden Fällen dann doch lieber zurück. |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3044 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 09:20 Titel: |
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Der Spießerwall™ funktioniert auch ohne Schilde. Es ist halt meist eine Frage der Übung und des wollens, wie schon gesagt. Leider fallen auch praktisch Pfeilhagel weg, ebenso wie Kavallerieangriffe.
Es gibt so nur wenige Taktiken wie Flanken umgehen, Plänkler/leichte Truppen den Feind locken lassen (der alte "Oh der Feind flieht, renne ich doch kopflos hinterher!"-Trick) und mit der schweren Infanterie Engpässe gegen Übermacht halten o.ä. _________________
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Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012 |
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Konrad

Anmeldedatum: 29.06.2009 Beiträge: 206
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 09:20 Titel: |
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Taktik gibt es meiner Meinung nach durchaus - Auf Großcons hat man dann auch tatsächlich mal auf Spielerseite 40+ motivierte Kämpfer, die die Anordnungen eines einzelnen Anführers gut umsetzen und die Gruppe so deutlich mehr ausrichten kann, als sie nach reiner Kopfzahl eigentlich könnte. Da funktionieren dann auch mal (kleinere) Taktiken wie Flankenangriff, Öffnen der Reihe für eine anstürmende Brechereinheit usw.
Auf kleineren Cons ist dann aber meist doch das Problem, dass die 40 Kämpfer in 15 verschiedene Gruppen eingeteilt sind, und sich alle nicht recht einem Kommando unterwerfen wollen. Was ja meistens der Hauptgrund ist, warum die, nicht diesen Einschränkungen unterliegenden NSC mit den SC den Boden aufwischen jönnten, wenn sie es wollten.
Wie schon aufgeführt wurde, sind auch meiner Meinung nach die mangelnde OT-Disziplin und bei nicht wenigen immer noch der Wunsch den unbeeindruckbaren harten Hund zu spielen, ist sicherlich das größte Problem, zusammen mit der Überzahl an Leuten die glauben was zu sagen zu haben im Verhältnis zu denen die sich IT auch mal was sagen lassen.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: |
Was übrigens eine in letzter Zeit für mich immer öfter zu beobachtende Taktik ist ist die "Zermürbungstaktik" (welche ich mir durchaus historisch vorstelle) : Man schickt einfach über die Nacht in regelmässigen Abständen kleine Gruppen einfach so nah ans Tor bis jemand "ANGRIFF AUF DAS LAGER!" schreit. Dann zieht man sich langsam wieder zurück. Nach den fünften mal raus aus dem Schlafsack, gerüstet im Schnellverfahren, gekleidet aber ohne Schuhe noch schnell die Axt gegriffen und raus aus dem Zelt hatte selbst ich beim großen Angriff keine Lust mehr was auch an der OT-Reaktion einiger Spieler zuvor "Idiot brüll nicht so, ich will schlafen" liegt. |
Huiiii, das klingt ja nach einer richtigen Menge Spielspaß - zumindest für masochistische Brachialkonsequenzler
OT zu wissen und auszunutzen, dass die Leute nach dem 5. Mal einfach keine Lust mehr haben, weil sie OT wissen, dass es hier nicht um Leben oder Tod sondern um eine Spielspaß-Wochenende geht, halte ich für eine ziemlich derbe OT-Taktik, vor allem in Kombination mit einem nicht-angreifbaren NSC-Lager, nur 50 OT-Meter entfernt.
Nichts gegen Nachtwache und erhöhte Aufmerksamkeit, das kann trotz Schlafmangel und Anstrengung wirklich viel Spaß machen. Aber das gesamte Lager einfach um den Schlaf zu bringen und sich darüber zu freuen, dass der Gegner nun keine Lust mehr hat zu kämpfen, ist wohl eher eine Sache für ziemlich erfolgs- und effizienzorientierte "Spieler". |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3044 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 09:28 Titel: |
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..besonders wenn die NSC dann lachend selbst ins Bett gehen können und ausgeruht am nächsten Morgen erscheinen...und dann merken sie irgendwann am nächsten Tag, dass es vielleicht auch Scheiße ist gegen LARPer zu kämpfen, die nicht ausgeruht sind, gestresst, sauer und deswegen ein eher ungewollt eingeschränktes Urteilsvermögen haben, was die Stärke und vor allem die Koordinierungsfähigkeit ihrer Schläge auf die NSCs angeht... _________________
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inLarp

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Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 10:07 Titel: |
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| Zitat: | | OT zu wissen und auszunutzen, dass die Leute nach dem 5. Mal einfach keine Lust mehr haben, weil sie OT wissen, dass es hier nicht um Leben oder Tod sondern um eine Spielspaß-Wochenende geht, halte ich für eine ziemlich derbe OT-Taktik, vor allem in Kombination mit einem nicht-angreifbaren NSC-Lager, nur 50 OT-Meter entfernt. |
Ich denke sooo arg OT ist die Situation gar nicht, um ehrlich zu sein. Auch Soldaten werden sicher bei Schlafentzug unruhig und brauchen auf Dauer länger um sich anzuziehen. Ich persönlich mag solche Spiele fast schon, problematisch sind nur 2 Punkte. Erstens führt die OT-Übermüdung wohl wirklich bei dem ein oder anderen zu einer unsicheren Kampfweise. Spätestens ab 30 Stunden ohne wirklichen Schlaf hatte ich auch schon Gedanken die Axt in die Hand zu nehmen. Das andere ist eben so eine Sache von verschiedenen Vorstellungen für ein gutes Con. Ganz böse gesagt kann ich mir als Student regelmässig nach einen 4 Tage-Dauerstreßcon zwei Tage Auszeit nehmen in denen ich mich erhole, langsam wieder anständig zu essen anfange, die blutende Füße versorge etc. Wenn jemand nun arbeitet, eine Familie hat (oder sogar mit Familie auf Larp fährt) kann ich die OT-Aggression nach dem dritten Alarmruf verstehen. Ob man darauf als Spieler/NSC Rücksicht nehmen muss ist eine andere Frage.
| Zitat: | | Auf kleineren Cons ist dann aber meist doch das Problem, dass die 40 Kämpfer in 15 verschiedene Gruppen eingeteilt sind, und sich alle nicht recht einem Kommando unterwerfen wollen. Was ja meistens der Hauptgrund ist, warum die, nicht diesen Einschränkungen unterliegenden NSC mit den SC den Boden aufwischen jönnten, wenn sie es wollten. |
Sehe ich in Teilen anders. Zumindest auf größeren Veranstaltungen (und wohl auch auf kleineren Cons) haben NSCs einmal den wirklich großen Vorteil eines nicht angreifbaren NSC-Lagers aber häufig auch die entsprechende SL-Unterstützung. Dass ist nun keinesfalls negativ gemeint...aber gerade von größeren Veranstaltungen in denen ein gewisser Punkt "gehalten werden muss" sind mir durchaus SL-Funksprüche alla "Die Spieler werden jetzt langsam müde, wachablösung nicht in Sicht..macht euch bereit" bekannt. Anders wäre ein Verhältnis von 4 Spielern pro NSC welches auf manch einer Veranstaltung herrscht aber wohl auch kaum zu bewältigen.
Gut finde ich immer für eine gemeinsame Taktik eine gemeinsame IT-Lageransprache und ein (im Idealfall rund um die Uhr) besetztes Wachzelt in dem an sich Informationen über geplantes Vorgehen abholen kann (oder bei Bedarf mitplant). Oft fehlt es meiner Erfahrung nach nämlich nicht nur an unterordnungswilligen Spielern sondern auch an einer gemeinsamen Aktion der man sich unterordnen kann. Wäre dies gut umgesetzt hätten (hoffe ich) die wenigsten Spieler ein Problem damit ihre Grüppchen und OT-Streitigkeiten erstmal niederzulegen um sich unter ein gemeinsames, taktisch organisiertes Banner zu vereinen.
Vielleicht sehe ich dass aber auch zu idealistisch. |
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Benutzer755

Alter: 29 Anmeldedatum: 09.07.2009 Beiträge: 3108
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 11:15 Titel: |
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Mhm, irgendwie sind mir eure Probleme fremd. Daher mal ne Frage: Wie komt es in anderen Lagern auf Großcons zu einem "Sprecher" des Lagers? Bei uns heißt der Heerkönig und die Wahl findet direkt nach dem IT-Gehen an. Bisher sind da recht gute bei rausgekommen und auf die wird gehört, wenn sie etwas sagen. Ist auch noch nicht vorgekommen, daß wir seine Aktionen so blöd fanden, daß wir nicht mitgemacht hätten. Hm. Ob das jetzt daran liegt, daß sich das GH besser untereinander kennt, keine Ahnung.
Die Sache ist, denke ich, wenn ein Lager einem Sprecher folgen täte, dann wäre auch Taktik nicht das Problem, wenn ich mir allerdings vorstelle, daß jede Fisselaktion ewig lang mit allen Gruppenanführern diskutiert wird, dann hab ich womöglich auch keinen Bock mehr irgendwas für das gesamte Lager zu tun. Warten macht mürbe.
Aber irgendwas muß das GH ja gut machen, sonst hätte sich beim CoM in der Endschlacht nicht eine Gasse für uns gebildet, als wir mit Schlachtruf ausrückten. (So ein geiles Bild....und das Meer teilte sich...woahhh)
LG
Benutzer755 _________________ Wenn man mich fragt, welche Farbe die Liebe hat
Würd ich antworten, die Glut von Kupfer matt...
(Jacab) |
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Konrad

Anmeldedatum: 29.06.2009 Beiträge: 206
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 11:23 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Ich denke sooo arg OT ist die Situation gar nicht, um ehrlich zu sein. Auch Soldaten werden sicher bei Schlafentzug unruhig und brauchen auf Dauer länger um sich anzuziehen. Ich persönlich mag solche Spiele fast schon, problematisch sind nur 2 Punkte. |
Es ist ebenso OT, wie wenn man ein Ork-SC-Lager morgens um 9.00 angreift, weil man weiß, dass die Orkspieler da noch nicht geschminkt sind...
OT an der Situation ist einfach, dass die Angreifer, meist NSC zumeist, eben umgekehrt NICHT unter Schlafentzug leiden, weil die Speiler das Lager nicht angreifen dürfen.
Unter realistischen Bedingungen würde das ständige Aufmarschieren den Angreifer ebenso ermüden und auslaugen, wie den Verteidiger.
Und wie schon geasagt - Der Effekt ist einfach, dass die Spieler wissen, dass es nicht um Leben und Tod geht, wie eben bei einem realen Krieg, und deshalb irgendwann sagen "Alles klar, macht was ihr wollt, ich bin hier im Urlaub".
| Zitat: | | Ob man darauf als Spieler/NSC Rücksicht nehmen muss ist eine andere Frage. |
WTF? Nicht jeder vermisst die BIWAG-Übungen beim Bund! Was ist das für ein Frage, ob man auf die Spaßbedürfnisse zahlender SPIELER (nicht bezahlte Soldaten!) Rücksicht nehmen muss?
Brachialkonsequenzler, vor allem die, die in die OT-Konsequenz gehen wollen, sollten sich gut überlegen, mit welchem Recht sie hier ihre Vorstellungen den andersdenkenden Spielern aufdrängen.
Für mich riechen solche "Härtner"-Aktionen jedenfalls ehern nach Schwanzvergleich: "Boah, wir haben 30 Stunden ohne Schlaf durchterrorisiert, die ganzen Weicheier waren so am Arsch danach, die sollten halt lieber MauMau spielen".
Könnte da jetzt ewit weitertippen, auch über Beispiele aus dem Job, aber ich will es nicht zu weit treiben...
@benutzer755
OHL und GH sind von der gesamten Aufmachung her nicht ansatzweise vergleichbar mit den üblichen Spielerlagern, sei es auf Klein- oder Großcons. Diese Lager haben, zumindest in Teilbereich, durchaus Grund, sich als das Bessere zu feiern, allerdings bieten sie auch keine Vergleichsmöglichkeiten für die viel größeren sonstigen Lager, die eben Sammelbecken unterschiedlichster Themen und Ideen sind. |
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Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 11:45 Titel: |
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| Zitat: |
WTF? Nicht jeder vermisst die BIWAG-Übungen beim Bund! Was ist das für ein Frage, ob man auf die Spaßbedürfnisse zahlender SPIELER (nicht bezahlte Soldaten!) Rücksicht nehmen muss?
Brachialkonsequenzler, vor allem die, die in die OT-Konsequenz gehen wollen, sollten sich gut überlegen, mit welchem Recht sie hier ihre Vorstellungen den andersdenkenden Spielern aufdrängen. |
Gegenbeispiel: Was gibt den Spielern die schlafen wollen das Recht mich anzufahren wenn ich eben keine Rücksicht auf sie nehme sondern bei entsprechenden Wachruf aufstehe..mich anziehe und kämpfen will? Für mich gehört dass in gewisser Weise dazu...und auch ich zahle meistens für ein Con den gleichen Beitrag wie alle anderen. Also könnte man genausogut den Menschen vorwerfen dass sie mir den Spaß verderben wenn sie sich am nächsten morgen beschweren dass "der Angriff ihr Baby geweckt hat".
In meinen Augen ist es durchaus sinnvoll je nach Con auch Rücksicht auf Menschen mit "geringeren Militanzbedürfnis" zu nehmen und eben auch die 9-19 Uhr Krieger ihren Spaß haben zu lassen. Ebenso sollten diese aber auch in ihren Verhalten auf andere Spieler Rücksicht nehmen.
| Zitat: |
Für mich riechen solche "Härtner"-Aktionen jedenfalls ehern nach Schwanzvergleich: "Boah, wir haben 30 Stunden ohne Schlaf durchterrorisiert, die ganzen Weicheier waren so am Arsch danach, die sollten halt lieber MauMau spielen". |
Rein subjektiv ist Larp zumindest für mich neben Schach eines der am schlechtest geeigneten Hobbies um den harten Kerl raushängen zu lassen. Aber nette Einschätzung.
Großes Heer: Erstens von seiner Zusammengehörigkeit und der zahlmässigen Stärke wohl nicht zu vergleichen, zweitens gibt es auch da (mit Sicherheit) Spieler die OT meckern. Den Rest kann ich leider noch nicht beurteilen...nach einer dicken Enttäuschung im Feuerlager sieht man sich aber vielleicht nächstes Jahr dort. |
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Konrad

Anmeldedatum: 29.06.2009 Beiträge: 206
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 12:08 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | In meinen Augen ist es durchaus sinnvoll je nach Con auch Rücksicht auf Menschen mit "geringeren Militanzbedürfnis" zu nehmen und eben auch die 9-19 Uhr Krieger ihren Spaß haben zu lassen. Ebenso sollten diese aber auch in ihren Verhalten auf andere Spieler Rücksicht nehmen. |
Ich denke, darauf können wir uns ungefähr einigen.
Wer sein Baby mit auf einen Con mit höherem Kampfanteil nimmt, und sich dann beschwert, dass die Krieger so laut brüllen wenn sie Kämpfen, ist schlicht auf dem falschen Con. Wer aber meint, er müsse hier das reale Angst- und Stressempfinden eines realen Soldaten im Gefechtseinsatz für alle erfahrbar machen, während nebenan ganz gewöhnliche Menschen nur ein Wochenende in einer Fantasiewelt ausspannen wollen, der ist es in der Regel jedoch auch!
Es wird immer Leute geben, den was nicht passt - Der Angriff kam zu früh, der Angriff kam zu spät, es war zu dunkel, die Sonne hat uns geblendet, wir waren noch beim Grillen, ich will jetzt aber erst dieses Ritual durchdrücken usw. usw.
Allen wird man es nicht recht machen können, und alle sind aufgerufen sich in gewissem Rahmen anzupassen, weil so eine Veranstaltung nicht gelingen kann, wenn jeder nur macht was er will - wie beim Fußball.
Halten sich alle an diese Mindesttoleranz, hat man in der Summe dann meist Spielspaß für die Mehrheit (niemals für wirklich alle).
Und es gibt wohl einfach gewisse Grundbedürfnisse, bei denen ich meine, dass die Mehrheit der Spieler sie als existenziell für ihr Wohlbefinden einschätzen. Und ich würde mal sagen, dass eine Mindestmenge Schlaf/Erholung (dazu zählt dann alles vom Essen bis zum Aufwärmen bei Regen) einfach so ein Grundbedürfnis ist - Ob das nun die oben beschriebene OT-Zermürbung ist, oder der Schmied, der sich darauf einen runterholt, dass er "konsequent" sämtliche Rüstungen IT repariert hat, indem er lauthin Zelt von 2 bis um 7 Uhr morgens mit dem Hammer auf den Amboss gedängelt hat... (Ich spekuliere lieber nicht, was dem Spieler bei der Aktion tatsächlich Spaß gemacht hat) Ich werde jedenfalls nach einiger Zeit ohne Schlaft ziemlich unausstehlich und reagiere pampig in Situationen, die ich bei guter Laune viele galanter gelöst hätte. Und den Beobachtungen nach bin ich da kein Einzelfall.
Die Grenze zwischen Spaß und Konsequenz ist also ein Konsens und ein Mehrheitsentscheid. Aber ich bin mir bewusst, dass gesunder Menschenverstand und Rücksichtnahme nicht auf den Bäumen wächst, und daher immer irgendeine Minderheit zu finden sein wird, die irgendeine abstruse Begründung finden wird, warum sie jetzt ganz wichtig diese Grundbedürfnisse der Mehrheit übergehen müssen.
Wobei der Gegenwind den die Mehrheit alsbald entwickelt in der Regel ausreicht, um die genannte Minderheit dazu zu bringen sich schmollend zurückzuziehen
| Zitat: | | Rein subjektiv ist Larp zumindest für mich neben Schach eines der am schlechtest geeigneten Hobbies um den harten Kerl raushängen zu lassen. |
Stimmt - Man sollte im Gegenteil sogar öfter mal das "Weichei" raushängen lassen, dass bei Schwertwunden vor Schmerz schreit, bei Folter zusammenbricht und in Anbetracht des nahezu sicheren Todes tatsächlich mal die Hosen voll hat.
Aber wenn mir einer stolz OT von 30 Tagen ohne Schlaf und blutigen Füßen erzählt, dann ist das für mich einer, der sich und der Welt OT beweisen will, was er für eine harte Sau ist. Dafür gibt's doch sicher Reservistenwochenende, SM-Studios und Selbsthilfegruppen der anonymen Selbsthasser  |
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Benutzer755

Alter: 29 Anmeldedatum: 09.07.2009 Beiträge: 3108
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 12:19 Titel: |
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[quote="Gerwin"] | Zitat: |
Großes Heer: Erstens von seiner Zusammengehörigkeit und der zahlmässigen Stärke wohl nicht zu vergleichen |
Könntest Du das mal bitte näher erläutern? Es gab auf dem CoM sowohl größere als auch kleinere Lager als wir. *grübel* Und nochmal, wie kommen andere Lager auf ihren "Anführer"? Da hätte ich gern mal nen Einblick, weil das eventuell dazu beiträgt, daß diesem dann nicht gefolgt wird.
LG
Benutzer755 _________________ Wenn man mich fragt, welche Farbe die Liebe hat
Würd ich antworten, die Glut von Kupfer matt...
(Jacab) |
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Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
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Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 12:23 Titel: |
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| Zitat: | | Aber wenn mir einer stolz OT von 30 Tagen ohne Schlaf und blutigen Füßen erzählt, dann ist das für mich einer, der sich und der Welt OT beweisen will, was er für eine harte Sau ist. |
Mag sein dass mir als "dummen Kriegsdienstverweigerer" (darf sich das wirklich öfter mal anhören) gerade die Bundeswehr fehlt und ich es deshalb so mag. Aber ich bin nicht solz drauf, für mich gehört es einfach dazu nach einen Con erschlagen zu sein...vielleicht als Ambiente. Für andere Leute..und ich dachte dass ginge ausdrücklich aus dem Posting hervor (wenn nicht Verzeihung) tut es dass eben nicht. Deshalb ist es ja gerade schwierig das Lager zu einen geschlossenen taktischen Auftreten zu jeder Tages und Nachtzeit zu bekommen. Ich denke nicht dass es da je eine Lösung für alle geben wird, ebensowenig wie beim Problem der Nachtschlachten. Für mich mag es persönlich kein Problem sein auch mal bei Nacht zu kämpfen (und vielleicht irgendwann verletzt zu werden..bisher hatte ich Glück). Andere mögen dass nicht, und da man nicht jeden überzeugen kann fällt der nächtliche Überfall als Taktik schonmal weg.
Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Ein guter Heerführer sollte (fast wie im wirklichen Leben) einerseits Rücksicht auf die Bedürfnisse seiner Soldaten nehmen...andererseits aber auch diese ein wenig an ihre Grenzen treiben können. Das für ein Con mit großen Familienanteil 6 Uhr nicht die richtige Zeit für die Heerübung und 23 Uhr nicht die richtige Zeit für den Überfall ist sollte wohl jeden klar sein.
Das große Problem an taktischen Manövern ist meiner Meinung auch erstens der fehlende Überblick darüber was überhaupt an kampfwilligen Menschen in einen Lager vorhanden ist (wieviele Bogenschützen mit wievielen Pfeilen, wieviele große Schilde, schwer gerüstete etc.) Auserdem sind verschiedene Waffenarten (meiner Erfahrung nach in größeren Lagern häufig Langwaffen und Fernkampfwaffen) einfach in der Unterzahl da der Ritter mit Schild und Schwert eben epischer wirkt als der "kleinen Soldatenspießer". Ein guter Heerführer müsste somit schon VOR dem Lager dafür sorgen dass entsprechend viele Bogenschützen vorhanden sind (eventuell wenn möglich wie bei NSCs entsprechende Bewaffnung organisieren oder größere Gruppen anwerben). Mit 100 einheitlich agierenden Bogenschützen wären wohl die meisten Schlachten recht schnell gewonnen.
(wegen Postingüberschreitung): Dass Problem in anderen Lagern ist häufig dass ein Heerführer nicht (oder nur von einen sehr elitären Kreis) gewählt wird. Häufig wissen einzelne Spieler (und damit meine ich keine Ausnahmen) gar nicht wer im Moment Heerführer ist..oder der Heerführer hat mehr Lust auf Spiele mit seiner eigenen "Heimgruppe" und gibt sich mit anderen kaum ab. Ausserdem hat das GH *soweit ich es nach dem ein oder anderen IT-Gespräch und einen wenn auch kurzen "Besuch" beurteilen kann* eine recht einheitliche Struktur an Spielern so dass zumindest ganz große Feindschaften ausbleiben. Wenn alle einen Anführer wählen (und vielleicht noch dessen Stellvertreter) und dieser seinen Posten wirklich ernst nimmt ist wohl viel gewonnen.
Mir persönlich kam das große Heer nun (im Gegensatz zum Feuer und Erdlager) recht klein vor. Der Eindruck kann aber trügen und mit Sicherheit kennst du dich da besser aus. |
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Thema: Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp?
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