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Thema: Grenze des guten Geschmackes bei Larpcharakteren


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Gerwin



Alter: 29
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Beiträge: 8159

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 16:41    Titel:

Zitat:
Was Du gerade mit dem Sozialismus-Begriff machst ist leider nur wenig weniger absurd... dennoch legitmierst auf dieser doch recht dünnen Grundlage die Verfolgung Andersdenkender als angebliche Verfassungsfeinde;


Moment, Moment..auch wenn das wirklich weit über das eigentliche Thema hinausgeht. Ich LEGITIMIERE die Verfolgung von niemanden. Ich stelle da was dir ein Verfassungsrichter zum Begriff "sozialistisches Deutschland" um die Ohren hauen würde. Und ob eine Sache verfassungsgemäß ist oder nicht entscheidet zwar jeder Mensch für sich PERSÖNLICH (in meinen Augen geht zum Beispiel aktive Sterbehilfe völlig in Ordnung und das Verbot der "Tötung auf Verlangen" verstößt gegen das Grundgesetz) letzten Endes entscheiden dass aber die netten Damen und Herren in Karlsruhe. Es ging mir hier NICHT darum Sozialismus als gut/schlecht/whatever dazustellen sondern lediglich um die wohl zumindest aus Sicht des Verfassungsrechts recht eindeutig zu beantwortende Frage ob Sozialismus mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Frei zitiert (auf Wunsch wird ein gesondertes Zitat nachgereicht): "Das Grundgesetz legt sich zwar nicht auf eine Wirtschaftsordnung fest, ein realer Sozialismus dürfte jedoch durch das Grundgesetz aus verschiedenen Gründen ausgeschlossen sein". So, wie gesagt frei zitiert, nach meinen Staatsrechtslehrer der immerhin bis vor kurzen Richter am Bundesverfassungsgericht war. Natürlich ist dass (wie so gut wie alles im Leben) angreifbar, dennoch würde ich dem Herrn Professor doch mehr staatsrechtliche Kenntnisse zutrauen als zumindest mir.

Über alles andere kann man reden, inklusive ob es in meinen Augen überhaupt berechtigt ist Verfassungsfeinde (gleich ob von rechts, links oder wenn vorhanden aus der "Mitte der Gesselschaft") zu verfolgen. Ich wollte damit nur klarstellen dass ein Sozialismus so wie er ursprünglich mal gedacht war wohl Probleme mit unseren heutigen Grundgesetz bekommt. Und da geben mir denke ich auch die meisten SPDler recht.

Gruß

Gerwin

*der sich hiermit aber zurückhält aus Mangel an Interesse einer politischen Diskussion*
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Justav




Anmeldedatum: 25.09.2009
Beiträge: 1326
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 17:33    Titel:

Kurzzusammenfassung des (wieder viel zu) langen Beitrages:

Es gibt keinen feststehenden Sozialismusbegriff, nicht in der Wissenschaft und nicht für das BVerfG; daher sind alle Aussagen über den "DEN Sozialismus" im Zweifelsfalle inkorrekt. Ganz bestimmt ist etwas, von dem nicht bekannt ist, was es eigentlich meint, nicht verfassungswidirg.

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Ich stelle da was dir ein Verfassungsrichter zum Begriff "sozialistisches Deutschland" um die Ohren hauen würde.


Du stellst dar, was Du machen würdest, wenn Du Verfassungsrichter wärst. Wink

Wie gesagt, die SPD strebt lt Parteiprogramm ein "sozialistisches Deutschland" an, und denen wird auch nichts um die Ohren gehauen.

Nicht unbedingt was fürs dt. BVerfG, aber vielleicht für den EUGH: Die PS http://de.wikipedia.org/wiki/Parti_socialiste_(Frankreich) war jahrelang die frz Regierungspartei, ohne dass dort etwas geschah, was grundsätzlich dem GG wiedersprochen hätte.

Die DKP hat noch die ganze alte, marxistisch-leninistische Palette von Sozialismus als Diktatur des Proletariats im Programm, und behauptet dennch, GG-konform zu sein. Gut, die DKP wird vom Verfassungsschutz beonachtet, aber ein Verbot wegen Verfassungswidrigkeit (wie 1953 der Vorgängerin KPD) kam für die DKP nie in Betracht.

Ich gebe Dir in einem Recht: Entscheiden tut das das BVerfG. Und widerspreche Dir in einem anderen Punkt: Nur weil sich etwas "Sozialismus" nennt bzw so genannt wird, ist es noch lange nicht verfassungswidrig, und das ist auch nicht der Standpunkt des BVerfG; dass Du das behauptest legitimiert* die Verfolgung solcher Sozialismus-Vorstellung als verfassungswidrig, was sie nicht a priori sind.

*Legitimiert, nicht legalisiert; ob etwas legal ist oder nicht kann der EInzelne nicht entscheiden, ob er etwas für legitim befindet schon.

"Realer Sozialismus" sagt gar nichts; wenn Du "real existierenden Sozialismus" meinst hast Du natürlich Recht... aber wie gesagt hatte weder Lenin noch die SED einen Alleinvertretungsanspruch für den Begriff "Sozialismus".

Übrigens, das Ganze ist eine hochaktuelle Frage, daher wundert es micht nicht, wenn es LEute gibt, die das anders sehen. Leider werfen ich denen das Gleiche vor wie (implizit) Dir: Es geht darum, eine im Grunde GG-konforme, aber unliebige Meinung zu delegitimieren bzw direkt zu kriminalisieren.

Ein Beispiel aus dem echten Leben: Herr Ramelow darf weiter vom Verfassungsschutz beobachtet werden, obwohl sogar dieser zugibt, dass Ramelow selber nicht gegen die FDGO arbeitet. Warum? Weil es in seiner Partei kleine Zirkel gibt, die das anegblich tun (aber laut VS ENORMEN Einfluss haben), und weil seine Partei Banken verstaatlichen will (bzw die Möglichkeit nicht völlig auschließt) und und Herr Gauck nicht zum Bundespräsidenten wählen wollte. Zumindest mit den beiden letztenh Argumenten könnte man auch unsere Regierungsparteien als verfassungsfeindlich beobachten lassen, die vor nciht allzulanger Zeit die HRE verstaatlichten und mWn ebenalls gegen Herrn Gauck votierten; Fazit: Peinliche Polemik scheints auch in Bundesgerichtsurteilen zu geben...

Es gibt keinen "wahren", "echten" oder "richtigen" Sozialismus. Ebensogut könnte man behaupten, Marktwirtschaft und Kapitalismus sei GG-widrig, und dann die Verfolgung all derer fordern, die diese Begriff im Bezug auf unser Wirtschaftsystem verwenden, zB alle Politiker und Ökonomen... Wink
_________________
So long

Justav
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Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8159

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 17:52    Titel:

Zitat:
Du stellst dar, was Du machen würdest, wenn Du Verfassungsrichter wärst. Wink


Ohne nun zu sehr auf den Beitrag einzugehen *denn dazu fehlt leider gerade ein wenig die Zeit und der Nerv* Würd der direkte Seitenhieb gegen mich zutreffen hätte ich mich gewiss nicht durch ein Jurastudium gequält in der "zugegeben sehr unrealistischen Einstellung" irgendwann mit dem Wissen den Menschen zu helfen die sich keinen anständigen Anwalt leisten können sondern hätte entweder etwas anderes studiert (bei dem die Chancen schnell auf kapitalistischen Wege an Geld zu kommen größer sind) oder nach meinen Abitur eine gut bezahlte Arbeitsstelle angenommen. Ich will mich nicht als großer Held darstellen der ich mit Sicherheit nicht bin. Was ich jedoch machen würde wenn ich Verfassungsrichter wäre klang in keinen meiner Beiträge auch nur in irgendeiner Weise an und genauere Ausführungen dazu könnten auch potenziell problematisch werden. Soviel dazu.

Zitat:
Nur weil sich etwas "Sozialismus" nennt bzw so genannt wird, ist es noch lange nicht verfassungswidrig, und das ist auch nicht der STandpunkt des BVerfG; dass Du das behauptest legitimiert* die Verfolgung solcher Sozialismus-Vorstellung als verfassungswidrig, was sie nicht a priori sind.


Zeig mir einen einzigen Verfassungsrichter, ich betone einen einzigen der aktuell die Meinung vertritt dass ein sozialistischer Staat *gleichgültig in welcher Form auch immer* mit dem Grundgesetz vereinbar ist und ich ziehe meinen Hut vor deinen Wissen. Bis zu diesen Zeitpunkt bleibe ich bei meiner Meinung und sehe es auch nicht ein Einschränkungen vorzunehmen. Zum Parteiprogramm der SPD enthalte ich mich hier mal bewusst um die Eskalationsspirale nicht auf die nächste Stufe zu setzen. Nur eines vielleicht (da mich dass persönlich ein klein wenig ärgert): Ich habe mich lang genug mit Staatstheorien befasst um ein grundlegendes Verständnis zu haben und auch schon oft genug meinen Kopf für die "rote Suppe" hingehalten worauf ich im nachhinein nicht immer stolz bin.

Alles andere ist eine Diskussion von Menschen die sich vielleicht bei Wikipedia, in den großen Zeitungen oder sonstwo über Sozialismusbegriffe streiten, danach in ihr dickes Auto steigen und zum nächsten Luxusessen fahren. Gerade aus diessen Grund heraus steht eine wie auch immer geartete Diskussion darüber wie schön oder furchtbar ein utopisch möglicher Sozialismus wäre in meinen Augen im luftleeren Raum. Bis zum heutigen Tag ist der Mensch leider seiner Natur nach nicht ideal und kann somit nicht im Sozialismus leben.

Gruß

Gerwin

*der dieses mal den ganzen Beitrag nur überflogen hat und schon eigentlich bei dem Gedankenspiel "wenn ich Verfassungsrichter wäre" ausgestiegen ist*
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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 20:55    Titel:

Ich will das nicht öffentlich fortsetzen; mit Leuten wie Gerwin (weitestgehend ahnungslose Antikommunisten im McCarty-Stil) muss ich genauso wenig reden wie mit... anderen in diesem Forum; es bringt halt wirklich nichts, den Falschen Leuten das richtige zu erzählen. Gerwin hat ne PM mit dem von ihm geforderten Namen (Wolfgang Abendroth ist hier der Klassiker), und das wars.
_________________
So long

Justav
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Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Mahan



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 21:38    Titel:

"BRD - Bullenstaat! Wir haben dich zum kotzen satt!"

Diese möchtegern-autonome Schwarzer-Block-Linke-Bewegung kann doch niemand mehr ernst nehmen! 90% Prügelchaoten. Da wundert's keinen mehr, wenn auch die Rechten sich über immer mehr Zulauf erfreuen.
Dieses krankhafte "Gegen das System" muss doch einfach jeden ankotzen, der sich nur ansatzweise Gedanken über das Funktionieren unserer Gemeinschaft macht. Was für eine Meinung wollen diese Menschen denn bitte vertreten, wenn sie hobbymäßig vermummt (da kann wohl wer nicht zu seiner "Meinung" (=Straftaten) stehen...) Demonstrationen veranstalten, deren Teilziel es ist, die bösen Bullen zu verprügeln oder Autos von "scheiß Kapitalisten" anzuzünden?

Wer so auftritt, kann keine Botschaft vermitteln, die von der breiten Masse der Gesellschaft angenommen wird. Zurecht nicht angenommen wird!

Edit: Was wollen diese Leutchen eigentlich? Ich sehe/höre/lese immer nur, was sie nicht wollen: das aktuelle System. Glückwunsch.


Zuletzt bearbeitet von Mahan am 19.08.2010, 21:47, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Ian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 21:44    Titel:

Mahan hat Folgendes geschrieben:
"BRD - Bullenstaat! Wir haben dich zum kotzen satt!"


Liebe/r Mahan, wenn du nicht in der Lage bist, einen Beitrag zu verfassen, dann lass es doch bleiben. Rolling Eyes
_________________
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Mahan



Alter: 19
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Beiträge: 145
Wohnort: Dortmund

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 21:45    Titel:

Liebe/r Ian, das editieren hat wohl zu lange gedauert.
Tut mir schrecklich Leid.
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Ian



Alter: 22
Anmeldedatum: 21.12.2007
Beiträge: 1703
Wohnort: Vorderpfalz

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 21:47    Titel:

Kein Problem.
_________________
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Schorsch



Alter: 28
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Beiträge: 14

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 02:50    Titel:

Da ich mehrere Jahre als "dick Gepanzerter" zugebracht habe, finde ich es wirklich nicht nett, dass Steine, Molotovs werfen und U Hackerl schießen auf mich in Ordnung ist.

Auch durch Training kann ich (besonders mit Helm) nicht jeden Stein etc. sehen und von "dick gepanzert" war ich auch weit entfernt, auch wenn ich alle dienstlich gelieferte Schutzkleidung anhatte.

Wenn dus nicht glaubst, besorg dir doch ne Schutzausrüstung und lass dich von nem Freund mit Pflastersteinen bewerfen. Mit Glück kommt dann ein Auto mit Blaulicht aufm Dach mit Pech ein schwarzes mit Gardinen in den Fenstern.

Bezahlt werd ich auch nicht um mich mit Steinen bewerfen zu lassen.

Wehren könnte ich mich meistens recht sicher, darf nur meistens nicht.

Ich mach meinen Job wirklich gern für die geschätzten 95% der Bevölkerung mit denen ich nie was zu tun hab.

Gegen Linke hab ich nichtmal was, so lang sie die Steine in der Straße lassen.
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Aeshma
Moderator


Alter: 23
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Beiträge: 6137
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 08:50    Titel:

Wer nach Anarchie schreit, hat nicht verstanden, dass der Mensch eine egoistische, kannibalistische Bestie ist, die sich in kürzester Zeit selbst ausrotten würde.

Es liegt nicht am System, es liegt an der Natur des Menschen, dass die Lage ist, wie sie ist.

Grüße
Aeshma
_________________
Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Ian



Alter: 22
Anmeldedatum: 21.12.2007
Beiträge: 1703
Wohnort: Vorderpfalz

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 11:45    Titel:

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Wer nach Anarchie schreit, hat nicht verstanden, dass der Mensch eine egoistische, kannibalistische Bestie ist, die sich in kürzester Zeit selbst ausrotten würde.

Es liegt nicht am System, es liegt an der Natur des Menschen, dass die Lage ist, wie sie ist.

Grüße
Aeshma



Und der Thomas Hobbes Preis dieses Jahr geht an...

jetzt mal ehrlich tu nicht so als wäre das eine Tatsache, das Menschen so sind.
_________________
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Aeshma
Moderator


Alter: 23
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Wohnort: Edigheim

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 11:51    Titel:

Generell würde ich schon sagen, dass der Mensch zur Selbstzerstörung neigt.
Die Idee, dass allen alles gehört (ich verstehe nicht so viel vom Kommunismus...) würde funktionieren, wenn nicht imemr wiede rirgendwelle Leute doch unbedingt mehr haben müssten als der Rest. Deshalb liegt es mMn nicht am System, dass der Kommunismus scheiter (tut er meiner Meinung nach, aber auch Demokratie ist im Scheitern begriffen) sondern am Menschen

Grüße
Aeshma
_________________
Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Ian



Alter: 22
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Beiträge: 1703
Wohnort: Vorderpfalz

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 12:13    Titel:

Die Demokratie hat den "Vorteil", dass jeder mehr oder weniger für sich selbst verantwortlich ist. Wenn ich als Bauer meine Ernte nicht einhole und weiß es gibt Hagel, bin ich ein Idiot, weil ich somit pleite gehe.
Wenn das Feld aber der "kommunistischen Genossenschaft der Bauern und Landwirte" gehört, dann ist um 5 Uhr für mich Feierabend, denn das kaputte Feld betrifft mich nicht direkt finanziell.

Und wäre der Mensch an sich asozial und zerstörerisch, dann hätte er wohl nie eine Gesellschaft formen können, in der Menschen friedlich miteinander Leben können.

Selbst Hobbes, gesteht dem Menschen zu, dass er nicht böse ist sondern nur ein Nutzenmaximierer, und selbst diese Aussage ist an sich nicht ohne Probleme zu verteidigen.
Ich denke nur, dass es ein moderner und momentan sehr beliebter Gedanke ist, zu sagen, dass wir Menschen asozial von unserer Natur her sind, weil es viele Dinge auf einfache Art erklärt.

Hier könnte man sich natürlich weiter streiten, ob die Nutzenmaximierung nicht nur eine Handlung aus Neigung ist und daher unserer Vernunft eigentlich widerspricht...womit wir an einer völlig anderen Baustelle wären.
Was ich damit sagen will, so eine anthropologische Diskussion sprengt wohl den Rahmen. Wink
_________________
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Leander



Alter: 22
Anmeldedatum: 03.11.2008
Beiträge: 4186
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.08.2010, 17:45    Titel:

Was der Ian sagt.

Auch die Sache mit dem Feld stimmt, wenn wir die Menschen so betrachten, wie sie momentan sind. Der Kommunismus basiert darauf, dass jeder Verantwortung für die Gemeinschaft übernimmt. Das dürfte auch funktionieren, da jeder davon profitiert, wenn die Gemeinschaft profitiert.
Vielfach wird der Kommunismus zu einfach dargestellt, weshalb viele ein grundlegend falsches Bild davon haben. Ich habe mir auch erst das Manifest und das Kapital kaufen müssen, bevor ich wirklich mitreden konnte. In weniger als in ein Buch kann man die Theorie aber auch nicht verpacken, weshalb es den Rahmen einfach sprengen würde, das hier zu erklären.
_________________
Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung.
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Harald Ösgard



Alter: 42
Anmeldedatum: 11.01.2010
Beiträge: 5262
Wohnort: Erlangen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 23.08.2010, 11:25    Titel:

Beim Drachenfest gibt es Leute, die ganz ohne Zwang Tage früher anreisen und vor allem am Schluß so lange bleiben, bis auch das letzte Brett wieder eingelagert ist.
Und alles was sie davon haben ist meine Bewunderung und ein ehrlicher Respekt. Und vielleicht meine Hilfe im nächsten Jahr.

Und es gibt jede Menge Leute, die sich ehrenamtlich betätigen, die Con ausrichten oder als SL fast ohne Schlaf auskommen... usw. usw. usw.

Man muss nicht immer gleich die ganz großen Geschütze auffahren um zu merken, daß es für uns Menschen (und sogar für viele Tiere) noch ein paar mehr wirkungsvolle Triebkräfte gibt, als nur den Egoismus und den persönlichen Vorteil.

Im Sozialismus war einfach ALLES ideologisch. Was Quatsch ist. Im Kapitallismus wird der Mensch gerne mal auf seine animalischen Triebe zurückgestutzt, was ebenso Quatsch ist.

Und da ich zu den eher wenigen Menschen gehöre, die BEIDE Systeme recht ausgiebig studieren durften, denke ich, daß ich da ein Wörtchen mitreden kann. Ich beantworte auch gerne Fragen.... Wink
_________________
Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon
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