Thema: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc
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EricPoehlsen

Alter: 30 Anmeldedatum: 20.01.2011 Beiträge: 362 Wohnort: Regensburg
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Direktlink | Verfasst am: 20.03.2011, 21:37 Titel: |
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Also ich erwarte nicht zwingend, wenn ich einen Handwerker oder Bauer darstelle, dass ich den gleichen Schaden an einem Gegner verursache, wie ein Krieger. Üblicherweise hat ja der Handwerker eine improvisierte Waffe, einen Stab/Knüppel oder vielleicht noch ein kurzes Schwert (wenn der Spieler bei der Wahl der zum Charakter passenden Waffen nicht total gepatzt hat).
Viele Kriegercharaktere haben hingegen deutlich größere Waffen, die deutlich mehr Schaden verursachen sollten als ein Knüppel. Mal den Realitätsaspekt außer acht gelassen, dass die meisten der Waffen, die wir in Schaumstoffform verwenden im Metall oder auch aus Holz einfach so verdammt tödlich wären.
In den ersten Weltenrettungsplot verstrickt, steht der Bauer vielleicht noch doof da und ist vielleicht etwas überfordert, aber das gibt sich mit der Zeit - und der Händler, der zum vierten Mal daran beteiligt war, die Welt oder doch einen beachtlichen Teil davon zu retten der ist dann halt ein Abenteurer |
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inLarp

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Nutz
Alter: 36 Anmeldedatum: 27.03.2008 Beiträge: 761
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Direktlink | Verfasst am: 20.03.2011, 22:38 Titel: |
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| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | | sind nicht irgendwie sehr, sehr viele Abenteuercon-Szenarios irgendwo nach dem Strickmuster "Das Dorf/Lager wird von irgendwas bedroht"? Sehe da kein Problem, wieso nicht jeder anpacken soll. Vor allem, wenn wie üblich sich "das Böse" einen Teufel darum schert, auch Zivilpersonen anzugreifen. |
Naja prinzipiell schon, aber doch eher selten mit dem ihr seid hier gefangen Aspekt. Als Handwerker würd ich da dann doch fix meine Sachen packen und stiften gehen. Vielleicht noch nicht bei ner marodierenden Orkrotte, aber wenns gefährlicher wird schon. |
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Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1326 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 20.03.2011, 23:25 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | Dass Krieger (abgesehen von wenigen Ausnahmen) nebenher noch ein Handwerk (wenn auch nicht unbedingt selbstständig) ausübten ist selbstverständlich . |
Nein, dass sehe ich nicht so, wenn es ums LARP geht. Hier meint ein "Berufskrieger" (bzw eben ein "Krieger" im Gegensatz zum Magier, Priester, Bettler oder eben handwerker) jemand, der seinen Lebensunterhalt mit der Waffe verdient, sei es als Ritter, Söldner oder Stadtwächter.
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Noch mal die Frage...wo hört der Profi-Krieger mit Nebenbeschäftigung auf und wo fängt der Profi-Handwerker mit Nebenkriegsbeschäftigung an? |
Du meinst jetzt nach deutschem Sozialversicherungsrecht? Also, nur wenn die Zahl der Handwerkskunden die der getöteten Feinde pro Kalenderjahr um mindestens den Faktor 21,73 übersteigt ist von einer nichtkriegerischen Hauptbetätigung auszugehen. Ist die Voraussetzung nicht gegeben ist vorbehaltlich der Familiensituation und eines evtl zu berücksichtigenden Alters- oder Leibeigenen-Entlastungsbetrages davon auszugehen, dass es sich um einen hauptberuflichen Krieger handelt, was dann u.a. einen wegen des hohen Verletzungsrisikos während der Arbeitszeit erhöhten Beitrag zur Krankenersicherung nach sich zieht...
Im Ernst und für diese Debatte: Es geht um LARP-Chars, also wird es wohl in erster Linie um die Überschrift über dem Chart-Konzept gehen: Steht da "Krieger" oder "Handwerker XY"?
Vermutlich gibt es eine breite Grauzone, die man unter beidem fassen könnte (Berufskrieger mit Handerks-Hobby oder Handwerker, der auch kämpft).
| Nutz hat Folgendes geschrieben: | | Die hatten aber auch keine andere Wahl. Das sieht eben völlig anders aus wenns denn irgendein namenloses Dorf betrifft das so ein Handwerkerlein eben nur zufällig besucht. |
Sicher; da ging es nur um die von Hana angesprochen Sache, dass man als Handwerker sehen muss, ob man sein Handwerk auf einem Con eigentlich auch ausspielen kann bzw sollte. Auf einem Abenteuer-Con kann die Antwort durchaus: "Nein, besser nicht", lauten. Wieso man sich als Handwerker auf ein solches Abenteuer einlässt ist eine ganz andere Frage, dazu habe ich nichts gesagt.
Allerdings ein Gedanken zum Thema: Wer darf, kann oder sollte eigentlich Abenteuer erleben?
Der Klischee-Ritter rennt den Dinger aus Berufung hinterher, Abenteurer müssen ihrem Namen gerecht werden, und auch andere Chars, die sich an klassischen PnP-Char-Konzepten anlehnen (Priester, Magier, Waldläufer) haben selten Probleme zu erklären, wie sie in gefährlich Situationen geraten bzw von einer solchen in die andere stolpern. Auf Handwerker und andere "normale" Menschen trifft das ja wohl nicht zu, oder?
ME eine falsche Annahme. Was der auf Abenteuer ausziehende Ritter den Artus-Romanen ist, ist ins ungewisse aufbrechende Jüngling respektive der walzende Handwerker dem gemeinen Märchen alla Gebrüder Grimm. Der Typ, der nur einen sprechenden Kater erbte, derjenige, der auszog, das Fürchten zu lernen, die drei Brüder mit dem Esel, dem Tisch und dem Knüppel, allesamt sind ganz normale Menschen. Wenn nicht ein Prinz der Held des Märchens ist bleibt die Drecksarbeit der Welt- respektive Plotrettung am gemeinen Mann hängen...
| Nutz hat Folgendes geschrieben: | | Als Handwerker würd ich da dann doch fix meine Sachen packen und stiften gehen. Vielleicht noch nicht bei ner marodierenden Orkrotte, aber wenns gefährlicher wird schon. |
Bei den LARP-typischen Bedrohungen würden das wohl viele tun, wenn die Spieler nicht zufällig OT da wären, um eben Abenteuer zu erleben.
Warum lässt sich der Waldläufer, Söldner o.ä. auf die Auseniandersetzung mit dem fiesen Nekromanten ein? Warum verlassen nicht alle Magier (exkl Kampfmagier) die Gegend, sobald die Orks im Wald beginnen anzugreifen? Vom Klischee-Ritter mal abgesehen, der geschworen hat, allen Gefahren um ihrer selbst Willen zu trotzen: Warum verpissen sich 90% der Chars nciht, sobald der Plot gefährlich wird?
Bzw: Warum wird das plötzlich bei bestimmten Chars thematisiert?
| EricPoehlsen hat Folgendes geschrieben: | | Also ich erwarte nicht zwingend, wenn ich einen Handwerker oder Bauer darstelle, dass ich den gleichen Schaden an einem Gegner verursache, wie ein Krieger. Üblicherweise hat ja der Handwerker eine improvisierte Waffe, einen Stab/Knüppel oder vielleicht noch ein kurzes Schwert (wenn der Spieler bei der Wahl der zum Charakter passenden Waffen nicht total gepatzt hat). |
Beim Punkte-LARP schlicht nicht umzusetzen; solange der Bauer nicht mit einem Bündel Strohhalmen zudrischt, sondern den Dreschflegel o.ä. verwendet: Wieso sollte der weniger Schaden machen als irgendwelche Monster (Orks & Goblins) mit improvisierten oder verrosteten Waffen?
Außerdem halt ich es nicht für "gepatzt", wenn ein walzender Handwerker sich eine Waffe zulegt. _________________ So long
Justav |
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Nutz
Alter: 36 Anmeldedatum: 27.03.2008 Beiträge: 761
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Direktlink | Verfasst am: 21.03.2011, 00:35 Titel: |
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| Justav hat Folgendes geschrieben: |
Bei den LARP-typischen Bedrohungen würden das wohl viele tun, wenn die Spieler nicht zufällig OT da wären, um eben Abenteuer zu erleben.
Warum lässt sich der Waldläufer, Söldner o.ä. auf die Auseniandersetzung mit dem fiesen Nekromanten ein? Warum verlassen nicht alle Magier (exkl Kampfmagier) die Gegend, sobald die Orks im Wald beginnen anzugreifen? . |
Naja den Nichthandwerkern kannn man imho noch abnehmen das sie eben wegen der Bedrohung dort sind.
Aber ich glaube ich hatte schon erwähnt das ich den Fehler da auf Orgaseite sehe wenn die Spieler eigentlich ein Motivationsproblem für ihre Chars haben. |
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inLarp

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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7453 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 21.03.2011, 01:06 Titel: |
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Hmm....also an sich gehört meiner Erfahrung nach das "eingeschlossen sein" tatsächlich bei vielen Cons zum Programm. Es muß ja nicht unbedingt eine regelrechte Belagerung sein. Aber alleine das Wissen, daß da "irgendwas ungutes" im Wald unterwegs ist wäre für mich als wenig wehrhafter Handwerker eher ein Grund, erstmal an Ort und Stelle (und bei vielen anderen Menschen) zu bleiben als mich jetzt auf gut Glück alleine durchzuschlagen. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5262 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 21.03.2011, 14:13 Titel: |
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Ich schau mal in meine Signatur:
Jäger 4 Contage
Handwerker 6 Contage
Krieger 3 Contage
Macht: 13 Contage in Summe. Und ca. 45 % Handwerker pro Con.
Allerdings erkennt man schon eine Tendenz zu eher ambienten Charakteren. (Jäger und Handwerker vs. Krieger)
Was GANZ PRAGMATISCH dem Umstand geschuldet ist, daß ich nicht gleich zu Beginn ne Menge Geld für Polsterwaffen und Rüstung raushauen wollte, bevor ich nicht ungefähr eine belastbare Vorstellung davon bekommen habe, was mir liegt und was wo wie gut reinpaßt.
JA, ich halte ambiente Charaktere für ein sehr gutes Anfänger-Konzept. Weil es die Gefahr von totalen Fehlinvestitionen(In Waffen und Rüstung) reduziert und weil man relativ gut mit so einem Charakter alles beobachten kann, ohne das man gleich die volle Komplexizität des LARPs intus haben muss.
Darüber hinaus ist es speziell für mich (wegen Alter) ein Leichtes, dann später auch den Handwerker mal so auszuweiten, daß der eigentlich ein ehemaliger Vollprofi-Krieger war... (Ist ja ein häufiges Konzept in Buch und Film)
Und dann werd ich bei entsprechener Situation dann eben auch wie der gute alte Clint Eastwood meine alte verstaubte Kiste vorkramen und mich in die alte Rüstung werfen und die alten Waffen mal wieder schwingen....
Achja, soo ein Zufall... OT war ich ja auch mal Profi-Krieger und bin jetzt Ingenieur... wer hat sich nur so ein "dämlichen Plot" ausgedacht...
PS: ich glaube nicht, das Profi-Krieger besonders viel "Handwerk" als Hobby betrieben haben. Schnitzen und Modellbau ist belegt...Was eben so in die Hosentasche paßt und viel Zeit totschlägt ohne viel Aufwand zu benötigen. Aber jeder Form von kommerzieller Warenerzeugung bzw. auch nur Reperatur beißt sich sehr mit den Vorgaben des Soldatenalltags. Entweder wird der Lieferant nicht durchs Kasernen (-Lager-)tor gelassen, am Tor erschlagen oder traut sich nicht hin.. oder aber es gibt schlichtweg keinen weit und breit.
Denn Handwerk (als GEWERBE) ist vor allem eins: Warenstrom. Das Beherrschen der notwendigen Handgriffe und das kennen der richtigen Abläufe nützt dem Bäcker noch rein garnichts, wenn kein Ofen da ist und kein Mehl.... (Auch ein Konditor wie Nehberg hat im Dschungel selten bis garnicht Torten gebacken...)
Kelmon deutete das ja mit seinem 2Drahtdünnkauen" auch schon an.
Das Marschgepäck von Kriegern dürfte auch schlicht nicht den Luxus angeboten haben, da noch Platz für Rohstoffe und Werkzeuge anzubieten.
Jedenfalls hab ich den Nußkasten und das Feilenset nie mit ins Feldlager geschleppt..... _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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