inLarp Foren-Übersicht

Zurück zu inLarp.deZu inLarp.de     Anwesende Larp GruppenAnwesende Larp Gruppen   SuchenSuchen    Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin



Thema: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc


Du befindest dich hier:  inLarp Foren-Übersicht -> LARP - Allgemein Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
<< Warum ich Punkte mag und PnP keine Altlast ist Allgemeine Fragen zum Larp >> 
Autor Nachricht
Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8162

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.03.2011, 16:42    Titel: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

Nach haralds Beitrag im Nachbarthread und einigen Charakterberatungen drängt sich für mich eine Frage auf.

Brauchen wir mehr "ungewöhnliche" Charaktere wie Handwerker, Bauern, Philosophen und ähnliches im Larp? Als "Pen and Paperlarper" im Gegensatz zum "Simulationslarper" würde ich eher nein sagen. Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches. Gerade weil (im Gegensatz zu Sondersc) ein Charakter welcher der Dreiteilung entspricht auf jeden Con seinen Platz finden wird.

Von daher würde ich eher dazu tendieren jeder Charakter der nicht einer Pen and Paper-Klasse im entferntesten entspricht (am besten das klassische Dungeons and Dragonssystem) einer intensiveren Prüfung zu unterziehen.
Nach oben
inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

Nach oben
Cartefius



Alter: 32
Anmeldedatum: 05.03.2008
Beiträge: 4528
Wohnort: Bielefeld

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.03.2011, 17:49    Titel:

Kommt klar auf den Con an. Auf Cons mit entsprechend differenziertem Aufgabenspektrum und hohen Ambienteanteil halte ich solche Charaktere für eine willkommene Bereicherung, auf dem D&D-Dungeoncrawl sind sie hingegen recht überflüssig.
_________________
Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot
Nach oben
Dennis



Alter: 24
Anmeldedatum: 04.01.2008
Beiträge: 3099
Wohnort: Big DO! Rock City

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.03.2011, 18:02    Titel:

Ebenso kommt drauf an.
MMn macht es für klassischen Abenteuerplot durchaus Sinn, auch mal in solchen Kategorien zu denken. Daher würde ich auf Cons, die explizit Abenteuer, vllt. auch Dungeoncrawling beinhalten, also die typischen Abenteurer Cons nichts spielen, was sich nicht in Kämpfer, Waldläufer, Magier einordnen lässt.
Aber so ein Plot ist ja nicht das einzige, was sich in der Larplandschaft findet. Für große Cons oder Cons, die eben nicht nur plotten, sondern viel Ambiente aufbauen wollen, finde ich diese ganzen anderen Rollen toll. In ihrer Reinform sind sie nur nicht meins.

Gruß
Dennis
_________________
http://goblinbau.wordpress.com
Fantasy RPG und Grenzberg - ein Dungeonslayers Setting

Nächste Con: Intothewood, 28. - 30. September (ja, ich weiß, dass das noch dauert -.-)
Nach oben
Letho




Anmeldedatum: 28.01.2011
Beiträge: 36
Wohnort: München

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.03.2011, 19:28    Titel: Re: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches.


Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass das nicht in diese Richtung gehen sollte, aber trotzdem sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Fertigkeiten vermischt. Ich denke da z.B. gleich an die "Ich bin ein Superheld und kann prinzipiell alles!" Powergamer. Wenn alle alles selber können, nimmt man anderen die Möglichkeit sich in diesen nicht typischen Abenteurerfertigkeiten zu spezialisieren und es kostet einen bestimmt das eine oder andere wirklich schöne Charakterspiel.

Solche SonderSC haben für mich Ihre ganz eigene Berechtigung und tragen meiner Erfahrung nach überdurchschnittlich oft erheblich zu einem gelungenen Ambiente bei. Gerade, weil die Rolle eben nicht als 100.000ster Held geschrieben ist. Es muss doch auch "normale" Leute geben. Das macht eine Larpwelt in meinen Augen deutlich interessanter. Und für die Helden unter uns bieten diese SonderSC viele schöne Spielansätze. Wie soll man z.B. die größzigigkeit eines Ritters darstellen, wenn es keinen Bettler gibt, dem man ein paar Münzen geben kann und keinen Handwerker, den man für seine guten Dienste ansehnlich bezahlen kann? Oder die Pflicht, das einfache Volk zu beschützen?

Klar auf Abenteuercon XY passt so ein Charakter halt nicht immer, aber auch da habe ich (passiv) schon positive Erfahrungen gemacht.

Ich finde SonderSC jedenfalls super und freu mich über ausgefeilte Spartencharaktere, die mal nicht nur kämpfen, heilen und zaubern.
Nach oben
inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

Nach oben
EricPoehlsen



Alter: 30
Anmeldedatum: 20.01.2011
Beiträge: 362
Wohnort: Regensburg

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.03.2011, 19:40    Titel:

Recht interessant ließe sich das in Cartefius' Regelansatz widerspiegeln.

Ich würde aber die Klassen nicht zu eng begrenzen - sondern einfach sagen, es gibt Fertigkeitsgruppen in die man sich spezialisieren kann (was kampfbezogene Aspekte betrifft, da spielt es ja die größte Rolle)
Was der Charakter sonst noch ist, das ist ja eher eine Frage der Darstellung und der Ambientesituation und oft weniger Plotrelevant
Nach oben
Mortimer




Anmeldedatum: 16.01.2009
Beiträge: 40

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 14:23    Titel: Re: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches.


Bitte nicht. Ich komme zwar auch aus der Pen-and-Paper-Ecke, verzichte aber auch da gerne und dankend auf die immer gleichen Stereotypen, die wir hier haben.

Ich bin davon überzeugt, dass man auf den absolut meisten Cons - ebenso wie in den meisten Pen-and-Paper-Rollenspielen - auch seinen Spaß haben kann, wenn man weder etwas mit Magie, noch mit Kampf oder Heilung am Hut hat. Kommt natürlich auch auf den Typ Spieler an, der man ist...

In diesem Sinne plädiere ich für mehr ungewöhnliche (sprich eigentlich gewöhnliche aber selten gesehene) Charaktere, wie Bauern, Handwerker und anderes Gesocks...
Nach oben
Kelmon



Alter: 32
Anmeldedatum: 24.01.2009
Beiträge: 7453
Wohnort: Saarbrücken

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 15:01    Titel:

Ich sehe ehrlichgesagt nicht, was jetzt an einem reinen Handwerker bedenklicher/problematischer sein sollte als an einem "Krieger, der "zufällig" auch Waffenschmied ist". Wie schon meine Vorredner sagten ist je nach Con das eine oder eben das andere eher ein "problematisches Konzept".
_________________
LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

Nach oben
Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8162

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 15:24    Titel:

Mehrere Dinge sind da in meinen Augen problematischer:

1. Ein Waffenschmied mag vielleicht noch gehen. Aber wie sieht es mit 10 Waffenschmieden aus die eigentlich nichts können außer eben Waffen schmieden? Bei einen Con dass stimmig auf den Bewohnern einer Stadt aufbaut finde ich es in Ordnung wenn sich Handwerksbude dicht an Handwerksbude drängt. Im üblichen "Feldlagerszenario" eher nicht.

2. Der Krieger der nebenbei noch Waffenschmied ist hat etwas zu tun. Er ist eben primär Krieger der nebenbei einige handwerkliche Kunstgriffe beherrscht. Dass heißt jetzt nicht dass dieser Krieger in der Lage sein soll eine gotische Vollplattenrüstung herzustellen oder auch nur eine gute Brustplatte zu fertigen. Dennoch ist ein gewisses handwerkliches Talent für mich bei Kriegern dann doch recht stimmig.

Zitat:

Ich bin davon überzeugt, dass man auf den absolut meisten Cons - ebenso wie in den meisten Pen-and-Paper-Rollenspielen - auch seinen Spaß haben kann, wenn man weder etwas mit Magie, noch mit Kampf oder Heilung am Hut hat. Kommt natürlich auch auf den Typ Spieler an, der man ist...


Auch hier gilt, der einzelne kann vielleicht noch mitgeschliffen werden. Damit er aber überhaupt mal etwas zu tun bekommt muss man das entsprechende Szenario schon deutlich anpassen. Natürlich ist es auch möglich sich die Welt eines beliebigen Pen and Paperrollenspieles zu nehmen und daraus eine Stadt/Wirtschaftssimulation zu basteln. Dass kann sogar Spaß machen wie vielleicht auch ein derartiges Larp Spaß machen kann. Es hat aber nur noch recht wenig mit klassischen Pen and Paper zu tun...und zumindest auch wenig mit klassischen Larpszenarien wie ich sie kenne. Wem es wie gesagt gelingen mag eine Stadtsimulation zu errichten wo auch wirklich jeder in größeren Mengen seinen Platz hat der hat mich sofort auf seiner Seite.

Gruß

Gerwin
Nach oben
inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

Nach oben
Kelmon



Alter: 32
Anmeldedatum: 24.01.2009
Beiträge: 7453
Wohnort: Saarbrücken

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 15:48    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
1. Ein Waffenschmied mag vielleicht noch gehen. Aber wie sieht es mit 10 Waffenschmieden aus die eigentlich nichts können außer eben Waffen schmieden? Bei einen Con dass stimmig auf den Bewohnern einer Stadt aufbaut finde ich es in Ordnung wenn sich Handwerksbude dicht an Handwerksbude drängt. Im üblichen "Feldlagerszenario" eher nicht.

Mal davon abgesehen, daß dieses Szenario komplett unrealistisch ist sehe ich da nicht das Problem. Zumindest nicht mehr ein Problem wie "nur 10 Magier", "nur 10 Paladine" oder "nur 10 Diebe".
Der Einzelne hat ohnehin keine Kontrolle darüber, als was die anderen 9 Spieler kommen. Sollten sich mal ausschließlich Waffenschmiede in einem Spielerlager einfinden (was von der Wahrscheinlichkeit her "Tod-durch-Meteoriten"-ähnlich ist), ist das trotzdem kein Problem mit dem Konzept, da der einzelnen Waffenschmied nicht unpassend ist. Wenn überhaupt ist es dann ein Versagen der Orga, sofern diese Charakterchecks durchführt.

Zitat:
2. Der Krieger der nebenbei noch Waffenschmied ist hat etwas zu tun. Er ist eben primär Krieger der nebenbei einige handwerkliche Kunstgriffe beherrscht. Dass heißt jetzt nicht dass dieser Krieger in der Lage sein soll eine gotische Vollplattenrüstung herzustellen oder auch nur eine gute Brustplatte zu fertigen. Dennoch ist ein gewisses handwerkliches Talent für mich bei Kriegern dann doch recht stimmig.

Was sollte daran stimmig sein? Es ist im LARP üblich, aber in der Regel an den Haaren herbeigezogen á la "mein Vater war Schmied, darum kann ich das". Dazu war dann die Mutter eben Kräutertante, weswegen man auch Wunden verbinden kann.
Interessanterweise reicht ja dieses "ich kann es nur ein klein bisschen" immer voll und ganz, um Regelwerksrelevante Effekte zu erzeugen. Oder wieviele Wunden brechen auf, wieviele Rüstungen fallen auseinander, nachdem solch ein "Hobbybastler" da dran war?

Realistisch gesehen dürfte der "Standardkämpfer" in Sachen Handwerk folgendes wissen:
- Auslaufendes Blut ist nicht so gut
- Löcher in Rüstungen sind schlecht.
Das macht ihn aber weder zu einem Feldarzt noch zu einem Schmied.
_________________
LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

Nach oben
Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8162

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 16:05    Titel:

Du willst damit behaupten dass es üblich (!) war in Armeen einen Schlachter für die leckeren Würstchen, einen Schreiner zum herstellen von Stühlen und Kästchen, einen Töpferer um das entsprechende Geschirr welches zu ersetzen war zu ersetzen usw. auf eine Menge an primären Kämpfern mitzunehmen (sagen wir auf 100 einen jeder Berufsgruppe)? Hier muss ich sagen...sieht meine Vorstellung dann doch etwas anders aus.

Natürlich ist es auch für einen nicht gelernten Schmied mit ein wenig Talent möglich manch eine Rüstung wieder auszubessern. Selbst jemand mit zwei linken Händen kann mit viel Geduld lernen vernietetes Kettengeflecht herzustellen..zumindest um kleinere Beschädigungen auszubessern (was ja auch geschah). Wenn eine Plattenrüstung jedoch so beschädigt ist dass sie ihren Träger nicht mehr schützt (der typische Larpeffekt wenn die Rüstpunkte auf null sind) dürfte auch so manch ein ausgebildeter Schmied im offenen Feld erst einmal seine Probleme haben.

Interessanter Weise beschränken wir uns aber relativ auf dem Schmied. Da muss ich dir recht geben...aber drehen wir das Ding mal ein wenig weiter. Was haben wir denn hier...einen doch recht gut befestigten Wachturm der Römer. Die hatten da wie wir alle wissen einige von. Nun hat sich mit Sicherheit jemand dieses Ding mal ausgedacht der Ahnung von dieser Arbeit hatte. Mit Sicherheit sind wir uns alle einig dass die Römer aber (angesicht der Masse an Türmen, Mauern, Gräben und ähnlichen) nicht ein ganzes Handwerksheer in die Provinzen gekarrt haben um das aufzubauen. Eigenartiger Weise werden auch heutige Rekonstruktionsversuche nur selten nur von Schreinermeistern und ähnlichen vorgenommen, sondern eher von Leuten die berufsbedingt nicht gerade eine handwerkliche Ausbildung haben (natürlich unter Unterstützung von Fachmännern).

Von daher gesehen halte ich es durchaus für sehr realistisch dass unsere Vorfahren ein wenig mehr über handwerkliche Fähigkeiten verfügten (einfach weil man auch nicht alles wegwerfen oder reparieren lassen konnte) als wir heute.

Selbstverständlich macht einen dass nicht zum Schreinermeister, Maurer, Feldarzt oder ähnlichen. Es gibt einen aber Fähigkeiten die für vieles noch genügen. Der Rüstungsschmied mag da wie gesagt vielleicht eine Ausnahme sein. Wenn nun aber ein Larpkrieger sein "Hobby" anständig bespielt, die entsprechende Ausrüstung mitschleppt und das ganze gut darstellt halte ich dass ganze für absolut zufriedenstellend. Natürlich hast du recht...im Regelfall bleibt es bei der Darstellung auf dem Papier oder im besten Fall den rumklopfen mit einen Hammer auf der Rüstung Smile.
Nach oben
Kelmon



Alter: 32
Anmeldedatum: 24.01.2009
Beiträge: 7453
Wohnort: Saarbrücken

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.03.2011, 16:57    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Du willst damit behaupten dass es üblich (!) war in Armeen einen Schlachter für die leckeren Würstchen, einen Schreiner zum herstellen von Stühlen und Kästchen, einen Töpferer um das entsprechende Geschirr welches zu ersetzen war zu ersetzen usw. auf eine Menge an primären Kämpfern mitzunehmen (sagen wir auf 100 einen jeder Berufsgruppe)? Hier muss ich sagen...sieht meine Vorstellung dann doch etwas anders aus.

Die Zahl der Handwerker (auf 100 Soldaten einen Handwerker jeder Berufsgruppe) ist sicherlich alleine deswegen zu hoch, da man wohl kaum jeden Beruf in einem Heer benötigt. Daß man aber Handwerker verschiedener Art im Troß mitführst war etwas völlig normales. Köche, Schuster, Alle Holzverarbeitenden Berufe, Schmiede, Sattler, etc.

Je nach Armee und Einsatzgebiet war das etwas völlig normales. Oder würdest Du auf einem längeren Feldzug in der Ferne gerne davon abhängig sein, Deine Waren komplett von der lokalen Bevölkerung zu beziehen?

Zitat:
Natürlich ist es auch für einen nicht gelernten Schmied mit ein wenig Talent möglich manch eine Rüstung wieder auszubessern. Selbst jemand mit zwei linken Händen kann mit viel Geduld lernen vernietetes Kettengeflecht herzustellen..zumindest um kleinere Beschädigungen auszubessern (was ja auch geschah). Wenn eine Plattenrüstung jedoch so beschädigt ist dass sie ihren Träger nicht mehr schützt (der typische Larpeffekt wenn die Rüstpunkte auf null sind) dürfte auch so manch ein ausgebildeter Schmied im offenen Feld erst einmal seine Probleme haben.

Und den Draht nimmt dieser Krieger...woher genau? Kaut der solange auf einem Nagel rum, bis er dünn genau ist? Und das Spezialwerkzeug zum vernieten...findet er am Wegesrand? Wink
Dein Argument ist hier, daß Beschädigungen entweder so leicht sind, daß "jeder" die reparieren kann, oder so schwer, daß ein ausgebildeter Schmied es kaum oder nicht vermag. Tatsächlich dürfte der allergrößte Teil von Defekten deutlich in die Kategorie "Kann ein Schmied, und nur ein Schmied richten".

Zitat:
Was haben wir denn hier...einen doch recht gut befestigten Wachturm der Römer. Die hatten da wie wir alle wissen einige von. Nun hat sich mit Sicherheit jemand dieses Ding mal ausgedacht der Ahnung von dieser Arbeit hatte. Mit Sicherheit sind wir uns alle einig dass die Römer aber (angesicht der Masse an Türmen, Mauern, Gräben und ähnlichen) nicht ein ganzes Handwerksheer in die Provinzen gekarrt haben um das aufzubauen.

Nein, da man lokal im besetzen Gebiet genügend Handwerker findet - oder noch wahrscheinlicher - eben genug anleitende Handwerker mitgeführt hat, muß man das auch nicht in "Heeresstärke". Davon mal ganz abgesehen: Der Vergleich des römischen Heeres (Staatliches, stehendes Berufsheer) mit den Armeen, von denen wir hier reden, hinkt doch etwas. Es ist bekannt, daß Legionäre auch zu handwerklichen Arbeiten herangezogen wurden (Straßen- und Festungsbau), aber das sind auch Leute, die sowas sich im Laufe der Zeit (20 Jahre, davon zum guten Teil kaserniert) aneignen können. Ohne Zweifel unter handwerklicher Anleitung. Denn daß Befestigte Lager zahlreiche Handwerker beherbergten steht außer Frage.

Klar, wenn wir davon ausgehen würden, daß Landsnkechte nichts anderes zu tun hätten, als Jahrelang rumzusitzen und sich von einem Schmied das Schmieden erklären lassen, dann würde ich die auch als kompetente Rüstausbesserer sehen.

Aber fragen wir mal, wieviele Landsknechte oder Ritterheere Festungen, Türme, Kirchen und Brücken errichtet haben.

Zitat:
Eigenartiger Weise werden auch heutige Rekonstruktionsversuche nur selten nur von Schreinermeistern und ähnlichen vorgenommen, sondern eher von Leuten die berufsbedingt nicht gerade eine handwerkliche Ausbildung haben (natürlich unter Unterstützung von Fachmännern).

Das sagt aber nun wirklich rein gar nichts darüber aus, durch wen diese damals gebaut wurden. Das "erstaunliche" ist auch wenig erstaunlich, da diejenigen, die sowas erbauen, nunmal berufliches/hobbyistisches Interesse daran haben. Würde man echte Handwerker daran lassen, dürfte sowas schneller, besser und effizienter vonstatten gehen. Andernfalls frage ich mich, wozu man einen Handwerksberuf lernen müßte, wenn man es "auch so" könnte, Interesse vorausgesetzt.

Zitat:
Von daher gesehen halte ich es durchaus für sehr realistisch dass unsere Vorfahren ein wenig mehr über handwerkliche Fähigkeiten verfügten (einfach weil man auch nicht alles wegwerfen oder reparieren lassen konnte) als wir heute.

Spezialisierung ist kein modernes Phänomen, und "ein wenig mehr" äußerst vage, vor allem, da unsere Lebensumstände ganz andere sind. Tatsächlich dürfte der moderne Mensch unterm Strich weit, weit mehr handwerkliches Know-How besitzen als irgendjemand aus dem Mittelalter.
Du übersiehst hier aber komplett wieder die Frage nach dem Werkzeug und nach Rohstoffen. Auch die Hausfrau, die ihr leben lang mit Nähnadeln umgeht, wird einen kaputten Schuh nunmal mangels Schusterwerkzeug und Leder zu einem Flickschuster bringen, und den kaputten Topf zum Kesselflicker, und mangels Schleifstein die Schere zum Scherenschleifer.

Gerade im Bereich "Reparatur" waren die Berufe fahrender Natur, so daß es da keine großen Probleme gab, das von einem Fachmann richten zu lassen.

Hinzu kommt übrigens, daß ein Handwerk durchaus als "Geheimkunst" gesehen wurde, bei der man sich tunlichst nicht über die Schulter sehen lässt. Anders als heute kann man nicht einfach im Heimwerkerbuch nachlesen, wie man ein Regal baut.


Zitat:
Wenn nun aber ein Larpkrieger sein "Hobby" anständig bespielt, die entsprechende Ausrüstung mitschleppt und das ganze gut darstellt halte ich dass ganze für absolut zufriedenstellend. Natürlich hast du recht...im Regelfall bleibt es bei der Darstellung auf dem Papier oder im besten Fall den rumklopfen mit einen Hammer auf der Rüstung Smile.

Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Nur sehe ich persönlich lieber einen "richtigen" Schmied im Lager als 10 Hobbyschmiede, die sich selbst versorgen können. Alleine schon vom Spiel her, das dadurch entsteht.
_________________
LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

Nach oben
Leander



Alter: 22
Anmeldedatum: 03.11.2008
Beiträge: 4186
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.03.2011, 02:05    Titel:

Ergänzen möchte ich noch, dass hier konsequent alles außerhalb des Plotspiels ignoriert wird.
Diese Scheuklappen sind nicht sinnvoll.
Nicht jeder will sich am Plot beteiligen. Es gibt auch Ambientespiel, mal mehr mal weniger ausgepräägt.
Man kann es also schlicht nicht so verallgemeinern.
Eigentlich müsste du auch sagen, dass das Konzept meines Magiers fast komplett ungeeignet für Larp wäre. Warum? Weil er nichts kann, außer nachdenken. Auf dem Bogen stehen 0 ausgegebene Punkte (wenn ich einen Charakterbogen brauche). Und weißt du was? Der Charakter funktioniert, sogar sehr gut. Ich will mich nicht mehr am Plot beteiligen, als es jeder kann, der gerne mal ein Rätsel löst, und tue das auch nicht. Man muss nur die richtigen Mitspieler haben und es funktioniert.
_________________
Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung.
Nach oben
Hana



Alter: 27
Anmeldedatum: 03.01.2007
Beiträge: 2863
Wohnort: Beckum

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.03.2011, 11:01    Titel: Re: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

Auf die Frage, ob man mehr solcher Charaktere braucht: Nein. Man braucht überhaupt keine bestimmten Charaktere Wink

Als Bereicherung finde ich andere Charaktere auch eher selten, weil sie eine bestimmte Profession haben, sondern weil ich das Konzept interessant finde (auch ein Heiler oder Söldner kann ein ungewöhnliches Konzept haben, einer exotischen Kultur entstammen), oder weil der Spieler besonders gut schauspielert, oder besonders schöne Ausstattung hat (bin halt doch ein Augenmensch), oder weil der Spieler/Charakter besonders nett und sympathisch ist (alternativ: Man sich mit ihm besonders gut streiten kann Very Happy) ...

Speziell zu Abenteuercons:
Es können auch Handwerke, Spielleute o.ä. auf das typische Abenteuercon passen (selbst, wenn die Profession nicht in einen Tross passt - oft ist das ja kein Kriegszug, sondern "Ihr trefft euch zufällig im Gasthaus und plötzlich geht die Welt unter"-Szenarien), nur muss man sich aufs Setting einlassen (wer kennt nicht die fröhlich fidelnden Barden, die Party machen müssen, während sich vor ihrer Nase die Verwundeten und Toten stapeln?) Ich finde es durchaus interessant, z.B. Handwerkern zuzuschauen, aber gleich nachdem der letzte Dämon der ersten Welle besiegt ist das Kerzenzieh-Set aufzubauen, obwohl sich das nächste Übel schon zusammenbraut, ist der Stimmung genauso abträglich wie besagte Partybarden. Habt ihr im Herrn der Ringe (mein absolutes ewiges Vorbild in Sachen Atmosphäre) in Helms Klamm die Kamera auf irgendwelche Kerzenzieher bei der Arbeit schwenken sehen? Also! So da irgendwelche Kerzenzieher waren, standen die irgendwo im Kettenhemd und haben gegen Orks gekämpft!
Mitkämpfen muss auf Cons natürlich keiner. Aber wer nichts kann, kann sich in Schlachten immer noch verstecken, Verwundete zu den Heilern bringen, im Lazarett Laternchen halten, Angst zeigen - sich der Szene anpassen.
Und zwischendurch auch die Athmosphäre unterstützen durch angepasstes Verhalten, nicht "sein Ding durchziehen", auch wenn es die Stimmung sabotiert.
Natürlich betrifft das nicht nur Handwerker oder Ambienterollen generell, das gleiche könnte man zu vielen Shisha-Runden sagen Wink Ambienterollen, die sich dem Gefahrensetting nicht angepasst haben, an erster Stelle Tee- und Shishazelte mitten im Feindesland, habe ich oft schon als störend erlebt, und das ist eben genauso störend wie High-Fantasy-Konzepte auf
Low-Fantasy-Cons.

Mortimer hat Folgendes geschrieben:
Ich bin davon überzeugt, dass man auf den absolut meisten Cons - ebenso wie in den meisten Pen-and-Paper-Rollenspielen - auch seinen Spaß haben kann, wenn man weder etwas mit Magie, noch mit Kampf oder Heilung am Hut hat. Kommt natürlich auch auf den Typ Spieler an, der man ist...

Eben, darauf kommts an. Ich hätte daran keinen Spaß. Darum würde ich auch jedem Anfänger vom reinen Ambientecharakter abraten und stattdessen raten, sich offen zu lassen, mit dem Charakter an einem der Gebiete Kampf, Heilung, Magie, Alchemie etwas machen zu können - drauf verzichten kann man immer noch, aber für viele ist das einfach eine hilfreiche Eintrittskarte zum Mitmachen. Und vorm Ausprobieren wissen viele eben noch nicht, was für ein Typ Spieler sie sind.
_________________
Liverollenspiel im Münsterland:
Nach oben
Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8162

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.03.2011, 12:47    Titel:

Zitat:
Andernfalls frage ich mich, wozu man einen Handwerksberuf lernen müßte, wenn man es "auch so" könnte, Interesse vorausgesetzt.


Damit es schneller geht und nicht zuletzt wegen der Arbeitsteilung und komplexeren Aufgabenstellungen als die die im Larp oder auf Kriegsschauplätzen für gewöhnlich vorkommen. Ein Bäcker wird nur einen sehr geringen Teil seiner Ausbildung dafür verwenden Brot und Brötchen backen zu lernen. De facto beschäftigen sich diese Leute eher mit hochwertigen Dingen die man eben nicht ohne weiteres "mal eben erlernen" kann. Aber ich habe dein Argument schon verstanden.

Zitat:
Oder würdest Du auf einem längeren Feldzug in der Ferne gerne davon abhängig sein, Deine Waren komplett von der lokalen Bevölkerung zu beziehen?


Ich gehe hier wie gesagt davon aus dass viele Dinge auch "nebenher" laufen konnten. Dass für größere Lager vielleicht EIN Koch und EIN Schmied anwesend war (ich rede jetzt hier nicht von riesigen Lagern...nehmen wir als Larpvergleich einfach mal ein Großconlager mit 500 Personen) der zusätzliche "Helfer" angeleitet hat halte ich für möglich. Dass ein Bauer, ein Philosoph um die Moral der Mannschaft anzukurbeln, ein Kerzenzieher usw. dabei war..und zwar in seiner Funktion als Philosoph usw. halte ich für meist eher unwahrscheinlich.

Zitat:
Dein Argument ist hier, daß Beschädigungen entweder so leicht sind, daß "jeder" die reparieren kann, oder so schwer, daß ein ausgebildeter Schmied es kaum oder nicht vermag. Tatsächlich dürfte der allergrößte Teil von Defekten deutlich in die Kategorie "Kann ein Schmied, und nur ein Schmied richten".


Ich habe nicht gesagt dass er es nicht vermag (oder zumindest nicht so gemeint). Nur unter den Umständen eines Feldlagers stelle ich es mir oft schwierig vor. Nicht umsonst sind viele Rüstungsteile die wir heute finden stark von Waffen beschädigt. Die hätte man mit Sicherheit nicht liegen lassen wenn ein Schmied sie mal eben einfach wieder hätte flicken können. Aber es wird auch genug Fälle gegeben haben in denen du natürlich recht hast.

Zitat:
Aber fragen wir mal, wieviele Landsknechte oder Ritterheere Festungen, Türme, Kirchen und Brücken errichtet haben.


Interessante Frage. Wir gehen also entweder davon aus dass im Larp irgendwann einmal Festungen, Türme, Kirchen und Brücken wie zur Zeit der Landsknechte gebaut werden? Oder dass dies im Allgemeinen im Kriegsfall (und nicht gerade was Festungen angeht schon lange, lange zuvor) geschehen ist? Ich weiß nun nicht wie lange man genau benötigt um eine derartige Festung oder auch nur einen steinernen Wachturm zu bauen...aber das ganze im üblichen Larptempo "Die Untoten greifen an!" *Baumeister springt auf* "Heureka...bauen wir eine Festung!" halte ich für ziemlich ausgeschlossen. Im allgemeinen muss ich dir aber auch hier recht geben..letzten Endes ist es eine Frage des Settings. Bespielt man zumindest IT eine Burg / Festung ist es natürlich notwendig dass eine größere Zahl an "Profi-Handwerkern" vorhanden ist. Nimmt man die Ansage auf Großcons "unsere Holzpalisaden sind eigentlich Stein" ernst wäre dass so ein Fall. Leider habe ich aber nach einer Belagerung noch selten erlebt dass die Steinmetze und Maurer ausrücken um die Palisaden wieder in Form zu bringen.

Zitat:
Nur sehe ich persönlich lieber einen "richtigen" Schmied im Lager als 10 Hobbyschmiede, die sich selbst versorgen können. Alleine schon vom Spiel her, das dadurch entsteht.


Wenn die 10 Hobbyschmiede sich zusammen tun um eine richtige Schmiede aufzubauen halte ich dass für mindestens ebenso spielfördernd. Aber dann verlassen sie eh langsam den Platz "Hobbyschmied" und nähern sich dem richtigen Schmied an.

Letzten Endes muss ich aber zustimmen..es gibt sicher auch Cons und erfahrene Larper die mit so einen Charakter zurecht kommen. Vielleicht habe ich einfach zu oft die negative Seite des Philosoph der sich wundert wenn ihm nach der Schlacht keiner zuhört mitbekommen.

Gruß

Gerwin
Nach oben
Kedrik



Alter: 25
Anmeldedatum: 27.11.2007
Beiträge: 1422
Wohnort: Bei Regensburg

BeitragDirektlink | Verfasst am: 20.03.2011, 13:21    Titel:

Hana hat Folgendes geschrieben:
(...)oft ist das ja kein Kriegszug, sondern "Ihr trefft euch zufällig im Gasthaus und plötzlich geht die Welt unter"-Szenarien(...)


Das ist doch der entscheidende Punkt. Genannte Konzepte sind für mich genau deshalb eine Bereicherung, weil sie diesen unrealistischen Zufall, dass sich nur auf Extremsituationen spezialisierte Charaktere immer wieder in solchen wiederfinden, in gewissem Maße aufbrechen. Ich finde es intereassant zu sehen, wie der Bauer, Schuster oder Schreiberling mit lebensbedrohlichen Szenarien umgehen, wie sie ihre Fähigkeiten einbringen.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
  Seite 1 von 3

Thema: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

Ähnliche Beiträge
Thema Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Beziehungskisten, Singlegeschichten u... Laberecke 265 27.02.2012, 09:19 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge an Dungeon-Bauer und alle, die rasch ... Von privat an privat. 23 22.02.2012, 12:22 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Bauer sucht Frau? Nö. Larper sucht Fr... Laberecke 1 02.12.2011, 17:43 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge [v]einige schöne Kleider, andere Klei... Von privat an privat. 6 20.07.2011, 11:11 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Verkaufe Hochwertige Brigantine und a... Der Marktschreier 34 06.05.2011, 21:53 Letzten Beitrag anzeigen
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Larp, Larp Forum, Larp Shop, Larp Waffen, Larp Bilder, Larp Mittelalter, Larp Schwert , Larp Rüstung , Larp Videos , Larp Ausrüstung , Larp Kleidung , Fantasy Bücher
Larp Forum Sitemap: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190

Elbenwald,Fantasy,Lifestile