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Thema: Kampf mit Bidenhänder


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<< Hammer oder Kolben + Gambeson Die Wahl der Qual (ambientiges Foltern für Anfänger) >> 
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profoss




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.04.2011, 11:09    Titel:

Es gab ein gutes Buch: http://www.amazon.de/Europ%C3%A4ische-Stichwaffen-Sammlung-Deutsche-Geschichte/dp/3327000417, das leider nicht mehr in meinem Besitz ist, da standen diverse Gewichte unterschiedlicher Waffen drin. Mit 2,5 kg liegts du da im üblichen Bereich. Der schwerste kam allerdings auf 4 kg. Was zum kämpfen recht schwer ist, aber nicht annähendern in den Bereich des "Nicht heben könnens" kommt - oder in den Bereich, den mancher meint.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.04.2011, 12:35    Titel:

Das Problem ist weniger das (nicht so große) Gewicht...sondern eher dass der Unterschied Larpwaffe/historischer Bidenhänder eben von vielen unterschätzt wird. Selbst ein mit 2500 Gramm recht leichter Bidenhänder geht (wie du ja schon gemerkt hast) bereits nach kurzen Einsatz deutlich auf die Arme. Die Langzeitschäden bei einen Einsatz aus dem Handgelenk kannst du dir an dem Punkt ja selbst vorstellen.

Noch dazu können gerade Paraden auch bei 2500 Gramm extrem anstrengt über einen längeren Kampf werden. Generell spricht nichts gegen einen Einsatz von Bidenhändern im Larp (im Gegenteil) nur sollten dass dann halt wirklich Breschenschläger sein. Vielleicht findest du ja noch ein paar andere Spieler mit brauchbarer, aufeinander abgestimmter Bewaffnung (was ich bei einen Schotten eh empfehlen würde. Ein schottischer Clan aus 5-10 Spielern wirkt einfach besser als der einzelne Mann im Schottenrock.)
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Awatron



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.04.2011, 00:17    Titel:

Zitat:
wärend der Landsknecht Doppelsöldner mit seinem Bidenhänder die Stangenwaffen zur Seite schlägt, holt der Schotte mit seinem Claymore Reiter vom Pferd


Dass die Doppelsöldern damit Piken zerhauten und zur Seite schlugen ist nicht unumstritten und warum sollte sich der freiheitsliebende Grave Digger Schotte nicht eine Pike gegen Reiter nehmen anstatt eines Zweihänders?
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:53    Titel:

Zumal es historisch überliefert ist, das gerade bei der legendären Schlacht von Bruce gegen die Engländer die simplen improvisierten langen Holzstangen der Schotten den Sieg gebracht haben.... und nicht etwa Claymores....
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.04.2011, 17:06    Titel:

Dass ist doch so gesehen Quatsch. Natürlich haben die Holzstangen den Sieg gebracht. Weil die meisten damit ausgerüstet waren. Zu behaupten dass eine Holzstange/Pike einen Claymore überlegen wäre ist ungefähr genauso so sinnvoll wie zu behaupten dass die Bauern wenn sie bei Bauernaufständen mit Dreschflegel, Sense und Co in den Krieg gezogen sind Profikriegern überlegen waren....sobald sie mal eine Schlacht gewannen. Nein..hier macht es einfach die Masse.

Ich will damit nicht behaupten dass ein Claymore die ultimative Wunderwaffe war. Noch einmal...weder Claymore noch Ritterschwert, Landsknechtbidenhänder und ähnliches waren für sich genommen je kriegsentscheidend. Das Schwert an sich ist nun einmal (von Ausnahmen abgesehen) keine sonderlich gute Schlachtenwaffe.

Aber im Larp spielen die meisten nun einmal Helden. Es mag in der Theorie möglich sein dass mit Holzstangen bewaffnete Spießerheer A gegen das mit Holzstangen bewaffnete Spießerheer B antreten zu lassen. So etwas kann sogar Spaß bringen. Ich glaube aber die wenigsten von uns würden sich auf Dauer mit dem Charakter "Spießer X der genauso aussieht und kämpft wie die 99 Spießer neben ihn" zufrieden geben. Von daher greift man halt lieber zu den Waffen die unsere beliebten Helden in Historie, Fantasy oder irgendwelchen unmöglichen Computerspielen trugen. Und dass sind nun einmal so Sachen wie Axt und Schwert.

Wobei....ich persönlich wäre gerne bereit mal an dem Experiment Spießerheer A gegen Spießerheer B teilzunehmen.
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Thomeg Atherion



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.04.2011, 18:45    Titel:

Was meinst du mit Spießer?

Und, mal rein aus Interesse, wenn nicht das Schwert, was war denn dann Kriegsentscheidend? Oder willst du sagen, dass es KEINE wirklich Kriegsentscheidende Waffe gab?
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- Robert Baden-Powell
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Nutz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.04.2011, 18:49    Titel:

Thomeg Atherion hat Folgendes geschrieben:

Und, mal rein aus Interesse, wenn nicht das Schwert, was war denn dann Kriegsentscheidend? Oder willst du sagen, dass es KEINE wirklich Kriegsentscheidende Waffe gab?


Entscheident dürften eigentlich fast immer eher Strategie, Menge und Moral der Truppen, und ähnliches gewesen sein.
Einzelne Schlachten sind sicher auch schon durch den Einsatz überlegener Waffen gewonnen worden, aber ganze Kriege eher selten. Mit Ausnahme diverser Kolonialkriege vielleicht.
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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.04.2011, 19:59    Titel:

Zitat:
Und, mal rein aus Interesse, wenn nicht das Schwert, was war denn dann Kriegsentscheidend?


Es gab durchaus Waffen die in ihren Einsatz kriegsentscheidend sein konnten, eben weil es die "besten Schlachtwaffen" waren. Dumm ist hier nur dass diese Waffen eigentlich jeder hatte. Der Einsatz eines Spießes unterscheidet sich vom Prinzip her kaum von Waffen die schon in der Antike verbreitet waren. Es gab zwar immer wieder neue Waffen (Fussstreithämmer, Rabenschnäbel, Hellebarden und ähnliches)...das Schwert ist aber ne alte Erfindung die immer wieder weiter entwickelt wurde. Und....auch wenn es die Herren Ritter nicht gerne hören, im Blankfechten mit dem Anderthalbhänder gegen einen mäßig trainierten Hellenbardenkrieger setze ich immer auf die Hellebarde.

Ein Schwert ist (abseits von Besonderheiten wie den römischen gladius) eben in erster Linie auch ein Statussymbol. Der "klischeehafte" glänzende Ritter mit Schwert und Schild gewinnt die Schlacht nicht in dem er im Alleingang 10/20/100 einfache Fußkämpfer niedermetzelt. Dass ist dann doch eher Hollywood. Jetzt mag man sich fragen: "Hat der Ritter dann überhaupt noch einen Sinn?".

Und hier beginnt die persönliche Vermutung (auch wenn es darüber sicher mir unbekannte Quellen gibt). Ja...er hat einen Sinn. Der Umgang mit einer Waffe ist recht leicht zu lernen für einen kräftigen, normal körperlich trainierten Mann. Beim Umgang mit Rüstungsträgern kann es schon ein klein wenig anders aussehen. Wichtige Dinge wie Strategie, Empathie und auch eine gewisse Führungspersönlichkeit bedürfen meist einer längeren Schulung. Und der Ritter in seiner glänzenden Rüstung hat nicht zuletzt eine psychologische Wirkung. Sowohl auf den Feind als auch auf die eigenen Truppen. Da wären wir dann wieder bei der "Moral der Truppen" wie Nutz es ausdrückt. Ist der Ritter nicht nur das oft thematisierte Arschloch sondern vielleicht auch in gewisser Weise ein Ideal den man nacheifern will (ähnlich des Fantasypaladins) so kann dadurch die Moral der Truppen durchaus gestärkt werden.

Und Rittern stand ja in der Schlacht bei weiten nicht nur das Schwert zur Verfügung.

Selbiges würde ich erst einmal für einen Zweihänder, insbesondere den Claymore behaupten. Er macht Eindruck. Er lässt alleine optisch zittern. Sonderlich mächtig ist er aber (für sich alleine genommen) nicht.

Kolonialkriege wären dann wieder eine Ausnahme..hier standen halt häufig veraltete Waffen gegen Feuerwaffen.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.04.2011, 14:57    Titel:

"kriegsentscheidend" - oder wenigstens "schlachtentscheidend" ist eine Waffe immer nur dann, wenn die neben der überragenden technologischen Überlegenheit auch in entsprechender Stückzahl und mit der nötigen Unterstützung (Versorgung + Ausbildung) einher kommt. Zusätzlich muss sie dann noch vom Befehlshaber vorteilhaft eingesetzt werden.
Diese Formel gilt für Alles. Englische Langbögen, für Hanibals Elefanten, für das griechische Feuer, die Brander, für Königstiger,Maschinengewehre, Leopradpanzer, ja selbst für Jagdflieger und Bomber und sogar für die Atombombe (immerhin mußte erst eine zweiter abgeworfen werden, damit der Krieg wirklich zuende war)

"Wunderwaffen" können maximal einen phsychologischen Effekt erzielen, der allererste Elefant, die allererste Kanone, der allererste Reiter in Südamerika,... aber der Mensch lernt recht schnell, wenn es ums Überleben geht.

Da Schwerter als solches in so gut wie allen Kulturen als bekannt angesehen werden können, gab es da maximal mal so einen gewissen "AHA" Effekt, als die ersten Eisenschwerter die Bronzeschwerter zerhauen haben und dann nochmal, als die Römer von der Effizienz der iberischen (?) Langschwerter - speziell für die Kavallerie - überzeugt wurden...

Beim Zweihänder stellt sich mir jetzt die Frage, ob man diese Waffe überhaupt in so einer Konzentration einsetzen kann, das sie wirklich zu einer Entscheidung auf dem Schlachtfeld beitragen kann? Bogenschützen kann man schön dicht nebeneinander stellen - nur so werden sie ja überhaupt nur zu einer echten Gefahr - aber Zweihandkämpfer brauchen per se einen gewissen Platz um sich herum, die kann man also schonmal nicht in größerer Menge zusammen vorrücken lassen. Selbst die Gassenhauer Theorie ist nicht so ganz unumstritten, denn wie schütze ich denn bitte die Flanken von jemandem, der wie ein Hubschrauber Platz um sich rum braucht????
Jetzt habe ich ja selber von Kindertagen an die großen langen Schwerter in den Museen rumhängen sehen... aber gibts da wirklich verlässliche Aussagen, in welcher Relation zu anderen Waffen die wirklich auf dem Schlachtfeld eingesetzt wurden?
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.04.2011, 06:17    Titel:

Verlässliche Aussagen gibt es dazu keine. Wegen der recht erwiesenen Ineffektivität dieser Waffe ausserhalb des Zweikampfes vermutlich aber wenig bis sehr wenig (gilt für den klassischen "Anderthalbhänder"). Ein Langschwert kann nämlich vieles sein.
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.04.2011, 17:30    Titel:

Es gibt doch Inventarlisten vom Londoner Tower und was weiß ich von wo noch überall.... wo man lesen kann, wieviele Pfeile in wievielen Fässern gelagert waren oder zu Feldzügen mitgeführt wurden....

Gibts da garkeine Inventarlisten von Zeughäusern oder Waffenkammern oder so???

Wenn ich mir was nettes an die Wand hängen will, dann macht so ein Ügetüm natürlich mehr her... von daher wäre die Sammlung einer Burg oder so da für mich wenig verläßlich - was die Relation zu anderen Waffen angeht. 30 Hellebarden sehen als Wandschmuck eben nicht sooooo toll aus....
Wink
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.04.2011, 18:05    Titel:

Ich glaub nicht dass es sowas für den Zweihänder geht. Man könnte höchstens mal schauen wie viele "Doppelsöldner" bei einen Landsknechtheer mitgelaufen sind. Wenn man nun davon ausgeht dass jeder dieser Söldner einen Zweihänder führte wäre die Frage annähernd beantwortet.

Die einzigen mir bekannten Völker die eine Massenproduktion für Schwerter hatten stammen aber aus der Antike.
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.04.2011, 18:13    Titel:

Ja gute Idee.. Soldlisten sollten gerade bei SÖLDNERN gewisse Fragen ganz gut beantworten können.... Wink
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Drogoth



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.05.2011, 16:12    Titel:

So, nach einem kurzen Training mit dem 1 1/2 Händer mal die Frage, da der Kampf ja relativ ähnlich sein sollte, wie kämpft man am besten damit?
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Awatron



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.05.2011, 17:07    Titel:

Was für eine Antwort erwartest du? Es gibt Leute, die trainiren mittlerweile jahrelang damit und fragen sich, wie kämpft man am besten damit.
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