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Thema: Kettenringe färben


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<< Armschienen Gugel aus Fellhaut >> 
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 08:15    Titel:

Definiere "recht schnell". Klar, wenn Du da dran rumschleifst ist die flott wieder ab. Bei "normalem" Abrieb dürfte das länger dauern.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 09.02.2012    Titel:

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Nerestor



Alter: 30
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 10:53    Titel:

@ Harald: Eisen heißt... Eisen! Smile Ich drehe und schneide meine Ringe selber. Aber da sich Federstahldraht nach dem wurmen wieder etwas aufdreht, benutze ich normalen Eisendraht.
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 12:40    Titel:

Die Eisen(draht)ringe vernietetst Du dann aber oder??? Die halten sonst doch überhaupt nix.... Shoked
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Nerestor



Alter: 30
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Beiträge: 436

BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 18:00    Titel:

Nope, ich verniete nicht. Die Idee das Ding selber zu bauen war so schon blöd genug. Allein die Vorstellung jeden Ring zu plätten, bohren und vernieten zwingt meine Augen dazu sich zu verdrehen.

Ich habs grad nochmal ausprobiert. Das Ding ist bisher ärmellos und geht bis zur Hüfte. Ich hab keine Waage, aber ich schätze das Ding mal so auf 8 Kilo. Vielleicht etwas mehr. Das kann ich an einem ring komplett hochheben. Wenn die Öffnung (also die Stelle am Ring, wo die Enden zusammen gehen) nach Unten zeigt, also das komplette Gewicht an der Schwachstelle hängt, passiert gar nichts. Wenn die Öffnung zu Seite zeigt, kann man schön beobachten, wie sich der Ring beim Anheben nen Milimeter aufbiegt und beim Ablegen wieder schliesst.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 09.02.2012    Titel:

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Taurec DaWindschief




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 18:39    Titel:

Leander hat Folgendes geschrieben:
Messing?
Ich für meinen Teil würde nicht auf Messing vertrauen, wenn ich reinem Kupfer schon misstraue. Es gibt andere Kupferlegierungen mit sehr hoher Zugfestigkeit, aber Messing liegt nur sehr, sehr geringfügig über den Werten von kaltverformtem Kupfer. Wenn schon kein Kupfer, dann lieber auch kein Messing.


Mit verlaub, das ist ja mal sehr übertrieben.

Zugfestigkeit, Streckgrenze und Brinellhärte ist bei jedem Messing wesentlich höher als bei normalem Kupfer (worauf sich das Misstrauen bezieht). Kaltverformtes Kupfer oder Berylliumkupfer oder so mag zwar in einigen Punkten belastbarer sein, ich wüßte aber nun spontan nicht wo man sowas herbekommt.

Wie stark erhöht sich durch die Kaltverformung überhaupt die Biegezugfestigkeit beim Kupfer ? Irgendein Tabellenbuch zur Hand ?


P.S. Ich wette Du benutzt Stahldraht und keinen Eisendraht, Eisen wäre ja weicher als Messing :p
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Leander



Alter: 22
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 20:13    Titel:

Kupfer
Messing

Daraus:
Zugfestigkeit von Cu-ETP nach DIN EN 13599 Zustand R220 minimal mit 200N/mm² (ist auch der geringste Wert), maximal ist die Zugfestigkeit im Zustand R360 mit mindestens 360 N/mm² (verhält sich bei allen Kupferarten ähnlich).
Für CuZn5 liegt die Zugfestigkeit im Zustand R230 mit 230N/mm² am niedrigsten und im Zustand mit 340N/mm² im Zustand R340 am höchsten.
Wo ist die Zugfestigkeit denn jetzt genau so wesentlich höher? Die Mindestwerte unterscheiden sich um 30N/mm² (da liegt Messing vorne), die Maximalwerte um 20N/mm² und da liegt sogar Kupfer vorne. Darf ich jetzt fragen wo ich falsche Aussagen getroffen haben?
Wenn ich Kupfer nicht vertraue, würde ich auch Messing nicht vertrauen, da das Kupfer keine so viel geringere Zugfestigkeit haben kann, aber eben auch eine höhere.
Es handelt sich dabei übrigens nicht um kaltverformtes Kupfer, sondern normales Kupfer, wie es in der Elektrotechnik häufig Anwendung findet.
Bevor ich solche Aussagen tätige wie "Messing hat immer eine wesentlich höhere Zugfestigkeit als 'normales' Kupfer", würde ich mich dann doch etwas besser informieren, denn diese Aussage ist schlicht falsch.
Meine Aussage war zwar etwas zu pauschalisierend, aber es gibt dennoch Messing-Arten, deren Zugfestigkeit geringfügig über der von kaltverformtem Kupfer liegt.
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substanz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 21:25    Titel:

Och komm. Nicht nur die Zahlen nehmen, die einem grad passen. Ein gängiges Messing ist Cu Zn 37. Die Zugfestigkeit dort liegt zwischen 300-560 (Blech) und 310-440 (Stange). Die von Kupfer wird dagegen in meinem Buch mit 195-235 angegeben (Bearbeitungszustand des Werkstoffs: geschmolzen, gewalzt, geschmiedet, weich geglüht). Dazu kommt, dass man Messing eher mal halbhart oder hart bekommt als Kupfer. Zumindest was Draht angeht.

lg
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Klaufi



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 22:21    Titel:

Naja, was ja auch nicht ganz unwichtig wäre ist das Elastizitätsmodul. Was bringt mir eine höhere Zugfestigkeit, wenn das Material wesentlich früher zu fließen beginnt?
Jedenfalls hab ich hier Kupferdraht und Messingdraht in etwa gleicher Stärke herum zu liegen und das Kupfer lässt sich richtig schön einfach verbiegen, während das Messing da schon weit hartnäckiger ist und auch stärker zurückfedert nach dem Biegen. Allerdings ist Messing spröder, was man beim Kaltverformen merkt. Ein wenig drauf herumhämmern und das Zeug fängt an zu brechen :/
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 09.02.2012    Titel:

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Leander



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 22:47    Titel:

Ich habe die Datenblätter lediglich anhand dessen ausgewählt, was wir selbst hier haben, weshalb ich nicht davon ausging, dass das so ungewöhnlich ist, sondern eher der Norm entspricht. Aber vielleicht haben wir auch einfach nur ungewöhnlicheres Material für normale Arbeiten mit diesen Metallen? Das kann ich schlecht beurteilen.
Ich bin lediglich davon ausgegangen, dass ich von unserem Material schon darauf schließen kann, was verbreitet ist, aber das scheint ein Irrtum meinerseits gewesen zu sein.
Meine Aussage dem Messing nicht zu vertrauen, wenn ich Kupfer nicht vertraue, beruht deshalb auch eher auf der persönlichen Erfahrung, dass unsere Metalldrähte (aus eben diesem Material) sich da gefühlt nicht sonderlich stark unterscheiden, was ich dann in den Daten bestätigt sah. Tja, so kann man sich irren.
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Taurec DaWindschief




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 23:21    Titel:

Ich habe einfach genau gegenteilige Erfahrung gemacht, ich bekomme jedenfalls bei meinem Metallmarkt nur Messingdraht CuZn39Pb3 der erschin mir bis jetzt halt wesentlich stabiler als Kupferdraht daher meine Verwunderung.
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Leander



Alter: 22
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 00:05    Titel:

Vielleicht liegt es daran, dass wir unser Material bestellen?
Ich weiß auch nicht, wieso hier ausgerechnet CuZn5 verwendet wird, aber bisher hat es immer ganz gut geklappt.
Jedenfalls gibt es zu viele verschiedene Messingarten um eine Pauschalaussage darüber treffen zu können, ob Messing für den Bau von Kettenhemden immer besser ist als Kupfer. Bei manchen Messingarten ist dem nicht so, bei einigen anscheinend schon.
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Nerestor



Alter: 30
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 10:30    Titel:

Wär es nicht sinnvoll jetzt mal zu gucken wie die entsprechenden Werte bei Eisen oder Federstahl aussehen? Vielleicht kommt es bei der Differenz zu den "geeigneten" Materialien ja doch nicht auf so geringe Unterschiede an.

Oder ihr machts wie ich und versucht einfach die Ringe von Hand zu biegen. Wenns geht, sind se zu weich...
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 15:33    Titel:

Leute... Ihr seht den Wald vor Bäumen ja nicht mehr... Wie Klaufi schon ganz richtig einwarf:

Für die Deformation ist zunächst erstmal ganz allein das E-modul eines Materials interessant. (bei gleichem Querschnitt)

Und die E-Module von Kupfer und Messing liegen jetzt nicht so sehr weit auseinander... jedenfalls nicht, wenn man Stahl als Referenz nimmt. Da sind beide doch sehr "weiche" Werkstoffe.

Und übrigens, ALLE Stähle haben so ziemlich den gleichen E-Modul, und der liegt nicht sehr viel über dem von reinem Eisen.

Leander hat de Facto völlig Recht, Messingringe (oder Kupfer) für ein Kettenhemd sind nicht wirklich zu empfehlen. Die Argumentation mag etwas schwamig sein, aber das Fazit ist korekt.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 15:39    Titel:

Von wegen Wald und Bäumen...

Wir reden ja hier immer noch von einer Verzierung. Da sehe ich ehrlichgesagt keine Gründe, die dagegensprechen, diese in Messing oder Kupfer auszuführen, solange sie nicht großflächig ist.

Funktionalität in allen Ehren, aber Eitelkeit macht auch vor Rüstungsträgern nicht halt. Es wäre nicht das einzige Beispiel, bei dem eine (klitzekleine) Einschränkung der Funktionalität in Kauf genommen wird, damit es toler aussieht.
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 15:55    Titel:

Darauf habe ich auch garnicht abgehoben und dem wiederspreche ich auch nicht.
Ich wollte nur "dem Krieg der Zahlen" Einhalt gebieten.

Messingringe kann man freilich nehmen, nur würde ich dann drauf achten, daß die Hauptbelastung immer noch von den stabileren Federstahlringen getragen wird....

(Spitzenhöschen halten auch, obwohl die fast nur aus Löchern bestehen... wichtig ist nur, wo Loch und wo besser nicht. Very Happy )
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