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Thema: Kleine Rüstungsberatung


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Lorenz



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 14:45    Titel: Kleine Rüstungsberatung

Hallo zusammen,

ich hab jetzt knapp 1 Jahr Pause hinter mir und bin auf der Suche nach einer neuen Rüstung für meinen Ritter. Da ich eh schon ein eher ungewöhnlicher Ritter bin (ich bin nicht Ritter, um mich 24 Stunden am Tag verprügeln zu lassen, nur weil ich ne Rüstung und nen Schild habe) möchte ich auch weg vom Kettenhemd mit Plattenteilen an Armen und Beinen.

Mir ist jetzt beim Surfen bei der Stahlgilde eine Brigantine in den Sinn gekommen, zumal das genau das ist, was für mich erstmal eine sinnvolle Kombi aus Gewicht, Beweglichkeit und "LARP-Rüstschutz" zu sein scheint. Die Frage ist aber, was man sonst noch so zu einer Brigantine trägt. Mir fällt eigentlich häufig auf, dass man seine anderen Rüstungsteile auch ein wenig in den historischen "Bezug" zu seiner Torsorüstung bringen sollte, um die besten optischen Ergebnisse zu haben. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass die geläufige LARP-Brigantine nur die Grundform mit der historischen Brigatine gemein hat. Aber vielleicht wirds dann auch irgendwann nen richtiger Coat d'Arms Wink

Also, was trägt man so in Kombination mit einer Brigantine?
Schon Plattenteile an Beinen/Armen?
Welcher Helm empfiehlt sich?

Danke schonmal für etwaige Antworten

Lorenz/Sven
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Leander



Alter: 22
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 15:59    Titel:

Gambeson und Kettenhemd darunter.
Ansonsten ja, an Armen und Beinen dazu Plattenteile.
Orientiere dich einfach am 14. Jh. oder noch ein bischen später. (Hochzeit der Brigantine war 14. Jh., soweit ich weiß.)
_________________
Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung.
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Cartefius



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 16:15    Titel:

Die Frage ist wie immer, welche Brigantine du genau meinst. Üblicherweise beschreibt dieses Wort die Rüstungen des ausgehenden 15ten Jahrhunderts, welche sich durchaus gut über einem Rüstwams mit gotischem Arm- und Beinzeug und z.B. einem Schaller kombinieren lassen würden, das sähe dann etwa so aus:
http://www.armabohemia.cz/imgnew/armures/zbroje/BrasV.jpg
Hierfür bräuchte man meiner Meinung nach aber schone eine gewisse Qualität der Brigantine, also abgestimmte, ausgeformte Platten, und keine "Larpbrigantine" aus Rechteckplatten unter Spaltleder. Außerdem wäre das, zumindest meinem Verständnis nach, eigentlich eher eine soldatische als eine ritterliche Rüstung.

Gehen wir mal ca. 100 Jahre in die Vergangenheit, dann sind Plattenröcke schon eher für Ritter üblich, einen ganz schönen Überblick gibt es unter:
http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?GewandungsTippsRitterUm1350
Allerdings trägt man da noch normalerweise ein Kettenhemd drunter, und das Arm- und Beinzeug sollte von Stil einfacher gehalten sein. Als helm passt entweder ein Topfhelm über einem kleineren Unterziehhelm mit Kettengefecht, oder eine Beckenhaube, das ganze sieht dann ungefähr so aus:
http://www.medievalrepro.com/Images/tranfull.JPG
Diese kann auch mit Visier versehen sein, entweder mit einem flachen oder einem spitzen als typische "Hundgugel".

Die Frage ist natürlich, warum du deine aktuelle Rüstung aufgeben möchtest.Wenn es dir darum geht, Gewicht einzusparen, aber trotzdem noch gerüstet zu wirken, würde ich vermutlich zu einem abgespeckten 1350er-Look gehen: Ein tailliertes Steppwams (ohne das übliche Kettenhemd darunter) oder ein Plattenrock (den man mit innen angebrachten Kettenärmeln und einem Kettenrock kombinieren könnte), eine schöne Hundsgugel entweder mit Ketten-, mit Polster- oder beschlagener Lederbrünne, an den Armen entweder Kettenärmel und Plattenhandschuhe oder ein kleines Armzeug ohne von Oberarm bis Unterarmschiene, eventuell Ailettes (auch wenn die eigentlich eher früher in Mode waren) oder Schwebescheiben, dazu Polsterdiechlinge oder Kniebuckel und hohe Stiefel.
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Lorenz



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 16:48    Titel:

Danke schonmal für die ausführliche Antwort Cartefius.

Um diese Brigantine hier dreht es sich, wobei ich gerne eine braune hätte:
http://www.stahlgilde.info/Bilder/Brigantinen/W3102/W3102m.jpg

Das die Brigantine eher eine soldatische denn ritterliche Rüstung ist, ist mir im LARP erstmal nicht so wichtig, zumal ausserhalb der Lyrier, Oschenheimer und des Fähnleins eh wenig auf den historischen Zusammenhang geachtet wird. Ich bewundere jeden, der eine absolut historisch korrekte Gewandung/Rüstung auf die Beine stellt. Aber ich gehöre eher zur Fraktion: Getragen wird, was gefällt und gut zusammen ausschaut Wink

Allerdings möchte ich auch ein wenig den Archetyp "Ritter" durchbrechen, da ich mich eben nicht nur als stählerne Schutzwall für die ritualisierenden Magier sehe, der sich eigentlich non-stop prügelt und von dem erwartet wird, immer in der ersten Reihe zu stehen. Ich für mich habe lieber einen dynamischen Kampf und möchte mich dementsprechend bewegen können. Daher möchte ich auch das knapp 14 kg schwere und lange Kettenhemd loswerden, da es mich insbesondere mit einer Kettenhaube zu sehr einschränkt.

Mit Polsterdiechlingen, Kniekacheln und Unterschenkelschienen kann ich mich sogar sehr gut anfreunden, schaut das ganze auch noch sehr nett aus.
An Armpanzerung habe ich derzeit noch Kettenhandschuhe, an die jeweils Unterarmplatten angefügt wurden. Ich gehe nie wieder ohne solche Handschuhe in einen Kampf, hatte schon teils böse Fingertreffer, die dadurch abgemildert wurde.
Die Beckenhaube ist notiert, zumal ich auch schon eine gesehen habe mit "Visier" zum hochklappen/abnehmen. Die Hundsgugel schaut zwar nett aus, ist mir aber aufgrund der langen Spitze im LARP etwas zu gefährlich, falls ich doch mal unglücklich auf jemanden drauffalle. Man kann ja nie wissen.

Also danke schonmal für die Anregungen, vielleicht gibts ja dann irgendwann mal Bilder Smile
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Cartefius



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 18:50    Titel:

Naja, die Stahlgilde-Brigantine ist eine von den typischen Larp-Brigantinen, die ich meinte. Die sieht für mich eigentlich nicht besonders ritterlich sondern eher derb-bodenständig aus.

Zitat:
Das die Brigantine eher eine soldatische denn ritterliche Rüstung ist, ist mir im LARP erstmal nicht so wichtig, zumal ausserhalb der Lyrier, Oschenheimer und des Fähnleins eh wenig auf den historischen Zusammenhang geachtet wird. Ich bewundere jeden, der eine absolut historisch korrekte Gewandung/Rüstung auf die Beine stellt. Aber ich gehöre eher zur Fraktion: Getragen wird, was gefällt und gut zusammen ausschaut

Von historischem Zusammenhang war hier auch eigentlich nicht die Rede, im Gegenteil: Eine Spätmittelalter-Brigantine dürfte durchaus auch mal im Arsenal eines Ritters aufgetaucht sein. Mir geht es eben genau darum, was gut zusammen ausschaut und die Rolle unterstreicht, und da erwarte ich von einem Ritter eine prunkvollere und repräsentativere Ausstattung als von einem Söldner oder Soldaten.
Anscheinend gehen wir aber auch von anderen Ritterklischees aus:
Zitat:
Allerdings möchte ich auch ein wenig den Archetyp "Ritter" durchbrechen, da ich mich eben nicht nur als stählerne Schutzwall für die ritualisierenden Magier sehe, der sich eigentlich non-stop prügelt und von dem erwartet wird, immer in der ersten Reihe zu stehen.

Für mich ist ein Ritter auch nicht nur ein Blechträger und Frontschwein, sondern auch und vor allem Adliger, der dem Codex zur Ritterlichkeit verpflichtet ist. Deswegen würde ich einen Ritter durchaus auch komplett ohne Rüstung gespielt sehen können, solange er eben diese Aspekte herüberbringt und sich auf die anderen Merkmale wie entsprechende Kleidung, höfisches Benehmen, Sporen, Schwertgurt und was sonst noch dazugehört beschränkt. Für die Ritualkreiswache kann er dann ja auch immer noch seine Waffenknechte schicken.
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Lorenz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 19:44    Titel:

Cartefius hat Folgendes geschrieben:
Naja, die Stahlgilde-Brigantine ist eine von den typischen Larp-Brigantinen, die ich meinte. Die sieht für mich eigentlich nicht besonders ritterlich sondern eher derb-bodenständig aus.


Passt für meinen Ritter eigentlich ganz gut, da ich derzeit die Mittellande bereise und daher eher viel unterwegs bin. Da stelle ich mir eine "praktische" Rüstung erstmal besser vor als viele unterschiedliche Rüstsätze mitzuschleppen.

Cartefius hat Folgendes geschrieben:

Anscheinend gehen wir aber auch von anderen Ritterklischees aus:
*snip*
Für mich ist ein Ritter auch nicht nur ein Blechträger und Frontschwein, sondern auch und vor allem Adliger, der dem Codex zur Ritterlichkeit verpflichtet ist. Deswegen würde ich einen Ritter durchaus auch komplett ohne Rüstung gespielt sehen können, solange er eben diese Aspekte herüberbringt und sich auf die anderen Merkmale wie entsprechende Kleidung, höfisches Benehmen, Sporen, Schwertgurt und was sonst noch dazugehört beschränkt. Für die Ritualkreiswache kann er dann ja auch immer noch seine Waffenknechte schicken.


Ne, da sind wir schon auf einer Wellenlänge, ich hab nur das typische LARP-Klischee geschildert, worauf man oftmals runtergebrochen wird. Was die Merkmale angeht: Damit kann ich dienen, die hab ich auch hübsch immer bei mir und spiele dementsprechend damit. Allerdings mische ich auch bei meiner Kleidung gerne die Epochen: "normale" Kleidung ist eher Spanien 16. Jhd ohne Pumphose, das Adelsgewand eine Schecke mit Strumpfhose und Barrett, mein Rüstwams eher 14. Jahrhundert, mit dem ich bevorzugt rumrenne InTime. Für mich ist die Kleidung untereinander stimmig, solange man die einzelnen Sätze nicht mischt.

Allerdings kann ich nicht mit den lyrischen Rittern oder allg. den Rittern aus der ceridischen Ecke mithalten und möchte das auch nicht Smile

Wie gesagt, danke für die Tipps, ich werde so viele wie möglich umsetzen, um auch das Aussehen der Rüstung entsprechend stimmig hinzubekommen.
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Hana



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 19:50    Titel:

Lorenz hat Folgendes geschrieben:
Cartefius hat Folgendes geschrieben:
Naja, die Stahlgilde-Brigantine ist eine von den typischen Larp-Brigantinen, die ich meinte. Die sieht für mich eigentlich nicht besonders ritterlich sondern eher derb-bodenständig aus.


Passt für meinen Ritter eigentlich ganz gut, da ich derzeit die Mittellande bereise und daher eher viel unterwegs bin. Da stelle ich mir eine "praktische" Rüstung erstmal besser vor als viele unterschiedliche Rüstsätze mitzuschleppen.

Die typische Larp-Billig-Brigantine ist aber nicht praktischer als die wirklich schönen und teuren Brigantinen - sondern nur billiger. Ich würde die definitiv für einen Ritter für unpassend halten. Dann nimm lieber eine andere Rüstungsart - oder mach die Brigantine selbst. Ein Freund von mir hat eine Samtbrigantine mit Unterlegscheiben gebaut (da man die Dinger nicht sieht, sondern außen der Stoff drüber ist, finde ich Unterlegscheiben hierfür okay), das sieht sehr hübsch aus. Und nach Ritter, im Gegensatz zu den Brigantinen aus Larp-Shops.

viele Grüße,
Annkathrin
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Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.06.2009, 20:49    Titel:

Hallo erstmal. Im Grunde hat Cartefius nun (mal wieder) alles gesagt. Allerdings sehe ich den von Dir beschriebenen "Ritter" kein Stück als Archetyp an. Das ist eher der Archetyp "Larpkrieger".

Das Problem ist, dass eine Rüstung alleine einen nicht zum Ritter macht. Bei Deiner Brigantine ist das genauso, auch mit entsprechender erweiterter Rüstung nicht. Schön das das Dir gefällt, aber es sieht nun erstmal an sich nicht nach Ritter aus. Ein schöner, aufwendiger Wappenrock (Nicht Wappenlappen), ein Wappenschild und vielleicht zumindest eine Helmdecke können da Berge bewegen. Auch außerhalb von Turnieren. Vergleiche auch hier:
http://kamerakata.de/gallery/v/larp/turney/2005_09_02_14_16_42_e0857.jpg.html
http://kamerakata.de/gallery/v/larp/turney/2005_09_03_16_48_27_e1140.jpg.html
http://kamerakata.de/gallery/v/larp/turney/2005_09_03_18_02_16_e0215.jpg.html
http://kamerakata.de/gallery/v/larp/turney/2005_09_03_18_01_16_e0210.jpg.html

Grüße,
Alex
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 24.05.2012    Titel:

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Lorenz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 06:04    Titel:

hmmm also die Ritter der Grossen Turney als Gardemaßstab zu nehmen, najo. Da kann ich dann direkt zum Reenactement gehen Wink

Ich hab mal ein paar "alte" Photos gefunden von mir:

http://i294.photobucket.com/albums/mm112/Talliostro/rstungkomplett2.jpg

Wobei die OT Schuhe nicht zur Gewandung gehören, sondern die Stiefel des 2. Bildes:

http://i294.photobucket.com/albums/mm112/Talliostro/ausgehkleid2.jpg

Das ist meine alte "normale" Gewandung, die ist durch eine neue ersetzt worden, mal sehen, ob ich irgendwo Bilder finde.

http://i294.photobucket.com/albums/mm112/Talliostro/festtagkomplett1.jpg

"Adelsgewandung" für den Ball. Was man nicht sieht, sind die Schnallenschuhe.

Es ist nicht so, dass die Rahmenbedingungen nicht stimmen oder mir komplett alles fehlt und ich auf Teufel komm raus nen Ritter spielen möchte. Ich möchte nur die elende Kette durch die Brigantine + Helm ersetzen.
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Lorenz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 10:14    Titel:

so. erstmal tschuldigung für den Doppelpost, aber ihr habt mich ins grübeln gebracht. Ausserdem habe ich den wiki-link nochmal studiert...
Die Brigantine würde 160€ kosten, dafür bekäme ich aber genausogut eine Brust- + Rückenplatte und hätte noch Geld übrig.

Stellvertretend benutz ich wieder die Stahlgilde Rüstungen, da ich bei denen in den Laden stiefeln kann und die Plattenpanzer direkt anprobieren:

Diese:

https://shop.strato.de/epages/309563.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/309563/Products/W0502/SubProducts/W05023

oder diese:

https://shop.strato.de/epages/309563.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/309563/Products/W0505/SubProducts/W05053

wären passend für die "Zeitperiode", da sie alle keine Beintaschen haben?
Es gibt noch nen Halbkürass, allerdings denke ich, dass der rutschen wird, da man ihn nicht in einen Plattenkragen einhaken kann.

Würde sich dann so gestalten, dass ich mein besticktes Rüstwams grün/gelbes anziehen würde, darüber die Brustplatte. An den Armen besagte Kettenhandschuhe, an den Beinen Diechlinge mit Kniekacheln und Beinschienen (derzeit noch die "Dachrinnen"). Über die Brustplatte dann den Wappenrock mit gesticktem Wappen.
Als Helm dann ne Beckenhaube mit Visier. Die Kettenbrünne werde ich im normalen Spiel aber weglassen, auf einem Turnier allerdings dann aufziehen an den Haube.
Als Schild habe ich noch den Dreiecksschild mit Wappen, als Waffe das Lange Schwert.

Wäre das dann so stimmig?
Zumal ich denke, dass sich damit auch schon eine Gewichtsreduktion einstellen dürfte Wink
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Alex
Moderator


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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 11:56    Titel:

@ Lorenz
Warum soll man nicht gute Beispiele als gute Beispiele nehmen? Was haben die Ritter der großen Turney mit Reenactment zu tun? Sind sie historisch korrekt? Kein Stück. Stehen sie in Gewandung da und diskutieren über historische Epochen (Das ist nämlich Reenactment)? Auch nicht. Was Du wahrscheinlich meinst ist Living History und nicht mal das machen sie. Die große Turney orientiert sich nämlich meines Wissens eher an Filmen wie "Ritter aus Leidenschaft" der alles andere als historisch korrekt war. Aber sehr unterhaltsam.

Es geht also nicht um "historisch" Korrekt, sondern um Erkennbarkeit. Auf Bild eins sehe ich einen Standardtypen in Wappenlappen mit furchtbaren Blecharm- und Beinschienen. Hier könntest Du den Look aufwerten, in dem Du die Schienen weglässt. Ein paar Ailettes mit Wappen würden hier was unterstreichen und auch ein vernünftiger Wappenrock. So würde ich da irgendeinen Gefolgsmann erwarten. Keinen Ritter. Wenn Du andere Möglichkeiten als die kennst, die auf der großen Turney Ritter als solche erkennbar zu machen, dann nenne sie. Ich kenne keine. Und "Weil ich auch keine kenne, lass ich es einfach weg" ist definitiv der falsche weg. Die anderen Gewandung empfinde ich durchaus schon mal als in Ordnung.

Die von Dir gezeigte Rüstung empfinde ich als völlig falsche Wahl. Warum? Tja, generell wird ja schon von denen gepressten "Rüstungen" abgeraten. Der Unterschied zu einer getriebenen, richtigen Rüstung ist sofort für jemanden zu sehen, der von beiden Rüstungen einmal eine gesehen hat. Empfinde viele solche "Kotflügelrüstungen" (Rein verarbeitungstechnisch sind sie mit einem KFZ-Kotflügel ziemlich identisch, auch was die Einbeulbarkeit angeht) schon generell als unzureichende "Rüstungsdarstellung", muss ich sagen, dass sie bei einem Ritter meiner Meinung nach völlig daneben liegen. An einem Ritter erwartet man nunmal was hochwertiges und kein Billigblech. Wenn Du einen Kürass haben willst, der passt, kannst Du Dir schon für wenig mehr Geld einen bei der Plattnerey machen lassen. Björn hat verdammt gute Preise für das, was er macht.
http://www.die-plattnerey.de/

Und ich fände es bedenklich, wenn der hochgestellte Ritter den gleichen Billigblech, wie der daherglaufene Söldner trägt. Oder besser noch, wenn der Söldner sogar eine hochwertige Platte anhat, entgegen dem Ritter.

Grüße,
Alex
_________________

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Lorenz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 13:12    Titel:

Was Ritter auf der Grossen Turney angeht: gute Beispiele ja, für mich aber nicht zu erreichen. Und ich möchte da auch nicht hin, insofern sind die Berührungspunkte da nicht sehr groß. Ich war auf der 1. Grossen Turney als Gemeiner dabei und für mich war das Gewandungsschaulaufen vom Feinsten, nicht unbedingt ein LARP-Con mit tollem Spiel.

hm ich hab die Plattnerey immer als teurer in Erinnerung gehabt, danke für den Link. Nen Freund von mir ist für Björn mal schaugelaufen auf den Cons, da empfand ich die Preise immer als recht "teuer", wobei sich die Preise wahrscheinlich auf das maßgeschneiderte bezogen.
Die Coat of Plates der Plattnerey ist auch ganz nett, aber man ehrlich:
Auf nem durchschnittlichen LARP-Con dürfte das Ding als "OrkRüstung" eingestuft werden, auch wenn es sich eigentlich um eine korrekte Wiedergabe des Wisby-Fundes handelt. Allerdings hätte das Teil sicher was, wenn es mit Samt bezogen wäre...

Mir gings jetzt auch eigentlich nicht darum, unbedingt bei der Stahlgilde die Brustpanzer zu kaufen. Eigentlich ging es mehr um die Form der Platten, da der Text im Wiki recht unspezifisch ist zur Brustplatte und nicht genau erwähnt wird, ob auch eine Rückenplatte und Beintaschen dazugehören oder nicht.
Ich bin mittlerweile auch ab von den Regenrinnen, wobei ich die Handschuhe mit den aufgesetzen Plattenschienen nicht missen möchte, da sie mittlerweile gut eingetragen sind. Die Beinschienen finde ich mittlerweile auch furchtbar, kann mir richtiges Beinzeug derzeit aber nicht wirklich leisten. Daher lass ich die eigentlich auch weg, bzw. hole mir kleinere, neue Wink
Ansonsten: An nem richtigen Wappenrock arbeite ich derzeit, da der alte sich verabschiedet hat, leider.

Insofern läuft mein Ritter derzeit bevorzugt im bestickten Rüstwams rum, bis sich die Zeiten bessern. Zumal ich eine "schwere" Rüstung wahrscheinlich eh nur zur Anreise und Endschlacht anhätte, alles andere (darin essen, schlafen, trinken etc.) empfinde ich als überflüssig Wink
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 13:19    Titel:

Nunja, das mit der "Zeitperiode" ist so eine Sache, allerdings muss ich zugeben, dass ich im 13ten und 14ten Jahrhundert auch nur recht grobes Wissen besitze. Deine Arm- und Beinschienen sind sehr schlicht, und würden für mich in dieser Form noch am ehesten zu einer noch früheren Ausstattung passen, also eher noch mit Kettenhaube, Topfhelm, ganz schlichtem Plattenrock und langem Kettenhemd, was ja eigentlich das ist, wovon du eher abkommen willst.

Blanke Brustplatten kommen hingegen meines Wissens erst deutlich später auf, klassisches Beispiel sind die stark gewölbten, kurzen Brustplatten wie man sie um 1350 findet:
http://wolfgl3d.narod.ru/DesignersInfo/Churburg.jpg
Dazu würde man aber eher Armzeug mit Gelenken und bei den Beinen entweder ebenfalls auch etwas mit Kniegelenken oder zumindest doch besser ausgeformte Schienen als die "Dachrinnen" tragen.
Als eine recht leichte Umsetzung in dieser Richtung würde ich da dann eher zu einem schönen taillierten Steppwams mit weiten Ärmeln raten (ich weiß nicht, wie dein aktuelles Rüstwams aussieht), Darüber eine Brustplatte und Uhrglashandschuhe wie auf dem Bild oder auch eine abgespeckte Version wie diese hier tragen und mit ausgeformten Beinschonern aus Stahl oder mit Streifen beschlagenem Leder, auf jeden Fall aber mit Kniebuckel, tragen, das sähe dann etwa so aus:
http://www.ceridisches-faehnlein.de/gallery2/v/TAT9/DSC02658+KLEIN.JPG.html
http://www.metmuseum.org/toah/images/h2/h2_ufarm_2.jpg
Das Kettenhemd, was eigentlich unter dem Steppwams getragen würde, kannst du dann ja weglassen, und deine Kettenhaube vielleicht zu einer Helmbrünne umarbeiten.

Die Stahlgilde-Rüstung gefällt mir allerdings überhaupt nicht, die entspricht keiner historischen Form und ist mit ihrer rauhen Oberfläche, ihrer groben Bördelung und ihren modernen Rollschnallen auch so primitiv verarbeitet, dass ich sie vielleicht für einen Ork oder einen verlotterten Milizionär einsetzen, für eine Ritterdarstellung aber für unpassend halten würde. Allerdings teile ich Alex Bedenken eher nicht, zumindest das Bruststück scheint den deutlichen Hammerabdrücken nach tatsächlich getrieben zu sein, aber halt auf eine sehr grobe Art.

Einfache Brustplatten sind aber oft billiger als man denkt, auch wenn man sie sich maßanfertigen lässt, und kosten oft weniger als ein Helm. Einteilig, also ohne wie bei der Churburgrüstung aus überlappenden Einzelplatten genietet zu sein, solltest du die eigentlich auch für ca 200,- Euro in ordentlicher Qualität bekommen können. Hier zum Beispiel ein Link aus dem Ausland, der nimmt für die #14 in der einfachsten Ausführung $185, das halte ich für ein deutlich besseres Angebot als die von dir gezeigten.
http://www.madmattsarmory.com/inv_body.php
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Lorenz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 13:35    Titel:

Cartefius hat Folgendes geschrieben:
*snip*
Einfache Brustplatten sind aber oft billiger als man denkt, auch wenn man sie sich maßanfertigen lässt, und kosten oft weniger als ein Helm. Einteilig, also ohne wie bei der Churburgrüstung aus überlappenden Einzelplatten genietet zu sein, solltest du die eigentlich auch für ca 200,- Euro in ordentlicher Qualität bekommen können. Hier zum Beispiel ein Link aus dem Ausland, der nimmt für die #14 in der einfachsten Ausführung $185, das halte ich für ein deutlich besseres Angebot als die von dir gezeigten.
http://www.madmattsarmory.com/inv_body.php


Ich glaube, du bist ein Gott oderso Wink
Der hat ein Coat of Plates Kit im Angebot, das erschwinglich ist. Hauptgrund für mein "Ich baus nicht selber" war immer das Problem, dass ich die Platten nicht zuschneiden/bördeln und nachbearbeiten kann.
Hier kann ich die passenden Platten bestellen, Schnittmuster für den Stoff (vorne Samt + Selgetuch) und Nieten sollten jetzt nicht das Riesenproblem sein. Ich glaub... ich hab ein neues Winterprojekt, das tausendmal schicker aussieht als die gekaufte Brigantine.
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Alex
Moderator


Alter: 33
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 17.06.2009, 14:47    Titel:

@ Lorenz
1. Habe ich weder gesagt, dass Du genau so aussehen sollst, wie die Ritter der Turney. Ich hatte nur erwähnt, dass ein gut gemachter Wappenrock und Helmzier fast schon unabhängig von der Rüstung einen ritterlichen Eindruck machen können
2. Ist das Spiel doch gerade mal völlig uninteressant, darum geht es hier doch gerade gar nicht. Oder wird das wieder ein "Spiel ist viel wichtiger als Ausstattung?" Dann bitte hier nachlesen, warum das gar nichts miteinander zu tun hat:
http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?SpielOderAusstattung

Zitat:
Ich glaube, du bist ein Gott oderso

Gewöhn Dich dran, manchmal frag ich mich auch, wo der die ganzen Links etc her nimmt...

Grüße,
Alex
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