Thema: Laertes
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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 15.04.2009, 07:12 Titel: Laertes |
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Den Göttern zum Gruß!
Darf ich mich wohl vorstellen? Laertes nennt man mich. Ich bin der fünfte und jüngste Sohn einer Müllers und nun seit über einem Jahr auf Wanderschaft.
Wie es dazu kam? Nun, dies ist einfach und schnell erzählt: Als fünften Sohn konnte mein Vater mich nicht mehr in der Mühle brauchen und somit war ich ein Balg, das man zwar füttern musste, aber keine Hilfe brachte. Zudem interessierte ich mich noch nie für das Mühlhandwerk und verbrachte meine Zeit als Kind lieber im anliegenden Wald. So kam es dann auch, dass ich den Jäger und Wildhüter der Grafschaft, Thalwin, kennenlernte, der mich an einem verregneten, dunklem Tag im Wald wiederfand als ich mich hoffnungslos verlaufen hatte. Welch Schande, möchte ich an dieser Stelle anmerken, denn dies war mir vorher noch nie passiert!
Wie der Zufall es so wollte fand der alte Jägersmann mich sympathisch und schlug, nachdem einige Wochen in's Land gezogen waren, meinen Eltern vor mich zum Jäger auszubilden, da er seit geraumer Zeit schon keinen Schüler mehr hatte. Mein Vater war von der Idee begeistert, hatte er doch so ein Sorge weniger. Meine Mutter fand die Idee mehr als schlecht. Würde ich doch kaum noch zu Hause sein. Doch ich trat nach Klärung einiger Bedingungen seitens des vögtlichen Wildhüters in seine Dienste ein. Gut vier Jahre bildete er mich aus, wollte mich wohl langsam aber stetig zu seinem Nachfolger machen. Zu dumm nur, das ich am Hofe, den wir regelmäßig besuchten, keinen gute Eindruck machte und der Vogt mich nie sonderlich mochte.
Und da passierte es. Ich ging wie jeden morgen zu Thalwins Hütte und wollte meinen morgendlichen Dienst antreten, als seine Magd herausgerannt kam, bitterlich weinte und immer nur "Tot, er ist tot" zwischen den Schluchzern herausbrachte. Ich stürme in's Haus, überzeugte mich selbst von ihren Worten und ein dumpfes, kaltes Gefühl machte sich in mir breit. Sie hatte natürlich nicht gelogen...
Zwei Monde vergingen, mein Vater bemühte sich redlich meinen Dienst als Jäger mit dem Vogt zu besiegeln. Doch dieser war uneinsichtig und nicht gewillt meine Dienste zu behalten.
Zu dieser Zeit traf Tharlon, mein Bruder, alle Vorbereitungen um auf Wanderschaft zu gehen. Im Dorf wurde ich nicht gebraucht. Am Hof waren meine Dienste auch nicht erwünscht, also wog ich die Vor- und Nachteile ab und entschloss mich mit meinem Bruder zu ziehen...
So, wurde doch was länger. Sry
Die Geschichte von Tharlon muss ich nochmal erfragen. Der Charakter wird von Einem meiner Freunde gespielt. Hab die Geschichte aber nicht mehr ganz im Kopf.
Also, was meint ihr? OK? zu unglaubwürdig? Genau richtig? Bin für jedes Feedback dankbar!
Viele Grüße,
Rudi |
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inLarp

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Kelmon

Alter: 31 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 6490 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 15.04.2009, 07:31 Titel: |
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Hallo, "Tim"
Ist eine wirklich brauchbare, bodenständige Geschichte - finde ich gut so.
Eine Sache könnte man überlegen: Warum nicht den Wildhüter weiterleben lassen - dann hast Du ja genauso einen Grund, auf Wanderschaft zu gehen, denn einen zweiten Wildhüter wird man ja nicht brauchen. Alternativ würde mich der Grund interessieren, warum der Vogt Dich nicht will  _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
Grammar is important.
Capitalization is the difference between helping your Uncle Jack off a horse &
helping your uncle jack off a horse. |
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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 15.04.2009, 07:40 Titel: |
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Hi Kelmon!
Danke für's Fedback! Ja, der Umstand mit dem Vogt, gefällt mir auch nicht so recht. Ich brauchte einen Grund, damit Laertes auf Wanderschaft geht. Allerdings könnte ich deinen Vorschlag umsetzen, Thalwin leben lassen, als Grund den des zweiten Wildhüters nehmen und so den Vogt geschickt umsegeln. Toll! Das werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Danke!
Gruß,
Rudi |
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Cartefius

Alter: 31 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4200 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 15.04.2009, 13:12 Titel: |
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Finde ich auch durchaus gelungen und schön umsetzbar.
Wichtig für einen Charakterhintergrund sind meiner Meinung nach aber neben der Geschichte des Charakters auch Dinge, die du direkt im Spiel umsetzen kannst, die sich also in deinem Verhalten, deinen Ansichten und deiner Ausrüstung wiederspiegeln. Mit dem Beruf des Jägers und Wildhüters hat man da schon einen guten Ansatzpunkt, jetzt würde ich mir aber Gedanken über die Kultur, die soziale Schicht, das Wesen sowie leicht spielbare "Eigenheiten" deines Charakters machen. |
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inLarp

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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 16.04.2009, 07:55 Titel: |
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Guten Morgen!
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | jetzt würde ich mir aber Gedanken über die Kultur, die soziale Schicht, das Wesen sowie leicht spielbare "Eigenheiten" deines Charakters machen |
Das soziale Umfeld ergibt sich ja eigentlich aus dem Beruf des Vaters: Müller. Ich werde aber noch schauen welche Art von Müller er war. Daraus ergibt sich dann der Stand innerhalb der Dorfgemeinschaft und auch der Reichtum/ die Armut.
Über besondere Eigenheiten oder einen kulturellen Hintergrund habe ich mir noch keine richtigen Gedanken gemacht. Danke für den Tipp. Das werde ich als nächstes ausarbeiten (und dann sicherlich auch hier vostellen )
Vielen Dank für die tolle Hilfe,
Rudi |
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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 20.04.2009, 06:44 Titel: |
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Guten Morgen!
So, es geht weiter:
Erstmal die Geschichte ein wenig umschreiben...Nach 4 lehrreichen Jahren habe ich alles Wissen erlernt, welches mir Thalwin geben konnte und ich merkte dass die Zeit des Aufbruchs nahte. Und so kam es dann auch. Mein Bruder Tharlon bereitete alles für seine eigene Wanderschaft vor und ich beriet mich mit ihm, ob es zu zweit nicht leichter sei, die Welt zu entdecken.
Im nächsten Frühling, kurz nach der Schneeschmelze, packten wir unsere Bündel. Thalwin, mein alter Lehrer ließ es sich nicht nehmen mich persönlich zu verabschieden und mir ein Geschenk mit auf den Weg zu geben: Seinen alten Bogen. Überschwenglich vor Freude, ob dieses unerwarteten Geschenks und dennoch mit Tränen in den Augen winkte ich meiner Familie und meinem Lehrer zu als Tharlon und ich die Dorfstraße Richtung Süden einbogen.
Besser so? Mir gefällt's irgendwie. Als nächstes schau ich mir seine Eigenheiten und -schaften an. Sein soziales Umfeld, werde ich wohl direkt von seines Vaters Beruf ableiten.
Und wie immer: Her mit euren Meinungen!
Schönen Tag euch allen,
Rudi |
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Cartefius

Alter: 31 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4200 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 20.04.2009, 11:59 Titel: |
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| Zitat: | | Das soziale Umfeld ergibt sich ja eigentlich aus dem Beruf des Vaters: Müller. Ich werde aber noch schauen welche Art von Müller er war. |
Naja, das kann ja alles von einem kleinen Handwerker über den reichsten Mann des Dorfes bis hin zum gemiedenen Einzelgänger sein, der abseits vom Dorf mit Kräften hantiert, die nicht so ganz geheuer sind (Mühlen waren im Mittelalter lange Zeit absolute Hochtechnologie, was auch z.B. in dem schwarzmagischen Müller im Buch "Krabat" schön anklingt.)
Mein Tipp ist vor allem: Lass dich nicht von deiner eigenen Story einschränken, sondern mach es andersherum. Überleg dir Dinge, die du gerne ausspielen möchtest, und strick die Story dann so dass es passt. So könnte z.B. dein Charakter ein naiver Tölpel sein, ein neureicher Schnösel, ein ungehobelter Hinterwäldler, ein hemdsärmeliger "Mann der Tat" oder jemand mit erzkonservativen Wertvorstellungen (man denke an das Klischee des katholischen Bergdorfs), alles aus einem dörflichen Hintergrund heraus. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass es einem den Einstig ins Charakterspiel deutlich erleichtert, wenn man sich quasi ein Klischee aussucht, durch dessen Brille man die Welt betrachten kann und was einem erleichtert, auf Spielsituationen aus der Rolle heraus zu reagieren. |
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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 20.04.2009, 20:46 Titel: |
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Hi!
Ja, wie immer ein guter Tipp von dir, Cartefius!
Also werde ich mir erstmal die Eigenschaften von Laertes überlegen und dann schauen, welche Umstände ihn zu dem gemacht haben, was er (heute) ist.
Ich meld mich wieder, wenn ich weitergekommen bin.
Vielen Dank,
Rudi |
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inLarp

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Alex Moderator

Alter: 32 Anmeldedatum: 20.11.2006 Beiträge: 10492 Wohnort: Wahlhesse mit Ruhrpottherkunft
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Direktlink | Verfasst am: 21.04.2009, 09:44 Titel: |
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Ist eine Winzigkeit (Wenn Cartefius berät, kann man sich das meiste ja sparen ), aber warum schenkt der alte Thalwin (ich finde den Namen klasse) ihm seinen alten Bogen. Das macht für mich nur aus drei Aspekten Sinn:
1. Der Alte hört mit seiner Arbeit auf (Ist ja nicht der Fall)
2. Thalwin kauft sich einen neuen Bogen (Warum sollte er das machen? Niemand rückt seinen alten Bogen gerne vor Ablauf dessens Lebenserwartung raus. Man hat sich endlich drauf eingeschossen)
3. Du hast nur einen uralten Bogen, dem man das auch ansieht.
Sollte 3. der Grund sein, dann würde ich Thalwin dem Jungen einen alten Bogen schenken. Ansonsten macht es wahrscheinlich mehr Sinn, wenn er ihm einen neuen Bogen schenkt.
Ist aber, wie gesagt, nur eine Winzigkeit.
Grüße,
Alex _________________
Das Westlandeforum wurde gelöscht. Der Serviceprovider hat den Support leider eingestellt.
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Tim Buktu

Alter: 30 Anmeldedatum: 14.04.2009 Beiträge: 531 Wohnort: Nähe Düsseldorf
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Direktlink | Verfasst am: 21.04.2009, 15:53 Titel: |
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Hi!
Guter Aspekt, Alex. Ich werde es ändern. Danke!
Viele Grüße,
Rudi |
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