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Thema: LARP Bedürfnispyramide


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Was ist euch am wichtigsten
Grundbedürfnis
18%
 18%  [ 4 ]
Sicherheit
9%
 9%  [ 2 ]
Soziale Beziehungen
31%
 31%  [ 7 ]
Soziale Anerkennung
13%
 13%  [ 3 ]
Selbstverwirklichung
27%
 27%  [ 6 ]
Stimmen insgesamt : 22

Autor Nachricht
Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 17:50    Titel: LARP Bedürfnispyramide



stellt sich die Bedürfnispyramide bei LARPern genauso auf, wie es die Psychologie und Soziologie darlegt?
Wenn ja, was passt dann in die jeweiligen Stufen?

Für mich würde es sich dann so darfstellen:

Grundbedürfnis
Ich möchte wissen, wo mein Charakter ist, und warum er da ist wo er ist.
Daraus ergibt sich für mich, wer mein Charakter ist. Setze ich das WER vor das WO, könnte es sein, dass der Charakter nicht mehr zum Con passt.
(ok ich gehe nicht mit jeden Charakter auf alle Lives)


Sicherheit
Kann ich zu der Zeit auch dahin fahren und enspricht die Location meinen Hygiene- und Wohnansprüchen.
Stellt sich die Anreise unproblematisch dar.


Soziale Beziehungen
Ist dort wer, den ich schon kenne.

Entspricht der Spielstil meinen Vorstellungen.
(auch hier sind wir eigentlich noch bei der Ausschreibung, bzw. beim Kontakt mit der ORGA/SL)

Soziale Anerkennung
Was brauche ich, um den Charakter gut zu gewanden (hier haben wir z.b. die Lösung erarbeitet, dass die SL durch Beschreibung und Fotos ihren Standard verdeutlicht)
Kann ich es mir von der ORGA oder einem Mitspieler/Bekannten borgen
Jetzt wir es für mich auch IT relevant. Bin ich neu in dem Setting, kann sich mein Charakter dann vielleicht an eine Figur oder Gruppe anhängen?

Selbstverwirklichung
ist für mich im LARP nicht relevant.

Wie seht ihr das?

EDIT: für Harald jetzt mit Umfrage Wink


Zuletzt bearbeitet von Tala_Pran am 05.07.2011, 18:06, insgesamt einmal bearbeitet
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 17:55    Titel:

Eine Umfrage ohne was zum Ankreuzen und ohne ohne schicke Balken???

Och nööö. *maul*

du hast da ganz klar den SPIELTRIEB vergessen. Übrigens auch in Deiner Auflistung. Wink

Im Ernst, das Wort SPAß kommt da überhaupt nicht drin vor. Wenn Spaß Selbstverwirklichung ist.... (?) - also ICH lege da schon irgendwie Wert drauf. Very Happy
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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 17:59    Titel:

hmmm, weil bei der Umfrage Mehrfachantworten nicht möglich ist.
Und die Pyramide hab nicht ich festgelegt, sag den Psychologen, dass sie Spieltrieb nicht berücksichtigen Very Happy

Zitat aus Wikipedia
Zitat:
Beispiele für die 5 Stufen der Pyramide

Körperliche Existenzbedürfnisse: Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Wohnraum, Kleidung, Bewegung
Sicherheit: Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen, Absicherung, Unterkunft
Soziale Bedürfnisse (Anschlussmotiv): Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation
Anerkennungsbedürfnisse: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke
Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung, Selbstverbesserung
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:05    Titel:

Naja, eigentlich funktioniert aber ALLES von dem dort genannten einfach besser, wenn man es mit Spaß betreibt. Das Atmen, die Intimität und auch die Selbstverbesserung.

so gesehen ist Spaß für mich ein Grundbedürfnis.
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:11    Titel:

Spass definiert sich aber für jeden anders.
Also, was macht dir an LARP Spass?
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:17    Titel:

"Grundbedürfnisse" beim Larp wären für mich erstmal die physiologischen Bedürfnisse:
Komme ich überhaupt auf den Con, habe ich wetterfeste Kleidung, ist für meine Unterbringung gesorgt, stehen mir Verpflegung und Getränke zur Verfügung. Auch das Vorhandensein von Toiletten und Waschgelegenheiten würde ich dazuzählen, obwohl ja hier auch soziale Konventionen eine Rolle spielen. Wink

"Sicherheit" wäre da schon abstrakter: Darunter würde für mich OT die Absicherung gegen Diebstahl, Übergriffe oder betrügerischer Machenschaften durch die Orga zählen (z.B. weil der Con am angegebenen Ort gar nicht stattfindet). Auch IT-Sicherheit kann da dazugehören, also der Schutz vor unangenehmen Spielsituationen (beispielsweise Vergewaltigungsspiel oder Eingesperrtsein) oder vor Verlust des materiellen (z.B. durch unabgesprochenes Entwenden von Spielgeld oder Ausrüstung) oder sogar geistigen Eigentums (z.B. durch unabgesprochenen und restrikitv durchgesetzten Charaktertod).

Bei den "sozialen Beziehungen" würde ich auch den Charakter der OT-Bekanntschaft sehen, ebenso wie die Möglichkeit, überhaupt mit anderen Spielern in meiner Rolle in Kontakt zu treten (was auf den meisten Cons gegeben sein dürfte). Eine Woche in einer gekachelten Zelle zu sitzen mag zwar auch eine interessante Larperfahrung sein, befriedigt aber wohl nicht das Bedürfnis der sozialen Beziehung.

"Soziale Anerkennung" wäre für mich, positives Feedback über meine Spielweise zu bekommen, also ein Lob über mein Schauspiel, meine Ausrüstung, meinen Einsatz, ein generelles "Du, das hat Spaß gemacht mit dir zu spielen!". Das ist meiner Meinung nach ein ziemlich wichtiger Faktor, der stärker bestimmt, ob man "Spaß hat", als sich viele Leute zugestehen.

"Selbstverwirklichung" wäre jetzt noch ein bisschen nebulöser, aber auch nicht unwichtig, im Gegenteil: Auch Dinge, für die man keine direkte soziale Anerkennung erntet, können motivierend und befriedigend sein. Wenn man z.B. mal die Chance hatte, den Bösewicht zu spielen, wenn man ein neues und bereicherndes Erlebnis wie eine emotionale Spielszene oder einen total entspannten Abend am Lagerfeuer hatte, so kann einen das schon als Person durchaus bereichern.
Auch die Talententfaltung fällt ja darunter, was sowohl auf dem Con (Schauspiel, Problemlösung, Darbietung) als auch in der Vorbereitungsphase in Form von handwerklichen oder kreativen Tätigkeiten stattfindet. Dinge auszuprobieren, zu erlernen, und in ihnen besser zu werden, ist auch im Larp ein wichtiges Bedürfnis.
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Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:29    Titel:

Ich hab nichts angekreuzt. Irgendwie ist die Bedürfnispyramide zumindest in Deiner Umsetzung nicht auf LARP anwendbar. Ich habe das Gefühl, Du schwankst bei den Beschreibungen zwischen IT- und OT-Dingen. So fragst Du bei den Grundbedürfnissen nach IT-Sachen (IT-Ort, Charakter) und bei der Sicherheit dann nach OT-Sicherheit.

Wenn man das von OT-Seite aufzieht kommt man übrigens IMHO zwangsläufig zu der bekannten Bedürfnispyramide. Zumindest weitestgehend.

Grüße,
Alex
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:36    Titel:

[quote="Tala_Pran"]Spass definiert sich aber für jeden anders.
Also, was macht dir an LARP Spass?[/quote]

Mal davon ausgehend, das dies die Frage zur Umfrage sein soll:

ich habe mal angekreuzt:

Selbstverwirklichung:
und zwar wegen:
Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung, Selbstverbesserung
Erleuchtung verspreche ich mir jetzt weniger vom LARP und Perfektion halte ich nur bedingt für ein erstrebenswertes Ziel.

Wenn eine Mehrfachnennung möglich gewesen wäre, so wäre meine zweite Wahl dann:

Soziale Bedürfnisse (Anschlussmotiv): Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation

Die heiße Nummer auf der Con würde ich da eher als nette Phantasie betrachten und nicht als Motivation. Very Happy

Dritte Stufe wäre dann:

Anerkennungsbedürfnisse: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke


du siehst also, ich stapel die Pyramide für mich persönlich recht drastisch um. Wobei ich
Körperliche Existenzbedürfnisse und Sicherheit als reine "OT Bedürfnisse" da nicht in die Planung meiner Hobbys mit einfließen lasse. Auch wenn ich zugeben muss, daß LARP vermutlich weitaus sicherer ist als Hochseesegeln und Tieftauchen. aber ich LARPe nicht, weil ich zu ängstlich für diese anderen Hobbys geworden bin. sondern, weil eben die Selbstverwirklichung und die sozialen Bedürfnisse sich schlecht befriedigen lassen, wenn man solche Hobbys im fernen Bayern beibehalten will.
Wobei, es gibt auch hier genügend Leute, die genau das machen. also ist es wohl doch eher so, daß ich diese Bedürfnisse jetzt einfach umfassender und befriedigender erfüllen kann, als das mir das in den anderen Hobbys möglich war. Was vor allem an dem selber machen und Basteln liegt.
Wie Lutihien sschon so schön festgestellt hat: Basteln im LARP umfasst einfach mal sooo viele Bereiche und hier hat es sogar Qualitätssteigernden Charakter! (Wenn ein Taucher sich was selber basteln muss, dann wird er dafür nicht gerade mit Beifall überschüttet. Das gilt da als Notlösung und als 2armseelig" und unsicher.)

So gesehen muss man sehr aufpassen, daß "die Sicherheit" (TM) als Bedürfnis nicht zu einem Produkt verkommt. In vielen Hobbys (Motoradfahren, Tauchen, Klettern, Fliegen, usw.) ist das heute so. Da suggerieren industrielle Produkte einfach die "eingekaufte Sicherheit". Das ist so auch ganz OK, man muß nur aufpassen, das Sicherheit dann nicht zu einem Konsumprodukt - und noch schlimmer - zu einer "garantierten Produkteigenschaft" wird.
Die IDV Pfeile sind da zB. so ein vorstoß in diese Richtung. Im Grundgedanken durchaus edel und so, aber eben nicht ganz unumstritten.

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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:46    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ich hab nichts angekreuzt. Irgendwie ist die Bedürfnispyramide zumindest in Deiner Umsetzung nicht auf LARP anwendbar. Ich habe das Gefühl, Du schwankst bei den Beschreibungen zwischen IT- und OT-Dingen. So fragst Du bei den Grundbedürfnissen nach IT-Sachen (IT-Ort, Charakter) und bei der Sicherheit dann nach OT-Sicherheit.

Wenn man das von OT-Seite aufzieht kommt man übrigens IMHO zwangsläufig zu der bekannten Bedürfnispyramide. Zumindest weitestgehend.

Grüße,
Alex


Stimmt, ich hätte gerne die Out-Time-Betrachtung.
Für mich sind Gedanken zum Charakter noch OT.
Ich gehe weiters davon aus, dass diese Bedürfnisspyramide das Unterbewusste des Menschen anspricht oder widerspiegelt.
Daher glaube ich nicht, dass LARP sich davon ausschliessen.

Tatsächlich ist es so, dass ich zu aller erst die OT Bedürfnise abklopfe.
z.B. Zeltcon, Klappspaten und "such dir einen Baum" schliesst sich von vornherein aus. Dixiklo ebenfalls. Selbstversorgen ist kein Problem.

Sicherheit, wie Cartefius angeführt hat, kommt gleich als nächstes. Ergo, kann ich mit der SL, mit deren Regeln. Habe ich Vertrauen. Wobei ich mir da immer mein Rückzugsgebiet erhalten und nicht davor zurückschrecke, ggfs das Spiel zu verlassen.

Deswegen hab ich Sicherheit angekreuzt.

Für die Erfüllung meiner Grundbedürfnisse sorge ich selbst. Ich verlasse mich nicht auf die ORGA ausreichen zu trinken und zu essen zu haben (auch wenn Vollversorgung ausgeschrieben ist). Ich buche mir selbstständig ein Zimmer in einer Pension, wenn mir die Location nicht zusagt.
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 18:59    Titel:

Cartefius hat Folgendes geschrieben:
"Grundbedürfnisse" beim Larp wären für mich erstmal die physiologischen Bedürfnisse:
Komme ich überhaupt auf den Con, habe ich wetterfeste Kleidung, ist für meine Unterbringung gesorgt, stehen mir Verpflegung und Getränke zur Verfügung. Auch das Vorhandensein von Toiletten und Waschgelegenheiten würde ich dazuzählen, obwohl ja hier auch soziale Konventionen eine Rolle spielen. Wink

"Sicherheit" wäre da schon abstrakter: Darunter würde für mich OT die Absicherung gegen Diebstahl, Übergriffe oder betrügerischer Machenschaften durch die Orga zählen (z.B. weil der Con am angegebenen Ort gar nicht stattfindet). Auch IT-Sicherheit kann da dazugehören, also der Schutz vor unangenehmen Spielsituationen (beispielsweise Vergewaltigungsspiel oder Eingesperrtsein) oder vor Verlust des materiellen (z.B. durch unabgesprochenes Entwenden von Spielgeld oder Ausrüstung) oder sogar geistigen Eigentums (z.B. durch unabgesprochenen und restrikitv durchgesetzten Charaktertod).

Bei den "sozialen Beziehungen" würde ich auch den Charakter der OT-Bekanntschaft sehen, ebenso wie die Möglichkeit, überhaupt mit anderen Spielern in meiner Rolle in Kontakt zu treten (was auf den meisten Cons gegeben sein dürfte). Eine Woche in einer gekachelten Zelle zu sitzen mag zwar auch eine interessante Larperfahrung sein, befriedigt aber wohl nicht das Bedürfnis der sozialen Beziehung.

"Soziale Anerkennung" wäre für mich, positives Feedback über meine Spielweise zu bekommen, also ein Lob über mein Schauspiel, meine Ausrüstung, meinen Einsatz, ein generelles "Du, das hat Spaß gemacht mit dir zu spielen!". Das ist meiner Meinung nach ein ziemlich wichtiger Faktor, der stärker bestimmt, ob man "Spaß hat", als sich viele Leute zugestehen.

"Selbstverwirklichung" wäre jetzt noch ein bisschen nebulöser, aber auch nicht unwichtig, im Gegenteil: Auch Dinge, für die man keine direkte soziale Anerkennung erntet, können motivierend und befriedigend sein. Wenn man z.B. mal die Chance hatte, den Bösewicht zu spielen, wenn man ein neues und bereicherndes Erlebnis wie eine emotionale Spielszene oder einen total entspannten Abend am Lagerfeuer hatte, so kann einen das schon als Person durchaus bereichern.
Auch die Talententfaltung fällt ja darunter, was sowohl auf dem Con (Schauspiel, Problemlösung, Darbietung) als auch in der Vorbereitungsphase in Form von handwerklichen oder kreativen Tätigkeiten stattfindet. Dinge auszuprobieren, zu erlernen, und in ihnen besser zu werden, ist auch im Larp ein wichtiges Bedürfnis.


Da Cartefius Beitrag noch nicht da war, als ich meinen Text getippt hatte und Tala inzwischen auf reine OT sicht präzisiert hat:

- genau wie es der Cartefius sagt! Genau so. Very Happy

wobei mir dann die Sicherheit - logisch, steht ja auch in der bekannten Pyramide an zweiter Stelle - noch wichtiger wäre als die Grundbedürfnisse, jedenfalls wenn wir uns mal auf die praktisch vorkommende mögliche Bandbreite einschränken. "Such Dir nen Baum" und "hau Dich ins Gebüsch zum Pennen" machen mir jetzt noch nicht per se einen Strich durch die Rechnung. So fand ich das damals (bei der vom Steuerzahler finanzierten "Con" - "Überleben im Hinterland des Feindes" ) durchaus "ambientefördernd". Wink

Aber wie der Alex schon sagt, wenn man es rein OT sieht, dann ist die Pyramide eben so wie sie ist. Der eine oder andere würde vielleicht mal die eine Stufe einen Level höher oder tiefer legen, aber im Wesentlichen wird wohl keiner eine gefährliche Unterkühlung und Verlust von allem Hab und Gut in Kauf nehmen, nur um soziale Anerkennung und Selbstverwirklichung zu erfahren. Wir heißen nicht Reinhold Messner und wir sind keine Östereicher! Laughing (Ja ich weiß, er ist Südtiroler, aber damit funktioniert der Gage nicht. Razz )
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Turis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 19:20    Titel:

Habe Sicherheit gewählt, denn wenn ich nicht zur Con kann oder wenn dort nicht mal rudimentäre Grundbedürfnisse abgedeckt werden, dann brauche ich nicht weiter drüber nachzudenken.

Finde die Umfrage nicht sonderlich sinnvoll. Wenn dann sollte man eher eine Liste aufstellen von 10-extrem wichtig bis 1-unwichtig.
Da kann dann sowas gefragt werden wie z.b.
Eigene Gewandung
Fremde Gewandungen
Conambiente (kann man auch weiter unterteilen)
Entfernung und Preis
Plot
Regelwerk
....

Grüße
_________________
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 19:35    Titel:

Ich sehe da irgendwie auch keine Sinnvolle "Bedürfnisfolge" bei den angesprochenen Sachen. D.h. keinen Weg, das in die bestehende Pyramide reinzuzwängen.

Daß das Menschliche Bedürfnis nach Nahrung und Atmen für diesen Wichtiger ist als das Bedürfnis nach "nicht geschlagen werden" oder Freunden heißt ja nicht, daß LARPer-Bedürfnisse, die man unter Sicherheit einordnen können in irgendeiner Weise wichtiger sein müssen als Bedürfnisse, die man zu den "Grundbedürfnissen" packt.

Ich würde darum sagen, daß abgesehen von ganz grundlegenden Dingen (Daß ein Con überhaupt existiert ist wichtiger als wie er ist) die Bedürfnisse da keine besondere Reihenfolge in Form einer Pyramide haben - jeder legt da andere Schwerpunkte.
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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 21:26    Titel:

Das Grundbedürfnis nach Nahrung kann nicht ganz unten stehen, sonst gäbe es nur Vollversorgungs-Cons.
Ebenso Wohnen, sonst wären die Cons nur in 4* Hotels ausgeschrieben.

Ich präzisiere nochmals. Vielleicht sollte ich umfragen nicht während der Arbeit erstellen Very Happy
Was steht für euch auf LARP bezogen in den entsprechenden Ebenen.

Damit ändert sich mein Stellenwert dahingehend, dass WO ins Grundbedürfnis rutscht. Ebenso das WIE in Hinsicht auf die Unterbringung.
Und das WER (veranstaltet und ist dort).

Dann folgt die Sicherheit.

Dann erst die Sozialen Beziehungen, die ich durch Setting, Regelwerk und Spielverständnis definiere.

Soziale Anerkennung ist für mich damit dann die Gewandung, der Charakter, die Möglichkeit der Interaktion.

Zitat:

"Selbstverwirklichung" wäre jetzt noch ein bisschen nebulöser, aber auch nicht unwichtig, im Gegenteil: Auch Dinge, für die man keine direkte soziale Anerkennung erntet, können motivierend und befriedigend sein. Wenn man z.B. mal die Chance hatte, den Bösewicht zu spielen, wenn man ein neues und bereicherndes Erlebnis wie eine emotionale Spielszene oder einen total entspannten Abend am Lagerfeuer hatte, so kann einen das schon als Person durchaus bereichern.
Auch die Talententfaltung fällt ja darunter, was sowohl auf dem Con (Schauspiel, Problemlösung, Darbietung) als auch in der Vorbereitungsphase in Form von handwerklichen oder kreativen Tätigkeiten stattfindet. Dinge auszuprobieren, zu erlernen, und in ihnen besser zu werden, ist auch im Larp ein wichtiges Bedürfnis.

unter diesen Gesichstpunkte habe ich doch etwas, dass ich in die Selbstverwirklichung füllen kann: die Herausforderung an mich selbst unter Menschen zu sein, mich möglicherweise in sicherem Rahmen zu exponieren.
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.07.2011, 22:13    Titel:

Bei mir würde vermutlich die Reihenfolge der Bedürfnisse genau so wie in der Pyramide verlaufen.
Auch so Sachen wie "im Freien schlafen" oder "selbst für Verpflegung sorgen" wären für mich nur so lange unproblematisch und ambientefördernd, wenn daraus keine echte Notlage entstünde, was aber natürlich im dichtbesiedelten Deutschland eigentlich kaum ein Problem ist. Selbst wenn wie damals beim Fate sich die komplette Wasserversorgung des Cons als untrinkbar erweist, oder wie bei einem Con auf dem ein Mitbewohner von mir mal war über den Zeltcon plötzlich ein Schneesturm mit Minusgraden hereinbricht, kann man unter üblichen Bedingungen sich immer irgendwie arrangieren, sich ins Auto setzen und dort die Nacht verbringen oder einfach abreisen. Das bedeutet aber für mich, dass die elementaren Bedürfnisse beim Larp üblicherweise sicher erfüllt sind, nicht, dass sie für mich unwichtig wären.
Zitat:
Das Grundbedürfnis nach Nahrung kann nicht ganz unten stehen, sonst gäbe es nur Vollversorgungs-Cons.
Ebenso Wohnen, sonst wären die Cons nur in 4* Hotels ausgeschrieben.
Naja, für Nahrung, Wasser und ein Dach über dem Kopf ist ja erstmal gesorgt, zumindest musste ich noch auf einem Con hungern oder im Regen schlafen, und hätte es vermutlich auch nicht gemusst wenn ich meine gesamte Ausrüstung zu Hause vergessen hätte. Nur weil es theoretisch immer besser und luxuriöser geht, fällt für mich nicht mehr unter die Erfüllung der elementaren Bedürfnisse: Ich bin notfalls mit einem Stück alten Brot und etwas Käse, und einem klammen Schlafsack abzuspeisen, ein Con, den ich ohne den ganzen Tag etwas gegessen zu haben im dünnen Hemd unter einer durchregneten Hecke verbringen müsste wäre mir aber vermutlich ganz definitiv und nachhaltig versaut (falls ich dieses Erlebnis nicht als total bereicherdne Erfahrung und Teil meiner Selbsterfüllung sehen würde).
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Sabine




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 06.07.2011, 10:13    Titel:

Moin,

das ist ja eine interessante Frage mit der Pyramide. Ich kann das Ding glaube ich nicht wirklich ins LARP ünertragen. Für mich ist LARP nur ein Teil der Pyramide, nämlich ziemlich weit oben angesiedelt, ab "soziale Beziehungen" und höher.

Z.B. sind meine Grundbedürfnisse gedeckt:
Ich bin meiste Zeit des Tages satt und muss kein Wasser aus gammeligen Wasserstellen trinken - auch nicht im LARP. Obwohl ich sicher auch mal 2 Tage ohne (viel) Essen auskomme. Was meinem Charakter und mir als Person passiert, trenne ich deutlich voneinander. Selbst wenn mein Charakter mal 2 Tage aus irgendwelchen Gründen unter schwierigen Bedingungen überleben muß (Flucht, Gefangenname, was auch immer) und ich sogar eine Orga finde die so was konsequent darstellt, befinden sich mein Grundbedürfnisse niemals in Gefahr. Beispiel: falls ich wirklich mal Hunger haben sollte (und das länger als das 10 min) und ich mich wirklich in einem solchen Bedrohungsszenarion befinde, dass ich im Wald oder auf einer Bierbank schlafen muss, so werde ich Sabine das als spannend und endlich mal gelungenes Con empfinden. Und doch trotz Allem werden meine Grundbedürfnissen nicht angerührt, ich fahre nach Hause, dusche dort, mach mir ne Pizza und lege mich vor den Fernseher - was will man mehr?? Liebe Güte dann bin ich halt mal 2 Tage hungrig und müde, was soll‘s. Aber mein echtes Leben ist davon in keinster Weise betroffen und meine Grundbedürfnisse immer noch gedeckt (selbst wenn ich 2 kg abnehmen sollte).

Sicherheit:
Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat, wo jeder das Recht auf seine eigene Dummheit hat, solange er keinen anderen dabei schädigt. Sonst wäre dieses Hobby (glaube ich) verboten. Auf keiner Con wird meine Sicherheit gefährdet. Weder mein Hab und Gut sind in Gefahr, wenn ich das Haus verlasse. Noch werde ich verhaftet, weil ich diesem Hobby nachgehe. Also egal wie lange ich das Hobby betreibe, ich als Person bin immer sicher. Wird mal die Polizei gerufen weil die Nachbarn das komisch finden, gibt’s ne Orga / SL die das klärt und weiter geht’s.
Gesundheitlich bin ich nicht mehr oder weniger gefährdet als bei irgendeinem anderen Hobby auch (dass ich mir wohlgemerkt selbst ausgesucht habe). Wie viele Reiter fallen vom Pferd und brechen sich was, ich kenne jemanden die sich beim Golfen den Daumen gebrochen hat..... Also wenn mir was Dummes passiert, dann ruft einer den Sani und der kümmert sich drum. Wie im Realleben halt auch. Was meinem Charakter alles Schlimmes passiert, spielt dabei nur eine Rolle für meine Seele und Wohlbefinden – für meine Sicherheit ist das völlig ohne Belang.

Soziale Beziehungen
Ja das ist fürs LARP sehr interessant und wichtig. Ich freu mich jedes Mal darauf auch neue Leute kennen zu lernen und mit meinen Bekannten das Hobby gemeinsam zu bereiben. Auch wenn die Charaktere nicht zusammenpassen, nicht immer einer Meinung sind, so kann das Spiel und verschiedenen Auslegungen der Charaktere meine (Sabines) Laune heben und mich vom Alltag ablenken. Ja die Sozialen Beziehungen sind für mich als Person wichtig – egal was meine Charakter davon hält ^^

Soziale Anerkennung
Hmmm schwierig, wenn ich behaupten würde ich bräuchte keine soziale Anerkennung, würde ich lügen. Allerdings betreibe ich das Hobby nicht um welche zu bekommen. Ich bin in der glücklichen Lage mich zu einem festen Freundeskreis zu zählen, der seine Leute mit ihren Vorzügen und Schwächen akzeptiert hat. Wir kennen uns eben schon ewig. Insofern kann ich das LARPen ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob mich wohl wer anerkennt. Aber grundsätzlich ist es für den Menschen schon wichtig in seiner Gruppe anerkannt zu sein.
Für die Charaktere trifft das nicht zu, ich kann genauso gut den bösen Dämon-NSC machen oder den Paladin spielen. Es wird keinen Einfluss auf meine Soziale Anerkennung haben. Wenn ich allerdings das machen muß um Anerkennung zu erhalten, dann bin ich ein armes Würstchen und mache in meinem Realleben irgendwas falsch. Ich kenne genug Leute die gut IT und OT trennen können und mich mögen auch wenn ich grade auf der „Gegenseite“ spiele. Am Stammtisch zusammenzusitzen und sich darüber zu unterhalten, wie wir uns gegenseitig geärgert haben ist doch auch sehr lustig. Wenn einer mich als Person nicht leiden kann, weil mein einer Charakter sehr arrogant ist und er das auch von mir als Person glaubt, der tut mir leid und verdient meine Anerkennung nicht ^^

Selbstverwirklichung
Na klar, dafür mach ich ja meine Hobbies. Um eben mal abzuschalten und seine Vorstellungen leben zu können. Logisch ist das für mich als Person sehr wichtig.
Meine Charaktere hingegen hatte bisher immer höhere Ziele und sich nie Selbstverwirklicht. Als NSC schon eher mal, wobei ich mir mit einfachen Prügelrollen sehr schwer tue. Ich würde auch keine Charakter setzten damit der sich selbst verwirklicht… das halt ich für eine abstruse Idee.
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(George Orwell, 1903-1950, Schriftsteller)
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