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Thema: Larp-Epochen


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Turis



Alter: 25
Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 442
Wohnort: Velbert & Paderborn

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 13:28    Titel: Larp-Epochen

Hallo,

im Laufe einer Charakterdiskussion ging es mal wieder um das Problem wo welches Genre anfängt und aufhört (Passen Piraten noch ins Fäntelalter? Wann ist etwas zu sehr an Gaslight angelehnt? etc).
Damit der Charakterberatungsthread nicht davon belastet wird, wurde darum gebeten die Diskussion hier hin auszulagern.
Hier nochmal, was ich zu dem Thema vorgeschlagen habe:
------

Im Larpwiki gibt es ja verschiedene Abstufungen zu Low- bis High-Fantasy (siehe z.b. VRT-Modell), damit man sich dort einordnen kann. Wenn man sowas ähnliches auch für "Larp-Epochen" schaffen könnte, dann könnte eine Orga einfach in die Anmeldung schreiben "bei uns passen ins Setting die Larp-Epochen E3-E5" oder so. Ich kann mir vorstellen, dass wenn diese Liste bereits erstellt ist, dass es dann schnell viele Orgas gibt, die sich daran anlehnen würden, einfach weil sie ja nicht mehr den Aufwand hätten ihre Vorstellungen genau in Worten zu beschreiben (oder nur noch Modifikationen angeben müssen).
Allerdings gebe ich zu, dass es wohl verdammt schwer ist, eine möglichst allgemeine Auflistung zu finden, die es erlaubt sowohl den historisch angelehnten Landsknecht, als auch den klassischen Barbaren oder gar einen "Waldläufer" ordentlich unterzubringen. Eventuell könnte man über Fantasy-Literatur (HdR & Co) eine unvollstände Beispielliste zu den Larp-Epochen anlegen (wobei man die Grenzen schwammig hält). Aber das wäre wohl evtl. eher was für eine neue Diskussion.

Ich selbst habe zu wenig Ahnung von den anderen Genres, als dass ich solch eine Auflistung gut alleine aufstellen könnte, aber vielleicht muss das auch gar nicht sein.

Man könnte ja z.b. so anfangen:

Fantasy
{FE1...FE10}
Western
{WE1...WE5}
Shadowrun
{SE1...SE8}
usw

Also eben erstmal die bekanntesten Genre auflistet und dann anfangen in diesen zu unterteilen. Schnittmengen sind ja nicht schlimm, sollten aber irgendwie erwähnt werden. Dank der Wiki-Struktur kann im Laufe der Zeit jedes Genre sich dort einbinden und (nach vllt. entsprechenden Diskussionen in deren Foren) die passenden Epochen angeben.

Grüße
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Jocke



Alter: 30
Anmeldedatum: 27.11.2007
Beiträge: 1662
Wohnort: Niederselters im Taunus

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 13:45    Titel:

Ich Persönlich finde solche Klassifizierungen eher schwierig... Aber ich schreib besser mal nix zu meinem Steckenpferd, sonst schreib ich mich nur wieder in Rage... Smile
_________________
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Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8166

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 14:29    Titel:

Die Grundidee finde ich begrüßenswert. Nur wäre es wichtig erst einmal eine Grundlage für die Diskussion zu schaffen...sozusagen die Hauptlarpepoche:

Ich würde diese Epoche (beschränkt auf das Fantasylarp) nun mal als Epoche 3/5 bezeichnen. Diese "mittelständige Larpepoche" wäre ein recht weit gefasster Zeitraum in dem sich der frühe Ritter welcher nur mit Kettenhemd und eventueller Kettenhose sowie leichte Abwandlungen davon und der Larpfantasyritter in der oft nicht näher kombinierbaren Plattenkombination guten Tag sagen. Nach unten und oben erlaubt dieses System gewisse regionale und zeitliche Abweichungen. So halte ich 2/5 als Abweichungen auf einen normalen Con vertretbar (hier wären in meinen Augen Wikinger und andere Nordmannsinterpretationen anzusiedeln). 1/5 (Römer, Griechen, Fantasyvölker auf deren Entwicklungsstand) kann das normale 3/5 Con allerdings nur noch in kleinen Mengen verkraften.

Ebenso ist eine gewisse Abweichung nach "oben hin" möglich. Diese nun mit Beispielen zu belegen überlasse ich anderen...ich kann nur sagen dass Piraten, Musketiere, entfremdeter Steampunk und ähnliches für mich schwierig in das 3/5er Con zu integrieren wären.
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Drogoth



Alter: 22
Anmeldedatum: 28.05.2009
Beiträge: 1920
Wohnort: Nähe Stade, Niedersachsen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 14:43    Titel:

Warum eigentlich immer alles unnötig kompliziert machen?
In er Conausschreibung einfach angeben, welcher Technologiestand usw. bzw. Low, mid und hig Fantasy angeben und gut ist, da jeder weiß was gemeint ist. Alternativ kann der Spieler auch einfach mal Eigeninitiative zeigen und bei der Orga anfragen, was erlaubt ist bzw. ob sein Charakter da hin passt.
_________________
"Nichts ist beständiger als der Wandel"
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Turis



Alter: 25
Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 442
Wohnort: Velbert & Paderborn

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 14:56    Titel:

Drogoth hat Folgendes geschrieben:
Warum eigentlich immer alles unnötig kompliziert machen?
In er Conausschreibung einfach angeben, welcher Technologiestand usw. bzw. Low, mid und hig Fantasy angeben und gut ist, da jeder weiß was gemeint ist. Alternativ kann der Spieler auch einfach mal Eigeninitiative zeigen und bei der Orga anfragen, was erlaubt ist bzw. ob sein Charakter da hin passt.


a) Weil das kaum eine Orga (zumindest die mir bekannten) tut und das eben auch nicht ganz einfach ist und ziemlich viel Zeit benötigt, die man meist lieber in Plotschreiben und Bastelarbeiten steckt.

b) Weil Eigeninitiative kaum was bringt, wenn die Orga selbst keine genaue Vorstellung hat. Meine Fragen an Orga per Mail diesbezüglich ergaben entweder gar keine Antwort oder "deine Gruppe passt schon".

c) Weil wenn diese Arbeit erledigt ist, so kann eine Orga einfach darauf zurückgreifen (oder auch ein neues Land, eine neue Gruppe...) und anderen schnell und einfach verständlich machen, was sie darstellen wollen. Niemand zwingt dabei jemanden sich exakt auf dieses System (wenn es denn erstellt wird) zu berufen, aber man _könnte_ und hätte gegebenfalls eine gute Basis von der man aus weiter Modifizieren könnte ("unser Land ist in E3-E4 anzusiedeln, wobei wir allerdings keine Pistolen zulassen").

d) Es ist oft nötig Dinge erst kompliziert zu machen, damit sie einfach werden. Hier ins Forum zu posten ist einfach, aber das Forum zu programmieren könnte ich nicht.
...Und manche Leute diskutieren auch einfach gerne Wink

Grüße
_________________
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EricPoehlsen



Alter: 30
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Beiträge: 362
Wohnort: Regensburg

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 15:50    Titel:

Ich denke, es dürfte nicht leicht sein, tatsächlich fixe 'Epochen' zu definieren - vielmehr könnte man das VRT Modell um ein 'Techlevel' oder verschiedene Technologieaspekte erweitern - Sehr toll wäre es, wenn man daraus vielleicht sogar ein Icon-basierndes System erstellt.

Aspekte die man betrachten könnte:

Grundlegendes Setting
Magie - Verbreitung und Stärke
Rassen - in verschiedenen Abstufungen
Technologien: Alchemie/Chemie, Mechanik/Physik, Schwarzpulver, Dampfkraft, Medizinische Niveau, Elektrizität, Computer ... (kommt darauf an, ob man ein universelles System erstellt oder eher eines, das nur Fantasylarp abdeckt...)
Ambientelevel
Cinematiklevel
Regelwerk
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Nount



Alter: 27
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Wohnort: Osnabrück und Beckum

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 16:15    Titel:

Hmm ... ich sehe das etwas zwiespältig.

Bei vielen Ländern ist die Einordnung vermutlich schwierig, so dass man auch gleich einen ganz eigenen Text schreiben kann. Denn das Setting ist ja oftmals sehr komplex ... und wenn man sich schon die Mühe macht, genau über das Setting des eigenen Landes nachzudenken, um es einordnen zu können, ist man nicht mehr weit von der Arbeit, die ein selbsterstellter Text macht, entfernt, und diese Arbeit wäre wohl oft individueller und damit aussagekräftiger.

Wer sich die Arbeit des Nachdenkens aber nicht machen will, dem ist die Betrachtung des Modells vermutlich auch schon zuviel Aufwand.
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Entspanne dich.
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Trudle durch die Welt.
Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)
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EricPoehlsen



Alter: 30
Anmeldedatum: 20.01.2011
Beiträge: 362
Wohnort: Regensburg

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 16:15    Titel:

Das könnte dann vielleicht so aussehen...
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Cassadore



Alter: 19
Anmeldedatum: 03.04.2011
Beiträge: 1

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 17:21    Titel:

Ich finde die Epochen sollten nur die Technologie betreffen und villeicht auch Magie. Sonst wird es zu kompliziert.

Ich könnte mir vorstellen das die Epochen gleichmäßig veteilt werden und sich an reelle vorbilder orientiern.

z.B. Fantasy-Epochen
E 1-3 Frühmittelalter
E 4-7 Hochmittelalter
E 8-10 Spähtmittelalter
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Justav




Anmeldedatum: 25.09.2009
Beiträge: 1326
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 19:09    Titel:

ME ist die Idee unsinnig; welche "Epochen" solles denn im Fantasy-LARP geben?
_________________
So long

Justav
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EricPoehlsen



Alter: 30
Anmeldedatum: 20.01.2011
Beiträge: 362
Wohnort: Regensburg

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 19:34    Titel:

Ich finde die Bezeichnung 'Epochen', wie schon erwähnt, auch eher suboptimal. Die Frage ist eher, ob man bestimmte Parameter definieren/quantifizieren kann - etwa zum Techlevel und Magielevel.

Betrachtet man die reale Historie, so ist das Techlevel ja auch nicht immer steigend, es gibt immer wieder Funde aus der Antike, die technisch und wissenschaftlich höher stehen als im Mittelalter.

Wenn man jetzt diese 'Epocheneinordnung' noch mit ein paar zusätzlichen Aspekten aus dem VRT-Modell garniert und vielleicht noch weitere wichtige Punkte wie Kampfdichte, Plotdichte mit unterbringt hätte man die Möglichkeit auf einen Blick zu sehen, was auf einem bestimmten Con geboten sein sollte und ob ich mit Charakter X dort hin möchte oder vielleicht auch nicht.
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Cartefius



Alter: 32
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Beiträge: 4532
Wohnort: Bielefeld

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 20:44    Titel:

Ich sehe das Problem solcher Klassifizierungen darin, dass es sehr oft entweder an den Kenntnissen oder dem Willen fehlt, sie umzusetzen.

Denn wenn eine Orga weiß, was sie will, ist doch so ein Hintergrundtext in einer halben Stunde geschrieben, egal ob man nun eine historische Epoche nennt (1000-1500) oder Vorlagen anführt ("So wie bei 'Ivanhoe' oder 'Excalibur'"). Ich unterstelle aber mal, dass sehr viele Larper überhaupt nicht genau definieren können was sie wollen, sondern nur maximal grob sagen können, was sie nicht wollen. Wie häufig hört man, dass Leute ihren Con "mittelalterlich" haben wollen, nur um dann erst nach längerer Diskussion herauszufinden, dass damit eigentlich "Kein Schießpulver" gemeint ist. Oder wenn Leute über die Unmöglichkeit neuzeitlicher Kostüme räsonieren, aber gleichzeitig Hobbit-Kostüme wie beim HdR toll finden, weil sie einfach die Epoche nicht erkennen.

Und selbst wenn: Am Schluss hat man einen fein abgestimmten Zahlencode, den aber maximal 30% der Leser auf Anhieb verstehen, während man auch genausogut einen Text schreiben (oder aus entsprechenden Versatzstücken zusamenkopieren) könnte, den alle verstehen.

Dazu frage ich mich oft, ob nicht eigentlich in vielen Fällen doch nicht die Stilrichtung, sondern die Qualität eines Kostüms entscheidet, und ob man mit einer allzu engmaschigen Festlegung nicht wieder genau die Falschen trifft. Da besteht halt schon die Gefahr, dass wenn man "mittelalterliches Ritterturnier" schreibt, der super Hollywood-Ritter zuhausebleibt, weil er sich mit seinen Fantasy-Ailettes und seiner Frührenaissance-Platte fehl am Platz sieht, während der Gallileo-Gucker mit Spaltlederrüstung freudestrahlend hingeht, weil er sie ja auch auf einem "Mittelalter-Spektakulum" gekauft hat.
_________________
Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot
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Alex
Moderator


Alter: 33
Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 11083
Wohnort: Wahlhesse mit Ruhrpottherkunft

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.04.2011, 23:33    Titel:

Ich finde die Idee erstmal nicht schlecht. Und ich hätte auch nichts dagegen, dass ganze ins VRT-Modell einzugliedern, wenn etwas sinnvolles und passendes zustande kommt. Dazu müsste ich aber anmerken, dass irgendwelches Zahlenskalen absichtlich nie ihren Weg in das Modell gefunden haben, weil man bei mehr als 3 Abstufungen von sowas der menschliche Geist schwer tut, die Übersicht zu behalten. Und ich würde auch von Zahlen wieder Abstand nehmen, weil die Assoziation zwischen denen und Eigenschaften immer schwer ist. Low-, Mid-, High- etc. Aber ob man hier eine solche Skala überhaupt gebrauchen kann, darüber bin ich mir unschlüssig. Dazu später mehr.

Die Frage wäre aber eher, was wir da einteilen wollen. Von einem "Techlevel" in dem Sinne würde ich da gar nicht mal reden. Das passt IMHO nicht ganz, außerdem unterteilt das VRT-Modell unter dem Fantasy-Level schon grobe Technologie-Bereiche. Der Name "Epoche" passt auch nicht ganz, kommt meiner Meinung nach der Sache schon näher. Vielleicht könnte man von "kulturellen und epochalen Anlehnungen" reden. Ein treffender Name ist gerne willkommen, aber im Moment wäre das das einzige, was mir dazu einfällt.

Wenn wir zumindest sinngemäß aber dabei bleiben wollen, wird es unheimlich schwierig. Mir fallen jeden Menge Beispiele ein, wo Einflüsse von mehreren Kulturen und Epochen auf ein Volk in einem Setting vereint sind. Und dann haben viele Settings noch mehr als ein Volk, die sich gerne eben durch diese Einflüsse von Epochen und Kulturen unterscheiden. Um das Problem mal genauer zu erläutern, erläutere ich einfach mal die Idee, die mir zu dem ganzen gekommen ist.

Man bräuchte ja erstmal eine Sammlung fantastischer und realer Epochen und Kulturen, die als Vorlagen dienen könnten. Wobei ich zum besseren Verständnis mich erst einmal an realen Epochen und Kulturen orientieren würde. Dann kann man überlegen, was fehlt und möglichst generische Epochen (Gibt es sowas überhaupt?) und Kulturen hinzufügen. Generisch deswegen, weil ich bezweifle, dass viele selbst bei bekannteren Fantasyvorlagen viel mit den Kulturen, geschweige denn mit den Epochen anfangen können. Oder weiß einer aus dem Kopf, wodurch welche der einzelnen Kulturen im zweiten Zeitalter von Mittelerde geprägt war? Auf der anderen Seite sind viele der Kulturen ja bereits an reale Angelehnt. Die Reiter von Rohan zum Beispiel eher an die nordischen Kulturen, viele andere Fantasykulturen sind an das europäische Mittelalter angelehnt etc. Also erstmal an den realen Vorbildern orientieren und dann noch schauen, ob noch jemand was vermisst.

Bei Epochen müssten also so Sachen wie das Mittelalter, die Antike etc. vertreten sein. Bei Kulturen Europa (Sehr weit gefasst), Griechenland etc. Zusammengebaute Konstrukte wären dann "das europäische Mittelalter" oder "das antike Griechenland" etc. sein. Damit könnte eine Orga sagen:
"Wir lehnen uns kulturell und epochal an das europäische Mittelalter an."

Damit hätte man schonmal eine Hauptrichtung. Damit kommt man IMHO aber noch nicht weit. In der Sekunde, wo man Elemente aus zwei Epochen/Kulturen nimmt, wird das ganze sehr wage. "Wir lehnen uns kulturell und epochal an das europäische Mittelalter und das antike Griechenland an" kann so ziemlich alles und nicht bedeuten. In Bezug auf welche Dinge werden welche Elemente aus den beiden entnommen? Und ich fürchte an dieser Stelle versagt fast jede Einteilung, ohne so granular werden zu müssen, dass es kaum noch anwendbar ist. Sicher könnte man das ganze jetzt in Richtungen wie Kleidung, Waffen, Technologie, etc. unterteilen, aber das wird schon eine ganze Menge. Wenn man dann noch zwei oder mehr Völker in dem Setting hat, die auf der Con aufkreuzen können, wird das ganze wahrscheinlich ein Roman.

An der Stelle fürchte ich, kann eine Orga nur eine Landes-/Völkerbeschreibung auf der Website machen und wirklich in einem längeren Text aufzählen, was sie sich alles bei sich, auch von außerhalb, vorstellen kann und möchte.

Ich hab meinen Gedankengang jetzt aber dennoch mal ausführlich aufgeschrieben, in der Hoffnung, dass jemand da was aufgreift und sagt "Hey, so geht das doch ganz einfach." Smile

Ich wüsste leider weniger, wie.

Grüße,
Alex
_________________

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Kelmon



Alter: 32
Anmeldedatum: 24.01.2009
Beiträge: 7466
Wohnort: Saarbrücken

BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.04.2011, 01:27    Titel:

Erstmal vorweg: Epoche finde ich als Bezeichnung ebenfalls als ungeeignet. Für mein Posting nenne ich es einfach mal vorläufig "StilGruppe", bis jemandem ein besserer Name einfällt.

Mein Ansatz wäre hier, sich auf bekannte RassenKlassenKlischees zu berufen, Berufe weitestgehend freizustellen, dafür aber eben den "Stil" klar einzugrenzen. Hier würde man frei aus historischen und phantastischen Stilen wählen, wobei fantastische Stile dann zum Einsatz kommen, wenn es historische nicht gibt. (Beispiel: Wenn man die Stilgruppe "Landsknechte" hat, braucht man keine "Landsknechte nach Warhammer"). Die Ausrüstung bzw. der "techlevel" sollte dabei aus den Klischees abzulesen sein. Wenn eine Orga eben nur Stilgruppen des Altertums und Frühmittelalters als erwünscht deklariert, wären Feuerwaffen beispielsweise implizit unerwünscht, auch wenn der Wikinger sich theoretisch die Muskete mitbringen könnte.

Diese StilGruppen könnte man dann über ein Bekleidungsbeispiel (1x Männlich, 1xWeiblich) verdeutlichen, das dann auch als "icon" in einer Coneinladung erscheinen könnte.

Nur als Beispiel will ich mal historisches rausgreifen. Das Mittelalter würde ich z.B. in "Frühmittelalter" (Bild: Wikinger o.ä.), "Hochmittelalter" (Bild: Leute in Sackartiger 1250er Klamotte), "Spätmittelalter I" (Bild: Doublets und Schamlatzhosen bei Männern, Frauen entsprechend), "Spätmittelalter II" (Bild: Landsknechte und -mägde).
Um Mißverständnissen vorzubeugen: All das versteht sich jeweils als "...mittelalterartig", umfasst also auch stilistisch ähnliche Fantasykostüme. Rohansche Kleidung aus den HdR-Filmen fiele beispielsweise sicher unter "Frühmittelalter"

Aber wie gesagt müssen diese StilGruppen keinesfalls irgendetwas mit zeitlicher Abfolge zu Tun haben. So könnte es eine Gruppe "Klassische magieanwender" (Bild: Magier und Hexe), eine StilGruppe Elfen (Bild: Hochelf und Waldelfe) oder auch eben die StilGruppe "Mantel & Degen" geben (Bild: Musketier und Piratin)

Ein Problem hierbei, das natürlich dem einen oder anderen Aufgefallen sein könnte: Was, wenn ich zwar Waldelfen, aber keine Hochelfen mag?
Dafür sind StilGruppen zugleich immer auch Obergruppen. Um bei den Elfen zu bleiben: Ich kann eben die Obergruppe "Elfen" nehmen, oder ich nehme die Untergruppe "Waldelfen" (Bild: Ein Waldelf und eine Waldelfe), aber eben nicht die Untergruppe "Hochelfen" (Bild: Ein hochelf und eine Hochelfe").

Für eher "offene" Cons, oder wenn man den Ausschluß nicht so streng handhaben will, kann eine Orga auch einfach so vorgehen, daß sie nicht die "erwüschten StilGruppen" angibt, sondern in "Besonders passend" und "eher unpassend" einteilt. Dann wäre beim großen Elfencon die StilGruppe "Elfen" eben besonders passend, die StilGruppe "Zwerge" unpassend - und der Rest eben..."okay"

Da das Ganze ja schon eine Art Baukastensystem ist würde ich es auch nicht ausschliessen, daß das frei von Orgas mit eigenen Stilen erweitert werden kann, also nicht notwendigerweise von tag 0 an alle StilGruppen festschreibt. Vielleicht fängt man mit StilGruppe "Tierwesen" an, aber eine Orga hält es irgendwann für sinnvoll, hier zwischen Ziegenwesen und Tigerwesen zu unterscheiden.


Zu guter Letzt wäre hier natürlich die Frage nach dem "warum überhaupt". Meiner Meinung nach hätte das gleich mehrere Vorteile:
- Ich gehe nicht auf eine Con mit unpassendem Charakter
- Auf der Con, zu der ich gehe, laufen weniger unpassende Charaktere rum
- Und vielleicht am wichtigsten: Es regt Orgas, die sich vorher nie Gedanken dazu gemacht haben, vielleicht dazu an, sich mal gedanken dazu zu machen, was denn für ihren Hintergrund passend wäre. Leider passiert es mir doch oft, daß die Orgas nicht mal wissen, was denn auf ihren Cons nun stimmig wäre. An der stelle hapert es eben auch bei den textuellen Beschreibungen häufig. Aber wenn man nunmal "gezwungen" wird, sich bestimmte Elemente rauszusuchen...
_________________
LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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stephan_harald



Alter: 43
Anmeldedatum: 18.12.2007
Beiträge: 1546
Wohnort: Essen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.04.2011, 06:53    Titel:

Solche Klassifiezierungen haben leider keine Durchsetzungskraft, ähnlich wie das VRT Modell. Ich sehe es auch nicht als so zwingend an.

Leute wenn ihr unsicher seit, fragt doch die CON-Orga. Wenn ihr selber die Orga seit, so legt es doch für euch fest und schaut in die Charakterunterlagen.

Ich für mich lehne Schwarzpulverwaffen komplett ab, mit Ausnahme grosser Kanonen die reine Show sind. Ich mag auch eher weniger. Barock Charaktere.

Stephan
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