Thema: Latex,Farbe,Lack WIE jetzt?
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Falodor
Alter: 29 Anmeldedatum: 27.07.2010 Beiträge: 22 Wohnort: Hamburg
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Direktlink | Verfasst am: 01.08.2011, 23:15 Titel: Latex,Farbe,Lack WIE jetzt? |
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Moin Liebe Bastler !
Ich bin recht neu in diesem Hobby, war jedoch schon immer ein Bastler....
da ich nun auch auf das Hobby Larp gekommen bin lag es auf der Hand das ich mir selbst etwas basteln wollte. nun Habe ich begonnen mir einen Schild (Rundschild 80cm) mit Buckel zu basteln . Anleitungen hierfür habe ich auch reichlich bekommen jedoch gibt es da EIN problem....
In denn meisten Anleitungen heißt es da immer " SO und nun nurnoch Latexen, Farbe drauf und Schutzlack drüber" oder eben ähnlich ungenaue beschreibungen. Da ich jedoch glaube das es sooo einfach nicht sein kann und Bruchstückhaft auch schon von Latexkrebs ect. gelesen habe hätte ich gleich einige fragen zu diesem thema.
Wahrscheinlich gibt es irgendwo schon einen thread der dieses thema behandelt jedoch finde ich ihn nicht...habt bitte ein nachsehen mit mir.
Ich habe aus Beruflichen Gründen Viel mit Flüssigkunststoffen zu tun und hätte da auch möglichkeiten jedoch scheitert es da an der Färbung.
Also Latex:
Was für eine Tropfzeit hat Latexmilch?
Wie bzw. in wievielen Schichten trage ich auf?
und in Wievielen trage ich den Schutzlack auf?
Was Ist das für ein Schutzlack?
Wie Färbe ich Latex und ab welcher Schicht tue ich das?
Welche Produckte könnt ihr empfehlen?
Wieviel Latex/Farbe(Grundfarbe des Schilds)und Schutzlack benötige ich für mein Schild?
Ich würde mich riesig über Antworten, Ideen oder auch auf denn Verweis auf bestehende Seiten freuen und sag schonmal DANKE an alle! |
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inLarp

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Klaufi

Alter: 24 Anmeldedatum: 10.03.2009 Beiträge: 2304 Wohnort: Dresden
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Direktlink | Verfasst am: 02.08.2011, 00:43 Titel: |
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Also Latex hat keine Tropfzeit, da das sehr Temperaturabhängig ist. Im Winter kann das Stunden dauern, im Sommer oft nichmal ne Halbe, bis man weiterarbeiten kann. Außerdem härtet es nicht aus, sondern trocknet, also das Wasser und co. verdunstet und das eigentliche Latex bleibt übrig und verbindet sich (berichtigt mich, wenn ich falsch liege). Beim Latexen von Larpwaffen arbeite ich meist mit etwa 7 Schichten, je nachdem, wie dick die Schichten sind, können es aber auch schonmal 10 oder mehr werden. Als erstes trägt man meist 2-3 Schichten pures Latex auf, darauf kommen dann 2-3 Schichten schwarzes Latex, wobei sich hier das Mischverhältnis 1:5 bis 1:10 mit Abtönfarbe auf Acrylbasis bewährt hat. So kann man Latex übrigens generell gut färben, Abtönfarben und Acrylfarben sind da die Favoriten. Man muss eben bedenken, dass das Latex immer mehr die Eigenschaften der Farbe annimmt, je mehr man davon hineintut. Und da muss dann der Kompromiss aus Elastizität und Deckkraft stimmen. In der Regel entscheidet man sich aber für mehr Elastizität und macht dann dafür mehr Schichten. Zuletzt kommen die Schichten in der eigentlichen Farbe, auch so 2-3 Schichten, bis es eben ordentlich deckt. Dann kann man auch noch ein paar schöne Effekte verwenden wie Trockenbürsten und Tuschen mit dunklen, stark verdünnten Farben. Der Schutzlack ist meist eigentlich Bootslack, den man in den meisten Larpshops bekommt, wo man auch die anderen Baumaterialien bekommt. Diesen kann man in 1-2 Schichten auftragen und sollte das Objekt je Schicht mindestens einen Tag auslüften lassen (auch beim Verarbeiten gut lüften oder draußen arbeiten). Einige sind der Meinung, dass man erst einige Tage nach dem Latexen die Schutzschicht auftragen sollte, damit das Latex erstmal ausdünsten kann, bei mir hat es aber auch schon ohne gut geklappt. _________________
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Falodor
Alter: 29 Anmeldedatum: 27.07.2010 Beiträge: 22 Wohnort: Hamburg
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Direktlink | Verfasst am: 02.08.2011, 17:05 Titel: |
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Hi und Danke Klaufi !
genau solch eine Antwort hab ich mir gewünscht...das hilft mir schonmal echt weiter... Danke.
Wie ist das mit dem Bootslack gemeint? Ich habe nämlich nen laden um die Ecke da gibt es so einiges an Farben bzw. Lacken.
Kannst du mir evtl. noch sagen wo man alle zutaten am besten kauft? hab gehört Andeswelt sei in ordnung.
Wieviel Liter Latex werde ich brauchen um Mein Schild Voll mit Latex zu überziehen? ich dachte so an 2 Liter vom gefühl her aber bei all denn Schichten....
Ich habe mal einen Versuch mit einem Flüssigkunststoff aus dem Bereich der Dachabdichtung gemacht. Da ich so gut wie kostenlos rankomme. Das Zeug Heißt QuiTex und wird für Problemstellen mit unterschiedlichen Ausdehnungen und Materialbeschaffenheiten genutzt, ist lösungsmittel und weichmacherfrei, natürlich Wasserdicht, UV beständig, Rissfest, elastisch und Abriebfest. Habe es auf einem Stück Isomatte ausprobiert und muß sagen das es sich fast so anfühlt wie meine gekaufte Waffe es ist etwas Härter bzw. nicht ganz so elastisch wie Latex ich kann das Isomattenstück aber Problemlos knittern,falten,ziehen und würgen ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Nur die Farbe halt... Es ist in Metalloptic hergestellt und hat etwa die Farbe meines Schwertes jedoch weiß ich nicht wie ich es umfärben kann da die Basis auf der der Kunststoff Arbeitet nicht verzeichnet ist (wollt ich mich noch schlaumachen) Hat denn jemand von euch schon mit anderen Mitteln experimentiert oder hat sich Latex als das "Einzig Wahre" herausgestell??
würde mich sehr über Antworten freuen! _________________ Der Grad zwischen Mut und Übermut is so schmal das ich glaube ich wandere auf Beiden |
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substanz

Alter: 32 Anmeldedatum: 04.10.2007 Beiträge: 809 Wohnort: Hannover
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Direktlink | Verfasst am: 02.08.2011, 18:42 Titel: |
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Hi!
Das sind doch mal vernünftige Fragen, da antwortet man ja gerne
Isoflex ist eigentlich der Renner unter den versiegelnden Abschlußschichten. Der ist für die Versieglung von Beton hergestellt (z.B. Terassen), ein einkomponentiger PUR mit jeder Menge Lösemitteln, farblos transluzent. Der von dir erwähnte Kunststoff klingt soweit erstmal als könnte man mit dem aber auch was anfangen, nur die Topfzeit ist etwas kurz. Vielleicht als Alternative zum Latex, wenn du ihn nur metallisch eingefärbt bekommst. Die silbernen Pigmente für Latex sind übrigens auch alle aus Aluminium. Also das gleiche Material, vielleicht sind sie etwas kleiner. Latex ist vom Preis-/ Leistungsverhältnis einfach das Sinnigste. Außerdem ist er sehr vielseitig und lässt sich beinahe so problemlos behandeln wie Acrylfarben.
Vor "Latexkrebs" (ein Begriff, den nur LARPer kennen) solltest du dich nicht zu sehr fürchten. Man sollte die entsprechenden Polsterwaffen nicht in der prallen Sonne lagern und weder mit Mineralöl noch mit fiesen Lösemitteln (IPA geht) behandeln. Ansonsten sollte man sich darüber im klaren sein, dass Polsterwaffen ein Verschleißartikel sind und man alle Jubeljahre neue braucht. Dann ist alles in Butter.
Kann ich dir irgendwie eine kleine Probe von dem Material abschwatzen?
lg
sub _________________ Elfen haben spitze Zungen. |
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inLarp

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Thema: Latex,Farbe,Lack WIE jetzt?
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