| << Umsetzung: Tarndecke / Tarnumhang - Schäumen >> |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 18:49 Titel: Metall-Streitkolben selber bauen...wie? |
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Hallo leute!
nachdem ich google und diverse boardsuchen für 3 tage traktiert und nichts gefunden habe wollte ich mal bei euch anfragen...
Folgenes Projekt: Will mir einen DEKO-streitkolben AUS METALL ( ggf mit holzkolben wenn nicht anders möglich ) bauen. der kopf sollte aus 4 siebeneckigen sternen bestehen. die metallplatten für die sterne ( 14cm außendurchmesser ) haben eine stärke von 2mm. diese sollen jeweils im 45° Winkel zueinander im kopf verankert werden sodass sie von oben betrachtet ein perfektes achteck ergeben.
die frage ist: wie befestige ich die flachen "sterne" im kopf ohne das des wackelt oder klappert? reicht es wenn ich den kopfbereich ( 20-25mm stark ) 4fach einschneide und die platten ineinander verkeile?
es sollte ein möglichst authentischer kolben werden also bitte keine schweißgeräte, kleber o.Ä. . schmiede steht mir zur verfügung wenn das helfen sollte.
mit sternenförmigem kopf versehen entspricht http://d30u0kofcv45jk.cloudfront.net/E51879/E51879_1.jpg am ehesten meinem entwurf.
werde den bauvorgang später als anleitung online stellen falls gewünscht.
Danke im Voraus!
gehabt euch wohl
KdK _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
Da hängen Freud und Tränen dran
Was kümmert euch denn mein Gesicht
Ich brauche euer Mitleid nicht |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 19:12 Titel: |
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Ich denke für einen authentischen Streitkolben ist die beste Alternative den Kopf in einen Stück (Guß) herzustellen und den Schaft dann eben mit diesen durch ein entsprechendes Führstück zu verbinden. Die einzelnen Blätter gesondert anzubringen hört sich für mich erst einmal schwierig an.
Aber...dass hier ist eigentlich ein Larpforum. Denkst du nicht dass die Frage auf einen Mittelalter und/oder Schmiedeforum besser aufgehoben wäre?
Edit: Zur Verdeutlichung der Gußform siehe hier
Sieht natürlich bei weiten nicht so böse aus wie das von dir gezeigte Exemplar. |
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Nount

Alter: 27 Anmeldedatum: 08.06.2007 Beiträge: 1866 Wohnort: Osnabrück und Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 19:18 Titel: |
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Nur zur Sicherheit: Dir ist schon klar, dass das von dir gezeigte Teil eine Schaumstoffwaffe ist, ja? Und dass im Larp generell Schaumstoffwaffen benutzt werden und sich hier daher eher wenige mit Metallwaffen auskennen? _________________ Entspanne dich.
Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt.
Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky) |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 19:21 Titel: |
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ja ich weiß das der link zu einer schaumstoffwaffe führt...aber es ging ja nur um die grobe form...
hab das hier gepostet weil ihr scheinbar als communiity nen riesiges know-how habt was metallverarbeitung angeht. dachte das sich das nicht nur auf rüstungen und schilde beschränkt sorry _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
Da hängen Freud und Tränen dran
Was kümmert euch denn mein Gesicht
Ich brauche euer Mitleid nicht |
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inLarp

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Nount

Alter: 27 Anmeldedatum: 08.06.2007 Beiträge: 1866 Wohnort: Osnabrück und Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 19:29 Titel: |
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Die Rüstung machen die allerwenigsten Larper selbst und die Schilde bestehen nicht aus Metall
Aber vielleicht weiß ja trotzdem jemand was. _________________ Entspanne dich.
Lass das Steuer los.
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(Kurt Tucholsky) |
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Nitram
Alter: 24 Anmeldedatum: 09.09.2009 Beiträge: 84
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 19:57 Titel: |
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Hey, also ich würde wohl nen Metallrohr nehmen, welches den Innendurchmesser des Schaftes hat, dort dann soviel Schlitze reinmachen wie ich "Blätter" anbringen will und sie auf der Innenseite des Rohres dran "punkten"... (was allerdings wieder unter schweißen fällt)
dann glatt schleifen und einfach draufstecken, evtl noch mit nem Stift sichern.
ich halte 2mm übrigens für ziemlich dünn -> unauthentisch
lasse mich da aber vom Gefühl leiten |
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Belegond

Alter: 27 Anmeldedatum: 26.07.2009 Beiträge: 56 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 20:01 Titel: |
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Ich mache meine Rüstungen selbst, aber Plättnern hat auch wenig mit Waffenschmieden zu tun. Das tu ich zwar auch ein bisschen, aber natürlich nicht für´s Larp (nur Essmesser und dergleichen).
Ein solcher Streitkolben wurde im Mittelalter eigentlich immer durch Feuerverschweißen gebaut. Die Blätter wurden an den Stiel in sehr heißem Zustand (beide!) durch schwerer, aber präzise Hammerschläge angeschweißt. Das geht mit heute üblichem Stahl kaum noch, da dieser nicht mehr die Verunreinigungen hat, die mittelalterlicher Stahl aufwies, und die als Flussmittel dienten.
Ich würde also schon zum Schweißgerät raten. Du musst halt dann hinterher die Schweißnähte so gut verschleifen, dass man sie nicht mehr sieht. Gegossen wurden eigentlich nur frühere Kolbenköpfe aus Bronze, bis zum 14. Jahrhundert etwa, danach wurden diese von den Vollstahl-Kolben so ziemlich verdrängt.
Gruß, Peter _________________ Gewisser Freund, erprobtes Schwert
ist in Nöten Goldes Wert. |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 20:22 Titel: |
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danke für die anregungen leute
habe gerade noch einen tipp bekommen:
den kolben einschneiden, die blätter drin verkeilen und oben mit einem metallband sichern...ich denke das werde ich so erstmal ausprobieren...kann aber etwas länger dauern da ich am sonntag aus beruflichen gründen für 4 wochen weg muss
sobald ich das ausprobiert habe melde ich mich wieder  _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
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inLarp

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Awatron

Alter: 29 Anmeldedatum: 16.06.2010 Beiträge: 3715 Wohnort: Salzburg
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 20:29 Titel: |
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Ein gegossener Kopf der auf einen Holzschaft gesteckt wird authentisch? Für alle Epochen oder wie? _________________ -Warum isst der jetzt einen Apfel?
-Der ist ein Vampir, Mann! Der kann machen was er will! |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 20:52 Titel: |
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okay ich denke es wird am ende doch auf punktieren hinauslaufen da das stahlband nicht stabil mit der sternform verbunden werden kann...aber erstmal hab ich eingesehen das 2mm wirklich VIEL zu dünn ist um ANSATZWEISE authentisch auszusehen : danke Nitram...habe mich da wohl "etwas" verschätzt
werde mir wohl oder übel dickere platten (~8mm) besorgen müssen...aber wie dick müsste der schaft dann sein? dachte da dann an ca. 50mm am oberen ende damit das stabil ist... _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
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Nitram
Alter: 24 Anmeldedatum: 09.09.2009 Beiträge: 84
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 21:02 Titel: |
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hehe^^
naja 50 fürn Schaft, halt ich, für zuviel.
Tendentiell würd ich, auf die Stärke von nem Besenstiel oder noch bissel mehr, zu bewegen... |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 21:14 Titel: |
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ja ich meinte auch 50mm oben und unten so 30-35mm...dann würde das auch noch relativ gut un der hand liegen denke ich
EDIT: bin gerade zu dem schluss gekommen das ichs mir doch relativ einfach machen werde...die dicken stahlplatten werden an eine art " haube " angeschweißt ( ) und die wird dann einfach über einen passenden schaft gesteckt und dann unten angeschweißt ( ) ... anschließend werden die schweißnähte tuschiert und fertig...klappt das?  _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4533 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 21:47 Titel: |
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Gegossene Köpfe sind durchaus historisch belegt, gehören aber eher zu den älteren Modellen der Streitkolben mit Köpfen aus Bronze:
http://www.reenactment.de/reenactment_start/reenactment_startseite/bilder___pictures/bilder_ausrustung/bilder_bewaffnung/Streitkolben.JPG
Streitkolben in der Machart, die du beschreibst, sind hingegen später, aus dem Spätmittelalter oder der Renaissance:
http://pics.myarmoury.com/view.html?gothicmace1480_a.jpg
Diese Waffen sind von der Konstruktion her ziemlich komplex, ich meine mich aber erinnern zu können, dass da die Endkappe des Kopfes oft aufgeschraubt war, was eventuell für eine ineinandergesteckte Konstruktion aus einzelnen Lamellen sprechen würde, ansonsten würde ich generell davon ausgehen, dass die Dinger aus Haltbarkeitsgründen wohl feuerverschweißt waren, wie es für viele andere Waffenköpfe auch üblich war. |
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KarlDerKetzer

Alter: 23 Anmeldedatum: 04.01.2011 Beiträge: 9 Wohnort: Fulda
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 22:22 Titel: |
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das das historisch belegt ist ist mit bewusst...aber gegossene köpf kann man ja im internet erwerben...ich wollte mir was maßgeschneidertes machen...
das mit der verschraubung ist eine gute idee die fließt erstmal mit ein
muss aber erstmaml alles skizzieren, abzirkeln und messen...aber wozu hat man denn blockunterricht fern der heimat?  _________________ Was gehn euch meine Lumpen an
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7468 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 04.01.2011, 23:47 Titel: |
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Nebenbei will ich nur davor warnen, daß Du Dir das Ding zwar an die Wand hängen darfst, nicht aber in der Öffentlichkeit (z.B. auf einer Mittelalterveranstaltung) rumtragen solltest, sofern das Dein Plan war.
Zwar wird ein solcher auf derartigen Veranstaltungen meist wohlwollend geduldet, aber anders als ein stumpfes Schwert fällt ein Streitkolben (der, solange man ihm keinen Gummikopf überzieht, nichts von seiner Funktion als Waffe verliert) unter das Waffengesetz als Schlagwaffe. Und ja, das (Metallstreitkolben vs. stumpfes Metallschwert) ergibt nicht viel Sinn, ist aber so.
Hierüber haben wir uns damals, als ich noch einem MA-Verein angehörte, bei unserem Innenministerium gut informiert. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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