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Thema: Metallwerte im Mittelalter


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Kelmon



Alter: 31
Anmeldedatum: 24.01.2009
Beiträge: 6535
Wohnort: Saarbrücken

BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 21:00    Titel:

frankdark hat Folgendes geschrieben:
Ich schaue auf das 9 Jahrhundert.
hier sind die diverenzen der liste recht gering.
also abweichugnen auser bei ausnahme erscheinungen weit unter 10%

Ja, wenn man einen einzigen Datenpunkt (845) betrachtet divergiert da recht wenig. Wer hätte das gedacht?

Zitat:

Und meine Aussage konnte niemand wiederlegen!

Was Leander sagt.

Zitat:
Ein Satz Eisenhufe einen Recht hohen Materielwert hatten und daher einen Wert von 2000-5000€
Was dem Lohn eines Tagelöhner zur damaligen Zeit entspricht.
Wenn man ihn mit einem Harz IV empfänger gleichsetzt.

Du kannst nicht einfach alle gesellschaftlichen Unterschiede von 1200 Jahren beiseitefegen und dann annehmen, daß Du da irgendwas an Löhnen vergleichen kannst bzw. irgendwelche brauchbaren "Umrechnungskurse" findest. Du kannst genausogut irgendeine Zahl erfinden, das ist dann vermutlich genauso richtig.

Bislang beruht Deine Einschätzung auf einem zeitlich variablen Eisenpreis, einer sich langsam abwertenden Währung, einem ins Blaue hinein geschätzten Hufeisengewicht, der Annahme, daß ein angegebener Eisenpreis mehr als regionale Bedeutung hat, daß man ihn einfach so für ein verarbeitetes Produkt so verwenden kann (sowohl teurer als auch billiger ist denkbar), der scheinbaren Vergleichbarkeit Tagelöhner <-> Hartz IV und damit zusammenhängende Währungskonversion.
_________________
LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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Capitalization is the difference between helping your Uncle Jack off a horse &
helping your uncle jack off a horse.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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stephan_harald



Alter: 43
Anmeldedatum: 18.12.2007
Beiträge: 1470
Wohnort: Essen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 08:47    Titel:

Hach es ist Freitag und da ist er wieder unser beliebter Frankdark der Woche oder auch: Wie labere ich eine Menge Unfug und versuche dies noch als irgendwie belegt zu verkaufen.

Lieber Frankdark, ich wohne wir man unschwer erkennen kann im Ruhrgebiet und zum Thema Eisen kann ich Dir daher ein paar Punkte sagen:

1.) um 1000 nChr. rum war Eisen auch kein besonderes Luxusgut, genauso wenig wie es Metalle waren. Es wurde halt spärlicher verwendet. Nicht weil es so super teuer war (sonst wären ja Schmiede irgendwann die Fürsten der Länder gewesen), sondern weil man es nicht in den Mengen abbauen konnte.

2.) Schauen wir uns mal dein unsagbar teures Eisen doch an. Zunächst mal ist es ein Irrglauben die Wirtschaft und die Geldwerte von 1000 rum auf heute anpassen zu können.

Ein Tagelöhner verdiente oft so wenig, das es gerade für das notwendigste reichte, war er deswegen Arm weil er sich keine Axt leisten konnte? Nein war er nicht, da er ja meistens eh unfrei war und es daher keine Rolle spielte. Den interessierten mehr ob er genug Bier, Brot und ab und zu Fleisch auf den Tisch bekam. MIt einer Axt hätte er gar nicht viel anfangen können ausser diese zu tauschen.

Später wurden dann Metalle auch exzessiver gefördert. Man ging vom reinen Erzklauben zum direkten Abbau über. Stollen bei Solingen und entlang der Ruhr zeugen davon.

Sicher waren Rüstungen und Schwerter ein sehr teures Gut, aber leisten konnten sich das wohl augenscheinlich einige. Selbst unfreie hatten ja durchaus auch schon mal Rüstung am Hintern oder Metallwaffen, wenn sie ihrem Herrn in einen Kampf folgen mussten.

Soooo super teurer kann nun ja dann ein Schwert oder Hufeisen nicht gewesen sein.

Zumal das beschlagen des Pferdes ja schon vor 600 n Chrs. (mit Eisenhufeisen) gemacht wurde, und gerade bei Armeen dies gang und gebe war. Das ist also nun nichts besonders tolles und Hufeisen sind ja bekannterweise Schwundartikel. Daher: die meisten sind entweder total abgenutzt oder abgerieben, oder schlichtweg weg, wenn sie ersetzt werden. Da ist nicht viel mit Reste wieder einschmelzen.



So lieber Frank und da wir uns nun langsam in die Niederungen der VWL und BWL begeben, sei Dir mal nur eines gesagt: Deine Tabellen und Schlußfolgerungen sind kompletter Blödsinn.


Du hättest zwar Recht wenn Du rein weg von einem modernen Wirtschaftssystem sprechen würdest, dies setzt aber erst mal einen Sozialstaat mit einer Grundsicherung (oder aber einen Staat wo die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ein Einkommen hat was über der Grundsicherung liegt. ) voraus.

Schon in den sogenannten 3. Welt Ländern heute ist nämlich ein Kilo Eisen deutlich weniger Wert, als diverse andere Güter, einfach daher, weil man der einzelene aus dem Eisen nicht viel machen kann.

Deine ganten Tabellen geben auch lediglich einen Überblick wieviel etwas wohl ungefähr Wert war zu einem gewissen Zeitpunkt. Leider ist hierbei der Ort interessant. Ich bin mir sicher, das ein Kilo Eisen in Solingen weniger wert war, als zum Beispiel in Brügge.

Ebenso wird ein Sack Hafer in Soest weniger gekostet haben als zum Beispiel in Lothringen

Alles eine Frage, des Gebietes und der Lieferkosten.

Zu Zeiten des 30 oder 100 Jährigen Krieges übrigends, war ein Schwert oder eine Rüstung bei der Landbevölkerung kaum was wert, eine schlachtreife Kuh aber unbezahlbar.

Und ein Hinweis noch:
Im Mittelalter war es übrigends eh seltener das ein einzelner Geräte besass. Meistens hatte ein Dorf diese und die wurden dann entsprechend benutzt. Macht ja auch Sinn, denn ein Unfreier wird ja nicht reich durch den Besitz einer Axt (zumal die dann eh sofort seinem Herrn gehören würde), ein Unfreier wurde reich, dadurch das er Frei wurde und eigenes Land bestellen konnte (wenn er denn wusste was er tun muss)

Also lieber Frank, bevor Du noch mal so einen Unsinn schreibst: Lieber Gallileo ausschalten und ein wenig www.wikipedia.de bemühen. Da ist zwar auch nicht immer alles richtig, der Wahrheitsgehalt ist aber normalerweise deutlich höher.

Und vor Pauschalierungen erst mal kurz nachdenken, ob das nicht etwas sehr grob ist, was Du da in einen Topf werfen willst.

Bis dahin ein sehr erheiterter


Stephan
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Hana



Alter: 27
Anmeldedatum: 03.01.2007
Beiträge: 2648
Wohnort: Beckum

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 09:13    Titel:

Leander hat Folgendes geschrieben:
der Preis von Gerste ist von 2 auf 3 Pfennig gestiegen, der von Weizen von 4 auf 6 Pfennig

OT: Hast du dich vertippt? Diesen Zahlen zufolge wäre der Preisanstieg bei beiden Sorten 1/3.

verwirrte Grüße,
Annkathrin
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Liverollenspiel im Münsterland:
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Harald Ösgard



Alter: 42
Anmeldedatum: 11.01.2010
Beiträge: 5106
Wohnort: Erlangen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 15:02    Titel:

ich bin dafür die Diskussion mit Ötzi und Nessi in einen extra Thread nach 22:00 auzulagern...

Denn nennen wir dann: "Frankdark Mystery" Laughing Laughing Laughing
_________________
Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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substanz



Alter: 31
Anmeldedatum: 04.10.2007
Beiträge: 806
Wohnort: Hannover

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 17:30    Titel:

Meine Güte!
Dieser Thread ist mir so viel wert, wie vergleichsweise im Mittelalter vier mit Hufeisen beschlagene Tagelöhner, die das Dezimalsystem erfinden.

lg
sub
_________________
Elfen haben spitze Zungen.
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Leander



Alter: 22
Anmeldedatum: 03.11.2008
Beiträge: 4186
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 17:32    Titel:

Vertippt nein, lediglich die falschen Getreidesorten übernommen.
Eigentlich wollte ich Gerste und Roggen anführen.
Laut dem Link hätten wir bei Gerste eben die Entwicklung von 2 auf 3 Pfennig, bei Roggen von 3 auf 4 Pfennig.
Der absolute Zuwachs (1 Pfennig) ist identisch, der relative Preiszuwachs nicht (1/2 bzw. 1/3 vom Preis von 797 aufschlagen um beim Preis von 806 zu landen).
Danke für den Hinweis, da bin ich in der Zeile verrutscht.

P.S.: Vielleicht sollten wir Ötze und Nessi aber eine gewisse Privatsphäre zugestehen, auch wenn sie "Prominente" sind? Ich fände es jedenfalls nicht so spaßig, wenn mein Privatleben breitgetreten wird. Die Sexualpraktiken könnten aber völlig neue Erkenntnisse in der Biologie zu Tage fördern.
_________________
Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung.
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Justav




Anmeldedatum: 25.09.2009
Beiträge: 1317
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.03.2010, 17:44    Titel:

substanz hat Folgendes geschrieben:
Dieser Thread ist mir so viel wert, wie vergleichsweise im Mittelalter vier mit Hufeisen beschlagene Tagelöhner, die das Dezimalsystem erfinden.


Vor oder nach der Euro-Umstellung? Twisted Evil Wink
_________________
So long

Justav
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Ian



Alter: 22
Anmeldedatum: 21.12.2007
Beiträge: 1703
Wohnort: Vorderpfalz

BeitragDirektlink | Verfasst am: 06.03.2010, 13:43    Titel:

Justav hat Folgendes geschrieben:
substanz hat Folgendes geschrieben:
Dieser Thread ist mir so viel wert, wie vergleichsweise im Mittelalter vier mit Hufeisen beschlagene Tagelöhner, die das Dezimalsystem erfinden.


Vor oder nach der Euro-Umstellung? Twisted Evil Wink


In Euro wäre es quasi so viel, wie vier Hartz4 Empfänger mit Fabrikneuen Winterreifen, welche die Nano-Techonlogie voran treiben.
_________________
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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