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Thema: Metallwerte im Mittelalter


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frankdark



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 15:03    Titel: Metallwerte im Mittelalter

Moderator im Einsatz

Die Beiträge wurden von diesem Thread abgespalten, da sie doch arg am ursprünglichen Thema vorbei gehen. Bitte führt die Diskussion hier fort.

_______________________________________________________________


Ja buckler sind die Schilde.
Gibt sogar extra Kampfweise mit Ihnen.
Recht effektiv nur leider für larp nur begrenzt einsetzbar.


So für die zweifler:

400€ Jobber ~ 4800 Euro pro jahr
Tagelöhner dürfte man etwa mit einem 400 Euro Jobler gleichsetzen.

Pfenning war die Währung, auch wenn sie nur als Rechnerische Stütze genommen wurde und die meisten nie einen hatten.

1 Pfennig war etwa 2 Hühner wert
8 Pfenning ein Schwein
1 Pfennig war Wochenlohn eines tagelöhners
Pferd beschlagen lassen 5 Schillinge

1 Schilling ( Goldmünze ) = 12 Pfenning ( Silbermünze )

1 Pfund Silber ( damals 408g ) reichte für 240 Pfennig
Also 1,7g pro Pfenning

Der Wert war in 10 ner Schritten

1g Gold war 10g Silber und die waren 100g Eisen Wert.

Belegt:
Einfach Galileo "Woher kommt der Aberglaube beim Hufeisen"
oder Sachdinlicher
http://www.moneymuseum.com/frontend/library/texts/text.jsp;jsessionid=6A062836F22534EC2A67D323168D37E2?id=63004
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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ich



Alter: 19
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Beiträge: 1771
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 17:15    Titel:

Okay, überzeugt. Wink

Aber Galileo als Quelle wäre, als würdest du Bravo als Wissenschaftsmagazin verkaufen...
_________________
-NEIN! Ich werde auf gar keinen...
-Keks?
-Bin dabei!
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Kelmon



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 17:56    Titel:

frankdark hat Folgendes geschrieben:
Pferd beschlagen lassen 5 Schillinge

Und wo stammt diese Angabe her?
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Ian



Alter: 22
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Beiträge: 1703
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 18:28    Titel:

Leider öffnet sich bei mir auf der Seite kein Text oder ähnliches, nur ein paar Münzen im oberen Viertel.

Ansonsten bin ich wenig überzeugt, wenn Ort und Zeit der Angabe völlig fehlen.

Außerdem frage ich mich wie bei solchen heftigen Eisen Preisen irgend ein Bauer sich hätte auch nur ein Messer leisen können.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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frankdark



Alter: 31
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Beiträge: 267

BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 19:02    Titel:

Also bei unter den bildern ist ein sehr langer text
der sich sogar über mehrere seiten ersteckt vom Münzen Museum.
Also recht gut belegte Quellen.

Ein Bauer, war ein recht reicher mann
Auch schon ein Holzfäller. DIe Axt hat einen beträchtlichen Wert.

Ist auch eben aufgeführt das Gold den entsprechen 100 fachen wert von Eisen hat.

Nicht Ohne grund war früher eigendlich die Schatzkammer auch die WAffenkammer.

Wenn Raubritter oder Wikinger sagt man zwar immer das sie auf Gold und Schätze aus waren.
Aber das war meist nur das Eisen von Dörfern
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Bunkerbewohner



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 19:08    Titel:

Also Galileo zu nennen ist wohl ein Witz. Die vergleichen auch Ritter mit Samurais ohne Kultur, Mentalität und Rechtswesen zu beachten. Das ist so wie diese Sendung die mal bei Dmax lief, wenn ein Känguruh gegen eine Robbe kämpft, wer gewinnt?

In dem Link hab ich zwar Erläuterungen zum Pfennig zur Zeit Karls des Großen gefunden aber keinerlei Zusammenhang zu Eisen.
Genaugenommen taucht da das Wort Eisen nur einmal auf und das in Verbindung mit Münzfälschung.

Warum man einen 400€ Jobber mit einem Tagelöhner gleichsetzen kann ist mir auch schleierhaft. Aussagen ohne Argument sind wertlos.
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Kelmon



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 19:25    Titel:

@frankdark: Im Ganzen Text steckt aber nichts darüber, wie teuer es war, ein Pferd beschlagen zu lassen. Wo nimmst Du also eine Angabe wie "5 Schillinge" her?
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 22:33    Titel:

auch wenn ich den besagten Text garnicht erst gelesen habe, schon rein metalurgisch betrachtet mag ich nicht glauben, daß Eisen : Gold bei irgendwas um 1:100 gelegen haben soll.
Das mag bei Völkern Südamerikas theoretisch ja mal gewesen sein, aber Europa hat doch ehrheblich reichere Eisenerzvorkommen als Goldadern...

Preise unterliegen den Gesetzen von Angebot und Nachfrage.


PS: Achtung! Galileo schauen verursacht Hirnschwund! Wurde in einer Sondersendung von Pro 7 eindeutig nachgewiesen!!!
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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Bunkerbewohner



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 23:18    Titel:

Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben:
Preise unterliegen den Gesetzen von Angebot und Nachfrage.


Ob sich diese angebliche Weisheit der modernen Marktwirtschaft beliebig in die Vergangenheit transportieren lässt mag ich aber anzweifeln. Ansonsten gehe ich aber mit deinem Posting konform.
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Kelmon



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 23:27    Titel:

Ja, korrekter wäre wohl "Preise unterliegen den Gesetzen von 'Du verlangst die Preise, die wir vorgeben, oder Du warst längste Zeit Gildenmitglied'" Smile
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.03.2010, 23:54    Titel:

mit ein bischen azoziativem Denken kann man "Angebot" auch als - in der Natur vorkommend und leicht oder eben schwer zu gewinnen- verstehen und "Nachfrage" als Bedarf... Wobei Bedarf immer auch eine Frage der Konkurenz ist....Ein Steinzeitjäger hätte an Eisen keinen Bedarf, wohl aber schon an Gold....

Kann gut sein, daß ich die Slogans schlampig benutze, aber was ich meine ist ganz schlichte elementare Ökonomie. Oder wollt Ihr mir jetzt wirklich weißmachen, daß die sog. "moderne" Wirtschaftswissenschaft irgend was wirklich Neues herausgefunden hätte??? Very Happy

Eine Gilde wäre wohl kaum in der Lage gewesen einen Festpreis für Kieselsteine zu halten... Und gravierende Neuerungen im Herstellungsprozeß dürften mit Sicherheit auch im Gildenpreis Niederschlag gefunden haben.
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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 00:37    Titel:

Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben:
Eine Gilde wäre wohl kaum in der Lage gewesen einen Festpreis für Kieselsteine zu halten... Und gravierende Neuerungen im Herstellungsprozeß dürften mit Sicherheit auch im Gildenpreis Niederschlag gefunden haben.

Da Gilden keine Kieselsteine verkauft haben ist der Vergleicht aber...irrelevant? Sicherlich werden auch die Gilden erkannt haben, daß man Preise nciht ins unendliche hochtreiben kann - aber deren Antwort darauf, wie man die Nachfrage hochhielt war nunmal, das Angebot niedrig zu halten...indem man nur eine begrenzte Zahl von Handwerkern in der Stadt zuließ. Mit freier Marktwirtschaft hat das rein gar ncihts zu tun.
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frankdark



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 00:51    Titel:

sorry mir ist nen fehler unterlaufen
es war 1 Gold 10 Silber und 1 Silber 100 Eisen

die beschreibung 1 : 10 : 100
war für mich anders

Hier ein Link mit Preisen über das mittelalter
http://u0028844496.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Kaufkraft_des_Geldes


1 Pfund Eisen ( damals 408 g ) 4 Pfennig

100 g ~ Pfenning

1,1 kg x4 für 4 Hufeisen

44 Pfennig an Materialwert für die Hufeisen


Um 800
ein Kettenhemd 490 Silberdenar (820 g Silber)
ein Schwert 280 Silberdenar (478 g Silber)
ein Pferd 180-280 Silberdenar (300-478 g Silber)
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Kelmon



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 07:39    Titel:

Und wie kommst Du auf die 1,1kg Eisen pro Hufeisen?

Und woher nimmst Du den Preis für Eisen? Daß der Eisenpreis aus dem Jahr 845 höher ist als im 14. Jhd (und zwar um den Faktor 10) relativiert Deine Aussage, daß es "damals" so war ja schnell wieder.

Vom reinen Preis abgesehen wäre da natürlich noch die Frage nach dem Vergleich mit einem Tagelöhner. Sagen wir also mal, daß die Hufeisen 40 Pfenig kosten. Dann schauen wir mal in die Tabelle und sehen was ein Schwein zur gleichen Zeit kostet: 60 Pfennig. Seltsam, das klingt nun gar nicht mehr so danach als ob Eisen sooooo unerschwinglich teuer ist, oder?

Oder anders: Wer sich ein Schwein oder 20 Hühner leisten kann, kann sich auch eine Axt, das Beschlagen eines Pferdes oder sonstiges Werkzeug leisten. Das mag zwar mehr sein, als es einem Tagelöhner möglich ist, aber es ist fernab von so unerschwinglich.

Jeglicher Vergleich mit modernen Löhnen und Preisen ist ohnehin witzlos, da menschliche Arbeitskraft weit, weit höher bewertet wird als im Mittelalter.
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frankdark



Alter: 31
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Beiträge: 267

BeitragDirektlink | Verfasst am: 04.03.2010, 09:53    Titel:

Gewicht von Hufeisen kann man Googlen. ( war allerdings das moderne eisengewicht von hufen, die sicher leichter waren als die damaligen )

meine aussage bezog sich auf Hochmittelalter so etwa um 1000 rum.
Die Liste Zeigt den Geld wertverlust über die Jahrhunderte sehr schön.

das sind 150 Jahre zu 100g pro Pfenning
zu 400 Jahre für 750g pro Pfennig

Bei einer ungefairen gleichen entwicklung liegt der Eisenpreis dort bei
180g pro Pfenning.

Schweine sind wegen massenhaltung ein schlechter vergleich das sie massiv an "Wert verloren haben" Ein schlachtschwein hat heute einen Preis von 2,88€ pro KG und wiegt etwa 220-250 kg also etwa 600€

Was du auch einbeziehen must, ein Tagelöhner bekamm Essen von seinem Auftraggeber! Wenn auch nur die abfälle.


und mit dem damals war das Pfund gemeint das eben 408g hatte bis zu Bismark glaube ich, der die gewichte Festgeschrieben hat. ( bitte nicht hauen wenn er es nicht wahr )


Zudem hatte ich je gesagt das es unerschwinglich war???
Ich sagte zum vergleich etwa 5000€ muss mich zwar nach dem rumrechnen korrigieren und sagen etwa 3000€ für nen Satz hufeisen.

Es gibt ja genug Leute die geben alle 2 Jahre für Reifen alleine schon mehr als 1000€ aus.

Die Hufeisen werden wieder eingeschmolzen also sind die wiederbeschlagungskosten weit niedriger.

Daher sind die 3000€ für mich sehr realistisch.
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