Thema: Noch ein Regelwerksansatz , diesmal von mir
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Irian
Alter: 33 Anmeldedatum: 23.12.2007 Beiträge: 461 Wohnort: Regensburg
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Direktlink | Verfasst am: 27.03.2011, 21:01 Titel: |
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| Hana hat Folgendes geschrieben: | Wundverschiebungs- statt Heilzauber finde ich schrecklich. "Die Wunde schließt sich temporär, dafür aber schnell" senkt den Drama-Faktor: fix den Zauber drauf sprechen, dann hat man erstmal keine Eile und kann sich in Ruhe dem Behandeln oder anderen Dingen widmen. Als Heiler ist diese Hektik aber gerade das, was den Reiz ausmacht; alle Zeit der Welt zu haben finde ich langweilig. Diese "Blutung stoppen"-Zauber sind meine Nemesis [/
Für mich sind zudem Heilzauber die Lösung, die ein wieder angenähtes Gliedmaß wieder anheilen lassen, einen zertrümmerten Brustkorb nach dem Richten wieder heilen lassen, also dem Heilen von extremen Verletzungen noch ein Fünkchen Logik mitgeben. |
Wobei gerade hier Magie für mich auch im ersten Fall ein wenig Logik mitgibt: Wenn ich als mundaner Heiler jemanden direkt in der Sekunde nach nem Kehlschnitt vor mir habe, dann kann ich eigentlich nur sagen "Ok, hat noch jemand letzte Worte an diesen armen Kerl zu richten? Letzte Chance.". Magie erlaubt es hier hingegen da zumindest den Hauch von Logik zu wahren, indem man mittels Magie der normalen Behandlung eine Chance gibt. _________________ Wieder da: LARPMagier.de - Die Seite für LARP-Magie |
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inLarp

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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4532 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 27.03.2011, 22:05 Titel: |
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Das sehe ich gar nicht so problematisch:
Erstens gibt es in diesem Regelwerk ja bislang keinen Regelmechanismus für Kehlschnitte, so dass sich die Anwendung selbiger in Grenzen halten dürfte. Dazu kommt, dass ja in dem Regelwerk kein Todesstoß vorgesehen ist, und sogar ausdrücklich drinsteht, dass man sich deswegen solche "du bist unwiderruflich tot, Mann!"-Aktionen verkneifen sollte.
Zweitens sind Kehlschnitte, zumindest nach dem, was mir mal jemand mit Erfahrung in Jagd und Gerichtsmedizin erzählt hat, gar nicht so tödlich wie sie im Larp immer hingestellt werden. Die Luftröhre ist verdammt zäh, so dass man sie gar nicht so einfach mühelos und fehlerfrei durchschneiden kann, und der Blutverlust durch eine angeschnittene Schlagader ist zwar bedrohlich, führt aber insbesondere wenn das Opfer schnell versorgt wird oder noch bei Bewusstsein ist und irgendwas auf die Wunde pressen kann wohl auch nicht sofort zum Tode.
Drittens ist das ganze ja sowieso nur ein "so tun als ob", Bilder wie dieses hier sind ja schon eher die Ausnahme:
http://www.drachenreiter.de/galerie/verushkou2_ric/Bild7
(Cool war es trotzdem! )
Das Opfer hat also ziemlich viel Freiheit, seine Wunde als tiefen Schnitt in der Halsmuskulatur, in der Schulter oder auch nur eine unglückliche im Gerangel entstandene Kehlkopfprellung zu beschreiben oder zu schminken, wenn es dem Heiler nicht gerade von sich aus mitteilen möchte: "Ich bin tot, mausetot, Mann!".
Und zuguterletzt kann sich ja sogar der Heiler für die Behandlung extrem schwerwiegender Wunden einen "letzten Ausweg" überlegen, sei es nun das notdürftige Versorgen und darauffolgende Heranholen eines magischen Kollegen, das Auflegen einer Seite aus der heiligen Schrift und ein verzweifeltes Stoßgebet, oder die Anwendung der sorgfältig jahrelang gehamsterten Phiole von "Squiggel Schwefelblitzens erstaunlichem Wundverleimer". In der Darstellung ist man ja frei, solange sie sich im Rahmen des Regelwerks bewegt. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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Duncan

Alter: 32 Anmeldedatum: 02.09.2009 Beiträge: 25 Wohnort: Neumarkt i.d.OPf
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Direktlink | Verfasst am: 27.03.2011, 22:19 Titel: |
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| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Wenn ich dein System richtig verstanden habe, dann hängt die Einstufung der Rüstung ja hauptsachlich von der bedeckten Körperfläche und nicht vom Material ab. |
Das ist so nicht gemeint, was bei der Einordnung der Rüstung zählt, ist die Gesamtwirkung, also wie gut die Rüstung eine Rüstung mit leichter, mittlerer oder schwerer Schutzwirkung darstellt. Dabei zählt sowohl (was ja eigentlich auch logisch ist) die Abdeckung der Körperzonen (eine komplette Rüstung schützt besser als eine, bei der weite Teile des Körpers unbedeckt bleiben) als auch das Material (dickes, lückenloses, hartes Material schützt besser als dünnes, weiches oder solches mit Lücken). |
Ok dann habe ich es falsch verstanden. Ich hatte schon gehofft das du es so meintest wie du es jetzt beschrieben hast. Ich fände es nähmlich auch nicht gut wenn man Leder derart aufwerten würde.
| Zitat: |
Eine Rüstung wie du sie auf deinem Avaterbild trägst, fände ich persönlich z.B. für leichte oder mittlere Rüstung vollkommen in Ordnung, für schwere Rüstung aber wegen dem weichen und leicht wirkenden Material dann doch unangemessen. Schließlich sollte man bedenken, dass man da in einer Liga mit Ritterrüstungen oder Leuten in kompletter Ketten- und Polsterrüstung samt Visierhelm spielt, und dem auch optisch irgendwie entsprechen sollte,
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Da stimme ich dir voll zu, ich würde auch für meine Lederrüstung nie eine so hohe Schutzwirkung wie für eine Platte haben wollen, wäre für mich einfach unpassend. Ich hätte die auch mit maximal mittel angesetzt, aber nur wegen der hohen Körperabdeckung.
| Zitat: |
Ich kannte zum Beispiel mal jemanden, der hatte einen langen Schuppenmantel aus handtellergroßen Schuppen aus löffelartig ausgeformten, gehärteten dickem Fahlleder, die hart wie Holz waren, das Ding wog wohl so ungefähr 15 Kilo. Ungeachtet der Tatsache, dass so etwas in der realen Schutzwirkung einer gleichschweren Metallrüstung immer noch unterlegen wäre, wäre das für mich (in Kombination mit entsprechendem Schutz für den restlichen Körper) eine adequate Darstellung des Konzepts "die schwerste und beste Rüstung, die seine Kultur mit ihren Mitteln herstellen kann". Auch ein Nachbau einer solchen Rüstung komplett aus Leder (wenn auch die Original größtenteils aus Metall waren) wäre meiner Meinung nach eine mögliche Lösung, ebenso wie eine kombinierte Lederplatten-Metall-Rüstung, z.B. im Rohan-Stil.
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Bei solchen Beispielen wie du da oben hast wäre es überlegung Wert die Dinger aufzuwerzen, da die ja optisch schon was hermachen.
| Zitat: |
Klar, da gibt es weiterhin Ermessensspielraum, aber ich denke, wenn man sich mal ein bisschen von der Regelebene löst und den gesunden Menschenverstand einschaltet, würden die meisten Spieler da meiner Meinung nach zu ähnlichen Ergebnissen kommen. |
Gebe ich dir volkommen recht, ich wollte auch nur eine Lücke aufzeigen die ich gesehen habe, weil ich deine Rüstungbewertung falschverstanden habe.
Nur damit ihr es nicht falsch versteht. Ich war etwas erschrocken über diese "Lücke", ich wollte die aber nicht so ausgenützt sehen!
| Zitat: |
| Zitat: | | 1. Pfeiltreffer - Wer von einem Pfeil getroffen wurde erhielt den entsprechenden Schaden, zusätzlich aber musste man sich bei einem Pfeiltreffer auch erstmal umfallen/zurücktaumel lassen. Egal ob man den Treffer nun dank Trefferpunkte problemlos überstanden hat oder ob man wirklcih außer Gefecht war. |
"Problemlos überstehen" gibt es in dem System nicht, selbst jemand in schwerer Rüstung wird von einem Pfeiltreffer mindestens auf "Angeschlagen" gebracht, und zum Ausspielen dieser Verletzung würde für mich schon mindestens ein kurzes Taumeln oder Straucheln fallen. Noch stärker würde ich Bögen aber nicht machen, sonst hat man als Nahkämpfer ohne Schild überhaupt keine Chance mehr. |
Ok wenn dann das "Angeschlagen" auch vernünftig ausgespielt wird, dann reicht es natürlich und hat dann im Prinzip den selben Effekt, den auch die SL auf dem von mir besuchten Con damit erzielen wollte.
| Zitat: |
| Zitat: | | Als Lösung für diese Prolem hat die SL vor Conbeginn einfach festgelegt, das wenn jemand einen Treffer ausspielt und sich deshalb zu Boden fallen oder kurz umfallen lies, alle weiteren Treffer ignorieren durfte bis man wieder kampfbereit stand. Allerdings durfte man im Gegenzug auch alle Treffer igrorieren, welche von am Boden liegenden Person ausgeteilt wurden. |
Das ist so in etwa im System vorgesehen, hier ist nochmal die Stelle:
"Nach jedem erfolgten Treffer ist dem Gegner Zeit zum Ausspielen der Verletzung zu lassen, werden im Laufe einer schnellen Folge von Angriffen direkt mehrere Treffer hintereinander gelandet, so gilt dies nur als ein Treffer. " |
Sorry dann habe ich das wohl überlesen.
| Zitat: |
Da müsste man mal überlegen, wie weit man das noch klarifiziert bzw. ausweitet. Ein erzwungenes "Fallen lassen" bei jedem Treffer finde ich aber auch aus den Sicherheitsaspekten her problematisch, es käme mir außerdem auch ein bisschen überzogen vor. |
Das kam vielleicht falsch rüber, es wurde von der SL nicht gefordert bei jedem Treffer gleich umzufallen. Ob und wann man bei einem Treffer wegen der Wuchtwirkung umfällt wurde jedem Spieler selbst überlassen. Es ging nur darum, das wenn jemand umfallen möchte nach einem schönen Treffer das auch "gefahrloser" machen kann und nicht durch ein schnelles niederknüppeln dafür bestraft wurde. |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4532 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 27.03.2011, 22:29 Titel: |
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| Zitat: | | Nur damit ihr es nicht falsch versteht. Ich war etwas erschrocken über diese "Lücke", ich wollte die aber nicht so ausgenützt sehen! |
Keine Sorge, dafür stelle ich das ganze ja hier zur Diskussion, um zu sehen, was andere Leute sich beim Lesen so denken, wo es Erklärungsbedarf gibt oder sogar Lücken, die ausgenutzt werden könnten.
Was das "Ausspielen" von Treffern angeht: Das sehe ich durchaus als recht wichtigen Punkt, weil es meiner Erfahrung nach im Larpkampf recht häufig zu Doppeltreffern und ähnlichem kommt, und es bei einem System mit so wenig Lebenspunkten natürlich auch nicht Sinn der Sache ist, wenn man durch ein gefuchteltes "Tacktacktack" jeden Gegner problemlos aus den Schuhen hauen kann - Aktuell hat man ja schon einen ziemlichen Nachteil, wenn man seine Treffer ausspielt und der Gegner dies eiskalt ausnutzt. Ich kann immer schwer abschätzen, wie sich solche Regeln in der Praxis auswirken, das muss ich vielleicht einfach mal auf einem Con oder beim Waffentraining mitzählen. _________________ Mein Zeug auf
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Thema: Noch ein Regelwerksansatz , diesmal von mir
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