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Thema: Normannischer Ritter-1070


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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 14:34    Titel:

Ultor hat Folgendes geschrieben:
Ritter gab es ja schon im alten Rom... da jeder verpflichtet war seine Waffen selber zu finanzieren, waren diejenigen, die sich Pferde leisten konnten automatisch besser gestellt. Die Ritter dienten in jener Zeit der Steuereintreibung in den römischen Provinzen.
Später war es dann mWn so, das gepanzerte, fränkische Reiter die Kriegsführung revolutionierten, indem sie ihre Lanzen vom Pferd einsetzten. Diese wurden dann Ritter genannt, von Reiter... alle Angaben wie immer ohne Gewähr.

1. Ausrüstung wurde den römischen Truppen von Rom gestellt. Rom war praktisch das erste Heer mit einer in vielen Dingen recht modern anmutenden Organisationsstruktur, und blieb bis vor historisch gesehen kurzer Zeit das einizige solche.
2. Reiter waren Auxiliare, und nicht etwa der "harte Kern" oder gar "die Wohlhabenderen". Man hat einfach die Leute genommen, die Reiten konnten, und denen Pferde und Ausrüstung gegeben. Vor allem waren dies "Barbaren", da Rom einfach keine Reiterkultur war. Insgesamt waren Reiterauxiliare billiger auszurüsten als ein Legionär. Die hohen Kosten eines mittelalterlichen Ritters im Gegensatz zu einem Fußkämpfer ergeben sich ja zu einem nicht unwesentlichen Teil aus der Rüstung - und die war in Rom beim Fußkämpfer eben teurer.
3. Ich würde es nicht "Ritter" nennen, einfach weil dieser Begriff doch zu stark mit der mittelalterlichen Kriegerelite verknüpft ist. Interessanterweise ist das (mittelalter-)lateinische Wort für Ritter eben "Miles", was gleichzeitig das römische Wort für den Legionär, nicht aber für den Auxiliar war.
4. Die Sache mit Steuereintreiben - stimmt.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 16:21    Titel:

Achtung, "Rom" ist ein weites Feld, Mädels... Wink

Ultor hat Folgendes geschrieben:
Ritter gab es ja schon im alten Rom... da jeder verpflichtet war seine Waffen selber zu finanzieren, waren diejenigen, die sich Pferde leisten konnten automatisch besser gestellt.


Kelmon hat Folgendes geschrieben:
1. Ausrüstung wurde den römischen Truppen von Rom gestellt. Rom war praktisch das erste Heer mit einer in vielen Dingen recht modern anmutenden Organisationsstruktur, und blieb bis vor historisch gesehen kurzer Zeit das einizige solche.
2. Reiter waren Auxiliare, und nicht etwa der "harte Kern" oder gar "die Wohlhabenderen".


Ultor redet von der Zeit der römischen Republik; diese hatte ein System der „allgemeinen Wehrpflicht“, wobei die Reichsten die Reiterei stellten, die „Mittelschicht“ die gepanzerten Fußsoldaten (Legionäre), die Ärmeren die Leichtbewaffneten, Trossknechte, Ruderer in der Flotte etc. Kelmon spricht vom Kaiserreich, das ein stehendes Berufsheer unterhielt. Mehr oder minder habt ihr beide Recht…

Um aber auch noch etwas zu verbessern... Very Happy :

Auch in der römischen Berufsarmee mussten sich die Legionäre mWn ihre Waffen & Ausrüstung selber besorgen. Der Gegensatz zur republikanischen Zeit war, dass Soldaten nicht mehr nur für eine kurze Dauer verpflichtet wurden, sondern man die Armee auch den Ärmsten öffnete, die ein Interesse daran hatten, möglichst lange zu dienen; gleichzeitig wurde den Sold entsprechend erhöhte und der Staat sorgte via Massenproduktion für billige Ausrüstungsgegenstände. So konnten sich auch die Ärmsten als Legionäre verpflichten und sich den dafür nötigen Kram leisten (Rüstung, Helm, Schild, Waffen…)
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So long

Justav
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Kelmon



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 16:51    Titel:

Ach herrje, wenn Du Rom Prä-Marius als Beispiel heranziehen willst...meinetwegen. Ich gehe idR davon aus, daß man über das Rom redet, was man aus aus Asterix, Film & Fernsehen so kennt. Also späte Republik...bis Ende Rom.

Ja, da hat man die reichen Eques als Kavallerie, und die anderen Steuerklassen in anderen Trupentypen versammelt. Aber da Ultor "Steuern eintreiben" erwähnte ging ich mal davon aus, daß er sich auf die späteren Auxiliares bezog. Das war nämlich (unter anderem) deren Aufgabe. Insofern: Korrekt, meine allgemeine Aussage war ebenso in ihrer Gänze genauso Unrichtig wie Ultors allgemeine Aussage.

Was Ausrüstung angeht: Klar, aber das wurde im Prinzip so gehandhabt, daß eben der Lohn zu einem gewissen Teil einbehalten wurde, während die Rüstung eben "da" war. Der Legionär mußte nichts kaufen, das wurde intern verrechnet. Genau wie die "Abfindung" am Ende seiner Karriere - die bestand ja auch nur als Lohn, der vom Heer für ihn gesammelt wurde.

Aber was der Legionär sieht ist eben, daß er Ausrüstung bekommt und regelmäßigen Sold. Er muß nicht die Münzen, die er in die Hand bekommt nehmen, und bei einem Schmied einkaufen gehen.
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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 17:16    Titel:

Zitat:
Ultor redet von der Zeit der römischen Republik
Genau so ist es, wenigstens einer versteht mich Wink
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Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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Bunkerbewohner



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 17:40    Titel:

Ultor hat Folgendes geschrieben:
Ritter gab es ja schon im alten Rom...

Später war es dann mWn so, das gepanzerte, fränkische Reiter die Kriegsführung revolutionierten, indem sie ihre Lanzen vom Pferd einsetzten. Diese wurden dann Ritter genannt, von Reiter... alle Angaben wie immer ohne Gewähr.


Die Equites in Rom haben aber weder einen großen Bezug zum mittelalterlichen Ritter noch sind sie als dessen Vorgänger anzusehen.

Die militärische "Revolution" (wenn man dies denn so nennen will) besteht weniger im Kampf mit der Lanze als der Erfindung/Einführung des Steigbügels, welcher den Ritter erst seine Lanze richtig benutzen lassen lässt.


Was mir noch zur Darstellung einfällt. Ist das gewollt das Dein Ritter kein Schwert hat? Auch wenn Du eher mit dem Streitkolben kämpfen willst ist das Schwert trotzdem Zeichen deines Standes. Sowie der/das cingulum militare. Wobei ich gestehen muss dass ich mir nicht wirklich sicher bin ob das nun einfach ein Schwertgehänge oder ein besonderer Gürtel ist. Mit dem römischen Vorbild wird das auf alle Fälle nichts mehr zu tun haben. Weis da einer mehr zu?

€: Tippfehler Smile


Zuletzt bearbeitet von Bunkerbewohner am 24.02.2010, 17:55, insgesamt einmal bearbeitet
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Ian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 17:45    Titel:

Bunkerbewohner hat Folgendes geschrieben:

Was mich noch zur Darstellung einfällt. Ist das gewollt das Dein Ritter kein Schwert hat? Auch wenn Du eher mit dem Streitkolben kämpfen willst ist das Schwert trotzdem Zeichen deines Standes. Sowie der/das cingulum militare. Wobei ich gestehen muss dass ich mir nicht wirklich sicher bin ob das nun einfach ein Schwertgehänge oder ein besonderer Gürtel ist. Mit dem römischen Vorbild wird das auf alle Fälle nichts mehr zu tun haben. Weis da einer mehr zu?


Ja das ist so gewollt.
Ich habe ja geschrieben, dass sich der Charakter nur eventuell zum Ritter weiter entwickelt.
Sollte dies passieren, dann wird natürlich ein Schwert hinzu kommen.
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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 18:30    Titel:

Zitat:
Die Equites in Rom haben aber weder einen großen Bezug zum mittelalterlichen Ritter noch sind sie als dessen Vorgänger anzusehen.
Das habe ich nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass es im alten Rom einen Ritterstand gab, und das stimmt.
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Bunkerbewohner



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 19:18    Titel:

Ultor hat Folgendes geschrieben:
Das habe ich nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass es im alten Rom einen Ritterstand gab, und das stimmt.


Ich wollte auch keine Diskussion um die "historische Wahrheit" führen sondern habe das nur angemerkt, um falsche Assoziationen zu vermeiden. Das es einen "Ritterstand" in Rom gab der nichts mit dem mittelalterlichen Ritterstand zu tun hat trägt nämlich eigentlich nichts zum Thema bei.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 10.02.2012    Titel:

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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 19:24    Titel:

Und warum hat es nichts damit zu tun?
Das Wort Ritter kommt ja nicht von ungefähr.
Ritter heißt einfach nur Reiter, das trifft auf die römischen genauso zu, wie auf die mittelalterlichen, nur das der Klischee Ritter eben aus dem Mittelalter kommt.
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Bunkerbewohner



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 19:35    Titel:

Ich rede hier nicht von Klischees sondern von der Bezeichnung Ritter als mittelalterlichem Stand. Ritter also als Terminus und nicht von seiner etymologischen Wortherkunft.
Der Threadersteller will nunmal ein Mitglied des Ordo Militaris darstellen, also dem mittelalterlichen Ritterstand. Du redest vom Equester Ordo im alten Rom, der damit nichts zu tun hat. Das man beides im deutschen Ritterstand nennt, bedeutet noch lange nicht, dass es das gleiche ist.
Beides sind soziale Stände und nicht einfach nur Menschen mit Pferd. Ansonsten wäre zur Darstellung auch in erster Linie ein Pferd nötig...

€: Ups, gerade gesehen dass Du der Threadersteller bist. Embarassed Smile
Ändert ja aber nichts daran das es hier um den mittelalterlichen Ritterstand geht.
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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 21:32    Titel:

Okay. Schon klar... Smile

Waren normannische Ritter also zwingend Adelige?
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Ian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.02.2010, 21:46    Titel:

Nein, der Normannische "Ritter" ist noch keiner der niederen Adelsstände.

Es kann auch noch ein "besserer Bauer" sein.

Soweit hab ich das zumindest jetzt verstanden. Wink
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Bunkerbewohner



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.02.2010, 00:10    Titel:

Ian hat da schon recht.
Die "besseren Bauern" wären, falls man sich historisch orientiert, unfreie Ministeriale oder Freie die Vasallen geworden sind. Auf jeden Fall steht ein Ritter immer in einem Lehnsverhältnis, im Gegensatz zum echten Bauern.
Ein adeliger Ritter wäre zu der Zeit auch ein normaler Adeliger. Der niedere Adel entsteht erst aus einem Ritterstand durch Geburt.

Gibt da aber durchaus regionale Unterschiede. In "Deutschland" waren viele Ritter Unfreie.
Bei Normannen, da bin ich mir aber nicht so sicher, war Unfreien nicht die Ritterwürde erlaubt. Da wäre dann ein "niederer" Ritter ein freier nichtadeliger. Bei historischer Orientierung sollte man das aber nochmal prüfen.
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Ian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2010, 10:13    Titel:

So, dann hol ich den Thread noch einmal aus der Versenkung.
Die Rüstung ist jetzt soweit vollständig, was noch fehlt ist das Bemalen des Helms.
Das werde ich aber wohl heute auch noch nachholen.
An sich gefällt mir die Rüstung jetzt ganz gut, nur an der Kettenhaube will ich noch Kleinigkeiten nacharbeiten und das Hemd ist in der Länge leider etwas kürzer als ich es mir gewünscht hätte.
(Und nein die Jogginghose ist nicht Teil der Klamotte. Wink )

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Ozzimandias



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2010, 11:45    Titel:

Beim Hemd muss ich dir (leider) zustimmen.. sieht einfach wie "zu kurz" aus und wirkt dadurch natürlich nicht so schön.. auch ansonsten würde ich deinen Char eher als 0815 Krieger einordnen denn als "Ritter"... Dafür fehlt mir einfach noch "das gewisse etwas"
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Die Ruhe vor dem Schelm
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