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Thema: Paulownia - das Holz des Blauglockenbaums - super leicht!


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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.08.2011, 20:05    Titel: Paulownia - das Holz des Blauglockenbaums - super leicht!

Hallo Bastler,

ich habe neulich im Baumarkt gesehen, daß es da jetzt eine neue Holzart als Leimholz zu kaufen gibt.

PAULOWNIA - aus China.

Ein paar Links erstmal:

http://de.wikipedia.org/wiki/Blauglockenbaum
http://www.paulownia-online.de/support.html
http://www.mwili.com/flysheetpage/id/5419

Das es extrem leicht ist (noch viel leichter als Fichte/Tanne) - das kann ich schonmal bestätigen. Erinnert irgendwie fast an Balsaholz. Laut Werbung soll es so fest wie Eiche sein, was ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen kann, wollte aber im Baumarkt auch kein Brett zerkloppen.
Der Preis ist natürlich gehoben, aber für Truhen wäre es recht interessant, weil es eben so leicht ist und auch recht gut aussieht.

Hat vielleicht jemand schon mehr Erfahrungen damit gemacht?

Ich denke, ich werde mir mal eine kleinere Truhe aus dem Zeug bauen..
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Kelmon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.08.2011, 20:19    Titel:

Also beim überfliegen der Preise in dem verlinkten Prospekt wäre Paulownia ja gerade mal doppelt so teuer wie Fichte. Da wäre es in der Tat mal interessant, wieviel stabiler das dabei ist. Wenn es in dem Punkt Fichte und Buche übertrifft, wäre mir das nämlich die Investition wert.
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Sonadorexis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 09.08.2011, 21:13    Titel:

Erfahrungen: nein.
Das mit der Festigkeit von Eiche glaube ich kannste getrost vergessen. Wenn es aufgrund der vielen Lufteinschlüsse und durchaus geringen Dichte so superleicht und hervorragend für Klangkörper, etc. geeignet ist, dann macht es eben damit bestimmt nicht den gesättigten Kern von ner schönen Eiche wett, außer natürlich du ziehst sie erst nach Beurteilung ihres Brennwertes heran.

Ich habs jetzt bewusst noch nicht gesehen, aber der Preis und das scheinbar gute Stehvermögenmachen es dann doch wieder interessant. ebenso, dass es es n Laubbaum ist und somit die Harzgallen wegfallen. Die Optik würde mich halt nochmal interessieren, also das Maserungsbild. Hab mal ein bisschen rumgeschaut und gelesen, dass die nicht immer aus parallelen schnitten verleimt sein sollen, sondern teilweise auch ne schräge Maserung aufweisen können.
Hab ich jetzt nicht gesehen, fänd ich aber... gewöhnungsbedürftig ^^.

Und diese versprochene "Festigkeit" soll das Tragkraft, Biegefähigkeit oder Oberflächenbeschaffenheit sein? (Also, ob ich mit nem Fingernagel ne 4 mm tiefe Rille hinterlassen kann, wenn mein Fingernagel 4mm lang ist ^^.)
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 10.08.2011, 20:06    Titel:

Ich werde mir mal die Tage ein paar Bretter kaufen und ne Truhe draus basteln. Dann kann ich mehr dazu sagen.

Wollte mir eh ne Art Kühltruhe bauen, also ambiente Holztruhe mit Isolierung innen. Wenn das Holz doch so schön isoliert... dann ist das doch ein netter Nebeneffekt.
Wenn die Truhe selber nicht so schwer ist, kann ich mehr gefrorene Tetrapacks reinwerfen, bis sie mir zu schwer wird.

eine andere Anwendung sehe ich dann noch für ne Werkzeugkiste. Immerhin ist das viele Metall am Werkzeug ja schon schwer genug.

Und zu guter Letzt, Schäfte von Armbrüsten, bzw. Teile von größeren Belagerungsgeräten... man will sich ja nicht totschleppen, wen man sich auch eleganter in einer Schlacht "umbringen" lassen kann.... Very Happy
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.09.2011, 16:31    Titel:

Update:

Ich habe mir schonmal was von dem Paulownia Holz gekauft (ist wirklich nicht so viel teuer)

Ich habe 2 stück 2m x 40cm ; 2 Stück 2m x 30 cm und ein 2m x 20 cm Brett gekauft. Kann man alles zusammen lässig unter einem Arm raustragen.

die größten Bretter haben was bei 13 Euro gekostet...

Für die Isolierung innen (für eine Kühltruhe) liebäugle ich gerade mit sowas hier:
http://www.porextherm.de/produkte/vacupor.html

Ich finde das sehr interessant und bevor ich damit vielleicht mal was größeres mache, würde ich das gerne mal zur Probe wo verbauen...
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Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.09.2011, 19:44    Titel:

Bin ja noch gespannt, was die Oberflächenbelastbarkeit Tragkraft und Biegefähigkeit angeht. Und natürlich wie die Maserung aussieht.

Grüße,
Alex
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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.09.2011, 19:51    Titel:

Also die Oberfläche ist mindestens so fest wie bei Fichte auch. Die Maserung sieht garnicht mal so übel aus. Das Holz ist sehr hell, müßte man mal mit Beizen und Ölen etwas draus machen. Die Belastbarkeit sollte locker mit einem gleichgearteten Fichtenbrett mithalten können, vermutlich auch mit Kiefer... muss ich mal testen, das gerigne Gewicht irritiert ziemlich bei der Einschätzung nur "vom Anfassen her".

Da Hartholz, eben kein Geharze und schöne feine Maserung, sollte sich prima bearbeiten lassen.
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Alex
Moderator


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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.09.2011, 20:10    Titel:

Verdammt... und nur überlege ich, ob mein Truhenprojekt deswegen über den Haufen werfe....

Grüße,
Alex
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Taurec DaWindschief




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 05.09.2011, 22:58    Titel:

Hm Platz 15 der "World's Top 125 Known Softest Woods" http://www.morlanwoodgifts.com/MM011.ASP?pageno=207

Ich bin skeptisch Very Happy
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 06.09.2011, 11:57    Titel:

Taurec DaWindschief hat Folgendes geschrieben:
Hm Platz 15 der "World's Top 125 Known Softest Woods" http://www.morlanwoodgifts.com/MM011.ASP?pageno=207

Ich bin skeptisch Very Happy


Gut, da wird die Eindringtiefe einer Kugel bestimmt. Die klassische Härtemessung eben. Und? Was sagt das aus? Daß keine Frau mit Pfennigabsätzen über meine Truhe laufen darf? Laughing

Die Oberfläche von Holz läßt sich sehr leicht "härten", durch Ölen, Lackieren, Tränken mit Harz,... Natürlich eignet sich Paulownia nicht als Kopf für Holzhämmer oder als Packholz für Bootswerften.... Wink

Mich interessiert eher die Biegebelastbarkeit eines Brettes und vor allem, wie leicht das Holz spaltet, also ausbricht. die Grundidee beim Leichtbau ist ja, daß ich das VERHÄLTNIS von Tragfähigkeit zu Eigengewicht reduziere. Wenn ich nur das Gewicht runter kriege, ohne auch nur einen Fatz fester zu sein, dann habe ich trotzdem schon was gewonnen.

Da man eine Truhe aus Stabilitätsgründen (vor allem aber aus Materialbeschaffungsgründen!) nur in bestimmten Wandstärken bauen kann, ist die Tragfähigkeit meistens kein Thema. Dann zählt nur noch das Leergewicht. Soweit der Grundgedanke.

Meine "Kühltruhe" soll dann übrigens SO gebaut werden: (aus den zwei 40cm Brettern)
40cm_Truhe_750_65.png
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 06.09.2011, 12:00    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Verdammt... und nur überlege ich, ob mein Truhenprojekt deswegen über den Haufen werfe....

Grüße,
Alex


Quatsch! du machst das natürlich zuende, reduzierst aber vielleicht den ideellen Aufwand etwas und schielst eher auf Maßnahmen, die einen guten Verkaufserlös versprechen.... Und von dem Geld kaufst Du Dir dann das Paulownia.

Dein Auto wird es Dir danken.... Very Happy

PS: Ich werde meine Truhe mal wiegen, dann kannst Du immer noch entscheiden.

PPS: Die große Truhe wird ca. 14 Liter Volumen an Holz verbaut haben. 40 cm x 75 cm x 40 cm (ohne Füße)

Dichte von Fichte: ca. 0,5 - also wären das dann ungefähr 7 kg (ohne Beschläge)
Dichte von Kiefer: ca. 0,55 fast 8kg
Dichte von Buche: ca. 0,75 mehr als 10kg

Dichte von Paulownia: 0,25 ergo was bei 4 kg
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Taurec DaWindschief




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 07.09.2011, 08:36    Titel:

Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben:
Und? Was sagt das aus?


Wie schnell man eine Macke drin hat wenn man irgendwo aneckt oder das ganze im Auto stapelt z.B.
Bin halt nicht so der Fan von Holz in das man mit einem Fingernagel Kratzer reinmachen kann.
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 07.09.2011, 11:10    Titel:

Soo weich ist es nun auch wieder nicht. Ich habe die Bretter auch einfach nur so in mein auto gepfeffert - teilweise war sogar schon auf der Palette die Schutzfolie weggerissen - und trotzdem sehen die Dinger jetzt noch nicht vermackt aus.

Und wie gesagt, wenn man das Holz mit Hartwachs zum Schluß behandelt, dann ist das eh nicht mehr relevant. Davon ab, ich habe kein Problem damit, wenn meine Truhen etwas autentisch und benutzt aussehen. Ist ja jetzt nicht so, daß gleich große Fetzen rausreißen, wenn man mal kurz wo aneckt. Es ist kein Balsaholz!
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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 07.09.2011, 11:56    Titel:

Bin auf der Suche, ob es das Holz bei uns in Wien auch gibt.
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.09.2011, 18:10    Titel:

Kleines UPDATE:

Ich habe am Wochende mal angefangen mit der kleinsten Truhe. Zuvor habe ich das 2m lange (knapp) 20cm breite und 1,8cm dicke Paulovnia Brett an beiden Enden auf Klötzer gelegt - und mich draufgestellt. Selbiges habe ich mit einem Fichte/Tanne Brett gleicher Abmessung getan.
Klassicher Dreipunkt-biege-Versuch.

die Klötzer waren 5cm hoch, der Boden eben und grade.

Beim draufstellen mit einem Fuß und vollem Körpergewicht (ca. 82 kg) ist das Paulovnia Brett recht fix bis zum Boden durchgebogen. Viel wiederstand war da nicht zu spüren. Das Fi/Ta Brett hat etwas geknackt und sich spürbar mehr gestreubt.
Um das mehr Meßbar zu machen, mußte ein 20L Farbeimer her, der exakt in der Mitte des Brettes quer plaziert wurde. Erfaßt wurde dann die verbleibende Höhe bis zum Fußboden.
Paulovnia: ca. 2cm
Fi/Ta brett: ca. 3,5 cm

Da gibts also nix zu mauscheln, Fi/Ta ist definitiv steifer, wenn es um Biegung geht. Allerdings war ich erstaunt, wie sehr man das Zeugs biegen kann, ohne daß es knackt oder sich sonstwie streubt und ohne daß es danach verbogen ist.
Paulovnia ist also ein recht elastisches Holz.

Sägen ging sehr gut und sehr leicht, beim Anreißen der Linien muß man aufpassen, daß man nicht schon mit der Bleistiftspitze zu tief ins Holz ritzt. Very Happy Es hat keine besondere Oberflächenhärte. Kann man aber lässig mit einer Endbehandlung in den Griff bekommen.

Mein Fazit bis jetzt:

Der Werbespruch mit der Eiche ist totaler Blödsinn! Das ist aber nicht soo überraschend.

Ein paar technische Überlegungen zum Verwendungszweck:

Wäre man frei in allen Parametern, man würde wohl zu Nadelholz greifen und die Wandstärke so wählen, daß sie obtimal ist. Wer mal so alte Reisekoffer gesehen hat, da ist die Wandstärke so knapp 1cm.
Nadelholz ist nicht umsonst DAS Bauholz seit Jahrhunderten, das Steifigkeit/Gewichtsverhältnis ist da eben von entscheidenem Vorteil, wo man die Dimensionen einer Konstruktion frei wählen kann.

Da wir nun aber eben nunmal nur 1,8cm dicke Bretter im Baumarkt bekommen, ist jede Menge unnötiges Material vorhanden. Material, daß für die Festigkeit und die Funktion einer Truhe keine Rolle spielt. Ergo kann ich DANN auch auf ein viel leichteres Holz gehen, das etwas weniger steif ist.

Fotos gibt es, wenn alles fertig montiert ist.
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