Thema: Ritter im Larp - Kampfschweine oder romatisch
| << 2 Spieler Raum München suchen Larpgruppe - Habt ihr schonmal bei der Charaktererstellung geschummelt? >> |
| Autor |
Nachricht | |
profoss
Anmeldedatum: 10.02.2008 Beiträge: 391
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 15:57 Titel: Ritter im Larp - Kampfschweine oder romatisch |
|
|
Ausgehend aus der Diskussion Realismus im Larp würde ich gerne mal eure Meinung zu einem typischen Ritter hören.
Wie habt ihr die Ritter lieber, oder stellt ihr sie euch vor, eher das harter Kämpfer und Anführer-Image oder eher wie bei Ivanhoe, Ritter der Tafelrunde oder ähnlichen alten Filmen. Oder ganz anders?
Verachten eure Ritter jegliches höfische Gebaren wie Tanzen oder Schachspielen (oder gar ein Musikinstrument), oder gehört das selbstverständlich dazu, dass man sich bei entsprechenden Gelegenheiten auch in höfischere Gewänder zwängt?
Wobei das natürlich auch von Con zu Con unterschiedlich sein kann. Der gleiche Ritter, der auf einem Schlachtencon die Rüstung nie auszieht und den Kasernenton nicht loswird, könnte sich auf einer sicheren Burg mit Damen in der Nähe ja deutlich anders verhalten. |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Schwannis Moderator

Alter: 16 Anmeldedatum: 15.01.2010 Beiträge: 3924 Wohnort: Wo man über spitze Steine stolpert.
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 16:13 Titel: |
|
|
Mir gefällt die romantische Variante besser als der Kloppritter da der Ritter in meinen Augen eine ausgezeichnete Unterhaltung für die (Adlige)Damenwelt bietet, denn man stelle sich vor: eine Adlige die mit einem rohen Hauptmann aus dem Volk schäkert.
Ausserdem sind Ritter in meinen Augen Beispiele für reinste Ritterlichkeit und wenn ein Ritter nicht ritterlich ist, wer soll dann ritterlich sein? Zudem sind die Ideale der Ritterlichkeit in meinen Augen eh ziemlich romantisch verklärt, also ist in meinen Augen ein Ritter zwingend ritterlich und somit mit hoher wahrscheinlichkeit romantisch veranlagt. _________________ Schwannis vult!
| Voiceless der Niedliche hat Folgendes geschrieben: | | Ein Holzgriff kann sich bekanntermaßen um den Hals des Gegners wickeln! |
|
|
| Nach oben |
|
 |
Justav
Anmeldedatum: 25.09.2009 Beiträge: 1318 Wohnort: Berlin
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 16:16 Titel: Re: Ritter im Larp - Kampfschweine oder romatisch |
|
|
Ritter ist für mich nicht wirklich eine Klischeerolle. Natürlich ist es ein Möglichkeit, den guten, edlen Ritter zu spielen, der die Schwachen beschützt, Jungfrauen vor Drachen rettet und sich evtl mit so albernen Dingen wie Minne beschäftigt, aber: Ritter ist in meiner Wahrnehmung zu erst mal ein sozialer Stand (niedere Adlige, die verpflichtet sind, schwer gerüstet ihrem Lehnsherren Heerfolge zu leisten), und ein sozialer Stand zeichnet sich halt nicht durch obige Eigenschaften aus. Das Bild des "edlen Ritters" verkörpert für mich eher der Paladin. (Ein Begriff für die "Ritter der Tafelrunde", also des Haushaltes, allerdings nicht von Artus, sondern Karl dem Großen; der bekannteste dürfte Roland gewesen sein). Unter dieser Prämisse kann ein Ritter fast beliebige Eigenschaften haben, solange das Adelsding beachtet wird.
Das mit dem Adel ist natürlich wichtig: Ein Ritter ist nicht irgendein gut gerüsteter, erfahrener Kämpfer, sondern ein adliger Kämpfer. Ich erwarte von einem Ritter im Kriegsgebiet (=Abenteuercon etc.) eigentlich schon eine kriegsmäßige Ausrüstung (inkl Rüstung, muss aber kein Plattenharnisch sein), aber daneben eben auch noch eine entsprechende feine Zivilklamotte. Allerdings: Man muss es auch nicht übertreiben. Ein IT-Ritter (oder auch höherer Rang) muss keinesfalls eine Ausrüstung haben, die ich von einem "echten" Vertreter dieses Standes erwarten würde, dieser Anspruch ist mir bei weitem zu hoch.
Was anderes ist bei Adligen allgemein wichtig: Die sollten irgendwelche Bedienstete haben, noch wichtiger sind aber "normale" Chars, die diesen Adel anerkennen. Drei Irgendwasse, die nicht im Dienste irgendeines Adligen stehen, aber sich dennoch vor diesem verbeugen, erzählen das sei der Ritter von Schießmichtod etc.pp., das bringt mE mehr als zwei Diener/Knappen, die dem Ritter den Arsch nachtragen.
Störend finde ich den Teil des Ritterklischees, der darauf hinausläuft, Frauen allgemein zu den zu beschützenden "Schwachen" zu zählen. Dafür sehe ich in den meisten LARP-Ländern einfach keine Grundlage, da Frauen in fast allen Ländern (selbst in denen ohne Ritterinnen) durchaus Waffen tragen, während es Männer gibt, die das nicht tun. Das passt mE einfach nicht in das Schwarz-Weiß-Klischee "Die starken Männer schützen die schwachen Frauen", das dem tatsächlichen Ritter-Klischee natürlich zu Grunde liegt. ME drängt man hier SpielerInnen (nicht deren Chars, das wäre in Ordnung) in eine bestimmte Rolle und nimmt diesen damit Spiel. _________________ So long
Justav |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 16:23 Titel: |
|
|
Es kommt in meinen Augen auf den Zeitpunkt des Ritters an. Bei einen Ritter der an einen Kreuzfahrer angelehnt ist erwarte ich nichts großartig anderes als bei jeden anderen Kämpfer. Einen gut trainierten Körper, die Fähigkeit Befehle zu befolgen und ein generelles nüchternbleiben vor der Schlacht. Vielleicht noch einen gewissen Fanatismus (nein, kein christlicher Glaube, der Fanatismus kann sich zum Beispiel auch darauf beschränken unbedingt das Lager verteidigen zu wollen etc.)
Je weiter wir uns dem Hochmittelalter annähern umso mehr erwarte ich von Rittern eine gewisse Dekadenz, viel Prunk und Show und weniger die Kampfrolle. Zu einen hochmittelalterlichen Ritter würde in meinen Augen auch ein strategisches Genie gut passen dass nur noch selten auf den Schlachtfeld in der ersten Reihe steht. Vielleicht jemand der hinter den Spießern die Anweisungen brüllt oder eine Gruppe niedriger Soldaten gnadenlos an den Wellen der Feinde verheizt (das einfache Volk kann schließlich geopfert werden). Völlerei ist auch immer eine schöne Sache. Im allgemeinen würde ich sagen dass bei einen HoMi-Ritter das Charakterspiel mir extrem wichtig wäre. Er muss sich eben irgendwie von den anderen Kämpfern in Plattenrüstung abheben. Vielleicht übt er nebenbei die Jagd aus (oder ein anderes kostspieliges Hobby). Auf jeden Fall muss er gut und charmant mit dem anderen Geschlecht umgehen können und dennoch eine gewisse Überheblichkeit gegenüber dem "Bauernmob" an den Tag legen. Wenn er eine Partnerin oder gar Kinder hat darf er nichts auf diese kommen lassen, jedoch fände ich es durchaus vertretbar wenn sich ein Ritter nicht an jeden seine Hände selbst schmutzig macht sondern auch einmal seinen Knappen/Leibwächter/whatever schickt wenn der Gegner einfach von seinem sozialen Status her unwürdig ist.
Wichtig wäre mir persönlich auch immer der Umgang mit dem Feind nach einer Schlacht. Hat der Feind ehrenvoll gekämpft und verloren dann lässt ihn ein edler Ritter nicht einfach liegen. Vielmehr nimmt er ihn mit...lässt auf eigene Kosten seine Wunden versorgen und hofft darauf einen neuen Gefolgsmann gefunden zu haben. Dass gilt selbstverständlich nicht für Orks und andere Finsterlinge.
Achja....die Kleidung eines Ritters MUSS immer blütenrein sein und er MUSS dauernd irgendein Gefolge und Bittsteller um sich haben. Dann ist er perfekt.
Kurz: Die Rolle des Ritters zeigt sich überdeutlich gerade ausserhalb des Kampfes...in meinen Augen. |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
ich

Alter: 19 Anmeldedatum: 14.05.2008 Beiträge: 1771 Wohnort: Leverkusen
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 16:54 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Kurz: Die Rolle des Ritters zeigt sich überdeutlich gerade ausserhalb des Kampfes...in meinen Augen. |
Dieser Satz sagt so ziemlich alles, was ich zu dem Thema denke.
Im Kampf hat ein Ritter den gleichen Status wie ein gut gerüsteter Kämpfer, außerhalb aber muss erkenntlich sein, dass er adelig und ritterlich ist.
Ich kann mich da Gerwin eigentlich in allen Punkten anschließen. _________________ -NEIN! Ich werde auf gar keinen...
-Keks?
-Bin dabei! |
|
| Nach oben |
|
 |
Reveska
Alter: 17 Anmeldedatum: 23.07.2010 Beiträge: 40 Wohnort: Österreich
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:11 Titel: |
|
|
Justav hat mit dem was er schreibt schon durchaus recht.
Ich für meinen Teil habe ein eher romantisches Bild vom Ritter, dass mir gegeben wurde durch etwaige Literatur aus entsprechenden Epochen. (Parzival (Wolfram von Eschenbach), Nibelungenlied, Hildebrandslied, Werke von Walter von der Vogelweide, Literatur von Chrétien de Troyes: Erec, Yvain, Cligés, Lancelot und Perceval...)
(Kurz noch vorweg:)
In der literarischen Welt waren "triuwe" (Vertragstreue, Aufrichtigkeit und Liebe zu Gott, Bindung an den Lehensherrn); "staete" (Beständigkeit, festes Beharren im Frauendienst(!), das Festhalten am Guten); "mâze" (Mäßigung, Mitte zwischen zwei Extremen, wie: Geld verschleudern und Geld horten); "ere" (ehrenhafte Haltung und Gesinnung, Ansehen und Ruhm) die Säulen des Rittertums.
Demnach gehört für mich zu einem Ritter...
... der Minnedienst. Ohne jetzt festzulegen wie ausspielbar das auf Con's ist. Das unerfülte Begehren zu einer angesehenen, adligen Dame welche für einen einfachen Ritter unerreichbar war (höfische Minne/hohe Minne - steht also für das Gesellschaftsideal des Hofes: Glanz, Schönheit, Frömmigkeit(!), vornehme Abstammung, ritterliche Tugenden). Eher selten wurden dagegen Werke verfasst in denen die Liebe erfüllt wurde. Außerdem gibt es noch jene Minne in welcher ein einfaches Mädchen, eine Magd o.Ä. besungen wird (niedere Minne).
... höfisches und gutes Benehmen: gepflegtes Aussehen/Rüstung, Hilfe für jene die in Armut geraten sind, die Jagd (die wird einem in der Ausbildung zum Pagen schon gelehrt...), keine Habgier etc.
... der Glaube an Gott und die Erfüllung seiner Pflicht gegenüber diesem: das Wort der Kirche glauben, 10 Gebote und, und, und...
... die vollkommene Erfüllung jeglicher seiner Pflichten. (Ein Ritterdasein war wohl doch nicht ganz so viel Spaß, mit all den vielen Regeln und dem vornehmen Gehabe.
... ein Pferd. (Kaum durchführbar auf Con's, vorallem weil nicht jeder 3. Spieler mit einem Hotte-Hü aufkreuzen kann, geschweigedenn eines besitzen sollte.
Nur stellt sich jetzt eben die Frage, wie sehr das dem echten Bild eines Ritters entspricht und vorallem, ob's nicht doch einige gab, die diese eher romantischen Pflichten vernachlässigten (z.B. in der Habgier... o.Ä.).
LG Nina / Reve
Edit: Ich hab' so lange mit meinem Post gebraucht, dass zwei Leute schon wieder was schreiben konnten, tss. Ich stimme da bei ziemlich (!) allen Punkten mit Gerwin überein. |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:18 Titel: |
|
|
| Zitat: |
Nur stellt sich jetzt eben die Frage, wie sehr das dem echten Bild eines Ritters entspricht |
Kurz gesagt: In meinen Augen zumindest bei den Rittern der Kreuzzüge gar nicht. Die werden kaum im heiligen Land wie die wahren Christen gnädig, barmherzig und aufrichtig gewesen sein. Wahrscheinlich habe sie genauso vergewaltigt, geraubt und versklavt wie alle anderen auch.
Dennoch, und wahrscheinlich sehr fantasyverdorben, fände ich zum Beispiel das Bild des Ritters der seine Geliebte schlägt oder einen Bettler in den Hintern tritt sehr sehr unstimmig. Auch allzu raue Späße kamen zwar mit Sicherheit historisch vor, würden mich bei einer Larpdarstellung jedoch eher stören. |
|
| Nach oben |
|
 |
Dennis

Alter: 24 Anmeldedatum: 04.01.2008 Beiträge: 2842 Wohnort: Big DO! Rock City
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:21 Titel: |
|
|
Ich fühle mich da ganz dem Artus Klischee verpflichtet. Also: Ein "Knight in shining armour", auf jeden Fall. Aber eben auch eine Figur von höfischem Benehmen, Höflichkeit, Geduld usw.
Historisch bin ich so oder so nicht bewandert genug, um diesem Bild ein realistischeres gegenüberstellen zu können. Ich bin aber auch der Meinung, dass der Ritter auf Abenteuercons schnell zu einem Kämpfer wie jeder andere werden kann, wenn nicht ein paar andere Spieler den Ritter eben wie einen Ritter behandeln. Ob das jetzt Gefolge oder einfach andere Spieler sind, ist dabei unerheblich. Ritter ist keine Einzelrolle. Wie eigentlich jeder Adel. _________________ http://heroiceast.wordpress.com/
Pen&Paper im grimmen Fernost!
http://goblinbau.wordpress.com
Fantasy RPG und Grenzberg - ein Dungeonslayers Setting
Nächste Con: Intothewood, 28. - 30. September (ja, ich weiß, dass das noch dauert -.-) |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Reveska
Alter: 17 Anmeldedatum: 23.07.2010 Beiträge: 40 Wohnort: Österreich
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:26 Titel: |
|
|
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: |
Nur stellt sich jetzt eben die Frage, wie sehr das dem echten Bild eines Ritters entspricht |
Kurz gesagt: In meinen Augen zumindest bei den Rittern der Kreuzzüge gar nicht. Die werden kaum im heiligen Land wie die wahren Christen gnädig, barmherzig und aufrichtig gewesen sein. Wahrscheinlich habe sie genauso vergewaltigt, geraubt und versklavt wie alle anderen auch. |
Und trotzdem haben sie damit eigentlich ihre Pflicht erfüllt. Nämlich das heilige Land für ihren Glauben zu erobern. Und ich für meinen Teil bin der Meinung dass das durch die Kirche durchaus gerechtfertigt und eben gutgeheißen wurde, wenn sie da ein wenig härter durchgegriffen haben (bezogen auf die Gnade).
Kann man alles relativ drehen und wenden wie man will. Menschen haben den Hand dazu Dinge nur einseitig zu sehen, vorallem wenn sie glauben etwas Gutes zu tun...
Edit: Für mich trennt das Auftreten eines Ritters ihm vom 0815-Kämpfer. Meiner Meinung nach würde ein Ritter sich niemals sofort selbst vor die Klinge werfen (auch wenn das nicht ganz den Idealen entspricht) sondern zuerst die einfachen "Bauern" opfern. |
|
| Nach oben |
|
 |
Schwannis Moderator

Alter: 16 Anmeldedatum: 15.01.2010 Beiträge: 3924 Wohnort: Wo man über spitze Steine stolpert.
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:33 Titel: |
|
|
In meinen Augen ist es das Edle was den Ritter vom Hauptmann trennt und dass sollte auch in meinen Augen im Spiel deutlich werden. _________________ Schwannis vult!
| Voiceless der Niedliche hat Folgendes geschrieben: | | Ein Holzgriff kann sich bekanntermaßen um den Hals des Gegners wickeln! |
|
|
| Nach oben |
|
 |
profoss
Anmeldedatum: 10.02.2008 Beiträge: 391
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:35 Titel: |
|
|
na gut, dann zu den Kreuzrittern. Um an den Film Königreich der Himmel zu erinnern, so könnte ein Kreuzrittercharakter ja eher Richtung Guy de Lusignan tendieren oder eher Richtung Tiberias. Oder Balean, aber das wäre ja dann der Larper ohne Gewandung, der den Baron mimen möchte
Und das wären nur verschiedene Extreme in einem einzigen Film.
In diesem Film sind alle (ausser Balean in Ausnahmen) durchaus gut gekleidet, aber (zumindest in meiner Erinnerung) nicht übertrieben, aber der Charakter der Ritter ist doch sehr unterschiedlich. |
|
| Nach oben |
|
 |
Reveska
Alter: 17 Anmeldedatum: 23.07.2010 Beiträge: 40 Wohnort: Österreich
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:39 Titel: |
|
|
@ Schwannis:
Das Edle, ich denke kaum eine Schlacht ist edel. Very Happy
Aber abseits vom Schlachtfeld - was auch zu 80% des Ritters Aufenthaltsort sein sollte - sollte er durchaus diesem Bild nachkommen.
| profoss hat Folgendes geschrieben: | na gut, dann zu den Kreuzrittern. Um an den Film Königreich der Himmel zu erinnern, so könnte ein Kreuzrittercharakter ja eher Richtung Guy de Lusignan tendieren oder eher Richtung Tiberias. Oder Balean, aber das wäre ja dann der Larper ohne Gewandung, der den Baron mimen möchte
Und das wären nur verschiedene Extreme in einem einzigen Film.
In diesem Film sind alle (ausser Balean in Ausnahmen) durchaus gut gekleidet, aber (zumindest in meiner Erinnerung) nicht übertrieben, aber der Charakter der Ritter ist doch sehr unterschiedlich. |
Ich bin wohl kein großer Fan des Kreuzritters... Gibt es einen Kreuzritter ohne Kreuzzug? Und wenn, was verschlägt ihn dann auf Con XY. |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 28 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 6885
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:45 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Ich bin wohl kein großer Fan des Kreuzritters... Gibt es einen Kreuzritter ohne Kreuzzug? Und wenn, was verschlägt ihn dann auf Con XY. |
Gibt es durchaus. Den Kreuzzug gegen die Antielemente zum Beispiel. Oder den Kreuzzug gegen das "schwarze Lager" auf dem DF. Oder für das schwarze Lager. Ob ich eine Aufgabe nun Kreuzzug nenne oder nicht, die Aufgabe bleibt die gleiche.
Und Gründe für einen Ritter auf Con zu sein mag es ebenso zahlreiche geben wie bei jeden anderen Chara. Beginnend bei recht großen, epischen Gründen (einen Drachen erschlagen um der liebsten zuhause als Hochzeitsgeschenk einen Drachenzahn zu bringen) über eher weltliche Gründe (zum Beispiel das finden des /der liebsten) bis hin zu profanen Gründen (die Liebste hat einen zu Hause im Stroh mit der Magd erwischt......glaub mir es gibt keinen besseren Grund um das Land für längere Zeit sehr sehr schnell zu verlassen). |
|
| Nach oben |
|
 |
Konrad

Anmeldedatum: 29.06.2009 Beiträge: 206
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:49 Titel: |
|
|
Mit anderen Worten:
Euer Ritterbild entspricht am ehesten dem ritterlichen Ideal, dass auch in der Ritterzeit oft gefordert und selten erreicht wurde. Weil es eben Ideal waren, keine Realität. So gesehen hatte der (Klischee-)Ritter des Mittelalters wohl viel gemeinsam mit der (Klischee-)Hausfrau der 70er Jahre, die, aller Realität zum Trotz, es als Aufgabe betrachtete, nach Außen einen schönen, sauberen Schein zu wahren
Ich meine das im übrigen gar nicht negativ. Ich bin ein großer Verfechter der Einhaltung von Klischees im Larp - von daher finde ich auch das Spielen eines Klischee-Ritters absolut passend und stimmig.
Zuletzt bearbeitet von Konrad am 23.08.2010, 17:52, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Reveska
Alter: 17 Anmeldedatum: 23.07.2010 Beiträge: 40 Wohnort: Österreich
|
Direktlink | Verfasst am: 23.08.2010, 17:50 Titel: |
|
|
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | ... bis hin zu profanen Gründen (die Liebste hat einen zu Hause im Stroh mit der Magd erwischt......glaub mir es gibt keinen besseren Grund um das Land für längere Zeit sehr sehr schnell zu verlassen). |
Made my day!
...ich hatte mich ein wenig auf das historische versteift, du hast natürlich recht.
Trotzdem bleib ich Anhänger des romantischen-literarischen Ritters. *g*
Edit: Stimme Konrad zu - vorallem dem Punkt, nach außen hin zu schönen. Denn das bietet meiner Meinung nach am meisten Bandbreite für einen Charakter. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
Thema: Ritter im Larp - Kampfschweine oder romatisch
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Larp,
Larp Forum,
Larp Shop,
Larp Waffen,
Larp Bilder,
Larp Mittelalter,
Larp Schwert ,
Larp Rüstung ,
Larp Videos ,
Larp Ausrüstung ,
Larp Kleidung ,
Fantasy Bücher
Larp Forum Sitemap:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176
|