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Thema: Rüstungtragen auf Con


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Lorenz



Alter: 32
Anmeldedatum: 15.06.2009
Beiträge: 1094
Wohnort: Köln

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 08:52    Titel: Rüstungtragen auf Con

Guten Morgen zusammen,

ich gebs zu, ich bin bekennender "Nicht-Rüstungsträger", wenn keine unmittelbare Bedrohungslage über dem Con hängt. Was bedeutet, das mein Ritter außer zur Anreise/Endschlacht oder wenn ne Gruppe in den Wald begleitet, meist nur leicht gerüstet (15.JHd geschnürter Gambeson, vielleicht noch Beinschienen und mein Schild + Polsterhaube) oder gar nicht gerüstet herumläuft.
Das geht sogar soweit, dass ich meinen Schwertgurt abgürte und im Arm trage anstatt an der Hüfte.

Für mich bedeutet das tragen des Wappenrocks eigentlich immer, dass man in den Krieg oder eine grosse Schlacht zieht. Und wenn keine unmittelbare Gefahr (und damit sind nicht alle 2 Stunden mal nen Angriff gemeint) herrscht, lasse ich auch den Wappenrock aus. Ein Wappenrock ohne Rüstung geht auch schonmal gar nicht.

Jetzt frage ich mich aber schon, ob das nicht kontraproduktiv ist in der Darstellung. Wenn ich mir meine "Kriegerkollegen" so anschaue, scheinen die keine Zivilkleidung und auch keine "Freizeit" zu haben, die trifft man immer im vollen Kriegsornat an. Ich könnte das auch, erachte es aber InTime als unnötig.
Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.

Ich hätte halt gerne ehrliche Meinungen dazu, ob man als ausgemachter Kämpfercharakter besser immer in Rüstung anzutreffen und "Bereit zur Schlacht" ist oder ob es okay ist, die Rüstung abzulegen, wenns nicht unmittelbare Gefahren gibt?
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Konrad




Anmeldedatum: 29.06.2009
Beiträge: 206

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 09:16    Titel:

Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach irgendwo dazwischen.

- Je nach Con, muss man eben auch ständig damit rechnen, in kriegerische Handlungen verstrickt zu werden - Man "lebt" an diesem Wochenende faktisch im Kriegsgebiet und es herrscht eben Kriegszustand. Von daher ist auf Cons, bei denen es dazu gehört, dass immer mal eine NSC-Welle oder Ähnliches reinschneit, durchaus angebracht gerüstet und mit Wappenrock bereits zu stehen.
Da die Krieger unserer Gruppe inzwischen alle um die 25-30 Kilo Rüstzeug angesammelt haben, laufen wir auch nicht den ganzen Tag voll gerüstet umher (Stattdessen z.B. nur Gambeson und Helm) tragen aber zumeist den Wappenrock.

- Der Wappenrock ist für viele Gruppen auch ein Zusammengehörigkeitsmerkmal. Abends in der Taverne/ Stadt sind wir dann in "zivil", also ohne Kriegsausrüstung und Wappenrock unterwegs.

- Charaktere, die ständig voll gerüstet umherlaufen, tun dies meines Erachtens hauptsächlich aus zwei Gründen
1) Der Spieler ist Anfänger und fühlt sich noch voll cool, wenn er voll gerüstet in der Taverne sitzt
2) Der Spieler ist Anfänger und besitzt so gut wie keine Gewandung, da er nur in Rüstzeug investiert hat.
(Über Sinn und Unsinn kann man streiten, aber nicht jeder beginnt seine Larp-Karriere in den einschlägigen Foren - Bei mir war es auf den ersten beiden Cons jedenfalls so)


Zuletzt bearbeitet von Konrad am 19.08.2010, 09:18, insgesamt einmal bearbeitet
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Aeshma
Moderator


Alter: 23
Anmeldedatum: 05.05.2009
Beiträge: 6145
Wohnort: Edigheim

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 09:16    Titel:

Zitat:

Jetzt frage ich mich aber schon, ob das nicht kontraproduktiv ist in der Darstellung. Wenn ich mir meine "Kriegerkollegen" so anschaue, scheinen die keine Zivilkleidung und auch keine "Freizeit" zu haben, die trifft man immer im vollen Kriegsornat an. Ich könnte das auch, erachte es aber InTime als unnötig.
Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.


Ich glaube bei den meisten liegt es einfach am Fehlen einer gescheiten Zivielgewandung.

Ein Ritter ist für mich in erster Linie ein Adeliger.
Ich finde es sogar GUT, wenn ein Ritter diesen Teil seiner Darstellung in den Vordergrund rückt (ich gehe davon aus, dass deine Zivielgewandung ensprechend ist Wink )

Immer gerüstete Ritter finde ich weniger schön, als "deine" Variante.

Grüße
Aeshma
_________________
Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Chevalier



Alter: 31
Anmeldedatum: 21.01.2010
Beiträge: 3559
Wohnort: Wiesbaden

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 09:47    Titel:

Wer will denn beim Frühstück schon im Kettenhemd rumsitzen? ^^

Wappenrock...also wenns son Wappenlappen ist: den kann man ja theoretisch zu allem tragen. Dient ja meist dem Erkennen des Charakters bzw. seines Wappens. Ansonsten habe ich an meiner zivilen Kleidung allein durch Farben, des ganzen Wappens aufgenäht an der Kleidung oder Wappenteile (wie meine goldenen Herzen auf rotem Stoff), eine Halskette mit silbernen Löwenanhänger etc. den gleichen Wiedererkennungswert.
_________________
...
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Lorenz



Alter: 32
Anmeldedatum: 15.06.2009
Beiträge: 1094
Wohnort: Köln

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 11:10    Titel:

Naja, hier mache ich es aber auch ein wenig anders, meine Zivilkleidung hat zwar die gleiche Farbe wie meine Wappenfarbe, aber das wars dann auch. Mein Wappen findet sich nur auf meinem Schild und auf den Scheinärmeln meines Wappenrockes.
Ich muss nicht überall und immer mein Wappen jedem unter die Nase halten, find ich auch immer etwas übertrieben.

Ich meine, man sollte durch RP seinen Stand vermitteln und nicht dadurch, dass das eigene Wappen überall "draufgetackert" ist Smile
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Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8168

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 11:31    Titel:

Nana, dass sind aber schon üble Vorurteile ~da mal eingreifen muss~.

Ich denke es kommt letzten Endes auf die Rüstung und die Art des Kriegers an.

Zitat:
Ich glaube bei den meisten liegt es einfach am Fehlen einer gescheiten Zivielgewandung.


Zivilgewandung ist in mehrfacher und recht hübscher Ausfertigung vorhanden, wenn auch nicht die eines Ritters *mag daran liegen dass ich keinen Ritter spiele, aber darauf war die Frage ja nicht beschränkt*. Dennoch halte ich eine gewisse Grundrüstung meistens für sinnvoll. Die würde in meinen Augen aus Kettenhemd und einer entsprechenden darunterliegenden Gambeson/Unterkleidung bestehen. Der für mich und meinen Chara positive Vorteil: Man gewöhnt sich dran. Inzwischen ist es auch möglich einen Botengang bzw ein Botenrennen aus der belagerten Burg zu machen und dabei auch mal 4-5 Pfeiltreffer einzustecken was eben ohne Rüstung und Helm zu entsprechenden ableben führen würde.

Zitat:
Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.


Finde ich OT und fände ich auch IT voll und ganz in Ordnung. Ein Ritter hat zwar in meinen Rollen einen starken "Kampfaspekt", dennoch gibt die Rolle eben mehr als den Kampf her. Schöne Frauen beeindruckt man eben nur schwer in der "dicken Vollplatte" sondern im Fall eines Klischeeritters eher als charmanter Kavalier und auch eine gewisse Diplomatie kann zur Ritterrolle gehören. Beim Tavernenbesuch hätte der Ritter vielleicht IT am besten seine zwei grimmig aussehenden Spießträger dabei die vor der Taverne im Kettenhemd warten während der Chef zecht. Gerwin hat sich zwar nach einigen Räuberüberfällen (eigenartigerweise immer direkt nach dem Tavernenbesuch, die machen dass wohl mit Absicht) gewöhnt sein Kettenhemd und den Helm mitzunehmen, legt dieses aber meist beim Besuch selbst ab und danach wieder an. Je nach Bedrohung fände ich aber auch ein völliges im Lager lassen der Rüstung in Ordnung.

Letzten Endes kommt es wohl echt auf die Rolle und die Art der Rüstung an. Gerade bei einen Ritter sind wohl Plattenrüstteile angebracht. Eine halbwegs komplette Plattenrüstung dürfte aber den ganzen Tag lang nicht ohne Einschränkungen tragbar sein. Das tragen nur einzelner Rüstteile (am besten der Schultern für "breite Schultern") finde ich dann eher lächerlich, so dass ich einen Ritter durchaus auch in schöner Zivilgewandung als Ritter ernstnehmen würde. Zum Nordmann z.B.: gehört dann in meinen Augen schon eher Kettenhemd und Helm an den Körper wenn er nicht gerade "gänzlich unbedroht ist". Und dass wäre man als Nordmann selten, schöne Beute für den nächsten Kriegszug liegt schließlich oft unverhofft auf der Straße.

Gruß

Gerwin
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Konrad




Anmeldedatum: 29.06.2009
Beiträge: 206

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 11:40    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Inzwischen ist es auch möglich einen Botengang bzw ein Botenrennen aus der belagerten Burg zu machen und dabei auch mal 4-5 Pfeiltreffer einzustecken was eben ohne Rüstung und Helm zu entsprechenden ableben führen würde.

Guck an - und ich hätte schwören können, das nach gängiger Larp-Konvention "4-5" Pfeiltreffern auch bei Gambeson und Ringpanzer zum Ableben führen würden... *hüstel*


Für mich ist die Grundlage schlicht das Gefährundpotenzial - Im Kriegsgebiet, sprich auf Cons bei denen ständig mit Angriffen gerechnet werden muss, ist das Tragen eines gewisssen Rüstschutzes angebracht. In "befriedeten Gebieten", also zum Beispiel der abendlichen Taverne hingegen völlig unpassend - Wer Zeit und Muße hat sich zu betrinken, rechnet wohl nicht mit einer baldigen Schlacht, sondern will sich entspannen. Dabei ist das Tragen einer Rüstung ja meist eher hinderlich.
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Gerwin



Alter: 29
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Beiträge: 8168

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 11:59    Titel:

Zitat:
Guck an - und ich hätte schwören können, das nach gängiger Larp-Konvention "4-5" Pfeiltreffern auch bei Gambeson und Ringpanzer zum Ableben führen würden... *hüstel*


Zitat:
Anders der Kettenpanzer aus flachen und voll vernieteten Ringen.
Zunächst drei Volltreffer aus kurzer Distanz vermochten das Geflecht nicht zu
durchdringen, die Pfeile prallten regelrecht vom Material ab. Erst ein vierter Schuss
zerbrach die Vernietung und der Pfeil drang dann durch den Panzer in die
Zielscheibe.


Von: http://german.gdfbglobal.com/durchschlagskraft-pfeile.pdf

Wenn an diesen Punkt die gängige Larpkonvention darauf hinausläuft dass auch ein Kettenhemd dass diesen Namen verdient keinerlei (!) Schutz gegen Pfeiltreffer verdient und letzten Endes ein Plattenpanzer die einzige Lösung ist dann ist diese Konvention gelinde gesagt falsch. Man mag sich nun über den Versuchsaufbau streiten, bei entsprechenden Interesse kann man dass aber gerne mal mit einen Stück anständigen Kettengeflecht, einen 50 Pfund Bogen und einer Melone nachspielen. Da nehme ich mir persönlich dann schon das recht raus nicht beim ersten Treffer gegen das Hemd zu Boden zu gehen.

Sonst gänzlich deiner Meinung.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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ro'gosh



Alter: 19
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Beiträge: 1376
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 12:35    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:

Von: http://german.gdfbglobal.com/durchschlagskraft-pfeile.pdf

Wenn an diesen Punkt die gängige Larpkonvention darauf hinausläuft dass auch ein Kettenhemd dass diesen Namen verdient keinerlei (!) Schutz gegen Pfeiltreffer verdient und letzten Endes ein Plattenpanzer die einzige Lösung ist dann ist diese Konvention gelinde gesagt falsch. Man mag sich nun über den Versuchsaufbau streiten, bei entsprechenden Interesse kann man dass aber gerne mal mit einen Stück anständigen Kettengeflecht, einen 50 Pfund Bogen und einer Melone nachspielen. Da nehme ich mir persönlich dann schon das recht raus nicht beim ersten Treffer gegen das Hemd zu Boden zu gehen.

Sonst gänzlich deiner Meinung.



Wenn du schon mit Reallismus anfängst solltest du aber auch beachten dass "reale" Kettenhemden vll. gegen Pfeile schützen = MINDESTENS vernietet wenn nicht sogar Flachring, diese Larp-Billigkettenhemden haben genau 0 Schutzwirkung gegen nen Pfeil, der geht da einfach durch wie durch ne Lage Stoff...

Wenn du nen vernietetes hast nem ich alles zurück, ansonsten ist dein Argument leider Schwachsinn.
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Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8168

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 12:52    Titel:

Es ist eine Mischung aus vernieteten Rundringen und gestanzten Flachringen im extremkleinen Durchmesser.
Und dass unter anderen gerade UM sich entgegen den Larpstandard das Recht herausnehmen zu dürfen Pfeile auch mal zu ignorieren.

Detailaufnahme des ganzen:

http://www.bilderspace.de/bild.php/13686,005jpgUAUDI.jpg

also kein Grund zur Besorgnis, wenn Schutz dann richtig

Grüße

Gerwin
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Konrad




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Beiträge: 206

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 12:58    Titel:

@Gerwin

Verstehe schon - Wer genügend Geld und Aufwand mit seinem (Aus-)Rüstung betreibt und zudem noch "historische Fakten" ins Larp einbringen kann, ist nicht mehr an die üblichen Spielpraktiken gebunden - Das Risko, dass man ihm vorwirft, er spiele nicht aus, trägt er zwar alleine, tut dies aber gerne, weil er sich ja die materiellen OT-Überlegenheit seiner Ausrüstung bewusst ist, so dass die ganzen "Pappnasen", die Erwartungen an bestimmte Trefferwirkungen haben, mal schön ruhig sein sollen...
Rolling Eyes

Man, bin ich froh, dass der Forenalltag recht wenig mit dem Larp-Alltag zu tun hat - andernfalls kämen wahrscheinlich keinen fünf Minuten durchgängiges Spiel heraus, bei all den Sonderregeln, -Wünschen und 1-Mann-Konventionen, die in der Theorie umhergeistern.
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Ian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 13:14    Titel:

Dazu möchte ich aber noch sagen, dass unvenrietete Kettenhemden zumindest in der Antike eine zeitlang im Gebrauch waren (und das sicher nicht wegen ihrem hübschen Aussehen). Dass vernietete Hemden sich durchgesetzt haben zeigt aber, dass sie den unvernieteten doch überlegen sind.
Was Flachringe angeht, so sind diese, zumindest bis ins Hochmittelalter hinein, soweit ich weiß, nicht nachweißbar und wären daher, für eine historische Darstellung bis ins Hochmittelalter, nicht zu gebrauchen (was allerdings Motzen auf hohem Niveau ist, aber wenn man schon mal dabei ist...).
Ob Kettenhemden Pfeile abhalten, kann ich nicht sagen, denke aber, dass die punktuelle Belastung bei einem Langbogen oder einer Armbrust zu stark wird für das Gewebe. Wäre das Kettenhemd eine ideale Rüstung gewesen, dann hätte man sie wohl kaum durch eine andere erstetzt. Wink
_________________
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Drogoth



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 13:29    Titel:

Also ich finde, wenn man eben nicht von dauernder Bedrohung ausgehen muss, dann kann man die Rüsse auch mal ausziehen. Wer aber einen geeigneten Körperbau hat oder wo die Rüstung wirklich eine Gewisse Aussagekraft hat, da kann man sie schonmal länger anlassen. Ich hätte auch keine Lust, wegen jeder Kleinigkeit so eine ganze Vollplatte an und auszuziehen.
_________________
"Nichts ist beständiger als der Wandel"
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Gerwin



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Beiträge: 8168

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 13:40    Titel:

Zitat:
@Gerwin

Verstehe schon - Wer genügend Geld und Aufwand mit seinem (Aus-)Rüstung betreibt und zudem noch "historische Fakten" ins Larp einbringen kann, ist nicht mehr an die üblichen Spielpraktiken gebunden - Das Risko, dass man ihm vorwirft, er spiele nicht aus, trägt er zwar alleine, tut dies aber gerne, weil er sich ja die materiellen OT-Überlegenheit seiner Ausrüstung bewusst ist, so dass die ganzen "Pappnasen", die Erwartungen an bestimmte Trefferwirkungen haben, mal schön ruhig sein sollen...
Rolling Eyes


Von nicht ausspielen war nie die Rede. Ich gebe dem Ding nur die Punkte die das Regelwerk vorsieht (meistens um die 4) und beschränke das ausspielen der Treffer auf das in der jeweiligen Situation nötige. Es ging lediglich um die Tatsache dass nicht 4 Pfeilschüsse auf das Kettenhemd AUTOMATISCH zum ableben führen müssen. Und ganz ehrlich (dass jetzt rein subjektiv und am Thread ein wenig vorbei) erwarte ich persönlich auch von einen Plattenträger ein anständiges ausspielen bei Pfeilbeschuss. ZUMINDEST wenn die Platte nicht einen so gehobenen Qualitätsstandard entspricht dass ich subjektiv sagen würde: Nö...da kommste halt nicht durch. Dennoch pampe ich keinen Mytholonträger zusammen wenn er eben die Treffer ignoriert.

Wenn es aber auf einen Con wirklich GELEBTE Konvention ist dass ein Großteil der Kettenträger den dritten Schuss nicht überlebt würde ich auch für die in Frage stehende Kette keine Ausnahme machen. Kurz gesagt, es kommt auf die entsprechende Spielumgebung an. Und generell halte ich es nicht für verwerflich historische Fakten ins Larp einzubringen wenn diese zu einen höheren Ausrüstungsstandard führen und in die entsprechende Umgebung passen. Mitgrund für die Anschaffung des Hemdes war eben auch einen gelebten Constandard (schonmal den Kettenträger gesehen der nach dem ersten Pfeiltreffer in den Bauch jammernd zu Boden geht und sich aus dem Kampf zurückzieht? Seltenheitswert) in eine für mich halbwegs erträgliche realistische Form umzusetzen.

Das Beispiel mit dem "Rüstungslauf" war vielleicht aber etwas schlecht (und extrem) gewählt. Sagen wir so: Es gab schon Situationen bei denen das schnelle überbringen einer Botschaft im ungerüsteten Zustand mit Sicherheit zum Tod geführt hätte. In dem Fall war ich doch recht dankbar an das Hemd insoweit gewöhnt zu sein dass man auch mal einen knappen Kilometer Dauerlauf hinter sich bringen kann. Danach ist sowohl Chara als auch Spieler jedoch so erschöpft dass er erstmal am Boden zusammensinkt und sich auch die nächste halbe Stunde nur noch in Zeitlupe bewegen wird.

Zitat:
Ob Kettenhemden Pfeile abhalten, kann ich nicht sagen, denke aber, dass die punktuelle Belastung bei einem Langbogen oder einer Armbrust zu stark wird für das Gewebe. Wäre das Kettenhemd eine ideale Rüstung gewesen, dann hätte man sie wohl kaum durch eine andere erstetzt.


Ich denke um ehrlich zu sein, die Masse machts. Ein Kettenhemd mag einen einzelnen Treffer aus dem Langbogen stand halten, vielleicht auch einen zweiten oder dritter aber irgendwann trifft der Bogen günstig und das Hemd hält nicht mehr. Eine Plattenrüstung hält offensichlich länger stand, ob hier ein Pfeil aus dem entsprechenden Bogen nicht auf Dauer auch seinen Weg findet oder Plattenträger gegen Pfeile "unverwundbar" waren kann ich nicht beurteilen. Auserdem dürfte ein Treffer auf ein Kettenhemd auch wenn dieses hält sehr unschöne Prellungen am Körper verursachen die wohl bei der Platte eher gering wären.

Ob unvernietete Kettenhemden/unverbundene Kettenhemden jedoch in der Antike je längere Zeit in Gebrauch waren vage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln da schon die Römer nach heutiger Ansicht nur verbundene benutzt haben. Soweit ich weiß ist da nur ein Fund aus einen (keltischen) Grab bekannt...aber sicher wissen da andere mehr

Gruß

Gerwin

*hält sich eigentliche schon an gelebte Konventionen, bestreitet nur manchmal deren Leben*
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profoss




Anmeldedatum: 10.02.2008
Beiträge: 420

BeitragDirektlink | Verfasst am: 19.08.2010, 13:59    Titel:

Auf Cons, bei denen man keine Bedrohung erwartet, trage ich auch keine Rüstung und keinen Wappenrock. Das gilt auch, wenn das Con IT als Feiercon ausgeschrieben ist, aber das ganze sehr wohl zu den üblichen Angriffen "eskaliert". Dann rüstet man sich eben nach dem ersten Angriff.
Das Schwert habe ich dennoch meist dabei, dann aber oft im Arm oder von meinem Knappen getragen.
Das Wappen ist z.B. auch auf meinem Almosenbeutel oder dem einen doer anderen mantel drauf, man sollte mich erkennen können.
Den Wappenrock trage ich allerdings zu bestimmten Anlässen auch ohne Rüstung. Z.B. wenn ein Knappe zum Ritter geschlagen wird, um ihm entsprechend Ehre zu erweisen.
Oder wenn ich in offiziellem Auftrag meines Lehnsherren unterwegs bin. Bei einer Feier, zu der ich so anwesend bin, trage ich dann aber möglicherweise auch nur meinen alten Wappenrock über einem Kleid.
DAs mag nicht historisch sein, ich finde es aber schon stimmig.
Sobald Gefahr droht, dafür zählen auch immer wieder kleinere Angriffe mit 2 h Abstand, trage ich sehr wohl Rüstung und Wappenrock. Allerdings trage ich eh nur Kette, Gambeson, Kettenhaube, Helm und Kettenbeinlinge als gesamte Rüstung. In dem Fall der leichten Angriffe würde ich Helm und Beinlinge weglassen.

Und ja, auch mich hat man schon erstaunt/Herablassend angesehen, dass ich ohne Rüstung einen Ritter spiele, das war allerdings in einer Bärensteiner Taverne in Aranien (also für mich im eigenen Land, keine Gefährdung), der "Gesprächspartner" war aber wohl ein typischer Tavernengänger, der Ritter wohl nur in Rüstung kennt.

Sonst hatte ich auf Cons bisher keine Probleme in dieser Richtung.
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Thema: Rüstungtragen auf Con

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