Thema: Schildgrößen
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Bruder Leonhardt

Alter: 31 Anmeldedatum: 16.01.2011 Beiträge: 390 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 15:08 Titel: Schildgrößen |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: |
Deiner Argumentation folgend sollte man sich schlechter als in der Realität des Mittelalters rüsten um den "Spaß" zu erhöhen. |
Jep sollte man. Eigenartiger Weise bekommen nämlich andere Charakterkonzepte des öfteren zu hören "Dein Schild ist zu groß". Schon erlebt bei Römern und den entsprechenden Normannen mit Kytheschild. Und dass obwohl diese Schilde sich an der historischen Realität orientierten. Eigenartiger Weise bin ich mir auch ziemlich sicher dass die meisten Larper wenn ich mir für einen fiktiven normanischen Krieger diesen Schild bestellen würde sagen würden "Nee...ist zu groß". Und eigenartiger Weise wurde selbst bei einen 80 cm Rundschild hier an diesen Forum schon gesagt: Neee macht keinen Spaß mehr. All diese Schilde entsprechen der Realität .
| Zitat: | | und es nicht vorab exakte Messdatenforderungen gab |
Gab es. War ja mein Fehler dass ich darauf vertraut habe dass das 80 cm Rundschild wirklich 80 cm hat. Deshalb hätte ich ja auch verstanden wenn die SL gesagt hätte: Neee ist zu groß..können wir nicht zulassen. |
Ich empfinde diese “dein Schild ist zu groß“ Diskussion als sinnfrei, in etwa so wie jegliche andere Diskussion über Geschmack. Ich würde daher je nach Setting eher einen historischen oder Fantasy-Kontext als Maßstab heranziehen.
Denn wenn andere sagen können, ihnen fehlt der Spaß, weil sich ein mittelalterlicher Elitekrieger plötzlich nicht mehr von Bauer Kunz umhauen lässt, kann ich auch sagen, dass ich die 25kg Ausrüstung nicht umsont rumschleppe, und Spaß daran habe, meinen Templer so historisch wie möglich zu gestalten. Andere könnten sagen, dass sie keinen Spaß daran haben, einen Helm zu tragen. "Spaß" ist wirklich ein sehr schwer zu definierender Anhaltspunkt.
"Das taucht bei DSA, AD&D und Co nicht auf" oder "das gab es / gab es nicht um ca. 1200" sind dagegen sehr viel eher geeignet, einen Rahmen bezüglich des machbaren und auf einem Con brauchbaren zu setzen.
Und bezüglich der Zentimeter-Maßprobleme bei zu großen Schilden: Gesunder Menschenverstand schlägt alle Regeln. Wenn du an jemanden gerätst, der da sklavisch das Maßband anlegt, dann ist das natürlich schade, denn dazu besteht überhaupt keine Notwendigkeit. |
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 15:18 Titel: |
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Wir waren beide fast zeitgleich mit unserer Eröffnung des Threads. Sprich..nebenan ist ein ähnlicher.
Wenn das Thema bei Schildgrößen bleibt können wir meinen ja löschen (lassen). |
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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3559 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:04 Titel: |
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Schildgrößen können wir hier ja extra diskutieren. :>
Im Vexin (unserem Larpland) gibt es einen Hang unter den Rittern dazu "Wer hat den kleinsten Schild, ohne dass dass es wie ein Buckler aussieht?", gegen den ich mich vehement stemme.
Zumal mein Ritter mehr oder weniger absichtlich derzeit höchstens mal Schienbein-Platten trägt. Der Oberschenkel hat keine gesonderte Rüstung. Das Kettenhemd fällt ein wenig drauf, aber das ist minimal, wenn man sich im Kampf bewegt. Allerdings neige ich ohne hin zu der Stellungnahme "Mein Schild ist aus bemaltem Holz mit Metallapplikationen...das geht kaputt wenn da jemand draufkloppt...und von Zweihandwaffen allemal schneller!". Das heißt nach einem ordentlichen Kampf sehe ich es nur noch als Ballast und werfe es weg; danach benutze meinen Anderthalbhänder (!) nicht mehr als Einhandwaffe, sondern eben mit anderthalb Händen.
Und ich bin niemand der sagt "Uh die tragen fette Platte UND Schilde..wie unfair!", sondern ich suche dann Wege im Spiel sie taktisch auszuschalten, sie auseinander zu locken, in Fallgruben zu bugsieren, Magier einzusetzen, Überfälle von hinten... Zumal eine SL selten sowas als NSCs einsetzt und eine SL wiederum auch ihre Wege hat ggf. solche Personen auszuschalten, wenn sie der Überzeugung ist, dass dieser Charakter zu stark ist im Moment. Und Spieler vs. Spieler kommt sos elten vor, dass es in meinen Überlegungen kaum eine Rolle spielt. Wenn da ein anderer Spieler meint einen vollgerüsteten Ritter anzugreifen darf er sich kaum über dessen Rüstung beschweren... "Eh der ist zu gut gerüstetUND hat einen großen Schild, den kann ich ja gar nicht töten!" "Dann greif ihn halt nicht alleine an!" _________________
...
Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
DSA-GG&P2012 - Die große Kabinettstjoste 31.8. bis 02.09.2012
Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012 |
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Nount

Alter: 27 Anmeldedatum: 08.06.2007 Beiträge: 1866 Wohnort: Osnabrück und Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:13 Titel: Re: Schildgrößen |
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Vorweg: In meinem Spielumfeld sind Schilde unzerstörbar, trotzdem sehe sich sehr häufig sehr große Schilde.
| Bruder Leonhardt hat Folgendes geschrieben: | Und dass obwohl diese Schilde sich an der historischen Realität orientierten.[...] All diese Schilde entsprechen der Realität . |
Es ist vollkommen gleichgültig, ob ein Schild der Realität entspricht oder historisch belegbar ist.
Es geht nicht darum, dass ein Schild "unrealistisch groß" wäre.
Es geht darum, dass es einen Unterschied zwischen Larp und der (historischen) Realität gibt:
Im Larp sind Schilde unzerstörbar. Das heißt: Ein Schild ist eine tragbare Mauer. Wer sich hinter einem großen Schild versteckt, ist praktisch unbesiegbar. Und nutzt damit die Regeln aus.
| Zitat: | | Denn wenn andere sagen können, ihnen fehlt der Spaß, weil sich ein mittelalterlicher Elitekrieger plötzlich nicht mehr von Bauer Kunz umhauen lässt, kann ich auch sagen, dass ich die 25kg Ausrüstung nicht umsont rumschleppe, und Spaß daran habe, meinen Templer so historisch wie möglich zu gestalten. Andere könnten sagen, dass sie keinen Spaß daran haben, einen Helm zu tragen. "Spaß" ist wirklich ein sehr schwer zu definierender Anhaltspunkt. |
Auch in voller Plattenrüstung hat man sehr wenig Chancen gegen große Schilde.
Gegen historische Orientierung spricht: Im Larp sind andere Dinge wichtig als die, die damals wichtig waren.
Dem Römer oder mittelalterlichem Ritter ging es nicht um Spaß! Sondern um Effektivität; darum, nicht besiegt zu werden. Darum geht es im Larp gerade nicht! Sondern darum, dass es beiden Seiten Spaß macht, miteinander zu kämpfen (statt gegeneinander).
Wenn ein einzelner Spieler einen großen Schild trägt, ist das kein Problem. Wenn einer hat, wollen aber alle. Weils ja "so wunderbar effektiv ist", wie sie finden (und dabei nur an sich selbst, nicht an ihre Mitspieler denken). Dann bekommt man Riesenschildwälle und ich gehe nach Hause, weil ich mich genausogut vor eine Mauer stellen könnte.
Viel Rüstung oder nicht ist egal. Rüstung ist nicht unzerstörbar.
Edit: Aussage hoffentlich klarer ausgedrückt  _________________ Entspanne dich.
Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt.
Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)
Zuletzt bearbeitet von Nount am 26.04.2011, 16:44, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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inLarp

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Bruder Leonhardt

Alter: 31 Anmeldedatum: 16.01.2011 Beiträge: 390 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:18 Titel: |
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Warum ist Rüstung zerstörbar, aber Schilde nicht? Ich glaube das kann man so nicht verallgemeinert stehen lassen. Die Schwächen von manchen Punkteregelwerken haben mit Larp allgemein erstmal wenig zu tun.
Ich selbst habe es noch nie erlebt, dass mich der Schild eines Gegners (sofern ich selbst einen hatte) vor nennenswerte Probleme gestellt hätte.
| Zitat: | | Wenn ein einzelner Spieler einen großen Schild trägt, ist das kein Problem. Wenn einer hat, wollen aber alle. Weils ja so wunderbar effektiv ist. |
Du kannst nicht in einem Satz argumentieren, dass es allen nur ums Miteinander geht, im nächsten dann aber sagen, es geht nur um die Effektivität. Was nun? |
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4535 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:27 Titel: |
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Ich kämpfe sehr ungern gegen große Schilde, weil es da unter den üblichen Bedingungend es Larpkampfs nur zwei nichtmagische Angriffsmöglichkeiten gibt: Angeln nach den Unterschenkeln oder nach dem Waffenarm, oder mit dem eigenen Schild auf nahe Reichweite zu gehen und der Versuch, mit langem Arm nach dem Rücken oder Schulter zu angeln. Beides führt meiner Erfahrung nach auf beiden Seiten zu einer abwartenden, undynamischen Kampfweise, die weder spaßig noch schön anzusehen ist, und macht Fernkämpfer praktisch nutzlos, weil Schüsse über den Schild die gefahr gefährlicher Kopftreffer nach sich ziehen.
Auch wenn ich ganz gerne selber mit dem Schild kämpfe (bzw gekämpft habe, als ich noch einen hatte), würde ich aus diesem Grund immer eher kleinere Schildformen wählen (80x60 oder kleiner), ganz unabhängig vom jeweils bespielten Charakter. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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Hana

Alter: 27 Anmeldedatum: 03.01.2007 Beiträge: 2867 Wohnort: Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 16:40 Titel: |
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Ich behaupte mal, Stefanie wollte sagen: Es sollte allen ums Miteinander-Spielen gehen, allerdings geht es zu vielen um Effektivität. Das ist das Problem
Wenn man über Schildgrößen diskutiert, sollte man neben seiner Meinung tatsächlich erwähnen, ob im eigenen Spielumfeld mit schnell zerstörbaren, nach einer Weile zerstörbaren oder regeltechnisch unzerstörbaren Schilden gespielt wird, das ist tatsächlich ein Riesenunterschied.
Allerdings war ich mal auf einem Con, wo Schilder zerstörbar waren, es dann aber Zauber wie "Schilde verstärken" und "Schilde reparieren" gab, so dass die Schilde in der Praxis doch unzerstörbar waren.
Ich spiele häufig auf Cons, auf denen die Schilde regeltechnisch nicht oder nur durch Ausnahmen (Schildbrecher) kaputt gehen, daher mag ich keine großen Schilde. Auf Cons, wo man nicht nur Schlachten direkt vorm Lager hat, finde ich für Schildträger kleinere, dafür unkaputtbare Schilde angenehmer, da man dann nicht mitten im Wald nicht weiß wohin mit dem IT zerstörten Schild Grundsätzlich kann ich aber auch mit großen, fix zerstörbaren Schilden gut leben.
Leider machen sich viele Spieler einfach keine Gedanken darüber, wieviel Spaß der Gegner am Kampf mit ihnen hat, nicht nur die Schildgröße betreffend. Auch auf Schilde=unzerstörbar-Cons hat man daher große Schilde.
Orgas, die Regeln für Schilde aufstellen, machen leider oft den Denkfehler "groß = stark, klein = schwach" und geben großen Schilden viele Trefferpunkte und kleinen Schilden wenig Trefferpunkte bis sie als kaputt gelten - andersherum wäre es sinnvoll.
Auch eine Mischung könnte ich mir vorstellen: Unzerstörbare Buckler, zerstörbare große Schilde, je größer desto schneller kaputt.
Den Grundsatz "Je größer, desto schneller kaputt, je kleiner, desto stabiler" halte ich auch außerhalb des Punktespiels für sinnvoll. Generell kommt es natürlich auch auf den Kampfstil an: Wo man stechen, auf den Kopf schlagen, ungefragt in den Infight gehen darf, sind Schilde weniger problematisch als auf den verbreiteteren Cons, wo diese Dinge nicht erlaubt sind. _________________ Liverollenspiel im Münsterland:
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Drogoth

Alter: 22 Anmeldedatum: 28.05.2009 Beiträge: 1920 Wohnort: Nähe Stade, Niedersachsen
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 17:14 Titel: |
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So, ich melde mich von der ersten Con mit meinem eigenen schild zurück und kann nur sagen..... 50 cm sind für jemanden, der sich einigermaßen bewegen kann völlig ausreichend.
Ich hatte damit keine Probleme .. aber ein größerer Schild ist schon ne feine Sache  _________________ "Nichts ist beständiger als der Wandel"
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inLarp

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Jocke

Alter: 30 Anmeldedatum: 27.11.2007 Beiträge: 1662 Wohnort: Niederselters im Taunus
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 17:17 Titel: |
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Das Problem beim LARP ist einfach, das zuviele mit einen Wettkampf Gedanken an die sache gehen... viele Kämpfen halt lieber, als das sie einen Kampf Simulieren.
In der Hinsicht sollte LARP halt mehr Theater und weniger Pen & Paper sein... _________________
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 17:41 Titel: |
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unüberwindbare Schilde: Das hängt wirklich von der Umgebung ab. Ich habe schon Veranstaltungen erlebt bei denen ich mein kleines 70 cm Schild tatsächlich irgendwann weggeworfen habe weil es "unüberwindbar" war. Gerade auf größeren Veranstaltungen (und die Konzepte mit den ganz großen Schilden findet man ja eher da) ist dass ganze eher umgekehrt. Durch den Einsatz von "Handballista", den übertrieben häufigen Einsatz von Schildbrechern (oft sogar in den Händen der falschen NSC...nein das 1,70 Mädchen mit der Riesenaxt in der Hand ist keine gute Darstellung für Schildbrecher) und ähnliches lässt die Schutzwirkung von Schilden so stark nach dass ich sogar Verständnis dafür habe wenn man den ein oder anderen Schildbrecher mal ignoriert (wobei dass natürlich nicht die Regel sein sollte).
Generell kämpfe ich lieber gegen Leute mit großen Schilden (Obergrenze hier für mich Körpergröße -70 bis 80) als gegen viele Ritter in Vollplatte mit gefühlten 40 Rüstungspunkten). Aber dass ist dann wieder Geschmack.
| Zitat: |
Das Problem beim LARP ist einfach, das zuviele mit einen Wettkampf Gedanken an die sache gehen... viele Kämpfen halt lieber, als das sie einen Kampf Simulieren. |
Zwar wäre der "ich muss gewinnen" oder "alles muss fair sein" Gedanke wirklich fehl am Platz. Aber...die beste Art einen Kampf zu simulieren ist nun einmal...zu kämpfen. Per Definition geht das nicht besser. Ebenso ist die beste Art einen Flugzeugabsturz zu simulieren..eben ein Flugzeug abstürzen zu lassen. Dass wir das nicht tun hat nicht etwas mit einer überlegenen Simulation sondern lediglich mit technischer Umsetzbarkeit zu tun. Von daher würde ich eher behaupten dass im Larp mehr gekämpft und weniger Theater gespielt werden sollte. Auch dass mag jedoch Geschmack sein.
Der Vergleich zum Pen and Paper hinkt übrigens in meinen Augen. Theater steht für mich zumindest Pen and Paper näher als ein realistischer Kampf bei dem nicht ein Script oder ein Wurf entscheiden sondern Dinge wie OT-Fähigkeit, Kraft, Ausdauer und ähnliches. |
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Jocke

Alter: 30 Anmeldedatum: 27.11.2007 Beiträge: 1662 Wohnort: Niederselters im Taunus
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 17:48 Titel: |
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Da sind wir halt nicht einer Meinung... ich finde halt, das es mehr Show geben sollte... Dann ergibt sich auch kein Problem mit großen Schilden... Einfach dem Gegner lücken geben, im Möglichkeiten geben an dem Schild vorbeizukommen ohne das dieser etwas "können" muss... Im LARP muss man nicht Kämpfen können, man sollte aber so tun können als ob man Kämpfen kann (Wenn man einen Kämpfer spielt).
Als einfaches Beispiel, ich weiß wie ich ich im Realen Kampf um das Problem "Turmschild" rumkomme, aussehen tut das aber nicht schön und dem Gegner macht das auch keinen Spaß. Wenn der Gegner jedoch mit mir ne Show abzieht, und ich ihm durch einen Tritt oder ähnliches den Schild zur Seite bringe, so dass ich eine offene Angriffsfläche hab, dann sieht das ganze Geil aus und es entwickelt sich ein schön anzusehender und zu Spielender Kampf.
Ich hab in (Abgesprochenen) Duellen schon so oft dem Gegner verschiedene Blößen von mir Geschenkt, das lies den Kampf viel Lebendiger wirken und wir bekamen danach mehr Postitive Rückmeldungen als die "normalen" LARP Kämpfer...
Für mehr Show und weniger Kampf im LARP _________________
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 18:10 Titel: |
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Ich weiß nicht ob wir da so (gänzlich) unterschiedlicher Meinung sind. Bei einen abgesprochenen Duell halte ich deine Vorgehensweise sogar für die richtige. Aber was zum Teufel hätte ein Turmschild in einen abgesprochenen Duell zu suchen (das gehört jetzt wirklich nicht zu den klassischen "Duellwaffen").
Bei einer großen Schlacht ist die Hektik einfach zu groß...es gibt zu viel auf dass man achten muss um seinen gegenüber auch noch mit Absicht offene Stellen zu bieten. Und große Schilde entwickeln ihre Problematik ja meist vor allen in der Formation. Ein großer Römerschild für sich alleine ist erfahrungsgemäß gar nicht soooo problematisch, stehen da aber 20 dicht aneinander gedrängt kann es wirklich zum "Wandeffekt" kommen. Hier scheint es mir auch nicht möglich den gegenüber einfach mal Lücken anzubieten ohne dass man den Mann neben sich gefährdet.
Nur mal kurz zum Thema Schilde und Infight: Meiner Erfahrung nach würde selbst ein erlaubter Infight mit Griff in das Schild usw nicht viel nutzen. Betrachtet man sich Videos auf welchen "Freikampf" betrieben wird und weniger Effekthascherei fällt auf dass nur recht selten jemand in das Schild greift, einen Wurf ansetzt oder ähnliche Selbstmordaktionen betreibt. Erfahrungsgemäß gibt es zwei sehr effektive Arten ein Schild (zumindest ein Rundschild) aus dem Weg zu bringen. Entweder ich schlage mit dem Knauf meiner Waffe von oben dagegen, oder ich versuche es mit meinen eigenen Schild zu blockieren/zu kontrollieren. Beide Alternativen sind im Larpkampf (zumindest wenn man auf Vollmattenschilde setzt) recht gut möglich. Aber Schilde sind nun einmal (auch realistisch gesehen) eine gute Verteidigungswaffe (das einzige was im Larp halt wirklich beim Einsatz gegen Schilde fehlt wäre die Reiterei...).
Letzten Endes macht es aber zumindest in meinen Augen keinen Unterschied ob ich meinen gegenüber mit Absicht Öffnungen lasse oder meine Ausrüstung an das Schild anpasse und "realistisch kämpfe". Schütze ich mich zum Beispiel mit einen realistisch großen Rundschild so dass mein Kopf mit geschützt wird (der Rand des Rundschilds läge dabei knapp unterhalb der Augenhöhe) fehlt ja schon auf Kniehöhe der Schutz komplett und selbst auf Höhe des Oberschenkels ist ein Treffer mehr als gut möglich. Natürlich setzt dass eben voraus dass diese Teile ungerüstet sind. Hier kann der gegenüber auch bei einen Rundschild von einen Meter (was ich bei Rundschilden schon als ziemliches Maximum ansehen würde) den Kämpfer ohne weiteres ausschalten....und dass mit einen einzigen Treffer. Halte ich sowohl für eine cineastisch sehr schöne Alternative als auch für eine faire Angelegenheit. |
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Nutz
Alter: 36 Anmeldedatum: 27.03.2008 Beiträge: 761
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 18:35 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | fehlt ja schon auf Kniehöhe der Schutz komplett und selbst auf Höhe des Oberschenkels ist ein Treffer mehr als gut möglich. Natürlich setzt dass eben voraus dass diese Teile ungerüstet sind. Hier kann der gegenüber auch bei einen Rundschild von einen Meter (was ich bei Rundschilden schon als ziemliches Maximum ansehen würde) den Kämpfer ohne weiteres ausschalten....und dass mit einen einzigen Treffer. Halte ich sowohl für eine cineastisch sehr schöne Alternative als auch für eine faire Angelegenheit. |
Du findest Kämpfe in denen die Gegner gebückt versuchen die Beine des Gegners zu treffen cineastisch?
Da hab ich dann doch andere Vorstellungen, und kann mich vorbehaltlos dem Jocke anschließen.
Naja vielleicht mit der Ausnahme das ich meinem Gegner nicht absichtlich Lücken bieten muss, weil ich einfach ein schlechter Kämpfer bin. |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 18:57 Titel: |
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Sorry aber wer sich bücken muss um den Gegner auf OBERSCHENKELHÖHE zu treffen, der macht was falsch. Hier hilft dann wirklich nur noch kämpfen lernen. Und ja...ich nehme mir das Recht heraus ein Schild zu verwenden welches den gesamten Torso und einen Teil des Oberschenkels von der Größe her abdeckt. Und ja....hier sind cineastische Kämpfe durchaus möglich. Wer ein wenig kämpfen kann (oder ein wenig Glück hat) kann den Treffer sogar am Torso setzen..dass man sich jetzt aber nach vorne bücken muss um einen Oberschenkel zu erreichen wäre mir völlig neu.
Cineastik hin oder her, wirklich cineastische Kämpfe funktionieren doch nur wenn entweder wirklicher jeder Handgriff abgesprochen ist...oder sich einer der Kämpfer (mit Absicht) extrem blöd anstellt. Natürlich kann ich ein 90 cm Schild so halten dass ich mich mehr oder weniger nicht schütze und mein Gegner mich überall treffen kann. Natürlich kann ich einen Barbaren spielen der dumm genug ist sein Schild schräg neben sich zu halten damit er schön von vorne getroffen werden kann. So einen Schwachsinn muss man dann aber in meinen Augen wirklich nicht mehr mitmachen.
Natürlich kann (um mal bei Thema cineastische Kämpfe zu bleiben) mein gegenüber seine Axt hinter meinen Schild einhaken und mir das Schild so "entreißen". Von mir aus kann er sogar (wenn er es wirklich kann) dagegentreten um das große Schild aus dem Weg zu bringen. Bei letzteren wäre ich jedoch extrem vorsichtig. Für einen geübten Karatekämpfer mag es auch auf schwierigen Untergrund möglich sein den Schild mal kurz mit den Fuß anzutippen ohne dass hier eine Kraft wirkt. Für Otto-Normallarper ist es dass nicht. Dinge wie Dropkicks und ähnliches bekommen einen kernlosen Schild (gleichgültig welcher Größe) nie gut ...da darf man sich in meinen Augen dann auch nicht wundern wenn dem Tritt eine nicht ganz freundliche Reaktion folgt (ich habe keine Lust nach jeden vierten Con ein neues Schild zu kaufen/basteln).
Achja...noch einmal zum "vorbeugen". Selbst wenn der Oberschenkel noch teilweise vom Schild geschützt ist und sich mein gegenüber dumm genug anstellt um diesen nicht zu treffen (was bei einen Rundschild durch das schmale zulaufen schon recht...schwierig ist). Auch für Angriffe auf das Knie muss sich ein Schwertkämpfer bei einen vernünftig tiefen Stand keinesfalls nach vorne beugen. Das wirklich problematische beugen fängt erst geschätzte 10 cm unter dem Knie (also je nach Haltung des Rundschilds 20-30 cm unterhalb der Schildkante an). Beachtet man hier dass bei einen Rundschild auch der obere Teil (in diesen Fall die Schulter) keinesfalls komplett geschützt ist und der primäre Schutz (die breiteste Stelle) etwas unterhalb der Brust liegt sehe ich wirklich nicht dass ich meinen gegenüber für cineastische Aktionen noch mehr Raum lassen muss. Außer....man gibt den Kopf als Trefferfläche frei. Und dass wollen ja leider nur die wenigsten. |
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Bruder Leonhardt

Alter: 31 Anmeldedatum: 16.01.2011 Beiträge: 390 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 26.04.2011, 19:35 Titel: |
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| Zitat: | | er kann der gegenüber auch bei einen Rundschild von einen Meter (was ich bei Rundschilden schon als ziemliches Maximum ansehen würde) den Kämpfer ohne weiteres ausschalten....und dass mit einen einzigen Treffer. |
Hmm. Ich finde es ehrlich gesagt wenig cineastisch, wenn mich jeder Bauer mit einem Schlag umholzen kann. Das macht nämlich wiederum mir keinen Spaß
Ich habe von meiner Ausrüstung gerade leider noch kein Foto, da die erst in ca. 4 Wochen wirklich komplett sein wird:
Komplette Kette aus vernieteten Flachringen, angesetzte Handschuhe + Kettenhaube mit Kinnlatz, Kettenbeinlinge, Topfhelm. Historisch bedingt hast du also nur an vier Stellen kein Metall: Handfläche, Fußsohle, Augenschlitze und die Kronjuwelen Der Schild ist 1,05 m hoch und 60 cm breit, Körpergröße 1,83 m.
Sprich: Der Schild ist groß, aber er ist aus dem historischen Kontext heraus passend, und ich fühl mich nicht schlecht dabei, weil ich keinerlei Rüstungspunkt- oder Gewichtsreduzierungs-Optimierer anziehe. Die Kette an den Beinen hat beispielsweise historisch bedingt keine Polsterung drunter - da wäre ich mit irgendwelchem Billigblech von Mülltonnlon nach den meisten Regelwerken viel besser bedient, vom Gewicht garnicht zu reden.
Ich behaupte mal, dass ich einen sehr dynamischen Kampfstil habe (was den Gegnern IT meist nicht so sehr guttut , aber gut aussieht ) Den Char zu besiegen wird sicher nicht einfach, und auf Großcons wird wohl der ein oder andere auch ein paar Freunde dafür benötigen.
Na und? Ich sehe ehrlich gesagt überhaupt keinen Anlass, jedem eine "faire Chance" zu geben, einen hochmittelalterlichen Ritter im Zweikampf zu besiegen. Im Zweifel kann der Gegner in aller Regel schneller rennen als ich, oder er besorgt sich eben Freunde, oder Bogenschützen, oder ähnliches. |
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