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Thema: Sklaverei im Larp


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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.05.2011, 15:15    Titel: Sklaverei im Larp

Damit der Parallelthread jetzt nicht überschwemmt wird mache ich mal was neues auf.

Zum Einstieg:

Es geht hier nicht um das Sklavenfangen im Sinne eines PvP-Spieles auf Con. Die Idee finde ich zwar interessant, jedoch ist inzwischen der Plotjagdgedanke einfach zu groß geworden und der Ambiente/Charakterspielfaktor selbst bei Langzeitlarpern zu gering um sie (ohne ständige Diskussionen) umzusetzen.

Der entsprechende Sklave würde also entweder mitgebracht auf Con oder (nach vorheriger ausdrücklicher Absprache) gefangen. Ich würde hier in 3 Bereiche unterteilen:

1. Der Arbeitssklave

Zum Beispiel eingesetzt bei der Feldarbeit, im Wald oder "Steinbruch". Auf Con halte ich diese Art Sklaverei für weitgehend nicht umsetzbar (kein Arbeitsbereich, viel Langeweile).

2. Der Sklave im Hausbereich

Hier würde der Sklave fest in den Hausbereich integriert und unterrichtet zum Beispiel Schüler, hilft bei einen Bankett oder musiziert für seine Herrschaft. Dennoch besteht eine gewisse Distanz zur Familie/zum Haushalt. Am ehesten mit einer größeren Ambientegruppe zu bespielen (so etwas braucht schließlich eine Familie).

3. Der Sklave als Lustsklave

Würde ich persönlich als die schwierigste Variante ansehen. Dass gilt in meinen Augen aber auch für "exotische Tänzerinnen", Prostituierte und andere reine Lustkonzepte. Natürlich kann man gewisse erotische Aspekte auch ins Larp einfließen lassen. Das Problem wäre dass ein (reiner) Lustsklave das Umfeld ja mit reiner Erotik erschlagen dürfte was häufig zu Schwierigkeiten führt. Die Spielinhalte sind einfach zu stark begrenzt.

4. Der Sklave als "Partner"

Eine stark phantastische Form der Sklaverei. Hier leben Herr und Sklave unter einen Dach (Zelt/Hütte Smile) zusammen in einer freundschaftlichen oder partnerschaftlichen Beziehung. Vielleicht sind sie zusammen aufgewachsen...vielleicht wurde der Sklave irgendwann als Kriegsbeute mitgenommen...warum letzten Endes sich daneben ein Band der Freundschaft entwickelt hat ist ja relativ egal.

So...nach dieser Textwand..jetzt ihr. Das Thema zu schwierig für Larp...oder nicht?

Nur um einen Kritikpunkt "Diener reicht völlig" der gefallen ist vorzubeugen.

Natürlich reicht Diener völlig. Und natürlich nicht. Es ist eben etwas anderes. Die Kritik wäre ungefähr die gleiche wie die Aussage "Ritterinnen will ich nicht, mach doch ne Kriegerin in Vollplatte". So groß ist der Unterschied nicht, und für den einzelnen liegen doch Meilen dazwischen.
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Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen.
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Harald Ösgard



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.05.2011, 15:34    Titel:

Genau so isses.

Wobei ICH schon sehr gut einen Arbeitssklaven eine ganze Con lang beschäftigen könnte... Very Happy

Aber gut, Schwannis als "Lehrbub" tut's im Grunde auch.... Hauptsache man kann jemanden (gespielt!) rumscheuchen, anschnauzen und die Werkstatt ausfegen lassen.... Very Happy

Der Unterschied zum Sklaven wäre da von außen wohl kaum ersichtlich. außer man würde dem "Azubi" noch ne Kette ans Bein machen...

In der Praxis dürfte man also als flüchtiger Beobachter kaum zwischen Sklave, Diener oder Lehrling / Geselle unterscheiden können (jedenfalls nicht im Handwerk, wo man ja schlecht so plakative "Drecksarbeit" hat)

Ich bin sogar davon überzeugt, daß man als Zeitreisender auch früher nicht unbedingt immer sofort erkannt hätte, wer frei ist und wer nicht. Wenn es noch keine alternativen Gesellschaftsformen gibt, dann ist es einfach. Das später dann die Kleidung oder andere Symbole zur Kenntlichmachung herhalten mußten, zeigt ja, daß die auch früher schon die Notwendigkeit zur eindeutigen Zuordnung als latentes Problem erkannt hatten.
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Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon
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Gerwin



Alter: 29
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Beiträge: 8168

BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.05.2011, 19:13    Titel:

Du sprichst da übrigens ein durchaus interessantes Problem an. Auch für den "durchschnittlichen Beobachter" im Larp dürfte es häufig kaum möglich sein eine exakte Einordnung zu treffen. Eben deshalb ist man ja fast chon genötigt zu eindeutiger, für jeden Beobachter verständlicher Symbolik zu greifen will man das Spiel überhaupt mit einer gewissen "Aussenwirkung" betreiben (was ich in den meisten Fällen als gewünscht voraussetze). Dummerweise hat sich (aufgrund der Seltenheit dieser Spiele oder der jugendfreundlichkeit des deutschen Larps) eine larpinterne Symbolik noch nicht durchgesetzt

Gruß

Gerwin

*der ja mal für Glöckchen um den Knöchel war.....irgendwie hat sich dass aber nie so recht duchgestzt. Ich frag mich warum Twisted Evil
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Shizuka



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.05.2011, 20:02    Titel:

Hmm....Sklaven, ein interessantes Thema!
Aber meiner Meinung nach auch ein Schwieriges:
Je nach dem, wie weit man das Spiel treibt, könnten eventuell minderjährige (und auch volljährige) Besucher etwas schockiert sein...
Ist jetzt aber nur ne Vermutung.
Viel wichtiger finde ich persönlich die Frage:
Wer spielt denn gern einen Sklaven? (Ich jedenfalls nicht, nur über meine Leiche.)

Grüße
Shizuka, fragt sich was
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Nein, ich bin NICHT die Signatur, ich putz hier nur!
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.05.2011, 20:18    Titel:

Offene Sklaverei auf einen Con mit großen Kinderanteil (dass fängt bei Großcons an) würde ich persönlich eher vorsichtig bespielen. Gerade wenn es in dem Bereich Lustsklavin geht. Ich finde es zwar recht prüde wie sich da manche Eltern verhalten (Kinder schauen heute eh MTV)...andererseits sind (manche) Larps für mich eine der wenigen Möglichkeiten abseits von Freizeitparks mit Kindern schön Urlaub zu machen. Und die Möglichkeit will ich Familien nicht nehmen.

Wer spielt sowas gerne:

Die unterschiedlichsten Leute meiner Erfahrung nach.

Angefangen bei Leuten die einfach mal was "neues" ausprobieren wollen. Leuten die Lust an einen schlüssigen Hintergrund haben. Leuten die versuchen ein halbwegs realistisches Ambiente nach ihren Geschmack aufzubauen. Bei mir wars die damalige Freundin die recht schüchtern war und am Anfang eine Rolle wollte bei der sie dauernd an meinen "Tunikazipfel" hängen konnte. Zumindest hat die mich auf die Idee gebracht.

Klar..man hätte jetzt auch ein verheiratetes Paar oder Bruder und Schwester spielen können...aber wir hatten halt mal Lust drauf.

Und nicht zuletzt...oft Leute die sich keine sehr kostspielige Gewandung leisten können oder einfach mal was neues ausprobieren wollen. Wenn Harald irgendwann seinen Schmied wirklich fertig hat hätte ich auch keine Probleme für ihn mal nen Sklaven zu bespielen..einfach um in ein neues Spiel reinschnuppern zu können.

Gruß

Gerwin

*der aber vermutet dass Harald lieber einen weiblichen Sklav...ähh..Schmiedegehilfen sucht*
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Benutzer755



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 00:40    Titel:

Warum Sklaven/Diener spielen? Ganz einfach. Zum Einstieg ins LARP oder eine neue Gruppe. Da kriegt man am ehesten mit, wie der Hase läuft. Man kann sich einiges anschauen, mal hier mit gehen oder dort und sich dann überlegen in welche Richtung der Charakter gehen soll, oder ob ihm die Gruppe/deren Spiel/LARP an sich überhaupt gefällt. Es ist IT eher schlüssig wenn ein Sklave/Diener nach einem Spiel verschwindet, als Oberhauptmann von und zu.
Hat man IT lange Verantwortung inne gehabt, könnte ich mir vorstellen, daß eine solche Rolle einem ordentlich Last von den Schultern nimmt und auch andere Spielmöglichkeiten eröffnet.

LG
Benutzer755
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Wenn man mich fragt, welche Farbe die Liebe hat
Würd ich antworten, die Glut von Kupfer matt...

(Jacab)
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Konrad




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 14:26    Titel: Re: Sklaverei im Larp

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
So...nach dieser Textwand..jetzt ihr. Das Thema zu schwierig für Larp...oder nicht?


Ich bin nicht sicher, ob ich die Fragestellung richtig erfasst habe: Geht es um das Problem der Darstellung, oder das Problem, dass Leute Anstoß daran nehmen könnten?

Im ersten Fall, leuchten mir die Probleme ein und ich schließe mich Haralds Meinung an - Ein gewöhnlicher Sklave wird kaum von einem gewöhnlichen Diener zu unterscheiden sein, es sei denn er sitzt traurig in der Ecke und wird permanent gepeitscht und getreten - wobei dies dann wohl wieder eine realtiv überzogene und polarisierende Darstellung sein würde.

Geht es hingegen darum, dass Leute daran Anstoß nehmen würden, dass das Thema Sklaverei behandelt wird, dann würde ich ehrlich gesagt wohl wenig Verständnis haben. Dass eine übertrieben frivole Lustsklavin nicht jedem gefällt und auch nicht von dieser angespielt werden möchte, kann ich verstehen - Aber dann müsste man auch etwas gegen die "Xenas" im Kettenbikini haben, die Larp nutzen um mal richtig angegeifert zu werden.
Gegen einen normalen Arbeitssklaven hingegen kann eigentlich niemand etwas haben - Denn schließlich geht es beim Rollenspiel doch um die Alteritätserfahrung. Sklaverei ist natürlich verwerflich und unmenschlich - aber nur in unserem Wertesystem, in Vergangenen war es völlig legitim. Wer das nicht unterscheiden mag, soll es wenigstens andere tun lassen, und diese ihre Charaktere mit alternativen Wertesystemen spielen lassen.


Ich hoffe ich habe jetzt nicht am Thema vorbei referiert :S
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Romarik v. Tauenrank



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 16:13    Titel:

Auch wenn es nicht ganz auf die Sklaverei passt. Die Leibeigenen auf den Besitzungen eines Lehensherren im LARP sind eigentlich das "mittelalterliche"-Aquivalent eines Arbeitssklaven. Die wurden im übrigen auch nicht ständig geschlagen und getreten. Die müssen den Lehnsherren ja noch mitversorgen, daher wäre das schon eher kotraproduktiv. In meiner Rolle als Baron Romarik habe ständig Untergebene bei mir, die mich bedienen und die von meiner Gnade abhängig sind. Von diesen entstammen einige "nur" aus Hörigkeitsverhältnissen oder sind in einigen Fällen tatsächlich leibeigen. Die Spieler dieser Rollen stehen auf diese Art von Spiel, das teilweise einer ordentlichen Knappschaft ähnelt, weil es ein sehr intensives Spiel ist, bei man oftmals auch viel Plot mitbekommt. Mehr als der Lehnsherr teilweis... Wink

Letztlich ist es auch eine Methode zur Erhöhung des Spielambientes. Da Sklaverei, wie Gerwin richtig angemerkt hat, heute kein akzeptierter Teil des Wertesystems ist, ist die Darstellung eines solchen schlichtweg eine Möglichkeit die Scheinrealität des Spiels zu verstärken, da man sich heute nicht mehr gelebter Umgangsformen bedient (das unsägliche Marktsprech kam ja auch daher).

Ich selbst halte Sklaverei im LARP für völlig unproblematisch und bereichernd. Einerseits zum Beispiel um die Bad Guys darzustellen (die ihre Sklaven natürlich schlecht behandeln), als auch anderseits um Spielergruppen vielfältiger und bunter zu machen (beispielsweise mit einem Sklaven bei einer Römergruppe, der als Erzieher und Lehrer fungiert und gut, fast gleichgestellt behandelt wird). Als das habe ich schon gesehen und teilweise als sehr gut und stimmungsvoll angesehen.

Der Lustklave oder Lustsklavin, was öfters vorkommt ist für mich so eine Sache: Es gibt die brave Variante der Magd oder einfach mitreisenden Frau, von der man als Außenstehender bestenfalls ahnt, was sie wirklich ist. So etwas habe ich selbt auch schon gemacht und das kann ganz witzig werden. Da es praktisch selten bis nie zu realem körperlichen Kontakt kommt, geschweige denn zu etwas mit sexuellem Hintergedanken, ist das auch für Leute, die keine Beziehung haben und haben wollen, durchaus darstellbar. Anders ist das mit der von mir eher nicht preferrierten Prinzessin-Leia-Ichhabegarnichtsan-Lustsklavin, die ständig halbnackt herumläuft und sich dauernd an andere Spieler heranmacht um sich aufzugeilen, bzw. um ihren Freund, der dann oft Anführer der Spielergruppe und der Herr und Meister ist, anzuschmachten. Das ist, bei aller böswilligen Verallgemeinerung meinerseits, eine für mich sehr unschöne Variante der Lustsklavin, dass ich selten bis nie gut dargestellt gesehen habe, und mich daher auf Sicht abtörnt.

Ansonsten sind Lustsklavinnen genau so wie Hübscherlinnen, sprich Dirnen einfach ein ambientiger und im Zweifelsfall bereichernder Aspekt im LARP. Es kommt halt letzlich immer auf die endgültige Ausgestaltung der Rolle an. Weder bei Dirnen noch bei Lustsklavinnen stehe ich auf einen tatsächlich erotischen oder gar sexuellen Hintergrund der Rollenidee. Mein LARP ist gänzlich keusch und sexfrei (so wie der Herr der Ringe) und daher betrachte ich solche Rollen zuerst einmal als Spielangebot. So wie die Sklaverei im Allgemeinen auch. Und natürlich gibt es Leute, die so etwas spielen wollen. Mehr als man ahnt! Smile

Gruß,
Björn
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Llewellian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 16:34    Titel:

Also wir haben mal eine auf der "römischen Kultur" basierende Fantasy Gruppe gespielt, aus dem Mutterland der Thaskarer - die Atalanter.

Wir hatten auch 4 Sklaven in der Gruppe.

Allerdings nahm hier nur die SL beim Checkin dran anstoss. Die anderen Länder der Mittellande namen es auf dem Dreikönigstreffen nur gespielt " pikiert zur Kenntnis" ;o) - und waren erst schockiert als wir die anderen Herrscher zu einer Orgia einluden...


Was wohl positiv zum Spiel beitrug, war das wir uns an den alten römischen Grundsatz hielten: Das Aussehen und die Gesundheit der Sklaven gereichen dem Hausherren zur Ehre.

Daher waren sie eigentlich von den "Diener" Spielern anderer Gruppen nicht zu unterscheiden. Sie fielen nur als "Sklaven" auf, wenn sie im Spiel über sich selbst so referierten, z.b als sich der Hausgladiator beim Zweikampf so vorstellte: "Ich bin Vibius der Thraker, Sklave des Sextus Tiberius aus der Familie der Pacarier - und dieser Kampf soll meinem Herrn und mir zur Ehre gereichen".

Danach wollte z.b ein Ritter nicht mehr gegen diesen Kämpfer in die Gladiatur... und meinte es sei unter seiner Würde, gegen einen Sklaven zu kämpfen. Gab dann schönes Spiel.... ;o) als dann der Sohn des Sextus vortrat und den Ritter vermoschte um die Beleidigung am Gladiator seines Vaters wieder gutzumachen ^^.


Des weiteren gab es natürlich auch immer wieder schöne "Aha"-Effekte mit dem Lateinischen ^^. Denn wenn sich die Leibdienerin Corsica als Sklavin der anwesenden Domina Julia Basilia vorstellte.... *grins*... wurde erstmal gekuckt. Wo doch Domina nur "Hausherrin" ist...
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Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"
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Romarik v. Tauenrank



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 16:38    Titel:

Llewellian hat Folgendes geschrieben:
Also wir haben mal eine auf der "römischen Kultur" basierende Fantasy Gruppe gespielt, aus dem Mutterland der Thaskarer - die Atalanter.


Das ist ein ziemlich legendäres Konzept! Das hätte ich gerne gesehen, glaube ich. Smile

Aber interessant zu wissen, da ich gerade an einem thaskarischen NSC-Charakter bastele. Smile

Gruß,
Björn
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Llewellian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.05.2011, 23:15    Titel:

Jo, das war eine Einmalige Show damals auf dem Dreikönigstreffen. Wird glaub ich auch nie wieder zusammenkommen. Das war eine Mischung aus Junkelmann-Schülern, einem (jetzigen) Doktor der Geschichte des römischen Reiches, mehreren Kostümbastlerinnen und so weiter. So eine 14 Leute Gruppe haben später nie wieder zusammenbekommen.

Das wir das Mutterland Thaskars waren, haben uns erst die Thaskarer gesagt... denn ohne das wir es wussten, haben wir mit dem Namen Atalante und genau der dargestellten Kultur ein ganz frühes Eck ihrer Hintergrundgeschichte rausgekramt...
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Pellegajus



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 02.01.2012, 22:37    Titel:

Ich würde Gerwin völlig recht geben. Diener und Sklave sind verschiende Sachen. Aber unter Erwachsenen ist ja immer alles freiwillig ...

Das wars auch schon. Bin ja neu hier und kenn mich noch ned so aus. Embarassed
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Schwannis
Moderator


Alter: 16
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Wohnort: Wo man über spitze Steine stolpert.

BeitragDirektlink | Verfasst am: 02.01.2012, 23:33    Titel:

Ich mag Abhängigkeitskonzepte wie Sklave, Leibdiener oder Lakai. Bringen meiner Meinung nach unheimlich viel Tiefe und helfen sehr bei der Darstellung von hohen Tieren.

Mein Spießknecht Jean wird selber momentan als Leibdiener und Lakai bespielt, ich schleppe meinem Herren den Stuhl hinterher, mache Laufarbeiten, weiche ihm nicht von der Seite, bin quasi sein Schatten und bin wirklich IMMER auf Abruf bereit. Das ist sehr anstrengend, besonders seelisch (wenn man es so nennen kann) denn der Unterschied von "überhaupt kein Ding, ich schleppe deinen Klappstuhl bis zum Ritual, sind ja nur 2km" und "dieser verdammte Schinder weiss doch das ich mir meinen Rücken verrenkt habe und keinen Bock drauf habe jetzt dieses schwere Scheissteil von Stuhl zu tragen" ist sehr fein. Das ganze klappt nur weil ich mit meinem Herren Ot auch wunderbar klarkomme und er mich ständig angenehm bei Laune hält (da mal eine Kugel Eis, hier mal ne Bratwurst etc.). Desweiteren entlässt er mich sofort wenn ich mit einem vorher vereinbarten Zeichen klar mache das ich mal ne Auszeit brauche. Das alles sorgt dafür dass das "Sklavendasein" sehr entspannt und spaßig ist. Von aussen her wirkt das manchmal sehr hart (O-Ton anderer LARPer: Ey, lass dich nicht von dem so ausnutzen, merkst du denn nicht das du quasi sein Sklave bist?) aber deshalb auch sehr authentisch und macht viel Spass.

Deshalb befürworte ich eigentlich Sklaven und anderes, gerne auch wenn es sehr hart wirkt. Aber dafür muss die Sklave-Meister Beziehung wirklich pikobello sein, sonst kann es schiefgehen und zur Schinderei ausarten.

M.f.G
Schwannis

Zitat:
Aber gut, Schwannis als "Lehrbub" tut's im Grunde auch.... Hauptsache man kann jemanden (gespielt!) rumscheuchen, anschnauzen und die Werkstatt ausfegen lassen....

Ich hoffe doch das du mich ordentlich herumscheuchst, dann kann ich guten Gewissen auf der Arbeit Schmuddelheftchen lesen. Very Happy
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Schwannis vult! Awww
Voiceless der Niedliche hat Folgendes geschrieben:
Ein Holzgriff kann sich bekanntermaßen um den Hals des Gegners wickeln!
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Hana



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.01.2012, 10:27    Titel:

Mich stört daran was ganz anderes: Der Begriff "Sklave" ist für mich was Römisches oder Neuzeitliches, was ich in einer ans europäische Mittelalter angelehnte Fantasywelt immer als Fremdkörper empfinde.

Ich müsste jetzt erst nachlesen, ob das eine historische oder eine nur "gefühlt historische" Sache ist ... aber sobald ich "Sklave" höre, schießt mir immer sofort OT "Falsches Genre" in den Kopf, ebenso wie bei römischen Legionären oder Steampunk-Charakteren mit Zylinder.

Das macht es mir schwierig, drauf zu reagieren, weil ich nicht recht weiß, wie ich es in die Welt einordnen soll. Bei einem Römer- oder Amerikanische-Südstaaten-Setting hätte ich kein Problem damit, da könnte ich einfach auf "Ist für meinen Charakter ganz normal" oder "Ich bin der coole Rebell, der sich gegen das System auflehnt" (Wink) abstellen, aber im Standard-MA-Fantasy-Setting weiß ich einfach nicht recht was damit anzufangen.

Wenn jemand was von Leibeignenen erzählt, hätte ich damit z.B. kein Problem, das kann ich eher einordnen.
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Liverollenspiel im Münsterland:
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 03.01.2012, 11:45    Titel:

Naja..dass "kommt mir im europäischen Mittelalter eigenartig vor" Argument zieht aber nicht wirklich. Dass ist in meinen Augen wieder so eine Sache bei der man wenn einen etwas nicht passt auf sein (meist kuam fundiertes) historisches Wissen zurückgreift, passt etwas aber wird ganz schnell auf dieses verzichtet. Gleichberechtigung, Magie, Elfen, Orks und allerlei andere Dinge passen weder optisch noch vom Wort her ins europäische Mittelalter. Andererseits greifen die meisten größeren Fantasy-PenandPaper-Werke das Sklavereithema auf, zumindest für DnD und wohl auch für DSA kann man da Belege nachliefern.

Es ist und bleibt letzten Endes eine Geschmacksfrage. Das Problem bei der Leibeigenenschaft ist aber letzten Endes vielschichtig. Erstens ist sie oft optisch nicht vom normalen einfachen Volk abzugrenzen. Und zweitens sind viele Leibeigenenhalter derartige (man verzeihe mir den Ausdruck) "neuzeitlich weichgespülten Pussys ohne Ahnung davon wie nahe die Begriffe Leibeigenenschaft und Sklaverei eigentlich zeitweilig aneinander liegen". Zwischen "ich fessle die rechtlose germanische Kriegsgefangene auf das Bett und foltere sie so lange bis sie endlich tut was man ihr sagt" und "könntest du jetzt bitte die Kartoffeln schälen..ich hole auch dafür meinen Dienercharakter...der hilft dann...wegen Diskriminierung und so" liegen eben doch darstellerische wie konzeptionelle Welten.
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