Thema: Soldaten Charakter
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Klaufi

Alter: 24 Anmeldedatum: 10.03.2009 Beiträge: 2305 Wohnort: Dresden
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Direktlink | Verfasst am: 06.08.2009, 23:00 Titel: |
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Ich weiß nicht, wenn ich das so lese könnte das alles heute passiert sein... Ihr spielt aber schon noch Mittelalter-Fantasy, oder? Hört sich mir irgendwie alles zu neuzeitlich an. "Militär", "Baumeisterbetrieb", "Schlosser"...wieso nicht "Heer", "Maurer" (oder sowas) und "Schmied"? Auch kommen mir viele Details in eurem Militär etwas sehr neuzeiltlich vor, aber das ist eure Sache
Habt ihr denn auch vor euer Tun auf richtige Cons auszuweiten? Oder plant ihr dafür andere Chars? |
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inLarp

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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7474 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 00:30 Titel: |
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Was Klaufi sagt. Gerade der "Betrieb" will da so rein gar nicht passen.
Ich bezweifle, daß sich der "Verwaltungskram" in einem derartigen Militär auf mehr erstreckt als eine Sold- und Versorgungsliste, und bei ersterer sollte man wohl schon froh sein, wenn da einzelne Namen stehen.
Tagesberichte? Personalbögen? Gibt's bei euch auch Lohnsteuerkarten? Papier und Pergament: Teuer!!!
Wenn man sich da mal die Aufteilung von Landsknechtsheeren ansieht: Da hat ein Regiment von 4000 Mann genau einen Schreiber. Und das ist dann kein Dreckschaufler, der abbeordert wird, sondern ein erfahrener Spezialist.
Und eines noch:
| Zitat: | | Er hatte nur eine einfache Waffenausbildung die daraus bestand, dass man die Spitze Richtung Feind halten sollte. Demnach ist der Kampfstil eher Brachial. |
Sowas passt prima zu Truppen, die man in größter Not an die Waffen schickt, aber bitte nicht zu einem stehenden Berufsheer. Zumindest lese ich hier raus, daß ihr wirklich nur minimalst ausgebildet wurdet, und daß diese Ausbildung auch nie außer ggf. durch Teilnahme an Schlachten vertieft wird. Wozu sollte euch jemand Sold bezahlen, wenn ihr irgendwo rumsitzt und Däumchen dreht?
Ich würde hier einfach mal empfehlen, ein Buch über z.B. Söldnerheere im Mittelalter oder in der Renaissance zu lesen. Einfach um ein Gefühl für die Gegebenheiten (und die Begrifflichkeiten) zu bekommen. Toll sind die Werke von Gerry Embleton, die zusätzlich meist auch noch sehr schön bebildert sind. Ich weiß aber leider nicht ob es die als deutsche Übersetzung gibt...
("Gerry Embleton - The Medieval Soldier" oder aber auch von Osprey "The Landsknechts") _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Tine

Anmeldedatum: 03.03.2008 Beiträge: 548 Wohnort: Regensburg
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Yezariael

Alter: 25 Anmeldedatum: 24.07.2009 Beiträge: 125 Wohnort: Aachen
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 10:21 Titel: |
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außerdem ist es komisch das jmd der nicht wirklich mit seiner Waffe umgehen kann in die stärkste Einheit des Heeres kommt..und das auch noch direkt... _________________ If you took the view that you were not going to do things, because they're apparently riddicoulus you might aswell go home right now |
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inLarp

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Trekke

Alter: 20 Anmeldedatum: 05.08.2009 Beiträge: 172 Wohnort: Aurich
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 14:17 Titel: |
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Moin Moin,
Schonmal beim Bund gewesen Oo xD. Die zeigen dir auch nur in welche richtung du das Gewehr halten musst.
Und es handelt sich hierbei noch nicht um eine 'Jahre Lange Ausbildung'
Schlachtenerfahrung gibt es wohl. Aber Nicht zu viel^^. Er war gerade mal 4 Monate dort. Da kann man nicht viel erwarten. (Ich glaub ich hab die Zeitangabe vergessen Oo?
Also eins weiß ich.
Der Begriff Baumeister existierte schon lange. mit Betrieb... das viel mir gerade kein besserer begriff ein. Gibt es da Alternativen? thx im Vorraus.
Zur 'Verwaltung'
Papier gab es schon 13 Jahrhundert. Demnach geht das wohl in Ordnung, das ein >>wenig<< Verschwenderisch damit gearbeitet wird.
Zudem ist man in Anderia recht peinlich genau was Schriften angeht^^.
Und Zeitrechnung ist eigentlich bei Fantasie >in gewissen Maßen< egal.
Natürlich steckt man ein Zeitfenster ab. Aber andere Kultur andere Sitten.
Das Buch klingt interessant. Werde es mir mal überlegen. Danke dafür.
Nur gibt es einen alternativen begriff für Soldat?
Söldner sind eigentlich doch diejenigen die nur für sich selbst Kämpfen und nicht gerade die Loyalsten sind.
Was ist mit den Heeren damals im alten Rom. Das waren auch keine Söldner, sonder Legionäre.
Soldat ist doch eigentlich nichts anderes als ein 'Soldempfänger', der jedoch für sein Land/Religion/überzeugung Kämpft.
Wir haben nicht vor unser tun auf andere Cons zu erweitern. Das bleibt unsere Runde^^. Dafür gibt es andere Chars. Zumindest diejenigen, die 'Soldat' spielen.
Ich kenne da noch ein paar Spieler in der Runde, welche ihre Charaktere auch auf anderen Cons spielen. Und das ohne Probleme. Also diejenigen die als 'Freie Abenteurer' Unterwegs sind.
Nuja, ich bin noch nicht so im Mittelalterlichen Sprachgebrauch drinne.
Aber ich werde mich da reinfuchsen.
MfG
Trekke^___^ |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7474 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 15:28 Titel: |
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| Trekke hat Folgendes geschrieben: | Moin Moin,
Schonmal beim Bund gewesen Oo xD. Die zeigen dir auch nur in welche richtung du das Gewehr halten musst. |
Die Einführung von Feuerwaffen hatte unter anderem den Grund, daß man sich eine (teils lebens-)lange Ausbildung der Truppen einsparen konnte. Wir reden hier aber von Hieb- und Stichwaffen...
Wenn wir uns mal die Römische Armee anschauen, für das Vorbild eines Soldatenheeres: Die haben 6 Monate "Grundausbildung" hinter sich, kamen dann zur Legion, wo dann weitertrainiert wird. Lediglich das Trainingspensum wurde in Friendenszeiten runtergeschraubt. Das waren dann Leute, die mit zig Kilo Ausrüstung den ganzen Tag marschieren, Abends ein Lager ausheben, und das Ganze fortsetzen, bis man über die Alpen ist um ein paar Kelten umzuhauen. Das ist die Qualität, von der ein stehendes Heer sein sollte, wenn das ständige Soldzahlungen auch in Friedenszeiten zu rechtfertigen hat.
Was Du beschreibst würde eher zu einem feudalen Ritter passen, der eben verpflichtet ist, beim Ruf zu den Waffen 10 Knechte mitzubringen, bei denen die "Qualität" relativ egal ist - solange Quantität und Ausrüstung stimmen.
| Zitat: | | Der Begriff Baumeister existierte schon lange. mit Betrieb... das viel mir gerade kein besserer begriff ein. Gibt es da Alternativen? thx im Vorraus. |
Natürlich gab es Baumeister, das bestreitet ja keiner. Das "Betrieb" kannst Du einfach weglassen. Der Vater ist Baumeister. Punkt.
| Zitat: | | Papier gab es schon 13 Jahrhundert. Demnach geht das wohl in Ordnung, das ein >>wenig<< Verschwenderisch damit gearbeitet wird. |
Raumfahrttechnologie gibt es seit mitte des letzten Jahrhunderts. Trotzdem steht kein Space Shuttle bei mir im Garten.
Abgesehen davon muß es ja kein Papier sein, auf das man schreibt.
Klar, Du kannst es natürlich so festlegen, daß euer Land die Papiermühlen-Hochburg ist, aber ganz generell ist Bürokratie in dem angestrebten Ausmaß für das "typische Fäntelalterland" wohl eher ein Kuriosum.
| Zitat: | | Söldner sind eigentlich doch diejenigen die nur für sich selbst Kämpfen und nicht gerade die Loyalsten sind. |
Söldner kämpfen nie für sich, sondern für den, in dessen Sold sie stehen. Und unloyal sind sie nur genau einmal.
| Zitat: | | Was ist mit den Heeren damals im alten Rom. Das waren auch keine Söldner, sonder Legionäre. |
Das römische Heer war auch seiner Zeit voraus In der Tat war der Legionär ein "Soldat" im heutigen Sinne. Nach dem Fall Roms hatte man in Westeuropa einfach nicht mehr die Mittel, große, stehende Heere zu unterhalten. Heere wurden vielmehr erst bei Bedarf ausgehoben. Im Laufe der zeit spezialisierten sich immer mehr Leute darauf, die Nachfrage nach kurzzeitig anwerbbaren Kämpfern zu befriedigen - das Söldnerwesen kam im großen Stil auf. Und in dieser Situation befinden sich normalerweise die grob mittelalterlich orientierten LARP-Länder.
| Zitat: | | Soldat ist doch eigentlich nichts anderes als ein 'Soldempfänger', der jedoch für sein Land/Religion/überzeugung Kämpft. |
Der Begriff des Soldaten ist eng mit der Idee der Nation verknüpft, was wiederum eine Idee der Aufklärung ist. Daß es ein "Land" gibt, für das man kämpfen kann, ist eine recht junge Idee. Davor kämpfte man eher für Geld, aus Verpflichtung - oder natürlich zum Selbstschutz. Mal vereinfachend gesagt. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Romarik v. Tauenrank

Alter: 33 Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 69 Wohnort: Darmstadt
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 16:07 Titel: |
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Söldner gelten in der Menschheiotsgeschichte größtenteils als verflucht loyal. Sie waren gerade den Herrschern die treuesten und daher meistens auch ihre Leibgarden. Hier seien zu nennen die Varägergarde, die sich aus adligen Wikingerkriegern zusammensetzte oder die Germanengarden der (west-)römischen Kaiser.
Dazu war das Legionärswesen auch irgendwann am Ende. Die römischen Heere der Spätantike bestanden fast ausschließlich aus Söldnern, vorrangig germansichen Ursprungs...was ja bekanntermaßen auch zum Untergang des Römischen Reiches entsprechend beitrug, etwa durch die Machtansprüche manch germanischer Heermeister wie beispielsweise Odoaker.
Auch die deutschen Landsknechte oder die schweizerischen Reisläufer gelten als besonders loyal. Die LARP-Entwicklung von bösen, unloyalen Söldnern ist ein Erfindung und wäre in der Realität, wie Kelmon andeutet, für eine Södnergruppe fatal. Der Bruche einer Condotta würde dazu führen, dass niemand mehr sich dieser Gruppe bediene würde, daher kein Vertrag, daher kein Geld, daher keine Gruppe! Ein System, dass es leider bisher nciht ins LARP geschafft hat, weil die vorhandenen Söldnergruppen nie auch nur ein bißchen vorweisen können wo und unter wem sie bereits gedient haben.
Alternativen für das viel zu moderne Wort "Soldat":
+ Waffenknecht
+ Soldknecht
+ Reisiger
+ Krieger (im LARP oftmals unterschätzt)
Gruß,
Björn _________________ Bespielte Charaktere:
+ Romarik von Tauenrank – galladoornischer Baron
+ Giskard von Gramswald - Knappe bei Herrn Leomar
+ Konstantin Zweischneid - Landsknecht
+ Mikahel Yowanuk – Husar "Die Sieben Säbel" (NSC)
+ Iwan Kirvanoff – Werwolf (NSC) |
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Trekke

Alter: 20 Anmeldedatum: 05.08.2009 Beiträge: 172 Wohnort: Aurich
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Direktlink | Verfasst am: 07.08.2009, 17:13 Titel: |
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Uhh danke^___^
Das ist sehr hilfreich.
Hatte da wohl eine sehr verzerrte Vorstellung.
Vielen Dank^___^
Also ich werde den Char wie er jetzt ist bei der kleinen Geschichte bei uns im Wald so spielen. Vielleicht ändere ich noch ein paar kleinigkeiten.
Das was ich aber an Tipps mitbekommen habe nehme ich auf jeden Fall für den Con Charakter mit.
lg
Trekke |
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inLarp

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Dutch

Alter: 40 Anmeldedatum: 16.01.2009 Beiträge: 316 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 10.08.2009, 16:57 Titel: |
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| Trekke hat Folgendes geschrieben: | | Schonmal beim Bund gewesen [...] |
Ja, du auch?
| Trekke hat Folgendes geschrieben: | | Die zeigen dir auch nur in welche richtung du das Gewehr halten musst. |
Die zeigen dir noch mehr, nämlich auch, wie du damit treffen kannst.
Die Kampfweise, auf die du dich beziehst (Gewehr Richtung Gegner halten und abdrücken) beruht eher auf der Massenwirkung die entsteht, wenn eine ganze Linie von Soldaten gleichzeitig feuert. Genaues Zielen war für den einzelnen Soldaten fast nicht möglich. Unterkalibrige Geschosse und glatte Läufe haben die Zielgenauigkeit der damals verwendeten Musketen zu deutlich reduziert.
Und trotzdem hat man auch schon "damals" gewusst, das Zielen und Treffen gar nicht so verkehrt ist. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges galten Jäger-Verbände (u.a. aus Preußen) als hochgefährliche Truppe. Diese Jäger und Forstgehilfen brachten ihre eigenen Gewehre mit, die dank gezogener Läufe über größere Entfernungen zuverlässig trafen. Zielen - schießen - treffen. Vereinfacht gesagt die Vorläufer der späteren Scharfschützen.
Tschüs
Michael _________________ Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp
Talsker Wölfe: Buffalo Hill Western-Cons
Wildwest LARP Project Orga
2nd US Cavalry LARP Orga |
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Thema: Soldaten Charakter
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