Thema: Sonnenschein ist jetzt auch hier
| << Hallo aus Augsburg - Moin alle Miteinander >> |
| Autor |
Nachricht | |
Leander

Alter: 22 Anmeldedatum: 03.11.2008 Beiträge: 4186 Wohnort: Berlin
|
Direktlink | Verfasst am: 29.05.2011, 01:10 Titel: |
|
|
Man kann ganz allgemein sagen, dass auch im Larp häufig eine historischere Orientierung der Gewandung zu finden ist. Will man nun für Larper schneidern und nicht nur 08/15-Fantasykostüme anbieten, bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als sich zumindest ein kleines bisschen in die Materie einzuarbeiten. Das gilt umso mehr für spätere Schnitte, die ja immer komplexer und auch körperbetonter werden (bis zu einem gewissen Punkt, dann kehrt sich das etwas um). Das wäre, wie auch Cartefius schon sagte, eine Nische, die in Deutschland einfach gar nicht angemessen bedient zu werden scheint.
Will man das aber anbieten, sollte man schon wissen, welches Material, welche Verschlüsse und Verzierungen, etc. Anwendung gefunden haben. Es reicht dabei schon zu wissen, wo genau das steht, sodass man kurz nachschlagen kann.
Ich suche momentan übrigens auch jemanden, der mir ein Schnittmuster anfertigen kann und evtl. auch Stoff direkt schon zuschneidet (nähen will ich aber selbst, bis auf evtl. 1 oder 2 Teile des Kostüms). Leider habe ich bisher nur niemanden gefunden, dem ich ohne weiteres zutrauen würde mir einen Schnitt nach meinen Vorstellungen anzufertigen (Vorlage aus der Zeit von 1695-1705 mit starken Abwandlungen, gibt sogar einen Thread dazu hier am Forum). Die historische Schiene wird eben doch etwas wenig bedient, wenn man vom Standard absieht. _________________ Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung. |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Sonnenschein

Alter: 25 Anmeldedatum: 25.05.2011 Beiträge: 44 Wohnort: Köln
|
Direktlink | Verfasst am: 29.05.2011, 11:56 Titel: |
|
|
Das läuft mir gerade etwas zu sehr die die falsche Richtung...
Ich habe durchaus ein Bisschen Ahnung von historischen Kostümen (sowohl im Kopf als auch in Büchern), aber so lange wie ich mir nicht sicher bin ein wissenschaftlicher Experte dafür zu sein, fände ich es falsch, ein Nachschlagewerk auf meiner Homepage anzubieten, was diesen Eindruck erweckt. Dann würden die Kunden auch mit zu hohen Erwartungen zu mir kommen und hinterher enttäuscht sein.
Ich bin lieber ehrlich und teile demjenigen auf Nachfrage mit, was ich weiß bzw. welche Quellen ich zum Nachschlagen habe, als dass ich vorher großspurig behaupte, "historische Schneiderin" zu sein.
Wenn mir dann einzelne potentielle Kunden im Vorhinein verloren gehen weil sie mich vielleicht fälschlicherweise nicht als historisch kompetent genug einschätzen, dann ist mir das sogar wesentlich lieber als wenn sie hinterher unzufrieden sind und dann die Meinung verbreiten ich würde leere Versprechungen geben.
Im Moment kann ich eben keine wirklich detailliert historischen Sachen anbieten, so lange der Kunde nicht genau weiß was er will. Im Laufe der Zeit wird sich das vermutlich ändern, und ich werde mich immer wieder weiterbilden, was geschichtliches Spezialwissen anbelangt. Aber erst wenn ich mich selber für kompetent genug halte (und dass ich da sehr hohe Ansprüche habe, habe ich ja schon in meinem ersten Post erwäht), werde ich auch von mir aus den Begriff "historisch" für meine Werbung verwenden.
Auch wenn das vielleicht eine Nische ist die in Deutschland noch nicht besetzt ist, dann kann ich die eben erstmal auch nicht besetzen. Was Benutzer755 sagte, klingt aber auch danach als ob sie eben doch schon besetzt wäre.
| Zitat: | | Die Sache ist halt, daß es durchaus Leute gibt, die gern historische Klamotten fürs LARP hätten, weil die eben schon ambientig sind und man sich nicht erst Fanasykram ausdenken muß. Zudem ist historisch auch für seine Zeit funktional. Ein Lodenmantel wärmt nunmal besser als eine Polyirgendwasmischung, die vorgibt Loden zu sein. |
So "historisch", dass es ambientig aussieht und nicht aus Polyester besteht, das ist für mich kein Problem, ich weiß nicht wie ihr dadrauf gekommen seid. Für ein historisch angelehntes Fantasykostüm (Stichwort "nicht erst Fantasykram ausdenken müssen") reicht mir das, was ich bisher an Quellen habe, locker aus. Da nehme ich mir ein x-beliebiges gemaltes Bild aus einem kostümgeschichtlichen Buch und nähe etwas, was genauso aussieht. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass es auch genau das selbe ist, und man es auch für Reenactment verwenden könnte.
Ein Kostüm was man sich nicht erst ausdenken muss und was aus Naturfasern besteht, ist für mich meilenweit davon entfernt von dem Wissen welche seltenen Gewebebindungen wann modern waren. Ersteres ist für mich ganz natürlich, letzteres halte ich für einen überzogenen Anspruch den man nicht an einen Schneider sondern an einen Wissenschaftler haben sollte. _________________ Wenn alle Menschen gleich wären, würde im Prinzip einer genügen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4535 Wohnort: Bielefeld
|
Direktlink | Verfasst am: 29.05.2011, 21:54 Titel: |
|
|
Ich denke, so weit, eine komplette "Knowledge Base" zum Thema historische Kostüme aufzubauen, braucht man überhaupt nicht gehen. Das Thema ist auch zu komplex, um das mal eben nebenbei abzudecken, und außerdem ist es ja auch gar nicht nötig, mit Unmengen an Kenntnissen zu protzen, die man vielleicht gar nicht besitzt: Im schlimmsten Fall macht man sich mit so etwas nur lächerlich.
Auf der anderen Seite halte ich es für extrem wichtig, potentiellen Kunden ein möglichst klares Bild davon zu geben, was sie von dir erwarten können. Benutzer755 hat ja Erlkönig als Adresse für historische Kostüme erwähnt, das war für mich ein klassisches Gegenerlebnis, wenn auch zugegebenermaßen schon 10 Jahre her:
Da wollte ich eine Schecke für einen Alchemisten haben, und war, da ich gerade "Söldnerleben im Mittelalter" zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, total begeistert vom Spätmittelalter-Look, wie man ihn auf so vielen Bildern in diesem Buch bewundern konnte. Ich bin also mit dem Buch zum Erlkönig gegangen, und habe gesagt: "Ich will so eine Schecke wie auf dem Foto hier, nur in Schwarz und mit Stoffknöpfen!", und habe den Rest der Kompetenz des Schneiders überlassen. Das Ergebnis war dann recht enttäuschend: Es sah von weitem ganz ordentlich aus und genügt im Prinzip auch Larpnsprüchen, hatte aber Plastikknöpfe, eine moderne Kragenform, die Taille zu hoch angesetzt und festgesteppt, kein Futter und Synthetikwolle in den Schultern, sprich: Es war halt keine ordentliche Umsetzung eines spätmittelalterlichen Kleidungsstücks, und das hat dazu geführt, dass ich die Schecke zwar genommen, aber nie wieder etwas beim Erlkönig gekauft habe.
Deswegen ist für mich wichtig, dass man als Kunde einen klaren Eindruck von dir und deinen Werken bekommt, denn solche Anfertigungen sind immer Vertrauenssache, bei denen man natürlich nichts weniger will, als eine endlose Schlacht um Reklamationen, Nachbesserungen und Kommunikatinsfehler zu führen. Dafür braucht es aber gute Produktbeispiele, klare Infos über die Machart (welche Vorlage, welches Material, welche Besoderheiten bei der Verarbeitung), und natürlich realistische Preisvorstellungen.
An deiner Stelle würde ich da wenn möglich versuchen, ein paar recht einfache Stücke gut zu präsentieren, wobei es nicht auf herausragende Werke oder raffnierte Shootings ankommt: Eine ordentliche schlichte Tunka oder ein Wappenrock auf einer Schneiderpuppe kann da durchaus schon sinnvoll sein, weil das ja auch Dinge sein werden, die du locker anfertigen kannst, nach denen aber auch Bedarf besteht. Das "tapfere Schneiderlein" fährt meines Wissens nach z.B. mit einem ähnlichen Konzept gut, da gibt es ein breites Sortiment an schlichter Larpkleidung zu bodenständigen Preisen, und soweit ich weiß sind da die Auftragsbücher rappelvoll.
Und nochmal ein paar Gedanken, was die Preise angeht:
Hier muss man natürlich immer einen Kompromiss finden, wie konkret man bei Sonderanfertigungen überhaupt werden kann. Ich persönlich finde Preise aber auf einer Website ganz essentiell, denn neben den Daten zum Produkt und einem Foto ist der Preis eine ganz essentielle Komponente, die entscheidet, ob etwas für mich überhaupt in Frage kommt, denn ich weiß ja normalerweise ja schon, was ich will und wie hoch mein Budget ist. Da erst mühselig über Mail zu den Leuten Kontakt aufzunehmen, denen die Preise einzeln aus der Nase zu ziehen, sein ganzes Projekt auszubreiten, nur um dann nach einer Woche Mailverkehr zu erfahren, dass das Kleidungsstück, für das man 300 Euro eingeplant hatte, dort nicht unter 800 zu haben ist, ist unglaublich lästig, da gehe ich doch als Kunde lieber zu jemanden, der klare Preise angibt.
Mein Vorschlag wäre: Mach ein paar repräsentative Standardstücke, und schreib dort etwas wie "Preis für ein vergleichbares Stück: ca. 200 Euro". Da wird sich niemand am Schluss beschweren, wenn es 250 kostet, aber du sparst dir die Anfragen von Leuten, die nur 50 ausgeben wollen, und fängst vielleicht noch den einen oder anderen Kunden, der mit 500 gerechnet hatte.
Dazu ergänzend sinnvoll fände ich eine kurze FAQ oder ähnliches, auf der du Optionen angibst, was ein Kleidungsstück billiger oder teurer machen kann: Knopflöcher, Material, Verzierungen, aufwändige Schnitte, Handnähte, besonders eilige Aufträge auf der einen Seite, Dinge wo der Kunde selber Hand anlegt, das Material selber stellt, besonders viel Zeit mitbringt oder zu Kompromissen bereit ist auf der anderen Seite, jeweils begleitet von einer ungefähren Schätzung, wie sich das auf den Preis auswirkt. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 30.05.2011, 15:42 Titel: |
|
|
Warum werde ich in letzter Zeit so oft anders interpretiert, als ich es beim Schreiben im Sinn hatte??? In der Kürze liegt wohl doch nicht immer die Würze...
Theater ist doch eine gute Basis.
Von einer Datenbank oder überhaupt irgendwelchen aufwendigen eigenen Leistungen auf der HP habe ich nicht gesprochen. Es war die Rede von Links. Ideal wäre da EIN Link zu jedem Thema (der jeweils beste) - was in der Tat vorraussetzen würde, das man ein paar Stunden in die Auswahl inverstiert hätte.
Was das Beispiel Webarten usw. angeht, da hat der Kelmon hier aus dem Forum mal geschrieben, daß er sich damit mal ausgiebig beschäftigt hat. Sowas sollte man natürlich anzapfen.
Zur Erläuterung - ich erwarte kein super archäologisches Fachwissen, aber wenn ich zB. ein Kleidungstück XY für einen Charakter Z brauche, dann wäre es schon schön, wenn ich (a) passend beraten werden würde bzw. (b) vor offensichtlichen Mißgriffen gewarnt werde. Wenn jemand sich selber was ganz historisch korrektes Zusammengesammelt hat - leider aber die Quellen verwechselt und deshalb dann später von seiner Reenactement Gruppe ausgelacht wird.... DAS wäre ganz sicher nicht dein Fehler.
Das mit der Linkliste hätte ja auch den großen Vorteil, daß man das dann als "gemeinsame Sprache" ansehen kann. Es geht viel mehr darum zu sehen, wie Deine Vorstellungen sind als das es jetzt vordergründig darum geht, "DIE historische Wahrheit" (TM) zu celebrieren.
Beispiel: Du hast eine Seite verlinkt mit "historische Knöpfe". Der potentielle Kunde weiß dann: "Aha, die weiß schonmal, das es da Unterschiede gibt" und geht dann davon aus, daß er dann keine bunten Plastikknöpfe am Revers haben wird.
WENN Du einen Link zu spezifischen Webarten der Epochen und geografischen Zonen auf deiner Seite haben solltest, DANN würde ich denken - "Wow, da kennt sich aber jemand voll mit aus, die könnte ich vielleicht mal was spezielles fragen."
Hast Du aber (noch) keinen Link, dann denke ich doch nicht: "Och nöö, die macht ja nur Stoff zusammentackern..." wenn's mir so wichtig sein sollte, dan würde ich mir das selber raussuchen oder ich pfeif halt drauf... (was wohl wahrscheinlicher ist..)
Das ich ggf. einen Auftrag hätte - das steht im Übrigen in keinem Zusammenhang zu der Webarten Sache... das wäre eher sowas wie: "Kuck mal die Bilder hier, hier und hier, so eine Obi Wan Kenobi Kutte, aber aus diesem Stoff hier und an den Stellen doch eher so wie auf dem anderen Bild hier." Da wäre schon durch die Quelle klar, daß ich da kein Zertifikat von einem Historiker mit der Rechnung erwarte.
Alles was ich da von einer Fachkraft erwarten würde wäre sowas wie: "Dieser Stoff wird nicht so toll fallen wie im Bild, außer ich füttere denn noch mit XY. Dieses Material läßt sich schlecht reinigen, daß weißt Du?" Oder von mir aus auch "Genau so wie im Bild würde ich es nicht machen, denn dieses Material läßt sich besser verarbeiten, wenn man es so und so vernäht, füttert - what ever."
PS: Bei den Webarten, nunja, da würde mich im Grunde nur interessieren, ob es da welche gibt, die definitiv "modern" sind (Gestricke sind es auf jeden Fall) oder ob die quasi "schon immer" alle Arten kannten und konnten und ich darum nehmen kann was mir gefällt. Mehr will ich garnicht wissen. Ausschlußkriterium. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
|
Direktlink | Verfasst am: 30.05.2011, 17:36 Titel: |
|
|
Ganz ehrlich? Ich denke niemand kann ALLE historischen Kostüme aus den FF schneidern. Ich hasse auch Leute die mich kennen und dann auf der Straße ansprechen "ich hab da so nen Problem mit meiner Versicherung XY...kannst du mir da was zu sagen". Oder "Der Unterhaltsanspruch bla ist seid 4 Tagen beschränkt nach bla...soll ich da was machen?". Wichtig ist doch dass die Schneiderin das HANDWERK beherrscht..und da gehe ich bei einer Schneidermeisterin von aus. Alles andere ist eine Frage der Nachforschung, und dabei kann der Kunde ja helfen. Anleitungen wie man die richtige Kleidung schneidert gibts ja zu Hauf. Nur an den Fähigkeiten fehlt es unser eins halt. Wenn ich nun tendenziell eine neue Tunika haben wollen würde (und bereit wäre dafür 200 Euro + zu zahlen) würde ich nun zum Beispiel diesen Link nehmen..ihn an die entsprechende Adresse schicken...und die Schneiderin bitten dass in Stoff X umzusetzen.
Ich kann aber nicht erwarten dass ich da anrufe und frage "Sagmal..weißt du wie der Schnitt für Wikingertunika X aussieht? Was..weißt du nicht! Und dass nennt sich Schneidermeisterin? *aufleg".
Die Knowledge kommt dann mit der Zeit automatisch. Aber erst einmal hat eine Schneiderin vor allen eines was wir (im Regelfall) nicht haben. Eine abgeschlossene Ausbildung zur Schneiderin. Und dass ist doch schonmal viel wert.
Wenn ich nun noch wissen will ob mein Schnitt 100 prozentig historisch korrekt ist sollte ich (in meinen Augen) zu einen Historiker gehen. Und nicht zur Schneiderin. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 30.05.2011, 18:34 Titel: |
|
|
Im Grunde wie der Gerwin schon sagt.
Wobei ich nur sagen wollte, das neben dem Beherrschen des HANDWERKS eben auch das typische GRUNDWISSEN (dieses spezifischen Handwerks) immer auch dazu gehört - und wenn man sich historisch ausrichtet, dann sollte dieses Schneider Basiswissen eben mehr in diese Richtung tendieren (als jetzt zB. in modernste Funktionsfasern oder so)
Nichts des so Trotz meinte ich immer und zu jeder Zeit handwerksspezifisches Grundwissen. Eben allg. zugängliche Informationen, was eben auch in einem Buch für Hobbyschneider so drinn steht. (Im Idealfall dann eben in einem Buch für historische Gewandungen - aber selbstverständlich immer noch in der Hobby-Liga. Keiner erwartet hier Fachbücher und 100 Museeumskataloge im Regal)
Noch ein Beispiel:
Von einem Tischler erwartet man auch, daß er weiß was Jahresringe sind und was der Unterschied zwischen Nadel- und Hartholz ist. Gleichwohl muss sich nicht jeder Tischler gut mit Tropenhölzern auskennen. Aber dann wird er mir wenigstens sagen können, bis wo hin er was weiß und ab wann er eher wackelig mit seinem Wissen ist.
so wie man den Gerwin halt schon immer und jederzeit fragen können sollte, was ein Paragraph ist und was mit juristische Person gemeint ist.  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
|
Direktlink | Verfasst am: 30.05.2011, 18:56 Titel: |
|
|
Wobei ich bei fundierten Kenntnissen zu mittelalterlicher Schneiderei nicht erwarten würde dass hier mehr als die "absoluten Basics" zur Einsicht auf die Homepage gehören. Solche "soft-skills" sind einfach in dem Bereich notwendig..und wenn man sich sowas draufschafft (durch eigene Arbeit) würde ich es nicht jeden zur Verfügung stellen.
Dass wäre ja so wie wenn ich später als Anwalt auf meiner Homepage erklären würde wie man ein Mahnverfahren betreibt. Natürlich wäre es nett. Andererseits..ich will ja dass die "dummen Mandanten" zu mir kommen und mich dass machen lassen. Was allerdings in meinen Augen ganz nett wäre wäre eine Vorlagensammlung zu Beginn der Schneiderzeit.
So ungefähr stelle ich mir dass vor: Ein neuer Schneider braucht ja vor allen eines. Massenweise gute Gewandungsbilder für seine Homepage. Und ich als Larper will vielleicht nicht 200 Euro für eine Tunika ausgeben, sondern (fiktives Beispiel) nur 100. Nun kann ich mich vielleicht mit dem Schneider einigen. Er kann eine Tunika so schneidern wie er dass für seine Homepage als werbewirksam betrachtet..und ich kriege meine Tunika etwas billiger..dafür aber nicht "genau die" die ich immer schon haben wollte. Man trifft sich sozusagen in der Mitte. Der Idealfall wäre natürlich ein Angebot bei dem zum Beispiel eine mittelalterliche Vorlage auf die Homepage kommt mit den Aufruf "Suche Träger für noch zu schneidernden Wappenrock/Kleid/whatever..nach Vorlagen XY". Letzten Endes ist dass gerade bei Geschäftseinsteigern eine Win-Win-Situation. Ein gutes Beispiel für eine vorbildlich aufgebaute Seite mit zahlreichen Beispielen ist dass Atelier Verdande. Auch wenn diese Leute sicher nicht handwerklich die "besten" sind und ich der TE als Schneidermeisterin (viel) mehr zutraue kann man sich bei denen eben durch eine Galerie klicken bei der ich schonmal sehe was geht (und was nicht).
So etwas hilft dem geschäftlichen Erfolg meiner Meinung nach sehr gut. Und historisch korrekt ist bei denen sicher auch nicht alles
Gruß
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4535 Wohnort: Bielefeld
|
Direktlink | Verfasst am: 30.05.2011, 19:19 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Zur Erläuterung - ich erwarte kein super archäologisches Fachwissen, aber wenn ich zB. ein Kleidungstück XY für einen Charakter Z brauche, dann wäre es schon schön, wenn ich (a) passend beraten werden würde bzw. (b) vor offensichtlichen Mißgriffen gewarnt werde. |
So eine Beratung muss aber individuell erfolgen. Egal wie groß man eine Linkliste macht, sie wird immer nur einen winzig kleinen Ausschnitt des Themas darstellen, und die meisten Leute kommen ja zu einem Schneider, weil sie sich eben nicht alles anlesen wollen. Außerdem muss eine solche Liste entsprechend gepflegt werden, das ist ein riesiger Aufwand.
| Zitat: |
Ich kann aber nicht erwarten dass ich da anrufe und frage "Sagmal..weißt du wie der Schnitt für Wikingertunika X aussieht? Was..weißt du nicht! Und dass nennt sich Schneidermeisterin? *aufleg". |
Was ich eigentlich als Kunde nur wissen will, ist, ob ich überhaupt eine fundierte Beratung erwarten kann, oder, ob wie in meinem Beispiel, da munter drauflosgewerkelt wird, und am Schluss das Ergebnis komplett anders ausfällt, als ich mir das vorgestellt habe.
Nehmen wir an, ich sage einem Schneider, dass ich gerne eine hochwertige braune Wikinger-Tunika haben möchte, und erhalte dann dieses Exemplar. Das wäre eine Situation, die ich gerne vermeiden würde, weswegen ich so ein Kleidungsstück nur bei Leuten ordern würde, bei denen ich auf der Website eine Tunika gesehen hätte, die mehr nach meinem Geschmack ist - Oder andere Informationen, die darauf schließen ließen, dass sie in der Lage sind so etwas zu machen.
Aber wie auch schon gesagt wurde: Eine Galerie mit Beispielen ist da sicherlich das Mittel der Wahl, ebenso wie Angaben zu Verarbeitungsdetails und eventuellen Vorlagen. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 11:29 Titel: |
|
|
Aber so eine "Überraschung" verhindere ich doch indem ich vorher möglichst genau suche WAS ich will. Und was hindert mich daran selbst auf die Suche zu gehen, auch ausserhalb der Seite der Schneiderin?
Wenn ich nun natürlich eine authentische Tunika finde, mir diese anfertigen lasse und DANN kommt dein Beispiel raus...gibt es ein Problem. Aber dass würde ich für die absolute Ausnahme halten. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4535 Wohnort: Bielefeld
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 11:48 Titel: |
|
|
| Zitat: | Aber so eine "Überraschung" verhindere ich doch indem ich vorher möglichst genau suche WAS ich will. Und was hindert mich daran selbst auf die Suche zu gehen, auch ausserhalb der Seite der Schneiderin?
Wenn ich nun natürlich eine authentische Tunika finde, mir diese anfertigen lasse und DANN kommt dein Beispiel raus...gibt es ein Problem. Aber dass würde ich für die absolute Ausnahme halten. |
Dabei gibt es aber zwei Probleme: Erstens setzt es voraus, dass man ein lückenloses Fachwissen über den Gegenstand, den man anfertigen lassen möchte, vorweisen kann, denn nur so ist man in der Lage, ganz genau und in jedem feinsten Detail zu beschreiben und einzugrenzen, was man will. Bei meinem obigen Beispiel mit der Schecke hätte ich z.B. nicht sagen können, wie man einen spätemittelalterlichen Kragenschnitt mit Rückeneinsatz herstellt, ich hätte aber trotzdem gerne einen gehabt.
Zweitens braucht man dann einen Handwerker, der diese Anweisungen versteht, und genügend Fachkenntnis hat, um sie umzusetzen. Nehmen wir an, ich würde mit dem Wunsch nach dieser Rüstung, sagen wir mal, zu Battleheat gehen:
http://www.flickr.com/photos/26872131@N07/5213917517/
Die würden mir die vermutlich machen, und das ganze wäre sicherlich nicht billig. Ohne einen Eindruck von deren generellen Fähigkeiten und Stilvorlieben, wie ich ihn auf der Website einsehen kann, käme aber etwas völlig anderes als die Vorlage dabei heraus. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8168
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 12:00 Titel: |
|
|
Zugegeben. Je schwieriger das Konzept ist...je später und detailverliebter es anzusetzen ist..umso schwieriger dürfte es sein dieses ohne Fachwissen der Schneiderin umzusetzen.
Da ich generell aber nichts vom aktuell aufkommenden "wir orientieren uns immer später" Still halte wöre dass für mich persönlich nicht so das Thema.
Große Projekte wie die von dir gezeigte Rüstung würden meiner Meinung nach vor allen ein großes handwerkliches Geschick des Schmiedes, aber auch die Bereitschaft sich vorher schlau zu machen (hinfahren, vermessen, alles auf den Träger umrechnen, eventuell nötige Änderungen vornehmen) voraussetzen. So einfach mal nebenher kann das niemand. Von daher würde ich mit so etwas eben auch eher zu jemanden gehen der weniger im Massenbereich wie battleheat mitschwimmt. Für ihn ist so ein Projekt eben auch lukrativer (und die Umsetzung besser). _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4535 Wohnort: Bielefeld
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 12:13 Titel: |
|
|
| Zitat: | | Da ich generell aber nichts vom aktuell aufkommenden "wir orientieren uns immer später" Still halte wöre dass für mich persönlich nicht so das Thema. |
Ich weiß nicht, die diversen frühmittelalterlichen Rechteckschnitte sind zwar recht einfach umzusetzen, sobald wir aber zu Fragen wie Verzierungsdesign, Stoffauswahl, die Auswahl der richtigen Handnaht, dem Unterschied zwischen Rus- und Wikingermode oder ähnlichem kommen, wird ist es dann doch wieder nicht trivial. Als Beispiel muss man sich ja nur die diversen "Wikingerhosen" in einschlägigen Shops ansehen, die sind teilweise echt gruselig...
Und vor allem ist es ja so: Wenn ich mir selber nicht ganz sicher bin oder nur Halbwissen habe (so wie es bei mir beim Thema "frühmittealterliche Mode" der Fall wäre), muss ich mich ja umso mehr auf die Kompetenz meines Schneiders verlassen können.
| Zitat: | | So einfach mal nebenher kann das niemand. Von daher würde ich mit so etwas eben auch eher zu jemanden gehen der weniger im Massenbereich wie battleheat mitschwimmt. Für ihn ist so ein Projekt eben auch lukrativer (und die Umsetzung besser). |
Ja klar, aber das ist ja genau das, worauf ich hinauswill: Rüstungsschmiede gibt es in Deutschland und im benachbarten Ausland hunderte. Wie finde ich jetzt jemanden, der meinen Qualitätsansprüchen und Preisvorstellungen genügt, sei es nun für einen Renaissance-Kostümharnisch oder eine einfache 1400-Brustplatte? Doch nur, wenn ich von ihm Arbeiten und eine Preisliste sehen kann, denn selbst wenn ich den Aufwand auf mich nehme, und per Email nachfrage, wäre eine einfache mündliche Aussage "klar kann ich das!" ohne irgendwelche Belege immer etwas risikoreich. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
|
| Nach oben |
|
 |
Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6146 Wohnort: Edigheim
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 12:23 Titel: |
|
|
(vielen dank für das Bild Cartefius...sehr interessant...)
Grüße
Aeshma _________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
|
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 31.05.2011, 14:11 Titel: |
|
|
Also ich hatte vor einer Weile mal einen Kontakt mit einem Schmied. In die nähere auswahl habe ich ihn gezogen, weil er eben auf seiner HP schon einige Werkzeuge gezeigt hat, die so grob in meiner Interessenlage waren.
Dann habe ich ihm eine Auswahl an Bildern gemailt und dann haben wir telefoniert.
Anhand der Bilder konnten wir dann recht gut klären, was ich gerne hätte und was er wie macht bzw. üblicher Weise machen würde und welche (naiven) Vorstellungen von mir welche Extrakosten verursachen würden und was eine gute Alternative aus seiner Sicht wäre.
Anstatt ihm nun genau die Abmessungen und alle Querschnitte vorzuschreiben (was ich als Ingenieur zufällig sogar machen könnte, sogar eine 3D konstruktion wäre für mich machbar oder CNC Daten....) habe ich ihm nur genau erklärt, welche Arbeiten ich mit dem Werkzeug ausführen will. Das er dann als gelernter Schmied etwas hinkriegt, das nicht kaputt geht, aber auch nicht zu klobig ist, darauf habe ich vertraut. (auch weil ich eben andere Arbeiten von ihm gesehen habe)
Das er nun (gegenüber einem "normalen neuzeitlichen" Schmied) insbesondere ein gutes Gefühl für die Formensprache und das prinzipielle Design von frühmittelalterlichem Werkzeug hat, das wiederum habe ich daraus geschlußfolgert, daß er schon eine Anzahl an alten (Waffen-) funden nachempfunden hat. Sich also prinzipiell mit der Historie schon beschäftigt hat.
Wobei es überhaupt nicht darum ging, ob es jetzt genau dieses Modell in genau der Zeit gegeben haben könnte oder nicht.... sondern nur darum, daß es (a) - wirklich vom augeneindruck her wie ein richtig altes (handgefertigtes) Werkzeug aussieht und dabei aber (b) alle Vorzüge der modernen Metallurgie (gehärtete Schneiden) und vor allem aber eine gute Ergonomie hat, damit man damit auch wirklich lustvoll arbeiten kann.
Denn was nützt es am Ende, wenn "das Produkt" nicht "funktioniert" ? Eine Gewandung sollte also immer passen und sich bequem tragen lassen. Man sollte sich darin nicht totschwitzen oder zu Eis erstarren. Zusätzlich sollte sie dann vom Aussehen her dem gewünschten Stil entsprechen.
OK, das mit der Link-Liste muss ja auch nicht sein. Wenn man genügend Bilder von eigenen Kreationen hat, dann wird man da ja dann auch alles erkennen können. (leichte Wolle, dicke Wolle, Leinen, Seide, Knöpfe, Nestellöcher, usw. usw...)
Mit der Linkliste kann man sich halt schnell mit "externer Kompetenz" verbinden. Das beweißt zwar nicht, daß man das kann was da gezeigt wird, aber der Kunde sieht so zumindestens schonmal, daß sich der Anbieter überhaupt darüber im Klaren ist, das es dieses Thema gibt.
Damit vermeidet man dann so Sachen wie...."bla bla bla... und die Nestellöcher hätte ich - " " Was sind Nestellöcher??!!" - was bei einer "normalen" Schneiderin sicher keine so ganz dumme Frage sein könnte... _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3 |
| |
Seite 3 von 3 |
Thema: Sonnenschein ist jetzt auch hier
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Larp,
Larp Forum,
Larp Shop,
Larp Waffen,
Larp Bilder,
Larp Mittelalter,
Larp Schwert ,
Larp Rüstung ,
Larp Videos ,
Larp Ausrüstung ,
Larp Kleidung ,
Fantasy Bücher
Larp Forum Sitemap:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190
|