Thema: Virtuelle Realitäten und die Zukunft als Rollenspielwelt
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Carsten Z.
Anmeldedatum: 13.12.2011 Beiträge: 13
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 12:26 Titel: Virtuelle Realitäten und die Zukunft als Rollenspielwelt |
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Dies ist die Fortsetzung folgenden Threads (bitte dort nicht mehr posten):
http://www.inlarp.de/larp-forum/lustige-fundsachen-aus-dem-netz-t632-s2430.html#149121
Hier noch einmal der Ausgangspunkt der Diskussion:
Die Welt der Zukunft wird eine Rollenspielwelt sein, in der ausgiebig virtuelle Realitäten genutzt werden.
Womit sollten sich die meisten Menschen in der Zukunft denn sonst beschäftigen? Für alles gibt es später Automaten, Roboter etc. die jeden Wunsch ohne unser Zutun erfüllen können.
Die Zukunft wird also eine sehr vielfältige und komplexe Welt der Rollenspiele sein.
Es wird sich deshalb günstig erweisen, seine Kinder in einer etwas einfacheren, aber dennoch problemorientierten Welt aufwachsen zu lassen, welche sich an der wahren Geschichte der Menschheit orientiert. Das Erschaffen einer beliebigen Welt, beispielsweise der Erde des 21. Jahrhunderts, könnte gewissermaßen auf Knopfdruck in Form einer virtuellen Realität erfolgen und würde kein Problem darstellen.
Wer weiß, vielleicht sind die meisten unserer Mitmenschen oder gar unsere Eltern erfahrene, aus der Zukunftswelt stammende Rollenspieler, welche uns ständig in Lern- und Bewährungssituationen versetzen, die unsere Fähigkeiten und Einsichten voranbringen sollen.
Und gerade das 21. Jahrhundert ist sehr lehrreich, denn man kann mit eigenen Augen miterleben, wie am Computer immer bessere künstliche Welten erschaffen werden, wie der Fortschritt immer schneller voranschreitet und schließlich in einer Singularität münden könnte. Und das mittlerweile erwachsene Kind würde langsam und behutsam beginnen, Vermutungen über die wahre "Natur" seiner Welt anzustellen.
Man muss also die Kinder einer Zukunftswelt in einer Rollenspielwelt des 21. Jahrhunderts aufziehen - anders könnten diese Kinder die unendlich vielfältige Zukunftswelt gar nicht verstehen. Und was noch viel wichtiger ist, sie hätten ihre Identität nicht gefunden und sie würden auch gar nicht wissen, was Gut und Böse ist, wie man miteinander umgeht, würden die Krankheiten und den Tod nicht erlebt haben, wüssten also nicht, wie bewahrenswert das Leben ist.
Hier die Langfassung
http://www.exometa.de/vr.htm
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inLarp

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Klaufi

Alter: 24 Anmeldedatum: 10.03.2009 Beiträge: 2307 Wohnort: Dresden
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 12:40 Titel: |
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Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und den ganzen Text gelesen. So besonders berührend fand ich ihn jetzt auch nicht. Sind schon einige interessante Gedanken dabei, aber überprüfen wird man es eh nicht können und solange ist es eigentlich auch unsinnig, sich darüber Gedanken zu machen. Man wird es schon merken, wenn man aus der Simulation aufwachen sollte
Übrigens bin ich an einer bestimmten Stelle schon stutzig geworden:
| Zitat: | | Haben Sie sich in der Vergangenheit schon einmal gefragt, ob das, was Sie wahrnehmen, wirklich existiert? Hätten Sie jemals ernsthaft über diese Frage nachgedacht, dann wären Sie selber darauf gekommen, dass diese Welt auch virtuell sein könnte. |
Da hat sich aber jemand schlecht Notizen gemacht. Ich hab mir diese Frage schon gestellt und darüber philosophiert, haben sie das etwa nicht mitbekommen?
Fazit: für mich lohnt es sich nicht, mich weiter aktiv mit dem Thema zu beschäftigen. Daher werd ich zukünftig in diesem Thema auch höchstens mitlesen. _________________
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 13:35 Titel: |
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Nach kurzen überfliegen....zu viel Matrix gesehen? _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7497 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 14:01 Titel: |
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(Ich setze die Diskussion im anderen Thread einfach hier fort).
@Carsten Z:
| Zitat: | | Deine Art zu argumentieren ist polemisch und unfair. Du streust einfach irgendwelche grenzwissenschaftliche Begriffe in Deine Gegenargumentation mit ein und konstruierst oder beschwörst irgendwelche Zusammenhänge mit dem Ausgangstext |
Was ich zu Grenzwissenschaften&co schrieb, hatte nichts mit dem Ausgangstext zu tun - ich rede vom Inhalt der Homepage und vor allem vom Forum:
http://www.exometa.de/forum/
Ein bloßes überfliegen der Diskussionsthemen dürfte zeigen, daß ich vollkommen Recht damit habe, was für einen Personenkreis die vorgestellte Hypothese anlockt. Nein, das muß nicht einmal Deine Schuld sein, das ist eben einfach so.
Ansonsten sehe ich nicht, wo ich unfair argumentiere. Ich argumentiere in dem Posting, das Du aufführst, eigentlich gar nicht. Ich schreibe nur, was ich von "Grenzwissenschaftlern"&co halte. Liest Du mein Posting mal näher, wirst Du feststellen, daß ich nicht speziell über Deine Seiten rede, sondern eben über die Seiten von Verschwörungstheoretikern und "Grenzwissenschaftlern" generalisiere. Am Ende sage ich ja noch extra, daß Deine Theorien zu den gemäßigsten gehören.
| Zitat: |
Wenn man nur überfliegt, versteht man gar nichts. |
Ich habe gesagt sie ist ein Überfliegen wert, ich sagte nicht, daß ich das so getan habe. Mit dem Hauptinhalt der Webseite meine ich aber - nicht mit dem hier verlinkten Artikel.
| Zitat: | | @Kelmon: wusste gar nicht, dass du dich intensiv mit KI beschäftigst/beschäftigt hast. Klingt nach einem sehr spannenden Thema. Darf ich fragen, was du auf dem Gebiet so gemacht hast? (notfalls auch per PN) |
@Klaufi: Erst der große Themenkomplex Wegfindung, in dem ich meine Bachelor-Arbeit verfasst habe (Hierarchische A*-Suche), später habe ich dann noch viel mit künstlichen neuronalen Netzen gemacht, u.a. eine kooperative KI für virtuelle Agenten mitentwickelt.
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Zu Deiner zweiten Antwort:
| Zitat: | | Die virtuellen Rollenspielwelten der Zukunft werden "Zeitmaschinen" sein. Jede Zeit hat ihre Reize und Probleme und ist lehrreich |
Die Zeit, in der man als heranwachsender lernen kann, ist begrenzt - d.h. man muß sie sich einteilen. Und bislang sehe ich keinen Grund dafür, daß die beschäftigung mit einer vergangenen geschichtlichen Periode in Form von einer virtuellen Realität notwendigerweise besser ist, als das wichtigste über diese Periode einfach nachzulesen. Auch in der Zukunft.
Ich muß beispielsweise nicht eine Woche virtuell als Sklave im Jahr 1700 leben, um zu begreifen, daß Sklaverei nicht gut ist.
Für jeden Tag in einer virtuellen Realität geht uns ein Tag an Wissensaufnahme mit konventionellen Mitteln verloren. Und einen Tag im 20. Jahrhundert bei Alltagstätigkeiten abzuhängen ist sicherlich weniger lehrreich, als einen Tag lang ein Geschichtsbuch über das 20. Jahrhundert zu lesen.
| Zitat: | Falsch verstanden. Es geht um die Auseinandersetzung(!) mit den Gegebenheiten der Zeit.
(Du selbst bist ja das beste Beispiel dafür. Du hast Deinen Charakter und Deine Überzeugungen geformt, indem Du Dich mit unserer Zeit auseinandergesetzt hast. Du bist dadurch klüger geworden) |
Wenn die Prämisse ist, daß die Kinder nichts davon Wissen, in der "falschen" Welt zu sein: Nein, dann habe ich das richtig verstanden, und Du hast keine Ahnung davon, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Sich mit etwas in der Form auseinandersetzen, daß man genau das tut, was ein Einheimischer in der gleichen Situation tut, bringt jemanden auf den gleichen mentalen Status wie ein Einheimischer. Wenn ich im alten Rom aufwachse und meine Sklaven verprügele, dann "weiß" ich, daß Sklaven verprügeln richtiges Verhalten ist. Was ich nicht denke, ist, "eigentlich ist das falsch, aber so tut man das wohl zu unserer Zeit".
So funktioniert auch Verhaltenstherapie. Der Kopf unterscheidet nicht zwischen real oder virtuell erlernten Verhaltensmustern, und schon gar nicht, ob diese Verhaltensmuster in einer Zukunft, die er nie erfahren hat, moralisch gut oder verwerflich sind.
| Zitat: | Nein. Nein es muß nicht jedes Detail simuliert werden, sondern nur das, was die Person wahrnimmt.
Sogar heutzutage schon werden ganze Universen in den Computerspielen simuliert. |
Das ist zwar richtig, aber was kann ich denn alles in unserer "Simulation" wahrnehmen? Eben alles. In beliebigem Detail. Eine Simulation, die mich mit einem Rasterelektronenmikroskop auf die atomare Eben schauen läßt, muß eben alle Atome simulieren. Eine Simulation von Nuklearmagnetresonanzscannern muß mir auf Wunsch den inneren Aufbau jedes beliebigen Menschen auf diesem Planeten offenbaren. Hast Du überhaupt eine Ahnung davon, welche Datenmengen da involviert sind?
| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | Wie auch das Vorhaben im Bereich der Künstlichen Intelligenz in den späten 70ern, schon sehr bald "denkende Maschinen" zu haben, ist der Bereich der Virtuellen Realität nichts anderes als eine Modeerscheinung gewesen, die in der hier propagierten Form nicht mehr von vielen ernst genommen wird.
Niemand forscht ernsthaft daran, total-immersive künstliche Welten zu erzeugen, einfach weil es "cool" wäre. Wenn, dann sind diese Anwendungen sehr spezifisch auf bestimmte Zwecke zugeschnitten.
Die momentan aktuelle Mode scheint eher "augmented reality" zu sein - sofern auch nicht das schon wieder veraltet ist.
| Zitat: | | Ja, Flugzeuge können nicht fliegen. |
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Non sequitur? _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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inLarp

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Rolv

Alter: 17 Anmeldedatum: 30.11.2010 Beiträge: 184 Wohnort: Kambs (MV)
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 14:59 Titel: |
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Ich sags gerne nochmal (nein, ich möchte mich auf keinen Fall bei einem Mod wegen der Löschung im anderen Thread beschweren, war ja gerechtfertigt.)
Das Leben ist wie ein MMORPG: Die Grafik ist geil, aber die Handlung beschissen. _________________ Den Tod als Gewissheit... geringe Aussicht auf Erfolg... worauf warten wir noch? |
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Uli

Anmeldedatum: 13.08.2011 Beiträge: 186 Wohnort: Mittelrheinland
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 15:30 Titel: |
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Kelmon hat ja schon das Wesentliche dazu gesagt. Die Fiktion dazu (Gibson, Dick uvm.) ist ganz unterhaltsam jedoch inzwischen kaum mehr science fiction sondern eher future fantasy. Argumentationstheoretisch rangiert dieser Text auf selben belanglosen Ebene wie die unsichtbaren Drakos - oder die Superstringtheorien, wie manche Physiker_innen meckern. ; ) _________________
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 15:36 Titel: |
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| Zitat: | | Ich muß beispielsweise nicht eine Woche virtuell als Sklave im Jahr 1700 leben, um zu begreifen, daß Sklaverei nicht gut ist. |
Vielleicht würdest du aber anders denken wenn du durch die Zeitreise verstanden hast dass auch Sklaverei für alle Beteiligten ihre Vorteile hatte . Von daher gesehen, eine Zeitmaschine wäre schon durchaus interessant um zu erfahren wie es den Sklaven zum Zeitpunkt X wirklich ging, warum Sklaverei (unter konkreten Umständen) nicht inhuman sondern absolut notwendig ist um wundervolles zu schaffen usw.
Auch wäre es offensichtlich hilfreich einen Tag in einen Konzentrationslager erleben zu dürfen um viele Neonazis zu "heilen". Aber dass ist doch im Allgemeinen alles Mutmaßung und Parawissenschaft. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7497 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 15:40 Titel: |
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@Gerwin: Ich rede hier von Kosten/Nutzen. Ich behaupte mal, daß es weit effizienter ist, mir ein wissenschaftliches Buch zu dem Thema durchzulesen (und damit auf das kondensierte Wissen von Experten in einem Thema zurückzugreifen) als zu allen Dingen meine eigenen Schlüsse zu ziehen.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß ein wissenschaftliches Buch auch auf die Rolle der Sklaverei als Schutz der Sklaven vor Hunger und Feinden eingehen würde.
Davon ab geht es ja nicht um eine echte Zeitreise, nicht einmal um ein wissentliches Betreten einer virtuellen Realität, sondern um das erzwungene Dasein in einer solchen. Und das wäre nicht interessant, das wäre grausam.
Ein weiterer Punkt, der mir auffällt: Eine in der Zukunft erschaffene virtuelle Realität kann allenfalls so perfekt sein wie die Daten, die man über sie hat. Mit anderen Worten: Einer zukünftigen Gesellschaft wird es so viel nützen, in ein virtuelles 21. Jahrhundert zu reisen wie es uns nützen würde, in ein Rom zu reisen, das anhand von Geschichtsbüchern erschaffen wurde. Wir könnten nichts neues herausfinden, was nicht schon in den Geschichtsbüchern nachzulesen wäre. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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inLarp

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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 15:52 Titel: |
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Naja...dass wäre aber eine ziemlich primitive virtuelle Realität. Die interessante virtuelle Realität würde ja lediglich sozusagen mit gewissen relevanten Umgebungsdaten usw. gefüttert, und du hättest dann die Möglichkeit Rom anhand von gewissen Voraussetzungen selbst zu erleben und zu verändern. An dem Punkt würden Menschen eben vielleicht erkennen dass es dumm war die Sklaverei zu verbeiten/das Wahlrecht für alle einzuführen/den deutschen die Alleinschuld für den zweiten Weltkrieg zu geben.
Und genau da liegt auch das Problem bei seriösen Quellen. Denkst du irgendein Geschichtsforscher würde sich trauen heute zu schreiben: Also mit Sklaven ging es uns heute besser? Oder: Demokratie ist eigentlich keine gute Idee, die Monarchie hat viel besser funktioniert? Was passiert wenn ein Forscher so etwas schreibt kann man sehr gut an den bekannten Cyclon B Debatten nachvollziehen. Weicht er an einen politisch interessanten Punkt vom Mainstream ab...naja.
Und genau da wäre eine virtuelle Realität *wenn es so etwas geben würde* eben besser. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7497 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 16:17 Titel: |
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| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | | Naja...dass wäre aber eine ziemlich primitive virtuelle Realität. Die interessante virtuelle Realität würde ja lediglich sozusagen mit gewissen relevanten Umgebungsdaten usw. gefüttert, und du hättest dann die Möglichkeit Rom anhand von gewissen Voraussetzungen selbst zu erleben und zu verändern. |
Computer funktionieren so nicht und werden auch nie so funktionieren. Das ist nicht "primitiv", das ist einfach so. Um meinetwegen eine Säule darzustellen benötigt ein Computer ein Modell einer Säule. Das muß irgendwo herkommen. Und Information ist nicht beliebig komprimierbar, das ist informationstheoretischer Fakt, was auch für "aus wenigen Informationen viel Erschaffen" weiter gilt. Ja, es gibt auch heute schon "Tricks", aber die bringen einen auch nur *so* weit. Meinetwegen prozedurale Encodierung, in der Datenobjekte dadurch gespeichert werden, daß sie die X-te Ausgabe eines auf einem gewissen Grundwert gesetzten Zufallsgenerators sind. Auch sowas fällt aber auseinander, wenn man bedenkt, daß wenn ich diese Säule Atom für Atom zerlegen will, ich einen Zufallsgenerator benötige, der Zahlen liefert, die identisch mit der Nummer an Atomen in der Säule ist.
Die minimale Dateneingabe für eine überzeugende Simulation wie hier vorgeschlagen wäre jenseits alles Vorstellbaren.
Weswegen Dinge wie die Funktionsweise des Star-Trek-Holodecks (und damit meine ich nicht einmal den Holographieteil) Blödsinn sind.
| Zitat: | | An dem Punkt würden Menschen eben vielleicht erkennen dass es dumm war die Sklaverei zu verbeiten/das Wahlrecht für alle einzuführen/den deutschen die Alleinschuld für den zweiten Weltkrieg zu geben. |
Bitte was?
| Zitat: | | Und genau da liegt auch das Problem bei seriösen Quellen. Denkst du irgendein Geschichtsforscher würde sich trauen heute zu schreiben: Also mit Sklaven ging es uns heute besser? Oder: Demokratie ist eigentlich keine gute Idee, die Monarchie hat viel besser funktioniert? Was passiert wenn ein Forscher so etwas schreibt kann man sehr gut an den bekannten Cyclon B Debatten nachvollziehen. Weicht er an einen politisch interessanten Punkt vom Mainstream ab...naja. |
Keine Ahnung, was die "bekannten Cyclon B"-Debatten sind. Und Deine Vorstellung davon, wie die Welt der Wissenschaft funktioniert, ist lächerlich. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

Zuletzt bearbeitet von Kelmon am 14.12.2011, 16:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 16:27 Titel: |
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| Zitat: | | Computer funktionieren so nicht und werden auch nie so funktionieren. Das ist nicht "primitiv", das ist einfach so. |
Deshalb sage ich ja dass virtuelle Realität im eigentlichen Sinn nicht funktionieren kann. Ein Computer funktioniert eben immer nur wie er programmiert wird. Deshalb kann ich als Spieler eines Computeradventures ja auch nur eine gewisse Anzahl an Handlungen vornehmen und mir nicht ein Eichhörnchenkostüm besorgen...wenn es nicht vorgesehen ist.
| Zitat: | Keine Ahnung, was die "bekannten Cyclon B"-Debatten sind.
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Es gibt in den USA eine Reihe Forscher die sehr anerkannt waren, bis sie sich gegen Vernichtungslager zur Zeit des zweiten Weltkriegs im allgemeinen und Zyclon B im speziellen geäussert haben. Einer der bekannteren ist Harry Elmer. Diese Forscher haben dadurch (meines Erachtens zu recht) viel an "Respekt" verloren. Eine virtuelle Realität (TM) könnte vielleicht auf eine ganz andere Weise dafür sorgen DASS man weiß wie die Geschichte abgelaufen ist. Wenn der Computer das berechnen könnte. Was er (natürlich wie du ja festgestellt hast) nicht kann.
Grüße
Gerwin _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Carsten Z.
Anmeldedatum: 13.12.2011 Beiträge: 13
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 20:32 Titel: |
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@Kelmon
| Zitat: |
| Zitat: | Carsten Z.: Falsch verstanden. Es geht um die Auseinandersetzung(!) mit den Gegebenheiten der Zeit.
(Du selbst bist ja das beste Beispiel dafür. Du hast Deinen Charakter und Deine Überzeugungen geformt, indem Du Dich mit unserer Zeit auseinandergesetzt hast. Du bist dadurch klüger geworden) |
Kelmon: Wenn die Prämisse ist, daß die Kinder nichts davon Wissen, in der "falschen" Welt zu sein: Nein, dann habe ich das richtig verstanden, und Du hast keine Ahnung davon, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Sich mit etwas in der Form auseinandersetzen, daß man genau das tut, was ein Einheimischer in der gleichen Situation tut, bringt jemanden auf den gleichen mentalen Status wie ein Einheimischer. Wenn ich im alten Rom aufwachse und meine Sklaven verprügele, dann "weiß" ich, daß Sklaven verprügeln richtiges Verhalten ist.
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Aber nicht, wenn ich selber Sklave bin oder eine Beziehung zu dem Sklaven habe.
| Zitat: |
Was ich nicht denke, ist, "eigentlich ist das falsch, aber so tut man das wohl zu unserer Zeit".
So funktioniert auch Verhaltenstherapie. Der Kopf unterscheidet nicht zwischen real oder virtuell erlernten Verhaltensmustern, und schon gar nicht, ob diese Verhaltensmuster in einer Zukunft, die er nie erfahren hat, moralisch gut oder verwerflich sind.
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Also das alte Rom oder das Jahr 1700 sind sicher für die Kindererziehung ungeeignet.
Obwohl man sicherlich auch das bewerkstelligen und dosieren könnte, denn die Erlebnisse des Kindes werden ja durch die Interaktion mit Rollenspielern der Zukunft gestaltet. Die Rolle wird zugewiesen.
Es geht nicht darum, die Kinder einfach in diese Zeit hineingesetzt werden, sondern deren Erlebnisse werden gesteuert.
Wie würdest Du denn in einer Zukunftswelt Deine Kinder erziehen?
Wie gesagt, es geht um die Zukunft. Die Menschen sind langlebig. Zeit spielt keine Rolle. Die Welten (egal ob nun echt oder virtuell) sind vielfältig. Viele Kulturen existieren.
Kann man wirklich ein Kind direkt dieser Vielfalt aussetzen?
Ich könnte mir schon eine Art "Kindergarten" für Heranwachsende vorstellen.
Verhaltensregeln und Überzeugungen muss man ein Leben lang lernen - und nicht nur durch Zuschauen. Diese müssen irgendwie verinnerlicht werden.
Die Heranwachsenden sollen lernen, das Leben und auch das Wohl anderer zu schätzen. Das kann man nicht und nur zum Teil, indem man Bücher liest und Filme guckt oder dergleichen. Das kann man nur, indem man die Dinge durchlebt - in einer Art Rollenspiel. Die Übel dieser Welt, Boshaftigkeiten, Krankheiten etc. lernt man hassen, indem man diese am eigenen Leib oder bei den Mitmenschen erlebt und gegen die diese Übel ankämpft. Und nicht nur einmal.
Da ist schon Lehrstoff für ein ganzes Leben drin.
Nun vielleicht ist ja die Kulisse tatsächlich echt? Was weiß man denn über die Technologien einer Millionen Jahre alten Menschheit?
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 21:12 Titel: |
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| Zitat: | Die Übel dieser Welt, Boshaftigkeiten, Krankheiten etc. lernt man hassen, indem man diese am eigenen Leib oder bei den Mitmenschen erlebt und gegen die diese Übel ankämpft. Und nicht nur einmal.
Da ist schon Lehrstoff für ein ganzes Leben drin. |
Da machst du es dir aber verdammt einfach. Was ist den Boshaft? Ist derjenige der am 11 September ein Flugzeug ins World Trade Center fliegt und damit eigentlich (nach seiner Überzeugung) gutes tut...boshaft? Der Moslem der seiner Kultur folgend eine Beschneidung an Mädchen vornimmt? Die Kreuzfahrer welche das heilige Land erobern wollten? Boshaftigkeit ist keine gegebene Größe sondern ein Umstand der sich je nach Betrachtungsweise ändert.
Aber ganz ehrlich...dass sind echt die übelsten Verschwörungstheorien die ich bisher gehört habe. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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Schwannis Moderator

Alter: 16 Anmeldedatum: 15.01.2010 Beiträge: 4508 Wohnort: Wo man über spitze Steine stolpert.
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 21:14 Titel: |
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| Zitat: | | Die Kreuzfahrer welche das heilige Land erobern wollten? |
Zurückerobern bitte.... _________________ Schwannis vult!
| Voiceless der Niedliche hat Folgendes geschrieben: | | Ein Holzgriff kann sich bekanntermaßen um den Hals des Gegners wickeln! |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7497 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 14.12.2011, 21:48 Titel: |
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| Carsten Z. hat Folgendes geschrieben: | | Aber nicht, wenn ich selber Sklave bin oder eine Beziehung zu dem Sklaven habe. |
So what? Dann wachse ich mit einer Sklavenmentalität auf. Oder mit einer "wohltätigen Sklavenhaltermentalität". Was auch immer. Die Relevanz für das Leben in einer zukünftigen Gesellschaft dürfte 0.0 betragen.
| Zitat: |
Also das alte Rom oder das Jahr 1700 sind sicher für die Kindererziehung ungeeignet. |
Aber das 21. Jahrhundert ist Deiner Meinung nach. Womit wir wieder bei der Arroganz wären, die aktuell vorherrschende Kultur als etwas besonderes zu sehen.
| Zitat: | Obwohl man sicherlich auch das bewerkstelligen und dosieren könnte, denn die Erlebnisse des Kindes werden ja durch die Interaktion mit Rollenspielern der Zukunft gestaltet. Die Rolle wird zugewiesen.
Es geht nicht darum, die Kinder einfach in diese Zeit hineingesetzt werden, sondern deren Erlebnisse werden gesteuert. |
Wenn wir darüber reden, daß die aktuelle Welt eine solche Simulation sein könnte, dann ist es offenbar für die zukünftige Menschheit besonders Lehrreich, wenn ihre Kinder am Wochenende vor der Glotze sitzen und Chips in sich reinstopfen. Tut mir Leid, wenn mein Dasein in dieser "virtuellen Relität" dem lernen für eine Zukunft dient, dann kann diese zukunft nicht besonders großartig sein.
| Zitat: | Wie würdest Du denn in einer Zukunftswelt Deine Kinder erziehen?
Wie gesagt, es geht um die Zukunft. Die Menschen sind langlebig. Zeit spielt keine Rolle. Die Welten (egal ob nun echt oder virtuell) sind vielfältig. Viele Kulturen existieren. |
Gegeben, daß die Menschheit sich schon lange in allen praktischen Belangen von Evolution verabschiedet hat, werden auch in der Zukunft unsere Gehirne genau wie heute funktionieren. Was bedeutet, daß Lern- und Erziehungsmethoden sich nicht signifikant ändern werden: Belohnungen bewirken eine Verstärkung einer erwünschten Eigenschaft, Strafen bewirken eine Verminderung einer unerwünschten Eigenschaft. Egal wie hoch das Podest ist, auf das wir Menschen uns stellen, unsere Erziehung unterscheidet sich nicht grundlegend von der von Hunden.
Nebenbei: "Viele Kulturen existieren" ist mit Blick auf die gesamte Weltgeschichte vermutlich eine unsinnige Prognose für die Zukunft. "Eine Kultur existiert" ist weit wahrscheinlicher.
Ansonsten muß ich sagen, daß Spekulation über Erziehungsmethoden, Technologie oder Langlebigkeit im Jahr 1.000.000 ungefähr so sinnbefreit ist wie eine Abhandlung über die Ausbildung von Tiefseekraken zu telepathischen Versicherungsvertretern.
| Zitat: | Verhaltensregeln und Überzeugungen muss man ein Leben lang lernen - und nicht nur durch Zuschauen. Diese müssen irgendwie verinnerlicht werden.
Die Heranwachsenden sollen lernen, das Leben und auch das Wohl anderer zu schätzen. Das kann man nicht und nur zum Teil, indem man Bücher liest und Filme guckt oder dergleichen. Das kann man nur, indem man die Dinge durchlebt - in einer Art Rollenspiel. Die Übel dieser Welt, Boshaftigkeiten, Krankheiten etc. lernt man hassen, indem man diese am eigenen Leib oder bei den Mitmenschen erlebt und gegen die diese Übel ankämpft. Und nicht nur einmal. |
Sprache und Schrift mögen zwar evolutionär recht neue Entwicklungen des Menschen sein, haben sich aber als sinnvoll erwiesen, gerade zu dem wichtigen Zweck, daß Menschen nicht gute und schlechte Dinge durchleben müssen, um davon zu erfahren und zu lernen.
Darum: Nein, jeder kann diese Dinge auch lernen, ohne persönlich involviert zu sein. Willst Du behaupten, daß ich erschossen werden als nicht als "schlecht genug" wahrnehme, weil ich nicht selbst erschossen wurde oder einen Krieg durchgemacht habe? _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Thema: Virtuelle Realitäten und die Zukunft als Rollenspielwelt
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