Thema: Warum gibt es keine Telepathen?
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 225
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Direktlink | Verfasst am: 08.03.2010, 20:54 Titel: |
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| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | | Man müßte so etwas schon extrem einschränken, damit es nicht zu Spieldominierend wird - zum Beispiel dann eben duch lange Vorbereitungszeit, irgendwelche "Kosten", Kommunikation nur in eine Richtung oder auch über eine Einschränkung der Nachrichtenlänge. |
Ich muss ja zugeben, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen wie Funken "spieldominierend" werden sollen.
Aber gegen eine vernünftige Einschränkung hätte ich nichts einzuwenden. Läßt sich ja über Magiepunkte (jedes Wort ein MP?) oder entsprechende Fertigkeiten (je Level eine 1 Minuten-Nachricht am Tag) ziemlich simpel umsetzen.
| substanz hat Folgendes geschrieben: | | Damit würde ich die Zielgruppe bei Hexen, Elfen, Druiden und Schamanen sehen. |
Ich muss ja sagen, um nur den üblichen "magischen Taschenmessern" ein Tool mehr an die Hand zu geben ist mir die Mechanik eigentlich schon zu schade.
In meinen Augen wäre sie halt bei ner eigenen Klasse/Kaste deutlich besser aufgehoben. Die Technik, auch wenn man sie auf wenige Nachrichten beschränkt, kann richtig eingesetzt halt doch ziemlich nützlich sein. Daher seh ich auch eine Klasse die sonst nichts "kann" als spielenswerte Option.
Schöne Vorlagen für solche Telepathen-Orden sind da imho die Astropathen aus Warhammer 40,000, oder etwa die Chronisten aus Degenesis. Und Alex' Beispiel geht ja auch in die gleiche Richtung.
| Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben: |
Die Leuchtfeuer bei HdR sind ja wohl mt eine der ergreifensten Szenen der Triologie. |
Da kann ich dir nichtmal wiedersprechen.
Aber genauso wie Brieftauben oder berittene Boten wird man es wohl nicht im Larp umgesetzt sehen. Damit stehen schlicht weniger Möglichkeiten zur Verfügung als in der "Historie".
Und auch geringmagische Effekte wie eine magische Leuchtkugel wird man kaum umgesetzt bekommen.
Spiegel und Fahnen werden im sommerlichen Wald wohl wenig bringen.
Bleiben eigentlich nur noch die Signalhörner. Auf die kann man eigentlich auch gleich die Anfangsfrage anwenden: Warum gibt's die nicht öfter? Cool sind sie ja definitiv.
Ich würde ja stark vermuten, dass es neben einem generelle Desinteresse an Organisation auch an der Reichweite liegt. Zumindest wird bei diversen druckluftbetriebenen Fanfaren eine Reichweite von 500 Metern angegeben, und selbst elektrische sind mit "gerade mal" 1300-1800 Metern angegeben.
| Harald Ösgard hat Folgendes geschrieben: | | Da moderne Kommunikation der Schlüssel der modernen Kriegsführung ist, gilt im Umkehrschluß, daß die Kriegsführung in früheren Zeiten eben deutlich anders war. |
Die Argumentation "gefühlt zu modern, zu Handy" kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen (auch wenn ich sie nicht teile ).
Aber das Argument "damit werden Larpkämpfe zu neuzeutlich" find ich irgendwie etwas an den Haaren herbeigezogen. Zum einen bringt sowas während den Kämpfen ja nicht viel - ausser vielleicht bei Grosscon-Endschlachten.
Zum anderen sind Larp-Kämpfe an sich schon nicht historisch und durch zahlreiche OT-Einflüsse meist schon fast widersinnig. Und wenn selbst die Larp-Wunderheiler, gegen die modernen Chirurgen und Traumaärzte wie Kurpfuscher aussehen, kritiklos hingenommen werden, dann kann ich diese "nicht historisch also schlecht"-Pauschalkritik an Fernverständigung nicht so ganz ernstnehmen.
Wenn irgendwer einen larptauglichen Drachen auftreiben würde, würde wohl auch keiner sagen: "Uh, Angriffe aus der Luft sind modern, das macht Kämpfe nur unhistorisch".
Vielleicht bin ich da auch etwas zu vorbelastet. Konzepte wie "Reserve" oder "Suchen und Retten"-Missionen würde ich ja als Bereicherung empfinden. Gerade die "Ein Lager, ein Blob"-Taktik, die sich aus der fehlenden Koordination ergibt, empfinde ich als recht spielspaßtötend. Ob sie historisch rückständiger ist, ist mir dabei recht egal.
Noch ein paar Worte zum Powergaming-Vorwurf:
Den kann ich irgendwie so gar nicht nachvollziehen, eben weil niemand übervorteilt wird.
Man könnte befürchten, dass auf Grosscons mit mehreren Lagern das Boten-Wesen ausgestochen wird (auch wenn die Erfahrung von Endzeit-Cons das imho widerlegt).
Aber auf Abenteuercons trifft das halt eh nicht zu. |
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inLarp

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Kelmon

Alter: 31 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 6490 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 08.03.2010, 21:07 Titel: |
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| Rufus hat Folgendes geschrieben: | Aber das Argument "damit werden Larpkämpfe zu neuzeutlich" find ich irgendwie etwas an den Haaren herbeigezogen. Zum einen bringt sowas während den Kämpfen ja nicht viel - ausser vielleicht bei Grosscon-Endschlachten.
Zum anderen sind Larp-Kämpfe an sich schon nicht historisch und durch zahlreiche OT-Einflüsse meist schon fast widersinnig. Und wenn selbst die Larp-Wunderheiler, gegen die modernen Chirurgen und Traumaärzte wie Kurpfuscher aussehen, kritiklos hingenommen werden, dann kann ich diese "nicht historisch also schlecht"-Pauschalkritik an Fernverständigung nicht so ganz ernstnehmen. |
Daß manche LARP-Ärzte mal eben auf dem Schlachtfeld Herzen verpflanzen finde ich auch reichlich an den Haaren herbeigezogen - aber das nur am Rande.
Der Grund aber, warum "zu gute" Heiler weit, weit weniger ein Problem sind, im Gegensatz zur Instant-Fernkommunikation, ist einfach, daß man ersteres aus vorhandenen Dingen ableiten kann, letzteres aber etwas komplett "neues" ist. Man denkt sich eben nicht "Naja, magische Kommunikation über 500 Meter ist ja gang und gäbe, und jetzt haben wir sie über 600 - was solls?", man denkt "Ach, wie moderner Funk also". Beim Heiler funktioniert das. Wenn es eben üblich und ambientig ist, daß der Heiler einen Wunde näht - warum nciht auch einen Finger annähen. Und Finger annähe - naja, warum nicht auch einen Arm. Wenn einen Arm...u.s.w.
Man leitet Neues vom Bekannten ab.
Das ist bei Funk nicht möglich. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 225
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Direktlink | Verfasst am: 08.03.2010, 21:35 Titel: |
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| Kelmon hat Folgendes geschrieben: | | Wenn es eben üblich und ambientig ist |
Üblich ja, ambientig nicht. Kämpfe die eben weder Risiken noch Folgen bergen sind deutlich mehr "verfäscht" als das durch (im Kampf eh recht nutzlosen) Funk je möglich wäre. Nur hat man sich im Fantasy-Larp einfach dran gewöhnt. Betriebsblindheit gewissermaßen.
Und auch wenn ich mir jetzt meine (spärliche) Endzeit-Erfahrung anschau: Da hatte ich nie den Eindruck "Wow, da hat's Funken, das ist total anders". Tatsächlich sind die praktisch, aber die Auswirkungen auf's Spiel waren recht überschaubar. Wie gesagt, nichtmal den Postdienst haben sie verdrängt.
Mein Haupteindruck ist halt, dass es viel (unnötige) Laufarbeit und damit verbundene Warterei spart - was eben mehr Zeit für Spiel schafft.
Und andererseits, dass man in kleineren Gruppen agieren kann, und auch so wieder mehr Ereignisse aus einem Con rausholt. Man stelle sich einfach vor, NSCs wären generell ohne Funken unterwegs - das würde die Häufigkeit von Aktionen deutlich reduzieren, und auch die gefühlten Wartezeiten noch länger werden lassen.
Vielleicht bin ich als NSC aber eh schon ziemlich an Funken gewöhnt.  |
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substanz

Alter: 31 Anmeldedatum: 04.10.2007 Beiträge: 806 Wohnort: Hannover
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Direktlink | Verfasst am: 08.03.2010, 22:22 Titel: |
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@Taschenmesser: Die Gruppe, in der ich spiele ist eher punktelos unterwegs. So viel Zauberei gibbet da nicht.
@Psi-Orden: Das wäre dann immer der eine offene Kanal? Stelle ich mir anstrengend vor. Und irgendwie kommt mir die Institutionalisierung komisch vor. Ich kann nicht recht den Finger drauf legen woran das liegt... Wahrscheinlich, weil ich mir gerade einen Haufen Ordensspieler vorstelle, die willfährig als Telefon jede Heldengruppe begleiten. Das käme mir zu plump und zu gamistisch. Aber in dem Konzept steckt Potential.
lg
sub _________________ Elfen haben spitze Zungen. |
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inLarp

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Chevalier

Alter: 31 Anmeldedatum: 21.01.2010 Beiträge: 3003 Wohnort: Wiesbaden
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 10:43 Titel: |
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Ich finde Funken in Spielerhand nicht gut. Viel zu wenig Kontrolle auch durch die SL möglich. Das mag noch klappen mit verantwortungsvollen Spielern, die man jahre kennt und bei denen man genau weiß, dass die keinen Mist damit anstellen.
Ich bevorzuge auch Trommeln, Hörner, Rufe, meinetwegen auch Instrumente wie Fanfaren. Die sind einfach stimmige rund keiner muss dazu groß was erklären. Jeder versteht sofort "Aha, da kommt eine Nachricht". Selbst wenn eine Funke noch so gut versteckt wird, als Kehlkopfmikro Runenstein, Kristallkugel.. es ist letztlich doch irgendwie modern.
Das einzige was ich in dieser Hinsicht bereit wäre zu erlauben wäre wenn z.B. eine Hexe/Elfe/Priestero.ä. sagt sie verfügt über diese Fähigkeit, führt ein Ritual/Zauber dazu durch und übermittelt dies dann per SL an die Zielperson. Damit kann die SL lenken (sie kann entscheiden ob das Gespräch ankommt, sie kann entscheiden WAS ankommt, sie kann entscheiden WIE es ankommt (direkt als Worte, Stimmung, Bilder)), es werden "Kopfgespräche" vermieden (ich finde es einfach unmystisch/magisch wenn man so direkt kommuniziert) und der Angesprochene wird nicht durch ein quäken, piepen, blinken plötzlich angerufen, während er gerade mit seiner Gruppe irgendwo rumschleicht oder so.
Ja, es wäre dann vielleicht Telling dabei ("Du hörst eine Stimme im Kopf..."), aber ich finde das viel angenehmer, wenn man schon auf richtig nutzbare mechanische Hilfsmitteln wie Hörner verzichten will, als diese technische Möglichkeit der Funkgeräte...die im Wald zwischen Hügeln und Bäumen auch net unbedingt funxen _________________
...
Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012 |
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Théor

Alter: 22 Anmeldedatum: 17.02.2009 Beiträge: 137 Wohnort: Zürich
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 13:58 Titel: |
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Wofür gibt es eigendlich Boten?
Zur schnurlosen Kommunikation: Ich denke, dass es bei Magiern noch recht stimmig sein könnte.
Als kleines Magier-Gimmick o.ä. könnte man ja einen Helm oder eine Haube haben welche die Ohren bedeckt. Da drin wäre eine Freisprechanlage für Handy's eingebaut. Als Klingelton wählt man ein "magisches Summen" oder so... Natürlich können nur "Helmträger" miteinander kommunizieren. So könnten die Mager die Kommunikation auch anderen ermöglichen, evtl auch gegen Gebühr
Das Problem ist eben, ob und wie viel so etwas gebraucht wird. Wenn man ständig mit dem Helm herumrennt, ists zu mühsam. Vielleicht muss der Helm ja für jede Benützung in einem 10-minütigen Ritual geladen werden? Max. Aufladung 1-3, je nach Magier-lvl.
Was haltet ihr davon? ¨Überlegt es euch, ohne gleich alles abzuschmettern.
Theor
heute Konstruktierfreudig  _________________ Wer lesen kann ist klar im Vorteil. |
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Kelmon

Alter: 31 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 6490 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 14:24 Titel: |
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| Zitat: | | Was haltet ihr davon? ¨Überlegt es euch, ohne gleich alles abzuschmettern. |
Nichts. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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ich

Alter: 19 Anmeldedatum: 14.05.2008 Beiträge: 1771 Wohnort: Leverkusen
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 15:27 Titel: |
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Wenig, denn da fände ich etwas verstecktes in Runen oder Kugeln noch stimmiger, als einen Helm, den quasi jeder benutzen kann...
Erinnert mich an ne Mischung aus dem Helm aus "Per Anhalter durch die Galaxis" und nem modernen Helm mit Funk .
Wenig magisch, oder? _________________ -NEIN! Ich werde auf gar keinen...
-Keks?
-Bin dabei! |
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inLarp

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Cartefius

Alter: 31 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4200 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 16:25 Titel: |
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Wenn dann würde ich diese Idee auch auf irgendeine Weise umsetzen, die möglichst weit weg von modernen Funkgeräten oder Telekommunikationsmitteln ist. Denkbar wäre z.B. schriftliche Kommunikation mittels eines Ouija-Brettes, Hellsicht-Rituale durch eine Wasserschale (vielleicht sogar mit verstecktem Videobildschirm) oder ähnliches. Wichtig finde ich hierbei, dass solche Kommunikation schwierig, ineffizient und mit viel Brimborium verbunden ist, und sich nicht jederzeit und nach Bedarf einschalten lässt.
Generell mag ich es sowieso deutlich lieber, wenn der Einsatz von Magie im Larp möglichst immer eine eigene, inszenierte Szene bedeutet, und nicht so eben nebenbei als Werzeug benutzt wird. |
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5093 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 16:27 Titel: |
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Was ich mit der modernen vs. der alten Kriegsführung sagen wollte:
Früher kam es schonmal vor, daß ganze Heeresteile die Schlacht verpennt haben, weil sie eben einfach nicht da waren. Die Taktik einer Schlacht hing entscheident davon ab, wie man die Standarten sehen konnte und wie die Boten durch die Linien kamen.
Auch zu Napoleons Zeiten hing das Schlachtenglück noch sehr stark von solchen Details ab.
Heute im Zeitalter von Sateliten etc. etc. wird einfach völlig anders gekämpft. "Mit der Kavallerie hinterm Wald", damit kann man in einem modernen Krieg nicht mehr viel reißen.
Das gesamte "Tarnen und Täuschen", das Schaffen von lokaler Übermacht und das Verbergen von Schwächen... all das "leidet" deutlich unter einer vereinfachten Informationsbeschaffung und Weiterleitung. Bzw. schafft schlicht neue Waffengattungen wie Störtrupps und Papppanzer...
Inwieweit sich das jetzt auf LARP-Schlachten auswirkt, kann ich (noch) nicht beurteilen. Mag sein, daß das da keine so große Rolle spielt. Aber Napoleon mit Funkgerät und die Welt würde anders aussehen als wir sie heute kennen. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Leander

Alter: 22 Anmeldedatum: 03.11.2008 Beiträge: 4186 Wohnort: Berlin
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 17:18 Titel: |
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Gegen "magische Kommunikation" wie sie Cartefius vorschlägt, hätte ich nichts einzuwenden. Ich fände es sogar wunderbar, wenn sich plötzlich ein Zeiger auf einem Ouija-Brett bewegt, ohne das jemand etwas daran tut. Vielleicht sollte man sowas einmal mit einem Magneten bauen?
Die Wasserschale mit Videoschirm wäre auch wunderbar und würde Stimmung erzeugen.
Da kommen wir dann auch zu meinem Kritikpunkt an der Idee so etwas per Funk zu lösen:
Es ist nicht nur gefühlt modern, es erzeugt auch keine Stimmung. In meinen Augen darf Magie im Larp niemals bloß als Werkzeug genutzt werden, Magie hat immer auch zum Ambiente beizutragen. Als Magier liefert man eine Show, man tut viel, um einen kleinen Effekt zu erzielen, man schafft Ambiente und Stimmung. Das ist etwas, das die Rolle eines Magiers erst ausmacht und ihm seine Daseinsberechtigung verleiht, etwas, das die Rolle von anderen Rollen abhebt.
Wenn das nicht gegeben ist, ist die Magie in meinen Augen schlecht dargestellt und wirkt nicht mystisch, sondern schlicht wie ein Taschenmesser mit allen möglichen netten Tricks. Wenn Magie zu so etwas verkommt, muss ich schon sagen, sollte man sie besser aus dem Larp entfernen.
In den Händen einiger weniger, wirklich guter Spieler könnte das System auch mit Funk noch einen sehr eingeschränkten Reiz haben, aber an sich ist das System erstmal nicht dazu qualifiziert das zu leisten, was ich von einer Magiedarstellung erwarte. _________________ Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung. |
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5093 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 17:21 Titel: |
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ich finde das was Leander gesagt hat sehr gut und sehe das ganz genauso.
Magie ist keine Tütensuppe...  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Nount

Alter: 27 Anmeldedatum: 08.06.2007 Beiträge: 1722 Wohnort: Osnabrück und Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 17:27 Titel: |
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@Théor:
Die Helmsache finde ich ziemlich blöd.
Überhaupt gefällt es mir nicht, wenn einfach irgendein(e) verkleidete(s) Freisprechanlage/Handy/Funkgerät verwendet wird.
Wenn jemand telepathisch kommuniziert, stelle ich es mir so vor, dass er z.B. konzentriert dasitzt und sich auf seine Gedankenebene zurückzieht.
Wenn jemand telefoniert oder funkt, sitzt er da, hört zu, sagt etwas (!), hört zu, sagt etwas ... das wirkt auf mich nicht nach Magie, sondern nach verstecktem Telefonieren. Absolut nicht ambientig oder mystisch.
Einfach ein praktisches modernes Gerät in eine Verkleidung stecken halte ich meist für eine schlechte Idee. Es mag praktisch sein, wirkt aber eben nach hilflosem Verstecken eines OT-Geräts, auf das man nicht verzichten will/kann statt nach ambientiger, kreativer Spielbereicherung.
Cartefius' Vorschläge hingegen finde ich super.
Viele Grüße,
Stefanie _________________ Entspanne dich.
Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt.
Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky) |
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Alex Moderator

Alter: 32 Anmeldedatum: 20.11.2006 Beiträge: 10492 Wohnort: Wahlhesse mit Ruhrpottherkunft
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 17:59 Titel: |
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Helm finde ich auch blöd. Cartefius' Ideen finde ich auch toll. Andererseits finde ich die Funken nicht so problematisch, wie andere. Gerade das von Nount angesprochene "Hört zu-Sagt etwas" kann man ja durch ein paar Dinge entfremden. Wenn da zum Beispiel einer im Schneidersitz sitz, die Hände, wie zum beten und während des ganzen Gespräches vor und zurück wippt, wobei er im Singsang spricht, assoziiere ich das erstmal nicht mit telefonieren oder funken. Darüber hinaus könnte man das auch noch weiter einschränken, in dem das ganze kein hin und her ist, sonder eine One-Way-Message. Sprich: Man setzt seinen Spruch ab und erfährt erstmal nicht, ob der angekommen ist und bekommt eben keine Bestätigung. Dann brabbelt da eben jemand in die Leere und das war es.
Grüße,
Alex _________________
Das Westlandeforum wurde gelöscht. Der Serviceprovider hat den Support leider eingestellt.
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Rufus

Anmeldedatum: 14.03.2008 Beiträge: 225
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Direktlink | Verfasst am: 09.03.2010, 19:09 Titel: |
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| substanz hat Folgendes geschrieben: | Und irgendwie kommt mir die Institutionalisierung komisch vor. Ich kann nicht recht den Finger drauf legen woran das liegt... Wahrscheinlich, weil ich mir gerade einen Haufen Ordensspieler vorstelle, die willfährig als Telefon jede Heldengruppe begleiten. Das käme mir zu plump und zu gamistisch.
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Plump und gamistisch ist ja schonmal positiv.
Ich glaub, ein Teil des "komischen" Gefühls stammt daher, dass die Diskussion von der Spielmechanik her aufgezogen wird, und nicht wie sonst üblich von einer Hintergrundvorlage her.
Eben kein "Wie stellt man Salasandra dar" oder "Wie könnte man etwas wie die Degenesis-Chronisten im Fantasy umsetzen", sondern halt "Würde Larp von Charakteren mit Spielmechanik XYZ profitieren".
Das ist halt schon vom Ansatz her gamistisch, und ich glaube, das löst bei vielen erstmal Abwehrreaktionen aus. Schliesslich definiert sich der "gute" Larper ja aus der Rolle, und nicht aus seinen Fertigkeiten.
(*OT)
| Chevalier hat Folgendes geschrieben: | | Ich bevorzuge auch Trommeln, Hörner, Rufe, meinetwegen auch Instrumente wie Fanfaren. Die sind einfach stimmige rund keiner muss dazu groß was erklären. |
Ich muss ja sagen, da bin ich jetzt irgendwie skeptisch. Einfach weil ich die bisher noch nicht auf Larp als Kommunikationsmittel eingesetzt gesehen hab.
Von daher: Wenn die taugen, warum werden sie nicht eingesetzt?
Das ist auch insofern von Interesse, weil unsere NSC-Gruppe für die nächste Neuzeitcon (auf eher kleinem Gelände) durchaus noch auf der Suche nach ner Funk-Alternative ist, je archaischer desto besser.
Und Trommeln etwa wurden da u.a. verworfen, weil zu teuer, zu sperrig und zu anfällig. Für andere leistungsfähige Instrumente dürfte wohl ähnliches gelten.
| Cartefius hat Folgendes geschrieben: | | Generell mag ich es sowieso deutlich lieber, wenn der Einsatz von Magie im Larp möglichst immer eine eigene, inszenierte Szene bedeutet, und nicht so eben nebenbei als Werzeug benutzt wird. |
Kann ich nachvollziehen, aber hier kommt es imho auch stark darauf an, auf welcher Sorte Con man ist: Ambiente-Con oder Action-Con.
Gerade auf letzteren hat es halt bereits ne große Menge an Spruch- und SL-Magie, meist ohne großen spielerischen Mehrwert. Das senkt zumindest meine Hemmschwelle vergleichsweise unauffällige Magie auch mal für etwas (in meinen Augen) Spielförderndes einzusetzen.
----- (* OT) -----
Die Schattenseite dieses "Spielmechanik ist hochgradig nachrangig" ist, dass es im Fantasy-Larp praktisch kaum Spielmechaniken gibt, die wirklich was zum Spielerlebnis beitragen. Es gibt die Schnellheilung als Grundvoraussetzung für viele Kämpfe auf Con, und das war's eigentlich schon.
So ziemlich alle anderen Charakterfertigkeiten fallen in die Kategorie "direkter Kampf". Und ob das jetzt Bogen, Mentaler Dolch oder Schwert/Schild-Kombo ist hat doch auf den Verlauf des Cons keine Auswirkungen.
Von der Spielmechanik her gibt es Heiler und Kämpfer, und das war's. Wenn man fies sein mag kann man noch eine Kategorie "schlechte Kämpfer" dazunehmen.
Das ist aus gamistischer Sicht ja schon ziemlich traurig, aber wirklich bedauerlich wird es halt, wenn man sich mal einfache Spiele als Vorlage nimmt, und dann feststellt, dass die mit den gängigen Spielmechaniken schlicht nicht umsetzbar sind.
Eins der simpelsten Spiele ist da wohl "Punkte erobern und halten". Würde man das mit der üblichen Fantasy-Larp-Infrastruktur angehen, dann steht einem stundenlangen, ereignislosen durch den Wald irren oder auf Gegner warten nichts im Weg.
Schon im jetztigen Fantasy-Larp kommt es ja nur zu Kämpfen, weil die NSCs entweder gleich ins Spielerlager spaziert kommen, oder an die Große Glocke hängen wo sie demnächst zu finden sein werden, und dann auch noch ne gute Stunde oder mehr dort ruhig warten bis diese Information auch weitergetragen und umgesetzt wurde.
Das ist hochgradig statisch und hat mit "Spiel" eigentlich nicht mehr viel zu tun. Plump ist es aber trotzdem.  |
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Thema: Warum gibt es keine Telepathen?
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