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Thema: Warum Pseudolatein für Magie? Und warum nicht?


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Soffiel



Alter: 27
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2009, 23:38    Titel: mittlerweile dazu gelernt

Besuch bekommen. Vor dem Abendessen zeigte ich Neal diese Posts. Er ist der Freund meiner grossen Schwester, hat doppelt soviel Jahre schon gelarpt wie ich und ist für mich eine Autorität Smile denn er ist auch im Team der Orga, in deren Cons ich die meisten Magierin-Auftritte mitmachte.
Neal hat mir jetzt geduldig erklärt, dass die "Zweifel" wohl aufgekommen seien, weil wir offensichtlich einen ziemlich unterschiedlichen Spielstil haben, und weil ich unser Tun nicht gut beschrieben habe.

Bin unsicher, wie ich nochmal Ergänzungen versuchen sollte.
Jedenfalls (meint Neal, und ich nicke dazu Cool )
Hier wird ja nicht diskutiert, was man vom Pseudo-Latein hält, damit dann eine Orga / ein Land / möglichst viele Spieler das in ihre Regeln aufnehmen oder komplett verbannen. Es wird ein bisschen oder sehr deutlich von jedem seine Position dazu erläutert - fertig. Will heissen, auch wenn ich unechtes Latein nicht hören mag, in den "anderen Cons" werde ich öfter / zwangsläufig /manchmal auf Magier treffen, die das halt verwenden.
Das sind Cons der folgenden Strickart: da steht mal der Plot (egal, wer ihn geschustert hat und wie gut er vermittelt wird - das sieht man z.B. in nachfolgenden Conbesprechungen, indem den Schreibenden nichtmal die Namen der Urheber und Durchführenden bekannt sind). Dann sind da SC, von überall her kommend, manche auch im Hintergrundland ansässig und bekannt; gerade Magier haben da verschiedenste Theorien als Ausbildungsbasis, denn jeder trachtet danach, mit seiner Figur etwas Besonderes zu sein, sei es mit echt erlebten oder erdachten Erfolgen oder Rückschlägen in Akademie oder auf dem Felde. Dann gibt es beim Spielen, egal wie intensiv jeder dem Plot nachspürt, diese "Übereinkunft, wie Magisches zu geschehen hat", entweder als Hintergrundrauschen oder durch das vielen bekannte Dragonsys + Modifikationen (oder andere überregionale Regelwerke), siehe drei Bestandteile für einen Zauber, nämlich Worte, Gestik und Komponenten; oder dass man als Magieanwender in einem vorbereiteten Ritual das bewirken kann, was für einen Einzelnen zu heavy ist, oder dass Magier Erholphasen zum Regenerieren brauchen, oder dass man gegenüber dem angepeilten Opfer eine verständliche Ansage zu Auswirkungen machen muss. usw.
Während Begegnungen und Ereignisse aufeinander folgen, ergreifen die Magier jede erspähte Gelegenheit zur Mitwirkung durch Einsatz ihrer Kräfte. Nur ganz selten halten sie sich abseits, wenn sie erschöpft oder im Zweifel sind, ob nicht das Eingreifen grösseren Schaden anrichte.

Bitte nicht aufregen, wenn ich so das Muster beschreibe! Aber das ist doch die Art und Weise, wie Ihr spielt?

Und nun die sehr unterschiedliche Variation, wie ich es erlebe:
Wir sind nicht "Plothunter" (wie Alex kurz diagnostizierte), weder unsere kleine Gruppe noch die andern, die wir antreffen. Sondern wir kennen die Orga, haben bereits die Geschichte des Landes C. mitgeschrieben und gestaltet (denn es ist eine Kampagne), wollen im aktuellen Con beim Abwickeln des Plots mithelfen (auch wenn wir manchmal gegensteuern oder absichtlich unerwartetes tun), ich sehe es beinah wie ein gemeinsames Gestalten eines "Films", der zwar allerlei Kanten und Wendungen enthält, aber doch fertig werden muss.
Das ist halt doch eine Verschmelzung von Charakterwissen und Spielerwissen - ich gebe zu, dass wir da nicht immer sehr konsequent sind.
Unsere Magier leben von ihrem Nimbus, der Aufmachung, dem Auftreten, dem, was über sie erzählt wird - und sind eigentlich, auch wenn sie gut studiert und manche Erfolge vorzuweisen haben, Bluffer Cool
Sie gehen total haushälterisch mit magischen Energien um, setzen nur wenn nötig den Krafthebel am schwächsten Punkt an, was dann sehr beiläufig erscheinen mag. In der Folge beteiligen sie sich nicht an Kämpfen, praktizieren keine Heilungen (solange Spezialisten da sind!), sind aber die ersten, die das Maul aufreissen, wenn es ums Hervorheben eigener Leistungen (oder auch nur Vermutungen) geht.
So sind vielleicht manche Handlungen verständlicher (noch besser natürlich, wenn man es im Zusammenhang erlebt!), wie zum Beispiel
das konzentrierte Hochhalten und Schwebenlassen von Kerzen = das wäre nur die Anfangssequenz, anschliessend werden Komponenten (die Träger oder Behältnisse der gesammelten Energien) hervorgeholt, sorgsam plaziert und ausgelöst, manchmal sogar mit "Zeitzünder". Im Ablauf solcher Spruchwerferei, die nur zufällige Zuschauer duldet und allenfalls den Adepten, welcher das Opfer festhalten muss..., also da gibt es Gelegenheiten zum ankünden, was man mit dem Zauber bewirken will.
Die 100 Sprüche, die ich erwähnte: es sind einfach sehr viele, die ein Magier während seiner Laufbahn wirft, und jeder ist wieder anders, ganz auf die Situation gefertigt aufgrund von einer handvoll Basis-Zaubern wie hemmen, scheinmachen, abwehren, schützen, zwingen, erkennen (das sind die Stufenkreise, die man bei uns lernt!) Eigentlich könnte man bei jedem Zauber wie ein Mantra genau die gleichen Verse verwenden; nach unserem Verständnis wirken die Worte ja nicht (es ist kein Gott in der Kulisse, der das hört und dann passend die Magie steuert! und die Energieschwingungen haben auch keine Ohren...); es sind die Gesten, mit denen man die Energie lenkt und in den Wirkungsort "schiesst".
Wie lautet denn Eure Theorie über den Ablauf des Sprüchemachens? Wer hört die Worte der Macht? Sind da Erklärungen wie Telekinese, Telepathie oder so?
Den Mitspielern etwas bieten? So wie ein schön ausgeführter Kampf? Sicher, aber Magie muss auch ein Mysterium bleiben und nicht jegliches offenlegen.
Für mich vergleiche ich da gern mit der Tavernenküche: ich muss der Köchin nicht über die Schulter gucken und bin trotzdem zufrieden, wenn ich das Klappern der Töpfe höre, den appetitlichen Duft rieche, und dann das Essen gut aussieht und mundet.

So, jetzt habe ich etwas ausgeufert. Wünsche eine gute Nacht! Sofiel
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Leander



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 00:25    Titel:

Das Problem, was ich dabei immernoch sehe, ist dass ihr anscheinend wirklich mehr für euch selbst spielt (der Eindruck wurde gerade noch verstärkt), während ich (und viele andere) Magie als Show für andere sehen. Man muss was darstellen (was ihr ja auch tut), aber das in einer Art und Weise, dass andere sich das auch angucken wollen/eine Gelegenheit dazu haben und nicht nur ganz schwammig erkennen, dass da irgendwas passiert. Das ist für euch vielleicht ganz schön/macht Spaß, aber andere langweilen sich dabei schnell.
Wenn ich euer Opfer wäre und ihr mir irgendwas auf Gälisch erzählen, wüsste ich höchstens, dass was passiert, würde mir aber wünschen mich nicht so langweilen zu müssen, da ich nichts begreife (es sei denn es erfolgt eine Ansage).
Sicherlich sollte man nicht nur eine gute Show abliefern, sondern auch Charakterspiel betreiben, aber das sollte klar sein.

Zu mir:
Ich als junger Magier in Ausbildung sehe durchaus den Nutzen in diesem Pseudolatein, doch bringe ich das mit meinem recht guten Schullatein nicht über's Herz solche Formeln/Worte/Sätze über meine Lippen zu bringen. Richtiges Latein verstehen ähnlich viele Leute wie Gälisch, wenn ich die Formel aufsagen würde (übersetzen dauert zu lang) und andere Sprachen können sehr ungeeignet sein (Klingonisch wäre da für mich so ein Fall).
Was bleibt mir also, wenn ich den Leuten verständlich machen will, was ich bezwecke? Deutsch oder sehr eindeutige Darstellung.

P.S.: Ich kann den pseudolateinischen Formeln und Ritualen dennoch was abgewinnen.
Und wenn ich dich misverstanden habe, Soffiel, tut mir das leid, aber ich hoffe, dass der Eindruck passt.
_________________
Die Regeln der deutschen Sprache sind nicht optional.
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Alex
Moderator


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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 00:51    Titel:

Hallo Soffiel,
es würde sehr helfen, wenn Du/Ihr nicht versuchen würdet, Vermutungen über die Spielstile der hier Anwesenden zu machen. Die User dieses Forums haben sicher keinen homogenen Spielstil. Weder in der Magie noch woanders. Ich sehe hier falsche Vorurteile und ein Gehabe, dass ich ehrlich gesagt nicht gerne sehe.

Zitat:
Bitte nicht aufregen, wenn ich so das Muster beschreibe! Aber das ist doch die Art und Weise, wie Ihr spielt?

Nein, ganz und gar nicht. Wer auch immer "Ihr" sein sollen. Wie schon erwähnt sind hier verschiedene Spielansichten vereint. Meinen hast Du aber gerade nicht erläutert. Es gibt Cons, da werden sogar IT die Anzahl der verbleibenden Magiepunkte erwähnt und es gibt so DInge wie "Feuerballkoeffizienten". Das ist aber sicher nicht mein Spiel.

Zum einen versuche ich durchaus einen Nimbus des unbekannten zu bewahren, da sind unsere Spielweisen gar nicht so unterschiedlich. Das ist die IT-Seite des ganzen.

Auf der anderen Seite, versuche ich die Wirkung der Magie aber möglichst dem anderen begreiflich zu machen und darzustellen, ohne dass ich eine Ansage oder erklärende Worte nutzen muss. Dass ist die OT-Seite. Solche Erklärungen oder Ansagen scheinen bei euch aber geläufig, auch wenn die vielleicht IT eingebettet sind.
Zitat:
also da gibt es Gelegenheiten zum ankünden, was man mit dem Zauber bewirken will.

An dieser Stelle habe ich das Gefühl, dass die Grenze zwischen IT- und OT-Nimbus bei dem, was Du beschreibst, sehr verwischt ist. Euer Nimbus scheint so weit zu gehen, dass der Nicht-Eingeweihte OT nicht nur nicht erkennen kann, wie ihr genau wirkt, sondern auch gar nicht verstehen kann, was ihr bewirkt. Hier haben wir unterschiedliche Spielvorstellungen, wenn dem so sein sollte. Ebenso hier:

Zitat:
Im Ablauf solcher Spruchwerferei, die nur zufällige Zuschauer duldet und allenfalls den Adepten, welcher das Opfer festhalten muss...

Ich sehe Magie durchaus als etwas, das Zuschauer duldet und haben darf. Der magische Hokuspokus hinter verschlossener Türe ist zwar sicher mysteriös und geheimnisvoll, bietet aber den Spielern vor der Tür weder viel Spiel noch Spielansätze.

Ich denke, im Grundprinzip wollen wir das gleiche: Magie, die sichtbar und verständlich ist, aber Wirken, das mysteriös und unerklärlich bleibt. Das ganze ist eine Gratwanderung, die fast nicht zu schaffen ist. Ihr und ich stehen auf verschiedenen Seiten dieses Grates. Euch ist es wichtiger, dass das ganze mysteriös ist, auch wenn die "Erlebbarkeit" darunter leidet. Mir ist die Erlebbarkeit für andere wichtiger, auch wenn der Nimbus des ganzen sich dafür etwas mehr lichten muss. Korrigiert mich bitte, wenn ich da irren sollte, ich versuche nur aus Deinen Erklärungen und Ansichten euer Spiel abzuleiten. Aber Leander scheint das ähnlich zu verstehen. Um ehrlich zu sein, bin ich Reaktionen, wie die Deinen von Spielern gewohnt, die seit Jahren das gleiche machen. Und dann kommt plötzlich einer und erzählt das ganz anders. Ehrlich gesagt, habe ich auch schon öfter so reagiert (passiert mir wohl auch immer noch Wink), aber im großen und ganzen versuche ich, neue Impulse mit aufzunehmen, wenn sie mir dienlich erscheinen. Meine Begeisterung für Pseudolatein kannte bis vor ein paar Jahren sehr starke Grenzen, um ehrlich zu sein. Das Pseudolatein an sich ist sicher kein neuer Impuls, auch für mich nicht, aber die Erweiterung und der damit mögliche Nutzen daraus, war mir neu. Und zunächst auch nicht verständlich.

Bis dann mal die Luft geknistert hat, bei einem Ritual, dass ich gesehen habe. Ich konnte unsichtbare Kuppeln ohne Ansagen erahnen, Löcher, aus denen Magie entweicht ausmachen und "spüren", dass vor mir ein Wind wehte, den ich weder sehen noch auf der Haut fühlen konnte. Ganz ohne irgendwelche Ansagen. Hinzu kamen (mir zuwenige) Darstellungen, wie eine schwebende Waffe. Der Zauber drum herum reichte aber soweit, dass der Mann neben mir mich fragte: "Wie zum Teufel lässt er die Waffe so schweben." Ich muss zugeben, dass man im Halbdunkeln die Fäden nicht sehen konnte, aber man konnte sie erahnen. Aber man hat es in der völlig verzauberten Atmosphäre gar nicht versucht... es passte einfach und es war magisch.

Um wieder etwas nüchterner herunter zu kommen: Ich schließe durchaus nicht aus, dass meine Magiedarstellung, öfter als mir lieb ist, von Regelwerkmechanik geprägt ist. Das liegt einfach daran, dass ich Punkteregelwerke bevorzuge, die derzeit gängigen da aber ein traurig enges Korsett schnüren. Zumindest außerhalb von Ritualen. Ich hoffe ja immer noch, dass sich da irgendwann was besseres findet, entsprechende Ansätze etc. gibt es ja bereits. Aber die gemeinsam bekannten Mechanismen fördern auch den (Wieder)erkennungseffekt. Leider wird dieser viel zu oft zur Optimierung der eigenen Vorteile ausgenutzt.

Erst letztes Wochenende musste ich ein sehr trauriges Beispiel dafür sehen, bei dem zwei Magieanwender (Magier will ich gar nicht sagen) sich ein Duell lieferten. Das äußerte sich dadurch, dass sie das Duell ankündigten, vorher klar machten, dass niemanden etwas passieren könne, weil sie ja beide eine magische Rüstung auferlegt hätten. Dann fingen sie an, so schnell sie konnten, die bekannten DSys-Formeln für Feuerball runterzurattern und sich gegenseitig mit Reissäckchen zu bewerfen, wobei sie mit teilweise sehr sportlichen Abrolleinlagen dem Gegner auswichen. Das war in meinen Augen die traurigste Magie-Entmystifizierung, der ich je beiwohnen musste. Am Ende kam die Dame, die eine der Kontrahenten war, auf mich zu und meinte freudestrahlend und mit Stolz geschwellter Brust "Sowas hast Du auch noch nicht gesehen, oder?". Ehrlich gesagt war ich völlig sprachlos und habe nur den Kopf geschüttelt, mehr verständnislos.

Ich denke, wir beide sind uns einig, dass das eine Magiedarstellung ist, die wir beide nicht die unsere nennen, oder?

Freundliche Grüße und gute Nacht,
Alex
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Nerestor



Alter: 28
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 08:53    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Wer ne IT-Begründung braucht: Während der Anrufung zielgerichteter Magie spinnt sich ein magisches Netz um den Beschwörer, das keine andere Magie durchlässt oder sowas.


Und kurz bevor du mit deinem Zauber fertig bist, castet dein gegenüber einen zielgerichteten Reinigungszauber auf seine Socken und wehrt damit deinen Feuerball ab?
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Aeshma



Alter: 21
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 08:59    Titel:

Ich bin leider etwas spät dazugestoßen... daher werde ich mich recht kurz halten und die eindrücke der letzten 2 Seiten kurz kommentieren...seid mir nicht böse wenn es Oberflächlich wirkt

@Soffiel
Ihr habt eine komplett andre Spielauffassung wie z.B. ich.
Ich bin sehr wohl der Meinung, dass Magie NUR vor Zuschauern gewirkt werden sollte. Denn immerhin bin ich dafür VERANTWORTLICH, dass die andren Spass haben. Das was ihr macht ist für mich das gleiche wie sich am 1. Contag iiiirgendwo alleine hinzusetzten und 3,5 millionen Knickfokis zu basteln.
Ihr habt ja selbst gesagt...Ihr macht keine Show ihr seid EFFEKTIV dabei den Plot voranzubringen.

Code:

Während Begegnungen und Ereignisse aufeinander folgen, ergreifen die Magier jede erspähte Gelegenheit zur Mitwirkung durch Einsatz ihrer Kräfte. Nur ganz selten halten sie sich abseits, wenn sie erschöpft oder im Zweifel sind, ob nicht das Eingreifen grösseren Schaden anrichte.


Bitte keine Unterstellungen... Ich habe auf dem letzten Con 2 Lehrlingssprüche rausgehaun (Wasser erschaffen) und sah sonst den rest des Tages gut aus...
Das macht für mich mehr Mysterium aus als euer "wir machen was aber du darfst nicht mitspielen ääätsch".

Eure Darstellung mag toll aussehn.Daran will ich nicht zweifeln! Aber wenn im Wald ein Baum umfällt und keiner merkt es...

Eure Argumentation gegen latein kann ich auch nicht nachvollziehen...


So 2 mal die Häfte vergessen und den Rest falsch ausgedrückt?
Meine arbeit scheint getan =)


Grüße
Aeshma


PS:hier hat irgendwer eine Signatur "Die größte Erkenntnis im LARP ist andren etwas vorzumachen nicht sich selbst" oder so ähnlich. Passt gerade...
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"Vorsicht Rolldrache!" - "Idiot das ist ein Auto!"

Lorenz hat Folgendes geschrieben:

Wer meint, er sei ein guter Kämpfer im LARP, nur weil er mit Blankwaffen trainiert, liegt imho ziemlich falsch.
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Irian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 10:43    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Das kann dann doch nur an zwei Dingen liegen:


Du vergißt 3:

3. Die Umstände. Es ist selten ruhig und abgeschieden, sondern viele solcher Zauber werden gesprochen, wenn sich außen herum die maximale Chaotisierung verbreitet, zum Beispiel in einer Schlacht, etc. - da wird schon "Feuerball!" zur echten Stimmprobe, pseudo-Latein kann man dann ganz vergessen. (Mit ein Grund, warum ich keine "vs." Zauber mache).

Alex hat Folgendes geschrieben:
Zum DSys: Auch wenn es sich eingebürgert hat, das Kommandowort ist kein Bestandteil des DSys. Daher hat die Autorin ja das einheitliche Pseudolatein ersonnen.


Eigentlich hat sies nur zusammengekl... gestückelt. Und "einheitlich" ist insofern bestenfalls ein frommer Wunsch, weil nicht jeder Krieger lange Pseudo-Latein-Listen auswendig lernen will, nur weil manche Magier Zauber brauchen, die nicht adäquat darstellen können. Das wäre so, als müßten Magier bestimmte Zahlencodes für bestimmte Körperstellen auswendig lernen, weil die Krieger es nicht schaffen, mit dem Schwert wirklich zu treffen :-)

Ich persönlich mag keine Kommandoworte, aber ich glaube nicht, dass sich DragonSys ohne solche wirklich spielen läßt - zumindest, wenn man alle Zauber aus dem Liber haben will.

Alex hat Folgendes geschrieben:
sondern eine Erörterung, warum das Pseudolatein der Magiedarstellung durchaus dienlich sein kann, für jedermann.


Das finde ich ja auch durchaus löblich, ich sehe es eben nur leicht anders:

a) Das Verständnis steigt imho durch Pseudolatein kaum, weder durch die Verwendung von "Circulum" o.ä. (weil keiner im Zweifelsfall innerhalb von 1-2 Sekunden schnell genug übersetzt um dann noch angemessen zu reagieren) noch durch festgelegte Worte (weil die 90% der Krieger, die nicht zufällig auch noch nen Magier spielen, die einfach nicht auswendig lernen werden).

b) Man quält dadurch Leute, die echtes Latein können, für die ist sowas manchmal echt furchtbar zu hören :-)

Da ich finde, dass die deutsche Sprache nicht sonderlich mystisch klingt (deutsche Anrufungen finde ich irgendwie peinlich), muß ich aber sagen, dass mir Pseudo-Latein rein vom Hören her lieber ist als Deutsch bei Sprüchen.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ich habe einfach das Gefühl, Du hast hier etwas in den falschen Hals bekommen und bei Dir hat sich ein Beißreflex gelöst alá "Oh, der Alex propagiert DSys als gute Magiedarstellung. Das kann ja gar nicht sein, da müssen wir gleich mal gegen angehen."


Ganz ehrlich, meinetwegen kannst du gerne auch Rulemaster propagieren. Ich würde eher sagen, der einzige, der was in den falschen Hals bekommen hast, bist du. Mir gehts um Darstellung allgemein und (Pseudo-)Latein im speziellen.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ich fände es einfach schade, wenn dieses Instrument brach liegen würde, weil man als DKWDDKler Angst hat, irgendwas gutes zu finden, dass seine Wurzeln im DSys hat.


Meinetwegen kann irgendwas auch aus dem Rulemaster kommen, solange es bestimmte Kriterien erfüllt (ausspielbar, angemessen, etc.) habe ich kein Problem damit. Was interessiert mich die Herkunft? Obs zum Spiel passt, will ich wissen.

Wie gesagt, ich habe nichts gegen Pseudo-Latein, ich sehe nur keinen echten "Vorteil" darin (abgesehen davon, dass es für Nicht-Lateiner mystischer klingt als deutsch). Es löst also nicht das Darstellungs-Problem (imho), so dass ich persönlich echtes Latein oder Altgriechisch bevorzuge und dann eben andere Wege suchen muß, um das Problem zu lösen, den Effekt zu kommunizieren.

Soffiel hat Folgendes geschrieben:
Aber das ist doch die Art und Weise, wie Ihr spielt?


*lol* Sorry, aber das ist ne gewagte Hypothese, die du da alleine auf der Grundlage der Frage aufbaust, ob man Pseudo-Latein mag/akzeptiert/nicht mag :-) Ich würde sagen: Nein.

Soffiel hat Folgendes geschrieben:
(es ist kein Gott in der Kulisse, der das hört und dann passend die Magie steuert! und die Energieschwingungen haben auch keine Ohren...); es sind die Gesten, mit denen man die Energie lenkt und in den Wirkungsort "schiesst".


Nur so als Hinweis, dass die Magietheorie genauso beliebig ist wie jede andere (und das liegt einfach in der Natur - es gibt halt keine Magie real, deshalb ist jede Erklärung erfunden und damit beliebig - solange sie in sich halbwegs logisch ist, reicht das völlig):

Aber Augen haben die Energieschwingungen, mit denen sie eure Gesten sehen? :-) Ein anderer Magier könnte argumentieren: "Worte müssen nicht von irgendwem gehört werden, sie können alleine durch ihre Aussprache, genau wie Gesten, etwas verändern." Erklärungen sind beliebig.

Die Meinung meines Chars ist da recht simpel: Es geht nur um den Geist. Gesten, Worte, Komponenten, etc. helfen diesem nur, den entsprechenden Zustand zu erreichen. Aber was bringts, das groß zu propagieren? Jedem seine Meinung.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe Magie durchaus als etwas, das Zuschauer duldet und haben darf.


Da stimme ich wiederum nicht zu, bzw. schränke es ein: Ich denke, dass hier der Grund darin liegt, dass viele Magie durch die SL aufgezwungen wird. Beim klassisch-doofen Abschlußritual MÜSSEN Zuschauer erlaubt sein, weil 3-Stunden-Zuschauen immer noch besser ist als 3-Stunden-In-Der-Taverne-Warten-Bis-Die-Magier-Laut-Rufen-"FERTIG". Aber ansonsten würde ich persönlich bei einem Ritual o.ä. eher meine Ruhe bevorzugen. Ich werfe Leute nicht automatisch raus, aber ich sehe mich nicht als Alleinunterhalter für den ganzen Con. Spiel ergibt sich bei der Vorbereitung schon genug.

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Denn immerhin bin ich dafür VERANTWORTLICH, dass die andren Spass haben.


Ähm. Ich sehe mich nicht als Allein-Unterhalter. Wenn ich jemand anders verzaubern wollte, dann wäre es klar, dass er die Sache mitkriegen muß, ganz logisch (aber da ich das nicht will, fällt das bei mir schonmal flach). Aber dass ein (nicht Plot-)Ritual z.B. dazu dient, das Samstag-Nachmittag-Plotloch zu füllen, indem die Leute drum herum sitzen dürfen, sehe ich nicht so ganz ein.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Das war in meinen Augen die traurigste Magie-Entmystifizierung, der ich je beiwohnen musste.


Das ist doch noch gar nichts, ich hab was schlimmeres gesehen (plus Windstösse, die zu Verwirrung führten, da die Spieler nach 2 verschiedenen Regelwerken spielten), weil dabei dann noch kürzester Zeit die Magiepunkte alle waren und dann mit Schwertern gekloppt wurde...
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Aeshma



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 11:59    Titel:

Mensch, hätte ich gewusst, dass der ausgelagerte Threat so beliebt wird im Gegensatz zur eigentlichen Frage... Wink


Irian hat Folgendes geschrieben:

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Denn immerhin bin ich dafür VERANTWORTLICH, dass die andren Spass haben.


Ähm. Ich sehe mich nicht als Allein-Unterhalter. Wenn ich jemand anders verzaubern wollte, dann wäre es klar, dass er die Sache mitkriegen muß, ganz logisch (aber da ich das nicht will, fällt das bei mir schonmal flach). Aber dass ein (nicht Plot-)Ritual z.B. dazu dient, das Samstag-Nachmittag-Plotloch zu füllen, indem die Leute drum herum sitzen dürfen, sehe ich nicht so ganz ein.


Das war nicht direkt gemeint, dass man Alleinunterhalter ist. Es ist eher eine Einstellungssache, die ich mir auch von anderen (nicht Magiern) wünsche. Denn wenn sich jeder bewusst ist, dass er für den Spass des anderen Verantwortlich ist, hätten wir viel weniger bekloppt-destruktive Konzepte und böse-in-der-Ecke-Sitzer(als Beispiel)
Und wenn sich jeder nur ein bisschen daran hält, sind alle Unterhalter und keiner Alleinunterhalter.
Hoffe man kann verstehen was ich meine. Geht einfach darum sich bewusst zu sein, dass man den andren Spielern etwas bieten sollte. "den Ball werfen" wenn man Alex Wortbild aufgreifen will. Wenn wir eh alles unter Ausschluss der "Öffentlichkeit" machen könnten wir ja auch daheim bleiben Wink
Beschränkt sich natürlich nicht nur auf Magier...
Plotlochfüllrituale sind doof...da sind wir uns einig Wink


Grüße
Aeshma

Ihr dürft auch gerne noch Tipps für das Spiel mit Lehrlingen in den Ursprungsthreat reinbasteln *Zaunpfahl Wink
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Lorenz hat Folgendes geschrieben:

Wer meint, er sei ein guter Kämpfer im LARP, nur weil er mit Blankwaffen trainiert, liegt imho ziemlich falsch.
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Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 12:14    Titel:

@ Nerestor
Zitat:
Und kurz bevor du mit deinem Zauber fertig bist, castet dein gegenüber einen zielgerichteten Reinigungszauber auf seine Socken und wehrt damit deinen Feuerball ab?

Wenn Du meine Folgepostings gelesen hättest, wüsstest Du, dass ich das genau so als Problem ansehe und dafür noch keine Lösung habe.

@ Aeshma
Wobei ich zugeben muss, dass "Wasser erschaffen" einer der schlechtesten modifizierten Zauber ist, die ich je gesehen habe. Begründung:
1. Man erschafft 1 Liter reines, elementares Wasser.
2. Die einzige Komponente, mit der ich diesen Liter Wasser nun darstellen könnte, wäre 1 Liter Wasser, den ich mit mir rumschleppe. Oder Telling.

Ich mag generell diese "Haushaltszauber" nicht, die da sind weil sie spielmechanisch praktisch sind. So wie "Blutung stoppen" oder "Dreck weg". Da wird Magie zum fantastischen Ersatz für STrom und damit zu etwas völlig alltäglichem. Mystisch wie nen Turnschuh...

@ Irian
Zitat:
Du vergißt 3:

Es gibt kein 3. Wenn meine Umgebung zu laut ist, muss entweder ich lauter werden oder es sein lassen. Wenn es so laut ist, dass man mich nicht mehr hört, hört man auch die Ansage nicht. Wenn man die Ansage hört, kann ich auch den ganzen Zauber so laut wirken. Ich muss nur mal die Eier in der Hose haben und mich das trauen.

Zitat:
a) Das Verständnis steigt imho durch Pseudolatein kaum, weder durch die Verwendung von "Circulum" o.ä. (weil keiner im Zweifelsfall innerhalb von 1-2 Sekunden schnell genug übersetzt um dann noch angemessen zu reagieren)

Doch, genau das passiert. Ich gebe, man muss die meisten Leute einmal im Leben darauf hinweisen, dass man es verstehen kann. Aber Unterrichtsstunden alá "Wie kann man schöner zaubern" haben gezeigt, dass man es schnell lern und noch schneller verstehen kann. Hinterher auch in Schlachten. Es geht wirklich. Die Worte aus dem LM bilden dabei höchstens eine Basis, die man auch weglassen kann, das ist nämlich der am schwer verständlichste Teil des ganzen. Das reine DSys-Pseudolatein ist unverständlich für die meisten. Aber löse Dich mal davon. Mach die Probe auf das Exempel. Versuch Dir mal einen Zauberspruch in Pseudolatein nach den von mir berichteten Regeln auszudenken. Versuche es einfach zu halten und Worte zu verwenden, die man wirklich verstehen kann. Dann erkläre jemanden die Regeln und nenne kurz Beispiele. Und dann nenne ihm Deinen Spruch und frag ihn, was er verstanden hat. Das erste mal wird er vielleicht noch hinken. Wenn Du aber weitere Sprüche dieser Art ihn übersetzen lässt, hat er es nach 10 Sprüchen drauf. Das ist etwas, dass man jeden Krieger in 10 Minuten erlernen lassen könnte. Eine halbe DinA4-Seite in einem Regelwerk. Mehr braucht es nicht.

Zitat:
b) Man quält dadurch Leute, die echtes Latein können, für die ist sowas manchmal echt furchtbar zu hören Smile

Nicht mal.... wenn Du Dich vom DSys-Latein löst, ist eine so konstruierte Sprache so lateinisch wie jede romanische Sprache. Außerdem halte ich die Anzahl der Leute, die Latein wirklich können, für mehr als gering. Wann immer dieses Argument höre, die außerhalb des Internets statt findet, frage ich, wer denn überhaupt Latein kann. Da heben sich höchsten die Arme von 10 % der Anwesenden. Wenn man denen einen einfachen deutsch Satz gibt (Das Mädchen geht Wasser holen), scheitern von 10 Leuten 9 schon daran. Es kann kaum jemand Latein, höchstens Ansatzweise. Dieses Argument finde ich sehr seltsam.

Zitat:
Ganz ehrlich, meinetwegen kannst du gerne auch Rulemaster propagieren. Ich würde eher sagen, der einzige, der was in den falschen Hals bekommen hast, bist du. Mir gehts um Darstellung allgemein und (Pseudo-)Latein im speziellen.

He, das mit dem falschen Hals war nicht böse gemeint und ein unbegründetes "Ne, selber!" bringt Dich nicht weiter. Ich habe Dir durchaus begründet, was ich damit meinte und woran ich das festmache. Was soll ich denn in einen falschen Hals bekommen haben? Und warum? Du nennst schon wieder ein Regelwerk (Das ich nebenbei selbst nicht gut heiße). Könnten wir uns endlich davon lösen?

Ansonsten: Nur das ich da mitkomme... Du lehnst Pseudolatein ab, weil Du nicht glaubst, dass es jeder oder ein Großteil verstehen kann und übergehst die "geschulten" Magiedarsteller, die selber mit Pseudolatein arbeiten, die es auf jeden Fall verstehen. Dafür propagierst Du irgendeine echte Sprache, die in jedem Fall weniger Leute verstehen, fast gar keine. Der Ansatz geht mir völlig ab, vor allem von jemanden, der selber sagt, dass es ihm um Darstellung geht. Sorry. Ich sage nicht das Pseudolatein das alles glückliche machende Allheilmittel ist. Aber ich halte es für den bestmöglichsten Kompromiss zwischen Muttersprache und Fremdsprache, den man noch verstehen kann und der ein gewisses mystisches Potential hat. Nenne mir was besseres in der Richtung. Die Alternative wäre ganz weglassen, weil geht nicht.

Zitat:
Da stimme ich wiederum nicht zu, bzw. schränke es ein: Ich denke, dass hier der Grund darin liegt, dass viele Magie durch die SL aufgezwungen wird. Beim klassisch-doofen Abschlußritual MÜSSEN Zuschauer erlaubt sein, weil 3-Stunden-Zuschauen immer noch besser ist als 3-Stunden-In-Der-Taverne-Warten-Bis-Die-Magier-Laut-Rufen-"FERTIG". Aber ansonsten würde ich persönlich bei einem Ritual o.ä. eher meine Ruhe bevorzugen. Ich werfe Leute nicht automatisch raus, aber ich sehe mich nicht als Alleinunterhalter für den ganzen Con. Spiel ergibt sich bei der Vorbereitung schon genug.

Lies noch mal meinen Satz, da steht nicht, dass man Zuschauer haben muss oder unbedingt braucht. Da steht lediglich:
Zitat:
Ich sehe Magie durchaus als etwas, das Zuschauer duldet und haben darf.

So gesehen sagst Du nichts anderes aus, als ich.
Zitat:

Ich sehe mich nicht als Allein-Unterhalter.

Wer redet von Alleinunterhalter? Jeder Spieler versucht eigentlich Spiel und Spielansätze mit anderen zu teilen. Das ist ja der Sinn eines Spieles miteinander. Beim Ritual allein in der Kammer biete ich aber niemanden außer mir selbst was. Und den meisten Magierspielern ist das dann noch lästig. Dann kann ich auch eine Zigarette rauchen und hinterher sagen, ich hab nen Ritual gemacht. Wenn in China ein Sack Reis umfällt...

Meiner Meinung nach denkst Du zu sehr in extremen. Magiesprache kann nur ganz mystisch und unverständlich (Fremdsprache) oder unmystisch und verständlich (Muttersprache) sein. Pseudolatein ist ja nichts ganzes und nichts halbes. Entweder man macht ein Ritual alleine auf dem Zimmer oder man ist der Alleinunterhalter der Con. etc. pp. Komm mal bitte davon los. Das Leben ist nicht schwarz/weiß. Ich kann ein Ritual auch abgeschieden machen und ein paar wenige als Wachen etc. mitnehmen. Aber es offen machen, dass jeder zumindest hinkommen könnte, wen es wirklich interessiert. Sind in der Regel nicht mal viele.

Rituale als Plotlochfüller und zur reinen Unterhaltung ist Unsinn. Aber wären ja auch wieder ein Extrem. Bitte auch hier davon lösen. Es geht mir um Rituale und Zauber, die einen Sinn haben. Diese müssen (und sollten) nicht vor der ganzen Welt gemacht werden. Aber vielleicht vor einem ausgewählten Publikum. Sicher, Rituale in der stillen Kammer sind einfacher. Kein Publikum, keine Kritiker, keiner der einem reinredet, niemand, dem man was bieten kann, ganz allein nach seiner eigenen Vorstellung. Kann ich in meinem Wohnzimmer auch... voll toll...

Zitat:
Das ist doch noch gar nichts, ich hab was schlimmeres gesehen (plus Windstösse, die zu Verwirrung führten, da die Spieler nach 2 verschiedenen Regelwerken spielten), weil dabei dann noch kürzester Zeit die Magiepunkte alle waren und dann mit Schwertern gekloppt wurde...

Tja... irgendwie dachte immer ich, ich verirre mich noch zwischendurch auf falsche Cons... gibt aber wohl noch schlimmeres...


Grüße,
Alex
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Aeshma



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 12:36    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:

@ Aeshma
Wobei ich zugeben muss, dass "Wasser erschaffen" einer der schlechtesten modifizierten Zauber ist, die ich je gesehen habe. Begründung:
1. Man erschafft 1 Liter reines, elementares Wasser.
2. Die einzige Komponente, mit der ich diesen Liter Wasser nun darstellen könnte, wäre 1 Liter Wasser, den ich mit mir rumschleppe. Oder Telling.

Ich mag generell diese "Haushaltszauber" nicht, die da sind weil sie spielmechanisch praktisch sind. So wie "Blutung stoppen" oder "Dreck weg". Da wird Magie zum fantastischen Ersatz für STrom und damit zu etwas völlig alltäglichem. Mystisch wie nen Turnschuh...


Ich mache sicher keine Haushaltszauber o.ô
Ich verwende Feuerzeug um Feuer zu machen und ein Wasserbehältnis um Wasser zu transportieren =)

Ich hätte vielleicht eines dazusagen sollen:
Zitat:
1. Man erschafft 1 Liter reines, elementares Wasser.

und genau das haben wir gebraucht Wink
man kennt doch die dollen "Sammle die Elemente zusammen"-Plotpassagen ~.~



@topic
Ich bekomme langsam ein Problem: Pseudolatein wird abgelehnt. Deutsch ist für viele etwas ganz schlimmes.
Nur muss ich zugeben, dass ich weder Lust noch Zeit habe Spanisch, Französisch oder wasweißich für eine Sprache wirklich zu lernen nur um meine Magie darzustellen...
Da ist mir Pseudolatein bzw. Deutsch bisher das einzig für mich Sinnige/Machbare

Grüße
Aeshma
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Lorenz hat Folgendes geschrieben:

Wer meint, er sei ein guter Kämpfer im LARP, nur weil er mit Blankwaffen trainiert, liegt imho ziemlich falsch.
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Irian



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 12:59    Titel:

Alex hat Folgendes geschrieben:
Es gibt kein 3. Wenn meine Umgebung zu laut ist, muss entweder ich lauter werden oder es sein lassen. Wenn es so laut ist, dass man mich nicht mehr hört, hört man auch die Ansage nicht. Wenn man die Ansage hört, kann ich auch den ganzen Zauber so laut wirken. Ich muss nur mal die Eier in der Hose haben und mich das trauen.


Wenn du nur von perfekten Situationen ausgehst, ist quasi JEDE Methode perfekt. In der Praxis allerdings ist eine Methode, die nur in perfekten Situationen funktioniert, irgendwie untauglich.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Mach die Probe auf das Exempel. Versuch Dir mal einen Zauberspruch in Pseudolatein nach den von mir berichteten Regeln auszudenken. Versuche es einfach zu halten und Worte zu verwenden, die man wirklich verstehen kann. Dann erkläre jemanden die Regeln und nenne kurz Beispiele. Und dann nenne ihm Deinen Spruch und frag ihn, was er verstanden hat. Das erste mal wird er vielleicht noch hinken.


Wenn ich dem Spieler vorher erstmal was erklären muß, ist das doch schon irgendwie komisch. Ich kann auch jemandem vorher Nummern-Codes erklären, das klappt vielleicht auch. Nehmen wir aber doch mal an, dass das klappt, schauen wir mal, wohin es uns führt...

Alex hat Folgendes geschrieben:
Wenn Du aber weitere Sprüche dieser Art ihn übersetzen lässt, hat er es nach 10 Sprüchen drauf. Das ist etwas, dass man jeden Krieger in 10 Minuten erlernen lassen könnte. Eine halbe DinA4-Seite in einem Regelwerk. Mehr braucht es nicht.


Das bringt erstmal das Problem, dass es nicht sonderlich verbreitet ist, in der Praxis ist also es verhältnismäßig unverbreitet. Natürlich ist das nur ein aktuelles Problem und kein Einwand - wäre es ein echter Einwand, könnte man nie neue Konzepte/Regeln propagieren. Aber es stellt sich das Problem, dass nur für vielleicht maximal 50% aller Magier Pseudo-Latein angemessen ist. Was ist mit den anderen? Den keltischen Schamenen? Den ägyptischen Priestern? Whatever. Nicht jeder Magier ist ein "mittelalterlicher Gelehrter".

Alex hat Folgendes geschrieben:
Nicht mal.... wenn Du Dich vom DSys-Latein löst, ist eine so konstruierte Sprache so lateinisch wie jede romanische Sprache. Außerdem halte ich die Anzahl der Leute, die Latein wirklich können, für mehr als gering.


Na ja, aber Pseudo-Latein bringt eben die Verbindung zu Latein hoch, weils so ähnlich klingen soll, wodurch es problematisch wird (imho). Die Anzahl ist zwar wirklich gering, aber meiner Erfahrung nach findet man die, dies können, immer an den falschen Stellen :-)

Alex hat Folgendes geschrieben:
He, das mit dem falschen Hals war nicht böse gemeint und ein unbegründetes "Ne, selber!" bringt Dich nicht weiter. Ich habe Dir durchaus begründet, was ich damit meinte und woran ich das festmache. Was soll ich denn in einen falschen Hals bekommen haben? Und warum? Du nennst schon wieder ein Regelwerk (Das ich nebenbei selbst nicht gut heiße). Könnten wir uns endlich davon lösen?


Du hast was in den falschen Hals bekommen, wenn du denkst, ich hätte... Mehr wollte ich damit nicht sagen. Irgendein Regelwerk (und zwar ein doofes) zu nennen war nur dazu gedacht, dass es mir völlig egal ist, ob und welches Regelwerk möglicherweise die erste Idee dazu hatte.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ansonsten: Nur das ich da mitkomme... Du lehnst Pseudolatein ab, weil Du nicht glaubst, dass es jeder oder ein Großteil verstehen kann und übergehst die "geschulten" Magiedarsteller, die selber mit Pseudolatein arbeiten, die es auf jeden Fall verstehen.


Nicht ganz, nein. Ich lehne es nicht ab - immerhin versteht auch keiner Latein, ich denke nur, dass Pseudo-Latein nicht so wirklich einen großen Vorteil bringt, weil es in kritischen Situationen auch nicht wesentlich verständlicher ist als echtes Latein.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Dafür propagierst Du irgendeine echte Sprache, die in jedem Fall weniger Leute verstehen, fast gar keine. Der Ansatz geht mir völlig ab, vor allem von jemanden, der selber sagt, dass es ihm um Darstellung geht. Sorry.


Ich propagiere (für mich) eine echte Sprache, weil ich das für schöner halte, nicht, weil sie verständlicher ist. Allerdings propagiere ich auch den Verzicht auf Kampfmagie, etc., weil das für mich persönlich das Problem der "Ansagen" löst. Wobei "propagieren" hier etwas weit hergeholt ist, ich finde es für MICH die beste Lösung, aber ich bezeweifle, dass es für alle anderen die beste Lösung ist. Für den typischen Kampfmagier zum Beispiel kann ich mir, nach etwas Überlegung, durchaus vorstellen, dass Pseudo-Latein einen, wenn auch imho sehr kleinen, Vorteil bei der Verständlichkeit bringt. Ich bezweifle aber ernsthaft, dass es in der Praxis die Kommandoworte ersetzen kann, das liegt für mich einfach in der Natur vieler Zauber.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Ich sage nicht das Pseudolatein das alles glückliche machende Allheilmittel ist. Aber ich halte es für den bestmöglichsten Kompromiss zwischen Muttersprache und Fremdsprache, den man noch verstehen kann und der ein gewisses mystisches Potential hat. Nenne mir was besseres in der Richtung. Die Alternative wäre ganz weglassen, weil geht nicht.


Wenn es um das Kriterium der Verständlichkeit geht, hat Pseudolatein definitiv nen Vorteil, das einzige, was ich nicht glaube, ist, dass der Vorteil sonderlich groß ist. Im typischen LARP dürften nur wenige das automatisch verstehen. Natürlich hat Pseudolatein den Vorteil, dass man viel weniger Arbeit reinstecken muß, zweifelsohne.

Alex hat Folgendes geschrieben:
Meiner Meinung nach denkst Du zu sehr in extremen.


Nein, ich argumentiere höchstens extrem. Im LARP wird das ohnehin alles völlig grau, aber das ist uns doch allen klar, oder? Genauso wie man in einer Philosophischen Diskussion über das "Gute" an sich diskutieren kann, obwohl man das in der Realität nie findet - trotzdem ist die Diskussion sehr sinnvoll. Die ganze LARP-Realität zu berücksichtigen klappt doch in einer Diskussion eh nicht, deshalb halte ich die Diskussion von Extremen für nicht wirklich unsinnig. Dass ich Leute auf nem Con nicht anschnauze, weil sie Pseudo-Latein verwenden, habe ich doch auch klar gemacht, oder?

Alex hat Folgendes geschrieben:
Tja... irgendwie dachte immer ich, ich verirre mich noch zwischendurch auf falsche Cons... gibt aber wohl noch schlimmeres...


Das dachte ich damals auch. Aber der Con wurde noch schlimmer *schauder*

Aeshma hat Folgendes geschrieben:
Ich bekomme langsam ein Problem: Pseudolatein wird abgelehnt. Deutsch ist für viele etwas ganz schlimmes.
Nur muss ich zugeben, dass ich weder Lust noch Zeit habe Spanisch, Französisch oder wasweißich für eine Sprache wirklich zu lernen nur um meine Magie darzustellen...
Da ist mir Pseudolatein bzw. Deutsch bisher das einzig für mich Sinnige/Machbare


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Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 14:22    Titel:

@ Aeshma
OK, wenn Plots so ausgelegt sind, dass man sie nur mit solch unsinnigen Zaubern zu lösen sind, ist das zumindest für mich die falsche Veranstaltung Wink

@ Irian
Zitat:
Wenn du nur von perfekten Situationen ausgehst, ist quasi JEDE Methode perfekt. In der Praxis allerdings ist eine Methode, die nur in perfekten Situationen funktioniert, irgendwie untauglich.

Sag mal, liest Du, was ich schreibe? Wo habe ich da von der perfekten Situation geredet? Da steht, dass der Magierspieler sich entsprechend anpassen muss.

Das der Vergleich zwischen Nummerncodes, die eindeutig identifizierbar sein müssten, und improvisierten Worten, die der andere nicht einzeln kennt, völlig hinkt, ist Dir aber auch klar, ja?

Was Charaktere angeht, zu denen Pseudolatein nicht passt: Ja, die haben ein Darstellungsproblem mehr, dass sie lösen müssen. Damit nochmal: Pseudolatein ist nicht das alles glücklich machende Allheilmittel. Kann aber für viele eine Lösung sein. Sobald Du eine darstellende und spielbare Lösung für die von Dir genannten Gruppen hast, lass es mich wissen, ich wäre sehr interessiert. Ansonsten auch hier wieder: Löse Dich bitte von Extremen ("Passt nicht für alle, taugt nichts").

Zitat:
Die Anzahl ist zwar wirklich gering, aber meiner Erfahrung nach findet man die, dies können, immer an den falschen Stellen

Das ist erstaunlicherweise wirklich so. Aber: Dann dürfte ich schlecht abgelesenes Gälisch etc. auch nicht durchgehen lassen. In beiden Fällen zeigt mir das ganze auf einer "kosten/nutzen-Skala" einen hohen Nutzen für viele und eine kleine Einschränkung für wenige.

Zitat:
Ich lehne es nicht ab - immerhin versteht auch keiner Latein, ich denke nur, dass Pseudo-Latein nicht so wirklich einen großen Vorteil bringt, weil es in kritischen Situationen auch nicht wesentlich verständlicher ist als echtes Latein.

OK, mangels Alternativen mit ähnlichen Verständlichkeits-Eigenschaften (Wenn man nicht deutsch zaubern will) finde ich eine kategorische Ablehnung aber seltsam. Um es nochmal zu sagen: Ich will ja gar nicht, dass jetzt jeder auf Pseudolatein zaubern muss. Auch nicht jeder Magier vom Typ "Mittelalterlicher Gelehrter". Ich möchte
a.) Zum einen Aufzeigen, dass es sowas gibt und es da durchaus einen Nutzen gibt
b.) mich etwas gegen die Leute sträuben, die sich dahinstellen und sagen "Pseudolatein sollte man gar nicht machen" am besten noch gepaart mit "Unsere Fantasy-/Fremdsprache, die niemand auch nur ansatzweise versteht, ist viel mystischer, alle sollten das so machen".

Wer der Meinung ist, dass seine sonstige Darstellung so überragend ist, dass er im Prinzip alles labern kann, der soll das gerne machen. Wer das noch hinbekommt, meine Hochachtung. Bitte, sendet uns Tips, nennt Beispiele. Alles gerne willkommen. Erfahrungsgemäß versteht man aber die Magieanwendung der meisten Magiespieler ohne Erklärung nicht. Jaja, auf Cons nach DKWDDK kann man die dann ignorieren, mir geht es aber darum, genau diesen Spieler vielleicht einen Weg aufzuzeigen.

Zitat:
Ich bezweifle aber ernsthaft, dass es in der Praxis die Kommandoworte ersetzen kann, das liegt für mich einfach in der Natur vieler Zauber.

Bei den derzeitigen gängigen Regelwerken hast Du recht. Zumindest weiß ich immer noch keine Möglichkeit in der Kampfmagie meinem Gegenüber klar zu machen, ob ich gerade einen Feuerball I oder II oder noch besser ein magisches Geschoß 1,2,3,4 oder 5 (War Mythodea, glaube ich) mache. Nein und Wurfkomponenten in genormten Größen halte ich für keine gute Idee. Da müssen einfach die Stufen weg, meiner Meinung nach. Von mir aus auch andere Abgrenzungen in Form eines Eisballes, der 1 Schaden macht und einem Feuerball der 2 Schaden macht. Ist nun wahllos aus der Luft gegriffen und sicherlich auch suboptimal, aber es würde die Darstellung erleichtern. Wie wir das ganze dann noch mystisch kriegen, ist eine andere Sache. Aber im Moment krankt LARP-Magie an zwei Stellen: Darstellbarkeit und Mystik. Und ich würde bei den Punkteregelwerken eine darstellbare Basis erstmal begrüßen. Erst dann, wenn man erkennen kann, was ich da mache, kann man sich Gedanken darum machen, wie ich das "wie ich das mache" schön mystisch kriege.

Um es mal mit Regelwerkmechanik und allem an einem Beispiel festzunageln: Wir gehen mal davon aus, dass es nur noch einen Feuerball nach einem Regelwerk gibt. Die Anzahl der Zauber ist überschaubar und zumindest "Was es gibt" ist den meisten grob bekannt. Nun steht da einer, der schonmal aussieht wie ein Magier. Er schaut sein ausgewähltes Opfer mit starrem Blick an, bis dieses merkt, dass der Magier ihn anschaut. Der Magier intoniert "Creare elementum fulumbar, creare magica fulumbar, creare globus de flameus. Globus de flameus, elementum fulumbar, destructare enemus." (Die Wiederholungen sind durchaus gewollt... wer hingehört hat, sollte zumindest wissen, dass es gerade irgendwo um Feuer geht.). Dabei macht der Magier weit ausladenden Gesten, als ob er irgendwas an sich zieht, aus der Luft holt. Gegen Ende der Formel nimmt er beide Hände an einer Seite seines Körpers zurück und greift in einen Beutel, den er am Gürtel befestigt am Rücken trägt. Durch seinen Umhang sieht man den Beutel nicht. Aus diesem holt er eine so geformte Feuerballkomponente, optimalerweise aus was transparentem, beleuchten und noch mit flatternden Bändern:
http://user.et-cip.rub.de/specht/bilder/feuerball.jpg

Er bringt dann die Hände ruckartig nach vorne, in einer Geste, die wir alle von Videospielen und Animes wie Streetfighter und Dragonball kennen. Also Komponente in so einer Bewegung aus dem Beutel holen:
http://www.thedaoofdragonball.com/img/Blog/Articles/Goku-Powering-Up-Kamehameha.jpg
und dann in so einer Bewegung werfen:
http://fghstudio.com/images/037_Kamehameha.jpg
Das geht übrigens wirklich, habe es schon ausprobiert. Man braucht etwas Übung, um so zu werfen und zu treffen und man kann anders auch weiter werfen, aber es geht.

Optimalerweise endet das ganze jetzt nicht. Also nicht "Fire & Forget" sondern der Magier bleibt in der Wurfpose, konzentriert sich weiter. Der Ball trifft auf, irgendwie geartet gibt es einen Knall und Rauch steigt auf. Dann haben wir schon fast einen epischem Moment:
http://api.ning.com/files/PE5R5HwPlsV62vuxwTMyy3De8q4j2M7b9kgcCQPXH-E_/schlacht.jpg

Jetzt aller Ablehnung gegen Videospiele und Animes zum trotze, ich behaupte: Das erkennt man, wenn man sich nicht sehr viel Mühe gibt das aus irgendwelchen Gründen ("Solche Animebewegung sind lächerlich, da würde ich vor Lachen auf dem Boden zusammenbrechen") nicht erkennen oder ignorieren zu wollen. Je nach Grad der Effekthascherei kommt es dann auch noch zum "Wow-Effekt" (Nicht World of Warcraft, sondern der Ausruf "Wow").Jetzt hätten wir eine Basis in der Darstellung, nun müssten wir das noch mystischer machen. Kampfmagie ist immer sehr unmystisch. Aber allein, dass man erstmal nicht mitkriegt "Wo und wann hat der Typ jetzt die Komponente hergeholt" ist schon ein winziger Schritt gewonnen. Evtl. könnte noch strategischer Rauch aus dem Umhang oder sowas helfen. Aber wie soll ich etwas mystisch machen, wenn ich nicht mal eine vernünftige Basis in der Darstellung habe? Aus diesem Grund habe ich mich zuerst mal der Darstellung verpflichtet und dann der Mystik.

Zur Komponente nochmal: Ich hör da öfter "ich weiß gar nicht, wie das Ding aussehen soll. Flammen geht eh nicht und dann ist ein roter Ball der höchste der Gefühle, oder?" Ich sage mal, das Ding hier erkennt man:
http://www.gimpusers.de/images/privat/me_feuerball.jpg
Das ist jetzt mit Computer gemacht, ja, aber mal Hand aufs Herz: Ohne Strahlen und Corona sollte das Ding beleuchtet machbar sein. Ich versuche gerade das ein oder andere.

Man merkt schon: Ich mag Kampfmagie. Aber ich gebe zu, die ist das schwerste, wenn es mystisch sein soll. Aber ich halte es noch nicht für unschaffbar.

Grüße,
Alex
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 15:54    Titel:

Gut, über Kampfmagie kann ich nicht wirklich mitdiskutieren, da ich mich da strikt weigere meinen Magier in die Richtung zu entwickeln. Leander kann ja nicht mal "Windstoß" oder andere defensive Zauber, der kann nur rennen.

Pseudolatein sollte man schon verstehen können, und wenn man nicht jedes einzelne Wort versteht, versteht man wenigstens den Sinn/was der Magier da gerade will und das ist schon genug. Ohne Komando hätte man bei Alex Beispiel problemlos gemerkt, dass der Magier 1. was mit Feuer machen will 2. irgendwem damit weh tun will und mehr muss man auch nicht wissen (Stufen bei offensiven Zaubern halte ich auch für sinnfrei).
Dennoch ist es mir dabei kalt den Rücken heruntergelaufen (und nein, das meine ich nicht bloß zum Scherz, das ist so passiert). Für alle die kein ordentliches Latein können ergibt sich ein schön mystischer Effekt, für mich leider nicht.
Da auch ein Magier aber immer das Ambiente der anderen Spieler ist (so wie die anderen Spieler das Ambiente für den Magier sind), sollte man sich eine möglichst gute Darstellung aneignen und Magie auch öffentlich wirken, und dafür ist Pseudolatein mMn sehr gut geeignet. (Rein rational gesehen, da ich dem sonst nie zustimmen würde, da es sich einfach falsch anfühlt so zu reden oder das zu hören.)
Andere Sprachen werden jawohl eher noch schlechter/von noch weniger Personen verstanden, oder kennt hier jemand jemanden, der fließen Gälisch spricht oder auch Russisch oder sowas?

P.S.: Puella aquatur.
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 16:41    Titel:

@ Leander
Aquatur?????

Grüße,
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 16:46    Titel:

Ja, aquatur. Kommt von "aquor" und ist ein Deponens, darum die Passiv-Endung. "Aquor" heißt einfach nur "Wasser holen" und kommt bei Cäsar, Vergil und noch 3 oder 4 anderen Autoren vor. (Ja, ich hatte die Ehre Cäsar, Catull und ähnliches zu lesen...)
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2009, 17:11    Titel:

Des kannte ich noch gar nicht. Aber ich behaupte ja auch nicht, Latein zu können. Ich hätte das jetzt anders umschrieben. Aber das ist natürlich schon beeindruckend.

Grüße,
Alex
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