Thema: Was ist ein KONZEPT ?
| << Ein neuer Char erwacht zum Leben - steam head charakter - Nemo Jules Verne angelehnt >> |
| Autor |
Nachricht | |
Aeshma Moderator

Alter: 23 Anmeldedatum: 05.05.2009 Beiträge: 6155 Wohnort: Edigheim
|
Direktlink | Verfasst am: 19.10.2011, 16:37 Titel: |
|
|
Mach dir ma Beispiele
Selbstständigkeit
Mein Charakter ist eigentlich der Ansager. Er ist der der bestimmt und sagt wo die Gruppe hinläuft. Kann also seine Aktionen auf Con sehr frei selbst bestimmen.
ALLERDINGS läuft er der Gefahr schnell von andren umgeklatscht zu werden. Ist also gleichzeitig von seiner Garde abhängig.
Das sind auf der Liste 2 Punkte is mir klar, aber ein ABHÄNGIGER Charakter kann mMn nicht wirklich selbstständig sein.
Oder Angst vor Trennung:
Wieder das selbe: Ich habe den Char so ausgelegt, dass er keine tiefen zwischenmenschlichen Kontakte eingeht. Aber eine Trennung von denen die auf ihn Aufpassen wäre ihm dann doch verdammt unrecht...
Vieles ist halt auch "kommt auf die Situation an"
Auch gibt es viele Puntke die zusammenfallen
Sachlich/Persönlich = viel Gefühl/wenig Gefühl = kalt/ warmherzig
Viele Sachen könnte ich nach einigem Überlegen natürlich mit Punkten ausdrücken, aber ob du dann meinen Charakter so beschrieben würdest wie ich, steht auf nem anren Punkt.
Ich würde meinen Charakter z.B. 5 bei "viel Gefühl" geben. Was aber eher heisst dasses ein Hitzköpfiges Arschloch ist, als dass es heisst, dass er ein gefühlvoll mit seinem Umwelt umgeht.
Bei vielen Punkten müsste man halt wissen ob das nach innen ode rnach außen hin gerichtet ist. Ich hoffe du verstehst was ich meine.
Ich tu mir grade schwer...
VIELLEICHT ist das aber auch ein Problem, dass sich garnicht stellt, wenn man als Anfänger einen Charakter planen will, sondern sich erst ergeben, wenn man einen bereits (recht lange) bespielten Charakte rbeschreiben will.
Da dürfte das Treffen der IST-Situation schwerer sein als das Treffen des SOLLS eines neuen Charakters...
Grüße
Aeshma, hat zugegebenermaßen grade viel zu viele gleichzeitig gedacht
EDIT:
Cartefius hats in einem Satz super gesagt:
| Zitat: | | Deswegen halte ich das genaue Gegenteil für wichtig: Den Charakter nicht komplexer und differenzierter zu machen, sondern sich für den Anfang einige wenige Eckpunkte zu suchen, und hier zu einer sinnvollen Umsetzung zu finden. |
_________________ Blümchen
°)-(°
| Schwannis hat Folgendes geschrieben: | | Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde |
|
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 19.10.2011, 16:52 Titel: |
|
|
Ähm, das diese Liste für LARP schon viel zu detailliert und unnötig komplex ist, das hab ich doch auch gesagt?
Dieser Grad der Feinheit stünde bei mir - wenn überhaupt - auf der ganz ganz außersten "Rille" des Kreises.
Deutlich zusammengefaßter kann man die vier Seiten der gezeigten Tabelle zB. so ausdrücken: (bzw. das buch tut es so)
Individualität <---> Gruppe
Dauer <---> Wandelbarkeit
Das könnte zB. Innen - an der Tortenspitze des Sektors stehen. Mehr nicht.
Eine Ebene drüber dann zB.
Selbstständigkeit, Distanz < --- > Abhängigkeit, Nähe
Klarheit, Grenzen <---> Kreativität, Unbekanntes
Noch eine Detailebene weiter drüber dann eben die Begriffe, die die Community hier als sinnvoll und algemein gut verständlich aus den Tabellen rausfiltert. Sagen wir max. VIER Wörter für jede der vier Persönlichkeitstypen.
Dito mit den vier Temperamenten und damit sollte dann die komplette Psyche wirklich auch erschlagen sein. Also mit maximal 32 Wörtern. Wobei den meisten vermutlich die mittlere Detaillierungsebene völlig ausreichen würde - also das wären dann 16 Wörter, über die man sich mal eben kurz Gedanken machen würde. Wer es spartanischer mag, der nimmt eben nur den innersten Kreis, dann sind es ganze 8 Wörter, wobei sich dabei immer zwei ausschließen, man muß also letzlich minimal VIER Begriffe für sich wählen.
Da es im LARP letztlich um eine Art Karikatur geht, sollte man die Schlagwörter schon bewußt etwas extremer wählen, ausdünnen und - wie Du schon selber gesagt hast - die Anzahl der als wesenstypisch herausstechenen Merkmale einschränken. Weil sie eben sonst eh nicht plakativ darstellbar sind. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8173
|
Direktlink | Verfasst am: 19.10.2011, 17:10 Titel: |
|
|
Kurz OT:
Sag mal Harald..hast du mit so Psychosekten zu tun? Die Seiten sprechen da in Verbindung mit einigen Worten ne deutliche Sprache.
Im allgemein halte ich es aber für schwierig diesen Fragebogen auf ein Charakonzept zu biegen. Muss ein Barbar immer extrovertiert, selbstsicher und zerstörerisch sein? Kann er nicht auch philosophisch, introvertiert und erhaltend sein? Kann es neben Conan den Zerstörer nicht auch Nonac den Erbauer geben? _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 19.10.2011, 17:22 Titel: |
|
|
Hi Aeshma,
danke für Deinen Input. guter Hinweis, das sich da schon einige Wörter alleine dadurch ausdünnen lassen, weil sie eben letztlich fast das Gleiche bedeuten.
Ja, gut erkannt, man kann nur entweder das Linke ODER das Rechte sein pro Tabelle. (würde man überall genau NULL haben, wäre man der augeglichenste Mensch des Universums - und stinkelangweilig!)
Klar kommt es auf die Situation an. Sagen wir so: - das was man in den meisten Fällen tut, bestimmt das Wesen eines Charakters. Natürlich kann man sich auch mal verstellen und "gute Miene" machen... im Real Life würde das auch keiner Merken. Im LARP sollte man es meiner Meinung nach aber trotzdem sichtbar raushängen lassen, daß man da aus äußeren Umständen gerade seinem inneren Bestreben zuwieder handelt.
Dein Magier ist für mich ganz sonneklar: schizoid. (Keine Angst, ich beschimpfe dich nciht, die Begriffe sind so deftig vom Autor gewählt.)
sprich, der Magier folgt dem "Grundimpuls Nr.1" und wird demzufolge mehr oder minder durch diese Ängste "getrieben" handeln:
- Angst vor Selbsthingabe
- Angst vor Abhängigkeit
- Angst vor Ich-Verlust
- Angst vor zu viel Nähe
wieviel "Gas" man nun gibt, also ob man das am Rande der Wahrnehmbarkeit ausspielt oder schon arg ins krankhaft übersteigerte - das obliegt ja immer noch ganz dem Gefallen (und der Situation)
Dann müßtst du nur noch eben sagen, ob der Magier jetzt eher "zwanghaft" oder eher "hysterisch" agiert [sorry. ich finde diese Original- Begriffe reichlich blöd hier und würde die gerne ersetzen!]
sprich ob er also mehr der ordentliche, regeltreue Prinzipienreiter ist, oder mehr so der risikofreudige, kompromißbereite, tolerante, flexible Typ.
In der Praxis sind wir alle bunte Mischtypen davon. In der Karrikatur - also der bewußten plakativen Überspitzung - macht es aber schwer Sinn, sich auf wenige wesentliche Aspekte einzuschränken und die dann voll raushängen zu lassen.
Aber das hat ja Cartefius auch schon gesagt. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 19.10.2011, 17:44 Titel: |
|
|
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | Kurz OT:
Sag mal Harald..hast du mit so Psychosekten zu tun? Die Seiten sprechen da in Verbindung mit einigen Worten ne deutliche Sprache.
Im allgemein halte ich es aber für schwierig diesen Fragebogen auf ein Charakonzept zu biegen. Muss ein Barbar immer extrovertiert, selbstsicher und zerstörerisch sein? Kann er nicht auch philosophisch, introvertiert und erhaltend sein? Kann es neben Conan den Zerstörer nicht auch Nonac den Erbauer geben? |
Ne, hab ich nicht. Die Seiten hab ich mir nicht so genau angeschaut, ich hab hier ein Buch von nem seriösen Autor. Außer das der auch Christ ist, scheint der keine sonstigen "Fehler"... glaub ich.
Ich hatte auch gehofft, daß es irgendwie noch ein paar passendere Modelle der grundsätzlichen menschlichen Charaktertypen gäbe, aber offenbar hat sich da außer Hypokrates und dann eben der Riemann noch keiner verewigt...
Klar kann der Barbar alles sein. Von mir aus auch der melancholische schizoide Hysteriker.... Nochmal, ich habe nicht vor mir anzumaßen, welcher Charaktertyp später welche Rolle zu spielen hat. Es geht lediglich darum, das man sich überhaupt mal bewußt macht und damit dann auch entscheidet, welcher inneren Triebfeder der Charakter später mal folgen soll.
Ich bin mir sicher, auch bei den Barbaren gibt es Leute, die aus ganz verschiedenen Motiven heraus handeln. Selbst wenn sie am Ende auf den ersten Blick fast alle das Gleiche tun. Es verschafft aber der Darstellung tiefe, wenn man irgendwie erkennen kann, ob der Typ da aus reiner Habgier handelt oder aus Mordlust. Dasman das nicht immer und sofort einfach auf den ersten Blick erkennen können muss, sollte klar sein.
Anders als bei Computerspielen und P&P ist ein LARP-chrakter aber eben immer auch ein agierender physischer Darsteller. Es reicht da schlicht weg nicht, wenn ich mich nur mit so Skills wie "Schleichen", "Zweihandwaffen", "Intelligenz", "Wahrnehmung", "Stärke" usw. uw. charakterisiere. erstens, weil einiges davon eher schlecht darstellbar ist, (bzw. im RPG und P&P nur beim Würfeln zum Tragen kommt - Interaktionen im LARP sehen eben anders aus) vor allem aber,
weil wir ohnehin darauf programmiert sind, immer und ständig in unserem Gegnüber "zu lesen". Wenn der also keine irgendwie gesteuerte Darstellung hinlegt, dann ist er nicht einfach unsichtbar und OFF, dann ist er immer noch als LARPer präsent. Also entweder inkonsistent oder sogar OT.
Meiner Meinung nach kommt man also nicht umhin, sich auch zur Psyche des Charakters ein wenigstens rudimentäres Fundament bewußt zu machen. Ob man das nun genau in der Form tun muss, oder dabei Schauspieler in bestimmten Rollen im Hintekopf hat oder aber sogar Bekannte real existierende Personen, das ist sicher jedem frei gestellt.
Jeder (gespielte) Charakter sollte aber eine Antwort auf die Fragen haben:
- Was treibt mich an?
- Wovor habe ich Angst?
- worauf vertraue ich?
- Was gibt mir Hoffnung?
Im realen Leben kann man diese Nabelschau gerne vermeiden, dann wirken diese Kräfte zwar trotzdem, aber eben weiter unbewußt.
Ich wüßte jetzt aber nicht, wie man EINER ROLLE einen spezifischen Charakter verleihen wollte, ohne das man diesbezüglich den (Um-)weg über das Bewußtsein gehen muss. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8173
|
Direktlink | Verfasst am: 28.10.2011, 22:08 Titel: |
|
|
Edit: Mal ein kleiner Versuch im Selbsttest. Wir nehmen uns einfach alle mal ein Konzept dass wir noch nie bespielt haben...und versuchen ein praxistaugliches Konzept zu entwickeln. Ich fang an.
Rolle: Magier
Vorüberlegungen: Ich mag den Dungeons and Dragonsstyle und würde mich gerne daran orientieren. Weiterhin würde ich nur ungerne einen sehr alten Magier spielen, sondern eher mit einen oder zwei Sprüchen anfangen. Mein Charakter soll eher zurückhaltend und beobachtend sein da die Rolle für mich vollkommen neu ist. Da ich nicht nähen kann fallen ganz aussergewöhnliche Kleidungsstücke raus.
Schritt 1: Dungeons and Dragons Mage googlen
Cool wäre erst einmal dieser hier. Leider ist er ein Elf und hat nicht meine Figur. Ein Elf als Magier wäre eine doppelt-neue Belastung...und somit nicht unbedingt gut. Eine weitere Suche ergibt ihn hier. Das große Buch, die Taschen, die Farbe des Gewandes..all das passt in meinen Augen gut in die Rolle eines Reisenden Zauberers. Ich behalte diese Gimmicks im Auge..und versuche sie möglichst günstig herzustellen/zu erstehen.
Schritt 2: Das innere nach aussen
Bisher weiß aber nur ich dass mein Zauberer eher jung, unerfahren und nicht gerade berede ist. Ich will dass man es merkt wenn er den Mund aufmacht. Hierzu bediene ich mich eines Stillmittels, in dem Fall des Bartes. Der Bart ist seid LoftR einfach das Erkennungszeichen jedes Magiers. Da meiner jung ist greife ich zu einer eher kurzen Variante. Da er etwas älter wirken soll wie ich als Spieler wähle ich eine hellere Variante. In diesen Fall wähle ich diese und kämme den Oberlippenbart um nicht wie ein Kapitän auszusehen. Als Farbe empfiehlt sich hellbraun oder klassisches weiß.
Auch an einen komischen Hut muss ich denken. Richtig wäre hier ein Spitzhut, vielleicht aus Leder im Hexenjägerstill um sich von alten, erfahrenen Magiern abzugrenzen.
Schritt 3: Der zweite Blick
Wichtig ist auch was einen Charakter auf den zweiten Blick, im Gespräch ausmacht. Wie erkenne ich ihn aus der Masse an 100 Magiern wieder die ganz ähnlich aussehen. Mein Charakter soll beispielsweise immer in brenzligen Situationen nervös werden. Er hasst es wenn alle ihn zu hören und beginnt dann zu stottern..oder gibt Ratschläge nur noch in dritter Person (Mein Lehrmeister würde) ab.
Das ganze kann man jetzt beliebig vertiefen. Es ist nur ein Beispiel des Versuches "unerfahrener, schüchterner Magier" (Konzept) in "unerfahrener schüchterner Magier" (Larprealität) umzuwandeln. Wie man jetzt aber zum Konzept kommt...da kann harald sicher mehr helfen. (nur das Konzept alleine hilft nicht weiter). _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 28.10.2011, 22:30 Titel: |
|
|
Mach weiter Gerwin, das ist gut. Endlich mal jemand, der mit Butter bei die Fische rüberkommt.
Leg Du mal Dein Ei, dann hat man was, worüber man gackern kann.
Das mit dem Stottern und so iss auch gut, ein bischen "Psychosekte" muss unbedingt rein, daß macht man heute einfach so...
Hat der schon viel erlebt? Ist die Kleidung noch eher neu und "paßt" er noch nicht so recht rein? "Füllt" er sie noch nicht ganz "aus"? Ist er ein aufgewecktes Kerlchen, das beim Beobachten viele Notizen in sein großes Buch macht? Macht er das dann hektisch und nervös, oder ist er im Notieren routiniert?
Und gaaaaaaaaaaaaanz wichtig, hat er panische Angst vor Wasser?!? [the Gamers] _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8173
|
Direktlink | Verfasst am: 28.10.2011, 22:44 Titel: |
|
|
Ich halte es für dumm wenn ICH jetzt weiter mache. Jeder interessierte sollte ein Konzept entwerfen dass er noch nie bespielt hat, und den Entstehungsprozess posten. Dann kann man vielleicht aus 10-20 Beispielen das wesentliche "rausziehen" und so eine allgemeine Methode entwickeln. Mach doch du mal nen Chara den du noch nie bespielt hast. Einfach zum Spaß.
Über die Theorie können wir danach immer noch alle reden. Sie muss halt nur irgendwie praktisch umsetzbar sein. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
inLarp

|
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 28.10.2011, 23:01 Titel: |
|
|
| Gerwin hat Folgendes geschrieben: | Mach doch du mal nen Chara den du noch nie bespielt hast. Einfach zum Spaß.
Über die Theorie können wir danach immer noch alle reden. Sie muss halt nur irgendwie praktisch umsetzbar sein. |
Oh, Du meinst alles, was kein Jäger ist und kein keltischer Handwerker? Joa, König wär mal was....
Bei uns hängt ein Spruch: "Es gibts nix praktischeres als ne gute Theorie!" Auch wenn es hier (bedingt durch die Beschränkung auf Buchstaben) gelegentlich vielleicht einen anderen Eindruck erweckt, aber ich mag Theorie um der Theorie willen nicht besonders. Man kommt nur meistens schneller zu einem (nicht völlig zufälligem) Ziel, wenn man eine dafür (brauchbare!) Theorie hat.
Ich bin mir auch sicher, daß viele diese auch ganz intuitiv schon lange haben, sosnt gäbe es wohl kaum Leute, die solche Leistungen reproduzierbar abliefern können.
Gute Idee, reverse engineering is auch schwer in Mode....  _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
Jocke

Alter: 30 Anmeldedatum: 27.11.2007 Beiträge: 1665 Wohnort: Niederselters im Taunus
|
Direktlink | Verfasst am: 29.10.2011, 09:27 Titel: |
|
|
Wie der Kelmon schon am Anfang schrieb, mein Konzept beginnt immer mit "Was für ne Klamotte will ich tragen?"
Ich hab momentan 3 Konzepte im Hinterkopf die ich gern in den nächsten 3 Jahren irgendwie umsetzen will. Da ich gesättigt vom Historischen Setting bin gehen die Konzepte sehr stark ins Phantastische.
1. Der Hexenmeister: Spitzer Hut, kuhle Robe, viele Zaubertricks, Spitze Schuhe. Ich will den Klischee Hexerisch spielen, gern etwas tüddelig und Vertrottelt. Zeichnung liegen in Form von Skribbles schon vor, Kalkulation für Klamotten zum kaufen ist in der mache, gespart wird...
2. Der Exot: Löwenwesen wie bereits früher schonmal angesprochen, Kostüm noch in der Frühphase der entwicklung, Typ Kriegsveteran, zu Alt für den einsatz im Richtigen Krieg und sucht die letzte große Schlacht für sich. Wenn ich die Maskentechnik gefunden habe die mich voll und ganz befriedigt geh ich ans Werk.
3. Der Chaosjester: Ein Böses Konzept als NSC Angebot für Orgas. Das mach ich allerdings an einer bestimmten Maske fest für die mir momentan aber die 600,-€ fehlen.
Ergo geh ich erst mit einem "Was soll ich anziehen" an die sache und danach mit einem "Wie will ich es spielen..." _________________
  |
|
| Nach oben |
|
 |
Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8173
|
Direktlink | Verfasst am: 29.10.2011, 10:50 Titel: |
|
|
Die Sache mit dem Klamotten ist schön und gut. Nur wie KOMMT man als Anfänger zu den Klamotten bzw. zu dem Wunsch Klamotte X zu tragen? Ich denke dass es hier eben wichtig ist sich weder an einzelnen Schnittmustern zum Selbst nähen, noch an einzelnen Shops zu orientieren. Ein Konzept braucht eben eine stimmig abgepasste Klamotte. Und dass von Kleidung, über den blöden Hut, Rüstung, Waffen und Co. Ich kann nicht einfach sagen "ich hätte gerne mal eine römische Tunika, einen Zweihänder und ein Rundschild, dazu eine Kniebundhose". Auch wenn die Einzelteile noch so toll und hochwertig sind ...sie geben kein einheitliches Bild.
Und hier kommt dann eben das Gesamtbild ins Spiel. Und da hilft wirklich Osprey. Gerade die Farbtafeln zeigen Konzepte kämpferische Konzepte in Höchstform
Ähnliche Bilderdatenbanken gibt es auch für andere Konzepte. Und dass verhindert dann so Sachen wie "Hose X ist schön, aber die dazu passende Tunika y mag ich nicht". Man sieht eben das Gesamtbild. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
|
Direktlink | Verfasst am: 30.10.2011, 13:20 Titel: |
|
|
Anders als zB. P&P oder ein schönes Buch handelt es sich bei LARP um eine Form von Theater. Es geht also weniger darum, sein Selbst Kraft der Phantasie in irgendwelche - nur in der Phantasie existenten - Welten und Handlungen zu projezieren, oder eben Protagonisten quasi per "Schulterblick" (so eine Mischung aus neutraler Betrachter und Identifikation mit der Figur) zu begleiten.
Als eine Form der darstellenden Kunst velangt Theater einfach eine wesentlich physischere Umsetzung. Malerei ist auch eine darstellende Kunst, man kann zwar im Rausch auch einfach nur Farben zusammenschmieren, dann handelt es sich eben um eine extrem abstrakte Darstellung - gleichwohl handelt es sich immer noch um Leinwand und Farbe - also eine physische Realisierung.
§1 Im Zentrum steht die physische Realisierung.
- Was also nicht in Gewandung, Bewaffnung, Ausrüstung, Körpersprache, Dialekt und Sprechweise manifestiert ist, ist nicht Darstellung und damit also primär nicht vorhanden.
Der ganze Gage am Theater spielen ist ja im Grunde, das man nicht mehr einfach nur man selber ist. Wenn man nur sich selber - aber in einer anderen Umwelt - ausprobieren will, dann sollte man vielleicht doch lieber in exotische Länder verreisen...
Dem Anfänger stellt sich ohnehin nicht die Aufgabe, diese andere Welt maßgeblich zu erschaffen, das macht die Orga bzw. die versierten Mitspieler.
§2 Es geht darum, jemand anderes zu sein.
- Dieser Punkt fällt gerade am Anfang am schwersten. Wenn ohnehin schon alles neu um einen herum ist, ist es eine absolut natürliche Reaktion, daß man auf bewährte und vertraute Handlungsmuster zurückgreift. Da einen die meisten Mitspieler aber eh noch nicht OT privat kennen, muss man hier auch nicht wer weiß was für schauspielerische Meisterleistungen erbringen, man kann also den Schwerpunkt hier sehr stark auf das "Verkleiden" legen. Man sollte eben einfach passend aussehen. Da die meisten von uns im modernen Alltag eben nicht wie in einer Phantasiewelt rumlaufen, läuft es stark auf eine Anpassung der optischen Erscheinung heraus.
Im Gegensatz zum Theater sind die Zuschauer gleichzeitig auch die Darsteller und vor allem, praktisch gesehen wird man nie für langer als ein paar Minuten - meistens eher Sekunden - die ungeteilte Aufmerksamkeit der "Zuschauer" bekommen.
§3 Das Wesen der Rolle muss sofort ins Auge springen!
- Selbst in Kinofilmen sind die Hauptfiguren schon von der Kleidung und der Maske her stark entsprechend der beabsichtigten Wirkung ihrer jeweiligen Rolle festgelegt. Oft wird einem das nicht sofort bewußt, aber wer mal den Abspann ließt, da gibts immer Herrscharen von fleißigen Helferlein.
Die Kunst des "Typisieren" besteht übrigens meistens eher im gekonnten Weglassen...
Soweit mal zur allgemeinen Beschreibung.
Konkret auf meine Vorgehensweise bei der Charaktererstellung bezogen:
Anfänglich habe ich mich vor allem daran orientiert, welche Zeit, welchen Zeitgeist ich in der Historie gut finde, vor allem aber auch, was ich glubte "von Natur aus mitzubringen" - so kam die ursprüngliche Idee auf, einen Wikinger zu spielen. OT stamme ich aus dem Norden, spreche sogar skandinavische Sprache, segel gerne, mag die romantisierte Vision der rauen Nordmänner - mit großem Herz.
Man sieht schon, da sind alles tolle GEdanken, sicher gut wenn man mal ein Buch schreiben will, aber eigentlich kaum was konkretes für ne Darstellung.
Daher ist außer ner Tunika (die man zum glück sehr vielseitig verwenden kann) auch bisher nichts weiter aus einem Nordmann geworden.
Den ersten Jäger hab ich im Grunde schnell um die vorhandene (ursprüglich "Wikinger") Tunika drumherumgebaut. Hier war die treibende Motivation simpel: Ich brauchte schnell einen Charakter, der erstmal in so gut wie jede Standard LARP Welt reinpaßt, und der keine besonderen Ansprüche an Schauspiel stellt.
Hier habe ich mich stark rein optisch orientiert - also sprich fotos machen, ankucken und merken, was noch fehlt, bzw. was einfach paßt.
Mittlerweile hab ich herausgefunden, daß ich am liebsten mit dem Gesicht anfange. Denn damit kann man §1, §2 und §3 meiner Meinung nach einfach am direktesten angehen. Bzw. ich traue mir einfach noch nicht sooo viel Stilkunde und Händchen zu, das ich mit der Kleidung anfangen würde.
Wenn ich mir aber die Fotos anschaue, mit angeklebten Bärten, Brille, Schminke oder Hüten, dann ist das das erste mal, wo ich da nicht mehr MICH sehe! (wie das in anderer Kleidung - aber mit gleichem Gesicht - eher der Fall wäre) Und weil das nun also "irgend ein Typ" ist, kann ich plötzlich ganz neutral sagen, an wen mich dieses Gesicht erinnert, welche Assoziazionen das spontan in mir anregt.
Dann taste ich mich da entlang, suche mir aus Bildern Ideen, überprüfe das aber immer wieder konkret an mir (hier reichen oft einfachste Fotomontagen) aus.
Letztlich gehts ja darum, was jemand sieht, wenn er mich dann am Ende anschaut. Da nutzt es ja nichts, wenn ich versuchen würde wie jemand ausszusehen, der ich gerne mal wäre, aber dann die Optik nicht hinbekomme.
Wärend ich also an der Optik arbeite, kommen mir meist schon spontan Ideen, wie man bestimmte Eigenheiten der Bewegung und der Sprache passend einarbeiten könnte. hier muss man natürlich immer sehen, was man wirklich sicher draufhat.
Ganz zum Schluß bündel ich das dann in einer kleinen logischen Hintergrundstory - was ich aber im Grunde nur für den Fall brauche, daß mein Charakter in eine völlig unerwartete Situation gerät und ich dann schnell entscheiden muss, wie ersich wohl verhalten würde. Daher ist diese Hintegrundstory auch weniger eine Sammlung von Orten und Namen, sondern eher sowas wie ein kleines Psychogramm. hier reicht es schon, sich ein paar grundlegende Dinge rauszupicken, die den Charakter ausmachen. _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4 |
| |
Seite 4 von 4 |
Thema: Was ist ein KONZEPT ?
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
Larp,
Larp Forum,
Larp Shop,
Larp Waffen,
Larp Bilder,
Larp Mittelalter,
Larp Schwert ,
Larp Rüstung ,
Larp Videos ,
Larp Ausrüstung ,
Larp Kleidung ,
Fantasy Bücher
Larp Forum Sitemap:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190
|