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Thema: Welche Art des Bösen bevorzugt ihr im Larp?


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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.07.2011, 20:03    Titel: Welche Art des Bösen bevorzugt ihr im Larp?

Bei zahlreichen Threads angeklungen, jetzt juckt es mich doch in den Fingern. Welche Art des Bösen bevorzugt ihr im Larp.

Das "immer verlierende" Böse

Hier ist es wichtig dass am Ende der Erfolg steht. So verzweifelt die Helden auch sein mögen, so groß die Übermacht des Feindes, am Ende MÜSSEN sie gewinnen. Und dass eindeutig und ohne jede Frage.

Vorteil: sehr cineastisch

Nachteil: das böse ist sehr eingeschränkt, nur NSCs

Das "gar nicht so böse böse"

Hier ist das böse nur relativ böse. Der Erbstreit zweier Brüder (eventuell mit zwei SC-Lagern) der Kampf Zivilisation vs. Natur oder der Kampf um die letzte Wasserquelle. Es fehlt an klassischen bösen Stillelementen...das böse ist optisch und von seinen Verhalten her nicht vom guten zu Unterscheiden.

Vorteil: offener Ausgang, zwei Spielerlager möglich.

Nachteil: geringer cineasmus.

Das "logisch agierende/Heerführerböse"

Hier ist das böse vor allen taktisch agierend. Mit großen Truppenbewegungen, taktischen Stellungskämpfen, großen Verhandlungen und Bündnissen.

Vorteil: ausgeglichene Spielweise
Nachteil: hoher NSC-Anteil notwendig.

Das "humoristische böse"

Eher ungeschickt, dumm, tölpelhaft. Kömodienhaft eben.

Das "ultimative böse

Kriegsgefangenschaft, Folter, Vergewaltigung....Unterdrückung, Intriganz...Kinder werden gefressen, Schwangeren das Baby aus den Leib geschnitten usw...usw.

Das "keines von Gerwins Beispielen böse

xxxx bitte hier einfügen xxxxx
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Lieber Larpeinsteiger:

Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Schlachtross



Alter: 25
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Beiträge: 648
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.07.2011, 20:05    Titel:

Ganz klar das humoristische logische immer verlierende Böse.


Ich kann nur für mich die anderen Beiden Arten ausklammern, da ich mit denen ganz klar nix anfangen kann.

Irgendwie mag ich mein Larp einfach so das es sich als epischer Film eignen würde.
_________________
"Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
Kelmon hat Folgendes geschrieben:
Lustige Tatsache:
Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"
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Nutz



Alter: 36
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Beiträge: 761

BeitragDirektlink | Verfasst am: 27.07.2011, 20:32    Titel: Re: Welche Art des Bösen bevorzugt ihr im Larp?

Gerwin hat Folgendes geschrieben:

Das "gar nicht so böse böse"

Hier ist das böse nur relativ böse. Der Erbstreit zweier Brüder (eventuell mit zwei SC-Lagern) der Kampf Zivilisation vs. Natur oder der Kampf um die letzte Wasserquelle. Es fehlt an klassischen bösen Stillelementen...das böse ist optisch und von seinen Verhalten her nicht vom guten zu Unterscheiden.

Vorteil: offener Ausgang, zwei Spielerlager möglich.

Nachteil: geringer cineasmus.



Mag ich durchaus auch, muss halt ins Szenario passen.


Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Das "humoristische böse"

Eher ungeschickt, dumm, tölpelhaft. Kömodienhaft eben.


Kann mir sicher auch mal gefallen.


Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Das "keines von Gerwins Beispielen böse


Cineastisches Böse. Großes Kino eben, der Bösewicht erklärt den Helden noch lang und breit seinen Plan, weil er ja eigentlich schon gewonnen hat, oder zumindest furchtbar Siegessicher ist, lässt sich kreative Mordmethoden einfallen, usw
Bietet eben auch wenns schlecht für die Helden aussieht immer wieder Chancen doch noch zu entkommen, muss aber wenn sie sich zu dämlich anstellen nicht zwangsläufig verlieren.
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Llewellian



Alter: 37
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Beiträge: 1183

BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 10:22    Titel:

Das "keines von Gerwins Beispielen böse


Ich mag das Böse, das logisch ist. Das sich an seine eigenen Regeln und des des zu bespielenden Universums handelt. Das Böse, das nicht soooo mächtig ist, das sich jeder frägt warum eigentlich alle Länder um einen herum noch nicht verbrannt und gesalzen sind....

Ich mag Böses, das eine eigene, verständliche Kultur hat, das "leben" kann. Halt einfach in sich stimmig und logisch ist.
_________________
Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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luthien368



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 10:40    Titel:

Kommt drauf an auf welcher Seite das Böse steht. Mir gegenüber auf NSC-Seite möchte ich wohl das "immer verlierende" Böse stehen haben, wobeii hier die Unterscheidung eher auf dem Ende liegt. Was die Ausübung des bösen ist, möcht ich jemanden da stehen haben, der gegen das Arbeitet, was ich als Gut, Gesund, Ethnisch korrekt, etc. sehe. Dabei darf es auch gerne kewl aussehen und posen Wink

Auf SC Seite, z.B. auf Großcons, möchte ich ebenfalls kewle, beeindruckende Bösewichter haben, die dann aber weniger Richtung "Ich töte kleine Kinder" geht als vielmehr Richtung barbarisch, egoistisch, etc.
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Me@DA Nächste Cons: 08.-10.06.2012 Shealtainn I • 28.-30.09.2012 Dark Castle - Into the Wood 6

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Benutzer755



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 11:04    Titel:

Also entgegengesetzt einer Meinungen hier, hab ich nix dagegen, wenn auch mal die bösen NSCs gewinnen. Warum nicht, wenn die Spieler sich so dusselig anstellen? Ich mein, es gibt immer mehrere Wege den Plot zu lösen, aber wenn die Spieler sich darauf ausruhen: Och nö, am Ende des Cons gibts die typisch Samstag-17-Uhr-Endschlacht und dann ist das Böse vertrieben. Egal ob da noch Artefakte oder Besessene oder Minions sind...

Böse darf da im Sinne sein von: Brutal, Egoistisch, Überheblich, Fies, Hinterhältig, Offensichtlich, Intelligent, Logisch...

Böse im Sinn von humoristisch? Hm, vielleicht einzelne Personen, aber bitte nicht als Gruppe. Da fällt das "gewollt" auf und nicht wie "es muß auch doofe Böse geben".

Böse auf SC-Seite, gern käuflich. Ist ein Assassin noch böse, wenn er dem Opfer vorher mitteilt, daß es auf der Liste steht? Hm, ja, Gentlemanböse, da hätt ich auch nix gegen. Sklavenhändler sind per se nicht böse. Da glaub ich, kommt die OT-Moral durch. Sollte er allerdings seine Sklaven richtig mies behandeln, dann ist er als böse anzusehen. Nicht allein aufgrund seiner Berufswahl. ;o)

LG
Benutzer755
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Wenn man mich fragt, welche Farbe die Liebe hat
Würd ich antworten, die Glut von Kupfer matt...

(Jacab)
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Aeshma
Moderator


Alter: 23
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Beiträge: 6155
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 11:32    Titel:

Zitat:
Das "gar nicht so böse böse"

Das "logisch agierende/Heerführerböse"


Irgendwo dazwischen.

Grüße
Aeshma
_________________
Blümchen nett
°)-(°
Schwannis hat Folgendes geschrieben:
Es kommt nicht auf die Länge an. Was zählt sind die Meter/Sekunde
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Yak
Moderator


Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 11:52    Titel: Re: Welche Art des Bösen bevorzugt ihr im Larp?

Das "gar nicht so böse böse"

Diese Art wäre am besten für ein Diplomatielastiges Con geeignet, da es sich hier auch lohnt sich mal in die Gegenseite hinein zu versetzen

Das "ultimative böse

Wenn ich prügeln will, dann bitte hier das Häkchen setzen Smile
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Pak von den Latratores.
Herrmann Hauptmann, Hauptmann der Ordenskrieger Kyrs
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Chevalier



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 12:32    Titel:

Einer meiner ersten Cons war der Cai'Aethronn 5. da wurden die Spieler übel vermützt am Ende, dass nur die Flucht blieb..übrigens ebenso auf Nr. 6 und 7. Das lag aber nciht mal daran, dass das Böse unbesiegbar war, sondern das Gute war nur zu blöd zusammenzuarbeiten. Da war aber die SL halt jedes Mal konsequent das Konzept zuende zu spielen. Und es hat den Spielern viel Spaß gemacht! Entscheidend ist beim LARP nciht das Ende, sondern wie man auf dem Weg dorthin spielt und dass es dabei Spaß macht.

Ich mag das logisch agierende/Heerführerböse deshalb ebenso sehr wie das ultimative böse auf NSC-Seite.

Auf Spielerseite mag ich keine bösen Dinge.
_________________
...
Avarisches Ritterlager 21. bis 24.06.2012
DSA-GG&P2012 - Die große Kabinettstjoste 31.8. bis 02.09.2012
Das graue Land 3 - Boryarts Herz 12. bis 14.10.2012
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Rufus




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Beiträge: 230

BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 14:51    Titel:

Ich finde die Bezeichnung des "immer verlierenden Bösen" etwas unglücklich. "Nie endgültig gewinnendes Böse" wäre irgendwie passender.

Die Vorlagen dazu hat es etwa bei Star Wars, Star Trek oder Herr der Ringe: Teilsiege sind möglich, aber ein endgültiger Sieg des Bösen ist nicht vorgesehen. Die Geschichte/Saga/Kampagne kann nicht mit einem Sieg des Bösen enden.

Davon ab: Ja, dieses durch seinen Platz in der Story definierte Böse mag ich am liebsten. Very Happy


Solange es nicht auf Kosten der "Epicness" geht darf das auch gerne das "logisch agierende Böse" sein. Das geht insbesondere dann gut, wenn man die Ziele oder Mittel so wählt, dass ein endgültiger Sieg des Bösen ausgeschlossen ist. Beispiel wäre hier der finstere Kult/Stamm im Wald, der jenseits des Entführens von Ritualopfern keinerlei Ambitionen außerhalb des Waldes hat.

Nur scheitert das wohl oft an den Spielern: Was keine direkte Bedrohung für die Spieler-Charaktere ist erstmal eine sehr nachrangige Bedrohung. Für irgendwelche NSCs die eigene Haut zu riskieren ist halt immer noch keine Selbstverständlichkeit.


Zum "ultimativen Bösen": Ich hab keine Probleme entsprechende Rollen zu übernehmen. Gerade Kandidaten wie das Warhammer-Chaos haben da einen ziemlichen Posing-Faktor. Und es hat den Vorteil sehr klare Fronten zu schaffen und stimmungstötendes Rumgeeiere zu vermeiden.
Aber es ist kein Spielinhalt, den auszuspielen ich besonders scharf bin. Dieses erzwungene Rumböseln ist für mich jetzt nicht der Grund auf Larps zu fahren, und je nach Aktion ist da bei bei mir auch glaub recht schnell die persönliche Schmerzgrenze erreicht.
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Cartefius



Alter: 32
Anmeldedatum: 05.03.2008
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Wohnort: Bielefeld

BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 16:57    Titel:

Die Frage ist schwer zu beantworten, weil so viele Aspekte da mit hineinspielen. Ich würde da vielleicht eher nach drei Aspekten unterscheiden:

I - Motivation
Die Hauptfrage ist hier, ob es das "objektive" Böse geben soll, oder nicht. Was ist wichtiger, die Handlung oder die dahinterstehende Intention? Ist ein Mord immer schlecht, oder heiligt der Zweck die Mittel? Haben die Figuren die freie Entscheidung, so zu handeln wie sie es tun, sind sie Opfer der Umstände, oder gibt es sogar das absolute Böse (wie den Teufel), das jenseits menschlicher Moral steht und einen unveränderlichen Gegenpol darstellt?

Klassisches Beispiel für letzteres ist ja D&D, wo gut und böse nicht nur als objektive Konzepte in der Spielmechanik verankert sind, sondern sich auch in der Spielwelt objektiv messen lassen: Wenn der Drow in einem äonenlangen Krieg voller gegenseitigem Hass gegen den Hochelf kämpft, dann sind die Seiten trotz allem nicht austauschbar, da der Drow objektiv "böse" und der Hochelf objektiv "gut" ist.

II - Inszenierung

Hier wäre die Frage, ob man es lieber cineastisch oder realistisch möchte. Natürlich würde in der Realität ein Mensch, der böses plant, sicherlich nicht versuchen, dies seinem Umfeld durch äußere Anzeichen zu verraten. Auf der anderen Seite ist es ja nicht nur ein literarisches Klischee, sondern auch irgendwie tief in der Vorstellung verankert, dass man das Seelenleben eines Menschen auch irgendwie immer an seinem Aussehen und Verhalten ablesen kann, und dass jemand nicht nur "gewalttätig" oder "verschlagen" sein, sondern auch so aussehen kann.
Dieses Grundkonzept findet man auf die Spitze getrieben in sehr vielen Fantasysettings wieder: Grima Schlangenzunge, der Imperator bei Star Wars, Lord Voldemort, all das sind Figuren, denen die innerliche Verderbtheit geradezu ins Gesicht geschrieben steht.

III - Spielfunktion

Hier stellt sich die Frage, wie oft böse Figuren auftauchen, ob es prinzipielle Unterschiede zwischen Protagonisten und Antagonisten geben soll (Stormtrooper sind gesichtsloses Kanonenfutter, Rebellensoldaten sind Menschen mit Stimme und Gesicht), und, wenn es die gibt, wie das Böse agiert. Sind die Bösen übermächtig, haben sie Möglichkeiten zur Verfügung, die über das normale hinausgehen? Gibt es etwas wie "kosmische Gerechtigkeit", bei der gute und schlechte Taten immer auf einen zurückfallen? Kann das Böse triumphal überwunden werden, oder starrt irgendwann der Abgrund auch in dich?
Soll das Böse durch entsprechende Szenen Schock und Abscheu hervorrufen, oder reicht eine Andeutung solcher Szenen?


Alles in allem muss ich sagen, dass meine Vorlieben da sehr weit gestreut sind, ich kann mich da auf vieles einlassen. Im Kino sehe ich "Letters from Iwo Jima" ebenso gern wie "Harry Potter", auch wenn die Frage nach gut und böse in den beiden Filmen auf völlig unterschiedliche Art und Weise gestellt und beantwortet wird.
Ebenso ergeht es mir auch im Larp: Wenn ich auf einen Degenesis-Con gehe, möchte ich ein multipolares Szenario voller Graustufen, widerstreitender Kulturen und zwiespältiger Charaktere, bei denen jeder ein Messer im Stiefel und eine Leiche im Keller hat.
Spiele ich hingegen DSA, dann möchte ich strahlende Ritter voller Heldenmut, von edler Gestalt und den Menschen ein Wohlgefallen, und schwarzherzige Kultisten mit stechenden Augen, blutbeschmierten Roben und aschfahler Haut.

Was mir aber wichtig ist: Ich möchte bitte konsequent in einer Stilrichtung bleiben. Wenn der fönstere SC-Assassine mit Schädelknauf-Dolchen und Giftphiolen behängt in ernsthafter gekränkter Unschuld den Sermon von moralischen Nuancen, humanistischen Bürgerrechten und der schweren Kindheit anfängt, wenn man ihn zum Schafott schleift, könnte ich brechen.
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profoss




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 20:38    Titel:

Ich mag das ultimative böse als Gegner, aber nur in bestimmten Grenzen (z.B. ohne Vergewaltigungen). Wohl aber damit, dass in den Geschichten klar wird, dass die auch kleine Kinder auf den Scheiterhaufen brinbgen.
Bei solchen Gegnern geht man selber auch weiter, um sie aufzuhalten und steht manchmal vor der Frage in wie weit der Zweck noch die Mittel heiligt.
Andererseits finde ich es toll, wenn der Gegner trotzdem logisch ist. Auf eine verquere Weise, aber irgendwie nachvollziehbar.

Aber auch die Stammesfehden oder Familienstreitigkeiten, die eher uncineastisch sind, haben ihren Reiz.

Letzlich bin ich aber zumeist trotzdem dafür, dass der/das Böse nicht gewinnen kann, oder eben nur vorläufig gewinnen (d.h. auf dem einen oder mehreren Cons der Reihe ja, aber schlussendlich eben wie jeder Filmbösewicht verlieren, bzw eben nicht immer effizient handeln, sondern mit Hilfe diffizieler pläne den Guten töten zu wollen (die zumeist scheitern).
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Gerwin



Alter: 29
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Beiträge: 8173

BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 21:29    Titel:

Zitat:
Hm, ja, Gentlemanböse, da hätt ich auch nix gegen. Sklavenhändler sind per se nicht böse.


Ich bin da dein Meinung. Hans Humano leider nicht.

Zitat:
Ich mag das ultimative böse als Gegner, aber nur in bestimmten Grenzen (z.B. ohne Vergewaltigungen).


Dass wäre aber wieder nicht das ultimative böse. Kann das böse nicht zu allen Mitteln greifen..um richtig übel zu sein? Am Ende verliert es meist eh (zumindest auf NSC-Seite). Bei SC-bösen finde ich es immer wichtig dass man der Mehrheit der SC-guten Charaktere nicht den Spaß am spielen nimmt. Dass ist manchmal schwierig.

Gruß

Gerwin

*über Cartefius Beitrag erstmal nachdenkt.
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 28.07.2011, 22:02    Titel:

Zitat:
Dass wäre aber wieder nicht das ultimative böse. Kann das böse nicht zu allen Mitteln greifen..um richtig übel zu sein?

Ich glaube, hier muss man unterscheiden: Ich sehe prinzipiell kein Problem darin, wenn das Böse zwar theoretisch durchaus zu diesen Mitteln greift, man sie aber trotzdem aus den auf dem Con konkret dargestellten und thematisierten Dingen ausklammert.
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Chevalier



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 29.07.2011, 07:01    Titel:

Wenn ein NSC Bauer erzählt "Der schwarze Graf von Finsterwalde? Der hat ganze Dörfer niederbrennen lassen um Kinder, Frauen und Greise zu töten, vergewaltigen und zu foltern udn sie seinem Dämonengott zu opfern!" ist das noch ok. Spielerisch dargestellt ist das grenzwertig bis nicht mehr ok.
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