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Thema: Wie realistisch sollen Verwundungen sein?


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Harald Ösgard



Alter: 42
Anmeldedatum: 11.01.2010
Beiträge: 5263
Wohnort: Erlangen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 12:25    Titel:

Was mir gerade so durch den Kopf geht...

Wer erinnert sich bei einschlägigen "Historien-" oder "Fantasy-" Filmen an eindrucksvolle (im Gedächtnis bleibende) Heiler- bzw. Heilungsszenen?

Mir fällt spontan gerade nichts ein... mal von den üblichen "mal fix drüber waschen" oder "was draufbatschen und Verband drum" abgesehen.

Das muss jetzt nichts heißen, mein Gedächtnis ist ja schon etwas älter... aber wenn das wirklich so sein sollte, dann frage ich mich, warum Regieseure und Drehbuchschreiber Heilungen so viel weniger spannend finden wie Splatter beim Zufügen der Wunden?

PS: bei WWII Filmen ha ich ein paar ergreifende Szenen im Hinterkopf.... aber vielleicht ist in der Filmbranche schlicht postuliert, daß die Medizin zu der Zeit eben nicht ernstzunehmen war...?
_________________
Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Hana



Alter: 27
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Beiträge: 2868
Wohnort: Beckum

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 13:11    Titel:

@Harald:
Ich glaub, in Filmen gibts mehr den fiebernden Menschen, der irgendwelche Kräuterpackungen aufgelegt kriegt und den nassen Lappen auf die Stirn ... da gibt es aber auch nur die Möglichkeit "nur ein Kratzer, wird gar nicht behandelt außer Verband drum" oder "wochenlanges Dahinsiechen", was im Larp ja nicht möglich ist.
Ich persönlich finde beim Behandeln aber auch das Zuschauen wenig spannend, interessant ist es für mich eher, in einer der Rollen beteiligt zu sein. Vielleicht sehen Regisseure das ähnlich?

Leander hat Folgendes geschrieben:
Reichen würde es mir schon, wenn der Heiler das Geschehen kommentiert und irgendwie sagt, was er da gerade tut/tun will. So kann der Patient auch wesentlich besser auf das Spiel des Heilers reagieren und es ist bei weitem nicht so langweilig, da man zumindest etwas von der Action da unten mitbekommen kann.

Und umgekehrt wünsche ich mir als Heilerspieler, dass der Patientenspieler drauf reagiert, was ich mache (und mitteile).

Was ich mag: Beim "Was seh ich" etwas präzisere Angaben als bloß die Stelle, sondern entweder die Verwundung oder die Ursache (Waffe/Zauber o.ä.) dazu nennt. Mir unvergessen bleibt der Spieler, der antwortete "am Knie" und mich später fragte, was ich da nähe, beim Keulentreffer ... entschuldigung, kann ich hellsehen? Wink

Was ich nicht mag: Leute, die mir Rätsel aufgeben. Ich finde es durchaus interessant, wenn man nicht gleich die Lösung nennt, sondern nur die Symptome, aber ich habe OT leider kein Medizinstudium absolviert. Wenn ich nicht kapiere, was jemand von mir will, und ich auf OT-Fragen keine Antworten kriege, dann geh ich.

Was ich auch nicht mag: "Meine Wunden schließen sich schon von allein" als Interpretation der "Regeneration"-Fertigkeit. Ich kapier dann nie, ob die Leute mir nur stolz ihre Fertigkeit präsentieren wollen oder keine Behandlung wollen (kann beides heißen, beides schon erlebt). Ich geh dann auch Wink Wer keine Behandlung will (z.B. weil er keinen Bock hat) soll bitte einfach sagen "Wurde schon behandelt" (mir doch egal, obs stimmt) oder "Is' nur'n Kratzer". Okay? Very Happy
_________________
Liverollenspiel im Münsterland:
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Rufus




Anmeldedatum: 14.03.2008
Beiträge: 230

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 15:01    Titel:

Wenn man jetzt mal etwas vom "Fantasy" weggeht, und schaut was bei "Heilerszenen" das packende ist, dann sind das doch letztlich vor allem zwei Aspekte:
- Der Kampf ums Überleben ("Schafft er's?")
- Das professionelle Vorgehen (Rettungskette, Arbeitsteilung bei Operationen, Nervenstärke,...)

Meist sogar beides.

Auch wenn ich sonst für Krankenhaus-Serien wenig über hab, sowas kann mich dann schon packen. (Etwa in "Bringing out the Dead" oder bei den diversen Medevac-Videos im Netz.)

Nur ist das Fantasy-Larp mit seiner Überlebensgarantie und den 1-Personen-Heilertrupps davon halt recht weit entfernt. Wink


Zuletzt bearbeitet von Rufus am 18.11.2010, 15:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Leander



Alter: 22
Anmeldedatum: 03.11.2008
Beiträge: 4186
Wohnort: Berlin

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 15:02    Titel:

Genau dafür will ich die Informationen vom Heiler auch haben.
MMn ist das Spiel mit Heilern nicht unbedingt einfach, da es wirklich ziemlich viel darauf ankommt, wie viele Informationen man bekommt und wie man dann darauf reagiert. Andere Situationen sind da wesentlich unkomplizierter anzugehen.
Gerade deshalb kann ich verstehen, dass sowohl Heiler als auch Patienten öfter gefrustet sind. Manchmal weil sie nicht das selbe Spiel wollen, manchmal weil der Informationsfluss/die Reaktion darauf irgendwie nicht so richtig zu funktionieren scheint.
Sicher hast du Recht damit, dass die Patienten als erste gefragt sind. Ohne brauchbare Informationen hat das Spiel einfach keine Basis.
Mit den Informationen, die sie bekommen, müssen dann die Heiler arbeiten und den Patienten wiederum die Informationen zukommen lassen, die sie brauchen, damit sie adäquat reagieren können und sich ins Spiel eingebunden fühlen.
Wenn das aber funktioniert, kann es für beide Seiten sehr unterhaltsam werden.
_________________
Du bist nicht in der Lage verständliche Beiträge nach den Regeln der deutschen Sprache zu schreiben? Das hier ist die Lösung.
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Cartefius



Alter: 32
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 15:06    Titel:

Zitat:
Wer erinnert sich bei einschlägigen "Historien-" oder "Fantasy-" Filmen an eindrucksvolle (im Gedächtnis bleibende) Heiler- bzw. Heilungsszenen?

Hmm, da wäre die Elfenheilung an Frodo im HdR, dann noch die unvergessene Szene aus "Braveheart", bei der alle den alten Schotten festhalten müssen während ihm der Pfeil entfernt wird. In "Master und Commander" wäre da noch die Sache mit der Musketenkugel und dem Tuchfetzen, und in "Der dreizehnte Krieger" erinnere ich mich an eine längere Diskussion darüber, ob eingekochte Kuhpisse wirklich das Mittel der Wahl ist.
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Harald Ösgard



Alter: 42
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 15:23    Titel:

@ Cartefius,

stimmt, alle genannten Szenen sind nach dieser kleinen Erinnerungshilfe auch wieder "lebendig" vor meinen Augen.

aber ist das nun viel in Relation zu den Hektolitern Kunstblut, die mittlerweile in "epischen" Schlachten durch die Luft wirbeln...???

@ Rettungskette:

Oh, beim DF10 waren glaub ich 3-4 Heiler dabei dem Kelmon seine Kofverletzung zu behandeln. Das hatte schon was von "Emergency room". Aber das Goldene hat eben auch ein richtiges Lazarett und nen richtigen "Arzt".... Razz Und Kelmon sein Römer ist ohnhin eine sichere Bank für alle Heiler des Lagers.... Laughing
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 15:55    Titel:

Zitat:
aber ist das nun viel in Relation zu den Hektolitern Kunstblut, die mittlerweile in "epischen" Schlachten durch die Luft wirbeln...???

Ich denke, hier muss man zwei Dinge beachten: Erstens werden im Film Verwundungen sofort sichtbar, und die Leute haben sofort nach dem Treffer klaffende Schnitte, Äxte im Kopf oder gebrochene Gliedmaßen. Im larp hingegen wird die Schminke, die die Verwundung darstellt, fast immer erst durch die Heilbehandlung aufgebracht, so dass man ohne Heiler gar kein Blut in der Schlacht sehen würde.
Zweitens sind die meisten Filme in Sachen "Wundbehandlung" realistischer als Larps, vermutlich auch, weil die Folgen einer Verwundung sofort und einigermaßen glaubwürdig gegenüber dem Zuschauer dargestellt werden müssen. Deswegen werden Protagonisten im Film eigentlich nie schwer verwundet, sondern maximal bewusstlos geschlagen, weil jeder Zuschauer weiß dass wenn Aragorn eine Orkaxt in die Brust bekommt die ganze Filmhandlung erstmal für einige Monate ruhen müsste, während er auf dem Krankenbett liegt oder gleich den Löffel abgibt. In moderneren Settings hingegen kommt es recht häufig vor, dass jemand nur "angeschossen" wird, und sich dann verwundet aus dem Krankenhaus absetzt, die tatsächliche Operation wird aber oft nciht gezeigt, weil sie ja auch der Protagonist dank Narkose nicht mitbekommt.
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Harald Ösgard



Alter: 42
Anmeldedatum: 11.01.2010
Beiträge: 5263
Wohnort: Erlangen

BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 16:13    Titel:

Hmmm.... wären denn dann "Treffermarker" ein Segen für das Spiel und die Heiler?

Müssen ja nicht gleich Gotcha-Kugeln oder Kunstblutbeutel sein....
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Justav




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Beiträge: 1326
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 18.11.2010, 16:26    Titel:

Darf ich mal einwerfen, dass mir manche gespielte Heilbehandlung schon zu realistisch ist? Ich kann im real life nun mal kein Blut sehen... Wink
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So long

Justav
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