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Thema: Wie spielt man eigentlich Exoten?


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Dennis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 14.08.2011, 21:34    Titel: Wie spielt man eigentlich Exoten?

Liebe Exoten, Exotenfreunde und solche, die es werden wollen...

ich bin ja jemand, der sich schnell für unterschiedlichste, u.a. auch hochfantastische Konzepte begeistern kann. Dann geht die Planung und das Basteln los, da wird dann genäht und gelatext und was so dazu gehört und irgendwann gehts dann auf Con. Und meistens frage ich mich dann: Was genau mache ich jetzt hier eigentlich? Die Erfahrung habe ich vor allem mit meinem Troll gemacht. Klar, das ist nicht nur ein Exot, sondern auch noch eine vorbelastete und eigentlich böse Rasse, aber ich höre auch von anderen Spielern manchmal ähnliche Aussagen. Faktisch weiß ich nicht, wie ich einen exotischen Charakter in einen Con integrieren soll. Meine Gegenmaßnahme war und ist jetzt ein gänzlich auf Low Fantasy ausgelegter Wachmann. Bei dem weiß ich, was ich spiele. Der ist ein Mensch, kann gut mit Menschen, kommt aus einer pseudomittelalterlichen Gesellschaft und ist insgesamt ein ganz einfacher Kerl.
Dennoch gibt es einen Haufen Spieler, die (auch als Einzelspieler) Exoten und Fremdrassen spielen. Also mal ganz neugierig gefragt: Was genau tut ihr als Draan, Satyr, Tiermensch, Faun, Wolfsmann, ferner evtl. auch als Elf oder ganz "uneuropäischer" Mensch auf Con? Wie interagiert ihr mit den Mitspielern? Wie sind die Reaktionen auf euch und wie geht ihr damit um? Was macht ihr, während die Menschen abends in der Taverne oder beim IT-Mittag sitzen? Wie behaltet ihr den "Zauber" eurer Exotik bei, bleibt dabei aber anspielbar und wie spielt ihr an?

Gruß
Dennis, der wirklich neugierig ist, wie andere Larper das lösen oder ob sie das überhaupt als Problem sehen
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Nächste Con: Intothewood, 28. - 30. September (ja, ich weiß, dass das noch dauert -.-)
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Klaufi



Alter: 24
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Beiträge: 2305
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 14.08.2011, 23:35    Titel:

Das ist wirklich ein sehr interessantes Problem, das du da ansprichst, was mich auch ein wenig beschäftigt. Ich plane ja schon seit ner ganzen Weile (mag gar nicht nachzählen) meinen Echsenmenschen und gerade, weil ich mir in den von dir angesprochenen Punkten sehr unsicher bin, stockt es im Weiterkommen. Wäre ich mir sicherer über das geplante Spiel hätte ich wohl auch wesentlich mehr Motivation, das mal endlich fertig zu bekommen. Im Gegensatz zum Troll ist es bei Echsenmenschen zum Glück so, dass sie wegen der uneinheitlichen Quellenauswahl fast garnicht vorbelastet sind. Mal sind sie die Bösen, mal die Guten, mal tun sie nur ihren natürlichen Job.

Was aber auch schwer wiegt, ist die Gruppe. Als alleiniger Exot wird man vll. nur als halbwegs herausragender Schauspieler und/oder Improvisationskünstler guten Anschluss finden, dennoch ist es wohl nicht einfach, erst recht bei sehr exotischen Konzepten. Da würde eine Gruppe auf jeden Fall viel bringen, da es irgendwie präsenter wirkt, auch wenn es nur 3-5 Leute sind oder so. Nicht wie der bunte Hund im Dorf^^ Außerdem kann man sich so wundervoll im Spiel unterstützen und sich gegenseitig auf den Fuß treten, falls einer anfängt, zu stark vom Konzept abzuweichen.

Ansonsten ist es wahrscheinlich auch nicht verkehrt, sich mal zu überlegen, was im Spiel überhaupt wichtig ist. Aber das hat man ja eigentlich bei jedem Konzept, inwiefern das bei besonders exotischen Chars wichtiger ist weiß ich jetzt allerdings nicht zu beurteilen.

Soviel zu dem, was mir jetzt so auf dem Herzen lag. War gerade so ein guter Zeitpunkt, das heraus zu lassen^^
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luthien368



Alter: 28
Anmeldedatum: 29.09.2007
Beiträge: 7336
Wohnort: Geisenheim

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 06:53    Titel:

Gute Überlegung, welche ich bei manchen Exoten da draußen vermisse. Grad Satyre hab ich immer wieder gesehen, die völlig normal laufen, Spieler mit Ohren und Schwanz, die keinerlei tierische Verhaltensmuster zeigen, ...

Was mache ich.

Maske: Verbirgt eine Maske mein Gesicht, spiele ich mehr mit Körperhaltung. Mimik fällt ja flach. Ich versuche also, mich immer zu bewegen, den Kopf schief zu legen, zu "wittern", manchmal leicht gebückt, manchmal besonders aufrecht. Ich kratze mich an Stellen, die OT garnicht jucken können, wie der Schnauze oder hinterm Ohr. Oder probiere weiters aus, was sich ergibt: Bei meiner Faunin konnte ich mich mit den Hörnern an den Schultern kratzen - das kam immer gut ^^

Beine: Beim Faun hab ich darauf geachtet, mit den Zehen zuerst aufzusetzen. Der Effekt funktioniert einfach noch besser, wenn das Gewicht nicht auf der Ferse ruht, wie es beim Menschen ja eigentlich ist. Und auch hier werden Verhalten ausprobiert, die man sonst nicht machen würde - mit dem Huf scharren, das Gewicht verlagern (wie es Pferde oft machen), feste aufstampfen, ...

Tätigkeiten: Genau wie bei den menschlichen Charakteren suche dir BEschäftigungen, die du mitnehmen und in Pausen durchführen kannst. Rituale vorbereiten, Schreiben, zeichnen, etc. Alles ein klein wenig entmenschlicht. Vielleicht eine besondere Schrift, seltsame, ungewöhnliche Ritualkomponenten, exotische Werkzeuge, ...

Wenn du ein Tier spielst, hast du es einfacher als wenn du eine totale Fremdrasse wie einen Troll spielst - denn du kannst das Tier, welches du teilweise verkörpern willst, als Referenz zu Hilfe ziehen.
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Me@DA Nächste Cons: 08.-10.06.2012 Shealtainn I • 28.-30.09.2012 Dark Castle - Into the Wood 6

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Jocke



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Beiträge: 1665
Wohnort: Niederselters im Taunus

BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 07:47    Titel:

Gut das ich da was passendes Vorbereitet habe Cool

http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?MenschlicheExoten

MfG
der Jocke
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inLarp







Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Chevalier



Alter: 31
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 09:49    Titel:

Ich weiß nicht ob ich das falsch verstanden habe, aber ich hatte die Frage anders verstanden als Jocke&luthien.

ich glaube es ging weniger darum WIE man einen Exoten ausspielt, sondern wie man ihn ins Spiel reinbringt. Wenn ich das recht verstehe geht es dabei ein wenig um die Motivation eines Charakters und WIE man überhaupt mit anderen Spielern zur Interaktion gelangt. Oder um usneren Threadersteller zu zitieren:

Zitat:
Wie interagiert ihr mit den Mitspielern? Wie sind die Reaktionen auf euch und wie geht ihr damit um? Was macht ihr, während die Menschen abends in der Taverne oder beim IT-Mittag sitzen? Wie behaltet ihr den "Zauber" eurer Exotik bei, bleibt dabei aber anspielbar und wie spielt ihr an?


Ein grund warum ich mir darüber auch im Vorfeld den Kopf zerbreche und eben noch nicht mit dem Kostüm begonnen habe, weil ich doch etwas fürchte: wenn ich nicht gerade eine Gruppe von Spielern habe, mit denen ich gemeinsam unterwegs sein kann (und die Vexiner sind nicht gerade Tierwesen-affin; ich hätte derzeit einfach keine Gruppe mit der ich ein Tierwesenkonzept "gefahrlos" ausspielen könnte ohne Gefahr zu laufen ein wenig einsam zu enden) was mache ich überhaupt? Wie schaffe ich es, dass normale Menschen mit mir spielen, so dass ich zwar zu einem teil der Spielgemeinschaft gehöre, aber ohne zu vermenschlichen und trotzdem Exot zu bleiben. Was hätte es denn sonst für einen Sinn Exot zu sein, wenn man gar nicht mehr als socher erkannt wird, aber gleichzeitig will man auch nicht sich selbst aussen vor stellen durch eine Sonderposition. Eine Krux.
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 09:57    Titel:

Kommt letzten Endes doch stark auf die Hintergrundgeschichte an:

Entweder der nicht-exotische Charakter kennt Exoten oder das Con spielt in einen Bereich auf dem Exoten völlig normal sind (zum Beispiel Großcons):

Hier ist die Wirkung des einzelnen Exoten beschränkt. Man hat sich eben daran gewöhnt sie zumindest zu ignorieren..vielleicht sogar mit ihnen zusammenzuarbeiten. Warum sollte ich Angst vor dem großen Wolf haben wenn ich heute schon einen Drachen, einen Krokodil und einen Pony begegnet bin. Hier ist die Chance wirklich als Exote "bewundert" zu werden eher gering (abseits von einer OT-Bewunderung für ein tolles Kostüm).

Oder man spielt einen Charakter der noch nicht an Exoten gewöhnt ist, auf einer Conreihe mit wenigen Exoten (egal ob menschlich oder phantastisch).

Hier gibt das Spektrum der Reaktion für einen Charakter so gut wie alles her. Mein Hauptchara würde in einer derartigen Umgebung auf die meisten Exoten erst einmal feindsellig reagieren (gerade auf Tierwesen, halllllooo..wie reagiert man schon wenn Lassie plötzlich sagt: "Ich bin dein Freund") auf der anderen Seite mag es auch Charaktere geben die einen derartigen Chara IT bewundern oder für sehr interessant halten.

Auf größeren Veranstaltungen ist es eben in meinen Augen schwierig wirklich etwas exotisches zu spielen (hier sind bodenständige Konzepte oft eher die Ausnahme) auf einer kleinen Veranstaltung muss man mit den genannten Problemen rechnen und auch damit umgehen können.

Grüße

Gerwin
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Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen.
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 10:34    Titel:

Wir hatten doch vor einiger Zeit mal einen Thread zu dem Thema, was sich Tierwesenspieler für eine Art von Interaktion mit ihren Charakteren vorstellen, vielleicht ist der für alle neueren Leser in diesem Zusammenhang auch interessant:
http://www.inlarp.de/larp-forum/umgang-mit-exoten---was-wuenscht-ihr-euch-t1914.html
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Dennis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 11:04    Titel:

So wie der Chev es sagt, war es gemeint. Aber die bisherigen Beiträge sind ja schonmal nicht schlecht. Nur sie treffen nicht genau das Problem, das ich meine Wink
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Lorac



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 14:24    Titel:

Das ist so pauschal vermutlich einfach schwer zu sagen. Mal davon abgesehen, dass es Unterschiede je Tierwesenrasse gibt, gibt es auch Unterschiede abhängig davon mit wem man interagiert.
Im Endeffekt wäre das genauso schwer oder einfach zu sagen wie "Wie kommst du als Mensch eigentlich ins Spiel?", womit ich erstaunlicherweise sogar mehr Schwierigkeiten habe.

Der einen Söldnergruppe hat man mal den Hintern gegen nen Golem freigehalten, eine Barbarengruppe hat nen verdammten Gott, der mir wie aus dem Gesicht geschnitten ist, mit nem Zwergen hatte ich ne interessante Konversation über menschliche Handwerkskunst, bzw. das man die kaum so bezeichnen kann...
Glaube, wenn ich die Bekanntschaften auflisten würde, wäre das eine Auflistung von Einzelfällen. Ein Patentrezept in dem Sinne gibts da glaube ich nicht.
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Section31



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 21:24    Titel:

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - sinngemäß - der Spruch gilt: "Den Exoten spielst nicht du, sondern die anderen".

Stimmt das?

Gruß,

Section31
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Dennis



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 15.08.2011, 21:28    Titel:

Ist eigentlich gar nicht so falsch, der Gedanke. In diesem Sinne könnte ich auch den (höheren) Adel als Exoten auffassen. Wie kommt so einer ins Spiel? Für mich hat das auf den ersten Blick jedenfalls Ähnlichkeit.
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Chevalier



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.08.2011, 07:39    Titel:

Dennis hat Folgendes geschrieben:
Ist eigentlich gar nicht so falsch, der Gedanke. In diesem Sinne könnte ich auch den (höheren) Adel als Exoten auffassen. Wie kommt so einer ins Spiel? Für mich hat das auf den ersten Blick jedenfalls Ähnlichkeit.


Wie kommt ein Adliger ins Spiel

a) mit anderen "Exoten" (sprich Adligen, kirchlichen Würdenträgern, Offizieren etc.)
b) über sein Gefolge.
c) Bittsteller/Händler/Weise die (warum auch immer) direkt an ihn herantreten

Ich glaube aber Adlige wird es auf einem Durchschnittscon allerdings mehr geben, als Tierwesenexoten. Von daher hat es ein Adliger auch leichter mit Unbekannten Spiel aufzunehmen.
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Lorac



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Wohnort: Hackenheim

BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.08.2011, 09:15    Titel:

Section31 hat Folgendes geschrieben:
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass - sinngemäß - der Spruch gilt: "Den Exoten spielst nicht du, sondern die anderen".

Stimmt das?

Gruß,

Section31


Zu einem großen Teil ja. Die Behandlung, die man erfährt, hängt größtenteils von dem ab, was die Mitspieler einem geben. Damit spielt man dann weiter, unabhängig davon ob das Abscheu, Furcht, Hass, Respekt, Anbetung oder sonstwas ist.
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Erla



Alter: 28
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Beiträge: 284

BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.08.2011, 10:04    Titel:

Warum ich einen Exoten spiele? Weil ich Rollen liebe, die ausserhalb der Gesellschaft stehen. Und auch so behandelt werden. Ich habe das zunächst mit meiner Schamanin (Mensch) versucht und sie gezielt an Orte gebracht, wo sie eigentlich fehl am Platz ist (z.B. eine Akademie). Aber man wird ganz normal behandelt, wie jeder andere Mensch auch. Niemenad beschwert sich darüber, was die Wilde hier macht, oder sonst was. Das ist anders, bei Tarunah, oder auch Erla. Bei beiden habe ich zusätzlich festgestellt, dass auch Leute, die nicht direkt mit mir spielen, trotzdem Spiel durch mich haben. Sei es, dass sie hinter meinem Rücken tuscheln, oder das es Meinungsverschiedenheiten in einer Gruppe gibt. (Die Männer haben den Frauen verboten zu den Tieren zu gehen.)

Und ist das nicht bei Jeder Rolle zu einem Teil so, dass die anderen an der Darstellung mitwirken? „Wenn man keinen Stichwortgeber hat“ Steht man nämlich da und erzähl. „Eigentlich ist mein Charakter...“ (ich hasse das!).

Und um selber auf jemanden zugehen zu können und aktiv zu spielen hab ich mit Erla mehere Dinge, die mich einfach interessieren. Zum einen Pflanzen (kommt ja auch oft genug vor, dass es irgendeine selte Pflanze gibt). Zum anderen helfe ich den Heilern. Heilerspiel liegt mir eigentlich nicht so, aber zur Hand gehen macht mir Spaß und dann wird da was gemeinsames draus, was, so hoffe ich, dem zu Heilenden auch noch mehr spiel bringt, als nur herumzuliegen. Dazu traut sich Erla das alleine auch gar nicht, menschen sind nämlich unten herum anders gebaut^^.

Und was hilft noch Exotisch zu bleiben? Wenn man sich Gedanken zur Kultur und Lebensweise gemacht hat und darauf zurückgreifen kann.
z.B. hat der Bücherverkäufer auf dem CoM nicht schlecht gestaunt, als Pinia (Annika) ihm ihre „Sternekartenbücher“ gezeigt hat.
Oder: „Hat uns der Faun etwa gerade wirklich dazu gebracht, hier auf der Wiese wild herumzutanzen?“ (Und nein, ich habe keinen Zauber benutzt, oder ähnliches.)
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Gerwin



Alter: 29
Anmeldedatum: 20.06.2010
Beiträge: 8173

BeitragDirektlink | Verfasst am: 16.08.2011, 10:52    Titel:

Zitat:
In diesem Sinne könnte ich auch den (höheren) Adel als Exoten auffassen.


Ich glaube der höhere Adel hat da eher ein anderes Problem. Es kann ohne Logikschwierigkeiten 5-8 Tierwesen/ Elfen/ Redcaps/whatever auf einen Con geben. Hier ist meiner Meinung nach eher das alleinige auftauchen irgendeines Tierwesens nach dem Motto "ich bin dann mal da. Spielt mich anders als einen Menschen..aber wehe ihr tötet mich...dafür bin ich dann doch zu sehr Mensch" dass was erstmal ein wenig unlogisch klingt (wenn auch verständlich).

Wenn nun aber (vorsicht Extremfall) 5-8 Könige auf einen Con als Spielercharakter auftauchen wird das ganze schnell lächerlich. Schon ein König dürfte sich mit der OT-Akzeptanz extrem schwer tun. Sollte es ihm aber gelingen OT akzeptiert zu werden dann begegnet man dieser Person wohl mit äussersten Respekt und Demut und nicht wie bei anderen Exoten im Regelfall (logisch betrachtet) mit Abneigung und Unverständnis.

Dass es da irgendwo nen König gibt wissen unsere Charaktere in irgendeiner Form fast alle. Dass ist gut und richtig. Dass die Ziege plötzlich sprechen kann ...verstehen die wenigsten.
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