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Thema: WWF boykottieren!


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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.06.2011, 21:05    Titel: WWF boykottieren!

Hallo.
Was uns der WWF verschweigt... "grüne Verbrecher".
wer das noch nicht wusste, sollte sich die Zeit nehmen, und sich folgenden Beitrag anzuschauen (~45 min.)

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage---dokumentation/7495082_der-pakt-mit-dem-panda--was-uns-der-wwf-verschweigt

Diesmal aber wirklich.

Beste Grüße,
Ultor
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 24.06.2011, 23:41    Titel:

Teilweise sehr sehr einseitiger Bericht. Natürlich kommen von jeden Euro die ich dem WWF spende höchstens 20 Cent direkt der Natur zu gute. Dass ist aber bei jeder größeren Hilfsorganisation so. Wem soll ich denn dann noch spenden? Einfach ein Stück Regenwald bauen..wird schwierig.
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Lieber Larpeinsteiger:

Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen.
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Ultor



Alter: 18
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2011, 10:26    Titel:

Es ist aber verdammt krass, dass davon nichts in der breiten Masse der Bevölkerung ankommt.

Und die Tatsache, dass der WWf sich brüstet, 80 von 14000 (?) quadratkm Urwald gerettet zu haben, den Rest aber gemeinsam mit anderen Konzernen in Ölbaumplantagen umwandelt ist zum schreien. Sowohl, weil es lächerlich, als auch absurd ist.

Spätestens bei der Argumentation gegen die indigene Urwaldbevölkerung sollte klar sein, auf welchem Niveau dort vorgegangen wird: Wer sagt denn, dass sie sich das Land nicht einfach genommen haben? Oder: Der Wald ist durch menschliche Nutzung degradiert (Und deshalb zerstören wir ihn jetzt komplett) HÄ?
Ein gesunder und gebildeter Verstand darf soetwas nicht unterstützen.
Grüße,
Ultor
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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2011, 11:57    Titel:

Das Problem ist recht einfach dargestellt (auch wenn ich kein Freund davon bin den WWF zu unterstützen. Da gibt es Organisationen die meiner Meinung nach sehr viel besser arbeiten):

Auf rein ideologischer Schiene KANN ich gar nichts schützen. Der Schutz von Wäldern, Tieren und auch von Menschen (auch indigene Stämme kann man durchaus als schützenswert ansehen) ist vor allem eines. Teuer. Leider langen die 5-8 Euro die dann per SMS gespendet werden auch bei zahlreichen Spenden nicht wirklich. Also müssen Leute mit Geld her um den WWF zu unterstützen. Und das Geld haben nun einmal nur Großkonzerne. Die unterstützen aber letzten Endes immer nur wer ihnen in gewisser Weise nützt. Letzten Endes hat somit jede größere Hilfsorganisation das Problem dass sie in gewisser Weise einen Deal mit dem Teufel eingeht. Das gilt für den WWF, für Greenpeace, für Amnesty International und für eigentlich alle anderen genauso. Letzten Endes sind das Unternehmen am Markt. Nicht großartig anders organisiert wie die gängigen Ölmultis.

Natürlich sollte man sich überlegen ob man solchen Leuten noch spendet. Andererseits sollte man sich auch überlegen ob man ÜBERHAUPT spenden sollte..oder eine Spende nicht nur das gewissen beruhigt. Viele Leute spenden jährlich sehr viel Geld für die Umwelt..fahren aber dennoch (alleine) ein großes Auto anstelle auf einen Twingo oder C1 umzusteigen. Viele Leute spenden Geld für den Tierschutz, kaufen dann aber das billigste Fleisch im Laden ...genau wissend dass es nicht gerade aus tierfreundlicher Umgebung kommt. Wie viele Leute leben in der Stadt..müssen aber aus falsch verstanderer Tierliebe einen großen Hund haben? Und muss ich unbedingt im Jahr 3 mal in Urlaub fliegen wenn ich das Geld habe? Kann ich nicht auch mal mit der Bahn fahren?

Wenn ich überhaupt Geld spende dann wirklich nur aus konkreten Anlass und für ein konkretes, wissenschaftlich nachgewiesenes und sinnvolles Projekt. Leider sind so Projekte selten. Indigene Völker zu unterstützen (wenn man das überhaupt mag.....sooo nachhaltig wie das immer dargestellt wird sind die auch nicht) ist zum Beispiel meiner Erfahrung nach sehr schwierig. Leider wird ja nicht die Kontonummer des Häuptlings am Ende des Films eingeblendet. Und leider vage ich zu bezweifeln dass er überhaupt ein Konto hat...oder weiß wie man eine Bankkarte benutzt. Diesen Mann würde ich ansonsten auf der Stelle 50 oder 100 Euro spenden...denn ich bin mir sicher er weiß wie er sie sinnvoll und nachhaltig einsetzt.

Dem WWF (wie jeden anderen der großen) eher nicht. Aber trotzdem danke für die Reportage. Sie war an manchen Punkten sehr interessant. Besonders interessant fand ich dass die eines Stammesführerin haben Smile.
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Ultor



Alter: 18
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2011, 17:56    Titel:

Wie du schon sagtest. Eigentlich ist es sinnlos, spenden zu wollen.

Man hat es viel direkter in der Hand. Ich kann schließlich selbst entscheiden, ob ich genetisch manipuliertes Fressen will (ala Mc Donaldo), oder ob ich vernünftige Ernährung für sinnvoll halte (Nein, das "zu-teuer-Argument" zählt nicht, da gilt es enfach, Prioritäten zu setzen). Und entsprechend der Entscheidung des Bürgers passen sich auch Konzerne und die Lebensmittelindustrie an. Wer nur stumpf und ohne zu fragen das isst, was ihm die Großhändler auf den Teller tun, macht sich schuldig gegenüber seinen Mitmenschen, und was viel schlimmer ist, gegenüber der Welt.

Ich denke, den meisten Menschen fehlt es an Informationen. Aber bei den Meisten der Meisten helfen auch die nichts, weil es sie nicht stört, was in Hinterasien oder Südamerika passiert. Das ist ja alles so weit weg... Wenn aber jemand vor deren Haustür Round-up auf den Rasen kippen würde, wäre das Geschrei groß.


Zitat:
Und muss ich unbedingt im Jahr 3 mal in Urlaub fliegen wenn ich das Geld habe?
Das Ding ist ja, das Fliegen inzwischen derart billig ist, da ist die Hemmschwelle einfach nicht mehr vorhanden.

Das Beste ist: Produkte aus regionalem, kontrolliertem Anbau, von denen man weiß, das sie nicht von Hong Li gepflückt wurden.
Denn alles, was man jetzt billig kauft, kommt später doppelt so schwerwiegend auf einen zurück!

Das ist übrigens das gleiche Problem mit der Atomkraft: Wenn die Kosten für Kastor-Transport, Zwischenlager, etc. im Strompreis mitenthalten wären, würde keiner mehr Atomernergie beziehen, weil es unbezahlbar wäre.

Die beste Szene finde ich, ist die am Ende. "Ich kann sie mit einem Zauber belegen..." Traurig nur, dass die Realität anders aussieht...

Beste Grüße,
Ultor
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Nutz



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2011, 19:56    Titel:

Gerwin hat Folgendes geschrieben:
Teilweise sehr sehr einseitiger Bericht. Natürlich kommen von jeden Euro die ich dem WWF spende höchstens 20 Cent direkt der Natur zu gute. Dass ist aber bei jeder größeren Hilfsorganisation so. Wem soll ich denn dann noch spenden? Einfach ein Stück Regenwald bauen..wird schwierig.


Trink nen Kasten Krombacher. Wobei ich glaub die Aktion ist vorbei. Wink
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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 25.06.2011, 20:12    Titel:

Oh jaaa ..dafür wird bestimmt der Regenwald aufgeforstet. Ich hasse so etwas. Genau wie diese Spendenwerbung mit Katastrophenbildern aus Japan. Früher war ich für so etwas extrem empfindlich, heute hasse ich emotionalisierte Kampangen wie "Der Tiger braucht ihre Hilfe". Ja verdammt..natürlich braucht er meine Hilfe. Aber was soll ich den tun? Hier einen Tiger in der Wohnung einquartieren wäre wohl nicht die klügste Alternative.

Und naja..so hart das klingt...die indigenen Eingeborenen haben eben den Kampf der Kulturen verloren. Warum sollte ich heute noch indigene Kulturen schützen..und die Dörfer bestehen lassen. Denen gehört für gewöhnlich das Land nicht. Und manchmal kommt es mir so vor als würden wir derartige Stämme nur schützen um irgendwas zum angaffen zu haben...wie im Zoo eben.

Der Mensch ist eben letzten Endes nur ein Tier unter vielen. Und wie mein geliebter marktwirtschaftlich interessierter Professor immer so schön sagte: "Wer nicht mit der Zeit geht..geht mit der Zeit". Das gilt für den Tiger der sich nicht anpassen kann. Das gilt für indigene Kulturen die uns nun einmal einfach unterlegen sind. Das galt für Afrikaner und Indianer als die Europäer kamen. Die große Frage die man sich an diesen Punkt wirklich stellen muss ist die Frage: Soll ich derartige Kulturen schützen? Und wenn ja...warum? Um sie mit der Arroganz eines Forschers zu betrachten..sozusagen als Bindeglied zwischen Mensch und Affen? Um sie für irgendwelche überemotionalisierte Kampangen zu nutzen? Nein..ich muss ihnen die Chance geben ein ganz normales Leben zu führen. Mit Blue Jeans, T-Shirt und Coca Cola. Ich muss aber nicht ihren rückständigen Lebensstill um jeden Preis schützen. Oder muss ich es doch?

Fragen über Fragen. Letzten Endes würde ich mir gerne einmal selbst einige Zeit lang ein Bild von der Lage in Südamerika machen. Leider gehören deutsche Anwälte wohl zu den letzten was diese Menschen brauchen. Verdammt..ich hätte doch was technisches studieren sollen.
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Bregon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 08:49    Titel:

Zitat:
Warum sollte ich heute noch indigene Kulturen schützen

Aus Respekt vor anderen Kulturen vielleicht?!
Wenn du sie schon als "Verlierer" Bezeichnest, könntest du sie auch meinethalben aus Respekt vorm "Verlierer" achten.
Ich finde deine Ansicht diesbezüglich sehr krass. Und arrogant.
"Tja, die haben verloren, was gehts mich denn an? Ich wohn ja da nicht und ich hab ja nichts davon, wenns denen gut geht."
Durch den Kolonialismus hat der Westen mMn eine hohe Bringschuld gegenüber den von dir genannten "unterlegenen Kulturen".
Ich würde mich als Europäer schämen, wenn mir die Sache dermaßen hinten dran vorbei geht.

Grüße, Bregon - hofft, sich nicht fremdschämen zu müssen.
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Direktlink | Verfasst am: 25.05.2012    Titel:

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Tala_Pran



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 09:20    Titel:

Solange es Konzerne gibt, die von diesen Lügen leben, und Lobbyisten die für diese Lügen bezahlt werden, können wir die Wahrheit nur erahnen und jeder seine Handlung mit sich selbst ausmachen.

Ich stimme Gerwin zu, dass wir es als Konsument in der Hand haben. Wenn ich mein Fleisch vom Nebenerwerbsbauern aus dem Nachbardorf kaufe (weil ich da weiss, dass die Kuh wirklich auf der Weide stand), bleibt das mehrfachverpackte Billigfleisch in den Regalen liegen. Was liegen bleibt, wird nicht geordert, was nicht bestellt wird, wird nicht produziert und letzendlich fahren die Fleischfabriken ihre Produktion zurück.

Diese Logik funktioniert mit allen Waren. Und das Argument "ich alleine kann nichts bewegen" ist schon der erste Fehler, weil das alle denken.

Ich sehe es aber auch wie Bregon. Wer gibt uns das Recht sich anzumassen, was überleben darf und was nicht. Die naturbezogeneren Völker sollen so leben wie sie leben wollen. Nicht aufhören müssen, weil ihnen Land und Grundlage entzogen wird. Nicht Cola trinken müssen, weil eine Aktiengesellschaft das Wasser vergiftet, damit reiche Säcke noch mehr Geld in ihre Tasche scheffeln können.

Ich glaube an eine Art Karma. Ob diese Superreichen spätestens am Sterbebett begreifen, dass man Geld nicht mitnehmen kann, Schuld aber schon.

Edit: Tippfehler


Zuletzt bearbeitet von Tala_Pran am 26.06.2011, 10:20, insgesamt einmal bearbeitet
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Bregon



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 09:59    Titel:

Zitat:
Ob diese Superreichen spätestens am Sterbebett begreifen, dass man Geld nicht mitnehmen kann, Schud aber schon.

Die Frage habe ich mir schon sooo oft gestellt.
Man kommt leider nur recht selten dazu, solche zu fragen.
Ich achte im Allgemeinen aber auch darauf, dass die Produkte, die ich zu mir nehme, aus der Region stammen. Die Förderung der regionalen Bauern fährt eben, wie Tala schon sagt, die Massentierhaltung und die Abrodung des Waldes für Futteranbau zurück.
Das ist der erste Schritt den jeder machen könnte und sollte, um selbst etwas in die Hand zu nehmen.
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Ultor



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 10:59    Titel:

Zitat:
Das ist der erste Schritt den jeder machen könnte und sollte, um selbst etwas in die Hand zu nehmen.
Amen.
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Gerwin



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 13:08    Titel:

Zitat:
Wer gibt uns das Recht sich anzumassen, was überleben darf und was nicht.


Die gleiche Sache die dem Löwen das Recht gibt das niedliche Zebra zu fressen..oder dir das Recht eine Fliege zu erschlagen. Deine evolutionäre Überlegenheit. Die Frage die sich jeder Mensch an diesen Punkt ehrlich stellen muss ist "wie würden die handeln"? Wie würde die Fliege handeln wenn sie plötzlich einen Laserstrahl hätte? Wie das Zebra wenn es über die Fähigkeit verfügen würde den Löwen zu besiegen? Wie würden indigene Völker handeln wenn sie den evolutionären Wettstreit nicht irgendwann verloren hätten...sondern Feuerwaffen, Bomben und ähnliches hätten während der weiße Mann ihnen mit Machete und Bogen gegenüberstehen würde?

Richtig...sie würden es benutzen. Oder nicht? Diese Völker sind nicht de facto friedlicher oder naturliebender als Europäer. Sie haben ihre Nachbarn Jahrtausende lang bekriegt. Sie haben Frauen und Kinder geraubt...sie kennen Menschenopfer. Alles in bester europäischer Tradition. Der größte Hund im Käfig hat schon immer wenig Rücksicht auf den Dackel genommen Smile. Oder nicht?

Heute sieht die Sache anders aus. Kluge Minderheiten haben heute begriffen dass sie gegen den dicken Hund keinerlei Chance haben..wenn sie sich nicht anpassen. Nehmt euch als Beispiel Afroamerikaner. Jahrhunderte lang wurden die in Amerika unterdrückt, teilweise aus ihrer Heimat geraubt und gedemütigt. Irgendwann haben sie begonnen dagegen anzukämpfen, in einen mutigen Kampf der jedoch fast an Don Quichote erinnert. Und heute...ist ein schwarzer Präsident. Warum ist dass so? Ist der in irgendeiner Weise von seinen Programm her anders..oder sogar besser als seine Vorgänger? Hat er ein stärker ausgeprägtes Gewissen? Nein...er hat die gleichen Schulen wie sie alle besucht...und spielt inzwischen eben das Spiel des "großen Hundes" mit. Nur so, nur indem sich eine Minderheit das Verhalten der stärkeren Mehrheit annimmt und es vielleicht sogar geschickt gegen diese einsetzt kann sie überleben. Oder nicht?

Zitat:
"Tja, die haben verloren, was gehts mich denn an? Ich wohn ja da nicht und ich hab ja nichts davon, wenns denen gut geht."


Ich sage nicht dass ich so denke. Ich stelle mir lediglich die Frage nach dem warum. Warum sollte ich den eine offenbar zurückgebliebene Kultur nun schützen? Oft habe ich den Eindruck dass es hier wirklich um eine Art Zoo geht. Wem nützt es denn wenn er im Fernsehen sieht wie da so ein Indiostamm in leichter Stammeskleidung aufmarschiert und der Häuptling ein paar kluge, ja sogar sehr kluge aber offensichtlich unzutreffende Worte sagt. Die Leute sehen sich das an und sagen sich "Das ist interessant...deren Kultur ist anders. Die sind anders." Man könnte auch hart sagen, wie Affen. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde sowas in Zoos ausgestellt. Auch hier in Deutschland. Und das finde ich nicht richtig. Wenn du die Tradition dieser Menschen schützen willst bring ihnen bei mit den Wölfen zu heulen. Steck einen von ihnen in einen Anzug...schick ihn zur Schule und lass ihn Jura studieren. Die besten Beispiele dass das funktioniert sind die Sinthi und Roma. Der kluge Sinthi zündet heute keine Autos mehr an wenn er gegen etwas protestieren will. Nein..er geht demonstrieren. Und wenn ihn etwas nicht passt schickt er seinen Sohn für viel Geld auf eine Eliteuniversität..und lässt ihn Jura studieren. Der "verhext" den Unterdrücker dann später nicht mehr wenn ihn jemand seine Tradition wegnehmen will oder er unterdrückt wird. Nein...er geht zum EGMR und setzt sein Köpfchen ein.

Das gleiche ist (so hart das klingt) indigenen Völkern zu raten. Nur mit entsprechenden Rechtskenntnissen, Publicityarbeit, dem ausnutzen der Macht des Internets und ähnlichen zivilisatorischen Dingen KÖNNEN sie vielleicht einen Teil ihrer Kultur retten. Und dass ist auch (in Ansätzen) schon geschehen.
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Cartefius



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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 13:25    Titel:

Zitat:
Ich achte im Allgemeinen aber auch darauf, dass die Produkte, die ich zu mir nehme, aus der Region stammen. Die Förderung der regionalen Bauern fährt eben, wie Tala schon sagt, die Massentierhaltung und die Abrodung des Waldes für Futteranbau zurück.

Wie machst du das? Kaufst du nur von Direktvermarktern auf dem Wochenmarkt?
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Gerwin



Alter: 29
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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 14:17    Titel:

Wobei selbst Direktvermarkter ihre Nachteile haben. Dadurch gehen eben auch wieder Arbeitsplätze in den "Exportländern" Südamerikas usw. verloren. Und letzten Endes können wir nicht einfach die Uhr zurücktreten und alle vom Hofladen nebenan leben. Weder hier in Deutschland, noch können wir erwarten dass die Leute in Südamerika plötzlich wieder alle von und mit dem Regenwald leben. Die Zeiten sind nun einmal gestorben. Da kann man sich bei seinen Großeltern bedanken.
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Justav




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BeitragDirektlink | Verfasst am: 26.06.2011, 15:15    Titel:

Tala_Pran hat Folgendes geschrieben:
Ich stimme Gerwin zu, dass wir es als Konsument in der Hand haben. Wenn ich mein Fleisch vom Nebenerwerbsbauern aus dem Nachbardorf kaufe (weil ich da weiss, dass die Kuh wirklich auf der Weide stand), (...)


Tut mir leid, aber in den Nachbardörfern meines Heimatdorfes Wedding (Mitte, Moabit, Prenzlauer Berg usw.) gibt es keine Bauern, weder Profis noch Amateure...

Die angebliche "Macht der Verbraucher" ist eine kapitalistische, strukturell anti-demokratische Propagandalüge, die v.a. legitimiert, dass sich die politische Macht in den Händen der Wohlhabenden konzentriert: Jede Idee einer Gesellschaft gleichberechtigter Bürger bleibt auf der Strecke, und demokratischer Mitbestimmung wird ersetzt durch Markt- bzw Kapitalmacht.

EDIT: Rechtschreibung
_________________
So long

Justav


Zuletzt bearbeitet von Justav am 26.06.2011, 18:39, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Thema: WWF boykottieren!

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