Thema: Zinnbecher mit 91% Zinngehalt zum Trinken geeignet?
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Michl

Alter: 21 Anmeldedatum: 14.06.2011 Beiträge: 60 Wohnort: Landsberg
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Direktlink | Verfasst am: 11.09.2011, 22:25 Titel: Zinnbecher mit 91% Zinngehalt zum Trinken geeignet? |
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Servus,
ich hab erst kürzlich 3 Zinnbecher erstanden, auf einem steht Reinzinn, der dürfte ja unbedenklich sein, auf den andern zwei steht am Boden 91% Zinn und nen Engel mit Schwert und den Buchstaben S C.
Da die Forensuche und Google nichts hilfreiches ausgespuckt haben stellt sich mir die Frage ob ich die zwei Becher verwenden kann oder obs gesundheitlich bedenklich ist.
freundliche Grüße,
Michael _________________ Amicus certus in re incerta cernitur
In der Not erkennst du den wahren Freund |
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inLarp

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Klaufi

Alter: 24 Anmeldedatum: 10.03.2009 Beiträge: 2307 Wohnort: Dresden
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 00:28 Titel: |
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Soweit ich weiß steht der Engel als Symbol für die Unbedenklichkeit des Zinns. Allerdings ist das ein altes Symbol und es kann passieren, dass die Legierung die heutigen Standards nicht mehr erfüllt. Hab dazu das auf Wikipedia gefunden:
| Zitat: | | ...Auch der Engel mit Waage (altes RAL-Gütesiegel) ist heute kein Gütesiegel für Unbedenklichkeit. |
Im Zweifel also lieber drauf verzichten, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es jetzt schlimme Auswirkungen hat, es zu verwenden. _________________
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Michl

Alter: 21 Anmeldedatum: 14.06.2011 Beiträge: 60 Wohnort: Landsberg
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 00:37 Titel: |
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Danke für die fixe Antwort.
Ich denke ich geh das "Risiko" ein und verwende sie, da man ja nicht jeden Tag draus trinkt dürft ja eigentlich nix passieren. _________________ Amicus certus in re incerta cernitur
In der Not erkennst du den wahren Freund |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7498 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 01:52 Titel: |
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Ich sehe es als weitestgehend unbedenklich an.
Die Gefahr einer Bleivergiftung, die von sowas angeblich ausgehen sollte, wird leider massiv überschätzt. Solange Du in den Becher nichts reintust, das das Blei löst (diverse Säuren), ist das komplett ungefährlich, und auch ansonsten ist, wie Du ja sagst, der Becher ja nicht gerade täglich in Gebrauch.
Also vielleicht Fruchtsäfte, Cola und Limonade vermeiden. Wasser, Bier, Met, etc. kannst Du daraus wohl trinken.
(Blei, Leinöl und Gewitter sind so die "großen Drei", bei denen irgendwie bei jedem die Alarmsirenen im Kopf losgehen, und natürlich viele sofort "nützliche" Hinweise parat haben, die er anderen aufdrücken muß...seltsam irgendwie, vor dem weit gefährlicherem, täglichen Straßenverkehr kommen selten Warnungen. ) _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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inLarp

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luthien368

Alter: 28 Anmeldedatum: 29.09.2007 Beiträge: 7336 Wohnort: Geisenheim
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 09:09 Titel: |
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Da ich keine Ahnung von Bleivergiftung habe, aber es Reinzinnbecher für einen Appel&Ei gibt, hol ich mir persönlich lieber neue als auch nur ein Risiko einzugehen, was ich selbst eh nicht einschätzen kann. Außer, es wäre jetzt der superduperoberhammermäßige Zinnbecher... _________________
Me@DA Nächste Cons: 08.-10.06.2012 Shealtainn I • 28.-30.09.2012 Dark Castle - Into the Wood 6
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Cartefius

Alter: 32 Anmeldedatum: 05.03.2008 Beiträge: 4538 Wohnort: Bielefeld
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 09:17 Titel: |
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Ich trinke ohne Bedenken aus meinem zweifelhaften Zinnbecher, bei dem bisschen Getränk im Jahr sehe ich da keine Gefährdung. Wer allerdings jede Woche in der Taverne den Humpen kreisen lässt sollte vielleicht doch lieber zu etwas sicher bleifreien greifen. _________________ Mein Zeug auf
Larper.Ning - Deviantart - CoolMiniOrNot |
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Hana

Alter: 27 Anmeldedatum: 03.01.2007 Beiträge: 2870 Wohnort: Beckum
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 09:33 Titel: |
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Wäre es nicht eine Möglichkeit, den Becher innen mit lebensmittelechtem Lack zu lackieren? Dann wären auch säurehaltige Getränke kein Problem. _________________ Liverollenspiel im Münsterland:
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Gerwin

Alter: 29 Anmeldedatum: 20.06.2010 Beiträge: 8174
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 09:47 Titel: |
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Also nach Aussage von jemanden der sich "damit auskennt" bestehen bei der Anwendung "neuerer Zinnbecher" heute generell keine Schwierigkeiten mehr (wobei dein Zinnbecher unter neuere Zinnbecher fällt) so lange man nicht regelmässig daraus trinkt.
Von daher würde ich das wie Kelmon sehen. Ich meine, unsere "Väter" sind ja damals auch nicht alle an Zinnvergiftung gestorben. _________________ Lieber Larpeinsteiger:
Auch wenn dieses Posting tendenziell einen anderen Eindruck vermittelt kannst du natürlich relativ unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Geschlecht, Alter und Herkunft jede Rolle spielen die du willst. Alles was du hier liest sind persönliche, subjektive Meinungen. |
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inLarp

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Calum MacDaragh
Anmeldedatum: 16.10.2008 Beiträge: 424 Wohnort: Frankfurt am Main
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 10:51 Titel: |
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Warum das Risiko eingehen? Mach was Hana sagt, lebensmittelechter Klarlack rein, fertig. Dann kannst Du so oft und was Du willst trinken und musst Dir keine Gedanken machen. _________________ Na diobair caraid's a charraid!
www.daracha.de |
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Klaufi

Alter: 24 Anmeldedatum: 10.03.2009 Beiträge: 2307 Wohnort: Dresden
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 14:24 Titel: |
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Außerdem: wenn du irgendwie weißt, dass 91% Zinn sind muss das nicht automatisch heißen, dass der Rest Blei ist. Reinzinn hat meist 95-99,9% Zinn und der Rest ist dann Kupfer und vielleicht noch Spuren von irgendwelchem anderen Kram. _________________
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luthien368

Alter: 28 Anmeldedatum: 29.09.2007 Beiträge: 7336 Wohnort: Geisenheim
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 14:34 Titel: |
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Mal ne Frage an die, die sich auskennen: Kann ein Hinweis, dass der Rest als Blei enthalten ist, sein, dass man das Gefüß leicht biegen kann? _________________
Me@DA Nächste Cons: 08.-10.06.2012 Shealtainn I • 28.-30.09.2012 Dark Castle - Into the Wood 6
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Harald Ösgard

Alter: 42 Anmeldedatum: 11.01.2010 Beiträge: 5263 Wohnort: Erlangen
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 15:12 Titel: |
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Ich glaube, Blei hat man vor allem früher reinlegiert, um den Schmelzpunkt zu senken und um den "Zinnschrei" zu vermeiden... und ich glaube auch um das zerfallen bei großer Kälte zu verhindern... bin mir da aber auch nicht mehr so ganz sicher.
Lötzinn enthält eine gewisse Menge Blei und es ist in der Tat recht weich und biegsam, das könnte also auch ein Indikator sein.
OK, hier: http://alfred-graf.suite101.de/qualitaetspruefungen-fuer-zinn-a70325 werden noch ein paar einfache (nicht 100% sichere!) Schnelltests genannt. Der Strichtest auf weißem Papier sollte mit einem Becher immer einfach möglich sein.
hier: http://www.wer-weiss-was.de/theme241/article4759926.html wird noch ein Test mit Batteriesäure (Schwefelsäure) genannt. Blei ist in der Tat beständig gegen diese Säure. Wenn der Becher also restlos weg ist, dann weißt Du, daß er gut gewesen wäre... - naja, nicht so ganz praktikabel.. außer Du könntest am Boden ein Stück mit dem Messer abschälen... ?
Die Dichteermittlung mittels exakter Volumenbestimmung - willst Du Dir vermutlich nicht extra antun...
Ich würde daher auch zu einem Lebensmittel-Lack raten, bzw. eben keine säurehaltigen Flüssigkeiten reinfüllen. Wasser zB. floß jahrhunderte durch Bleirohre...
Wobei dann wichtig ist, daß Du beim Spülen nicht jedesmal die Innenflächen mit abrasiven Scheuermitteln blank machst. Erst die natürliche Oxidschicht schützt davor, das die Metalle in Lösung gehen. Spülmittel (Fettlöser) ja, aber nicht mit Scheuermilch, Sand oder Scheuerpads traktieren... _________________ Besuchte Cons: JdS 2010-Gottfreid/Jäger; DF 2010/ Boyden Kuin/Keltischer Handwerker;Herbstturney 2010/Goscogne/ Kriegsknecht im Gefolge des Herrn Sevigny
2011/ Boiden - keltischer Auxilliar (und Handwerker) 2011/Gottfreid - Pilgerreise Dascon |
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Michl

Alter: 21 Anmeldedatum: 14.06.2011 Beiträge: 60 Wohnort: Landsberg
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Direktlink | Verfasst am: 12.09.2011, 20:35 Titel: |
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Vielen Dank für die umfassenden Antworten
Bei der "Strichprobe" hat der Becher mit 91% Zinn sogar besser als der aus Reinzinn abgeschnitten, also werd ich den ohne Bedenken einsetzen.
Evtl. bekommen aber beide noch ne Schicht Lebensmittellack spendiert. _________________ Amicus certus in re incerta cernitur
In der Not erkennst du den wahren Freund |
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Kelmon

Alter: 32 Anmeldedatum: 24.01.2009 Beiträge: 7498 Wohnort: Saarbrücken
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Direktlink | Verfasst am: 13.09.2011, 13:49 Titel: |
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| luthien368 hat Folgendes geschrieben: | | Mal ne Frage an die, die sich auskennen: Kann ein Hinweis, dass der Rest als Blei enthalten ist, sein, dass man das Gefüß leicht biegen kann? |
Eigentlich ja, aber bloße 9% sollten aber keinen fühlbaren Unterschied ergeben. Blei ist zwar etwas weicher als Zinn, aber beides ist sehr, sehr nah beieinander. _________________ LARP-Anfänger: Schaut hier nach!
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Dutch

Alter: 40 Anmeldedatum: 16.01.2009 Beiträge: 316 Wohnort: München
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Direktlink | Verfasst am: 13.09.2011, 13:49 Titel: |
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| luthien368 hat Folgendes geschrieben: | | Kann ein Hinweis, dass der Rest als Blei enthalten ist, sein, dass man das Gefüß leicht biegen kann? |
Meiner Meinung nach nicht. Zinn ist weicher als z.B. Stahl und daher biegsamer. Dünn gewalzt/gegossen kann man es entsprechend leicht verformen.
Zum Beispiel haben wir zu Hause einige gebrauchte original englische Pint-Krüge aus Zinn. Diese sind für den rauen Alltagseinsatz im Pub gedacht. Auch diese Krüge lassen sich mit etwas Kraft verbiegen bzw. haben vom zu deftigen Anstoßen der Vorbesitzer etliche Beulen eingesteckt.
Tschüs
Michael _________________ Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp
Talsker Wölfe: Buffalo Hill Western-Cons
Wildwest LARP Project Orga
2nd US Cavalry LARP Orga |
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Thema: Zinnbecher mit 91% Zinngehalt zum Trinken geeignet?
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