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  1. #11
    Langer
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    Zitat Zitat von Jutschu
    Ich könnte mir vorstellen, dass Dudelsäcke (und auch Schalmei) allein schon von der Lautstärke her kritisch sein könnten... Da sollte man wohl besonders aufpassen, wann und wo man spielt.
    Das ist so ein Punkt, der erklärt sich quasi von selbst. Ich spiele selbst die große deutsche Sackpfeife, zur normalen Übungssession mit Schalldämpfer UND Ohrpfropfen. Sowohl Sperrigkeit als auch Lautstärke dieses Instrumentes lassen mich sehr genau überlegen, ob ich das Instrument auf eine Con mitnehme. Da müsste schon einiges dafür sprechen, kam bisher nicht vor und wird es so schnell vermutlich auch nicht.

    Ansonsten spiele ich ja hauptsächlich Flöten und Hümmelchen - ebenfalls ein Dudelsack - und die erreichen angenehme Zimmerlautstärke.


    Deshalb der einfachste Rat für gute Musik auf Con: Schau wirklich, *wirklich* gut hin, ob Deine Musik passt und die auch gewünscht ist in dem Moment. Lieber mal aussetzen als den Leute ungefragt auf die Nerven gehen. Ganz besonders auch nachts, nur weil zwanzig Leute in der Taverne feiern wollen, heißt das nicht, dass nicht achtzig in ihren Zelten nebenan lieber schlafen würden
    Wieder so ein Punkt, der eigentlich total selbstverständlich ist. Zumindest für mich, oder fällt anderen Leute das so schwer?

    Aber mal ernsthaft. Jeder Musiker kann nervig sein. Immer. Ein guter Freund und begeisterter "Mittelaltermusiker" hat dafür ein gutes System entwickelt. Nehm dir deine Musikinstrumente, fahr in die von deinen Wohnort erreichbare Großstadt (aber dort wo dich keiner kennt) stell dich in eine Fußgängerzone und beginn zu spielen. Hast du am Ende des Spiels so 150-200 Euro zusammen (für einen ausgebildeten und studierten Musiker kein Problem bei einen guten Punkt) bist du Larp/Mittelalterreif. Spenden Leute die eigentlich nur aus Mitleid, wirst du von der Polizei angesprochen ...dann nicht.
    Mit dem Gedanken habe ich schon einmal gespielt, auch wenn ich nie mit so viel Geld gerechnet hätte. Ich habe immer nur ein wenig Schiss, mich durch alle möglichen Genehmigungsverfahren quälen zu müssen :/ Und ein ausgebildeter Musiker bin ich zB. überhaupt nicht.


    Alternativ kann man zum Aufmarsch in eine Schlacht mit ein paar Musikern echt was gutes leisten.
    Ich versuch grad, mir fröhliche Marschlieder auf der Flöte beizubringen :P


    Cartefius spricht da auch einige sehr interessante Punkte an. Zum Glück bin ich weit davon entfernt, einen richtigen Barden spielen zu wollen. Mein Charakter hat IT das Spielen nur als Hobby. Beim Nachtwache schieben auf dem Tor kann so eine kleine leise Flöte auch ein netter Zeitvertreib sein. Oder eben, um in der Samstagabendrunde der Knappen und Knechte im Burgkeller ein wenig aufzuspielen.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  2. #12
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Gerwin
    dass es sich bei Bongo-Kalle um eine real existierende Person ist. Mir erschließt sich zwar immer noch nicht warum Trommeln stören sollten (die sind im Gegensatz zu anderen Instrumenten recht anfängerfreundlich), aber so wird ein Schuh draus. Wenn natürlich der Barde in der Taverne sitzt ist das alles kein Thema. Sitzt er vor dem Nachbarzelt mit seiner Gang und gröhlt nachts um 23.00 "Zu kalt ist die Nacht für die Söldner"...nunja....kann er hoffen dass er keine langen Haare hat.
    Sobald Du einmal auf einer Con in Deiner Nachbarschaft einen Bongo-Kalle hast, der gefühlt von 7 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachts folgende Schritte nacheinander durchführt:

    1. Spiele Bumm-Patta-Bumm
    2. Gehe zurück zu 1.

    ...dann wirst Du es verstehen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #13
    Ralf Hüls
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    Zu dem Thema gibt es auch eine von diversen Barden und Bardenkritikern mitgestaltete Seite im LW, die verschiedene Aspekte beleuchtet:

    http://www.larpwiki.de/Meinung/Chara...BardenProbleme

  4. #14
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    Das mit der Spielgenehmigung in irgendwelchen Orten ist meistens nicht so kompliziert, einfach eine freundliche Anfragemail ans Ordnungsamt, die sagen dir dann wie die Regelungen aussehen. Natürlich bekommt man leichter eine Spielgenehmigung für einen kleineren Ort als für eine Fußgängerzone in einer touristischen Großstadt...

  5. #15
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    Bitte beachte, dass die Wiki-Seite unter "Meinungen" zu finden ist, zu vielen Punkten gibt es gegensätzliche Meinungen, die nicht seltener vertreten werden.

  6. #16
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    Zum Glück bin ich weit davon entfernt, einen richtigen Barden spielen zu wollen. Mein Charakter hat IT das Spielen nur als Hobby. Beim Nachtwache schieben auf dem Tor kann so eine kleine leise Flöte auch ein netter Zeitvertreib sein. Oder eben, um in der Samstagabendrunde der Knappen und Knechte im Burgkeller ein wenig aufzuspielen.
    Ob man nun einen Vollzeitmusiker oder Hobbysänger spielt ist ja für das Grundprinzip unerheblich. Wichtig finde ich vor allem:
    Bei Klamotten oder Bewaffnung z.B. scheint sich zum Glück langsam die Erkenntnis durchzusetzen, dass es keine "Universallösung" gibt, sondern dass die beste Umsetzung die ist, die optimal und gezielt auf den Charakter zugeschnitten ist. Bei handwerklichen Dingen ist das hingegen zu weiten Teilen nicht der Fall: Dinge wie Wundheilung, Alchemie und eben auch Musik sind häufig bei sämtlichen Charakteren sehr ähnlich gestrickt, weil die Leuten einfach ihr gesamtes Repertoire oder ihre gesammelte Requisite nach dem Motto "Je mehr, je besser" auffahren, anstatt sich gezielt zu spezialisieren, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.

  7. #17
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    Eine Spielgenehmigung ist für die meisten Städte wenn du spielen kannst zwar erforderlich, wird aber nie kontrolliert. Weil es den Leuten ja gefällt. Wenn du es allerdings "nicht gelernt hast" würde ich zumindest von so einen Lärm und Lernintensiven Instrument wie der Sackpfeife im Moment absehen. Oder einen Kurs belegen.

  8. #18
    Langer
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Wenn du es allerdings "nicht gelernt hast" würde ich zumindest von so einen Lärm und Lernintensiven Instrument wie der Sackpfeife im Moment absehen. Oder einen Kurs belegen.
    "Nicht gelernt" im Sinne von leider keinen Lehrer. Aus Zeit - und Geldgründen eben. Einen Kurs würde ich natürlich schon einmal ganz gerne belegen.
    Was nicht bedeutet, dass ich nicht jeden Tag üben würde oder nicht zumindest in kleinem Rahmen mit dem Instrument umgehen könnte. Nur würde ich nicht auf die Idee kommen, irgend jemanden ins blaue hinein damit zu beschallen.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  9. #19
    Gerwin
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    Wenn du es gerne würdest warum tust du es dann nicht? Sackpfeifenkurse gibt es doch echt seit dem "wir sind alle Schotten Wahn" genug, und sogar recht günstig übers Wochenende . Zumindest gab es die mal.

    Ohne Lehrer würde ich persönlich und (extrem) subjektiv sagen: Lass es auf Con lieber sein. Es geht da weniger darum das jemand keinen Dudelsack spielen kann (das kannst du im wesentlichen wohl selbst lernen, so wie ich vor Jahren mal Flöte gelernt habe in einen Anfall von "hmm, ein Pancharakter wäre ja mal cool) sondern einfach dass im Regelfall schon das musikalische Rüstzeug fehlt. Sprich, der Sinn für Rhytmus, Tempo, Notenverständnis und Co. Natürlich gibt es jetzt Autodidakten die sich so etwas selbst und ohne jegliche Hilfe beibringen können, die einfach ein wahnsinniges Gehör entwickelt haben. Die meisten dieser Menschen haben jedoch irgendwann als Kind zumindest ein Instrument (meist Klavier) relativ gut spielen gelernt, und von daher ein Gefühl für Musik entwickelt. Hast du das nicht wird es in meinen Augen schwierig.

    Aber Kopf hoch. Wir reden hier von einen Grundverständnis welches ein guter Lehrer sicher an einen Wochenende vermitteln kann (ausser du bist musikalisch taub..so wie ich ). Wenn überhaupt mal ein Verständnis für Rhytmus da ist, man verstanden hat wie ein Takt so funktioniert und welchen Takt man in welcher Situation nicht gerade spielen sollte ist selbst aus meiner kritischen Sicht schon vieles gewonnen.

  10. #20
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    Re: Verhaltensregeln für Musiker im Larp

    Zitat Zitat von Langer
    Und mein persönliches Anliegen, sind Sackpfeifenspieler im Larp besonders vorbelastet?
    Ja. Solche Instrumente haben zwei Probleme:
    1. Sie sind ziemlich laut. Selbst die leise Variante.
    2. Die Melodien sind meist sehr eintönig und wenig abwechslungsreich für die Zuhörer. Dazu schrill und aufdringlich. Ausblenden/weghören geht schlecht.

    Ich habe noch keine Dudelsackmusik gehört, die mir gefallen hätte.

    Ansonsten noch ein paar Anmerkungen:
    a) fröhliches Tavernenmusizieren, während draußen Leute sterben, um das Leben der Anwesenden (inkl. Musiker) zu retten, macht die Stimmung kaputt und kommt generell nicht so gut an, aber immer wieder vor.
    b) OT-Lieder und Halb-OT-Lieder sollten tabu sein. MA-Band-Lieder sind mindestens halb, wenn nicht ganz OT in den allermeisten Fällen. Es gibt aber Leute, die solche Lieder mögen.
    c) meistens sind Bands besser als Einzelmusiker
    d) die coolste Bardentruppe, die ich je erlebt habe, war eine, die spontan Lieder dichten konnte. Deren motivierende musikalische Anfeuerungsmusik während des Aufmarschs zur Endschlacht war einfach klasse!
    e) in kleiner Runde musizieren geht immer (aber siehe Punkt a). Nur sollte das Instrument dazu leise genug sein, um nicht den kompletten Con zu beschallen ...
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

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