Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 32
  1. #1
    Langer
    Langer ist offline
    Erfahrener User Avatar von Langer

    Beiträge
    345

    Verhaltensregeln für Musiker im Larp

    Hallo Larp-Musiker!


    Nachdem in meinem eigenen Vorstellungsthread mal die Sprache darauf kam, würde ich ein paar Punkte hier ganz gerne aufgreifen.



    Wie kann man, in euren Augen, das eigene Musizieren möglichst reibungsfrei ins Spiel integrieren?

    Also, worauf muss ich achten, wenn ich auf Cons aufspielen will, um niemanden ungebührlich auf die Nerven zu gehen? Sodass einem beispielsweise ein Gerwin das Instrument nicht irgendwo einführt? :wink:

    Was kommt, bezogen auf Musik und Instrumente, besonders gut an und was besonders schlecht?

    Und mein persönliches Anliegen, sind Sackpfeifenspieler im Larp besonders vorbelastet?
    Dummheit wird mein Henker sein.

  2. #2
    Jutschu
    Jutschu ist offline
    Erfahrener User Avatar von Jutschu

    Ort
    Karlsruhe
    Alter
    27
    Beiträge
    367
    Ich könnte mir vorstellen, dass Dudelsäcke (und auch Schalmei) allein schon von der Lautstärke her kritisch sein könnten... Da sollte man wohl besonders aufpassen, wann und wo man spielt.
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

    Musik von und mit mir:
    http://www.youtube.com/user/malinundmusik

  3. #3
    Tine
    Tine ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Tine

    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    900
    Der absolute Supergau ist der berühmt-berüchtigte "Bongo-Kalle". Ein Typ, der Hornhaut auf den Sozialnerven hat und sowohl ohne Pause als auch ohne Sinn und Verstand auf seine Schüssel einprügelt - bis in die frühesten Morgenstunden. Gegen den gibts sogar ne eigene Gruppe im Ning: http://larper.ning.com/group/stopptbongokalle
    SEMPER PROBUS

  4. #4
    Jocke
    Jocke ist offline
    Alter Hase Avatar von Jocke

    Ort
    Niederselters im Taunus
    Beiträge
    2.356
    Auf dem EE dieses Jahr gabs ja auch das Problem "Bongo Kalle" und "Sackpfeifen Hugo" die nicht nur "nicht" gut gespielt haben, sondern gleichzeitig aneinander vorbei. Ich hatte einen solchen Hass auf die Bande das ich jedem Trommler am nächsten Tag gesagt habe er soll verschwinden sonst schneid ich ihm das Fell kaputt.

    Also, man sollte sein Instrument spielen können, man muss den richtigen Zeitpunkt fürs Musizieren finden (Nicht um 03:00 Uhr Nachts in der Taverne, es soll Leute geben die wollen da schon schlafen... 06:00 Uhr morgens ist auch keine so gute idee) und man sollte nur mit Leuten zusammenspielen mit dennen man geübt hat und Harmonisch zusammenspielen kann.

    Alternativ kann man zum Aufmarsch in eine Schlacht mit ein paar Musikern echt was gutes leisten.

  5. #5
    Calum MacDaragh
    Calum MacDaragh ist offline
    Alter Hase

    Ort
    Frankfurt am Main
    Beiträge
    1.043
    Die nervigsten Musiker im Larp waren für mich immer die, die quasi von Larp auf Musikmachen "umschalten". Zum Beispiel tagsüber einfach mitlarpen aber dann abends in der Taverne auf Musiker umstellen so nach dem Motto: "So, jetzt hab ich den ganzen Tag euer Larp mitgemacht, jetzt seid ihr mal dran mir zuzuhören." Und dann oft völlig ungefragt ihr Programm abspielen, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Mir kam das immer so vor, dass in deren Augen die Musik das Spiel auf der Con aussticht. Wenn man diesen Typ Musiker bittet, doch mal eine Pause zu machen/ etwas Anderes zu spielen/ endlich Schluss zu machen, dann erntet man bestenfalls ungläubige Blicke: Die Musik ist doch gerade so toll/ wir sind gerade so in der Session drin/ das spielen wir doch immer, etc. Das, was die Musik in deren Augen gut macht, kann mit sowas wie Intime-Spiel nicht mithalten, deswegen geht das vor. Da spielt manchmal auch ein gewisser Musikerdünkel mit rein, man ist schließlich etwas Besonderes, Künstler, die Anderen sollen doch froh sein, dass hier überhaupt jemand Musik macht.

    Deshalb der einfachste Rat für gute Musik auf Con: Schau wirklich, *wirklich* gut hin, ob Deine Musik passt und die auch gewünscht ist in dem Moment. Lieber mal aussetzen als den Leute ungefragt auf die Nerven gehen. Ganz besonders auch nachts, nur weil zwanzig Leute in der Taverne feiern wollen, heißt das nicht, dass nicht achtzig in ihren Zelten nebenan lieber schlafen würden.
    Na diobair caraid's a charraid!
    www.daracha.de

  6. #6
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Sodass einem beispielsweise ein Gerwin das Instrument nicht irgendwo einführt?
    Keine Sorge, wird nicht passieren, dafür fehlt dir dass lange Haar.

    Aber mal ernsthaft. Jeder Musiker kann nervig sein. Immer. Ein guter Freund und begeisterter "Mittelaltermusiker" hat dafür ein gutes System entwickelt. Nehm dir deine Musikinstrumente, fahr in die von deinen Wohnort erreichbare Großstadt (aber dort wo dich keiner kennt) stell dich in eine Fußgängerzone und beginn zu spielen. Hast du am Ende des Spiels so 150-200 Euro zusammen (für einen ausgebildeten und studierten Musiker kein Problem bei einen guten Punkt) bist du Larp/Mittelalterreif. Spenden Leute die eigentlich nur aus Mitleid, wirst du von der Polizei angesprochen ...dann nicht.

    Ein guter Musiker im Larp ist in meinen Augen ein Spezialist, sowohl IT als auch OT. Er sollte einen Bardencharakter bespielen und in der Lage sein sein Publikum auch auf andere, nicht musikalische Weise zu fesseln. Kleine Geschichten, Zaubertricks, Jonglage oder sonstige "Schmankerl" sorgen dafür dass auch Leute wie ich, die Musiker am liebsten ganz von ihren Larp verbannen würden und noch nie einen guten Barden erlebt haben, zufrieden lächeln oder zumindest weitergehen. Kritisch ist Musik in meinen Augen vor allen nach 22.00 Uhr. Es gibt eben Larper die tagsüber wirklich larpen (und nicht in einer OT-Blase hängen sobald die Temperatur 35 Grad erreicht) und diese Larper sind am Ende des Tags erschöpft und wollen pennen (oder kuscheln). Dabei stört Musik nur.

    Internetmobbingaktionen gegen einzelne Musiker wie "Bongo Kalle" finde ich übrigens zwar verständlich aber irgendwie blöd.

  7. #7
    Maria
    Maria ist offline
    Alter Hase Avatar von Maria

    Ort
    Aachen und Nordeifel
    Beiträge
    1.262
    Internetmobbingaktionen gegen einzelne Musiker wie "Bongo Kalle" finde ich übrigens zwar verständlich aber irgendwie blöd.
    Äh, Gerwin? Wie kann eine fiktive Person gemobbt werden? "Bongo Kalle" existiert nicht real, das ist nur ein Spitzname für nervige Trommleräffchen.

    Musik nach 22h geht, aber auch nur in ausgewiesenen "Feierarealen", wie den Tavernen auf dem Drachenfest z.B (wer direkt daneben sein Zelt aufschlägt, sollte wissen, worauf er sich einlässt) oder in abgeschlossenen, räumlich getrennten Örtlichkeiten (Halle auf der Bilstein).

  8. #8
    Cartefius
    Cartefius ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Cartefius

    Ort
    Göttingen
    Alter
    37
    Beiträge
    7.343
    Ich hab gerade nach einigem Suchen einen Beitrag von mir aus einem Thread über Ambienteinstrumente wiedergefunden, der einen wichtigen Punkt für mich zusammenfasst:

    Barden, und insbesondere Tavernen-Gitarren-Spieler, sind für mich häufig sowieso eher eine OT-Sache. Ich kenne nur sehr wenige Spieler, die es schaffen, mit einem Bardencharakter ihre Musik und ihr Charakterspiel tatsächlich nahtlos zu einer stimmigen Rolle zu verschmelzen. Meist ist aber doch das Spiel, die Liederauswahl und die Reaktion darauf zu großen Teilen Spieler- und nicht Charaktersache: Entweder man sitzt wohlig angesäuselt am Tavernentisch oder am Lagerfeuer, freut sich an der netten Gesellschaft und daran, dass einer aus der Runde ein bisschen amateurhaft aber nett was klimpert, was man kennt und bei dem man vielleicht sogar ein bisschen mitsingen kann, oder das ganze hat so einen gewissen Eventcharakter, bei dem das Spiel für eine Darbietung des Repertoires von (oft bekannten und professionellen) Künstlern unterbrochen wird.
    Das klassische Spiel einer Bardenrolle wie man sie aus Büchern und Filmen kennt, der aus dem Stehgreif der Angebeteten ein selbstgedichtetes Ständchen bringt oder das Volk mit Schmäh- und Spottliedern aufwiegelt findet man meist ebensowenig wie das Publikum, dass den Musiker nach bester Gallier- oder Westernmanier vor die Tür befördert, weil ihnen Darbietung, Inhalt oder Stilrichtung nicht gefallen (man stelle sich die Reaktion des typischen Zwergs auf Elfenmusik oder umgekehrt vor). Meist wird die künstlerische Leistung entweder aus OT-Respekt vor dem Künstler dankend und einmütig entgegengenommen, oder sich OT darüber beschwert, und danach erst wieder mit dem Spiel weitergemacht.
    Sollte man also eine derartige "runde" Bardenrolle mit möglichst hohem IT-Anteil anstreben, so würde für mich auch dazugehören, dass man Instrument- und Liederauswahl möglichst klar IT gestaltet.

    Internetmobbingaktionen gegen einzelne Musiker wie "Bongo Kalle" finde ich übrigens zwar verständlich aber irgendwie blöd.
    Ich denke, der Name "Bongo Karl" dürfte dem gleichnamigen Sketch der Gruppe Badesalz entlehnt sein, und sich nicht auf eine real existierende Person beziehen.

  9. #9
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Ah okay. Ich dachte nach

    Der absolute Supergau ist der berühmt-berüchtigte "Bongo-Kalle". Ein Typ, der Hornhaut auf den Sozialnerven hat und sowohl ohne Pause als auch ohne Sinn und Verstand auf seine Schüssel einprügelt - bis in die frühesten Morgenstunden
    dass es sich bei Bongo-Kalle um eine real existierende Person ist. Mir erschließt sich zwar immer noch nicht warum Trommeln stören sollten (die sind im Gegensatz zu anderen Instrumenten recht anfängerfreundlich), aber so wird ein Schuh draus. Wenn natürlich der Barde in der Taverne sitzt ist das alles kein Thema. Sitzt er vor dem Nachbarzelt mit seiner Gang und gröhlt nachts um 23.00 "Zu kalt ist die Nacht für die Söldner"...nunja....kann er hoffen dass er keine langen Haare hat.

  10. #10
    Alex
    Alex ist offline
    Forenlegende Avatar von Alex

    Ort
    Wahlhesse mit Ruhrpottherkunft
    Beiträge
    12.319
    Man kann auch nur wenig allgemeine Empfehlungen geben. Die Geschmäcker, Vorstellungen und Toleranzgrenzen sind da zu verschieden. Der eine stört sich daran, wenn jemand auf einer Gitarre spielt, für den nächsten reicht es, wenn sie schlicht ist, den dritten stört nicht mal, wenn das ein völlig modernes Gerät mit Kohlefaserkorpus ist. Gleiches gilt für die Art des Barden etc.

    Das wichtigste ist eigentlich sein Publikum zu (er)kennen. Man muss ein wenig soziale Empathie haben bzw. auf die Anwesenden achten, um zu erkennen, was sie wollen und was nicht. Und dann muss man sich entscheiden, ob man das bieten kann/will oder sich lieber eine andere Taverne etc. sucht bzw. das Spielen an dem Abend sein lässt. Ich persönlich ziehe lieber von Lagerfeuer zu Lagerfeuer und spiele in kleinen Runden, weil ich da besser auf mein Publikum eingehen kann und mich selber auch nicht gerade für einen herausragenden Musiker halte. In Tavernen hat man öfter eine Menge Leute und es ist unmöglich den Nerv von allen zu treffen. Hinzu kommen manche Spieler, die eine Taverne als Ort der Ruhe sehen und sich durch Lautstärke und Musik allgemein gestört fühlen zusammen mit denen, für die Barden eben nur akzeptabel sind, wenn sie einen hohes Maß an Erwartungen erfüllen.

    Das ganze klingt allerdings schlimmer, als es ist. LARPer sind eben keine homogene Masse, sondern eher das genaue Gegenteil. Allerdings sind sie im Durchschnitt auch nicht mehr oder weniger tolerant als Menschen außerhalb von LARP. Will sagen: Die meisten sagen nichts, vereinzelt kann man mal ein Zähneknirschen sehen und wenn ein ganzer Tisch geschlossen aufsteht und sich bei Dir beschwert, musst Du vorher schon sehr gekonnt alle Anzeichen ignoriert haben, dass irgendwas falsch läuft.

    Viele Grüße,
    Alex

Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Wandernder Musiker
    Von Der Nordmann im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 09.01.2011, 12:50
  2. Musiker im Larp
    Von Ultor im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 27.09.2009, 08:17
  3. Fragen zum Musiker, Künstler und spirituellen Heiler
    Von Ayrianira im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 15.09.2009, 05:36

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de